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Die „Frühlingswiesn“ …

Ich schneie heute bei Ihnen herein. Oder grauple kurz vorbei. So müsste es korrekterweise angesichts des gegenwärtig vorherrschenden Wetters heißen. April kann anscheinend nicht anders …
Haben Sie die Satellitenaufnahmen vor allem Mitte der Woche gesehen? Es balgten sich gleich mehrere Tiefs über dem Atlantik darum, wer als erstes westwärts voranstürmen durfte. Man wusste sofort, ganz gleich, wie das Scharmützel intern ausginge, wir würden auf jeden Fall ein Tief abkriegen.

Während in ganz Deutschland die Bevölkerung die bereits weit weggelegten Winterjacken wieder hervorholte, feiert mein Stadtteil sein Frühlingsfest. Wir Norddeutschen kennen da nichts!
Das Kinn trotzig vorgestreckt und frei nach der Devise: Jetzt erst recht! hat die „Wandsbeker Frühlingswiesn“ seit dem 22. April und noch bis zum 1. Mai unbeirrt ihre Pforten geöffnet.

Hamburg - "Wandsbeker Frühlingswiesn" kurz vor der offziellen Eröffnung am 22. April 2016 (Blick auf das Festzelt)

Hamburg – „Wandsbeker Frühlingswiesn“ kurz vor der offziellen Eröffnung am 22. April 2016

Vor dem 22.4. herrschten zuletzt recht freundliche, frühlingshafte Temperaturen, der Himmel leuchtete blau. Selbst der Eröffnungstag konnte sich wettertechnisch noch sehen lassen. Bereits in der Nacht darauf wurde es allerdings richtig kalt und vor allem nass! Und das hielt und hält an. Echt schade, oder?
Das Komische ist, Sie können hier die Uhr danach stellen! Es verhält sich gefühlt bei allen derartigen Veranstaltungen mit Saisonbezug so.
Wenn in Wandsbek auf dem Wandsbeker Markplatz in der zweiten Junihälfte alljährlich für gut drei Wochen der Beach Club (Like Ice and Sunshine) residiert, ist garantiert kein Sommerwetter. Sobald die Eröffnung der Strandanlage naht, schleicht sich von hinten das erste Tiefdruckgebiet an und dominiert mit seinen Nachfolgern gleich die nächsten Wochen. Wasser ist dann leider nicht nur im extra aufgestellten Pool, sondern auch auf sämtlichen Stühlen, Tischen und den Sitzflächen der Strandkörbe. Der extra angefahrene Sand präsentiert sich klitschnass und klebt an allem. Jede Minute, in der ausnahmsweise und unvermutet irgendein vorwitziger Sonnenstrahl auftaucht, wird als absolute Rarität entsprechend bejubelt.
Legt ab Mitte November der jährliche Winterzauber mit Kunsteisbahn und Weihnachtsmarkthütten los, ist alles, nur nicht Winter. Mit etwas Glück rauscht ein Hochdruckgebiet von den Azoren herbei. Dann bleibt es zumindest trocken, doch Grogs reizen bei 15 °C nur mäßig. Bei leicht sinkenden Temperaturen am Abend schon eher; in gemütlicher, lockerer Runde bei netter Beleuchtung der Szenerie und Musik im Hintergrund, sieht man über den fehlenden Frost leichter hinweg. Doch meist bringen Islandtiefs und ihre Ausläufer bis nach Weihnachten Nässe mit sich. Auf der häufig verlassen wirkenden Eisbahn stehen die Regenpfützen, die Leihschlittschuhe hängen unbeachtet im Zelt an ihren Haken … Diese moderaten Temperaturen dauern an bis Anfang Januar und zwar genau bis zum Beginn des Abbaus des Winterzaubers. Danach wird’s gern knackig draußen, und die Sonne traut sich wieder häufiger hervor.
Es mutet schon sonderbar an, dass man zur Beach Club Saison fast lieber den Grog hätte und zum Winterzauber dafür die kühlen Cocktails.
Es gibt halt nie eine Garantie für probates Wetter, das zum geplanten Event passt. Umso schöner ist es, wenn ein Fest sich durch seine Planung und Ausführung als wetterunabhängig entpuppt.

Die jetzige „Frühlingswiesn“ stellt den brandneuen Ableger der im Herbst stattfindenden traditionellen „Wandsbeker Wiesn“ dar, und die wiederum ist seit zehn Jahren für viele Hamburger als Stätte des Oktoberfests mit ihrem Musikprogramm, der Maß Bier, den Haxn, Brezn und der Gaudi ein beliebter Anlaufpunkt. Mehr und mehr steigt dabei offenbar auch die Lust an der anlassgerechten Verkleidung.

Wie es im Herbst üblich ist, wurde auch für die Premiere der Frühlingswiesn das große Partyzelt aufgebaut. Genauer gesagt die vertraute weiße Riesenhalle mit ihrem Zeltcharakter. Wände und Dach bestehen aus stabilen, wetter- und windfesten Kunststoffelementen, ein extra eingezogener Holzboden schützt nach unten
vor Kälte und Feuchtigkeit, gleicht auch den abschüssigen Boden des Platzes aus. Im Innern eine Bühne
für die tägliche Livemusik am Abend, Bänke und Tischreihen für enorm viele Festgäste.
Insofern kann das Wetter sein wie es will, die Besucher sitzen warm und trocken. Nur speziell für die Frühjahrswiesn hat man sich in der Hoffnung auf Frühlingswetter und Sonne wirklich Mühe mit der Außengestaltung des Platzes gegeben, hat Extrahütten für die schnelle Verpflegung auch außerhalb der Partyzeiten im Zelt aufgebaut sowie zahlreiche Außenplätze an Biertischen eingerichtet. Blumenkübel, Girlanden, Durchgangsbögen und Sonnenschirme gesellten sich dazu, der Boden erhielt in diesen Bereichen eine dicke Schicht Rindenmulch und wirkt so sehr rustikal. Das Mulchmaterial war offenbar sehr frisch hergestellt, denn nach dem Ausbringen roch es auf dem Platz die ersten beiden Tage wie im Sägewerk.
Es sieht alles sehr nett hergerichtet aus, schade also, wenn durch ewige Graupelschauer und die herrschende Kälte diese extra geschaffenen Flächen kaum genutzt werden können.

Hamburg - Wandsbeker Frühlingswiesn vor der Eröffnung ... (Der Außenbereich mit Bänken und Tischen)

Hamburg – Wandsbeker Frühlingswiesn vor der Eröffnung …

Positiv fällt diesmal die Gestaltung des Wegverlaufs von der Schlossstraße über den Platz hinüber zur Wandsbeker Marktstraße und zum EKZ Quarree auf!
Kein harter Zickzack-Kurs, dennoch eine direkte Passage ohne unnötige Umwege. Geschwungene Formen und endlich, endlich einmal wurden die beiden dort ständig aufgestellten Bronzefiguren  „Ehrensprung“ und „Zeitungslesende am Strand“ von Bernd Stöcker nicht als lästiges Hindernis betrachtet und eingequetscht, sondern die Wege so gelegt, dass beide Werke in das Gesamtbild einbezogen wurden und nun zentrale Punkte und Anschauungsobjekte sind.

Ebenfalls positiv die Idee, der weißen Festhalle an der Stirnseite einen großzügigen transparenten Vorbau zu gönnen, der das Gefühl vermittelt im Freien zu sein und gerade bei diesem unvorteilhaften Wetter goldwert ist.

Hamburg - Die erste "Wandsbeker Frühlingswiesn" (2016)

Hamburg – Die erste „Wandsbeker Frühlingswiesn“ (2016) – Bei schönerem Wetter wäre draußen eindeutig mehr Betrieb …

Haben Sie, die weiblichen Leser unter Ihnen, eigentlich ein Dirndl? Ich bin zwar eh ein bisschen zu spät dran mit der Information – die Anmeldefrist ist schon abgelaufen –, aber Sie hätten sich theoretisch bis zum 26. April 2016 zur Wahl der ersten Hamburger Maikönigin anmelden können. Sich bewerben können!
Geben Sie es ruhig zu, das war doch mit Sicherheit schon immer Ihr heimlicher Traum …
Ja? Nicht? Doch? Ach, schau an …

Erstaunlich wenige Bedingungen waren an die Teilnahme geknüpft. Mindestens 18 Jahre alt sollte die zukünftige Frühlingsbotschafterin sein – aber nach oben waren dem Alter keine Grenzen gesetzt. Aus Hamburg musste sie kommen. Ausstrahlung sollte sie haben. Und humorvoll sein! Stolz darauf, Wandsbek zu vertreten.
Das Tragen eines Dirndls auf dem u. a. erwünschten Ganzkörperbewerbungsfoto war keine Pflicht, hätte aber unter Umständen für Pluspunkte sorgen können. Denn getragen wird es letztendlich auf jeden Fall! Nicht nur von der späteren Maikönigin, sondern gleich von allen nach Einsendeschluss ermittelten zehn Finalistinnen.
Diese zehn Titelaspirantinnen stehen seit vorgestern (27.4.) fest und werden nun für die anstehende Wahl von der Trachtendiele Hamburg mit einem Dirndl ausgestattet. Alle sich anmeldenden Damen mussten sich von vornherein bereiterklären, sich im Fall ihrer Nominierung zwei bestimmte Abende vor der Wahl freizuhalten, um mit den anderen Kandidatinnen der Endrunde eine Choreographie einzuüben.
Choreographie? Ja, denn es wird anlässlich der Wahl zur Maikönigin am 30.4.2016 beim Tanz in den Mai im Festzelt auf der Frühlingswiesn auch eine Modenschau geben. Sie erinnern sich noch an die Berichte über den Nachwuchsmodel-Wettbewerb „Quarree Gesichter“ hier im Blog? Stylist und Modelcoach Alexander Strauß, der damals in allen drei Staffeln des Contests die Teilnehmer betreute, kümmert sich diesmal um die Titelanwärterinnen und bereitet mit ihnen etwas Spezielles vor. Am 30. April bei der Präsentation im Festzelt anwesende Gäste dürfen also gespannt sein.
Die Jury, die die künftige Maikönigin an diesem Tag aus den Top Ten ermittelt, wird sich aus Lokalprominenz zusammensetzen.

Nun, für Sie kommt eine Teilnahme am Wettbewerb nun nicht mehr in Betracht. Ich bin untröstlich, Sie müssen sich definitiv eine Alternative zum Amt der Maikönigin überlegen. Mal abwarten, ob es bei dem vorherrschenden Wetter eine Graupella, die Erste, oder mit etwas Glück Ihre Königliche Hoheit Solaria I. wird, denn wie es aussieht, bestehen berechtigte Hoffnungen auf Wetterbesserung. Ein wenig beständiger und milder soll es werden, mit einem Eckchen Himmelsblau von Zeit zu Zeit.
Wer in Hamburg oder der Nähe wohnt, hat weiterhin die Gelegenheit, die Frühlingswiesn zu besuchen und somit vielleicht sogar die Chance, auf einem der Außenplätze etwas Sonne abzubekommen. Vielleicht wird spätestens dann auch das Kinderkarussell reger genutzt. Am Mittwoch drehte dort ein einziges Kleinkind mitten im Regen seine Runden und sah dennoch dabei recht zufrieden aus.
Nach Tanz in den Mai und Wahl der Königin ist am Sonntag (1.5.) der allerletzte Tag der Frühlingswiesn. Es wird lausig Zeit für alle, die noch dabei sein möchten!
Ich selbst muss theoretisch gar nicht mehr hin. Wenn dort allabendlich Liveprogramm geboten wird, kommt die Musik, obwohl sie im Festzelt gespielt wird und die Entfernung zu mir obendrein ein paar Hundert Meter beträgt, jedes Mal bei mir daheim gut hörbar an. Inklusive der Jodler. Ich brauche dann nur noch eine Brezn dazu, das war’s.

Es sieht momentan etwas netter draußen aus, ich werde die Gelegenheit beim Schopfe packen und etwas an die Luft gehen. Mir fällt gerade ein, bevor ich mich verabschiede, wollte ich Ihnen noch ein anderes Foto zeigen!

Ich habe jetzt endlich einmal den Maulwurf bei der Arbeit entdeckt! Schauen Sie!

Maulwurf bei der Arbeit ....(Künstlicher Maulwurf als Bergwerksarbeiter mit Lore)
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© by Michèle Legrand, April 2016
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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He’s walking … Herr Individual geht / „wandsbek 1 – Kunst am Markt“

Bei mir findet Kunst zurzeit quasi direkt vor der Haustür statt. Falls Sie eventuell schauen wollen? So via offener Bloghaustür …? Mögen Sie eigentlich Kunst?
Kommt drauf an, lautet vermutlich Ihre Antwort. Es hängt schon einmal davon ab, was überhaupt Kunst ist.
An der Definition haben sich bereits viele versucht und dabei häufig gehörig in die Wolle bekommen.

Wenn Sie mich fragen, wann etwas den Namen Kunst verdient oder was es für mich sei, ich würde es
so formulieren:
Für mich ist Kunst nicht unbedingt das, was Kritiker in den Himmel heben, als besonders wertvoll bezeichnen oder lediglich die sogenannte Fachwelt akzeptiert.
Auch nicht das, was eine Mehrheit als Kunst deklariert.
Noch nicht einmal automatisch all das, worin der Künstler selbst voll aufging und sein Herzblut ließ. Inbrunst hin oder her. Das kann vorkommen, dass sein Enthusiasmus auch mein Enthusiasmus ist – schön, wenn alles zusammentrifft – doch es ist absolut kein Muss für meine eigene Einschätzung von Kunst.
Als Kunst empfinde ich zum einen etwas, was von jemandem hergestellt wurde, der sein spezielles Handwerk bewundernswert beherrscht und auf diese Art ganz außerordentliche Dinge schafft, die oftmals auch noch durch die besondere Idee dahinter von allem Herkömmlichen abweichen. Es kommen also besondere Ausführung und Einmaligkeit hier zusammen.
Zum anderen reizt mich gelegentlich auch allein die Idee, die jemand hat und umsetzt. In dem Fall ist es nicht unbedingt seine Kunstfertigkeit und die damit verbundene herausragende Anfertigung eines Teils, sondern eine Absicht, ein genialer Einfall, vielleicht etwas, das durch gewagte Kombination oder enormen Kontrast, unter Umständen sogar durch grenzenlose Absurdität besticht. Eine Idee, deren Umsetzung gelungen ist und deren anschließende Wirkung vor allem völlig aus der Reihe tanzt.

Wirkliche Kunst ist es somit in meinen Augen stets dann, wenn der Schaffende es erreicht, mich mit seinem Werk zu fangen. Meine Aufmerksamkeit zu erregen, sie zu fesseln. Eine Reaktion hervorzurufen. Mich wie auch immer zu berühren. Vorzugsweise löst es eine positive Reaktion aus – doch auch Skepsis oder Distanz meinerseits zu einer Sache macht sie nicht weniger kunstvoll.
Menschen und Geschmäcker sind so verschieden, wie Kunstwerke es sind. Empfinden ist nun einmal unterschiedlich, Einschätzung variiert ebenfalls, ist subjektiv. Es bleibt einfach nicht aus, dass ein und derselbe Gegenstand vom einen gelobt, vom anderen eher ignoriert oder äußerst kritisch gesehen wird. Es ist nur sehr eigenartig, wenn jegliche Regung ausbleibt, überhaupt keine Reaktion erfolgt …
Vielleicht sollte man es daher so formulieren: Das Erschaffene muss nicht nur für sich allein als bloßes Kunstobjekt (Teil) überzeugen, sondern es ist auch stets eine Kunst für sich, eine damit verbundene Absicht wirklich zu vermitteln oder überhaupt Empfindungen herauszukitzeln …

Ich lasse mich gern auf Kunstwerke ein, stelle – so möchte ich es auch hier und für das heute Gezeigte betonen – nicht das Künstlerische (Erschaffung) selbst in Frage, behalte mir aber die Freiheit vor, etwas als auf mich wirkungslos zu bezeichnen.

Mein aktueller Anlass, hier heute im Blog Kunst in den Vordergrund zu rücken, ist das Pilotprojekt „wandsbek 1 – Kunst am Markt“ – gleich bei mir um die Ecke.

Mein Stadtteil (der Bezirk), eine Vereinigung von ansässigen Geschäftsleuten und weiteren Personen aus Kultur und Politik, Sponsoren und unterstützende Firmen, der Einstellungsraum e. V., die Kulturbehörde etc. – sie haben sich darum bemüht, dass Kunst im öffentlichen Raum nicht nur – wie sonst meist – im Zentrum zu finden ist, sondern ausnahmsweise im Bezirk und zwar in einem, der damit bisher nicht sonderlich viel am Hut hatte.
Mal ein Denkmal hier, eine Büste dort, weil gerade Jubiläumsjahr ist, aber keine umfangreicheren Projekte und Ausstellungen. Wie es so ist: Kunst scheitert häufig an den Kosten oder auch an mangelnder Unterstützung bei der Durchführung und Umsetzung.
Nun hat es im Zuge des Hamburger Architektursommers, der manches möglich macht und uns Hamburgern bereits den Steinbock auf dem Kopf des Bismarck-Denkmals bescherte (siehe dazu „Sofathemen“ hier im Blog), geklappt.

Vier Installationen können während der „wandsbek 1 – Kunst am Markt“, die seit dem 8. dieses Monats und noch bis zum 31. Mai 2015 läuft, bestaunt werden. Das freut mich als in diesem Bezirk lebenden Bürger natürlich, und sobald ich das erste Mal eine Andeutung davon hörte, war die Neugier geweckt.
Ließ sich mehr in Erfahrung bringen?
Klar, ein solches Kunstprojekt hat eine Absicht, ein Thema. Dieses verständlich zu formulieren, ist komischerweise auch nach mehrfachem Lesen der dazu aufgefundenen Details nicht gerade einfach. Es geht um Spuren der (Wandsbeker) Geschichte, um die Suche sowohl Fremder als auch Einheimischer nach sinnstiftenden Orten, um die Identifikation mit einem Ort, der sich verwandelte. Um die Neuentdeckung ebenfalls. Man will sich mit der „Tiefe, Weite und der Perspektive“ eines (im Krieg) verletzten Ortes auseinanderzusetzen.
Alles klar?
Ich selbst kann es nicht richtig greifen, habe Schwierigkeiten, Konkretes zu benennen und die Worte mit Leben zu füllen. Vielleicht können es die Werke der Künstler.
Es wird weiterhin erwähnt, dass Dinge, die im alltäglichen Ablauf kaum zu fassen sind, dennoch Seelen berühren. Ob sich das auf den allgemeinen Ist-Zustand ohne Kunstwerke bezieht oder ob die Installationen das Berühren der Seelen erreichen möchten – auch das ist nicht so eindeutig.
Im Vorfeld las ich in der Regionalzeitung, dass man durchaus damit rechnet, dass die Ausstellung – oder Teile davon – eine „Provokation“ darstellen. Provokation? Augenblicklich erschien mir wieder dieser Steinbock auf Bismarcks Haupt …
Gab es noch irgendeine Information?
Als die Aktion bereits gestartet war, entdeckte ich eine – wie ich finde – klarere Aussage: Man möchte die Kommunikation in Gang bringen. Es soll zum miteinander Reden anregen.

Nun habe ich mir bewusst ausreichend Zeit genommen und die Eindrücke seit Projektbeginn zwei Wochen sacken lassen. Habe die Installationen mehrfach betrachtet, auch das Umfeld.
Nicht alles schafft es, mich zu fesseln. Sie können gern selbst einmal prüfen, ob Sie die Installationen in irgendeiner Form „bewegen“.

1) Shining Void

Es gibt eine Baugrube der etwas anderen Art. Shining Void (Glänzende Leere), so lautet der offizielle Titel des Werks der renommierten Künstlerin Christine Biehler aus Frankfurt. Zwei Meter tief, drei mal drei Meter in den Ausmaßen. Sie ist komplett mit einer Schicht Silberchrom ausgekleidet. Es heißt, ein bestrahlter Spiegel (dargestellt durch die Chromschicht von einer Straßenlaterne beschienen) wirft seine Umwelt verzerrt zurück.

wandsbek 1 - Kunst am Markt _Christine Biehler, Frankfurt a. M. - Titel_Shining Void

wandsbek 1 – Kunst am Markt / Christine Biehler, Frankfurt a. M. / Titel „Shining Void“

Nun, ich nehme die Auskleidung wahr, sehe die ebenfalls ummantelten, glänzenden Rohre und Leitungen – aber mir fehlt eindeutig die beschriebene Wirkung. Die des Spiegels (Spiegelung, Verzerrung) und die auf mich. Dass die Verchromung zudem den Aufbruch des Stadtteils symbolisieren, aber auch hinterfragen soll, ist gut zu wissen. Ebenso, dass die Wirkung des Edlen dieser Chromschicht einen Teil des neuen Wandsbeks widerspiegeln soll. Natürlich kann man es so beabsichtigen, kreieren, interpretieren und selbstverständlich, kunstvoll ist die Ausgestaltung allemal!
Nur allein – es löst nichts bei mir aus …

Die hier in Wandsbek gezeigten Installationen sollen von Passanten mehr oder weniger zufällig im Vorbeigehen entdeckt werden. Als etwas, was plötzlich von der Norm abweicht.
Bei dieser Baugrube muss man allerdings schon ziemlich hoffnungsfroh sein, dass sie jemand als außergewöhnlich wahrnimmt und als Besonderheit entdeckt. Zu gut ist sie als normale Baustelle getarnt. Rot-weiße Baustellenabsperrgitter unmittelbar am Grubenrand sichern das Loch, der Standort liegt leicht abseits der direkten Gehroute, es gibt auch nach dem Auffinden des Werks keinen Hinweis oder eine nähere Erklärung für Interessierte. Für sie bleibt es ein silbriges Loch, eine Edelbaustelle. Lediglich einige Meter weiter am Geländer zur U-Bahn, von kaum jemanden beachtet, hängt ein kleines Quadrat mit einem QR-Code zum Einscannen ins Smartphone.

Was hätte es wohl für eine Wirkung, wenn etwas auf dem Weg die Aufmerksamkeit weckte und einen zur Grube hinleiten würde? Ein Pfeil oder Fragezeichen auf dem Boden würde ausreichen.
Was, wenn das Gitter nicht rundherum gleich hoch wäre, etwas den Baustellencharakter verlöre, weniger bremste, mehr lockte?
Was, wenn die Absicht der Spiegelung vielleicht nicht nur beim Einschalten der Straßenbeleuchtung in kompletter Dunkelheit erreicht würde (wenn keiner mehr dort langkommt)?
Und wie würde sich das Erleben ändern, wenn jedem eine „Auflösung“ geboten würde, eine Erklärung , die dem Betrachter nach Entdeckung einen Aha-Effekt erlaubte …

2) 1A Wandsbek

Als zweite Installation befindet sich das Kunstwerk 1A Wandsbek von Sabine Mohr, einer Hamburger Künstlerin, etwas leichter auffindbar auf einem breiten, von ihr umgestalteten Stück Geh- und Fahrradweg an einer Straßeneinmündung. Sonst eher langweilig und starr wirkende graue Gehwegplatten erhielten ein neues Design. Eine Art versetzt platzierte Halbkreise in roter Farbe verändern die sonst herrschenden geraden Linien und rechten Winkel und schaffen lebhafte Wellenbewegungen.
Der Bezug zu Wandsbek?
„Wandsbek, nach dem Krieg in schlichter Bauweise aufgebaut, soll plötzlich durch so ein Kunstwerk interessant werden.“

wandsbek 1 - Kunst am Markt _ Sabine Mohr, Hamburg _ Titel_ 1A Wandsbek

wandsbek 1 – Kunst am Markt / Sabine Mohr, Hamburg /Titel: „1A Wandsbek“

3) Rad der Poesie

Eine weitere Installation, an der er selbst sogar persönlich mitwirkt, ist das Rad der Poesie des Hamburger Künstlers Johannes Lothar Schröder.
Er verleimt Manuskriptseiten zu einem zylindrischen Rad mit einem Durchmesser von 1,90 m. Mit diesem Rad rollt er über Plätze, Gehwege oder bei schlechtem Wetter auch im geschützten Einkaufszentrum. Er sammelt „Material“ in Form von Buchstaben und Wörtern, die sich idealerweise unter Mitwirkung vieler Menschen oder aber durch eher zufällige Umstände zu einem poetischem Text zusammenfügen. Das Rad wird nach und nach immer weiter beschriftet, jeden Tag wird aus- und vorgestellt und auch deklamiert.

wandsbek 1 - Kunst am Markt _ Johannes Lothar Schröder, Hamburg - Das Rad der Poesie

wandsbek 1 – Kunst am Markt / Johannes Lothar Schröder, Hamburg / Titel: „Das Rad der Poesie“


4) Herr Individual geht …

Was mir am besten gefällt – ich vermute, weil einfach die Reaktionen der Menschen am vielfältigsten sind und der Effekt am reizvollsten – ist eine Installation des Berliners Christian Hasucha. Der Künstler schickt seinen Herrn Individual täglich einige Zeit auf einen Spaziergang. Die Besonderheit dabei: Herr Individual, ein echtes menschliches Wesen (Carsten Weber), befindet sich währenddessen auf einem 2,40 m hohen Betonsockel. Geschätzt knappe zwei Meter Länge hat dieser maximal und ist gerade breit genug, dass oben ein kurzes, mit einem Elektromotor betriebenes Laufband eingebaut werden konnte, um dem Spaziergänger ein Wandern auf der Stelle zu ermöglichen.
Ein ungewöhnlicher Anblick! Es wirkt besonders skurril, da sich der Standort dieses Sockels mitten in einer kleinen Rabatte zwischen zwei stark befahrenen Straßen befindet. Dort macht sonst keiner Spaziergänge – und ganz sicher nicht in luftiger Höhe und auf diese Weise!

wandsbek 1 - Kunst am Markt _Christian Hasucha - Herr Individual geht ...

wandsbek 1 – Kunst am Markt / Christian Hasucha / Titel: „Herr Individual geht …“

Die Installation Herr Individual geht ist nicht neu. Seite 1987 lief (nicht immer derselbe Herr) in sieben Städten u. a. Berlin, Bochum, Bonn und Dublin! Dass jetzt hier Carsten Weber inzwischen bereits zum dritten Mal den Part des Herrn Individual übernimmt, hat er offensichtlich dem Fakt zu verdanken, dass er „so normal“ aussieht. Ein Auswahlkriterium für Christian Hasucha. Eigentlich ein krasser Widerspruch zur Individualität … – oder doch nicht?
Und die Absicht dieser Installation?
Vielleicht sagt ein Satz, der damals in Dublin fiel, etwas darüber aus:
„ …the work serves to defamiliarize the activity of urban walking and the space in which it is presented.”
Aha, sinngemäß geht es also darum zu verfremden. Sowohl die Aktivität des Spazierens als auch das Umfeld, in dem es stattfindet.

Wer die Menschen beobachtet, die an den diversen Straßenübergängen in Sockelnähe darauf warten, dass die Fußgängerampeln Grün zeigen und ihre Reaktionen mitbekommt, stellt schnell fest, dass es genau diese Installation ist, die tatsächlich Wildfremde dazu bringt, sich plötzlich miteinander zu unterhalten. Unter den vier Installationen ist sie zweifellos der Kommunikationsankurbler. Es ist inzwischen schon so weit, dass es denen, die öfter hier vorbeikommen, auffällt, wenn Herr Individual nicht läuft. Dann wird sich darüber unterhalten, wann er wohl wieder seinen Sockel erklimmt.
Es lässt sich nicht verhehlen, oft taucht natürlich auch diese Frage auf:
Und was soll das jetzt?
Die Sinnfrage sollte man bei Kunst nie stellen. Was sagt Herr Hasucha denn selbst dazu? Im regionalen Wochenblatt äußert er sich so:
„Auf jeden Fall sorgt das laufende Objekt für Irritationen im normalen Alltag. Es ist einfach schön, wenn es nicht für alles eine Erklärung hat.“

wandsbek 1 - Kunst am Markt _Christian Hasucha - Herr Individual geht ...

wandsbek 1 – Kunst am Markt / Christian Hasucha – Titel: „Herr Individual geht …“

Was halten Sie denn von alledem? Was würden Sie sich aussuchen, wenn jemand für Sie ein Kunstwerk in Ihrer Nähe installieren wollte?
Gehwegverzierung, ein edles Loch, die Poesie auf dem Rad oder das raumsparende Wandern?

Schreiben Sie es mir gern, ich sehe dann, was sich machen lässt … ^^

Sollte jemand für ein zukünftiges Projekt wandsbek 2 – Kunst am Markt  – von dem ich hoffe, dass es stattfindet! – partout griffige, auf Wandsbek bezogene Themen benötigen, hätte ich Vorschläge.
Es wäre z. B.:
… eine Zusammenkunft und ein gemeinsames Schaffen von Straßenmalkünstlern auf dem Wandsbeker Marktplatz am ZOB. Diese große, zusammenhängende Fläche – voll mit Motiven oder auch (3D-)Illusionen, die Wandsbek-Bezug haben!
… die kulissenartige Auferstehung des alten Wandsbeker Schlosses
… die Einrichtung eines Wandsbek-Kunst-Parcours
… die malerische Verschönerung der allmählich etwas angegriffen wirkenden Sitzbänke auf dem Marktplatz mit ungewöhnlichen Motiven und Farben! Eine Regenbogen-Sitzbankreihe, eine Reihe im Dominostein-Design, mit Klaviertasten oder gestreift in den Farben des Wandsbeker Wappens. Es entstünde in diesem Fall sogar ein dauerhafter Kunstgenuss! (Man sieht ja bereits jetzt bei wandsbek 1 – Kunst am Markt durch die Arbeit von Sabine Mohr, was aufgrund einer einzigen weiteren Farbe und eines Musters für eine veränderte Optik und Wirkung selbst auf simplen Gehwegplatten möglich ist.)

Wie auch immer – Hauptsache, Kunst im öffentlichen Raum findet überhaupt erneut ihren Platz. Talentierte Künstler mit Ideen, die ihre kreativen Projekte und Werke präsentieren möchten, gibt es mit Sicherheit genügend. Kunstgenießer auch.

Und wissen Sie, was wir jetzt machen? Eine kleine Kunstpause …
… die ich hiermit wieder beende, um Ihnen schöne Pfingsten zu wünschen!
Genießen Sie die freien Tage bei hoffentlich viel Sonnenschein!

© by Michèle Legrand, Mai 2015
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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Hamburg-Premiere: Halbmarathon in Wandsbek!

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Start
Halbmarathon
in Hamburg an sich ist nicht neu. In der City, an der Alster, entlang der Elbe, Richtung Flughafen oder Hafencity – dort entlang führten die Strecken bereits. Zum allerersten Mal allerdings ging der 21,0975 Kilometer lange Kurs durch den Bezirk Wandsbek im östlichen Teil der Hansestadt.
Die Rede war am 20. September 2014 von über 1.300 durchtrainierten, bestens vorbereiteten Leichtathleten, die an diesem Sonnabend um 18 Uhr zum 1. HEK-Halbmarathon antraten.
Die festgelegte Route führte von Wandsbek über Farmsen nach Berne und schließlich über Tonndorf zurück zum Ausgangspunkt. Startpunkt und Einlaufziel lagen in der Wandsbeker Marktstraße am EKZ Quarree, und die Vorbereitungen zur Abgrenzung dieser Zone sowie der Laufstrecke starteten bereits am frühen Nachmittag.
Um kurz nach 15 Uhr stellten einige Autofahrer trotz zahlreicher Ankündigungen in Presse und Radio verblüfft fest, dass am Wandbek Markt Sperrungen eingerichtet worden waren, sämtlicher Verkehr von der Wandsbeker Markstraße (B75) in die Schlossstraße umgeleitet wurde und dies sehr schnell zu einigen Verkehrsstauungen führte.
Mancher reagierte mit einem erstaunten: „Jetzt schon? Ich dachte, die laufen erst abends!“ Dies war grundsätzlich richtig und andere Streckenabschnitte wurden mit Sicherheit länger für den Verkehr offengehalten; die Einrichtung des Start- und Ankunftsbereichs benötigte hingegen eine längere Vorbereitungsphase.
Buslinien wurden ab 15.30 h umgelenkt oder Touren verkürzt, Taxis suchten Schleichwege und fuhren notgedrungen Umwege. Die betroffenen Anwohner hatten vorab Informationsflyer erhalten, um sich rechtzeitig auf die ungewohnte Situation einstellen zu können.
Attraktionen, die den Startbereich zusätzlich zu einem äußerst gut besuchten Ort werden ließen, sind das auf dem Wandsbeker Marktplatz am Tag zuvor eröffnete Oktoberfest mit Festzelt, Biergarten und Kinderkarussell („Wandsbeker Wiesn“), die begehrten Außenplätze des Lokals „Bar Celona“ sowie das anhaltend warme und sonnige Spätsommerwetter.
Die prophezeiten Gewitter blieben glücklicherweise aus, der Lauf am Abend startete bei angenehmen 21-22° C, und diese Temperatur hielt sich sogar bis zum Ende der Veranstaltung. Für die vielen Zuschauer ideal, für die Läufer fast ein wenig zu warm.

Außer Einzelläufern waren an diesem HEK-Halbmarathon auch Dreierstaffeln zugelassen. Antreten konnten gemischte oder reine Frauen- bzw. Männerteams, deren Läufer jeweils 8, 4 und 9,2 km zu bewältigen hatten. Die Wechselzonen lagen in Farmsen und Berne nahe der U-Bahn Station.

Während beim (Voll-)Marathon der Anteil der Profis recht hoch ausfällt, haben sich die mittlerweile häufiger ausgerichteten Halbmarathon-Veranstaltungen zu regelrechten Stadtläufen entwickelt, an denen viele Freizeitläufer teilnehmen.
Die international üblichen Spitzenzeiten von 1:00 bis 1:05 Stunden vor Augen, ist es natürlich hochinteressant zu beobachten, wie die Lauf- und Bestzeiten bei dieser Veranstaltung aussehen.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Etwas bewegen und warm machen und dann zur Startaufstellung ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Etwas bewegen und warm machen und dann zur Startaufstellung …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Aufstellung

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Aufstellung

Der ursprünglich für 19 Uhr vorgesehene Starttermin war kürzlich auf 18 Uhr vorverlegt worden. Pünktlich sammelten sich die Athleten. Der Startschuss fiel zunächst für die etwas über 1.000 Einzelläufer; die ca. 300 Staffelteilnehmer sollten ihren Lauf zeitlich leicht versetzt beginnen. Vorgesehene Startzeit hier: 18:04 Uhr.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Unmittelbar vor dem Start - Der Blick zum Zeitmesser am Handgelenk: Typischer Blick vieler Läufer beim Start und auch beim Einlauf ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Unmittelbar vor dem Start – Der Blick zum Zeitmesser am Handgelenk: Typischer Blick vieler Läufer beim Start und auch beim Einlauf …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Auf geht's ....

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Auf geht’s ….

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Rennbeginn  - Manche sind auch mehr in sich gekehrt, konzentriert oder haben für Rhythmus, Geschwindigkeit und auch Ablenkung Musik o. a. eingestöpselt

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Rennbeginn – Während einige Teilnehmer (s. Foto am Artikelbeginn) recht entspannt und lachend starten, sind andere in sich gekehrt, konzentriert oder haben für Laufrhythmus und -geschwindigkeit bzw. zur Ablenkung und Unterhaltung auf der langen Strecke Musik  eingestöpselt

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - ... allmählich leert sich der Startbereich. Fast alle Läufer sind unterwegs.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – … allmählich leert sich der Startbereich. Fast alle Läufer sind unterwegs.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  ... und weg sind sie. Starten Richtung langsam untergehender Abendsonne.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – … und weg sind sie. Starten Richtung langsam untergehender Abendsonne.

Erstauntes Raunen, als sich nach dem Aufruf an die Staffelläufer, sich doch bitte nun auch im Startbereich einzufinden, kein einziger Läufer zeigte! Es brach recht schnell Heiterkeit aus, als klar wurde, dass die Vermissten es alle offenbar ziemlich eilig gehabt hatten und recht eigenmächtig bereits gleichzeitig mit den Einzelläufern aufgebrochen waren.
Alle? Nein, ein einzelner Staffelteilnehmer tauchte doch noch auf. Er startete seinen Lauf als einziger ganz regulär und erhielt dafür tosendem Beifall sowie ermunternde Anfeuerungsrufe von Seiten der restlichen Zuschauer (ein Teil hatte sich schon entfernt bis zur Zeit des Zieleinlaufs). Hinterhergeschickt wurden ihm aus den Lautsprecherboxen außerdem die futuristischen Klänge einer sehr bekannten Weltraumfilmmusik …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Der einsame, einzelne Läufer, der als einziger korrekt auf den Start der Staffeln gewartet hatte ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Der einsame, einzelne Läufer, der als einziger korrekt auf den Start der Staffeln gewartet hatte …

(PS: Der indirekte Frühstart der anderen Staffelteilnehmer wurde so hingenommen und zog keinerlei Konsequenzen nach sich. Vielleicht konnten sie auch selbst gar nichts dafür, sondern wurden irrtümlich falsch eingewiesen.)

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Während die Läufer in anderen Stadteilen unterwegs sind, ist das Publikum auf dem Oktoberfest oder im EKZ Quarree.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Während die Läufer in anderen Stadteilen unterwegs sind, ist das Publikum auf dem Oktoberfest oder im EKZ Quarree.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Die Blumensträuße für die spätere Siegerehrung stehen schon bereit ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Die Blumensträuße für die spätere Siegerehrung stehen schon bereit …

Nach einer Stunde wurde es Zeit sich dem Zieleinlauf zu nähern, da unter den Teilnehmern auch starke Läufer angekündigt waren, die mit ihren Leistungen an die internationalen Spitzenzeiten durchaus herankommen.
Als die Uhr 1:01:58 anzeigt, informiert der Sprecher, dass das Führungsduo der Männer sich bei Kilometer 19 befindet. Das Duell liefern sich Julian Flügel (LG Telis Finanz Regensburg) und Manuel Stöckert (SC Ostheim/Rhön). Letzterer kann bei Kilometer 20 seinen Vorsprung ausbauen und läuft kurz darauf als erster ins Ziel. Knapp hinter ihm Julian Flügel auf Platz 2. Platz 3 geht an Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid). Ihm folgt Jens Nerkamp (PSV GB Kassel).

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Nach 1:04 Stunden nähert sich das Begleitfahrzeug. Der Siegerläufer kann nicht mehr weit sein ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Nach 1:04 Stunden nähert sich das Begleitfahrzeug. Der Siegerläufer kann nicht mehr weit sein …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Sieger des Halbmarathons wird Manuel Stöcker (SC Ostheim/Rhön)

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Sieger des Halbmarathons wird Manuel Stöckert (SC Ostheim/Rhön)

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Zieleinlauf

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Zieleinlauf

Bei den Damen gewinnt Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg), die ihre Bestzeit von 1:16:37 bei diesem Lauf sogar unterbieten kann. Sie bleibt unter 1:16 Stunden.
Zweite wird Silke Optekamp, die amtierende deutsche Marathonmeisterin.
Den dritten Platz erläuft sich Maria Heinrich.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Die Gewinnerin bei den Damen heißt Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg).

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Die Gewinnerin bei den Damen heißt Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg).

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Die beiden Ersten ihrer Kategorie gemeinsam: Mona Stockhecke und Manuel Stöcker

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Die beiden Ersten ihrer Kategorie gemeinsam: Mona Stockhecke und Manuel Stöckert

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Interview mit dem Erst- und Zweitplatzierten Manuel Stöcker und Julian Flügel

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Interview mit dem Erst- und Zweitplatzierten Manuel Stöckert und Julian Flügel

Die erste Staffelläuferin trifft nach ca. 1:22 h am Ziel ein. Nach knapp eineinhalb Stunden werden die Abstände zwischen den Ankommenden  geringer, schnell folgt ein Läufer dem anderen.
Während einige wirken, als könnten sie locker noch ein paar Kilometer weiterlaufen, sind andere völlig erschöpft und haben Krämpfe in den Oberschenkeln oder Waden.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Medaillenvergabe und Beine entspannen ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Medaillenvergabe und Beine entspannen …

Die anschließende Siegerehrung für die Gewinner der jeweils ersten drei Plätze jeder Kategorie findet im Dunkeln statt, was Fotografieren auch durch zusätzliches Gedränge aussichtslos macht.

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Vorbereitungen für die Siegerehrung. Die Wand steht ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Vorbereitungen für die Siegerehrung. Die Wand steht …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek - Siegerehrung - Nur wie man sieht, sieht man nichts ... Zu groß der Abstand, zu viele Menschen, zu gering die Lichtausbeute ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Siegerehrung der Damen – Nur wie man sieht, sieht man nichts … Zu groß der Abstand, zu viele Menschen, zu gering die Lichtausbeute …

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  Die letzten treffen ein, die Ehrungen sind schon vorbei, es kehrt allmählich Ruhe ein ...

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek – Es ist 20.20 Uhr, immer noch treffen vereinzelt Läufer ein. Die  Ehrungen sind schon vorbei, es kehrt allmählich Ruhe ein …

Fazit:
Der 1. HEK-Halbmarathon – und gleichzeitig die erste derartige Veranstaltung in Hamburgs Osten – war eine gelungenes Sportevent mit einem gut gemischten Feld an regionalen, nationalen und internationalen Teilnehmern, zahlreich erschienenem Publikum aller Altersgruppen und sehr entspannter Atmosphäre. Nicht unerheblich dazu beigetragen hat sicher auch das gute Wetter.
Die Zeit zwischen Start und Zieleinlauf überbrückten die Zuschauer mit einem Besuch auf dem Oktoberfest oder einem Bummel durch das Einkaufszentrum Quarree, so dass während des Laufs ebenfalls für die Nichtstartenden gesorgt war und keine Langeweile aufkam.
Wer mit dem Auto oder anderen Verkehrsmitteln in Wandsbek von A nach B kommen wollte, hatte es an diesem Nachmittag und Abend durch die vielen Straßensperrungen etwas schwer und brauchte Geduld – doch wann liegt so ein Anlass schon einmal vor.
Ein weiterer Lauf zu einem späteren Zeitpunkt ist jedenfalls sehr gut denkbar. Um Verkehrsbeschwerden auf ein Minimum zu reduzieren, wäre vielleicht die Austragung des Wettbewerbs an einem Sonntag empfehlenswerter.
Glückwunsch an alle, die (evtl. erstmalig) teilgenommen haben und den Lauf nicht nur erfolgreich zu Ende bringen konnten, sondern vielleicht sogar mit neuer persönlicher Bestzeit absolvierten! Jede hier erbrachte Einzelleistung ist ein besonderes Lob wert.

Es war übrigens nicht überall Feierabend nach diesem sportlichen Ereignis.  Auf der „Wandsbeker Wiesn“ ging es zu diesem Zeitpunkt erst richtig los!

1. HEK-Halbmarathon in Wandsbek -  ... allerdings nicht auf dem Wandsbeker Marktplatz. Dort geht das Feiern beim Oktoberfest nun erst richtig los!

Wenn einem immer mehr Menschen im Dirndl und in Lederhosen begegnen, dann feiert Wandsbek sein Oktoberfest  – auch nach der Teilnahme (als Läufer oder Zuschauer) an einem anstrengenden Halbmarathon!

©September 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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26 Kommentare

„ … die kriegen doch nicht mal die Dinger richtig herum übergezogen!“

Wenn mir jemand im Brustton der Überzeugung, dies aber abschätzig-aufgeplustert-entrüstet, extrem bollerig, wenn mir einer auf diese Art eine plumpe, schon provokante Behauptung auftischt, dann fange ich trotz gesträubter Nackenhaare und einiger Bemerkungen, die mir auf der Zunge liegen, keine große Diskussion an. Das wird kein Gespräch, kein Dialog. Das bringt nix und ist vergebene Liebesmüh. Ein minimaler Ausdruck leisen Zweifels ist in dem Fall bereits Auslöser für noch mehr wirres Zeug, das folgt. Als Monolog. Ich brülle doch nicht gegenan, auch werde ich nicht versuchen, Leute zu bekehren, die eh nicht zuhören.
Konsequenzen hat es natürlich schon. Einerseits hat derjenige bei mir ziemlich verschiss.. und andererseits beschäftigt mich das Ganze durchaus länger. Ich möchte unqualifizierte Thesen gern widerlegen. Nur so für mich. Sollte ich wider Erwarten die Chance bekommen, es dem anderen später genüsslich aufs Brot zu schmieren – umso besser.

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Anrufer am Telefon, der mich selbst gar nicht sprechen wollte. Die eigentliche Person, die er erreichen wollte, war nicht anwesend. Es ging nach Vermittlung dieser Information nur noch darum, wann ein Rückruf passen würde, und ich beging den Fehler zu fragen:
„Wäre es Ihnen auch gegen Abend recht? Oder schauen Sie momentan die Fußball-WM und möchten da nicht gestört werden?“
Oooooh, das hätte ich nicht sagen sollen!
Der Herr am anderen Ende der Leitung schnappte nach Luft, wirkte maßlos echauffiert, drehte  intern die Lautstärke auf Maximum und verkündete mir letztendlich mit resoluter, sehr belehrend wirkender Stimme:
„Fußball ist nur etwas für Bekloppte!“
„Bitte?“
Ich selbst bin kein ausgesprochener Fußballfan, doch sporadisch, z. B. bei einer WM, schaue ich mir zumindest die Spiele der eigenen Mannschaft an. Wie es die Millionen anderen Menschen auf der Welt halten, darüber mache ich mir relativ wenig Gedanken. Ob jemand  bemalt und verkleidet ist und vor lauter Fußballbegeisterung gar nicht mehr zum Schlafen kommt durch die vielen Spiele, die aus Brasilien nächtens übertragen werden oder ob er stattdessen bei „Schlaflos in Seattle“ selig sein Taschentuch zückt und danach zeitig ins Bett huscht, das möge doch jeder so handhaben, wie er es gut findet. Was nicht anspricht, kann doch links liegengelassen werden. Darf doch trotzdem anderen Spaß machen. Diese gewisse Toleranz für unterschiedliche Vorlieben hielt ich immer für selbstverständlich und bin nie auf die Idee gekommen zu vermuten, dass alles, was ich selbst nicht intensiv verfolge, wobei ich nicht vor Begeisterung ausflippe oder was ich sogar langweilig finde, dass dieses andere Zeugs folglich Spinnkram für geistig Minderbemittelte sei. Wieso denn das?
Er war noch nicht fertig.
„Fußball kann man sich doch wirklich nicht antun!“ Es folgten Ausdrücke, die ich gar nicht wiedergeben möchte. „Und dann diese Typen, die auf einmal Nationalstolz raushängen lassen, die aber die Dinger noch nicht mal richtig herum überziehen können.“
Den Satz habe ich anfangs missverstanden …
Tatsächlich ging es um die Stoffdekoration für Autoaußenspiegel. Dieses im Design der deutschen Flagge bedruckte Stretchverhüterli, das im Moment während der WM häufig Frischluft tanken darf und links, oft auch beidseitig, die Spiegel ziert. Nun versicherte mein Gesprächspartner sehr überzeugt, die ach so dummen Fans würden aus Unkenntnis der Farbanordnung auf der Flagge die Farbe Gelb (Gold) nach oben drehen. Und er legte nach:
„Schauen Sie sich die doch an! Und die Hymne können sie auch nicht! Die Fußballer kriegen sie doch selbst nicht hin! Wenn einer den Mund aufmacht, dann kommen solche Sachen heraus wie: Brüh im Glanze dieses Lichtes …“
Verdrehte Tatsache. Das waren nicht die Fans oder die Fußballer, die das verzapft haben, doch ich denke, die arme Interpretin des Liedes, die damals in der Aufregung umtextete, hat genug gelitten. Man muss diese olle Kamelle jetzt nicht noch einmal hervorholen. Lampenfieber ist schließlich nicht Dummheit.
Nachdem er sich etwas rabiat hatte Luft machen können, fehlte dem Anrufer die Zeit und mir die Lust auf weitere Details, und so endete das Gespräch. Doch mir ging es nicht aus dem Kopf …

Wissen Sie, was ich seither in den letzten Tagen gemacht habe? Ich habe darauf geachtet! Gibt es Außenspiegelbezüge verkehrt herum aufgezogen? Hängen Fahnen nicht korrekt?

WM 2014 - Flagge zeigen

WM 2014 – Flagge zeigen

Das kann fast zur Manie werden! Dieser prüfende Blick.
Ich denke, es zeigt sich eine eindeutige Tendenz. Ich habe Fotos gemacht, darum schauen und urteilen Sie gern selbst:

1) Flagge zeigen
Bei den Fähnchen kann man nichts falsch machen. Die haben ihren „Flaggenmast“ schon montiert, ebenso die Halterung. Es funktioniert gar nicht anders, als sie Schwarz-Rot-Gold aufzuhängen. Ob nun am Auto, am Motorrad oder am Fahrrad. Gesehen habe ich sie auch am Rollator, an der Kinderkarre und im Rucksack steckend. Alle korrekt.

WM 2014 - Deutschlandfahnen und Nightwish. Wunschdenken für Freitagabend ...?

WM 2014 – Deutschlandfahnen und Nightwish. Wunschdenken für Freitagabend …?

WM 2014 - Flagge am Motorrad, aber die Spiegel bleiben frei ...

WM 2014 – Flagge am Motorrad, aber die Spiegel bleiben frei …

WM 2014 - Flagge auch am Fahrrad  ...

WM 2014 – Flagge auch am Fahrrad …

WM 2014 - Natürlich gibt es auch Rucksackflaggenträger, und hier wird gerade die Produktpalette bezüglich weiterer Fanartikel durchgesehen

WM 2014 – Natürlich gibt es auch Rucksackflaggenträger, und hier wird gerade die Produktpalette bezüglich weiterer Fanartikel durchgesehen

WM 2014 - ... auch alles korrekt. Wirkt nur seltsam, weil eingeklappt.

WM 2014 – … auch alles korrekt. Der Spiegel wirkt nur seltsam, weil eingeklappt.

2) Die Sache mit der Flaggenanhäufung
Mit sind Fahrzeuge aufgefallen, die nicht nur eine oder mehrere Deutschland-Fähnchen spazieren fahren, sondern gleich Flaggen mehrerer, unterschiedlicher Staaten.
Hier in der Nachbarschaft ist alles klar. Dort lebt eine deutsch-italienische Familie. Die hatten selbstverständlich beide Fahnen gehisst. Als Italien ausschied, sank auch die Fahne. Man könnte meinen, jetzt konzentrierte man sich eben auf Deutschland. Oh nein, jetzt ist die holländische Fahne dazugekommen. Auch ohne Holländer in der Familie.

WM 2014 - In der Nachbarschaft. Deutsch-Italienische Familie. So kann man immer noch hoffen ... Doch Italien ist raus. Jetzt kommt Holland hinzu.

WM 2014 – In der Nachbarschaft. Deutsch-Italienische Familie. So kann man immer noch hoffen … Doch Italien ist raus. Jetzt kommt Holland hinzu.

Das nächste Auto hat einen Fahrer, der sich irgendwie nicht entscheiden kann oder seine Sympathien verteilen möchte. Allerdings – was jetzt folgt, ist reine Spekulation! – es könnte auch sein, dass noch wesentlich mehr Fahnen befestigt waren. Immer wenn ein Land ausschied, wurde die entsprechende Flagge entfernt, und der Besitzer trat wütend gegen Fahrertür und Kotflügel …

WM 2014 - Flagge zeigen  - Gleich mehrere Flaggen am Auto ... Unentschlossenheit? Auf Nummer sicher gehen ...?

WM 2014 – Flagge zeigen – Gleich mehrere Flaggen am Auto … Unentschlossenheit? Auf Nummer sicher gehen …?

Und dieser hier ist auch noch unschlüssig, hat sich aber – wie Sie sehen – beim Tankdeckel auf Deutschland festgelegt. Auch hier war kein „Bekloppter“. Der Bezug sitzt goldrichtig! Schwarz ist oben!

WM 2014 - Deutschland-Doppelunterstützer, Brasilien natürlich auch - und man hat den Tankdeckel mit einbezogen ...

WM 2014 – Deutschland-Doppelunterstützer, Brasilien natürlich auch – und man hat den Tankdeckel mit einbezogen …

3) Schwierige Positionierung
Es gibt einen relativ anspruchsvollen Fall was das Befestigen angeht. Das Flaggendesign auf Radkappen! Wenn die Räder stehen, sollten alle Flaggen stimmen und richtig ausgerichtet sein. Das klappt wohl auch. Doch beim Fahren! Dieser Stress! Richtig-falsch-richtig-falsch-richtig …. Was wohl mein gereizt-genervt-erregter Anrufer dazu sagen würde …?

WM 2014 - Flaggen an den Radkappen ... richtig herum, falsch herum ... Das ändert sich ständig.

WM 2014 – Flaggen an den Radkappen … richtig herum, falsch herum … Das ändert sich ständig.

4) Sonstiges bzw. gehäuftes Auftreten des Flaggendesigns
Ansonsten tauchen die Farben Deutschlands als Heckscheibensonnenschutz auf sowie als großflächiger Sticker auf der Motorhaube. Die Frage in diesem Fall: von wo schaut man? Vom Fahrer aus oder steht man vor dem Auto?

WM 2014 - Flagge am Spiegel korrekt und hier zusätzlich der Sonnenschutz ...

WM 2014 – Flagge am Spiegel korrekt und hier zusätzlich der Sonnenschutz …

Ein Fahrzeug hatte (rechtlich bedenklich) kleine Fähnchen wie Standarten befestigt. Ist das so als Hoheitszeichen gestattet? … Egal! Es war jedenfalls alles richtig montiert. Schwarz oben.
Und dieses Fahrzeug hatte so ziemlich alles auf und in sich versammelt, was man als Fanartikel ergattern kann: Spiegelüberzieher (korrekt) links und rechts, Fahnen, Deutschland-Kette am Innenspiegel und …. Kopfstützenbezüge! Mehr geht kaum.

WM 2014 - Zwei Flaggen, zwei Außenspiegelüberzieher, eine Deutschlandkette am Innenspiegel hängend und  ... die Kopfstützenbezüge!

WM 2014 – Zwei Flaggen, zwei Außenspiegelüberzieher, eine Deutschlandkette am Innenspiegel hängend und … die Kopfstützenbezüge sind schemenhaft zu erkennen!

 

Fazit der Studie:
Die Behauptung war falsch. Alle Fans konnten die Dinger richtig überziehen, und es gab keinen einzigen falsch montierten Flaggendekoartikel!
Keinen …?
In meinem Bezirk schloss man sich dem WM-Fieber an. Bezirksamt oder auch die Geschäftsleute der Einkaufsstraße, wer weiß das schon, beschlossen, die Straßenlampen mit Fähnchen zu schmücken.

WM 2014 - ... lediglich mein Bezirk scheint heimlich für Belgien zu sein.

WM 2014 – … lediglich mein Bezirk scheint heimlich für Belgien zu sein.

Kann es sein, dass Wandsbek sich entschlossen hat, Belgien zu unterstützen?

Unserer Mannschaft am heutigen Abend viel Glück bei ihrem Viertelfinaleinsatz!

©Juli 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - Michèle. Gedanken(sprünge) @wordpress.com

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Finale! Für Ungeduldige die Ergebnisse bereits vorab!

Der detaillierte und reich bebilderte Beitrag zum Ausgang des Modelwettbewerbs erfordert noch etwas Zeit. Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, verweise ich auf einen heute online erschienenen Artikel von mir, der auf den Ausgang schon Bezug nimmt.
Wen sehr die Ungeduld packt, der möge sich dort mit Vorabinformationen versorgen.

-> http://www.hamburger-wochenblatt.de/marienthal/lokales/herbstmodenschauen-und-grosses-finale-die-sieger-des-modelwettbewerbs-quarree-gesichter-2014-stehen-fest-d13332.html

Hier im Blog noch ein Foto als Zugabe:
Ganz links der Zweitplatzierte Alexander, ein Teil der Jurymitglieder mit Coach und Moderatorin, dann von rechts gesehen Ali (auf Platz 3 bei den Herren und Publikumsfavorit im Online-Voting), die Zweitplatzierte Christin, daneben Jenny (Platz 3), die Gewinnerin der Damen Jennifer sowie neben ihr der Sieger bei den Herren Fatih.


Mehr demnächst an dieser Stelle …

©Oktober 2013 by Michèle Legrand

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25 Jahre EKZ QUARREE Wandsbek-Markt – Ob der Herr Blanco auch zum Jubiläum wieder kommt?

Michèle Legrand (@WordPress.com)In der heutigen oft recht schnell- bzw. kurzlebigen Zeit, sind Zeitspannen von mehr als drei Jahren schon lang. Vieles was just in diesem Moment entsteht oder en vogue ist, gilt dann bereits wieder als veraltet oder existiert gar nicht mehr.
Ist weg vom Fenster.
Trends haben es nun einmal an sich, dass sie nur über eine gewisse Lebensdauer verfügen – was nicht heißt, dass sie nicht irgendwann erneut auferstehen!
Während Nützliches und Dinge des täglichen Bedarf nie völlig out sind, geht den Trends und Modeartikeln schon eher die Puste aus. Wie die Überlebenschancen für heute angesagte Frisuren, Bubble Tea, neue hippe Sportarten, Farbvorlieben, Duftkreationen, Trendnahrungsmittel etc. stehen, kann keiner genau abschätzen. Das Herausfordernde ist, sich immer wieder dem Wandel anzupassen, was sich besonders schwierig gestaltet, wenn er nicht rechtzeitig erkannt oder sogar bewusst ignoriert wird!
Weggedacht. Gardine vor. Die blickdichte …
Nur – ist er dadurch vermeidbar, oder ist es eine Möglichkeit, etwas ungeschehen zu machen?
Wandel entsteht unter anderem dann, wenn sich Ansprüche ändern. Durch Umstände oder weil neue Bedürfnisse geweckt werden. Weil Vorreiter dort sind, die sich mit ihren Ideen und Konzepten, aber auch mit ihrer Qualität durchsetzen und auf diese Art zum Maßstab für andere werden. Wer dort hinterherhinkt, hat schnell das Nachsehen – außer, er schafft es, sich nicht den Anstrich eines ewig gestrigen, langweiligen Uninteressierten zu geben, sondern pflegt sein Image dahingehend, dass sein Altes bewahren und pflegen Kultcharakter erlangt.
Gewollt altmodisch, nicht rückständig!

Generell sieht es eher so aus, dass übertrieben konservatives Verhalten, einhergehend mit Kurzsichtigkeit bzw. Widerspenstigkeit gegenüber jeder Veränderung und allem Neuen, häufig der Grund für das Scheitern oder in der Versenkung verschwinden einer an sich guten Sache ist. Wer immer nur gleichartige Pullover strickt, nie das Strickmuster, die Farbe, den Schnitt oder/und das Garn ändert, war vielleicht irgendwann mit seiner Kollektion Branchenprimus, wird jedoch bei Stillstand und Ausruhen auf alten Lorbeeren langsam aber sicher als öde und von gestern abgestempelt werden.
Auf Wirtschaft und Handel – oder heute aus gegebenem Anlass ganz speziell auf Einkaufszentren – bezogen, bedeutet dies:
Entweder ich befriedige die Bedürfnisse in besonderer Weise und schaffe immer wieder Anreiz für ein Wiederkommen des Käufers oder die Besucher bleiben weg, orientieren sich anderswo. Das Geschäft dümpelt müde vor sich hin, die Mieter verlassen das Zentrum, das Angebot sinkt weiter, die Hälfte der Ladenflächen steht leer, verkommt – und irgendwann greift sich ein Investor den Komplex und macht im günstigsten Fall Wohnungen daraus.

Das es auch anders geht, beweist ein Jubiläum, das Ende September ansteht:
Mein – ich habe es natürlich nicht gekauft, aber ich sehe es als mein persönliches Einkaufzentrum an – mein EKZ QUARREE Wandsbek-Markt im östlichen Hamburg, wird tatsächlich schon 25 Jahre alt! Es ist so ein Beispiel für ständige Anpassung an neue Gegebenheiten. Vieles habe ich begrüßt, ein paar Dinge auch bedauert. Geschäfte, die kommen und gingen, Umgestaltungen – nicht mit allem kann jeder gleich glücklich sein. Nur im Großen und Ganzen ist es eine enorme Bereicherung für das östliche Hamburg, eine wirkliche Alternative zur City, und wirklich lobenswert sind die vielen Veranstaltungen, die dort erdacht und umgesetzt werden.
So übersteht man nicht nur die Jahre, sondern sieht dabei auch noch gut aus und gewinnt laufend Kunden dazu!

Ich habe mich mit dem Einschätzen seines Alters schwer getan, dabei bekam ich die Erstellung damals mit und verfolgte sämtliche Umbauten und Erweiterungen aus nächster Nähe!
Meine Güte, 25 Jahre!
Wie oft liegt der Mensch daneben, wenn er angeben soll, wie lange ein bestimmtes Ereignis schon zurückliegt. Meist ist doch viel mehr Zeit seitdem vergangen als gedacht!
Könnten Sie spontan sagen, was vor 25 Jahren passierte?
Die Chancen stehen gut, wenn Sie bestimmte, für Sie wichtige Ereignisse, damit verknüpfen können. Schule beendet, geheiratet, erstes Kind – das sind Dinge, bei denen Sie meist datenfest sind. Aber wann Sie Mumps hatten, wie lange Ihr Nachbar im Haus wohnt, wann Ihr Auto das letzte Mal beim TÜV war, vor wie vielen Jahren Sie die letzte Tetanus-Impfung bekamen … keine Ahnung.
Sie werden so etwas wie den Terroranschlag auf die beiden Türme des WTC in New York erinnern. Die Bilder des Anschlags sowieso – doch das Datum wird zusätzlich immer wieder genannt und von Ihnen mit Ihren gebliebenen Eindrücken verbunden. Ist abrufbereit. Das Abspeichern von Daten ist eine Ausnahme, die bei denjenigen Vorkommnissen stattfindet, die weit über das Normale hinausgehen, tragischer sind, mehr Einfluss haben, privat oder weltweit immense Änderungen nach sich ziehen …

Doch zurück zum Einkaufszentrum, welches zum Glück nicht zu dieser Kategorie zählt und dessen Gründungsjahr daher auf andere Art und Weise aus meinem Gedächtnis hervorgekramt werden musste. Ich behalf mir mit dem Alter meiner Kinder. Mein Sohn war schon etwas vorher – vor der Fertigstellung – auf der Welt, meine Tochter jedoch noch nicht. Zwischen ihren Geburten musste Eröffnung gewesen sein. Daraus ergab sich eine unsichere Zeitspanne von gut drei Jahren.
Nun, bei mir hätte das EKZ Quarree Wandsbek-Markt eben statt 1988 erst 1989 oder Anfang 1990 eröffnet gehabt und könnte dementsprechend leider erst später Jubiläum feiern …

Als ich in den 80er Jahren in diese Gegend zog, gab es eine Vielzahl an teilweise weiter auseinanderliegenden Einzelgeschäften und das alteingesessene Kaufhaus KARSTADT. Zu dieser Zeit war die Existenz der großen Ketten noch nicht so ausgeprägt, deren zahlreiche, fast identisch aussehende Filialen jede Einkaufsstraße heutzutage der nächsten ähneln lassen. Die Häuser entlang der Wandsbeker Marktstraße waren unterschiedlich in ihrer Größe und auch in ihrer Höhe. Ein Sammelsurium. Nicht immer schön, denn manche Bauten waren nach dem Krieg nur halbherzig wieder hergerichtet worden. Geschosse, die nach dem Bombardement fehlten, stockten die Eigner teilweise gar nicht wieder auf, sondern sie zogen einfach auf halber Höhe ein Flachdach. Fertig.
Es gab auch bis hin in die besagten 80er Jahren zahlreiche Eigentümer mit verschiedenen Interessen, Ansichten, Vorhaben und Geldbeuteln. Nicht leicht, etwas Einheitliches, Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Die Kunden wanderten für ihre Besorgungen vorrangig in die City und erledigten hauptsächlich den alltäglichen Einkauf vor Ort, obwohl damals durchaus in einem Häuserkomplex, der später zum völlig neuen QUARREE II wurde, das Kaufhaus HORTEN auf zwei Etagen und im Tiefgeschoss Schaulandt, der bekannte Technik- und Elektroanbieter mit dem auffälligen Erkennungszeichen, dem weißen Gespenst auf schwarzem Grund, existierte. Die Wandsbeker Marktstraße bot zu dieser Zeit ein etwas unruhiges Bild. Bunt zusammengewürfelt, es war nicht alles leicht zu finden und an manchem fehlte es komplett. So entstand hier, wie auch in manchen anderen Stadtteilen, die Idee der Errichtung eines Einkaufzentrums. Nicht irgendwo an der Peripherie, sondern mittendrin.

Es kam Bewegung in die Angelegenheit. Häuser wechselten den Besitzer. Aufkäufe für ein zukünftig an dieser Stelle entstehendes Ladenzentrum wurden getätigt. Die inzwischen vorliegenden Pläne wurden vorgestellt, und schließlich war es soweit: die Um- und Neubauten starteten. Im Herbst 1988 eröffnete der erste Teil des heutigen Einkaufszentrums. Das QUARREE I wurde im zweiten Schritt stadtauswärts erweitert, Quarree II kam mit neuen Ladenflächen und weiterer Tiefgarage (Parkhaus) hinzu. Heute zieht sich das Einkaufszentrum von KARSTADT bis hin zu den U-Bahn-Abgängen in der Wandsbeker Marktstraße, die sich gegenüber des ZOB befinden.
Das Zentrum ist sehr gut erreichbar, und zu seiner Beliebtheit trägt sicher auch das CinemaxX Kino bei, das im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Es wurde quasi nachträglich auf das Dach des QUARREE I  gebaut, schwebt frei und sitzt außerhalb auf vier Stützen. Eine ziemlich einmalige Konstruktion!
Die Region Wandsbeker Marktstraße wurde BID (Business Improvement District) und überaus rührige Wandsbeker Geschäftsleute haben sich zusammengeschlossen, um im City Wandsbek e. V. gemeinsam neue Wege zu gehen und weitere Verbesserungen für die Region zu erreichen.

25 Jahre. Silberjubiläum!

EKZ QUARREE Wandsbek-Markt - Im September ist das 25-jährige Jubiläum. Stargast Roberto Blanco war bei der Eröffnung dabei ...

EKZ QUARREE Wandsbek-Markt – Im September ist das 25-jährige Jubiläum. Stargast Roberto Blanco war bei der Eröffnung dabei …

Trotz all der notwendigen Gedächtnisanstoßerei und -trickserei bezüglich des Alters des Jubilars – wissen Sie, woran ich mich ganz klar sofort erinnerte?

Ich weiß, dass Roberto Blanco und brasilianische Tänzer zur Eröffnung eingeladen waren. Damals war Herr Blanco 51 Jahre. Was man ihm nicht ansah. Da er heute immer noch auftritt, befür…worte ich natürlich, dass er jetzt mit 76 Jahren unter Umständen wieder dabei ist.
Simply irresistible.
Bitte?
Nein, das bezog sich jetzt überhaupt nicht auf das Vorherige!
Es ist der Titel eines Liedes. Robert Palmer hat es gesungen. Ich wollte es Ihnen nur erzählen, weil der Song ebenfalls in diesem Jahr 25 Jahre alt wird.

Ich denke, ich werde mir das Jubiläum vormerken und nachsehen, was sich zu diesem Anlass Ende September in „meinemQUARREE tut. Dann kann ich Ihnen auch sagen, ob Roberto wieder da war oder nicht …

Abschließend ein Tipp, falls Sie im August in der Nähe sind:
Anlässlich des Jubiläums läuft ein Wettbewerb um den Designpreis für die Jubiläumsedition der Gutscheinkarten des QUARREES. Die Entwürfe stammen von Studenten der Kunstschule Wandsbek. Ab 19.-24.08.2013 ist es möglich, sich die Arbeiten zu drei verschiedenen Themenbereichen auf der Aktionsfläche des Quarree I anzusehen. Besucher des EKZ können per Wahlkarte über ihren Favoriten abstimmen. Die Preisverleihung findet am 24.08.13 um 18 Uhr statt.

Ein weiteres Event erwartet sie dort ebenfalls zu dieser Zeit: am 23. und 24. August geht es im QUARREE in die nächste Runde des Model-Wettbewerbs QUARREE GESICHTER 2014. Diesmal sind die verbliebenen Kandidaten als Living Dolls (lebende Schaufensterpuppen) unterwegs!  Schauen Sie doch vorbei!
Mehr darüber auch im Blog zu gegebener Zeit.

©August 2013 by Michèle Legrand

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Ein Kommentar

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Plakat Drama, Baby!Nur knapp eine Woche lag zwischen dem letzten Tag des Castings und dem Beginn des Recalls.
Liebe Contest-Verfolger – für Sie ist das gerade goldrichtig, denn nun folgt im Anschluss an die Casting-Eindrücke unmittelbar der Bericht vom Recall.
All denen, die hier eine gewisse Themenvielfalt kennen und schätzen und nun zweimal direkt hintereinander im Mode(l)bereich landen, sei gesagt, anderes ist auch schon wieder fest in Planung. ^^

Recall. Sie kennen vielleicht den Bericht aus dem Vorjahr. Mir erzählten Teilnehmer, dass Sie sich bei mir im Blog schlau gemachten hätten.
Vorher!
Um zu wissen, was auf sie zukommt, um zu ahnen, wie es anderen zuvor erging.

Ich wiederhole ungern alles doppelt und dreifach und dachte mir, ich zupfe wieder an Ihrem Ärmel, damit Sie mit mir ein bisschen umherstreifen im Quarree und Recall-Luft schnuppern können. Wir widmen uns dem diesjährigen Event sowie seinen Kandidaten, und Sie gehen – bei Model-Contest-Suchtanzeichen – im Blog rückwärts (über Kategorie MODE) und inhalieren die Reste, die Ihnen noch fehlen aus 2012.

350 Kandidaten von insgesamt 822 Bewerbern haben es in diesem Jahr geschafft, sich einen Platz im Recall zu sichern. An einem der beiden Event-Tage waren sie eingeladen, vor einer Jury erneut auf dem Catwalk zu laufen.
Der Unterschied zu vorher war folgender:
Beim Casting erschien jeder, wie er es wollte, wie er es für angemessen und richtig erachtete. Von ungekämmt (oder vielleicht war es auch der gewollte „bed hair look“), in Jogginghosen mit Schlabbershirt und Turnschuhen bis hin zu sorgfältig frisiert, geschminkt, gekleidet und auf hohen Absätzen (bei den Damen). Es gab keine Vorschriften diesbezüglich, von Wintermantel bis Spaghetti-Top, von Anzug bis Batikhemd, von zarten Sandalen bis zu schweren Boots war alles erlaubt.
Der Lauf selbst erfolgte beim Casting ohne Musik.
Sie erinnern Sich vielleicht, dass die Bewerber während ihrer ersten Vorstellung Anleitung erhielten. Sie bekamen Tipps, die eine Verbesserung der Körperhaltung bewirken und zugleich einen ansprechenderen Laufstil unterstützen. Sozusagen ein vorgezogenes erstes Mini-Lauftraining vor dem eigentlichen Workshop, der im Anschluss an den Recall startet.

Diese Ratschläge sollten sie verinnerlichen und die Übungen dazu in der Woche zwischen den Veranstaltungen und somit vor ihrem erneuten Auftritt beim Recall zu Hause ausführen. Sich dabei zusätzlich die kleinen Kniffe merken, die sie hinsichtlich Aufregung in den Griff bekommen genannt bekamen, und sie sollten umsetzen, was man ihnen zu einem weiteren Thema gesagt hatte. Nämlich hierzu: Wohin schaue ich während meines Laufsteg-Abenteuers?

Beim Recall wurde folglich erwartet, dass der Kandidat und potentielle Workshop-Teilnehmer trainiert hatte. Sollte er etwas missverstanden haben und sich demzufolge etwas Falsches antrainiert haben, bedeutete dies nicht das Aus! Es zeigte, dass er lern- und arbeitswillig war und ist, und genau das ist ein sehr wichtiges Kriterium!

Alexander Strauß selbst beschrieb diesen Contest einmal als Arbeitswettbewerb, nicht als Schönheitswettbewerb! Sie können sich vorstellen, dass es weitaus schwerwiegendere Folgen hat, wenn offenkundig ist, dass der Recall-Teilnehmer ganz offensichtlich überhaupt nichts getan hat …
Weiterhin wurde für diese Stufe des Wettbewerbs vorgegeben, dass nun auf Outfit und Styling ebenfalls geachtet werden sollte.
Bei den Damen waren höhere Absätze erwünscht, doch wurde keine nur deshalb automatisch disqualifiziert, weil sie sich nicht daran gehalten hatte. Es lag im eigenen Interesse sich entsprechend zu kleiden, denn auf diese Weise ließ sich das Laufen besser beurteilen (später sind hochhackige  Schuhe sowieso ein Muss), und es entstand auch gar nicht erst der Eindruck, die Kandidatin könnte sich darauf vielleicht gar nicht fortbewegen …

Manch Teilnehmer verspürte beim Recall weitaus mehr Aufregung als beim relativ anonymen Casting. Dort schienen weniger Zaungäste länger stehenzubleiben und einzelne Personen haarscharf zu beobachten. Es war mehr ein generelles, eher kurz gehaltenes Zuschauen.
Beim Recall war das anders. Es änderte sich allein schon dadurch, dass es sich bei dieser nächsten zu meisternden Hürde um eine Live-Veranstaltung mit Moderation handelte, bei der zur eingespielten Musik und zudem vor einer mehrköpfigen Jury gelaufen werden musste! Es konnte sogar passieren, dass sich der Kandidat auf der Bühne zudem plötzlich mitten in einem kleinen Interview befand.
Der Schwierigkeitsgrad war somit gestiegen, die Chancen waren jedoch für alle gleich.

Wer auf diesen Tag hingearbeitet und sich vorbereitet hatte, wer seine Aufregung in Grenzen halten konnte, wem auf dem Laufsteg noch einfiel, worauf er achten sollte, und wer zudem ein Lächeln fertigbrachte anstatt völlig das Atmen zu vergessen, der hatte sehr gute Karten.
Die Jury, die am Freitag aus Priscilla Kuhlmann, Alexander Strauß sowie Quarree Gesicht 2012 Anna-Marie bestand und am Sonnabend noch durch Mariam (Gesicht 2013) und Yasemin (Gesicht 2013 bei den XL-Models) ergänzt wurde, war sich häufig schnell einig, wen sie weiterließ. In zweifelhaften Fällen wurden die Teilnehmer gebeten, noch einmal zu laufen oder die Absprache der Jury untereinander brauchte einen Moment länger. Bei fünf Juroren reichte bereits eine Mehrheit von drei Stimmen, um zum Workshop I zugelassen zu werden. Die Entscheidung musste nicht einstimmig ausfallen.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Ein Blick von oben zur Jury links_Yasemin, Anna-Marie, Alexander Strauß, Priscilla Kuhlmann, ... ff.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Ein Blick von oben zur Jury mit u. a. Yasemin, Anna-Marie, Alexander Strauß, Priscilla Kuhlmann, …

Drama, Baby! – so stand es wieder auf dem Ankündigungsplakat.
War nicht damals Bruce Darnell derjenige, der diese Aufforderung an Heidi Klums Mädchen richtete? Dieser attraktive Mann, bei dem die Handtasche leben musste?
Mir ist so.
Wir müssen bei diesem Drama, Baby! nur bitte immer daran denken, dass Bruce nicht unbedingt das deutsche Wort Drama meinte. So wie es im allgemeinen Sprachgebrauch genutzt wird.
Es muss also nicht unnatürlich theatralisch, melodramatisch oder gar todtraurig und mit schmerzverzerrter Leidensmiene der Laufsteg bewältigt werden. Es ist mehr das englische drama gemeint, im Sinne von Schauspiel, Theater.
Meine Theorie ist (wirklich rein persönliches Empfinden), dass es eigentlich nichts anderes ist, als eine gewisse Lebendigkeit, ein Gelingen beim Herüberbringen von Ausdruck und Ausstrahlung oder bei der Präsentation von Mode und Accessoires auch ein gewisses „story telling“, das dabei auf dem Catwalk stattfindet. Gekoppelt mit der Fähigkeit zu variieren, umzuswitchen, wenn es die Situation erfordert. Von einem Moment zum anderen. Alles durch Körpergefühl (Haltung, Spannung, Bewegung), Laufstil, Mimik und Gestik – für sich oder aber in einer Gruppe aufeinander abgestimmt.
Drama, Baby!

Und nun lassen Sie uns dazu Bilder betrachten und ein bisschen eintauchen.  Ich habe Fotos für sie sowohl vom Freitag als auch vom Sonnabend. Schauen wir,  wer dabei war und was sich auf der Bühne, bei der Jury und in der Halle tat.

Eindrücke vom Recall
Der Freitag

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Priscilla Kuhlmann ist zwischendurch selbst auf der Bühne und demonstriert, wie es geht.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Priscilla Kuhlmann ist zwischendurch selbst auf der Bühne und demonstriert, wie es geht. In der Mitte Moderatorin Nina-Marlisa Lenzi.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Priscilla Kuhlman am Freitag auf dem Laufsteg ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Priscilla Kuhlman am Freitag auf dem Laufsteg …

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Aussichtsreicher Teilnehmer des Recalls ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Aussichtsreicher Teilnehmer des Recalls …

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Auch diese beider Kandidatinnen hat er eingefangen: Gregor Szielasko

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Auch diese beiden Kandidatinnen hat er eingefangen: Gregor Szielasko

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Sehr viele, sehr unterschiedliche männliche Teilnehmer in diesem Jahr.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Sehr viele, sehr unterschiedliche männliche Teilnehmer in diesem Jahr. Interessant – und für die Herren heißt das, es gibt starke Konkurrenz.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Auf den Auftritt warten - oder die Konkurrenz noch weiter verfolgen

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Auf den Auftritt warten – oder die Konkurrenz noch weiter verfolgen

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Gut aufgelegtes Trio - Sie sind alle weiter.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Gut aufgelegtes Trio – Sie sind alle weiter.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - XL-Model Anna auf dem Laufsteg.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – XL-Kandidatinl Anna auf dem Laufsteg.

Besonderheiten/Auffälligkeiten bei der 3. Staffel der QUARREE GESICHTER
Wissen Sie was beachtlich ist?
Ich erzählte Ihnen beim letzten Treff von Rose und Ronja. Erwähnte, dass es junge Damen und Herren gibt, die in diesem Jahr ihren Geschwistern nacheifern, die im ersten oder zweiten Wettbewerb Kandidaten waren. Es gibt in diesem Jahr allerdings auch zahlreiche Geschwister, die sich jetzt beide für die gleiche Staffel im Casting beworben haben und von denen einigen der Sprung in den Recall gelang. Entweder erschienen sie an den Casting-Tagen im Doppelpack zur Anmeldung oder eine/r übernahm die Vorreiterrolle. Gelang es ihm oder ihr angenommen zu werden, stieg auch der Mut bei der Schwester bzw.  dem Bruder. Der Mut oder die Lust …

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - (Zwillings-)schwestern sind mit dabei. Nicht die einzigen Geschwister, die sich beworben haben

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – (Zwillings-)schwestern sind mit dabei. Nicht die einzigen Geschwister, die sich beworben haben.

Und was noch beachtlicher ist …:
Auf diesem Foto sehen Sie Nahiki, die sich der Jury präsentiert. Beachten Sie bitte für einen sich gleich anschließenden Vergleich die Figur, die Haare …

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Nahiki vor der Jury ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Nahiki vor der Jury …

Sie haben es sich gemerkt? Gut.

Hier bei Nina Stevens wird gerade eingetragen, in welchen Workshop Nahiki kommt. Denn sie ist weiter. Sehen Sie – zumindest ein wenig – die Dame neben ihr? Ebensolche Haare, nur blond, die gleiche Figur. Die Größe ist ähnlich.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Nahiki bei Nina Stevens. Sie ist im Workshop. Daneben, wer ist das?

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Nahiki bei Nina Stevens. Sie ist im Workshop. Daneben, wer ist das?

Was denken Sie? Zufall?
Models sind sich halt ähnlich?
Wie bitte? Geschwister?
Ach, Sie meinen, wenn ich Ihnen vorher von Geschwistern erzähle,  müssten Sie nur eins und eins zusammenzählen und landen dann logischerweise mit „Schwestern“ einen Treffer?
Nein, nein, liebe Blogleser, so berechenbar und leicht zu durchschauen bin ich nicht! Wir haben etwas völlig Neues!
Die andere Dame ist Maxine, und sie ist die Mama von Nahiki! Mutter und Tochter gemeinsam beim Wettbewerb. Ein Novum bei diesem Contest!
Übrigens lieh sich die Mama die Stiefel der Tochter aus. Nicht umgekehrt.
Wegen der hohen Absätze!
Selbst wenn die Schuhe ein bisschen zu groß waren und Maxine das Laufen dadurch nicht leichter machten.

Zu betonen ist weiterhin, dass wieder eine große Zahl männlicher Teilnehmer über das Casting in den Recall einzog.
Sehr interessante und unterschiedliche Typen!
Es wird in diesem Jahr schwer für die Herren. Die Konkurrenz ist stark!
Einige männliche Wesen schafften es, Moderatorin Nina-Marlisa Lenzi zu verwirren. Das behaupte nicht ich, das gestand sie selbst! Kein Wunder, wenn neben einem ein Adonis (V-Form) von beachtlicher Größe sowie ein überaus charmanter Italiener stehen. Hopfen und Malz sind verloren, wenn sich Signore Ricardo auch noch mit einem Wangenkuss verabschiedet. Ich betone, das war nach der Juryentscheidung! Küsse – erst recht für die Moderatorin – bringen ansonsten überhaupt nichts!

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Ricardo (l.) und Sebastian (r.) verwirrten die Moderatorin, wie sie selbst zugab. Bei ital. Charme und_bzw. Adonis-Körper (V-Form)

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Ricardo (l.) und Sebastian (r.) verwirrten die Moderatorin, wie sie selbst zugab. Bei ital. Charme und/bzw. Adonis-Körper (V-Form) ist Widerstehen schwierig …

Es gab eine Kandidatin, die am Freitag sehr positiv auffiel. Und zwar nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sie wohl die größte weibliche Teilnehmerin in dieser Ausgabe des Wettbewerbs sein dürfte. Sie fiel  zusätzlich dadurch auf, dass sie trotz ihres Gardemaßes einen sehr schönen und vor allem aufrechten Gang hatte, was insofern eine Besonderheit ist, da viele große Menschen dazu neigen, sich klein zu machen, mit gebeugten Schultern und insgesamt leicht gebückter Haltung aufzutreten, um sich der Größe ihrer Mitmenschen/Freunde  anzupassen.
Stellen Sie sich einmal vor, sie würde in einer Modenschau zusammen mit Sebastian, dem großen Herrn vom Bild zuvor, laufen. Würde das nicht prächtig harmonieren?

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Die größte Bewerberin - Eine wunderbar aufrecht gehende Teilnehmerin des Recalls, die stattliche 1,92 m misst.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Die größte Bewerberin – Eine wunderbar aufrecht gehende Teilnehmerin des Recalls, die stattliche 1,92 m misst.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall - Noch mehr attraktive Männer ... alle drei sind weitergekommen.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall – Noch mehr attraktive Männer … alle drei sind weitergekommen.

Es gibt weitere Eindrücke.
Die Fotos vom Sonnabend:

QUARREE GESICHTER 2014 - Sich das Motto des Recall Plakats zu Herzen nehmen: Drama, baby!

QUARREE GESICHTER 2014 – Sich das Motto des Recall-Plakats zu Herzen nehmen: Drama, baby!

Jeder Kandidat, der den Recall bestand, wurde hinterher von Fotograf Andreas Grav vor die Kamera gebeten.  Wie man sieht, freut er sich schon auf die neuen Gesichter …

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Fotograf Andreas Grav (Mitte) und Anne Paul (in schwarzer Kleidung, mit dem Rücken zu Ihnen)

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Fotograf Andreas Grav (Mitte) und Anne Paul (in schwarzer Kleidung, mit dem Rücken zu Ihnen)

QUARREE GESICHTER 201

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall geschafft, Workshopplatz gesichert … nun ein Bild mit Fotograf Andreas Grav

Noch ein kleiner Blick durch die Halle des Quarrees, bevor es mit den Kandidaten auf dem Laufsteg weitergeht. Den nächsten Herrn habe ich ihnen im vorangegangenen Casting-Blogpost schon einmal vorgestellt. Gregor Szielasko.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... und selbstverständlich der ständige Filmfachmann vor Ort_Gregor Szielasko

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … und selbstverständlich als ständiger Filmfachmann vor Ort: Gregor Szielasko

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Am Sonnabend ist das Team von AVP, Berlin zu Gast und filmt während des Recalls.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Am Sonnabend ist das Team von AVP (Berlin) zu Gast und filmt ebenfalls während des Recalls.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... ein Blick Richtung Jury, die immer wieder neue Kandidaten beurteilen muss.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … ein Blick Richtung Jury, die immer wieder neue Kandidaten zu beurteilen hat.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Ein Foto hinab von der Galerie offenbart deutlich, dass es keine feste Rückwand auf der Bühne gibt. Schattenspiele hinter dem Vorhang ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Ein Foto hinab von der Galerie offenbart deutlich, dass es keine feste Rückwand auf der Bühne gibt. Schattenspiele hinter dem Vorhang …

Weitere Kandidaten …

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Souverän - auch auf hohen Absätzen. Moderatorin Nina-Marlisa Lenzi (rechts) spricht in dem Fall gern von Sky Heels statt High Heels.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Souverän – auch auf hohen Absätzen. Moderatorin Nina-Marlisa Lenzi (rechts) spricht in dem Fall gern von Sky Heels statt High Heels.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Sehr unterschiedliche Typen bei den männlichen Bewerbern, sprich eine starke Konkurrenz in diesem Jahr

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Sehr unterschiedliche Typen bei den männlichen Bewerbern, sprich eine starke Konkurrenz in diesem Jahr

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... reibungsloser Ablauf. Während die Jury sich berät, interviewt Nina-Marlisa Lenzi Fee (l.) und Jessica (r.), während links Anne Paul und Cindy die nächsten Kandidaten einweisen.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … reibungsloser Ablauf. Während die Jury sich berät, interviewt Nina-Marlisa Lenzi Fee (l.) und Jessica (r.), während links Anne Paul und Cindy die nächsten Kandidaten einweisen.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Natürlich wird auch in der 3. Staffel wieder ein Model aus der XL-Kategorie gesucht. Hier Katrin, Svenja und Bettina.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Natürlich wird auch in der 3. Staffel wieder ein Model aus der XL-Kategorie gesucht. Hier Katrin, Svenja und Bettina.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Anstehen und auf den Auftritt warten ... (vorne rechts Anne Paul und Cindy)

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Anstehen und auf den Auftritt warten … (vorne rechts Anne Paul und Cindy)

Bei einer über mehrere Stunden laufenden Live-Veranstaltung, sind hin und wieder kleine Pausen nötig. Neue Gruppen von Recall-Teilnehmern sammeln sich, um sich danach  der Jury vorzustellen, die Jury unterbricht, um wieder frisch für neue Gesichter zu sein, die Moderatorin kann  einen Moment das Mikrofon aus der Hand legen.
Die Fotografen haben Gelegenheit ihre Ausrüstung zu überprüfen oder Daten zu sichern.
Ob Teammitglieder oder Kandidaten – der eine hat Durst, der andere braucht eine Zigarette draußen. Die einen wollen endlich einmal sitzen, der nächste muss sich dringend die Beine vertreten.
Es gibt noch andere Tätigkeiten in einer solchen Pause.
Schauen Sie selbst …

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Autogrammjägerin in der Pause ... Nina-Marlisa Lenzi unterschreibt auch auf Armen.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Autogrammjägerin in der Pause … Nina-Marlisa Lenzi unterschreibt auch auf Armen.

Ich verrate jetzt nicht, bei wem ich es gesehen habe, doch ich habe etwas entdeckt. Eine Situation, die ich kenne und die ich schon genauso gelöst habe.
Wenn Sie als Frau Kleidung ohne eingenähte Taschen tragen und keine Handtasche dabeihaben  (natürlich haben Sie sie für den Notfall schon irgendwo deponiert, sie ist nur nicht ständig greifbar), möchten allerdings nicht die ganze Zeit auf Ihr Handy/Smartphone verzichten, wo lassen Sie es dann?
Genau, Sie stecken es in Ihren (leicht abstehenden) Stiefelschaft – egal, wie unbequem das beim Laufen ist.

In der Pause – wie beim Wettbewerb selbst – zeigen auch Kinder reges Interesse am Treiben, und diese zwei jungen Damen baten darum, gefilmt zu werden. Kameramann Gregor Szielasko war bereit, sofern Alexander Strauß interviewt. Gesagt getan.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... diese beiden jungen Damen wollten gern gefilmt werden.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … diese beiden jungen Damen wollten gern gefilmt werden.

Weiter ging es unter anderem mit diesen Herren.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... Sven auf dem Laufsteg. Paradiso im Hintergrund ist bereits gelaufen.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … Sven auf dem Laufsteg. Paradiso im Hintergrund ist bereits gelaufen.

Wie ich Ihnen anfangs sagte, war nicht immer eine einheitliche Entscheidung möglich oder nötig. Die Kandidaten links und rechts kamen mit den Stimmen der weiblichen Jurymitglieder weiter und nehmen am Workshop teil.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Sven links und Massoud rechts (der letztes Jahr schon einmal dabei war) kommen mit den Stimmen der weiblichen Jurymitglieder weiter.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Sven links und Massoud rechts (der letztes Jahr schon einmal dabei war) kommen mit den Stimmen der weiblichen Jurymitglieder weiter.

QUARREE GESICHTER 2014 - Beim Recall auf dem Laufsteg: Jennifer

QUARREE GESICHTER 2014 – Beim Recall auf dem Laufsteg: Jennifer

QUARREE GESICHTER 2014 - ... auch Jennifer ist natürlich im Anschluss bei Fotograf Andreas Grav

QUARREE GESICHTER 2014 – … auch Jennifer ist natürlich im Anschluss bei Fotograf Andreas Grav

Bei der jetzt laufenden Staffel III  gibt es noch etwas, was erwähnenswert ist, nämlich der teilweise recht weite Anreiseweg einiger Teilnehmer! Die Bekanntheit des Contests ist nicht auf den Norden beschränkt, Aufrufen zum Casting folgten viele, die beachtliche Strecken zurückgelegt haben.
Natürlich gab es auch bei der letzten Staffel Teilnehmer, die nicht direkt in Hamburg wohnten sondern im weiteren Umland und welche, die aus der Region Lübeck, Bremen, etc. jede Woche zum Workshop anreisten. Eine XL-Kandidatin absolvierte sogar lange Zeit jeden Sonntag im Morgengrauen eine mehrstündige Bahnfahrt, um an ihrem Workshop teilzunehmen. Dennoch war es eher die Ausnahme.
Es scheint so, als wenn es diesmal wesentlich mehr sind, die lange Anfahrtswege nicht scheuen, obwohl ihnen klar ist, dass die Reise von nun  an wöchentlich anfällt – wenn sie die nächsten Runden erreichen.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... warten auf das "Go" für den Workshop I

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … warten auf das „Go“ für den Workshop I

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... und sehr überzeugend im Auftreten: Louisa.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … und sehr überzeugend im Auftreten: Louisa.

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - Louisa beim Shooting mit Andreas Grav

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – Louisa beim Shooting mit Andreas Grav

Das Ende des Recalls naht. Alexander Strauß erscheint selbst noch einmal auf der Bühne, um den Teilnehmern der letzten Gruppe etwas zu demonstrieren.

QUARREE GESICHTER 2014 - Der Recall nähert sich dem Ende. Die letzten Kandidaten und Alexander Strauß erscheint noch einmal auf der Bühne.

QUARREE GESICHTER 2014 – Der Recall nähert sich dem Ende. Die letzten Kandidaten laufen, und auch Alexander Strauß kommt noch einmal auf die Bühne.

Geschafft!
Eine weitere schöne Veranstaltung im Quarree mit vielen Zuschauern an den beiden Aktionstagen geht zu Ende. Alle eingeladenen  Kandidaten sind beim Recall erneut gelaufen, und die Entscheidung der Jury, wer weiterhin dabei ist,  steht fest.

Wie viele sind jetzt noch dabei? Für wen beginnt ab 3. März 2013 das Laufstegtraining in Workshop I?
Das Ergebnis in Zahlen:
Von 350 eingeladenen Teilnehmern sind insgesamt 205 Kandidaten erfolgreich eine Runde weiter. Während des  in Kürze startenden Workshops I erhalten sie sieben Trainingseinheiten, die sie auf die Modenschauen am 26. und 27. April im EKZ Quarree Wandsbek vorbereiten.
Die Gesamtkandidatenzahl von 205 wiederum setzt sich zusammen aus 54 Herren, 14 XL-(Oversize)-Models und 137 Damen.

In den nächsten ca. vier bis fünf Wochen wird sich zeigen, wie viele von ihnen das Zeug haben, auch an den erwähnten Modenschauen teilzunehmen. Das Mitwirken ist nämlich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht garantiert!
Im letzten Jahr starteten 215 Kandidaten den ersten Workshop, doch nur 158 waren bei den Shows aufgestellt.
Was das heißt?
Das heißt: ÜBEN!

Wer geübt hat – das werden wir im Blog weiter verfolgen und sind spätestens bei den Modenschauen erneut mit dabei.
Sehen wir uns also gern wieder – wenn Sie denn mögen!
Hier oder am 26. bzw. 27.04.2013 direkt im EKZ Quarree Wandsbek.

Und jetzt sehen Sie zu, dass Sie heim kommen, denn hier wird bereits heftigst abgebaut … ^^

QUARREE GESICHTER 2014 - Recall - ... schon wird abgebaut. Die Gäste aus Berlin (AVP) versorgen die mitgebrachte Technik. Überall wird eingesammelt. Spurenbeseitigung.

QUARREE GESICHTER 2014 – Recall – … schon wird abgebaut. Die Gäste aus Berlin (AVP) versorgen die mitgebrachte Technik. Überall wird eingesammelt. Spurenbeseitigung.

©Februar 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand auf WordPress / Bericht Model Contest

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2 Kommentare

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Casting-Eindrücke

Michèle Legrand auf WordPress / Bericht Model Contest Ein erfreutes Hallo, liebe Blogstammleser  (nach nun bereits wiederholter, kurzer Abstinenz durch Zeitmangel meinerseits), sowie ein ebenso herzliches Willkommen allen neu Hinzustoßenden, welche durch die Suche nach dem Begriff Model-Wettbewerb oder einem artverwandten Thema hierher geführt wurden.

Es geht um die QUARREE GESICHTER, und wer tatsächlich nur kurz Resultate braucht, den verweise ich vorweg ohne Umschweife auf  folgenden Artikel, den es ebenfalls von mir im Wochenblatt gibt:
http://www.hamburger-wochenblatt.de/marienthal/unser_hamburg/gut-besuchtes-casting-beim-model-contest-quarree-gesichter-2014-d8224.html
Die anderen, mit mehr Zeit, bleiben bitte an meiner Seite, erfahren zusätzliche Details und sind dadurch noch ein bisschen näher dran am Geschehen.

Sagen Sie, würden Sie mir kurz eine Tätigkeit nennen, der 822 Menschen in der vergangenen Woche nachgegangen sind?
Was könnte diese zahlenmäßig recht beachtliche Gruppe getan haben? Höre ich Vorschläge?
Aufgestanden? Gefrühstückt? U-Bahn gefahren …?
Die Zahl derer dürfte höher liegen.
Ein Bild gemalt, eine Klausur geschrieben, Wäsche gewaschen, einen Zahnarzttermin wahrgenommen, sich aufgeregt, Fieber bekommen, einen Absatz verloren …?
Es trifft alles nicht zu.
Die Menschen, von denen heute die Rede ist, haben etwas völlig anderes unternommen. Diese 822 vorwiegend jungen Damen und Herren haben den Entschluss gefasst, am Wettbewerb QUARREE GESICHTER 2014 teilzunehmen und bewarben sich daher in der Casting-Woche (04. bis zum 09. Februar 2013) als Kandidaten.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting Februar 2013

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting Februar 2013

Der Blogpost heute soll Ihnen u. a. einen kleinen Überblick verschaffen, wer in diesem Jahr auf Organisationsseite wieder dabei ist, in welcher Größenordnung sich die Teilnehmerzahl – speziell vor dem nun folgenden Recall – bewegt, und was Sie generell während dieser Staffel diesbezüglich hier bei mir erwartet.
Für Blog-Neuankömmlinge der Hinweis, es gibt Berichte der vorangegangenen Wettbewerbe, die Sie alle rechts über die Kategorie MODE finden und bei Interesse auch jetzt noch nachlesen können.
Für alle die Information, dass sich die diesjährige Begleitung des Contests im Blog einerseits natürlich auf die Hauptevents konzentriert, doch zusätzlich geht es diesmal um einzelne Akteure, ohne die ein solcher Wettbewerb nichts wäre.
Nicht möglich wäre!
Wir werden versuchen, im Laufe der Zeit den ein oder anderen Aktiven (Stylist/Coach, Fotograf, Kameramann, Visagisten-Team, etc.), für ein Interview zu gewinnen, und wir sprechen auch das ein oder andere zukünftige Model (weiblich und männlich) an, um  mehr über Beweggründe oder persönliche Eindrücke zu erfahren.
Sie sehen, Sie werden von Zeit zu Zeit auch wieder hinter die Kulissen schauen dürfen. Im letzten Jahr waren es die Workshops, jetzt geht es gezielt um Mitwirkende.

Casting-Eindrücke. So lautet es im Titel, daher sollten wir uns nun diesem Bereich widmen.
Die Vorstellungsmöglichkeit an einem von sechs Auswahltagen, bot vielen die Gelegenheit, die Bewerbung mit dem persönlichen Terminkalender zu vereinbaren und sich zu einem Probe-Walk auf dem Laufsteg einzufinden. Der vom EKZ Quarree Wandsbek veranstaltete und von Alexander Strauß und seinem Team umgesetzte Wettbewerb, findet – wie viele bereits wissen – mittlerweile zum dritten Mal statt.
Vielleicht interessiert es Sie auch herauszufinden, wie die diesjährigen Kandidaten überhaupt auf den Wettbewerb aufmerksam geworden sind, wer oder was sie  animiert hat, sich vorzustellen.
Waren es bei der Erstausgabe im Jahr 2011 lediglich kleine Ankündigungen in der lokalen Presse, Flyer/Aufkleber im EKZ oder Informationen und Aufrufe via Social Web, die das Casting bewarben, so ließen sich bereits ab Staffel II  Veränderungen bemerken. Die Mundpropaganda hatte eingesetzt, und der Titel des Wettbewerbs war sehr vielen inzwischen ein Begriff.
Staffel II, die ich im vergangenen Jahr komplett begleitete, bewirkte, dass sich zahlreiche neue Freunde fanden, die das Geschehen verfolgten. Ich wiederum verfolge bei mir im Blog (Statistik und Kommentare) oder bei den Online-Zeitungsartikeln, die es von mir im Netz gibt, dass Berichte begierig aufgesogen und Fotos im Netz gesucht werden. Tendenz steigend.
Durch die stark gewachsene Aufmerksamkeit, hat sich nicht nur lokal der Bekanntheitsgrad vergrößert. Via Internet wurde Wettbewerbsbezogenes in großer Menge sehr weit verbreitet, so dass sich plötzlich auch der Radius, aus dem nun Anfragen für das neue Casting vorliegen, sehr erweitert hat. Viele bedauern, dass es nicht in z. B. Köln, Stuttgart, Wien oder gar in Schweden derartige Wettbewerbe gibt.

Das Thema eingangs war jedoch, woher unsere Kandidaten dieses Jahres wissen, dass eine neue Ausgabe des Contests startet. Wieso standen sie pünktlich und zahlreich in den Startlöchern?
Am Montag sprach ich Kandidaten an und fragte:
Wie habt ihr vom Contest erfahren?

Zwei junge Männer, 17 und 22, befreundet, die sich gleich beide anmeldeten, hatten über das Wochenblatt davon Kenntnis gehabt. Weitere, die mir diese Informationsquelle nannten, folgten.
Mehrere junge Mädchen hingegen hörten über Freundinnen davon, Freundinnen oder Bekannte, die schon mitgemacht hatten oder die ihrerseits wieder jemanden kannten, der Kandidat war. Kontakte in der Schule und Universität eigneten sich hervorragend zum Informationsaustausch.
Facebook wurde genannt als Quelle der Information. Dort waren es Freunde, die Kommentare posteten, auf Links verwiesen, oder es waren Facebookseite bzw. Homepage des Einkaufzentrums selbst, die – nachdem man erste Tipps erhalten hatte – zurate gezogen wurden.
Auch bei den Herren kannten einige Bewerber Teilnehmer der Vorjahre, was sie bewogen hat, jetzt selbst mitzumachen.
Es gab Geschwister, die die gleiche Laufbahn einschlugen. Im Vorjahr ein Familienmitglied, in diesem Jahr die Schwester oder der Bruder.

GESICHTER 2014 - Casting 04.02.2013 - Schwestern ... die eine (Rose, links) im Vorjahr bis zum Finale dabei - die andere (Ronja, rechts) macht dieses Mal mit.

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – Schwestern … die eine (Rose, links) im Vorjahr bis zum Finale dabei – die andere (Ronja, rechts) macht dieses Mal mit.

Und nicht zuletzt erwischte es mehrere junge Menschen ganz unvermutet. Sie waren ohne jegliche Kenntnis des Castings rein zufällig im Quarree einkaufen, fielen einem Mitglied des Wettbewerbs-Teams ins Auge, wurden angesprochen und überlegten sich spontan, es einfach zu probieren.
Ein letzte kleine Gruppe bilden diejenigen, die in den beiden Vorjahren aus irgendeinem Grund früh ausschieden oder ausstiegen (Zeitmangel, Krankheit, etc.) und nun die Möglichkeit haben, ihr Glück erneut zu versuchen.
Lediglich für die Finalisten der Vorjahre ist die Rückkehr zum Contest nicht möglich.

Außer den Kandidaten – wer war beim Casting sonst noch dabei?
Wie in den Vorjahren auch der Stylist und Coach Alexander Strauß, sein Anmeldungs- und Organisationsteam bestehend aus Nina Stevens, Anne Paul und Claudia Igel.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Anmeldung bei Nina Stevens

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Anmeldung bei Nina Stevens …

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 04.02.2013 - Teambesprechung - Anne Paul (sitzend) und Claudia Igel

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – Teambesprechung – Anne Paul (sitzend) und Claudia Igel. Das provisorische Schild „Anmeldung“ wurde übrigens sehr schnell ersetzt durch … (s. u.)

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - ... diesen gerahmte Aufsteller. Wen erkennen Sie in der Spiegelung? Richtig, Priscilla Kuhlmann!

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – … diesen gerahmten Aufsteller. Und wen erkennen Sie in der Spiegelung? Richtig, Priscilla Kuhlmann! ^^

Weiterhin dabei Philipp, der wachen Blickes im Quarree umherzog und Talente sichtete. Daneben Vanessa, die zudem an einigen Tagen zusammen mit Kollegin NancyFitness First“, einen der Partner dieses Wettbewerbs, an einem Stand in der Halle repräsentierte.
Während Nina, Anne und Claudia Finalisten aus dem Jahr 2011 sind, waren Vanessa, Philipp und Nancy im gerade abgelaufenen Jahr bei den finalen Modenschauen dabei.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Kommen Ihnen diese beiden hübschen Damen bekannt vor? Es sind Nancy (r.) und Vanessa (l.) von den QG 2013

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Kommen Ihnen diese beiden hübschen Damen bekannt vor? Es sind Nancy (r.) und Vanessa (l.) von den QG 2013

Ebenfalls im Team erneut dabei ist Priscilla Kuhlmann, Finalistin der ersten Staffel, mittlerweile selbst eine ausgebildete Laufstegtrainerin und weiterhin Yasemin, die Gewinnerin des Vorjahres in der Kategorie XL-Models.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 04.02.2013 - Eine Bewerberin auf dem Laufsteg, nachdem sie von Vorjahres-Siegerin Yasemin (XL-Models) wertvolle Ratschläge und prof. Anleitung erhielt ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – Eine Bewerberin auf dem Laufsteg, nachdem sie von Vorjahres-Siegerin Yasemin (XL-Models) wertvolle Ratschläge und prof. Anleitung erhielt …

Bei den Fotografen ist zum dritten Mal Andreas Grav („PixelWERK“, http://www.andreasgrav.com ) mit von der Partie, dessen traumhafte Bilder aus Staffel I und II viele sicher erinnern.
Neu im Team bei den QUARREE GESICHTERN 2014 der Fotograf und Kameramann Gregor Szielasko (http://www.szielasko.com/), dessen ruhige, vertrauenerweckende Art sowie freundliche Anleitung bereits viele Kandidaten schnell davon überzeugt hat, dass sie eine kurze Selbstvorstellung mit Mikrofon vor seiner Kamera  hinbekommen werden. (Auch er hat mir netterweise schon mehrere seiner Profibilder für einen Blogpost zur Verfügung gestellt  Das während des Castings entstandene Video, dessen Link Sie am Ende des Berichts noch finden werden, stammt von ihm).

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - In diesem Jahr neu mit im Team Fotograf und Kameramann Gregor Szielasko ("Szielasko Fotografie und Film")

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – In diesem Jahr neu mit im Team Fotograf und Kameramann Gregor Szielasko („Szielasko Fotografie und Film“)

Das Casting
An diesen Tagen wurde gesichtet. Verständlicherweise konnte leider nicht jeder Kandidat weiterkommen. Die Aufgabe, diejenigen unter den Bewerbern herauszufiltern, bei denen Talent und Potential erkennbar sind, fiel neben Alexander Strauß u. a.  Priscilla Kuhlmann zu.
Mit ihr sprach ich darüber, wie sie mit den Bewerbern bei deren erster Vorstellung auf dem Laufsteg agiert.
Sie nimmt über Gesichtszüge und anhand der Haltung (locker, entspannt oder aber steif, verkrampfte Finger, etc.) wahr, wie groß die innere Anspannung ist, und so ist es oft primär ein Nehmen der Aufregung, was sie als vorrangige Aufgabe für sich selbst sieht.
Es gibt Anleitung, kurze Instruktionen für den Probelauf auf dem Steg.
Es gibt Tipps, wie mit Nervosität (Publikum ausblenden, Punkt in der Ferne fixieren, etc.) umgegangen werden kann. Notfalls läuft sie einmal mit, um die Aufregung oder gar Angst zu nehmen und um nicht nur zu erklären, sondern auch zu demonstrieren.
Priscilla muss für sich selbst bestimmen, wie viel sie dem einzelnen Bewerber an Information zumuten kann. Wie viel in dieser Situation verarbeitet werden kann. Wie viel kann sie ihm/ihr überhaupt zutrauen?
Also heißt es immer wieder für sie: beobachten, zeigen, korrigieren und so zu einer Entscheidung gelangen.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Kurze Anleitung durch Laufstegtrainerin Priscilla Kuhlmann ...

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Kurze Anleitung durch Laufstegtrainerin Priscilla Kuhlmann …

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - ... und auf geht's - Priscilla Kuhlmann mit einem Casting-Teilnehmer

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – … und auf geht’s – Priscilla Kuhlmann mit einem Casting-Teilnehmer

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Auch diese junge Dame machte sich berechtigt Hoffnung auf ein Weiterkommen im Wettbewerb. Sie ist zum Recall geladen.

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Auch diese junge Dame machte sich berechtigt Hoffnung auf ein Weiterkommen im Wettbewerb. Sie ist zum Recall geladen.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 04.02.2013 - Das Ende des Laufstegs ist erreicht ... Die Kandidatin mit Alexander Strauß

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – Das Ende des Laufstegs ist erreicht … Die Kandidatin mit Alexander Strauß

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Die Sache mit den Füßen ... Und wer lacht von den Bildschirmen? Anna-Marie, die Gewinnerin der 1. Staffel des Wettbewerbs

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Die Sache mit den Füßen … Und wer lacht von den Bildschirmen? Anna-Marie, die Gewinnerin der 1. Staffel des Wettbewerbs

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 04.02.2013 - ... prüfender Blick bezüglich Gang, Fußhaltung, etc.

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – … prüfender Blick bezüglich Gang, Fußhaltung, etc.

QUARREE GESICHTER 2014 - Casting 09.02.2013 - Mit Freude und einem entspannten Lächeln dabei ... Ein weiterer Kandidat.

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 09.02.2013 – Mit Freude und einem entspannten Lächeln dabei … Ein weiterer Kandidat.

Apropos Entscheidung. Sie ist gefallen, das Ergebnis nach dem Casting sieht wie folgt aus:

Von den insgesamt 822 Bewerbern (neun mehr als im Vorjahr), haben es 350 Teilnehmer in den Recall geschafft.

Eingeladen, sich erneut am Freitag und Sonnabend (15. bzw. 16.Februar 2013) vorzustellen, sind 80 Herren, 251 Damen und 19 XL-Models. Der Andrang vielversprechender und gut aufgelegter, gutaussehender männlicher Talente, ist diesmal wieder erfreulich hoch. Bereits im letzten Jahr stieg die Bewerberquote signifikant, in diesem Jahr scheint es noch besser zu laufen.

QUARREE GESICHTER 20

QUARREE GESICHTER 2014 – Casting 04.02.2013 – Vorstellung und Probelauf auf dem Catwalk – Alexander Strauß mit einem Bewerber

Die zum Recall zugelassenen Kandidaten präsentieren sich an einem der beiden Tage einer vierköpfigen Jury. Wer hier überzeugen kann, schafft es in die nächste Runde und sichert sich gleichzeitig einen Platz im Workshop. Workshop I enthält Laufstegtraining und bereitet auf die erste Modenschau im EKZ Quarree Wandsbek Ende April vor.

Vielleicht haben Sie, wenn Sie aus Hamburg oder Umgebung kommen, Lust, am nächsten Wochenende im Quarree vorbeizuschauen und ihren Favoriten die Daumen zu drücken. Oder Sie schauen ggf. hier wieder herein, denn das Geschehen wird weiter im Blog mitverfolgt.

Ich möchte Sie zum Abschluss heute auch ein bisschen neugierig machen. Es dauert nicht mehr lange, dann werden die ersten Werbefotos der letztjährigen Gewinner (d. h. der GESICHTER 2013) auftauchen. Die Sieger haben im Oktober 2012 mehrere Fotoshootings für Werbekampagnen in 2013 gewonnen und repräsentieren dabei das Quarree im laufenden Jahr.
Ich sage nur: Lassen Sie sich überraschen! Halten Sie die Augen auf und seien Sie nicht nur direkt auf das EKZ Quarree Wandsbek fixiert. Man kann nie wissen … ^^
Auch dazu gibt es natürlich zu gegebener Zeit mehr hier im Blog.

Lesen wir uns wieder? Nach dem Recall?
Es würde mich freuen!

Zum Abschluss für Sie der Link zu dem im Text angekündigten Video von Gregor Szielasko, in dem Sie u. a.  Alexander Strauß, Priscilla Kuhlmann, die Vorjahresgewinner Mariam und Rafael sowie einige der neuen Bewerber während des gerade abgeschlossenen Castings sehen können.
Das Video wurde via Facebook veröffentlicht. Ich hoffe, dass es vielen von Ihnen möglich ist, bei Interesse diesen Link aufzurufen.

Video Casting:
–>>   www dot facebook dot com/photo.php?v=4472725822810
(Bitte dot jeweils durch einen Punkt ersetzen. Zum Schutz Ihrer Daten und Privatsphäre kein aktiver, direkter Link zu Facebook.)

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©Februar 2013 by Michèle Legrand

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Die dritte Staffel läuft demnächst an!

Für alle Interessierten die gute Nachricht, dass es auch in diesem Jahr wieder eine weitere Ausgabe des beliebten Model Contests gibt.

In Kürze beginnt erneut das große Casting im EKZ QUARREE Wandsbek
Ein kleines Jubiläum, denn bereits zum dritten Mal nach 2011 und 2012, können sich junge Menschen vorstellen und bei Talent, Ausstrahlung, Ehrgeiz, Einsatz  und natürlich auch mit etwas Glück, das Gesicht 2014 – nämlich für die Werbekampagnen des kommenden Jahres – werden.
Wie zuvor dürfen Damen und Herren ab 18 Jahren (16-18jährige mit einer Einverständniserklärung der Eltern) daran teilnehmen.
Es werden Models für die Kategorien Männer, Frauen und XL (ab Gr. 42) gesucht.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 startet im Februar 2013

Wie in den Vorjahren, wird sich der Wettbewerb über mehrere Monate erstrecken. Im Laufe dieser Zeit, werden im Wechsel Trainingseinheiten (Profi-Workshops) und Veranstaltungen stattfinden, bei denen das Erlernte gezeigt wird,  Erfahrung gesammelt werden kann, bei denen aber gleichzeitig auch entschieden wird, wer weiterhin dabei ist und wer es letztendlich bis zum Finale im Oktober schafft.

Die Sieger der ersten Staffe des Model Contest im Jahre 2011: QUARREE GESICHTER 2012 - Kevin, Anna-Marie und Kiml

Die Sieger der ersten Staffel des Model Contest im Jahre 2011: QUARREE GESICHTER 2012 – Kevin, Anna-Marie und Kim – Foto EKZ QUARREE – Fotograf: Andreas Grav

Bei Interesse an dem bisherigen Verlauf, schauen Sie gern in die ausführlichen Blogberichte, die Sie hier alle in der KATEGORIE MODE finden.
Oder geben Sie im Suchfeld oben rechts Model Contest ein und scrollen dann zu den Berichten über Casting, Recall, Workshops, Modenschauen, Living Doll Event und dem reich bebilderten Finale.

Sieger Model Contest QUARREE GESICHTER 2013 - offizielles Foto (Fotograf: Andreas Grav)l

Sieger Model Contest QUARREE GESICHTER 2013 – Rafael, Denise (2.), Mariam (1.), Alina (3.) und Yasemin (Siegerin XL-Models) – offizielles Foto (Fotograf: Andreas Grav)

Wenn Sie die Lust packt oder Sie jemanden kennen, dessen Wunsch es schon immer war, an einem derartigen Wettbewerb teilzunehmen, jemanden, der seine Chance nutzen möchte, dann melden Sie sich entweder selbst in der Castingwoche vor Ort  oder geben diese Information netterweise an Interessenten weiter.

Das Casting findet statt in der Woche vom 04. bis zum 09. Februar 2013.
Ort der Veranstaltung: EKZ QUARREE Wandsbek
Genaue Zeiten folgen bzw. Sie werden sie demnächst auch auf der Homepage des Quarrees entdecken oder können sie auf der entsprechenden Facebook-Seite nachlesen.
Die Links dorthin finden Sie nachstehend.

Die Homepage: http://www.quarree.de/
Das Quarree bei Facebook: https://www.facebook.com/QUARREE

Kommen Sie doch vorbei! Bis bald!

Vielen Dank an Andreas Grav für die erneute Genehmigung, Ihnen hier im Blog seine Fotos  zu zeigen!

©January 2013 by Michèle Legrand

Nachtrag am 11.01.2013:

Das Casting  findet an allen Tagen in der Zeit von 14.00 – 18.30 Uhr statt  (Mo – Sa, Halle Quarree I,   große Aktionsfläche).
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Teilnehmer, die hier weiterkommen, finden sich bitte zum Recall am 15.-16.02.2013 wieder im Quarree ein.

Und ein weiterer Nachtrag am 19. 01.2013:

Wollen Sie vielleicht einmal schauen? ^^
Auf YouTube gibt es jetzt ein Video mit Eindrücken vom Finale der QUARREE GESICHTER 2013 (enthält auch Szenen von QUARREE GESICHTER 2012)

http://www.youtube dot com/watch?v=jezdBNpi6qg&feature=youtu dot be

Die beiden dots bitte jeweils durch einen Punkt (ohne Abstand) ersetzen. Zum Schutz Ihrer Daten und Privatsphäre ist hier keine aktiver, direkter Link zu You Tube eingefügt.

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Den „Wandsbeker Winterzauber“ hier einmal als Beispiel genommen: Was braucht es, um Zauber zu entfalten?

Wandsbeker Winterzauber 2012  - Abteilung Süßes direkt am Abgang zur U-Bahn

Wandsbeker Winterzauber 2012 – Abteilung Süßes direkt am Abgang zur U-Bahn

Er ist gut gemacht … Doch … Nein, wirklich! … Nur …

Genau dieses zögerliche Beurteilen ist heute an der Reihe. Warum gefallen einem Dinge, die vordergründig reizvoll sind, auf einmal nicht so richtig?
Warum scheint es ihnen an Ausstrahlung zu fehlen? Wo versteckt sich ihr angekündigter Zauber? Gibt es ihn? Ist man nur blind oder zu verwöhnt?

Vorweg: Mir liegt es fern, Sie zu verwirren! Es geht im Endeffekt zu einem großen Teil um den Wandsbeker Winterzauber. Und ich bin durchaus pro eingestellt! Doch es geht nicht um ihn ausschließlich!
Ich möchte ihn heute vielmehr als Beispiel nutzen, um die Fragen oben – aber auch andere – ein wenig zu beleuchten. Es gibt folglich eine kleine Anlaufkurve auf dem Weg zum Winterzauber, und wer nur Eindrücke von vor Ort sucht, der scrolle doch bitte einfach zu den Fotos weiter und achte auf die hinweisenden Zwischenüberschriften.
Alle anderen, die mit mir ein paar Gedanken austauschen möchten, bleiben bitte an meiner Seite.

Zauber und zauberhaft
Wann und ob wir etwas als zauberhaft empfinden, hängt nicht allein von dem Hauptbestandteil einer Sache ab.
Ein Beispiel:
Angenommen, Sie würden Ihren Sommerurlaub am Nord- oder Ostseestrand verbringen. Was brauchen Sie, was ist wichtig?
Man könnte denken, der maßgebliche Hauptbestandteil wäre der Urlaub. Gut, Sie müssen frei bekommen, aber ansonsten? War es das?
Nein? Was dann?
Der Ort?
Für den Zauber spielt auch er nicht die alles entscheidende Rolle.
Doch wann ist die Chance am größten, dass Sie von einem idealen Urlaubsort, einem Traumstrand, von einem rundherum zauberhaften Sommerurlaub schwärmen würden? Und das selbst angesichts der Tatsache, dass es eigentlich ein kleines, unscheinbares Kaff ist – ebenso der Strand und alles andere wirklich durchschnittlich, unauffällig. Nicht weltbewegend oder aufregend.
Richtig! Wenn Sie für Ihren Sommerurlaub auch die Sommermonate wählen und Sie dabei entsprechendes Sommerwetter genießen!
Wenn es warm ist, die Sonne Ihre Nase kitzelt, Sie barfuß mit den Zehen den feinen Sand am Strand umgraben, sich leicht nach Luft schnappend (das Wasser ist halt doch etwas frisch) in die Fluten stürzen, Sie aufgrund der herrschenden Hitze den Speiseeis- respektive Mineralwasserabsatz ankurbeln und wenn Sie Ihren Strandkorb als Sonnen- und nicht als Regen- oder Kälteschutz benutzen.
All das hebt ihre Stimmung, schafft eine schöne Atmosphäre und lässt Sie positiv bewerten. Selbst wenn Ihnen ein Urlaubstag dazwischen nicht alles erfüllen kann, bleibt die positive Einstellung erhalten.

Nehmen Sie bitte außerdem an, Sie durchquerten auf dem Heimweg von der Ostsee Hamburg, pausierten und spielten mit dem Gedanken, sich die legendäre Reeperbahn anzusehen.
Wann ist hier die Chance am größten, dass Sie Atmosphäre spüren, die Luft ein bisschen knistert und Sie die bunten Leuchtreklamen beeindrucken? –
Also die Leuchtreklamen Sie, nicht Sie die Leuchtreklamen …
Richtig! Höchstwahrscheinlich abends, nachts – auf jeden Fall bei Dunkelheit!
Da entfaltet sich auf einmal der Zauber.

Und Ihre Weihnachtsdekoration?
Die kilometerlangen Lichterketten, beleuchteten Elche und Schlitten? Der sich abseilende Weihnachtsmann mit Lichtschlauch, der an Ihrem Balkon baumelt? Die Fensterbilder?
Wann wirken die?
Am Tag, wenn Sie den ganzen Kabelsalat und sonstiges Plastik sehen?
Falsch!
Richtig ist, auch hier warten Sie auf den Moment, in dem das Tageslicht sich verabschiedet und all die Lampen, Lichter und Kerzen die Vorherrschaft übernehmen, dafür sorgen, dass Ihre Umgebung gleich ganz anders wirkt.
Zauberhaft.

Was hat das alles mit dem Wandsbeker Winterzauber zu tun?
Mit ihm ist es im Grunde ganz genauso.  Auch bei ihm braucht es bestimmte Voraussetzungen, damit sich sein Zauber entfaltet. Es gilt dasselbe Prinzip.
Alles hat seine Zeit!

Die Entwicklung: Wandsbeker Winterzauber – das war doch früher …
Entwickelt hat sich der Wandsbeker Winterzauber aus dem ehemaligen, dem traditionellen Weihnachtsmarkt, der ursprünglich immer zur Adventszeit startete, wenn Volkstrauertag und Totensonntag hinter uns lagen, der Nebel trüber Novembertage vergessen war und alles langsam festlich wurde.
Sobald der Countdown lief, nämlich das Anzünden der Adventskerzen, öffnete der weihnachtliche Markt als Adventszeitbegleiter.
Nur mit jedem Jahr entdeckte die Wirtschaft (nicht nur in Wandsbek!) mehr und mehr, wie zauberhaft es wäre, wenn das Geschäft schon eher liefe, gierte, dass der Rubel früher rollte.
Die Dominosteine und Stollen tauchen jede Saison zeitiger auf. Irgendwann wird es sie zeitgleich mit den Osterhasen geben.
Die Glitzerbäume und Girlanden in den Läden entwickeln sich allmählich zum Halbjahresschmuck, lediglich kurzzeitig unterbrochen von baumelnden Valentinsherzchen, bunten Ostereiern oder Plastikkürbissen.
Anfangs waren die Proteste gewaltig, später immer noch erheblich und heute? Langsam haben wir uns offenbar daran gewöhnt und sind es einfach leid, uns ständig wieder aufzuregen. Der Boykott von Printen im September war vergebens, ebenso das Ignorieren des Stollens im Oktober. Hartnäckig wird die Ware weiterhin bei noch sommerlichen Temperaturen zu Pyramiden aufgestapelt, und irgendwann hat man uns weichgekocht.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Resignation.
Bringt ja doch nichts …
Ein letztes, halbherziges Murren über das Lametta, das einem im Oktober am Eingang durchs Gesicht wischt – Ende des Aufbäumens.

Dieses Verhalten ermuntert dummerweise gleich wieder den nächsten forschen Unternehmer dazu, sein Rentier noch einige Tage eher als im Vorjahr ins Fenster zu stellen.
Und sein Vorpreschen?
Seine Aktion ist Freibrief oder Startschuss für die Restlichen seiner Zunft!
Man sieht förmlich den Fingerzeig auf das schwarze Schaf und hört sie aufgeregt haspeln:
Der hat ja auch schon …! Wir hätten doch sonst nie!
Jedes Jahr wird wahrscheinlich einer auserwählt, der den Buhmann spielen darf. So wie die Tankstellen als Preisvorreiter sich auch ablösen …

Wir halten fest:
– alles beginnt immer eher
– der Handel macht ziemlich, was er will
– alles vermischt sich
– das Timing stimmt nicht mehr

Der Wandsbeker Winterzauber ist eine schöne Idee. Darüber gibt es keinen Zweifel, und ich möchte ihn, seine Existenz, überhaupt nicht in Frage stellen!
Ich stelle mir nur gelegentlich die Frage, was es oder er genau sein soll. Immer noch eine Art Weihnachtsmarkt in ausgedehnter Form unter Verzicht auf diese Bezeichnung, weil man sich wenig um die wirkliche Weihnachtszeit schert? Weil es sich so neutraler anhört, sich unbekümmert mehr dazumixen lässt? Stellt die neue Variante möglicherweise ein multifunktionales November-Dezember-Januar-Potpourri dar?
Oder kann man sich vielleicht nicht entscheiden? Möchte man möglichst von allem etwas haben und anbieten?
Ist es etwa so, dass man etwas anderes tun muss, um sich abzuheben? Um Publikum anzuziehen?
Was zieht denn Publikum an?

Der Wandsbeker Winterzauber speziell in diesem Jahr …
Es entstand wie im Vorjahr wieder eine Art Bergdorf aus Holzhütten, aufgebaut auf dem Wandsbeker Marktplatz, schön geschmückt, mit vielfältigem Angebot. Die abwechslungsreiche Verköstigung ist gesichert (in allen möglichen Varianten von süß bis deftig), es gibt zahlreiche kalte und heiße Getränke für fast jeden Geschmack, für Groß und Klein.

Es wird auch für Unterhaltung gesorgt, denn die etwa 400 qm große Schlittschuhbahn („Like-Ice“, umweltschonend) wurde erneut aufgebaut. Mit täglicher Disco on Ice ab 10.00 Uhr vormittags oder der Aktion After Work on Ice von Montag bis Freitag ab 17.00 Uhr.

Wandsbeker Winterzauber - Ein Blick auf die Like-Ice-Schlittschuhbahn mit dem abgeteilten Bereich fürs Curling. Links schließt sich die Panorama-Terrasse an.

Wandsbeker Winterzauber – Ein Blick auf die Like-Ice-Schlittschuhbahn mit dem abgeteilten Bereich fürs Curling. Links schließt sich die Panorama-Terrasse an.

Für die Kinder gibt es ein Kinderkarussell mit vielen Fahrzeugen sowie das Haus des Nikolaus. Sogar die Zahl der Buden wurden in diesem Jahr erhöht. Es gibt zusätzlich jeweils einen Stand mit Kerzen, Gewürzen, Mützen und eine Hütte mit etwas skurrilem Kunstgewerblichen.

Wandsbeker Winterzauber - Kinderkarussell - Blick Richtung ZOB Wandsbek

Wandsbeker Winterzauber – Kinderkarussell – Blick Richtung ZOB Wandsbek

Wandsbeker Winterzauber - Kinderkarussell

Wandsbeker Winterzauber – Kinderkarussell

Wandsbeker Winterzauber - Neu in diesem Jahr: Mr. Magorius Wunderladen mit teilweise recht skurrilen Dingen ...

Wandsbeker Winterzauber – Neu in diesem Jahr: Mr. Magorius Wunderladen mit teilweise recht skurrilen Dingen …

Ein weiteres großes Plus: Der von mir oft kritisierte Gestank durch die Räucherschwaden des sonst mitten auf dem Platz befindlichen Schwenkgrills wurde fast ausgeschaltet, indem die Schwenkbraterei  diesmal eine eigene Holzhütte am Ende des Platzes Richtung ZOB bekam.
(Dort hat er gefühlt jedoch weniger Kundschaft)

Wandsbeker Winterzauber - Die Schwenkbraterei mit dem Schwenkgrill erstmalig mit Hütte direkt am ZOB zu finden ...

Wandsbeker Winterzauber – Die Schwenkbraterei mit dem Schwenkgrill erstmalig mit Hütte direkt am ZOB zu finden …

Es gibt noch mehr hervorzuheben, vor allem die Kunst, alles besonders eindrucksvoll zu benennen.
Das ist freundlich gemeint, nicht gehässig!
Bekannt ist von früheren Veranstaltungen natürlich die Almhütte, in der ausgekühlte Winterzauber-Besucher einkehren und auftauen können.
Sie wird gut angenommen.

Wandsbeker Winterzauber - Am Abend füllt es sich - Die Almhütte

Wandsbeker Winterzauber – Am Abend füllt es sich – Die Almhütte

Seit letztem Jahr haben Sie als Besucher auch einen sagenhaften Rundblick. Wenn sie waghalsig ein bis zwei hölzerne Stufen nahe der Schlittschuhbahn erklimmen, sind Sie nämlich auf dem Unterdeck der sogenannten Panorama-Terrasse, die selbstverständlich auch ein Oberdeck hat!
Was können Sie da nicht alles sehen!
Wenn Fernsicht herrscht in den Wandsbeker Bergen …
Oder zumindest freie Sicht, denn meistens steht jemand neben Ihnen oder Sie sehen – dort wo sie stehen – nur in eine Richtung, da ein Hüttenaufbau Ihnen im Weg ist.
Sie haben somit ein halbhohes Teilpanorama.
Über weite, vereiste Felder … Nein, Korrektur, über die überschaubare „Like-Ice“- Schlittschuhbahn.
Ist aber auch schön!
Ich liebe nur diese Begriffe …

Wandsbeker Winterzauber - Ein Blick am Tage über den Platz Richtung EKZ QUARREE. Gut zu erkennen, die Panorama-Terrasse mit Unter- und Oberdeck.

Wandsbeker Winterzauber – Ein Blick am Tage über den Platz Richtung EKZ QUARREE. Gut zu erkennen, die Panorama-Terrasse mit Unter- und Oberdeck.

Wie läuft es beim Wandsbeker Winterzauber? Wie ist der Eindruck? Herrscht Andrang? Wie kommt der frühe Start an? Wer kommt zum Winterzauber?
Es startete mit einer schwungvollen Eröffnungsfeier am 09. November, zu dem u. a. hübsche Mädchen (die Ice Girls) auf der Eisfläche auftraten. Man bereitete sich und die Besucher auf ca. acht Wochen zauberhaften Winter vor.
Es sieht – besonders am Abend – sehr ansprechend aus. Und trotzdem …
Mein Weg führt quasi jeden Tag am Wandsbeker Marktplatz vorbei. Egal zu welcher Zeit, der Zulauf war anfangs eher zaghaft.
Wurde es besser?
Ich habe zwei Wochen mit meinem Blogpost gewartet, um einen besseren Eindruck zu bekommen . Ich bilde mir wirklich ein, der November kann bisher hinsichtlich des Besucheraufkommens als recht mau bezeichnet werden.

Woran mag es liegen?
Während der Errichtungsphase Ende Oktober hatten wir anfangs noch sehr milde Tage. Wer sich erinnert: Am 19. Oktober herrschten sommerliche Temperaturen, die höchsten im Oktober seit Aufzeichnung!

Wandsbeker Winterzauber - Der Wegweiser: Weihnachtsmann mit Laden im unteren Bereich

Wandsbeker Winterzauber – Der Wegweiser: Weihnachtsmann mit Laden im unteren Bereich

So wurde hier und da Protest laut über die extrem frühen Aufbauaktionen und vor allem das arg verfrühte Auftauchen des meterhoch gen Himmel ragenden Riesenweihnachtsmannes, der mittlerweile zum ständigen Wahrzeichen des Winterzaubers erkoren wurde und – sehr nützlich – den Besuchern schon von weitem den Weg weist.
Was alle empfinden, nämlich, dass Weihnachtsdekoration im Oktober verfrüht ist und sich einfach noch kein Christmas-Feeling einstellt, dieses Empfinden tritt beim Anblick des eindeutigen Weihnachtssymbols besonders zu Tage. Während Lichterketten bereitwillig toleriert werden, wurde über diesen bärtigen Genossen im roten Mantel wirklich gemurrt!
Die Folge: er bekam kurzerhand für die restlichen Tage bis zur Eröffnung eine weiße Hülle über sein Haupt gestülpt …

Die überschaubare Anzahl von Schlittschuhläufern, insbesondere Kindern, hängt weniger mit der aus Kunststoff nachempfundenen Eisfläche zusammen (die immer noch nicht alle mögen), als vielmehr damit, dass durch die langen Unterrichtszeiten in den Schulen, heute fast gar kein schulpflichtiges Kind mehr am frühen Nachmittag zum Laufen kommen kann. Sie haben als Schlupfloch die Zeit zwischen Schulende und Dunkelheit und verlegen ihre Aktivitäten häufig auf das Wochenende. Ausnahmen bilden Klassen, die dort gemeinsam einen Besuch planen – während der Unterrichtszeit. Doch das ist nicht der Regelfall.

Bisher nutzen auch relativ wenige Erwachsene das Eisvergnügen. Ich sehe eher ab und zu Besucher, die Curling spielen, als welche, die sich Schlittschuhe umschnallen. Wenn, dann sind es Väter oder Mütter in Begleitung ihres jüngeren Nachwuchses.

Man sieht weiterhin extrem wenig ältere Menschen dort verweilen. Wenn ich jemanden begegne und frage, wie es ihm gefällt, folgt als Reaktion der Hinweis, dass die Bänke fehlen. Sie sind nicht zugänglich im Moment.  Und man fühle sich etwas fehl am Platz. Es wäre ja sonst keiner da (in dem Alter). Man ginge einmal hin und zurück – das war es. Und abends spät schon gar nicht …

Gegen Abend und am Wochenende wird es belebter. Gut besucht sind dann die Stände mit Getränken und Essbarem. Das Angebot wird gern angenommen, der Marktplatz ist zudem um diese Zeit Treff für Freunde oder Bekannte. Grüppchenbildung ist zu erkennen.

Warum trotzdem das Gefühl, früher war mehr? Mehr Flair, mehr Seele, mehr Leute!
Mir kommt es fast vor, als würde die Tatsache, dass der Winterzauber über so viele Wochen läuft, nicht wenige Menschen davon abhalten, sofort hinzugehen.
Es ist ja noch viel Zeit …

Für die Veranstalter werden sicher viele Argumente eine Rolle gespielt haben oder der Auslöser gewesen sein, sich für diese Dauer zu entscheiden – abgesehen von dem Wunsch, das Weihnachtsgeschäft zu verlängern.
Einige Vermutungen:
Der Aufwand (Aufbau!) muss sich lohnen. Je länger etwas genutzt werden kann, desto besser rechnet es sich. Es wird profitabler.
Nur richtig profitabel wird es erst dann, wenn es auch genutzt wird …
Die Bevölkerung soll länger eine Attraktion vorfinden, länger ihr Vergnügen haben.
Nur über eine Dauer von gut acht Wochen ist auch hier zu bedenken, dass Menschen sich dann gern bereits wieder langweilen – wenn nicht immer neue kleine Highlights den weiteren Ablauf begleiten.
Wir schaffen schon im November ein Programm! Ein Kontrastprogramm zu den traurigen Tagen. Zur Ablenkung. Gegen das trübe Wetter, gegen den Hang zu Depressionen, etc. …
Sollte dies zutreffen, so ist es äußerst löblich. Es erfordert allerdings auch ein wirkliches Programm neben dem Hinstellen und acht Wochen später wieder Abbauen von Dingen. Und es gibt eine Sache, die nicht unterschätzt werden darf, die immer wieder enormen Einfluss darauf hat, ob etwas eher als Erfolg oder Nichterfolg wahrgenommen wir – und zwar unabhängig davon, wie sorgfältig und einfaltsreich die sonstige Planung verlief:
Man wird immense Schwierigkeiten haben, für konstante Zufriedenheit zu sorgen, wenn ein Event unter einem Namen an den Mann gebracht wird, der schwer halten kann, was er verspricht.
Winterzauber!
Erinnern Sie sich an den Anfang des Blogposts?
Den gelungenen Sommerurlaub?
So wie Sie dort Sonne und Wärme brauchen und beides im Zusammenhang mit dem Begriff Sommer erwarten, so sieht ihre Hoffnung auch aus, wenn Sie zum Winterzauber gehen.
Es soll gefälligst Winter sein!
Genau davon hängt letztlich der Zulauf ab. Solange der Umstand nicht eintritt, kann sich der Zauber nicht erfüllen.
„Zum Winterzauber gehe ich erst, wenn Winter ist!“
Das sagte mir mehr als nur einer, und das Verhalten der Menschen ist tatsächlich entsprechend!
Sobald die Temperaturen sinken, der Himmel klar wird, die Sonne sich durchmogelt – schon sind sie da.
Zeigen sich zusätzlich leise rieselnde Schneeflocken, nähert sich Weihnachten wirklich, ist die Zeit gefühlt reif für Weihnachtslieder aus quäkenden Lautsprechern … ja, dann beginnt in der Tat der Winterzauber.

Nun ist selbst der beste Veranstalter nicht in der Lage, das Wetter zu beeinflussen. Er kann nur bestmöglich planen.
Er muss grundsätzlich von den schlechtesten Bedingungen ausgehen und Möglichkeiten schaffen, sich beispielsweise vor schlechter Witterung zu schützen. Missliches Wetter darf den Besucher nicht von vornherein davon abhalten zu kommen!
Beim Winterzauber hat man (im Gegensatz zum Sommerevent) daran gedacht – die Möglichkeiten sind gegeben.
Er sollte ebenfalls über ein Bündel an Alternativen nachdenken, Programmpunkte berücksichtigen, die selbst bei trübem Wetter, Regen und Matsch machbar sind und nicht etwa buchstäblich ins Wasser fallen.
Vielleicht ließen sich Aktivitäten einbauen, die in den Hütten (vorhandenen wie z. B. der Almhütte oder auch einer zusätzlichen) ausgeführt werden können. Spiele, Quiz-Runden, Lesungen/Märchenstunde, Kinderstunde/Malen, Kaffeezeit für Ältere, Podium für junge Künstler, Themenabende u. v. m.
Ich höre schon die Proteste:
Ja, aber die Kosten!
Kosten entstehen auch, wenn keiner kommt!
Man kann nicht nur etwas hinstellen. Es muss auch mit Leben erfüllt werden!

Fazit:
Wir haben in Wandsbek eine im Prinzip schöne Veranstaltung, die den sonst leeren Marktplatz in der etwas trostlosen Jahreszeit bunter und freundlicher wirken lässt, die Menschen anzieht. Ein Angebot, das auf seine Art besonders ist, weil es nicht überall mitten in der Stadt ein Hüttendorf mit der Möglichkeit zum Eislaufen gibt!
Aber:
Selbst wenn die Like-Ice-Schlittschuhbahn aufgrund ihrer Beschaffenheit umweltschonend und nicht wetterabhängig ist – das Event ist es (wie auch der Beachclub im Sommer!) sehr wohl!
Wer als Veranstalter einen derart frühen Start plant, ist nicht immer gut beraten! Weder wenn er versucht, Weihnachten künstlich vorzuziehen, noch wenn er die Adventszeit nach eigenem Gutdünken wie Kaugummi in die Länge zieht.
Nicht immer ist es sinnvoll, zwei derart grundverschiedene Monate wie November und Dezember  (Trauer/Gedenken und Weihnachtsvorfreude)  in einem Aufwasch zu behandeln und abhaken zu wollen.
Wer überdies so früh vor Ort ist, muss mit ungünstiger Witterung rechnen. November ist kontinuierlich der Monat der Nässe, des Nebels, der Trübheit. Es ist keine nicht zu ahnende Ausnahme!
Das Risiko des Nichtübereinstimmens der Erwartungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten erhöht sich eklatant, wenn einfach die Jahreszeit eigenmächtig umbenannt wird.
So enttäuscht, wie sie über Nicht-Sommer während ihres Strandurlaubs wären, so ernüchtert reagieren Sie auch auf Nicht-Winter beim Winterzauber.
Werden ganz gezielt und konkret Vorstellungen durch Ankündigungen und Bezeichnungen vermittelt, die ein ganz bestimmtes Bild vorzeichnen und dieses sich danach nicht erfüllt oder bestätigt, produziert es Enttäuschung – trotz vieler positiver Aspekte!

Was tun?
Da Sie wenig Einfluss auf das Wetter oder  die Planung nehmen können und zudem das Empfinden – das ist mir durchaus bewusst – subjektiv ist, geht es Ihnen so wie bei einem verregneten Sommerurlaub. Da hilft Ihnen auch kein Klagen.  Es liegt immer in Ihrer Hand, was Sie dennoch daraus machen. Ob Sie es weiterhin als faulen Zauber empfinden oder als trotzdem zauberhaft – nur auf eine völlig andere Art.

Wissen Sie was?
Warten Sie nur noch auf einen knackig kalten Tag (im Moment sieht es doch schon gut aus!), hüllen Sie sich in ihre Winterjacke, ziehen die Kapuze hoch und wickeln den Schal dreimal um den Hals.
Gehen Sie los, besuchen Sie den Wandsbeker Winterzauber, gönnen Sie sich einen heißen Kakao, Kaffee, Glühwein –  oder wonach immer Ihnen ist!
Schnappen Sie sich doch ein Kind dazu (eigenen Nachwuchs oder suchen Sie sich ein bis vier freiwillige Leihkinder aus der Verwandt- oder Bekanntschaft) und dann veranstalten Sie Ihren eigenen, persönlichen, lebendigen Zauber.
Treffen Sie sich mit anderen! Verabreden Sie sich!
Überhaupt: Gehen Sie auch einmal abends, wenn die ganze Illumination ihren eigenen Reiz hat.
Oder schnallen Sie sich selbst die Schlittschuhe an! Und reicht Ihnen der Anblick des Kunstbodens nicht zur Verzauberung, dann schauen Sie eben auf die Lichter-Bäumchen am Eisflächenrand mit ihren tausenden, leuchtenden LED-Lampen.
Winken Sie jemandem hoch oben auf der Panorama-Terrasse zu, äußern Sie Ihre Bewunderung über die  Schwindelfreiheit  und spielen Sie miteinander Unterhaltung mit Echo!
Es gibt so viele Möglichkeiten!

Wann kommen Sie?

Sie haben noch bis zum 06. Januar 2013 Zeit. Die Chancen stehen gut, dass Ihnen bis dahin auch das nötige Winterfeeling beschert wird.
Familientag ist jeden Mittwoch von 10-18 Uhr (ermäßigte Preise bei der Eisbahn und am Karussell), die Ladies‘ Night montags von 18-22 Uhr (halber Preis an der Schlittschuhbahn sowie halber Preis für den ersten Glühwein).

Viel Spaß in Wandsbek!

Weitere Fotos vom Vorjahr (Fast identischer Aufbau der „Bergdorfes“) finden Sie in diesem Artikel:
https://michelelegrand.wordpress.com/2011/11/11/nun-aber-richtig-der-wandsbeker-winterzauber-ist-eroffnet/

©November 2012 by Michèle Legrand

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