Nun aber richtig: Der Wandsbeker Winterzauber ist eröffnet!

11. November 2011 – Wo anderenorts der Remembrance Day gefeiert wird (Commonwealth Länder), findet bei uns in Teilen der Republik an diesem speziellen Datum etwas völlig anderes statt –  man startet die Karnevalssaison und läutet die fünfte Jahreszeit ein.
Da wir Nordlichter uns damit allerdings immer noch fürchterlich schwer tun, jedoch auch so gerne etwas einläuten möchten, fand heute – quasi als Ersatz –  in meinem Bezirk in Hamburg um genau 11.11 Uhr die Eröffnung des Winterzaubers 2011 statt. Seine Pforten bleiben einige Wochen geöffnet und schließen sich erst wieder nach dem 08. Januar 2012.

Via Twitter und Facebook habe ich bereits ein bisschen vom Aufbau der Hütten und der Vorbereitung der Eisbahn berichtet. Das eine oder andere Foto ist dort auch zu finden. Nun sind nicht alle daran Interessierten auch gleichzeitig in den genannten sozialen Netzwerken unterwegs, daher greife ich dieses Thema zusätzlich im Blog auf.
Seit inzwischen immerhin sechs Jahren werden auf dem Wandsbeker Marktplatz (Freifläche am ZOB) im November Vorkehrungen getroffen, damit rechtzeitig zu Beginn der Adventszeit – gelegentlich auch etwas eher – der Weihnachtsmarkt starten kann.

Die Freifläche im Sommer (die bunten Stahltore waren nur kurz zu Gast)

Ein zentraler Bereich hier rund um die Wandsbeker Marktstraße wurde vor geraumer Zeit zu einem sogenannten BID (Business Improvement District). Ansässige Geschäftsleute verpflichteten sich in diesem Zusammenhang, selbst Zahlungen für beispielsweise Um- und Ausbauten in der Geschäftsstraße, dem Einkaufszentrum oder auch für die Umgestaltung des Wandsbeker Marktplatzes beizusteuern. Seitdem haben wir eine große Freifläche für größere Veranstaltungen, wie Frühjahrs- oder Oktoberfest, Weihnachtsmarkt, Ausstellungen, u. v. m. Sie ist eingesäumt von Sitzbänken, Rosenbeeten, Lindenbäumen, hat sogar Skulpturen und hat eine Insellage zwischen vielbefahrenen Straßen. Am Rand

Plaza: Die Bar

der Fläche, direkt am Busbahnhof gelegen, befindet sich das recht bekannte und beliebte „Plaza“, ein Restaurant/Café/Bar/Lokal, das sich rühmt, die höchste Bar Deutschlands zu besitzen. Ein hinten und vorne offenes Regal mit zahllosen Flaschen, erstreckt sich vom Boden bis zur Decke über zwei Geschosse!

Für das diesjährige Wintervergnügen starteten die ersten Vorbereitungen bereits Ende Oktober. Holzhütten trafen ein und fanden ihren Platz.
Die neue, mobile, ca. 400 m² Eislaufbahn mit ökologischem Eislaufboden wurde montiert. Neu sind auch weiße, wie mit Schnee bedeckte Bäumchen an ihrem Rand, die abends durch unendlich viele LED-Lämpchen im Dunkeln funkeln und strahlen.Es gibt einen bunt dekorierten Weihnachtsbaum, ebenso mit Kugeln verzierte Girlanden, unzählige Glühlampen an den Dachfirsten der Hütten, und auf dem Platz steht ein ebenfalls neuer„Aufpasser“: ein großer Weihnachtsmann (von dem ich ganz leise behaupte, dass – er zumindest am Tag – ziemlich kitschig aussieht). Er ist aufgrund seiner Größe jedoch weithin gut sichtbar. Besucher können das Weihnachtsdorf gar nicht verfehlen.

Ich habe den „Winterzauber“  heute, am ersten Abend nach seiner Eröffnung, besucht.

Wer sich auf den Weg dorthin macht, findet eine Art kleines Hüttendorf vor. Es ist nicht mehr mit einem traditionellen Weihnachtsmarkt zu vergleichen, denn es geht hier ausschließlich um das Eislaufvergnügen,das kulinarische Wohl und das Treffen. In diesem Jahr bekam der Winterzauber einen neuen Ausrichter/Organisator, und angesichts der Tatsache, dass Hamburg Umwelthauptstadt 2011 (European Green Capital) ist, fiel die Wahl auf einen ökologischen Eis-Ersatzboden (Like-Ice). Sicher lobenswert, wer allerdings das erste Mal einen Blick auf diese neue Fläche wirft, wird das besondere Eis- und Winterfeeling schwer vermissen. Es handelt sich um einen hellen, relativ stumpf aussehenden Boden, wie man ihn vom Rollschuhlaufen kennt. Kein Glitzern im Licht. Vielleicht schaffte man daher Ersatz in Form der wie verschneit wirkenden, am Rande stehenden Bäumchen mit den unzähligen LED-Lampen.
Die Hütten aus Holz wirken gemütlich und erinnern an Hütten in Bergdörfern. Sie sind mit bunten Weihnachtskugel-Girlanden und Glühbirnen verziert bzw. erleuchtet. Sie tragen Namen wie Almhütte, Tränke, Stübchen etc. und bieten Getränke, Wurst, Gebäck, Kartoffelpuffer, Süßigkeiten usw. (siehe Liste unten).

Blick auf den schlafenden Nikolaus …

Die kleinen Gäste erwartet ein schickes Karussell mit Pferden, Autos, einem Bus. Des Weiteren gibt es das Nikolaushaus. Durch ein beleuchtetes Sprossenfenster hindurch, kann man den im Bett schlafenden Nikolaus sehen. An seiner Haustür ist ein Wunschzettelkasten angebracht.

Wunschzettelkasten …

Wer dies alles sehen, erleben und womöglich auch noch bei Musik  Schlittschuhlaufen möchte, hat dazu täglich zwischen 10 und 22 Uhr die Gelegenheit. (Am Schlittschuhverleih selbst stand heute als Endzeit 21.30h)  Die Laufzeit beträgt jeweils 90 min.
Beim Winterzauber werden zudem unterschiedliche Aktionen angeboten,
so z. B.:

der Familientag (mittwochs, niedrigere Preise für Karussell/Schlittschuhbahn von 10-18 h)
die Lady’s Night (am Montag von 18-22 h, halber Preis bei der Schlittschuhbahn, halber Preis beim ersten Glühwein)
das After-Work on Ice (mo-fr ab 17h, Schlittschuhlaufen nach heißer Musik u./o. Weihnachtsklängen)
Und Achtung: an den Weihnachtsfeiertagen, an Silvester und Neujahr gelten abweichende Öffnungszeiten.

Zum Abschluss ein kleiner Preisüberblick (Auswahl):
Bratwurst   € 2,50
Currywurst € 3,00
Brezel pur € 2,50, Brezel belegt € 3,50
Schmalzgebäck € 2,00/4,00/5,50
Dampfnudeln € 2,50
Knoblauch-Baguette € 2,50

Glühwein € 2,50
Pils 0,25 l € 2,50 / 0,5 l € 4,00

Positiv:
Dekoration gut gelungen, netter Dorfcharakter
Schlittschuhverleih organisatorisch besser geregelt und für Wartende (während der Nachwuchs fährt) angenehmer als in den Vorjahren
Essensauswahl relativ vielfältig
Angebot für Groß und Klein
Es herrschte gute Stimmung trotz Kälte
Ein netter Treff in der Winterzeit

Nicht so positiv:
Das Dorf ist völlig verräuchert. Nach kurzer Zeit stinken die Kleidung/das Haar fürchterlich.
Die Eisbahn selbst wirkt trotz der Dekoration drum herum relativ nüchtern und durch ihren Boden nicht sehr winterlich.
Als Weihnachtsmarkt (falls es denn als dieser gelten soll) würde ich es nicht bezeichnen. Es fehlen Stände mit z. B. Kunsthandwerk, Kleinkunst etc., die dem Ganzen mehr Flair geben würden.

Auch am Tag nett anzusehen …

Das Dorf

Die Schlittschuhbahn

Bäume mit LED-Leuchten säumen die Eisfläche

… ein bisschen Bandenwerbung der Sponsoren

Die „Almhütte“ und das Kinderkarussell

PS Wem zu kalt draußen wird, der kann immer noch im gemütlichen PLAZA ein warmes Plätzchen finden (siehe Bar oben)

Das PLAZA

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