Stilvolle Treppenhäuser, schöne Fassaden, eigenwilliges Interieur – der Charme Hamburger Kontorhäuser / Teil I – Darf es etwas Basiswissen sein …?

Heute wird es ernst! Seit wann, wie und wozu gibt es überhaupt diese Kontorhäuser? Wir befassen uns näher mit dem Thema und aus der Einleitung zur neuen Blogserie vom 17.08.2012 wissen Sie … es gibt Text!
Uff …
Ach, kommen Sie!
Es hat doch keiner etwas gesagt von Lexikonstil, Einbläuen, Frontalunterricht etc. Das heißt, verschieben Sie das Gähnen noch ein wenig. Doch, doch! Ich erwarte, dass Sie hier fit sind und mitdenken!
Nein, nur Spaß! Entspannen Sie sich wieder.
Wie aktiv oder passiv Sie dabei sind, ist allein Ihre Sache, nur ich weise gern darauf hin, dass ein gewisses Hineinversetzen und Miterleben alles viel interessanter macht und Sie vieles mit anderen Augen sehen lässt. Völlig anders, als wenn Sie Ihre Schotten dichtmachen,  Arme verschränken, Lippen zur Flunsch verziehen und denken:
So, soll die mal machen …!
Vielleicht war das jetzt psychologisch unklug. Sie zu verschrecken, meine ich. Aber andererseits stellen Sie möglicherweise gerade fest:
Mensch, ich bin noch wach!
Und somit können wir starten.

Kontorhäuser
Kontorhäuser sind besonders.  Sie bergen oft Geheimnisse, und keins ist wie das andere. Sie weisen Unerwartetes auf, sie enthalten sehr persönliche Elemente, sie vermögen es zu überraschen, zu verblüffen und zu begeistern!

Man sagt, es gibt in Hamburg ungefähr noch 200 dieser Gebäude. Der alten. Es hat natürlich auch eine Art Renaissance stattgefunden, und neue Häuser mit dieser Bezeichnung kamen in den 1990er Jahren hinzu. Die ursprünglichen Bauten sind nicht alle im Originalzustand erhalten, doch die Tatsache, dass viele, vom Krieg erheblich getroffene, wieder hergestellt wurden, zeigt, dass sie etwas haben müssen, was die Mühe lohnt.
Was denken Sie?
Lohnt es auch die Mühe, ein wenig mehr zurückzuschauen, um zu verstehen, was ihr Sinn und Zweck war und ist? Zu forschen, warum es sie gibt, und warum sie so sind wie sie sind?
Glauben Sie, es könnte Ihnen gelingen, sich gedanklich in eine Zeit zurückzuversetzen, die etwa 130 Jahre zurückliegt? Genaugenommen müssen wir noch weiter zurückgehen …
Versuchen Sie es bitte.
Blenden Sie Modernes aus, überhören Sie typische Geräusche von heute. Setzen Sie Ihren Zylinder auf, knöpfen Sie den Gehrock zu bzw. richten Sie die Rüschen Ihres Kleides, schlüpfen in die seidenen Handschuhe und spannen Sie das Sonnenschirmchen auf. Wir promenieren und schauen.
Vorsicht, dort liegen Pferdeäpfel!

Städte, dicht besiedelte Räume. Sie sahen nicht immer so aus, wie wir sie heute kennen.
Natürlich, werden Sie denken, das ist mir schon klar …
Wo, an welchem Punkt jedoch ein Umschwung stattfand, ein Umdenken begann, sich etwas Neues seinen Weg bahnte, wird in dem Moment, in dem Sie ein Haus – im Grunde genommen jegliches Bauwerk – betrachten, häufig außer Acht gelassen. Dabei ist dieser Punkt (z. B. ein bestimmtes Ereignis) die Ursache für seine Existenz und ursprünglich oft sogar alleiniger Grund für sein Dasein in genau dieser und keiner anderen Form!
Städte haben sich entwickelt. Sie haben sich angepasst an die äußeren Umstände und Gegebenheiten, an wirtschaftliche Erfordernisse, an veränderte Bevölkerungszahlen, an technische Entwicklungen. Gelegentlich gab es erforderliche Veränderungen erst als Reaktion auf vorausgegangene, schmerzliche Erfahrungen. Sie wissen schon, dieses „aus Schaden wird man klug“ Ding.
Um bei dem konkreten Beispiel Hamburg zu bleiben:
Im Südosten der Stadt herrschte bereits seit dem 17. Jahrhundert eine sehr enge Bebauung. Dem ein oder anderen ist vielleicht der Begriff „Gängeviertel“ vertraut. Lauter schmale Gassen, Twieten und natürlich die Fleete. Die Fläche der ursprünglichen Altstadt war naturgemäß begrenzt, doch zu dieser Zeit erfolgte genau dort der Zuwachs, und im Alltag der Menschen spielte sich das weitaus meiste genau dort ab. Hier wurde nicht nur gelebt, hier wurde gleichzeitig gewerkt, gehandelt und gelagert. Ein Großteil der Warentransporte erfolgte über die Fleete direkt bis ans Haus.
Sie können sich vorstellen, dass dies nicht nur ein Idyll war …

Hören Sie das Klappern von Hufen auf dem Kopfsteinpflaster? Das Quietschen von Rädern eines Leiterwagens?
Ja, stimmt, es riecht sehr muffig hier. Es kommt vom Fleet. Hier werden noch die Abwässer hineingeleitet, und es ist warm im Moment. Nehmen wir lieber den Weg auf der anderen Seite, weg vom Wasser …
Moment, lassen Sie eben den Herrn mit dem Kohlensack durch! Er hat ziemlich schwer zu schleppen!
Kommen Sie, wir gehen hier entlang
Achtung! – Ja, ich meine Sie! – Ihr Saum schleift im Dreck!

Man hockte aufeinander wie die Sardinen in der Büchse und hatte seine erheblichen Probleme mit der Hygiene allgemein und der Wasserreinheit im Speziellen.
Warum sollte es seinerzeit anders gewesen sein als heute in Bezug auf Entscheidungen; man konnte sich damals zwischen Senat und Bürgerschaft lange nicht auf eine Filteranlage einigen und entnahm daher das Wasser weiterhin ungereinigt aus der Elbe – todesmutig, samt aller Bakterien!
Nein, nicht trinken! Schütten Sie das weg! Wir sind noch nicht wieder in der heutigen Zeit!

Der Große Brand in Hamburg von 1842, der nur unheimlich schwer unter Kontrolle zu bringen war – erst nach vier Tagen und erheblichen Zerstörungen – war die Ursache für weitere Wohnungsnot und führte zu einer zusätzlichen Konzentration der Bebauung.
In diesem Jahrhundert hatte man bereits mehrmals unter Cholera-Ausbrüchen gelitten, doch erst die Epidemie von 1892 führte dazu, dass man sich mehr als nur schöne Gedanken über eine Sanierung des Gebietes machte.
Die Speicherstadt mit ihren vielen Lagermöglichkeiten entstand bereits ab 1883. Das Freihafengebiet wurde geschaffen. Dadurch gewann man ein wenig Übung mit der Umsiedlung größerer Teile der Bevölkerung. Es wurde danach vielerorts nötig.

Kommen Sie ein Stück in diese kleine Nebengasse. Es ist gerade sehr laut durch den Baulärm, der hier herrscht.

Stellen Sie sich vor, wie die Entwicklung voranschreitet, das Eisenbahnwesen neu geordnet wird, der U-Bahn-Bau beginnt – neue Straßen notwendig werden. Der Handel floriert, die Hygiene wird besser, die Stadt wächst weiter. Man beschließt einerseits eine hafennahe Wohnbebauung, anderseits beginnt parallel das kontinuierliche Erobern neuer Flächen im nördlichen bis dato noch unbebauten Raum für Wohnzwecke. Die Außenalster hat ihren Namen übrigens daher, dass sie damals tatsächlich noch außerhalb der Stadt lag und die Bürger erst nach und nach die heutigen nördlichen Stadtteile Rotherbaum oder Uhlenhorst etc. besiedelten.
War zuvor schon der Bereich Lagerung im Wohnbereich nicht mehr üblich, so fand jetzt auch eine Trennung zwischen Wohnen und Arbeiten statt.
Die Kaufmannschaft in Hamburg können Sie sich zu diesem Zeitpunkt als aufstrebend vorstellen, denn mittlerweile hatte es den Zollanschluss gegeben. Ihr Einfluss auf sowie ihr Wirken für die Stadt war nicht unerheblich, so war es logisch und folgerichtig, dass die seinerzeit Zuständigen sich Gedanken machten, wie sie dem Raumbedarf der Kaufleute Rechnung trugen.
Ihre Lösung lautete: Kontorhäuser.

Wir haben zwei Bereiche in Hamburg, in denen sehr konzentriert Kontorhäuser anzufinden sind.
Im eigens geschaffenen Kontorhausviertel im Südosten den Stadt sowie im Westen der Stadt im Bereich der Straßen Neuer Wall, Große Bleichen, Poststraße, Hohe Bleichen etc.

Bronzemodell (Tastmodell) von Egbert Broerken -  City Hamburg  - Lage Kontorhäuser

Ein Überblick …

Hamburgs Kontorhäuser - Anschauungs- und Tastmodell der Stadt von Egbert Broerken mit hinzugefügter Beschriftung

Hamburgs Kontorhäuser – Anschauungs- und Tastmodell der Stadt von Egbert Broerken mit hinzugefügter Beschriftung

Dies schließt nicht aus, dass sie weitere einzelne Bauten überall in der City verstreut antreffen.
Im Endeffekt mussten auch dafür Bewohner weichen und umsiedeln. Irgendwie schien es eine Zeit lang praktischer, die Innenstadt mehr und mehr für das Arbeiten, Kaufen, Handeln zu nutzen und das Wohnen weiter zu verdrängen. Die Folge kennen Sie: Innenstädte, die mit Laden- bzw. Büroschluss absolut tot sind. Hochgeklappte Bürgersteige …
Viel, viel später erst folgten hier eine Kehrtwendung und die Bemühungen zur Wiederbelebung der ausgestorbenen Innenstädte …

Lassen Sie uns ein Stück den Jungfernstieg entlanggehen. Der typischen Flaniermeile. Gesehen werden auf der Promenade …
Wussten Sie, dass es unheimlich fein war, wenn man   g a n z … l a n g s a m … g i n g? Es geht ein Gerücht, dass Sie sich dem Tempo einer Schildkröte anzupassen hatten.
Bitte? Ihre Schildkröte rennt grundsätzlich?
Nun, ich bin nicht sicher, ob Sie mit dieser Ausrede durchgekommen wären.

Und noch etwas, was Sie vielleicht sehr entrüstet, wenn Sie es hören, ist folgende Legende:
Wenn die Damen der Gesellschaft in eben jenem Tempo graziös auf dem Jungfernstieg entlangpromenierten, gesellten sich häufig die Herren dazu und parlierten, was das Zeug hält. Manchmal kamen Sie dadurch zu spät zur Börse, die ihren festen Termin hatte.
Ein Ärgernis, ein Problem, das es zu beheben galt.
Was meinen Sie, wie die Lösung aussah? Hm?
Nein, die Herren wurden nicht ermahnt! Niemand raunte ungeduldig:
Herr Bankier Schröder, jetzt beenden Sie sofort Ihr Gesäusel und kommen gefälligst in die Puschen!
Oh nein! Stattdessen wurde den Damen  für die bewusste halbe Stunde vor Börsentermin sehr nahegelegt, das Promenieren zu unterlassen, da sie mit diesem unerhörten und absolut inakzeptablen Tun die selbstredend völlig unschuldigen Herren ablenkten!

Wir werden eine kurze Pause einlegen. Solange, bis sich die leichte Empörung einzelner, offenbar weiblicher Leser, wieder etwas gelegt hat. Ich höre hier jemanden grummeln …
Und werte männliche Bloggäste: Es gibt keinen Grund zu grinsen!

Himmel, wir sind von den Kontorhäusern abgekommen! Konzentration!

Unter Kontorhäusern versteht man reine Bürogebäude, die zwischen 1886 und 1938, meist in den norddeutschen Hafenstädten gebaut wurden. So auch in Hamburg. Charakteristisch für sie ist, dass sie als Stahl- und Betonbauten (ganz am Anfang noch Eisen- und Betonbauten) erbaut sind, die im Kontorhausviertel Klinkerfassaden haben. Dort sind die Häuser recht dominant, groß (oft mehrflügelig) und jedes Bauwerk hat seinen doch sehr individuellen Charakter.

Hamburgs Kontorhäuser - Das Chilehaus mit seiner markanten Form ... (Blogserie Michèle. Gedanken(sprünge)

Hamburgs Kontorhäuser – Das Chilehaus (Backsteinexpressionismus) mit seiner markanten Form …Das Motiv wurde sogar für eine 40-Pf-Briefmarke der Post verwendet

Die Kontorhäuser, die ab ca. 1896 bis zum Ersten Weltkrieg im Westen der City entstanden, haben hingegen vorne sehr häufig eine Sandsteinfassade, die Rückwand wurde aus einfachem Backstein errichtet.
Ihnen allen gemein ist ein regelmäßiger Grundriss und meist ca. fünf bis sieben Etagen. Für damalige Verhältnisse schon relativ hohe Bauten. Daher finden Sie oftmals Staffelgeschosse, d. h. die oberen Geschosse sind treppenförmig zurückversetzt, was eine optische Aufweitung erwirkt (dazu noch eine Anmerkung in einem späteren Teil der Serie).

Gut, dass wir gerade am Jungfernstieg stehen, so kann ich Ihnen anhand eines Bildes des Gutruf-Hauses (in dem jetzt auf der Jungfernstiegseite die Fa. Apple ihren Store eingerichtet hat) etwas über die vielfach gewählte Konstruktionsart erzählen.

Hamburgs Kontorhäuser - Säulenkonstruktion am Gutruf-Haus (Jungfernstieg/Neuer Wall)

Hamburgs Kontorhäuser – Säulenkonstruktion am Gutruf-Haus (Jungfernstieg/Neuer Wall)

Hamburgs Kontorhäuser - Zwar grau, aber nicht schmucklos: Die Säulen am Gutruf-Haus ...

Hamburgs Kontorhäuser – Zwar grau, aber nicht schmucklos: Die Säulen am Gutruf-Haus …

Sie finden bei Kontorhäusern ein Pfeilersystem vor, was bedeutet, dass aufgrund des Stahl- und Betonbaus die Möglichkeit gegeben ist, mit diesem System die Außenwände als tragend zu konstruieren und auf tragende Wände im Innern zu verzichten. Bei gleichmäßiger Verteilung der Fensterflächen, gewährt man somit die größtmögliche Flexibilität bei der Bestimmung von Raumgrößen und –formen. Das ist überaus wichtig gewesen, da es sich fast immer um Zusammenschlüsse von Kaufleuten handelte, die mit ihren verschiedenen Unternehmen unterschiedlicher Größe dort einzogen.
Das Merkmal eines Kontorhauses ist, dass es nie von einer Firma allein bezogen wurde – sonst war es kein Kontorhaus!
Heute gibt es diese strenge Regel für die restaurierten bzw. sanierten Kontorhäuser nicht mehr – die Bezeichnung hingegen ist geblieben.

Das Wort Kontorhaus geht übrigens zurück auf das franz. „comptoir“ (Zahltisch) bzw. das engl. „counting (room)“ (Zählraum). Kontor selbst hat etwas differierende Bedeutungen, doch wir wenden es hier auf die Häuser bezogen im Sinne von Bürogebäude an.
Auch wenn es sich oft lediglich um die Außenwände und das Treppenhaus handelte, die nach dem Krieg stehengeblieben waren, so hat man dennoch in den letzten Jahrzehnten alles darangesetzt, stilgetreu zu rekonstruieren und neu aufzubauen. Damals hatten die Erbauer je nach Zeitgeschmack die Fassaden und die beeindruckenden Foyers und Treppenhäuser in der Art der Neo-Renaissance, des Expressionismus, der Reformarchitektur oder auch des Jugendstils gestaltet. Die Neugestaltung erfolgte nach diesem Vorbild und durch die besondere Vielfalt der Stile ist jedes Haus heute wieder eine Entdeckung für sich.
Denkmalschutz besteht darüber hinaus für die weitaus meisten Bauten seit 1999.

Ich habe Ihnen im Blog bereits im letzten Jahr das Levante-Haus ein wenig näher gezeigt, welches durch seinen Umbau allerdings viele neue Elemente bekommen hat und heutzutage eine andere Funktion als ursprünglich ausübt. Es beherbergt z. B.  ein Hotel sowie eine Ladenpassage.
Die Kontorhäuser, die hier im Blog in der nächsten Zeit ihr Herz erobern könnten, sind auch heute noch Gebäude, in denen Firmen aller Branchen, Arzt-, Notar- und Rechtsanwaltspraxen oder auch Honorarkonsulate, honorige Clubs etc. ihren Sitz haben. Im Westen der Stadt, den heutigen „besseren“ Einkaufsvierteln, sehr häufig mit Geschäften und großflächigen Schaufensterfronten auf Straßenhöhe oder bis in den zweiten Stock.
Sie werden sicher überrascht sein, was es alles gibt, wenn sich die schweren Eingangstüren dieser Häuser für Sie öffnen. Kontorhäuser dienten nämlich nicht einzig und allein als Tagesherberge für arbeitswütige Kaufleute, sondern sie hatten Repräsentationscharakter. Man zeigte, was man hatte, zeigte, wie gut es einem ging, dass die Geschäfte florierten.
Vermutlich erahnen Sie jetzt auch, warum die Rückwände nur aus Backstein waren. Was scherte schon die rückwärtige Ansicht? Der Besucher kam von vorne …

Wir hingegen kommen zum Ende. Was ist nun also der Nutzen dieser Häuser? Warum haben Sie sich in gewisser Weise durchsetzen können?
Sagen wir einfach: Die Zeit war reif, und es war enorm praktisch. Der technische Fortschritt war noch nicht so weit gediehen, dass Verständigung über größere und selbst kleinere Entfernungen schnell und unkompliziert möglich war. Das Telefon hielt erst sehr viel später Einzug in die Kontore.
Im einem Zeitalter, in dem elektrische Telegrafenlinien genutzt wurden, gemorst wurde, sich erst ab 1894 langsam die Schreibmaschine in den Büros verbreitete, war es von unschätzbarem Wert, wenn Kaufleute ihre Handelsgeschäfte durch günstige Lage zueinander, schnelle Erreichbarkeit und bestmögliche Kommunikation untereinander erleichtern und beschleunigen konnten. Wenn sie Erfahrungen austauschen, Absprachen treffen, Informationen weitergeben, Papiere schnell weiterleiten konnten.
Bitte? Post?
Sicher, natürlich wurde schon Post auf den Weg gebracht. Nur Schriftstücke konnten, mussten aber nicht notgedrungen schnell eintreffen. Auch das ist heute nicht anders als damals …

Es machte vieles einfacher, wenn es im Erdgeschossbüro eines Kontorhauses nach dem Diktat nur eines kleinen Auftrags seitens des Chefs bedurfte:
Fräulein Stahmer, gehen Sie damit nachher gleich in den 2. Stock zum Sloman und lassen das von ihm gegenzeichnen!
Den Namen Stahmer mit einem hamburgisch-hanseatisch spitzen St gesprochen.
Fräulein S-tahmer.
Sie oder der Commis Hansen sprangen kurze Zeit später pflichtgemäß mit den Unterlagen in den Paternoster und rumpelten nach oben.

Wissen Sie was?
Genau das werde ich im nächsten Teil der Blogserie über Kontorhäuser mit Ihnen machen!
Ein sehr schönes Haus besuchen und Paternoster fahren!

Und atmen Sie durch, die Zeit der langen Texte ist vorbei …
Sie waren übrigens sehr tapfer heute. Schön, dass Sie durchgehalten haben! ^^
PS: JETZT dürfen sie gähnen.

Zum Abschluss noch ein Appetizer-Foto:

Hamburgs Kontorhäuser - Das Treppenhaus im Ludwigshof - Hohe Bleichen 19

Hamburgs Kontorhäuser – Das Treppenhaus im Ludwigshof – Hohe Bleichen 19 (Dieses Haus wird noch separat im Blog vorgestellt)

Anmerkung/Quelle:
Als Quelle für Jahresdaten und Konstruktionsdetails habe ich größtenteils Wikipedia zu Rate gezogen. Der Rest ist meiner Feder (Tastatur) entsprungen.

©August 2012 by Michèle Legrand

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  1. #1 von regenbogenlichter am 21/08/2012 - 00:12

    Was für ein phantasievoller und informativer Bericht. Ja, ich hab die Pferdeäpfel und den Kohlenmann gesehen und den „Duft“ gerochen. Bin mit den Damen Hamburgs flaniert und die Schildkröte an der Leine wollte immer schneller gehen, aber es ist ja auch keine Börsenzeit *gg* ;-) ..vielen Dank auch für die architektonischen Infos. Glaube nicht, dass ich die bei Wikipedia je gelesen hätte. Sollte man aber, wie ich feststelle.
    Und das Foto ist schon mal einmalig schön…
    Ich freue mich auf die Fortsetzung :-)
    Liebe Grüße nach Hamburg
    Ute

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    • #2 von ladyfromhamburg am 21/08/2012 - 14:55

      Danke fürs Lesen und den netten Kommentar dazu, Ute! Ich freue mich natürlich sehr, wenn du weiterhin dabei bist …

      Lieben Gruß zurück
      Michèle

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  2. #3 von laurazeitlos am 21/08/2012 - 16:03

    Sehr informativ und interessanter Bericht! Ich werde sicherlich öfter vorbei schauen!
    LG,Laura

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  3. #5 von Fotografikum am 25/08/2012 - 10:51

    sehr interessant. vielen dank für die vielen informationen.
    lge

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