Umzug im November: Hamburgs Alsterschwäne fahren ins Winterquartier …

Am 20. November war Einsammeltag! Und damit auch Termin für die traditionelle Bootsfahrt im November. Ein Dienstagvormittag, trüb-grau der Himmel, die Temperatur stieg selbst zu fortgeschrittener Tageszeit nicht über lumpige 4 °C. Hinzu gesellte sich ein unangenehmer Wind, der den Eindruck aufkommen ließ, es herrschten bereits Minusgrade.
Höchste Eisenbahn – oder hamburgisch ausgedrückt „bannig Zeit“–,  die Alsterschwäne aus ihrem Sommer-
reich ins Winterquartier, den Mühlenteich in Hamburg-Eppendorf, zu bringen.
Während Wildschwäne in freier Natur früher in den Wintermonaten stets die Reise südwärts in wärmere Re-
gionen antraten, passiert dies heute standortabhängig nur noch halbherzig. Nähere Ziele sind angesagt und tatsächlich bleiben viele gleich ganz vor Ort. So auch die Hamburger Schwäne, die ihre Reviere und Brut-
gebiete in der Sommerzeit auf und rund um die Alsterseen mit ihren Nebenarmen haben.
Es sind im Grunde nicht so die hiesigen, verhältnismäßig moderaten Wintertemperaturen, die den Vögeln vorrangig zu schaffen machen, sondern vielmehr die Tatsache, dass ihnen zugefrorene Wasserflächen das Leben und Überleben sehr erschweren. Nahrung zu finden wird nahezu unmöglich.

Hier in Hamburg wartet alljährlich von November bis etwa Ende März ein eigenes, ein hanseatisches Winterquartier auf sie. Und das hat eindeutig seine Vorteile!
Der Mühlenteich wird (partiell) eisfrei gehalten. Ein weiterer Pluspunkt: Es wird artgerecht gefüttert. Wenn extremer Frost drohen sollte, lässt sich zusätzlich mit Zeltplanen noch etwas zum Schutz machen, und falls einmal ein Tier schwach wirkt und kränkelt, können sich Schwanenvater oder Tierarzt gleich direkt darum kümmern.

Ein richtig großes, weißes Zelt wurde bereits mehrmals aus einem anderen Grund nötig: Es diente zur Abschottung und sollte verhindern, dass sich die Schwäne womöglich mit dem mehrfach grassierenden Vogelgrippevirus (Geflügelpest, 2014/2017) infizierten. Gerade Wildvögel sind extrem gefährdet.

Die älteren Schwäne kennen und erinnern das Winterquartier genauso wie die Prozedur des Einfangens mit anschließendem Gratisseetörn. Da die Vögel über 20 Jahre alt werden können, haben einige die Aktion schon so oft mitgemacht, dass es sie nicht groß in Aufregung versetzt. Etwas mehr verunsichert sind die Jungschwäne, für die es das erste Mal ist, und genauso verdutzt reagieren auch die neuen „Migranten“.

Wir haben hier in Hamburg über die Jahre durchschnittlich etwa 120 Alsterschwäne, die auf Binnen- und Außenalster sowie den angrenzenden Kanälen/Fleeten leben und dort ihre Reviere haben. Normalerweise hält sich diese Zahl, denn der Verlust durch Tiere, die aus Altersgründen, nach Krankheit oder Unfall sterben, wird ausgeglichen durch die Zahl der neu geborenen Schwäne eines Jahres.

Das letzte Jahr bildete in dieser Hinsicht eine traurige Ausnahme. Als es ab Spätfrühling über Monate extrem heiß war, setzte auf der Alster eine Algenplage ein. Durch die langanhaltende Hitze zersetzten sie sich und setzten dabei Giftstoffe frei, die bei den Schwänen Darmentzündungen auslösten. Die Clostridium-Bakterien bedrohten besonders die sehr jungen Schwäne. Es verstarben neben sechs Nestlingen und fünf Jungtieren allerdings auch vier bereits ausgewachsene Schwäne. Ohne weitere „normale“ Todesfälle bereits ein Minus von 15 Tieren …

Doch in Hamburg leben nun seit Oktober 2018 zusätzlich die vorhin erwähnten Migranten. Es handelt sich in dem Fall nicht um zufällig dazugestoßene Tiere, die beschlossen, hier sesshaft zu werden, sondern es sind 13 Artgenossen, die aus dem Saarland zu uns umgesiedelt wurden. Sie stocken den Bestand wieder auf. Für die saarländischen Vögel war in der Heimat kein geeigneter Platz mehr. Ausgewildert werden konnten sie aufgrund von Flügelamputationen oder erlittenen Flügelverletzungen jedoch auch nicht …

Fragen Sie sich auch manchmal, ob Vögel einen Dialekt „sprechen“? Es heißt häufig, dass Ornithologen ortsabhängig Unterschiede im Klang der abgegebenen Laute bei z. B. einigen Singvögeln ausgemacht haben. Tonhöhe, Tonlänge, Art der Wiederholung, dazu das Kopieren von Gehörtem etc. Die Vögel scheinen Lokal-
spezifisches in ihr Repertoire aufnehmen.

Wenn nun einer der alten hiesigen Schwäne, Sie wissen schon, einer der bestimmt noch Hamburger Platt spricht, auf einen saarländischen Kumpel stößt … Ob die sich lautmäßig auf Anhieb verstehen? Und wenn ja, merken die trotzdem sofort, dass sie jeweils anderer Herkunft sind?

Ich hoffe sehr, dass die Althamburger Schwäne sich über die neuen Anrainer freuen und sich nicht etwa auf-
spielen. Den Lokalmatador heraushängen. Auf Privilegien pochen. Die menschlichen Hanseaten hier in der Stadt unterscheiden nämlich sogar zwischen gebürtigem und geborenem Hamburger! Tatsache. Wenn Sie denken, da gebe es keinen Unterschied – oh, doch!
Normalerweise spricht man von gebürtig, wenn man in Stadt A geboren wurde, aber heute woanders (Stadt B) lebt. Der Mann ist gebürtiger Berliner, lebt jedoch jetzt in Dortmund. Ein geborener Berliner, der weiterhin in der Hauptstadt wohnt, bleibt einfach geborener Berliner.
In Hamburg sollte es theoretisch genauso sein. Ist es aber nicht. Hier zählen Sie erst dann als geborener Hamburger, wenn  nicht nur Sie selbst, sondern vor Ihnen auch schon beide Elternteile in der Hansestadt zur Welt kamen. Und wenn es ganz fies kommt, dann ist das in Hamburg geborene Kind, dessen eines Elternteil
von auswärts stammt, ein „Geworfenes“. Dieser rotzfreche Ausdruck wird damit gerechtfertigt, dass der fremde Elternpart eben „nur“ Quiddje (Zugezogener) ist.
Hoffen wir, die umgezogenen Schwäne haben nicht so pingelige Schnösel vor sich gehabt, als sie sich nach einer Quarantänezeit von zwei Wochen ganz allmählich dazugesellten. Sie wurden nach und nach integriert, nicht alle auf einen Schlag auf die Alteingesessenen losgelassen.

Zwei Eindrücke noch vom Sommer …
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Hamburg - Kleine Alster mit gemischter Wasservogelpopulation

Hamburg – Kleine Alster mit gemischter Wasservogelpopulation

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Schwäne am Ballindammufer.

Alle übrigen, die Stammschwäne, waren 2018 bereits seit dem 10. April auf den Gewässern unterwegs. Rund sieben Monate hat eine Saison außerhalb des Winterquartiers, diesmal nur unterbrochen von vier Wochen im heißen August, in denen knapp 40 Schwäne von der Binnenalster evakuiert wurden, um weitere Todesfälle zu vermeiden. Der Mühlenteich präsentierte sich als der sicherere Platz. Es gab einerseits nicht diesen extremen Algenteppich, andererseits ließen sich Patienten dort sehr viel effektiver behandeln und aufpäppeln.

Nun naht der Winter. Zeit für alle, nach Eppendorf zurückzukehren. Es wurde ausnahmsweise eine kleine Galgenfrist von zwei Wochen gewährt, weil die milden Temperaturen im Herbst erstaunlich lange anhielten.

Und so sieht es aus, wenn im trüben November Schwanenvater Olaf Nieß mit seinem Team ausrückt, um seine Schützlinge einzufangen.
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Hamburg - Kleine Alster mit Reesendammbrücke im Hintergrund - Schwanenvater Olaf Nieß rückt mit seinem Team an

Hamburg – Kleine Alster mit Reesendammbrücke im Hintergrund – Schwanenvater Olaf Nieß rückt mit seinem Team an

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Speziell im Herbst halten sich viele Schwäne gern im Bereich der „Kleinen Alster“ direkt vor den Alster-
arkaden
auf. Dort am Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege führen steinerne Treppenstufen fast hinunter bis ans Wasser. Eine Art parallel zum Ufer verlaufender Steg teilt den Wasserbereich vor der Treppe von der Zuführung zur Schleuse ab. Hier pausieren sie in Gruppen, hocken auf dem Steg, putzen sich, schauen dabei umher, ob nicht jemand Essbares mitgebracht hat. Denn trotz Fütterverbot fällt natürlich immer einmal etwas für die Bande ab. Sie teilen sich Terrain und Häppchen mit Möwen, Graugänsen, Enten und Rallen.
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Hamburg - Kleine Alster - Der Bereich vor den Treppen und am Denkmal ist beliebt bei den Wasservögeln

Hamburg – Kleine Alster – Der Bereich vor den Treppen und am Denkmal ist beliebt bei den Wasservögeln

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Schwanenvater Nieß nähert sich mit seinen Kollegen in mehreren kleinen, flachen, offenen Booten von der Binnenalster unter der Reesendammbrücke hindurch der Kleinen Alster.
Die Boote bilden bald parallel zur Brücke von Ufer zu Ufer eine Art Barrikade. Die geschlossene Kette rückt ganz langsam auf gesamter Breite vor Richtung Denkmal und Rathausschleuse.
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Hamburg - Kleine Alster - Man nähert sich den Schwänen ganz langsam ....

Hamburg – Kleine Alster – Man nähert sich den Schwänen ganz langsam ….

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Wird die Distanz geringer, beginnen die Schwäne irgendwann, das Treiben genauer zu beobachten, sehen jedoch keinen Anlass, sich fortzubewegen.
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Hamburg - Kleine Alster - Aktion Schwäne ins Winterquartier - Ab jetzt wird gezielt dirigiert ...

Hamburg – Kleine Alster – Aktion Schwäne ins Winterquartier – Ab jetzt wird gezielt dirigiert …

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Sobald die Boote die Vögel erreicht haben und erste Manöver starten, um die Tiere in eine bestimmte Richtung zu dirigieren, bricht unter den Vögeln leichte Hektik aus. Man klettert über knapp aus dem Wasser ragende Trennwände bzw. Stege, manch einer flattert echauffiert und meint zunächst, mit einem Satz ins Becken daneben, sei die Sache gedeichselt.
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Hamburg - Kleine Alster - Die Schwanentruppe an der Treppe direkt am Denkmal muss noch überzeugt werden, sich zu den anderen zu begeben ...

Hamburg – Kleine Alster – Die Schwanentruppe an der Treppe direkt am Denkmal muss noch überzeugt werden, sich zu den anderen zu begeben …

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Hamburg - Kleine Alster - Alsterschwäne einsammeln - Ein bisschen drängeln mit dem Boot ...

Hamburg – Kleine Alster – Ein bisschen drängeln mit dem Boot ….

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Hamburg - Kleine Alster, vor der Rathausschleuse - Das Manöver glückt, die Schwäne schließen zu den anderen auf ...

Hamburg – Kleine Alster, vor der Rathausschleuse – Das Manöver glückt, die Schwäne schließen zu den anderen auf …

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Das Team trickst erneut mit Hilfe der Boote, lenkt und schafft es in relativ kurzer Zeit, dass die gesamte Gruppe der Tiere wie gewünscht in die linke Schleuse paddelt.
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Hamburg - Kleine Alster, Rathausschleuse - Jetzt müssen allerdings alle (Schwäne) noch vor den Eingang der linken Schleusenkammer ...

Hamburg – Kleine Alster, Rathausschleuse – Jetzt müssen allerdings alle noch vor den Eingang der linken Schleusenkammer …

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Hamburg - Kleine Alster - Noch einmal etwas Drängeln mit Wellengang, dann sind alle zusammen und erobern wunschgemäß die Schleuse

Hamburg – Kleine Alster – Noch einmal etwas drängeln mit Wellengang, dann sind alle zusammen und erobern wunschgemäß die Schleuse

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Eine Sackgasse, denn die Schleusenausfahrt am anderen Ende ist bereits geschlossen.

Die Zuschauer wechseln jetzt flink ihren Platz und ziehen von der Kleinen Alster (Arkaden oder gegenüber an auf den Treppen) um auf die Schleusenbrücke.
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Hamburg - Schleusenbrücke an der Rathausschleuse - Der erste Schwanbeobachter (ein großer schwarzer, langfelliger Hund mit Herrchen) ist schon da ....

Hamburg – Schleusenbrücke an der Rathausschleuse – Der erste Schwanbeobachter ist schon da ….

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Sobald nicht nur die Schwäne, sondern dazu sämtliche Boote in der Schleusenkammer verstaut sind, schließt sich ebenfalls das Eingangstor.
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Hamburg - Rathausschleuse - Alle Schwäne sind in der linken Schleusenkammer, noch ist der Wasserstand hoch ...

Hamburg – Rathausschleuse – Alle Schwäne sind in der linken Schleusenkammer, noch ist der Wasserstand hoch …

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Hamburg - Rathausschleuse - Auch die Boote sind in der Kammer und rücken auf ...

Hamburg – Rathausschleuse – Auch die Boote sind in der Kammer und rücken auf …

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In der Schleuse wird nun der Wasserspiegel gesenkt. Dies macht es für die Schwäne schwierig, aus ihrer ungünstigen Position, womöglich aus den Tiefen des Trogs heraus, noch einen erfolgreichen Abflugversuch
zu unternehmen. Die schweren Vögel benötigen eine wesentlich längere Startbahn.
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Hamburg - Rathausschleuse - Schleusenkammer proppevoll, und immer weniger Platz für die Schwäne ...

Hamburg – Rathausschleuse – Schleusenkammer proppevoll, und immer weniger Platz für die Schwäne …

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Die Boote schieben sich zentimeterweise vor, bis lediglich noch ein schmaler Spalt zwischen Boot und Tor freibleibt, und letztendlich das weiße Volk nur eine einzige Ecke als Ausweichpunkt übrigbehält.

Wer glaubt, dass die Tiere derart in die Enge gelotst in wilde Panik geraten würden, täuscht sich. Hippelig sind sie, ja. Die Jungschwäne empfinden mehr Stress. Hin und wieder hört man ihre aufgeregten Rufe.
Doch insgesamt kennen die Tiere den Schwanenvater inzwischen zu gut und die weitaus meisten wohl auch den Sinn und Zweck dieser Aktion.
Dass ihnen die nicht ganz behagt, ist nachzuvollziehen, denn A) wird es gleich ein bisschen handgreiflich zugehen und B) verlassen sie die Alster höchst ungern.
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Hamburg - Rathausschleuse - Die Aktion "Schwäne einsammeln" läuft an. Vorher wurde das Stroh noch in den Booten ausgebreitet

Hamburg – Rathausschleuse – Die Aktion „Schwäne einsammeln“ läuft an. Vorher wurde das Stroh noch in den Booten ausgebreitet.

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Hamburg - Rathausschleuse - Schwanenvater Olaf Nieß und sein Team bereiten die Schützlinge für den Transport vor ...

Hamburg – Rathausschleuse – Schwanenvater Olaf Nieß und sein Team bereiten die Schützlinge für den Transport vor …

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Sie haben sicher auf einigen Fotos entdeckt, direkt am Rand der Schleusenkammer haben sich Presse und Fernsehen versammelt. Dicht am Geschehen, aber auch nah am Wasser. Ihnen allen wurde zur Sicherheit eine Schwimmweste gereicht …
Dass dieser Aufmarsch und die auffällig leuchtenden Westen die Schwäne nicht verschrecken, hat mich verwundert.
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Schwanenvater Nieß und ein weiterer Mitarbeiter im Boot daneben greifen beherzt über Bord und schnappen sich jeweils einen Schwan. Der wird geschwind über die Bordwand gehievt, mit sicherer Hand am Boden des mit Stroh ausgelegten Bootes gehalten, wo seine Füße und Flügel leicht mit Klettband fixiert werden. Anders ginge der Transport nicht, denn ansonsten würden sich beim Schwanentrupp die Kollegen vor Entrüstung (die zeitweilig doch herrscht) womöglich auf engem Raum gegenseitig verletzten oder unter Protest gleich wieder aussteigen.
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Hamburg - Rathausschleuse - Und wieder wird ein Schwan vorsichtig zu den anderen gebracht. Das Boot füllt sich ...

Hamburg – Rathausschleuse – Und wieder wird ein Schwan vorsichtig zu den anderen gebracht. Das Boot füllt sich …

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So wird manchmal beruhigend auf sie eingeredet, einige bekommen ein paar Streicheleinheiten, und so nach und nach werden sie alle zart nebeneinander „aufgereiht“. Bereits nach kurzer Zeit an Bord recken sie die Hälse und schauen recht entspannt in der Gegend umher. Warten darauf, dass die Belegschaft komplett ist.

Gut zwei Stunden dauert das Lotsen in die Schleuse plus Verfrachten ins Boot. Ca. 40 Schwäne sind zu verstauen. Anfangs zählte ich 42 Schwäne auf der Kleinen Alster, doch es gab Schwund. Irgendeinem gelang es anscheinend, vorher noch auszubüxen.

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Es gibt viele Zuschauer, die von der Schleusenbrücke aus zusehen und trotz höchst ungemütlicher Tempe-
ratur, beißendem Windzug am Wasser und brückenbedingt besonderer Kälte an den Füßen, dennoch die ganze Zeit leise vor sich hinbibbernd ausharren; es ist eben enorm spannend.

Touristen, zufällig vorbeikommend, sprechen Umstehende und auch mich neugierig an. Haben Fragen. Auf Deutsch, auf Englisch. Lebhafte Unterhaltungen entwickeln sich daraus. Daneben gibt es Kommentare zum Geschehen, Einwürfe. Unter anderem den folgenden, den  ein reiferer Herr äußert, nachdem er die Schwäne
im Boot erblickt hat:
„Ach, werden die jetzt geschlachtet?“

Die Reaktionen reichen von Belustigung über Empörung bis hin zu schierem Entsetzen. Den Alsterschwänen an die Gurgel! Mein Gott! Zwei anwesende Damen können sich vor Entrüstung nur sehr schwer wieder einkriegen. Der Begriff Schnappatmung wird hier gerade aufs Feinste demonstriert.

Der Herr wird von allen Seiten hilfsbereit und wortreich aufgeklärt – doch ich bin mir gar nicht so sicher, dass er wirklich so ahnungslos war …
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Hamburg - Rathausschleuse - Es sind alle Passagiere an Bord, der Wasserstand ist wieder gestiegen, ein Teil der Boote hat die Kammer bereits verlassen. Die nicht mehr benötigten Westen werden verstaut ...

Hamburg – Rathausschleuse – Es sind alle Passagiere an Bord, der Wasserstand ist wieder gestiegen, ein Teil der Boote hat die Kammer bereits verlassen. Die nicht mehr benötigten Westen werden verstaut …

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Der letzte Schwan sitzt im Boot, Aktion Einsammeln beendet, der Wasserstand in der Schleuse kann wieder angehoben werden. Sobald er das Alsterniveau erreicht hat, öffnet sich das Tor auf entsprechender Seite, und in der Kammer wird das Kuddelmuddel aus querliegenden Booten aufgelöst.
Eines nach dem anderen verlässt die Schleuse. Am Ende zieht ein motorisiertes Fahrzeug die beiden mit Schwänen belegten Boote hinaus und hinter sich her. Richtung Kleine Alster, weiter zur Binnenalster, auf die Außenalster und letztendlich zum Mühlenteich.
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Hamburg - Rathausschleuse - Nur noch die beiden Boote mit den Schwänen ins Schlepptau nehmen ....

Hamburg – Rathausschleuse – Nur noch die beiden Boote mit den Schwänen ins Schlepptau nehmen ….

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Hamburg - Und da tauchen die Alsterschwäne wieder aus der Schleusenkammer auf. Diesmal als Bootspassagiere mit ihrem Schwanenvater ...

Hamburg – Und da tauchen die Alsterschwäne wieder aus der Schleusenkammer auf. Diesmal als Bootspassagiere mit ihrem Schwanenvater …

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Auf ein Wiedersehen auf der Alster im nächsten Frühjahr, Ende März/Anfang April!
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Hamburg - Kleine Alster - Schwanentransport - Auf geht die Reise zum Mühlenteich, ihrem Winterquartier ...

Hamburg – Kleine Alster – Schwanentransport – Auf geht die Reise zum Mühlenteich, ihrem Winterquartier …

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Die restliche Schwanenbevölkerung, die sich an diesem Tag gerade nicht im Bereich der Kleinen Alster aufhält, wird üblicherweise in den zwei folgenden Tagen nach und nach eingesammelt. Manch Alsterschwan kennt von sich aus die Strecke zwischen Alster und Mühlenteich, doch freiwillig nutzen die Vögel den „Selbstschwimmer-
status“ eher im Frühjahr, wenn es mit deutlich mehr innerem Antrieb hinausgeht.

Vielleicht zeigt im nächsten April ein weißgefiederter Urhamburger seinem Schwankollegen aus dem Saarland den richtigen Weg. Ich kann mir das gut vorstellen …
„Moin“, winkt Fiete einem der Neuhamburger zu, „hier geiht dat lang.“
Die seltsame Sproch hat der Heinz aus Saarbrücken jedoch über Winter schon ganz gut erlernt.
„Dooiwwe?“, fragt er knapp.
Natürlich mit saarländischem Zungenschlag, denn man hat sich – das weltoffene Hamburg lässt grüßen – für Zweisprachigkeit bzw. die Erhaltung von womöglich sonst aussterbenden Dialekten und Mundarten entschieden.
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©by Michèle Legrand, November 2018
Michèle Legrand, Blog ->Michèle. Gedanken(sprünge)

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  1. #1 von House of Heart am 23/11/2018 - 22:48

    Stunning photographs and tour Michele. I’ve been waiting for your return and another amazing virtual journey through beautiful Hamburg. Danke, liebe Michele,LG!

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    • #2 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 16:39

      Hi Holly! Thanks for stopping by and leaving your kind comment! Glad that you enjoyed the photos taken during the operation „Collecting the swans“. ^^ I hope you are doing well? Have a nice and relaxing weekend!
      Michèle

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  2. #4 von Pit am 23/11/2018 - 22:57

    Wenn wir hier Schwaene haetten, wuerden sie dann vermutlich „Texan Drawl“ von sich geben! 😀

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    • #5 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 16:44

      Das kann ich mir gut vorstellen, Pit. :-) Ob die sich sofort mit Kollegen aus Boston, Massachusetts, verstehen würden? Man weiß es nicht … ^^
      Es freut mich, dich hier anzutreffen, ich sah gelegentlich schon bei Peggy (Neuland) und anderen deinen Avatar aufblitzen oder las Kommentare. Danke fürs Folgen! Ich habe mich auch schon bei dir umgesehen!
      Liebe Grüße nach Fredericksburg, Texas und ein schönes Wochenende!
      Michèle

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  3. #6 von finbarsgift am 23/11/2018 - 23:30

    Unglaublich, diese Schwantransferaktion, liebe Michèle, ich fasse es nicht!!
    Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

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    • #7 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 16:54

      Und das jedes Jahr! :-) Hallo Lu, freut mich, dass du hereingesehen hast. Ja, unsere Schwäne sind fast so etwas wie die VIPs (oder eher VIBs, B für bird) der Alster. Es gibt doch die alte Legende, dass Hamburg seinen Status als freie und wirtschaftlich erfolgreiche Hansestadt nur solange behält, so lange stolze Schwäne auf der Alster ihre Runden drehen. Wir müssen uns also gewissenhaft um sie und ihr Wohlergehen kümmern …^^

      Liebe Grüße auch zurück! Schönes Wochenende!
      Michèle

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  4. #9 von rejekblog am 24/11/2018 - 00:55

    Hallo Michèle,
    ich las deine Überschrift, und ich freute mich sogleich. Ein herrlicher Text und bezaubernde Bilder wartet auf mich. Vorfreude. Drehte mir eine Zigarette, holte mir einen Kaffee und legte zur Einstimmung auf einen schönen Abend zusätzlich Andreya Triana mit „That´s alright with me“, natürlich die Sofar Fassung, auf.
    Und deine lebendige und zugleich humorvolle Beschreibung eines Gänse-Triebs war wahrlich mehr als vergnüglich. Ok, ich wich kurz gedanklich ab, und sah mich auf dem Rücken eines Pferdes, Revolver, Lasso, Stetson tief in die Stirn gezogen. Und hörte plötzlich: Moin mien Jung. Und ich war wieder ganz bei dir.
    Und fragte mich dann auch, können Hamburger und Saarländer? Und dachte mir: der Trieb, also so ein Trieb jetzt, dieser hier, der schweißt zusammen, gemeinsames Schicksal. Hilft über alles. Denk ich mir. Im Frühjahr wissen wir mehr, ob´s mehr wird.
    Ich, ich bin nun kein guter Mensch, kann ich offen sagen, hätte die beiden Damen mit scheppernder Dyspnoe noch nach einem guten Restaurant für hiesige Geflügelprodukte gefragt. Man weiß ja nie, ich meine, die eigenen Leute kennen sich ja schließlich am Besten in ihrer Stadt aus. Und Fragen kostet nichts.
    Ich danke dir sehr. Für einen informativen, kurzweiligen und vor allem vergnüglichen Abend.
    Liebe Grüße aus´m Pott, Peter

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    • #10 von rejekblog am 24/11/2018 - 09:57

      Ohh, Gott….Schwäne, Schwäne..nicht Gänse… Schwäne

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      • #11 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:07

        Hallo Peter! Ich antworte mal hier unter dem nachgeschobenen Kommentar! :-)
        Alles gut, ein Wasservogel war’s ja auf jeden Fall. Aber du wirst lachen, ich glaube fast, dass der Herr, der mit seiner Bemerkung bezüglich des Schlachtens für lebhafte Reaktionen sorgte, womöglich beim ersten Blick in die Schleuse tatsächlich gedacht hat, es handle sich um Gänse. Es waren ja auch noch ein paar dunklere Jungschwäne dazwischen, die den Graugänsen noch etwas mehr ähneln (auf Distanz).

        Ob du die empörten Damen noch weiter hättest schocken können – ich weiß es nicht. Die Alsterschwäne sind hier so etwas wie die heiligen Kühe für Indien. Allein der Gedanke, dass denen etwas passieren könnte, erfordert im Grunde einen Defibrillator in der Nähe. Wir müssen die hier schützen, sonst geht Hamburgs Status als freie und wirtschaftliche Hansestadt flöten (Legende).

        Danke für deinen Kommentar! Ich habe sehr geschmunzelt! ^^
        LG Richtung Duisburg und ein schönes Wochenende!
        Michèle

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      • #12 von rejekblog am 25/11/2018 - 11:45

        Hallo Michèle,
        ich danke dir für dein Gans-Verständnis.
        Der Gedanke an ein Defibrillator für Schwäne-Freunde direkt vor Ort erfreut mein Herz.
        Ich danke dir.
        Liebe Grüße, Peter

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      • #13 von Stefanie am 24/11/2018 - 17:24

        Nur keine Angst, Schwäne sind ja Gänsevögel.

        Liebe Michèle, jetzt ist wohl endgültig Winter. Ein gemütliches Wochenende wünsche ich. Ganz liebe Grüße, Stefanie

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      • #14 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:49

        Du sagst es, Stefanie, es ist (gefühlt) Winter. Ganz schön frisch und das innerhalb sehr kurzer Zeit!
        Als ich am Dienstag bei der Aktion zuschaute, war ich hinterher so durchgefroren, ich bin erstmal in den Alsterarkaden in ein Café gegangen und habe mich etwas aufgewärmt. Man kann nicht mit Handschuhen fotografieren, aber meine Hände waren wirklich Eisbrocken. Überhaupt kein Gefühl mehr.

        Eben sehe ich, dass bei dir auch wieder ein Beitrag erschien! Ich werde am Abend noch genauer hereinschauen! Freu mich schon drauf.

        Dir auch ein entspanntes Wochenende!
        LG zuück, Michèle

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  5. #15 von Linsenfutter am 24/11/2018 - 06:08

    Es ist schon ein sagenhaftes Schauspiel. Ich habe es im Fernsehen mitverfolgt und war beeindruckt von dieser gewaltigen Aktion. Was mich auch sehr gewundert hat, war die Tatsache, wie unaufgeregt das Ganze über die Bühne gegangen ist.
    LG Jürgen

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    • #16 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:10

      Hallo Jürgen, erstaunlich, wie die Schwäne das alles mitmachen, nicht wahr? Es wäre interessant zu erfahren, wie der erste Transport damals ablief, als noch kein Schwan wusste, was ihm blühte (und dass es harmlos ist).
      Ich grüße zurück und wünsche ein schönes Wochenende!
      Michèle

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  6. #17 von siebeninseln am 24/11/2018 - 07:07

    Liebe Michèle, habe mich sehr gefreut mal wieder von dir und über Hamburg zu lesen. Schwäne in der Schleuse und so ein Schwanentransport waren neu für mich. Hoffe, dass es euren Schwänen auch weiterhin gut geht. Liebe Grüße, Dagmar

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    • #18 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:16

      Hallo Dagmar! Ich freue mich auch, deine Zeilen zu entdecken! In letzter Zeit habe ich gar keine Mitteilungen über neue Beiträge von dir bei mir im Postfach gehabt, sehe aber eben, dass es einige neue Posts gibt! Ich schaue nachher mit Muße noch einmal bei deinen neuen Touren herein.

      Ich hoffe auch, dass die Schwäne von weiteren Krankheiten, sei es einem neuen Ausbruch von Vogelgrippe, weiteren Darminfektionen durch Bakterien oder ähnlichem, verschont bleiben. Es wäre schön, wenn sie im Winterquartier als Gruppe endgültig zusammenfinden, im neuen Jahr auch die Hinzugekommenen ihre Reviere beziehen und alle ihre Brut dann erfolgreich großziehen könnten.

      Ich sende liebe Grüße auf die Insel! Schönes Wochenende!
      Michèle

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  7. #19 von Ulli am 24/11/2018 - 10:40

    Beeindruckend in Wort und Bild und sowieso die ganze Aktion, danke dafür, herzlichst, Ulli

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  8. #21 von juergen61 am 24/11/2018 - 11:13

    Hallo Michele,
    immer wieder beeindruckend und ein schöner Bericht von dir…als NichtHamburger finde ich natürlich wieder ein Haar in der Suppe…wenn ich gerade in der MOPO lese das das Winterprogramm für Obdachlose und gerade für obdachlose Frauen völlig unzureichend sich auf wenige Schlafplätze in Sammelunterkünften beschränkt…dann hinterlässt diese oben geschilderte eigentlich schöne Geschichte doch einen leichten Nachgeschmack…vielleicht sollte das reiche Hamburg mal daran denken mit Menschen genau so einen Aufwand zu treiben…
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag, lieber Gruss, Jürgen

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    • #22 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:26

      Hallo Jürgen, auch als Hamburger(in) kann ich dir nur zustimmen. Man kann grundsätzlich zwar das eine schwer mit dem anderen vergleichen, aber ich verstehe die Kritik an der Verwendung der Mittel! Und du kannst mir glauben, es gibt seit Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren, einige Dinge, bei denen sich mir die Nackenhaare sträuben und ich mich bei manchen politischen Entscheidungen und Aktionen frage, wo eigentlich der gesunde Menschenverstand und auch Empathie geblieben sind.
      Momentan stört mich gerade gewaltig, dass wirklich JEDEN Tag irgendein Großprojekt angekündigt wird, das für sich schon fragwürdig ist und das wahrscheinlich sowieso kaum gewuppt werden wird. Auf der anderen Seite klappen jedoch die einfachsten Sachen nicht. Für manches muss anscheinend massenhaft Geld da sein (woher auch immer, vielleicht Aufnahme neuer Schulden), für wirklich Bedürftige ist aber nie genug da. Das ist mehr als traurig … Dafür können die Schwäne nix, doch es stimmt, es sollte doch mindestens ebenso intensiv für menschliche Wesen gesorgt werden.

      Schönen Sonntag auch für dich! LG zurück!
      Michèle

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  9. #23 von mannisfotobude am 24/11/2018 - 11:52

    eine tolle Aktion und ich habe noch nie davon gehört ! Jetzt weiß ich das es sowas gibt !!!

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    • #24 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:31

      Tja, Manni, man wird gelegentlich doch überrascht von Aktionen, an die man im Traum nicht gedacht hätte. ^^ Weil es eine doch recht ungewöhnliche Operation ist, dachte ich mir auch, ich nehme sie doch einmal hier im Blog auf.

      Danke für dein Vorbeischauen und deine Reaktion!
      LG und schönes Wochenende!
      Michèle

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  10. #25 von Werner am 24/11/2018 - 12:04

    Eine wahnsinn Aktion und ein Zuschauermagnet zugleich, wie es dein Bericht und die Fotos eindrucksvoll zeigen. In einem viel kleinerem Rahmen, kommte ich solch eine Aktion mal in Münster beobachten. Mir haben deine Fotos und der Bericht sehr viel Freude bereitet. LG Werner

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    • #26 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:36

      Das wiederum freut mich, Werner! In diesem Jahr hatte ich Glück, dass ich den Termin rechtzeitig genug in Erfahrung bringen konnte. Es ist nämlich kein jährlich wiederkehrendes festes Datum, es variiert. So lief die ganze Aktion manchmal schon, ehe ich es überhaupt mitbekam. Vor einigen Jahren war ich zwar bereits einmal dabei, damals allerdings ohne zu fotografieren.

      In Münster sind also auch Schwäne, die besonders versorgt werden über Winter? Das ist ja interessant zu lesen.

      Danke für deine Anmerkungen und noch ein schönes Wochenende!
      LG Michèle

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      • #27 von Werner am 24/11/2018 - 18:25

        Hallo Michel, ob es heute noch so ist, weiß ich leider nicht. Nur noch selten ist der Aasee im Winter völlig zugefroren. Früher zogen die Schwäne des See, für die kalte Jahreszeit in den nahe gelegenen Allwetterzoo von Münster um. Ein ganz besonderes Ereignis war es dann, wenn die Trauerschwan-Dame Petra mit in den Zoo mußte. Petra war in ein Tretboot verliebt, das wie ein weißer Schwan gebaut war . Wohin das Boot auch schipperte, die Dame folgte dem Boot. Also mußte das Boot bei dieser Aktion mit zum Zoo, sonst wäre Petra nicht gefolgt. LG und ein schönes WE Werner

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      • #28 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 18:47

        Ah, dort war das! Die Geschichte von Petra und ihrer ungewöhnlichen Tretboot-Liebe ging damals auch bei uns durch die Presse! War sie nicht verschwunden, für tot gehalten und Jahre später in einer Vogelstation wiederentdeckt worden?
        Das waren Geschichten, die fast schon ein bisschen ans Herz gingen …

        LG Michèle

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  11. #29 von kowkla123 am 24/11/2018 - 12:43

    liebe Michelle, wunderschöne Bilder mit superschönem Text, danke, lass es dir am Wochenende gut gehen und erkälte dich nicht.

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    • #30 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:38

      Hallo Klaus, ich werde aufpassen. Danke für deinen Kommentar! Geht es dir denn mittlerweile wieder etwas besser?

      Schönes Wochenende und liebe Grüße!
      Michèle

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  12. #32 von notiznagel am 24/11/2018 - 16:06

    Ein feiner detailliert geschriebener Bericht, den der Müller Wort für Wort verschlungen hat.
    Bei uns wurden auch schon Schwäne auf einen höhergelegenen See ausgesiedelt um den Touristen was spezielles zu bieten. Aber der Tourismusdirektor machte die Rechnung nicht mit den Schwänen. Die sind innerhalb einer Woche vom 600 Meter über Meer gelegenen See zurück auf die gewohnten 400 Meter ü.M. zurück geflogen.
    Lg aus CH.

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    • #33 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:43

      So kann es gehen! :-) Ich würde sagen, da war ein eigener Wille, es herrschte Einigkeit, und man war durchsetzungsfähig. Hat den Schwänen vermutlich die Höhenluft nicht behagt. Oder war es das Ambiente? Sicher auch die Entscheidung über ihre Köpfe hinweg. ^^

      Lieber Müller, ich habe sehr über deinen Kommentar geschmunzelt. Danke für deine Zeilen und überhaupt fürs Hereinschauen!

      Lieber Gruß in die Schweiz und schönes Wochenende!
      Michèle

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  13. #34 von Ewald Sindt am 24/11/2018 - 16:42

    Liebe Michèle,
    ich kenne ja den Ablauf, aber für Nichthanseaten hast du es wirklich wunderschön erzählt und mit schönen Bildern begleitet… 😊😊😊
    Lieben Gruß, Ewald

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    • #35 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 17:46

      Danke sehr! Ewald, es ist ja tatsächlich auch darauf ausgelegt, dass speziell jemand von außerhalb sowie meine blinden Blogfolger etwas vom Inhalt haben und sich die Sache wirklich vorstellen können.
      Danke für deinen Kommentar! Hat mich gefreut!

      LG und schönes Wochenende!
      Michèle

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  14. #37 von Silberdistel am 24/11/2018 - 19:25

    Deine Schilderung von der Umsiedlung der Schwäne in ihr Winterquartier hat mir wieder sehr gefallen, liebe Michèle. Ich hatte Deinen vorigen Bericht dazu schon sehr interessiert verfolgt. Das ist bestimmt immer wieder ein kleiner Besuchermagnet und sicher auch spannend zu beobachten, wie die ganze Sache so vor sich geht. Schon interessant, dass die Schwäne bei alldem so relativ entspannt „mitspielen“. Aber der Schwanenvater hat andererseits sicher viel Erfahrung bei dieser ganzen Umsiedlungsaktion. Ruhe ist dabei bestimmt höchstes Gebot.
    Danke fürs Teilen und liebe Grüße von der Silberdistel

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    • #38 von ladyfromhamburg am 24/11/2018 - 22:41

      Hallo, liebe Silberdistel, die Schwäne haben es wirklich gelassen hingenommen, doch du hast es richtig erkannt, es ist sehr viel Ruhe nötig und zwar bei der Annäherung und ebenfalls den Geräuschpegel betreffend. Keine Hektik, kein Getöse, selbst die kleinen Außenborder an den Booten, die die Schwanentruppe anfangs zur Schleusenkammer lenken, sind relativ leise. Das Verhalten setzt sich in der Schleuse fort. Unaufgeregt, nicht bedrohlich wirkend. Erst im letzten Moment vor dem ins Boot holen, wenn in der letzten verbliebenen Ecke der Schleuse alle sehr gedrängt werden, kommt Unbehagen auf. Das legt sich jedoch erstaunlicherweise schnell wieder. Das Verhalten der bereits eingefangenen Vögel im Boot scheint die restlichen wieder zu beruhigen. Alarm vorbei. ^^

      Danke, dass du hereingeschaut hast und mir deine Zeilen hinterlassen hast!
      Euch einen schönen Sonntag!
      LG Michèle

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  15. #39 von Follygirl am 24/11/2018 - 21:00

    Danke für den wirklich informativen Beitrag!
    LG, Petra

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  16. #41 von kowkla123 am 26/11/2018 - 12:25

    Liebe Michelle, ich wünsche eine gute Woche, der erste Advent steht schon vor der Tür.

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  17. #42 von Werner am 26/11/2018 - 14:26

    Zu Petra und die Tretboot-Liebe: Nach einigen Jahren der großen Liebe, hat sich Petra von ihrem geliebten Tretboot getrennt. Sie ist eine reale Liebe, mit einem echten Schwanen-Mann eingegangen.LG Werner

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  18. #43 von ernstblumenstein am 27/11/2018 - 17:03

    Dein Bericht über diesen aussergewöhnlichen Winterquartierbezug der Alster Schwäne hat mir sehr gefallen, Michèle. Ich meine, dass du früher schon einmal darüber berichtet hast, aber nicht in diesem Umfang an interessanten Informationen und tollen Bildern. Ich finde es wunderbar, mit welcher Hingabe und Kreativität die Hamburger/innen zu ihren Gänsevögeln schauen.

    Ich habe aber auch die Kommunikation zwischen Jürgen und dir gelesen und bin auch eurer Meinung. Leider scheint es kein spezifisches Hamburger Problem zu sein. Auch bei uns in der Schweiz stelle ich ähnliche Gebaren fest. Daran ändern meiner Meinung nach auch Charity Veranstaltungen im Advent nichts. Ich versuche, in meinem kleinen Lebenskreis für ein gutes Miteinander beizutragen.
    Dir wünsche ich eine besinnliche Adventszeit und sende liebe Grüsse aus dem Aargau.
    Ernst

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    • #44 von ladyfromhamburg am 27/11/2018 - 22:58

      Hallo Ernst, du erinnerst dich richtig. Der allererste Post darüber – der mehr aus der Erinnerung heraus entstand, als gerade wieder einmal das Ereignis des Schwanentransports anstand – stammt glaube ich aus dem Jahr 2012. Die „Bootsfahrt im November“. Es bezog sich auf eine Aktion, die schon lange Jahre zuvor stattfand – und man kann sehen, dass es doch tatsächlich leichte Unterschiede gab, wie man im Vergleich zu heute vorging. ^^

      Manchmal erschien der Link zu diesem Urbeitrag danach immer dann mit, wenn es erneut um Wasservögel oder um die Alster ging. Wahrscheinlich bist du dadurch darüber gefallen.

      Wenn ich noch einmal auf den anderen Punkt deines Kommentars eingehen darf: Es ist kein lokales Problem, es ist ein globales Problem, dass immer mehr weggeschaut wird, die Fähigkeit des Wahrnehmens grundsätzlicher Missstände mehr und mehr abnimmt und sich stattdessen auf das konzentriert wird, was mehr Prestige und Gewinn einbringt. Dass dieses Verhalten ein immer größeres Auseinanderklaffen der Schichten nach sich zieht, spielt offensichtlich keine Rolle oder auch das wird einfach nicht realisiert!
      Ich freue mich daher zu lesen, dass du es auch so betrachtest, dass man zwar leider nicht die Welt ändern kann, aber doch immerhin in seinem Umfeld für ein anderes Verhalten und Miteinander sorgen und oft sogar den Weg für eine Veränderung (im kleinen Stil) ebnen kann. Irgendwo muss man doch anfangen bzw. beharrlich auch weitermachen. Steter Tropfen … etc.

      Danke für deine Gedanken und liebe Grüße zurück in den Aargau!
      Michèle

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  19. #45 von wol am 29/11/2018 - 12:16

    Ist ja richtig was los in Hamburg. Nicht nur in der Philharmonie!

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  20. #47 von kowkla123 am 02/12/2018 - 12:40

    welch schöne Bilder wieder und der passende Text dazu, echt schön, ich wünsche einen schönen ersten Advent, Klaus

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  21. #48 von Sartenada am 04/12/2018 - 08:56

    Wow, what a post. I never heard about this and could not imagine this. Incredible! Thank You for this swan report with beautiful photos.

    Have a good day,
    Matti

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    • #49 von ladyfromhamburg am 09/12/2018 - 15:03

      Hello Matti, sorry for my delayed reaction. We had a rather turbulent week … It’s nice to read that you enjoyed the swan report. Thanks for stopping by and leaving your kind comment!
      Have a nice Sunday and 2nd Advent!- Michèle

      Gefällt 1 Person

  22. #50 von kutukamus am 09/12/2018 - 03:34

    It’s good to know that the swans are in good hands up there. 🙂 Cheers!

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    • #51 von ladyfromhamburg am 09/12/2018 - 15:06

      Indeed! Caring for the swans living on and around the „Alster“-lake(s) is a deep-seated tradion here in Hamburg.
      Thanks for your blog visit! Have a nice Sunday!
      Michèle

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  23. #52 von kowkla123 am 10/12/2018 - 12:02

    Liebe Michelle, wünsche dir eine gute Woche.

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