Unerwarteter Zwischenstopp …

Anspannung, Aufregung, Adrenalin! Probleme, Panik, Puff!
Oder lieber Peng. Puff könnte Sie in die Irre führen.
Das waren Begriffe, die mich ansprangen, als an mich herangetragen wurde, ich sollte bitte einmal etwas zu Pleiten, Pech und Pannen im Urlaub im Blog hinterlassen. Für eine Aktion. Mache ich diesmal ausnahmsweise, denn es ist eine wahre Geschichte, die ich Ihnen sowieso irgendwann erzählen wollte.

Manches mag schon ein wenig zurückliegen, doch hat es sich als Ereignis derart eindrücklich erwiesen, als über alle Maßen fest im Gehirn verankert, dass es auch ein paar Jahrzehnte später bei bestimmten Signalworten augenblicklich auftaucht. So, als hätte es sich im letzten Urlaub zugetragen.
Mensch, da war ganz schön was los …!

Wenn Sie die Urlaubsreise planen, ist wahrscheinlich eine Ihrer Sorgen, ob wohl die Hotelbeschreibung wahrheitsgemäß ist. Stimmt die Lage, sehen die Zimmer so aus wie im Prospekt, oder hat man das Weitwinkelobjektiv wieder in der Privatwohnung des Eigentümers geschwenkt? Gibt es den Fitnessraum,  hat der Pool auch Wasser und übersteigt seine Größe die einer Badewanne. Funktioniert die Dusche nicht nur sporadisch, wird das Essen schmecken und reichen, hat das Zimmer den viel gepriesenen Meerblick, ist es ruhig, bedeutet Strandnähe tatsächlich eine Distanz von weniger als 12 km etc.
Es geht zum einen um die Dinge am Urlaubsort selbst, zum anderen vermutlich noch um die Verbindung vom Heimatort zum Reiseziel. Gibt es einen Direktanschluss, fliegt der Jet bereits im Morgengrauen vor dem Aufstehen, braucht man Visa.
Wenn Sie das alles als kontrolliert (= nachgefragt), beachtet (= durchgelesen) und erledigt (= beantragt) abhaken können – was kann noch passieren?
Wenn Sie bereits im Flieger ab Hamburg starteten, das Umsteigen in München ebenfalls pünktlich nebst allem Gepäck vonstattenging – dann kann man doch im Grunde ganz genüsslich den Restflug nach Athen genießen und sich gedanklich auf die Ferien auf einer griechischen Insel einstellen. Läuft doch! Mittags Start in München, gegen 15 Uhr Ankunft in Athen, gegen 17.30 Uhr Abfahrt der Fähre ab Piräus Richtung Paros.
Gute Planung, gell?
Planungen sind klasse. Sie funktionieren nur oft nicht …

Auf Paros ...

Auf Paros …

Ende August. Der Düsenjet nach Athen ist schon geraume Zeit in der Luft, als die Stewardessen (so nannte man sie zu der Zeit noch) beginnen, das Mittagessen zu servieren. Das Besteck gibt es extra, in Plastik verpackt, begleitet von einer miteingetüteten weißen Serviette.
Gefräßige Stille. Nach einer Weile ist eine merkwürdige Unruhe spürbar. Beim Luftpersonal.  Und auch bei zwei Passagieren im hinteren Bereich des Fliegers. Jedenfalls scheint es mir so.
Die eine Stewardess war mindestens schon dreimal Richtung Cockpit unterwegs. Wir haben keine Turbulenzen, der Himmel sieht freundlich aus. Beim Hinausblicken steigen bisher keine Rauchfahnen über den Tragflächen auf …
Was ist los?

Über den Wolken - Noch ist alles in Ordnung auf dem Weg von München nach Athen ...

Über den Wolken – Noch ist alles in Ordnung auf dem Weg von München nach Athen …

Es vergeht eine weitere Viertelstunde, als plötzlich über Bordlautsprecher kurz angebunden mitgeteilt wird, dass wir nicht wie vorgesehen in Athen landen, sondern umgeleitet werden. Fragen bleiben unbeantwortet. Das Lächeln der Servicekräfte wirkt angestrengt.
Einige Zeit darauf befinden wir uns im Sinkflug, doch von einer Stadt ist weit und breit nichts zu entdecken. Sandige, karge Flächen. Beinahe wie aus dem Nichts liegt eine asphaltierte Piste vor uns, und beim Ausrollen nach der Landung tauchen Baracken auf. Und Jeeps.
Als das Flugzeug zum Stehen kommt, werden sämtliche Ausgänge sofort aufgerissen. Wir werden angewiesen, alles mitzunehmen und unverzüglich die Maschine zu verlassen. An der eiligst herangeschobenen Treppe warten bewaffnete Soldaten der griechischen Armee in Tarnanzügen. Wir sind auf einem Militärstützpunkt angekommen!
Unter kritischen Blicken und immer wieder hektisch angetrieben, verlassen alle Passagiere den Flieger. Wir werden zusammengedrängt und etwas entfernt unter ein Zeltdach geführt.
In der Sonne ist es gar nicht auszuhalten, doch auch unter der gespannten, notdürftig verzurrten Plane klettern die Temperaturen auf fast 40° C.
Es wird nichts erklärt, wir werden alle nur – vom Militär umringt – bewacht. In der Zwischenzeit beginnt eine Gruppe Soldaten, die gesamte Flugzeugkabine zu durchforsten und startet danach, den Frachtraum zu leeren.
Endlich gesellt sich ein unheimlich geschlaucht wirkendes Mitglied der Crew zu uns und berichtet Folgendes:
Ein Passagier hat während des Mittagessens auf seiner gerade auseinandergefalteten Serviette eine handgeschriebene Notiz entdeckt.
„An Bord Ihrer Maschine befindet sich eine Bombe …! „ etc.
Man nimmt die Warnung sehr ernst,  denn seinerzeit (1980) gibt es ziemlich unberechenbare Sympathisanten der RAF,  der Organisation, die auch in diesen Jahren weiterhin ein großes Problem darstellt, auch wenn einige wichtige Köpfe bereits verurteilt wurden, Selbstmord begingen – oder zu diesem Zeitpunkt in Stammheim einsitzen. Die letzten Bombenexplosionen sind noch nicht lange her, der Anschlag auf Nato-Generalsekretär Alexander Haig erfolgte im Juni des Vorjahres. Es geht in diesen Tagen ebenfalls um die Freipressung von Häftlingen.
Die Verbindung zur Serviette?
Die Päckchen mit dem Besteck, den Servietten und weiteren Dingen werden in Stammheim von Häftlingen gepackt.  Es könnte jemand von der Bombe erfahren und kalte Füße bekommen haben …

Die Soldaten haben in der Zwischenzeit die Suche fortgesetzt. Da man im Innenraum nichts entdeckt hat, wird nun das Frachtgepäck jedem einzelnen Mitreisenden zugeordnet. Bliebe ein Gepäckstück übrig …
Koffer stapeln sich auf dem Rollfeld, und soweit sich auf ihnen Namensangaben zur Identifizierung befinden, werden sie separat gelagert. Eine andere Gruppe von Armeeangehörigen hat merkwürdige Geräte bei sich, die vielleicht das Auffinden einer Bombe erleichtern sollten. Wer weiß, worauf die Apparate reagieren.
Wir haben zwar einigen Abstand, doch ganz wohl ist keinem bei der Sache. Ginge jetzt etwas in die Luft, würde die Druckwelle garantiert weiter reichen und umherfliegende Objekte mit Sicherheit bis zur Zeltplane gelangen und einiges anrichten.

Es wird immer heißer und unerträglich schwül unter der Plane. Bisher haben wir nichts bekommen. Es gibt keine Getränke, als Sitzgelegenheit dient lediglich der nackte Boden. Einige haben ihre Panik nur mühsam im Griff, mehrere leiden unter massiven Kreislaufproblemen. Kinder weinen. Ältere Herrschaften können sich kaum noch auf den Beinen halten.
Man organisiert schließlich doch Wasser und Becher.
Das Gepäck lagert weiter in der prallen Sonne. Wie viel Grad mögen dort auf dem asphaltierten Rollfeld sein? Über 50, vielleicht sogar 60 Grad Celsius?

RUUMMMMS! Explosion!

Bei dem Knall schreien viele auf! Warten entsetzt auf die weiteren Folgen! Doch die tatsächlichen Auswirkungen scheinen sich in Grenzen zu halten … Während die Soldaten aufs Rollfeld zurasen, wird klar, dass es nur einen einzigen Koffer etwas zerfetzt hat. Schnell stellt sich heraus, dass in dem Gepäck befindliche Flaschen, die Treibgase enthalten, wie z. B.  Haarspray, Deo etc. , dass sie jetzt durch die Hitzeeinwirkung zur Explosion kommen.
Um weitere Sprengungen zu verhindern, wird das namentlich zugeordnete Gepäck zur Plane gebracht und dort noch einmal persönlich identifiziert. Was geklärt ist, wird wieder ins Flugzeug transportiert. Die namenlosen Koffer lassen sich allesamt ebenfalls ihren Eigentümern zuordnen, es bleibt nichts übrig. Kein Koffer ohne Begleitung, und somit offenbar keine Bombe an Bord. An einen Selbstmordattentäter denkt damals keiner.
Ein sehr seltsames Gefühl beschleicht alle, als sie die Erlaubnis – nein, den Befehl! – erteilt bekommen, nun wieder in das Flugzeug einzusteigen.
Dieses letzte Stück des Fluges wird für mich zum unangenehmsten und nervenaufreibendsten Part der Reise. Diese bange Gefühl, ob etwas übersehen wurde … Jedes Geräusch wird sehr argwöhnisch und verschreckt registriert.

Die Maschine landet mit drei Stunden Verspätung in Athen. Die Fähre nach Paros ist inzwischen ohne uns abgefahren. Auch andere haben ihre Anschlüsse verpasst. Die Fluggesellschaft versucht, Hotelunterkünfte in Piräus zu organisieren, damit die nächste Verbindung am frühen Morgen des kommenden Tages gut erreicht werden kann.
Wir landen in einer ziemlichen Absteige. Schmuddelig, ein Doppelbett mit einer extrem durchgelegenen Matratze, bei der man automatisch immer zur Mitte rollt. Trotz allem sind wir froh, dass wir nicht auf der Straße übernachten müssen.
In dieser Nacht stecke ich einige Ellenbogenstöße ein und schlafe schlecht. Träume von zahlreichen Explosionen.

Ankunft mit der Fähre in Parikia (Paros)

Ankunft mit der Fähre in Parikia (Paros)

Die Fähre am nächsten Morgen fährt fahrplanmäßig, die Insel taucht am Nachmittag vor uns auf. Keine besonderen Vorkommnisse mehr in diesem Urlaub und doch …

Noch ein bisserl verschüchtert nach dieser Anreise ...

Noch ein bisserl verschüchtert nach dieser Anreise …

… ich bin seitdem nie mehr nach Athen geflogen.
Albern, oder?
Die können ja gar nichts dafür.

Ich hoffe, dass Ihre Urlaube weniger aufregend verlaufen und Sie keinen Grund zur Klage haben, dass Ihnen unnütze Aufregung erspart bleibt. Manchmal bleibt sie einem allerdings schon dadurch erspart, dass man sich einfach mit einigen Dingen abfindet, die gar nicht so dramatisch sind. Regen Sie sich z.  B. nicht über hart- oder weichgekochte Eier auf. Ich hatte einmal so einen Miturlauber.  Das ist wirklich vergeudete Zeit!

Wenn Sie nun selbst zwar störungsfrei reisen, Sie aber vielleicht weitere besondere – zugegebenermaßen eigentlich eher verzichtbare – Vorkommnisse im Zusammenhang mit Urlaub, die bei anderen Mitmenschen aufgetreten sind,  interessieren, dann schauen Sie auf die Seite, deren Link ich Ihnen gleich gebe. Dort werden im Laufe der nächsten Wochen solche Berichte gesammelt.
Oder falls Sie etwas zu erzählen haben, schreiben Sie es nieder! Generell natürlich immer und wann es Ihnen beliebt, doch im Rahmen dieser Aktion wäre es begrenzt bis zum 30. August 2014 möglich.
Hier der Link:
http://www.reisen-fotografie.de/blogparade-pleiten-pech-und-pannen-auf-reisen/

Ein schönes, entspanntes Wochenende und bis demnächst!

©Juli 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - WordPress.com - Foto: Andreas Grav

 

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  1. #1 von Ulrike vom Bambooblog am 19/07/2014 - 05:22

    Ach Du meine Güte! Es gibt Abenteuer, die man nicht braucht! Herrlich geschrieben! LG Ulrike

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    • #2 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 17:04

      Stimmt, Ulrike. Und sonderbar ist wirklich, wie frisch sich so etwas hält. Wie genau dieses Gefühl wieder da ist, das entstand, als wir nach der Durchsuchung des Flugzeuges erneut einsteigen sollten. Ganz obermulmig war mir – und das spüre ich jetzt wieder.
      LG Michèle

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  2. #3 von kowkla123 am 19/07/2014 - 11:23

    Du kannst echt sehr gut schreiben, ich hätte einige solcher Erlebnisse nicht haben wollen,

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    • #4 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 17:05

      Tja, Klaus, wer will das schon. ^^ Manches passiert einfach und dann musst du da bestmöglich durch. Es ging zum Glück gut aus.
      Auch dir ein schönes Wochenende!

      LG Michèle

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  3. #5 von kowkla123 am 19/07/2014 - 11:24

    einen tollen Samstag wünsche ich, Klaus

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  4. #6 von luentje am 19/07/2014 - 12:47

    Du erlebst Sachen, Michèle! Ich hoffe der Rest des Urlaubs verlief entspannt und erholsam! Der Rückflug verlief zum Glück wohl ohne solch ein unvergessliches Abenteuer!
    LG und ein sonniges und entspanntes Wochenende!
    Ahlrich

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    • #7 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 17:08

      Ahlrich, der Rest des Urlaubs verlief fast extrem ruhig. Irgendwie stand einem seinerzeit nur ein bisschen der Rückflug bevor, doch andererseits sagt man sich zur eigenen Beruhigung, dass so etwas nicht zweimal hintereinander vorkommt. Und so war es dann auch.
      Dir ebenfalls ein schönes Wochenende – hoffentlich nicht zu heiß in der Region, in der du lebst!

      LG Michèle

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  5. #8 von Zeitreisender am 19/07/2014 - 17:13

    Das war aber ein Erlebnis der besonderen Art! Liest sich wie ein Krimi! Ich hoffe, dein Urlaub war dann doch noch entspannend! Ein solch dramatisches Erlebnis hatte ich zim Glück noch nicht. Wir mussten nur einmal beim Start in den ersten drei Reihen Regenschirme aufspannen. Doch dazu mehr demnächst im Blog :-)

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    • #9 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 17:42

      Es blieb bisher auch der einzige derart vom Üblichen abweichende Flug, den ich erlebte, Volker. Doch jetzt bin ich sehr neugierig, was es mit deinen Regenschirmen in den ersten Reihen auf sich hat! ^^ Werde drauf achten, sobald bei dir wieder Neues im Blog erscheint!

      LG Michèle

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  6. #10 von marliesgierls am 19/07/2014 - 18:27

    Gut, dass Du das nicht vor meiner Kreta-Reise erzählt hast,, da wäre ich doch etwas mulmig losgeflogen. Eine Nacht in Piräus habe ich auch hinter mir, auch so ein Hotel, wir sind in der Nacht geflüchtet, es waren noch ungefähr 100.000 Mücken mit im Zimmer und haben auf einer Bank im Hafen auf die Abfahrt des Schiffes nach Ios gewartet. lg Marlies

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    • #11 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 20:46

      Lief es denn auf der Rückreise günstiger? Vielleicht ein direkter Anschluss an den Flieger ohne Zwischenübernachtung?

      Marlies, du wirst lachen, aber nachdem du mir kürzlich von euren Urlaubsplänen – mit Kreta als Ziel – berichtetest, war schlagartig wieder mein lang zurückliegendes Erlebnis präsent. Die auslösenden Signalworte lauteten: griechische Insel!
      Wohlweislich habe ich beschlossen, mit einem Bericht dieser Art im Blog (den du liest) zu warten, bis du wieder da bist. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas vorkommt, höchst gering ist, hätte ich es blöd gefunden, wenn du mit solch einem Gedanken deinen Flug nach Athen startest. Aber nun bist du ja gut zurückgekehrt …^^

      LG Michèle

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      • #12 von marliesgierls am 20/07/2014 - 15:56

        Das glaube ich dir gerne, dass so ein Stichwort sofort die Erinnerung wachruft, es war ja auch ein schreckliches Erlebnis, so was vergisst man nie. Bei der Rückreise habe ich 8 Stunden in der Hitze draußen am Athener Flughafen verbracht, also auch nicht so entspannt, aber ich war da auch noch deutlich jünger, es war noch etwas vor deiner Reise, aber anstrengend fand ich es trotzdem. Hier ist es übrigens deutlich wärmer als es auf Kreta war. Ich wünsche dir noch einen erfrischenden Abend, lg Marlies

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      • #13 von ladyfromhamburg am 20/07/2014 - 21:55

        Ach, du bist in jungen Jahren auch schon in diese Richtung gereist? Ist Athen etwa ein grundsätzlich anstrengendes Ziel? ^^
        Ich kann mir vorstellen, dass die Luft bei deinem Kreta-Urlaub wesentlich klarer und frischer war. Wir haben hier heute eine derart schwüle Luft, das geht gar nicht. Ich schätze, bei dir wird es genauso sein. Lüften wir also noch ordentlich durch vor dem Schlafen …
        LG Michèle

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      • #14 von marliesgierls am 21/07/2014 - 08:19

        In den 70ern war Griechenland ja in, Hippies, siehe Mamma Mia, aber das war nicht ganz meine Welt, aber ich finde das Schwimmen im Meer in Griechenland einfach unvergleichlich, habe ja früher einiges abgeklappert, aber für mich ist der beste Strand in Dänemark und Schwimmen halt an den griechischen Inseln und dafür brauche ich keine Fernreise. lg Marlies

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  7. #15 von Silberdistel am 19/07/2014 - 20:40

    Na, das war ja wirklich ein Abenteuer der besonderen Art. Da habt Ihr den Urlaub dann hinterher echt gebraucht, denke ich mal. Ich glaube, von da an wäre ich einem Flug gegenüber immer misstrauisch gewesen und hätte mich immer ein wenig gegruselt. Du hast das alles so spannend und lebensnah berichtet, da hat man richtig mitgelitten und mitgefiebert. Aber zum Glück ist alles gut ausgegangen. Eine Kollegin hat so ein aufregenden Abenteuer einmal mit einer brennenden Tragfläche erlebt. Aber auch da ist zum Glück alles gut ausgegangen. Wie bei Euch war es Stress pur.
    Liebe Grüße und ein ruhiges und entspanntes Wochenende wünscht die Silberdistel

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    • #16 von ladyfromhamburg am 19/07/2014 - 21:02

      Da bin ich aber doch sehr froh, dass deine Kollegin auch heil wieder heimkam!
      Liebe Silberdistel, so unangenehm dieser eine Flug und das was drum herum geschah war, es hatte keine Auswirkungen auf zukünftige Reisen. Nur eben nicht unbedingt Richtung Griechenland oder nach Athen speziell. Unlogisch, aber gegen Bauchgrimmen kommt man schwer an.
      Die politische Situation hatte sich allerdings danach verändert, die Sicherheitsvorkehrungen wurde sowieso ständig erhöht, und man stoppte z. B. auch diese Sache, dass Häftlinge (durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Haft) weiterhin Fluggesellschaften mit von ihnen zusammengestellten Päckchen versorgten – d. h. diese merkwürdige Konstellation der Umstände existierte in dieser Form nicht mehr. Es konnte genauso also nicht mehr passieren. Und schließlich spricht die Vernunft, die einem sagt, es geht fast immer alles gut, es ist die absolute Ausnahme, dass Probleme auftauchen oder Gefahr droht. Wesentlich wahrscheinlicher wäre es, von der Leiter zu fallen, die Rolltreppe herunterzustürzen oder von einem Linksabbieger übersehen zu werden.

      Liebe Grüße und euch ebenfalls ein angenehmes Wochenende! Beschütze deine Stachelbeeren! (Hab sehr gelacht!)
      Michèle

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  8. #17 von Thomas am 19/07/2014 - 22:14

    Wow, welch toll geschriebener Beitrag für die Blogparade. Herzlichen Dank für diese fesselnd geschriebene Story, die kch selber so nicht erleben möchte!

    LG Thomas

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    • #18 von ladyfromhamburg am 20/07/2014 - 12:15

      Freut mich, wenn du es für deine Aktion passend findest, Thomas – und wie ich aus den Kommentaren hier und anderswo sehe, hat keiner so recht das Bedürfnis, so etwas selbst zu erleben. ^^ Es ging gut aus. Das ist die Hauptsache.
      Ich bin gespannt, was für Urlaubserlebnisse oder Reiseabenteuer bei dir im Zuge der Parade noch eingehen werden. Habe mir die vorhandenen Posts bereits angesehen!

      LG und schönen Sonntag!
      Michèle

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  9. #19 von regenbogenlichter am 19/07/2014 - 22:22

    Oha, so eine (An-) Reise braucht kein Mensch… aber es ist ja alles gut gegangen und der Urlaub war hoffentlich auch schön. Und ich glaube, du landest viel schneller unter einem Auto.

    Liebe Grüße
    Ute

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    • #20 von ladyfromhamburg am 20/07/2014 - 12:30

      Die Chance dazu ist definitiv größer, Ute, da stimme ich dir zu. Nein, der Urlaub selbst war danach gerade zu extrem ruhig. Schönes Wetter, kleiner Ort mit nicht so viel Trubel, Fischerboote, die ihren Fang anlandeten. Damals habe ich zum ersten Mal wirklich riesengroße Tintenfische gesehen!
      Einziger Punkt, der mir damals durch diesen Urlaub (unabhängig von dem Erlebnis im Flugzeug) klar wurde – es ist nichts, wenn man die Sprache nicht spricht. Für mich nicht. Ich muss seitdem immer wenigstens ein paar Brocken der Landessprache parat haben. Eine Ausnahme stellt Skandinavien dar, da dort Englisch wirklich fast als zweite Muttersprache üblich ist.

      LG und noch einen netten Sonntag!
      Michèle

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      • #21 von regenbogenlichter am 20/07/2014 - 13:46

        Ich weiß, das mulmige Gefühl bleibt einem trotzdem. „Gebranntes Kind scheut Feuer“. ;-)
        Und ja, da gebe ich dir recht. Manche Sprachen sind aber auch sehr schwer zu erlernen. Wenn ich an Asien denke. Viel mehr als bitte, danke und sowas ist da auf die Schnelle nicht drin.

        Dankeschön und für dich auch einen schönen Sonntag!
        LG
        Ute

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  10. #22 von donna213 am 20/07/2014 - 02:19

    Scary plane ride.

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    • #23 von ladyfromhamburg am 20/07/2014 - 12:24

      So true! That was a close shave! But finally it turned out that is was only a false alarm. No bomb aboard the aircraft. We could continue travelling and tried to steady the nerves. The holidays thereafter were nice and quiet, the flight back ended without any further (similar) incidents.
      Thanks for visiting the blog again and for your comment, Donna!

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  11. #24 von notiznagel am 20/07/2014 - 15:49

    Gilt immer: „Wenn einer eine Reise tat, dann kann er was erzählen.“
    LG Müller

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    • #25 von ladyfromhamburg am 20/07/2014 - 21:52

      Ja, Müller, fast immer bringt man etwas mit heim. Es muss ja nicht immer etwas dieser Art sein. Wesentlich öfter sind es glücklicherweise überaus positive Erinnerungen.
      LG zurück!
      Michèle

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  12. #26 von kowkla123 am 22/07/2014 - 13:58

    liebe Michelle, ich mach auch nur kurz einen Zwischenstopp, alles Gute, Klaus

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  13. #27 von celiamartinblog am 22/07/2014 - 14:03

    Ernste Sache, sehr amüsant geschrieben! Ich fühl‘ mich, als wäre ich dabei gewesen. Dabei habe ich etwas Ähnliches mal auf einem Flug nach Istanbul erlebt, aber das ist eine andere Geschichte … :-)

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    • #28 von ladyfromhamburg am 22/07/2014 - 18:17

      Vielen Dank für den Blogbesuch, Celia. Offensichtlich ist es bei Ihrem Flug aber letztendlich auch gut ausgegangen, oder? Manchmal ist man schon in seltsame Vorkommnisse verstrickt.

      LG Michèle

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  14. #30 von finbarsgift am 23/07/2014 - 06:57

    tja, über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos…
    für mich zB ist das immer eine absolute Klaustrophobie-Übung… uiuiuiuiui…
    Du schreibst einfach genial (das muss auch mal wieder raus, also nicht zusammenzucken *g* )
    Liebe Morgengrüße vom Lu

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  15. #32 von ernstblumenstein am 05/08/2014 - 09:54

    Mir haben deine Bilder aus den 80er sehr gefallen, sie zeigen eine andere Zeit und Welt auf.
    Ich bin viel gereist und habe viel erlebt, allerdings selten im Flugzeug. Eine Bombendrohung habe ich nie erlebt! Dein Text ist wie immer gekonnt geschrieben.
    1965 war ich im Febr./März per Stopp und Bus von Erzurum über Täbriz nach Teheran unterwegs. Zu jener Zeit begannen Untergrundkämpfer in Täbriz gegen das Schah-Regime zu opponieren und Anschläge zu verüben. Der Ueberlandbus, indem ich reiste, wurde zweimal mitten in der Nacht von Checkpoints des Militär angehalten. Alle Passagiere mussten aussteigen, Soldaten kontrollierten jedes Gepäckstück, wir mussten uns mit erhobenen Armen an die Buswand stellen und wurden nach Waffen abgetastet. Ok, ich war ja erst 22 Jahre alt, immer neugierig und hatte ein mulmiges Gefühl, mehr aber nicht. ;-)
    Ernst

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    • #33 von ladyfromhamburg am 09/08/2014 - 15:27

      Mulmig wäre mir da aber auch gewesen. Obermulmig! Gut, dass damals bei dir ebenfalls nichts weiter passiert ist. Du sprachst die Bilder aus den 80er Jahren an, Ernst. Ja, mir geht es auch so, wenn ich sie ansehe. Es wirkt tatsächlich wie aus einer anderen Zeit, und ich kann noch nicht einmal genau sagen, was diesen Eindruck auslöst. Es können nicht nur die älteren Automodelle sein.

      LG Michèle

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      • #34 von ernstblumenstein am 11/08/2014 - 16:46

        ich spüre einfach diese andere Zeitaera, es sind wahrscheinlich auch kleinste Details, die nicht mal Gedanken auslösen. Das hat bei mir was mit dem Alter zu tun. Salue Ernst

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  16. #35 von mannisfotobude am 17/05/2017 - 19:33

    Ich kommentiere natürlich diesen aufregenden Beitrag ! Bombendrohung im Flugzeug, na geht dir die Düse und ich verstehe die Unruhe des Personals ! Aber letztendlich haben sie vernüftig gehandelt denn stell dir die Panik vor an Bord die Ansage käme über Bordlautsprecher ! Das ausharren auf dem Rollgeld ect. war ähnlich wie in Ibiza nur wir hatten ja das Glück das wir noch im Bus saßen ! Was ich mir auch vorgestellt habe in Ibiza waren die ankommenden Gäste. Du fliegst von zu Hause weg und landest auf einem in Mallorca ! Warum ? Bombendrohung in Ibiza. PS: hinterher sind noch mehr Drohungen eingegangen, nicht mehr über den Flughafen aber über Discos in Ibiza Stadt. Also man soll das Nachtleben meiden und dies auf dieser Partyinsel !!!
    Hoffen wir beide das uns da nie wieder passiert aber auch ich habe eine weitere Geschichte über das fliegen. Warte ab !!! Manni

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    • #36 von ladyfromhamburg am 17/05/2017 - 20:42

      Hallo Manni, hast du dir tatsächlich den Athen-Beitrag herausgepickt. ^^ Ja, das war damals in dem Moment ganz schön unvermutet, aufregend, die Stunden danach seltsam und auch anstrengend. Es ging gut aus – zum Glück auch bei deinem Erlebnis auf Ibiza! Nun bin ich sehr gespannt, über welches weitere ungewöhnliche Flug- und Reiseerlebnis du demnächst noch berichtest. Ich habe ja deinen Blog via Reader gut im Auge, so dass es mir nicht entgeht.
      Danke für deine Zeilen hier zum Post und liebe Grüße südwärts.
      Michèle

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      • #37 von mannisfotobude am 17/05/2017 - 20:54

        klar habe noch ein Erlebnis allerdings ohne Fotos aber egal ! Es kommt demnächst ! Und klar habe ich deinen Beitrag gelesen ist Ehrensache !!! LG Manni

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  1. Blogparade: "Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen"
  2. Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen - Zusammenfassung der Blogparade - Reisen-Fotografie.de

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