Beiträge getaggt mit Träume

Zwischen den Jahren …

29. Dezember 2012.
Bald ist das Jahr zu Ende!
Gut, das wussten Sie jetzt auch ohne mich. (Offen gestanden hatte ich mehr mit mir selbst gesprochen)
Noch knapp drei Tage … dann … siehe Bild.
Zwischen den Jahren ... Feuerwerk -Blog Michèle. Gedanken(sprünge)

Wie geht es Ihnen? Hatten Sie schöne Weihnachtsfeiertage? Haben sich alle einmal wieder gesehen?
Ja, aber …
Ja, aber?
Nein, schon klar. Sie brauchen es mir nicht zu erklären.
Weihnachten ist gelegentlich eine etwas zweischneidige Sache. Es hat seine schönen Seiten, ohne Frage, denn es ist nett, Familie zu sehen, zusammenzusitzen und über dies und das zu klönen, Geschenke erst ein- und später auszupacken, leckere Dinge vorzubereiten, um sie danach in festlicher Atmosphäre zu verspeisen, Kerzenlichter auf dem Tisch.
Nur kann es auch im Laufe der Tage ziemlich  anstrengend sein!
Es ist ja alles so fürchterlich komprimiert!
Die Festtage folgen Schlag auf Schlag, das Essen genauso. Und so lang die Festtage zwischendurch gele-
gentlich erscheinen mögen, so kurz kommen sie daher, wenn es gilt, alles unter einen Hut zu kriegen.
Man will ja schließlich alle einmal sehen … (Will man?)
Leben Teile der Familie in einer anderen Region, womöglich einige Hundert Kilometer voneinander entfernt,
wird es eng mit der zur Verfügung stehenden Zeit und rechtzeitiges Planen erforderlich  (Fahrt, Unterkunft, Versorgung von Haustier, Blumen, Briefkasten, etc.)

Wenn Ihnen allerdings die Invasion droht, liegt der Schwerpunkt auf Einkaufen, Verpflegung produzieren,
alles hübsch herrichten – und sollte Ihre Wohnung auch noch Hotelfunktion haben, wird es nötig umzuräumen, Schlafstätten zu schaffen u. v. m.  Umgeräumte Wohnungen verlieren dabei häufig die persönlichen Erholungsecken, die Rückzugsgebiete.

Viele Menschen kennen jedes Jahr beide Programmpunkte. Sie empfangen Besuch, und sie werden irgendwo erwartet. Das Datum steht bombenfest, es sind folglich alle gleichzeitig unterwegs bzw. am feiern. Das Wetter zeigt sich nicht immer in Festtagslaune und erschwert gern An- und Abreise oder das Integrieren von Außenaktivitäten zwecks Abwechslung. Keine Bewegung in Form von Spaziergang und Spielen. Stattdessen hocken alle  aufeinander.  Vom Baby bis zum Uropa. Häufig beengt. Stunden über Stunden.

Und ganz leise möchte ich an dieser Stelle gern noch einen Punkt erwähnen, der Weihnachten feiern für die Menschheit immer wieder zu einem anstrengenden Unterfangen machen kann:
Die unumstößliche Gästeliste!
Sie wissen, an Weihnachten wird zusammengepackt, was laut Stammbaum zur Familie gehört!
Das kann – wenn Sie Glück haben – super funktionieren.
Es kann aber auch sein, dass es sich – um es einmal vorsichtig auszudrücken – nicht exakt um die Auswahl handelt, die Sie für eine sonstige private Feier zusammentrommeln würden.
Familie – das sind nicht zwangsläufig die Menschen, bei denen untereinander die Chemie stimmt! Doch selbst ohne große Feindschaften prallen häufig sehr unterschiedliche Temperamente aufeinander. Oder stellen Sie sich lediglich das Zusammenrasseln von extrovertierten und introvertierten Typen vor, die wirklich grund-
verschiedene Bedürfnisse haben. Immer interessant und anregend für ein kurzes gemeinsames Kaffeetrinken, nur kippt die Stimmung nach maximal zwei Stunden! Wenn die Party für den einen erst richtig beginnt, der Lärmpegel steigt – der andere hingegen die ersten ernsthaften Fluchtgedanken hat. Sobald es sich beruhigt, die Dezibel sinken, atmet dieser erleichtert auf, während beim Hallo-hier-komm-ich-Menschen  prompt die Langeweile startet.
Wer sich langweilt, kommt auf dumme Gedanken …
Sie haben folglich während des Fests der Familien die ganze Bandbreite von großer Zuneigung, Harmonie
und Freude bei lockeren Gesprächen bis hin zu unterschwelliger Apathie, Stänkergelüsten, Anspruchsdenken, seltsamen Erwartungen. Mehr oder weniger erfolgreich wird der aufkommende Frust und Ärger im Zaum ge-
halten.
Es ist ja schließlich Weihnachten …
Die Gespräche versiegen, doch kurz bevor der Schwenk in die Eiszeit starten kann, bevor richtige Dramen starten, Massaker beginnen … ist Weihnachten glücklicherweise sogar bei derart traumhaft zusammen-
gesetzten Familienclans wieder vorbei.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass das Schlimmste meist dadurch vermieden wird, dass es überall einen gibt, der anpassungsfähiger, geduldiger und milder gestimmt ist, d. h.  einen, der entgegenkommt, der mehr zu schlucken bereit ist, als sein Kontrahent?
Warten Sie!
Schlucken ist wieder zweideutig, oder?
Nicht mehr Alkohol! Dass wir uns hier nicht missverstehen …
Nein, mehr an Merkwürdigkeiten, Ärgernissen, überflüssigen Sprüchen.
Alles in allem geht es am Ende fast immer gut aus, nur für den friedliebenden und vermittelnden, diplo-
matischeren Typ, ist es enorm anstrengend, und so kommt das Ende der Weihnachtsfeiertage just in dem Moment, in dem auch seine Batteriereserven aufgebraucht sind.
Es wird allerhöchste Zeit für Rückzugsmöglichkeiten, Ruhe, gesünderes Essen in kleineren Mengen, mehr Bewegung, Entspannung.
Wer großes Glück hat, muss nicht sofort wieder arbeiten und hat diesen Ausgleich.

Falls Sie in Ihrer Familie ein Herz und eine Seele sind,  alle irgendwie vom gleichen Schlag,  so staunen Sie einfach nur über das eben Gelesene.
Doch das gibt es!
Vorhin hörte ich wieder eine derartige Geschichte, die damit endete, dass die zwei Personen, die dieses Jahr Gastgeber und Friedensstifter waren, sich geschworen haben, das nächste Jahr an Weihnachten zu verreisen, wenn nicht sogar auszuwandern.

Wissen Sie, was eigenartig ist?
Trotz allem klingt der Begriff Weihnachten zwei Monate später schon wieder recht anziehend. So grundsätzlich.
War doch gar nicht soo schlimm …
Gut, die Menschheit hat es erst einmal wieder hinbekommen. Die einen so, die anderen so.

Und jetzt sind diese besonderen Tage angebrochen, die Zeit zwischen den Jahren. Manche behaupten, das sei eine Zeit, in der gar nichts passiere. Höchstens Geschenke tauschen. Gutscheine einlösen. Die Feiertage wären vorbei, das Neue Jahr hätte noch nicht begonnen, viele hätten frei. Somit eine Zeit des Nichtstuns …
Im Grund überflüssig.
Ja?

Für mich ist es immer ein willkommener Zeitpunkt, um ein bisschen auf mein persönliches zurückliegendes Jahr zurückzuschauen.
Was hat sich getan? Wo gab es Veränderungen, was war auffällig?
Was glückte, was misslang?
War es ein gutes Jahr? Oder anders gesagt: Habe ich es gut genutzt?
Wer ist mir begegnet, was habe ich erlebt, was hat mich geprägt, woran habe ich zu nagen?

Und ich schaue ein bisschen voraus.
Wie wird es im Neuen Jahr weitergehen?
Ich halte nicht viel von diesen halbherzigen Silvester-/Neujahrsvorsätzen, die so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Meine Planung ist langfristiger. Meine – eher nicht materiellen – Wünsche halten länger an, sind äußerst beständig, ihr Umsetzen erfordert Zeit, Geduld, Disziplin …
Und ganz sicher auch ein Quäntchen Glück.
Vielleicht bedeutet 2013, der Erfüllung dieser Wünsche wieder ein Stückchen näher zu kommen. Veränderung ist selten eine Sache, die von heute auf morgen erfolgt, geschweige denn komplett erledigt wäre.
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Jahreswechsel 2012/2013 - Michèle Legrand auf WordPress.comIch wünsche Ihnen allen, dass auch Sie Ihre Träume haben, Ziele, die Sie im nächsten Jahr angehen möchten. Seien es persönliche Veränderungen oder vielleicht Ideen und Projekte, die Sie im Auge behalten und Stück für Stück realisieren möchten.
Wenn Sie sich nichts mehr als Gesundheit wünschen, dann hoffe ich, dass auch dieser Wunsch für Sie in Erfüllung geht.
Viel Glück bei allen Ihren Vorhaben!

Für Sie alle einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

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© by Michèle Legrand, Dezember 2012

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Ich träume von Klatschmohnwiesen …

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Er hatte immer Ende Mai Geburtstag, und ich kann mich tatsächlich nicht entsinnen, dass meine Kollegen und ich an diesem Tag jemals gefroren hätten!
Mein früherer Chef pflegte uns an seinem Ehrentag nachmittags etwas auszugeben, und jedes Mal war er wirklich lange am überlegen, ob er Kuchen oder Eis wählen sollte.
Er selbst war eindeutig und auch ganz offen ein Kuchenbevorzuger, der bei warmen, ofenfrischen Butterkuchen in Verzückung geriet und genüsslich Sahnetorte verzehrte. Nur angesichts der meist herrschenden Hitze, eishungriger Mitarbeiter und einer exzellenten Eisdiele in der Nähe, lief es doch mehrheitlich auf Gefrorenes hinaus.
Es ist leider zu früh verstorben, aber was würde er nur von dieser Veränderung halten, davon, dass man heutzutage an seinem Geburtstag eine völlig andere Wahl treffen muss.
Hühnersuppe oder Grog?
Winterjacke oder Daunenweste?
Schirm oder Regencape?
Ach, Leute, wer war das wieder? Wer hat den Teller nicht leergegessen? Wer war so miesepampig, dass die Sonne aus Protest nicht durchdringt? Wer hat sich wieder mit Petrus angelegt oder Wetten abgeschlossen, dass es kalt bleibt?
Die Eisheiligen sind schon vorbei. Der Winterschlaf der Tiere auch. Die Sommerreifen sind drauf. Die Gartenstühle stehen parat. Die Sommerkleidung liegt vorne an. Ich habe Sonnenschutzcreme im Schrank.
Die wird noch vergammeln!

Ich mag keine sich ewig hinziehenden Kälteperioden. Keine wiederkehrenden Sturzbäche von oben. Ich bin gegen Frühlingsgänsehaut. Ich kann im Mai keine Schals mehr sehen. Ich möchte Stiefeletten erst wieder im Herbst tragen. Selbst Kerzen können nicht ewig fehlendes, echtes Licht ausgleichen!
Stattdessen habe ich Lust auf das Aufblitzen der Sonne zwischen den Zweigen einer blühenden Hecke und Verlangen nach lauer Luft. Verspüre Sehnsucht nach dünnen, leichten Stoffen, die einen umhüllen. Ich möchte mit nackten Füßen über Gras laufen und die Sonne auf meiner Haut fühlen!
Regen ist gelegentlich schön, doch nicht ununterbrochen und dazu in Verbindung mit Kälte!

Manchmal schafft es ein Sonnenstrahl zwischen zwei Schauern, sich einen Weg durch die Wolkendecke zu bahnen. Von ihm lasse ich mich treffen. Am Terrassenfenster. Ich stehe drinnen wohlgemerkt! Dort ist es entschieden wärmer …
Diese Wärme dringt durch den Stoff, sie windet sich um dich herum, sie kitzelt freundlich. Das Schließen der Augen bewirkt das Wecken der (Wunsch-)Träume. Dann riecht es auf einmal nach Maiglöckchen und Waldmeister. Oder von weit her nach Damaszener Rose. Manchmal erscheinen strahlend weiße und tief purpur-blaue, manchmal bunte Blüten.
Und manchmal  träume ich … von Klatschmohnwiesen.

Mai. Los! Komm jetzt! Bitte! Der Mohn hat schon Verspätung!!

Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Klatschmohn (Papaver rhoeas)

©Mai 2012 by Michèle Legrand

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Fehlgeleiteter Traum?

Fehlgeleiteter_Traum.MP3
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In den letzten zwei Tagen machte mir ein wenig die Wetterumstellung zu schaffen. Als Folge quälten mich am Tag lästiges Kopfweh, in der Nacht hingegen wurde ich von wüsten Träumen heimgesucht.
Nein, keine Albträume!
Nur – nun, wie fange ich am besten an …

Stellen Sie sich vor, Sie träumen und haben ausnahmsweise einmal nicht schon gleich beim Aufwachen vergessen, was es war. Und Sie sind über Ihren Traum perplex, empört, verwirrt, erschüttert!
Stellen Sie sich weiterhin vor, dass Ihnen Traumdeutung momentan völlig wurscht ist.
Ihre einzige Frage ist:
Wie kann denn das, bitte schön, sein? Woher kam die Eingabe?
Wo ist bloß ein Hauch von Sinn zu entdecken?
Wo hat der Traum irgendeinen Bezug zu Ihrem Leben?
Sie grübeln und forschen und beantworten Ihre Fragen schließlich kopfschüttelnd mit:
DA GIBT ES NICHTS!

So erging es mir heute früh. Ich erwachte aus folgendem Traum:
Alles startete ohne große Vorgeschichte. Ich hatte lediglich um 4.00 Uhr morgens an einer Tankstelle eine Ersatzbatterie für mein Auto gekauft und diese an der Kasse bei DJ Bobo bezahlt. Er wiederum hatte mir – sehr freundlich und nett – Wechselgeld (Schweizer Franken!) herausgegeben und sich mit einem „Merci vielmals“ von mir verabschiedet.
Das war alles!
Jetzt frage ich Sie:
Was soll das?
Punkt 1:
Ich kenne DJ Bobo so gut wie gar nicht. Ich könnte kein einziges Lied von ihm nennen. Er soll sympathisch sein. Gut.
Aber muss ich deshalb von ihm träumen?
Punkt 2:
Ich wohne in Norddeutschland und fahre daher nicht in die Schweiz um zu tanken!  Die Schweizer Franken deuteten aber darauf hin.
Punkt 3:
Ich bin grundsätzlich nicht nachts um 4.00 Uhr mit dem Auto unterwegs, bleibe demnach auch nicht mit dem Auto liegen und – ergo – kaufe keine Ersatzbatterien um diese Zeit.

Meine Schlussfolgerung – und das ist etwas, was Traumforscher noch gar nicht erwähnt haben! – ist folgende:
Es gibt fehlgeleitete Träume!
Der war für jemand ganz anderen bestimmt!
Und das Schlimme daran ist:  Jemand anderes hat bestimmt auch einen, der für mich war!

Wenn Sie also demnächst etwas träumen sollten, mit dem Sie überhaupt nichts anfangen können, und es kommen z. B. Step(p)tanz,  Stephen Fry oder meine Twitter-Follower  in Ihrem Traum vor, und Sie nun wiederum vermissen im Gegenzug in Ihren Träumen Batterien, Schweizer Franken und DJ Bobo, dann schlage ich vor, dass wir tauschen!
Gut, das wäre geklärt.

Wissen Sie, was ich vermute?
Irgendein findiger Geist wird sicher in Kürze geschäftstüchtig  www.traumtauschboerse.de einrichten (huch, das wird wirklich ein Link!! :-D),  und dann geht es geordnet zu in Deutschlands Betten.
Zumindest traummäßig …

Wäre das nicht traumhaft?

©Dezember 2010 by Michèle Legrand

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