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Warum es im Moment manches nicht gibt im Blog …

Michèle Legrand - Michèle. Gedanken(sprünge) - WordPress.comManchmal, wenn ich daran vorbeikomme, halte ich spontan. Parke, steige aus und spaziere los. Ein Stück durch den Stadtpark in Hamburg.
Ich wollte Ihnen einiges zeigen, schöne Stellen, mehr davon erzählen …
Doch das, was mich schon die ganzen  letzten Tage vom Bloggen, vom Niederschreiben sorgloser Geschichten, vom Zeigen schöner Fotos mit Sonnenschein und Idylle abgehalten hat, geht mir auch jetzt nicht aus dem Kopf.

Im Park gibt es einen See. Sogar mit einem Naturbad! Gerade eben versuchte ich wieder, die angenehme, entspannende Atmosphäre, die sonst der Park ausstrahlt, für Sie einzufangen und weiterzugeben.
Es funktioniert nicht.

Ich war dort. Zuletzt gestern.
Und dann stehen Sie davor, vor dem sich kaum bewegenden Wasser des Stadtparksees mit seiner so beschaulich und harmlos wirkenden Szenerie, seiner leicht spiegelnden Oberfläche und denken automatisch sofort an die Überflutungen, die zurzeit so viele Teile des Landes unter Wasser setzen. Bilder ziehen an Ihnen vorbei, zeigen, wie sich unscheinbare Bäche und Flüsse verändern …

Sie haben die Unmengen von braunem, morastigem Matsch vor Augen, der alles verklebt. Sie sehen die reißenden Fluten, die Menschen gefährden und Wassermassen, die Orte überspülen und in den Städten die Straßen zu Kanälen machen. Die Häuser fluten, Hab und Gut vernichten, Versorgungsleitungen schädigen.
Sie wissen um die Äcker, die wie eine neue Seenlandschaft anmuten und schlucken, weil die Ernte nun höchstwahrscheinlich zu großen Teilen zerstört sein wird. Es betrifft so viele Gegenden, dass fast jeder Mensch jemanden kennt, der in irgendeiner Form betroffen ist.
Ich bin nicht vor Ort, kann nicht anpacken. Ich bewundere jedoch, wie viel Zusammenhalt auf einmal wieder da ist, wie viele sich spontan zum Helfen anbieten oder Transportmittel u. a. zur Verfügung stellen.
Sie und ich versuchen vielleicht, trotzdem aus der Ferne zu wirken. Schließen sich Organisationen an. Vielleicht hilft Ihre oder meine Spende, sei es als finanzielle Unterstürzung oder in Form von Gegenständen, die dringend benötigt werden.
Sie werden auch Ärger verspüren, wenn Informationen öffentlich werden über Versäumnisse im Vorfeld, über fahrlässiges Verhalten oder zumindest Nachlässigkeit  beim Hochwasserschutz in einigen Gebieten, werden irritiert aufhorchen, wenn Sie die ein oder andere These über die Schuld an den Auswirkungen, die diese Flut hat, mitbekommen.
Das ist im Moment aber nicht vorrangig. Diese Themen kommen danach auf den Tisch!

Es scheint, als würden in vielen Gegenden im Süden die Pegel langsam sinken, das Wetter hat sich positiv geändert, vielleicht ist dort das Schlimmste überstanden. Hier bei mir im Norden wird die höchste Elbeflut (die erwarteten Pegelstände sprechen dafür) erst noch erwartet.

Ich werde Ihnen etwas später vom Stadtpark erzählen, wenn der Begriff Wasser Ihnen nicht sofort ganz andere Bilder beschert und selbst die Erwähnung des  Wetters nicht schon zu einem Vergleich mit den Zuständen in den betroffenen Gegenden Anlass gibt.

Sie werden vielleicht sagen, ja, aber, man kann doch nicht immer alles unterlassen, nur weil irgendjemand anderes gerade seine Sorgen hat.
Stimmt.
Man kann es nicht immer.
Man kann aber abwägen, und ich muss nicht alles schreiben.
Ich entscheide es für mich.
Wenn ich dennoch für Ablenkung – ganz bewusst – sorgen möchte, dann vielleicht auf andere Art.
Ich versuche gerade daran zu arbeiten.

Heute möchte ich mich nur an diejenigen wenden, die in den betroffenen Gebieten gerade dem Hochwasser ausgesetzt sind und mit den Folgen kämpfen.
Ich drücke Ihnen hiermit mein tiefstes Mitgefühl aus und hoffe, dass es bald ein Ende hat. Ich wünsche Ihnen, dass sich die Schäden im Rahmen halten, dass Sie Unterstützung bekommen und vor allem, dass Sie wohlbehalten davonkommen!

Alles Gute!

©Juni2013 by Michèle Legrand

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Eine neue Seite bei den „Gedanken(sprüngen)“ – Und: Gegen die Regeln – Ein Post in eigener Sache

Michèle. Gedanken(sprünge) .. Manchmal müssen Gedanken so herausquellen dürfen. Bunt durcheinander ... ©Michèle Legrand

Michèle. Gedanken(sprünge):  Manchmal müssen Gedanken so herausquellen dürfen. Bunt durcheinander …

Liebe Blogbesucher,

es passiert von Zeit zu Zeit, dass ich mit Fragen bezüglich des Blogs konfrontiert werde. Fragen, die ich früher, sobald sie aufkamen, gleich in den wöchentlichen Freitags-Boos, den Hörbeiträgen, beantwortet habe.
Das war damals eine gute Lösung, doch allen, die heute dieselben Dinge wissen möchten, nützt es herzlich wenig.
Die auftauchenden Fragen beziehen sich auf die verschiedensten Bereiche.
Seien es Blogaufbau und angebotene Themen, Fragen zur Häufigkeit des Erscheinens, Erkundigungen zu Veröffentlichungsterminen im Fall von Blogserien, Fragen zum Suchen und Finden im Blog. Des Weiteren gibt es Einschätzungen, in welche Schublade mein Blog passen könnte, Mutmaßungen und Nachfragen zu meiner Person und hin und wieder auch (sicher gut gemeinte) Tipps von dynamischen Fachleuten, die aus meinem Blog eine Goldquelle oder sich dort breit machen wollen.

Ich möchte mich gleich dazu äußern und ansonsten gern auf eine weitere, neu angelegte Seite (zu finden über den zusätzlichen Reiter auf der Startseite am unteren Rand des Titelbilds) hinweisen. Sie hat den Namen: Blog-Info und Tipps und beschäftigt sich sowohl mit dem Blog samt seiner Struktur als auch mit dem Suchen und Finden von Artikeln.

Zu den anderen Fragen nehme ich nachstehend gesammelt Stellung:

Ja, ich handhabe vieles anders als geraten!
Bewusst! Wenn Sie so wollen aus Überzeugung – weniger aus Rebellentum.

Ich spezialisiere mich – entgegen allen Empfehlungen der Blog-Gurus – nicht auf ein Thema, weil ich als Mensch auch nicht nur ein einziges Interesse habe. Ich würde verdursten, bekäme ich nicht für alle meine Sinne etwas! (Mehr auf der neuen Bloginfo-Seite)

Ich veröffentliche nicht immer am gleichen Wochentag oder überhaupt im immer gleichen Abstand – aus dem ganz einfachen Grund, weil sich mein neuer Blogpost genau in dem Moment zu Ihnen auf den Weg macht, in dem ich das Gefühl habe, er ist fertig, rund!
Ich ziehe nichts vor, ich hebe nichts künstlich auf, nur um einen speziellen Tag zu treffen, ihn krampfhaft einzuhalten!
Wer hier Stammgast ist oder Spezialthemen sucht, findet die Posts sowieso. In der Hinsicht arbeite ich ziemlich gewissenhaft – nur wieder nicht vorrangig aus dem Grund, den Blog zu pushen (ich bin mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden!)  sondern eher deshalb, um beispielsweise meinen zahlreichen blinden Blogbesuchern den Zugang zu erleichtern (aussagekräftige Beschriftungen und Bildtitel etc.)

Mir widerstrebt es weiterhin, aus rein taktischen Gründen, zu einer ganz bestimmten Uhrzeit zu veröffentlichen.
Wenn Sie danach gehen und sich auf solche Beschränkungen einlassen, können Sie bald gar nicht mehr posten! Entweder ist es zu früh oder zu spät, die Leute essen Mittag, es ist Urlaubszeit, DSDS läuft, ein Fußballspiel bzw. Formel 1 Rennen findet statt oder – auch ganz schlecht – der Papst wird gewählt. Dieses ganze Heiopei nur, weil es Ihnen angeblich ein paar Seitenklicks mehr bringt.
Bringen könnte …
Vergessen Sie es!
Mit zu viel Kalkül können Sie einen lebendigen Blog killen und ihn und sich demnächst begraben. Denn es killt auch Ihre Lust am schaffen!

Was Sie bei mir ebenfalls vergeblich suchen werden, sind tage- und seitenlang wiederholt abgesetzte Tweets (der Zwei-Stunden-Takt bei Twitter wird empfohlen) oder FB-Statusmeldung-Bombardements, die einen Post bewerben, ihn enthusiastisch lobpreisen und dabei in die Nähe einer Grimme-Preis-Nominierung drängen.
Ich kündige eigene neue Blogeinträge je einmal bei Facebook und via Twitter an. Wenn es nach zwei Jahren aus irgendeinem besonderen Grund den Anlass gibt, einen speziellen Artikel zu wiederholen, dann kommt es vereinzelt vor. Es ist allerdings die absolute Ausnahme.
Der Grund für die Zurückhaltung ist, dass ich es wirklich nicht leiden kann, wenn ich – jetzt aus anderer Sicht gesehen – immer wieder mit den gleichen Links zu ein und demselben Blogpost zugemüllt werde. Bei mir weckt das eine Aversion, und es entsteht nachhaltig Ablehnung. Ich fühle mich belästigt. Weil das so ist, handle ich konsequenterweise anders.

Da ich der Ansicht bin, dass es auf Dauer sehr auf Qualität, Kontinuität, Glaubwürdigkeit und eben den Menschen dahinter ankommt, fällt es mir überhaupt nicht schwer, die kursierenden Regeln sehr locker zu sehen.
Ich vernetze mich gern, halte aber von dem Eine-Hand-wäscht-die-andere-Prinzip nicht grundsätzlich etwas. Wenn etwas gut ist, braucht es keine Gegenleistung, um von mir angepriesen oder mit einem Gefällt mir versehen zu werden. Ist etwas nicht empfehlenswert, werden mich auch mehrere im Gegenzug erhaltene Likes oder Retweets leider nicht dazu bringen können.
Ich lese sehr viele Blogartikel (weltweit), finde oft interessante Einträge und wurde einmal sehr erstaunt gefragt, warum ich ein Like gegeben hätte, wo sonst keiner eins gab.
Das ist ganz einfach: Ich fand es gut.

Ich glaube, einen Großteil der Fragen beantwortet zu haben. Der Blog lässt sich in keine Schublade packen, ich übrigens auch nicht. Die Beantwortung verrät Ihnen gleichzeitig mehr über mich – wie auch die Blogposts selbst.
Wenn Sie dennoch eine konkrete Aussage möchten, dann verrate ich Ihnen, dass ich es authentisch mag.
Taktik kann Vorteile bringen. Taktik hat aber auch Nachteile. Erhebliche! Denn Taktik ist berechnend und fordert ein überaus unnatürliches Verhalten.
Taktik sollte man kennen, um zu wissen, was man nicht möchte.

Wenn Sie immer noch nicht genug haben, liebe Leser, besuchen Sie gern die neue Seite …
https://michelelegrand.wordpress.com/blog-info-und-tipps/ 

©März 2013 by Michèle Legrand

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