Beiträge getaggt mit St. Gertrud Kirche

Vom Fällen, Folgen und Fabulieren …

Ein bisschen ulkig ist das schon. Erst ist es im Norden ewig trüb und nass. Man spürt, das innerliche Dibbern geht allmählich los. Es fehlen Licht und Wärme, es drängt einen unheimlich, wieder einmal länger spazieren zu gehen. Was wäre es doch traumhaft, den Stadtlärm etwas auszublenden, Frischluft zu tanken und umwerfend, obendrein ein paar Aufnahmen an einem freundlichen Ort zu machen. Trocken. Im Grünen. Im Bunten! Nach Zeiten grauen Himmels.
Mittlerweile kamen Sonne und sommerliche Temperaturen Anfang der Woche tatsächlich zurück, es klappte auch mit dem Plan des Losziehens. Doch nun kommt der Haken: Ich habe jetzt zwar reichlich Bildmaterial und den Kopf voller Ideen – was definitiv nach einem Blogpost für Sie riecht! – allerdings fehlt mir nun die Zeit, die neue Ausbeute zu sichten, Fotos zu bearbeiten und zig lose Gedanken einzufangen und zu sortieren.
Was tun? Inhaltliche Zugeständnisse machen oder eher Blogenthaltsamkeit üben? Flexibilität zeigen?
Es läuft auf letzteres hinaus. Halbheiten wären nicht das Wahre, andererseits ist mir trotz allem nach Bloggen! So treffen wir uns heute hier völlig zwanglos, ich lasse das mitgebrachte „Grünmaterial“ noch ein bisschen vor sich hin garen, und wir werfen uns stattdessen auf das, was die nasse Woche davor ergeben hat. Sind trotzdem unterwegs – und am Ende wissen Sie sogar, weshalb die Überschrift so heißt, wie sie heißt.

Während der Regen noch Dauergast im Norden war, musste ich an einem dieser Tage zur Mundsburg. Stellen Sie sich als Auswärtiger keinen Ausflug zu einem trutzigen, alten Gemäuer mit Ritterrüstung im Foyer vor, das alles gab es dort nie. Wir sind auch nicht auf dem Land, sondern direkt in Hamburg, dort wo die Stadtteile Uhlenhorst und Barmbek-Süd aufeinandertreffen.
Gehen Sie am besten gedanklich knappe 300 Jahre zurück. Zu der Zeit lebte ein Herr Mund (Johann Hinrich) in dieser Gegend, erwarb das Gelände der ehemaligen Immenhöfe und errichtete auf einem Teil des Grunds für sich ein ziemlich beeindruckendes Gebäude. Schon hatte es den Namen Mundsburg weg. Klingt auch netter als Protzbau. Diese Mundsburg gibt es zwar seit 1813 nicht mehr, doch Anfang der Siebziger Jahre unseres letzten Jahrhunderts, entstanden genau in dem Bereich drei Hochhäuser. Das Haus vorne an der Kreuzung steht sogar direkt am Platz der früheren Mundsburg und hat aus diesem Grund den alten Namen erhalten.

Hamburg - Die Hochhäuser aus den Jahren 1973-1975 an der Mundsburg (Mundsburg Tower vorne)

Hamburg – Die Hochhäuser aus den Jahren 1973-1975 an der Mundsburg (Mundsburg Tower vorne)

Wie Sie sehen, handelt es sich um sich ähnelnde Hochhaustürme, und der Begriff Burg hierfür erinnert mich gerade kolossal an manch touristische Ballungszentren, in denen Riesenhotels in diesem Stil erbaut wurden,
die man ihrerseits gern als Bettenburgen bezeichnet.
Die Häuser hier prägen das Stadtbild ganz enorm – verstärkt natürlich noch durch ihr gehäuftes Auftreten. Jeder sieht sie bereits aus großer Entfernung. Sie befinden sich gar nicht unmittelbar an der Außenalster, bis dahin sind es Luftlinie noch einmal ungefähr 1,5 km. Doch selbst dann, wenn jemand nicht dort, sondern irgendwo am gegenüberliegenden Alsterufer spaziert und über die ganze Wasserfläche hinüberschauen muss, fallen sie ihm sofort ins Auge. Man spricht nicht umsonst sogar heute noch von einer der höchsten Wohnanlagen nicht nur Hamburgs, sondern Deutschlands.

Hamburg - Außenalster - Die Mundsburg Tower von überall her im Blick ...

Hamburg – Außenalster – Die Mundsburg Hochhäuser von überall her im Blick …

 

Hamburg - Außenalster, Anleger Rabenstraße - gegenüber die Hochhäuser an der Mundsburg

Hamburg – Außenalster, Anleger Rabenstraße – gegenüber die Hochhäuser an der Mundsburg

Im linken Turm (am Winterhuder Weg) aus dem Jahr 1975, befinden sich z. B. 26 Etagen, die Gesamthöhe beträgt 97 m. Das Gebäude mit dem Namen Mundsburg an der Ecke (Kreuzung Winterhuder Weg/Hamburger Straße) wurde bereits 1973 fertiggestellt. Es hat sogar 29 Etagen und ist 101 m hoch. Die Tatsache hat mich etwas irritiert, denn lediglich vier Meter Höhenunterschied ergeben trotzdem gleich ganze drei Etagen mehr.
Es muss also bauliche Unterschiede bei Deckenhöhe sowie Anlage der Geschosse geben.

Heute liegt entlang der Hamburger Straße die sogenannte Hamburger Meile, ein Einkaufszentrum mit einer sich über sage und schreibe 700 m erstreckenden Einkaufszeile – oder Shopping Mall, wie es neudeutsch so schön heißt. Als Kunde trifft man dort auf ca. 150 Läden und ein großes Angebot an Cafés und Restaurants. Ein Kino mit zahlreichen Sälen ist vorhanden, Firmen haben sich in der Gebäudeanlage (im Office Tower) niedergelassen, Wohnungen befinden sich im sogenannten Apartment Tower sowie kleinere Mietwohnungen im Haus im Winterhuder Weg. Auch die Hamburger Verwaltung ist mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration wie auch mit der für Schule und Bildung präsent. Selbst das für mich zuständige Finanzamt Barmbek-Uhlenhorst hat dort seinen Sitz, weshalb mich mein Weg (so wie heute) ab und zu dorthin führt.

Vom Dach der Hochhäuser aus hat man einen sagenhaften Panoramablick. Am schönsten ist die Aussicht Richtung Wasser und Innenstadt. Das Leben auf dem Wasser, die grünen Uferzonen, ansehnliche Gebäude zu beiden Seiten und dann das sich Abzeichnen der Silhouette von Rathaus- und Kirchtürmen. Ich war vor ewigen Jahren ganz oben auf einem der Türme. Damals kannte ich jemanden, der dort arbeitete. Wahrscheinlich kann man heutzutage als Besucher des Zentrums nicht einfach nach Lust und Laune hinauffahren. Inzwischen wurden auf den Hochhäusern auch Antennen für den Mobil- und den Richtfunk installiert, was noch einmal gegen den öffentlichen Zugang spricht.
Es gibt jedoch seit einigen Jahren einen Beach Club, nur nicht oben auf der Dachterrasse eines Turms, sondern auf dem Parkdeck der Hamburger Meile in etwa 40 m Höhe. Auch von dort lässt es sich schon relativ weit schauen.

Bei Regen ist das alles natürlich eine ziemlich trübe und verhangene Angelegenheit. Ich möchte Ihnen daher außer Hochhäusern und viel Beton vor grauem Himmel noch den gut 100 Jahre alten U-Bahnhof Mundsburg (1906-1912 erbaut) zeigen, der schon vom Gebäudestil her und zusätzlich durch seine roten Fassade interessanter und farbenfroher wirkt.

Hamburg - U-Bahnhof Mundsburg

Hamburg – U-Bahnhof Mundsburg

Die Linie der U3 führt hier entlang. Früher, bis in die 70er Jahre hinein, hielten am Bahnhof Mundsburg auch mehrere Straßenbahnlinien. Heute immerhin noch Busse, und außerdem entstand auf dem Vorplatz mittlerweile eine Ausleihstation für die Nutzer des Stadtrads.

Hamburg - Der Turm der St. Gertrud Kirche

Hamburg – Der Turm der St. Gertrud Kirche

Was rechts gerade noch neben dem Bahnhof hervorlugt, ist der Turm der St. Gertrud Kirche. Die Kirche
(erb. 1882-85) ist sogar noch etwas älter als der Bahnhof und hat ihren Platz idyllisch gelegen in der Straße Immenhof direkt am Kuhmühlenteich.

Hamburg - St. Gertrud Kirche am Kuhmühlenteich (Uhlenhorst)

Hamburg – St. Gertrud Kirche am Kuhmühlenteich (Uhlenhorst)

Sie wirkt hoch, nicht wahr? Dennoch ist sie mit 88 m Turmhöhe niedriger als die Hochhausbauten an der Mundsburg.

Auf dem Weg dorthin kommt man übrigens an einem Drachen vorbei. Der ist genauso echt wie die Mundsburg.

Unechte Drachen in der Nähe von unechten Burgen ....

Unechte Drachen in der Nähe von unechten Burgen …

 

Doch zurück zur St. Gertrud Kirche. Sehen Sie die acht im Kreis um einen Baum aufgestellten Steinsäulen? Auf der einen Seite sind Namen zu entdecken, auf der Rückseite jeweils ein Ausspruch, der Luther zuzuschreiben ist. Die dort eingemeißelten Namen stehen stellvertretend für acht Gemeinden, die sich überlegt hatten, Martin Luther zu Ehren anlässlich seines 400. Geburtstags im Jahr 1883 einen Baum zu pflanzen. Die Luthereiche.
So weit, so gut. Nur betrachten Sie doch bitte einmal den Stamm der Eiche. Ein mittlerweile über 130 Jahre alter Baum? Hält diese Aussage ihrem kritischen Blick stand? Müsste der nicht …

Hamburg - Die Luthereiche an der St. Gertrud Kirche

Hamburg – Die Luthereiche an der St. Gertrud Kirche

Erwischt! Diese Eiche hier ist wesentlich jünger. Sie wissen, dass die Nachkriegswinter extrem kalt ausfielen.
In den frostigen Monaten des Winters 1945/46 musste die erste Luthereiche als Brennholz herhalten. Die Menschen froren einfach zu sehr … Später hat man den jetzigen Baum als Ersatz gepflanzt.

Als ich von dort aufbrach, wurde ich von einer Graugans, die sich mit Artgenossen am Kuhmühlenteich herumtrieb, verfolgt. Sie watschelte hartnäckig hinter mir her, was mir allmählich Sorgen bereitete, denn die Hauptstraße rückte immer näher. Ich stoppte, machte ihr mit dem nötigen Ernst klar, dass ich zur U-Bahn
gehen würde, woraufhin sie kurz nachzudenken schien und danach tatsächlich umdrehte.

Dort wo die Straße Immenhof wieder auf die Straße Lerchenfeld trifft, ist der Sitz der Hochschule für Bildende Künste (HFBK), Hamburg.

Hamburg - Die Hochschule für Bildende Künste (HFBK) am Lerchenfeld

Hamburg – Die Hochschule für Bildende Künste (HFBK) am Lerchenfeld

So, nachdem Sie mittlerweile wissen, wofür „Fällen“ (Eiche) und „Folgen“ (Gans) steht, fehlt nur noch der Begriff „Fabulieren“

Daheim angekommen, hatte es sich eingeregnet. Der Umstand brachte mich nach langer Zeit wieder einmal dazu, mich Twitter etwas ausgiebiger zu widmen. Seit 2009 bin ich mit von der Partie, doch im Vergleich zu den drei Anfangsjahren, werde ich heute vergleichsweise selten schreibaktiv und blende mich selbst zum Lesen nur kurz ein.
Ich kann dem Nachrichtendienst immer noch viel Positives abgewinnen, es gibt gelegentlich sogar wunderbare Gesten und sehr lobenswerte Aktionen! Zudem finde ich die Menschen, die ich damals mochte, immer noch genauso nett, freue mich über diverse weltweite Kontakte, schätze weiterhin schnelle Informationen, Neuigkeiten, erheiternde Tweets …
Doch für mich hat sich im Vergleich zur Anfangszeit eindeutig zu viel in eine Richtung verändert, die mir gar nicht behagt. Zu unkritisches Betrachten und ungeprüftes Verbreiten, zu viel Pöbelei, überzogene Selbstdarstellung und häufig sehr plumpe, äußerst aufdringliche Selbstvermarktung. Zu viel, was sich ewig wiederholt, zu viel Nachahmerei. Reichlich Häme, Respektlosigkeit, krankhaftes Heruntermachen. Dazu die mehrheitlich herablassenden Begleittweets zu diversen Fernsehsendungen, automatisches Mitgeschrei,  absolut Nichtssagendes, die immergleichen Sinnsprüche und Weisheiten, die als Eigenwerke herüberkommen sollen.
Wohlgemerkt, Twitter ist nicht nur so! Doch Ungemütlichkeit und Lärm haben massiv zugenommen.

In den ersten Jahren nach Twittereinführung und noch bis etwa 2011/2012 machten das beschriebene Verhalten und entsprechende Inhalte einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtgeschehen aus. Das Hauptaugenmerk lag eindeutig auf anderen Dingen. Information, Spontaneität, Originalität, Authentizität, Austausch. Zurückblickend habe ich den Eindruck, die Likes für einen Tweet und seine Weiterverbreitung (Retweet) spielten zunächst absolut nicht die Rolle, die sie heute spielen. Starallüren, die Liebäugelei mit der Internetberühmtheit, das wilde und vor allem völlig wahllose Ansammeln von Folgern etc. waren nicht dermaßen verbreitet, Lorbeeren ernten keine Sucht, Wetteifern verlief lange nicht so verbissen. Aber auch dieses hin und zurück Gefälligkeitstweeten und das Fav-ich-dich-favst-du-mich-Verhalten (Inhalte unwichtig) kamen erst viel später auf.
Ich möchte fast behaupten, das persönliche Twitterverhalten, die Tweetinhalte etc. waren nahezu frei von Erwartungen und Hintergedanken. Vorbedingungen? Eine Strategie? Nicht vonnöten. Vorrang hatte der Spaß an der Sache. Und der ist – zumindest mir – in beträchlichem Maß abhanden gekommen.
Wenn ich heute Tweets aussende, dann sind es kleine Anmerkungen zu Alltagssituationen, zu persönlichen Erlebnissen – gern mit einem Hang zum Komischen. Es sind Fotos mit einem Kommentar. Oder es ist zwischendurch etwas über den bei mir aktuell veröffentlichten Blogpost dabei. Der Tweet mit Link kommt aber nur ein einziges Mal in die Timeline und wird nicht über Wochen alle paar Stunden erneut auf die Menschheit losgelassen.

Damals habe ich das interessierte und ernsthafte Kommunizieren miteinander genossen und ansonsten – außerhalb von Gesprächen – ganz bewusst und völlig ungeniert Unsinn getwittert. Wortspielereien. Das fließt mir in dieser Form heute nicht mehr so frei aus der Feder, was ein Zeichen dafür ist, dass mir das Brett, an das ich etwas heften soll, offensichtlich nicht mehr so zusagt. Die Distanz hat sich vergrößert. Es ist überhaupt sehr abhängig von der Tagesverfassung, ob ich Twitter aufrufe oder nicht. Ich bevorzuge für den Fall generell Listen, die ich dann gezielt durchgehen kann. Nach Personen, Sprachen oder Themen unterteilt. Ungefiltert ertrage ich das nicht mehr. Da wird man förmlich erschlagen …
Listen mit fixen Teilnehmern hingegen helfen mir, dass ich Kontakte nicht aus den Augen verliere, garantieren, dass ich Inhalte finde, die mich interessieren. Oder Twitterer und Tweets, über die ich herzlich lachen kann.

Vor kurzem kursierten zu meiner Überraschung Retweets einer Reihe von mir teilweise völlig entfallenen eigenen Uralttweets. Alle sechs oder sieben Jahre alt. Follower hatten sie irgendwo wieder hervorgekramt. Beispiel gefällig? Das verschafft Ihnen eine Vorstellung davon, was Ihnen heutzutage (sollten Sie bei Twitter aktiv sein) von meiner Seite erspart bleibt. ^^

Die alten Fabulierzeiten  /  @ ladyfromhamburg auf Twitter

  • Steht ein Stier am Strom und starrt auf den Stör. Sagt der Stör:
    „Stier nicht so, du störst!“

  • Bekommt ein Pudel eine neue Frisur verpasst, die danach Trend wird,
    wird der Pudel dann zum Setter?

  • „Er lag in den Wehen und stöhnte.“
    „Er …?“
    „Ja, sicher! Der Kerl fiel angetrunken in den Schnee. Bein gebrochen …“

  • Sprach die Scholle barsch zur Forelle: „Du sollst nicht immer so in den
    Karpfenteich hechten!“

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Und damit wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende! Schluss für heute. Das nächste Mal geht es via Blog auf blühendes Terrain. Vielleicht sind Sie wieder mit von der Partie.

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PS:
Sollten Sie weitere (sogar sonnige) Bilder sehen oder mehr zum Kuhmühlenteich nebst Kirche u. a. lesen wollen, so wäre dieser Beitrag von 2013 noch interessant für Sie:

Unterwegs entdeckt – Alle machen’s: Marienkäfer, Bulldoggen, Polizisten, Angler …

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© by Michèle Legrand, August 2016
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)
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Unterwegs entdeckt: Alle machen’s! Marienkäfer, Bulldoggen, Polizisten, Angler …

Hamburg - St. Gertrud Kirche (Uhlenhorst-Hohenfelde), rechts die Mundsburg-Hochhäuser

Hamburg – St. Gertrud Kirche (Uhlenhorst-Hohenfelde), rechts die Mundsburg-Hochhäuser

Trauen Sie ihr noch? So wirklich? (Ich spreche von der Wettervorhersage) Und überhaupt, eigentlich ist es doch gar nicht vorstellbar! Es ist Ende Oktober!
Da können die noch so viel erzählen von Tief Zenith, das über dem Atlantik Kreise zieht, irgendeinem Hoch Nastassja im Osten und der warmen Mittelmeerluft bzw. einem extravaganten, lauen Nordafrikalüftchen, welches sich an der Ostflanke des Tiefs Richtung Norden vorbeischummelt. Ich habe ihnen die prophezeiten Temperaturen nicht geglaubt, den Wetterfachleuten!
Ja doch! Am Dienstagmorgen wirkte es tatsächlich recht nett draußen und von kürzlich morgendlichen 7° C war das Thermometer auf immerhin 13° C gestiegen. Im Schatten!
Nur trauen Sie dem Frieden?
Zu oft erlebten Sie doch schon die Bauchlandung, sind mit einem Flatterjäckchen losgezogen und hatten hinterher die Bescherung bzw. den Erkältungsinfekt. Weil es eben doch nicht so warm war wie angekündigt, weil es eben doch nicht trocken blieb, weil kein Mensch etwas von Hagel erwähnt hatte!

Ich wollte etwas erledigen und beabsichtigte, es bei dem passablen Wetter mit dem Fahrrad zu tun. Es ging zwar um eine längere Strecke, doch Licht, frische Luft und Radfahren tun bekanntlich gut. Ich dachte mir:
Kleide dich nur vernünftig, d. h. rechne mit allem.
Allem im Sinne von Wolkenbruch, Frost, Orkan, Gewitter.
Nur falls es (eher unwahrscheinlich) besser als angenommen werden sollte? Wie sähe es dann aus?
Ach, kleide dich – zumindest oben herum – nach dem Zwiebelprinzip: eine Schicht über die andere.
T-Shirt, Strickjacke, Halstuch, Lederjacke. Ansonsten Jeanshose und das Übliche, was der Mensch braucht, um sich draußen unbeanstandet aufzuhalten.

Es gibt eine wirklich empfehlenswerte Route, um mit dem Rad aus dem Hamburger Osten Richtung Stadt und Außenalster zu kommen. Sie müssen nicht entlang vielbefahrener, mehrspuriger Hauptverkehrsadern radeln und bleihaltige Luft inhalieren!
Es gibt stattdessen einen schön gelegenen Radweg, teilweise auch eine erst seit 2012 in dieser Form existierende eigene Fahrradstraße! Beides schlängelt sich anfangs entlang der Wandse, später (ab Mühlenteich) läuft der Weg zunächst parallel zur Eilbek, im weiteren Verlauf (ab Maxstraße) entlang des Eilbekkanals. Die Fahrradstraße (nur Anwohner dürfen sie mit ihren Wagen befahren) führt durch die Ufer- und Lortzingstraße und ist Teil der offiziellen Veloroute 6. Die Wege leiten einen direkt an die Außenalster zur Schwanenwik-Bucht. Der Ausdruck ist jetzt doppelt gemoppelt. Denn „Wik“ bedeutet schon Bucht.

Hamburg - Herbst - Am Mühlenteich

Hamburg – Herbst – Am Mühlenteich

An einem Tag gegen Ende Oktober, an dem unvermutet mit Macht die Sonne durchbricht, heiße Luft aus Afrika (oder woher auch immer, jedenfalls aus dem Süden) die Gradzahl bis zum Mittag auf 20° C im Schatten (!) steigert, das Herbstlaub immer noch an vielen Stellen einladend leuchtet – an solch einem Tag sind sie auf einmal alle draußen.
Die Hamburger, jung und alt, die Quiddjes (Dazugezogene) und die Gäste der Stadt, die Touristen. Manche erkunden auf den roten, zu mietenden „Stadträdern“ die Gegend. Fahrradausleihstationen gibt es hier in dieser Region mittlerweile mehrere seit der Einrichtung der Fahrradstraße. Es flanieren Spaziergänger, die Hundehalter führen ihre tierischen Freunde aus (manchmal auch umgekehrt), die Bankentdecker und -besetzer blinzeln abwechselnd in die Sonne und auf das glitzernde Wasser, die Jogger sind in besonders großer Anzahl unterwegs. Auf dem Eilbekkanal wird auch gerudert.

Hamburg - Herbst - Ruderer auf der Eilbek

Hamburg – Herbst – Ruderer auf der Eilbek

Hamburg - Ein sonniger und warmer Oktobertag  - An der Eilbek

Hamburg – Ein sonniger und warmer Oktobertag – An der Eilbek

Eine im Gras dösende, sonnenanbetende Bulldogge habe ich lieber nicht fotografiert, die sah so aus, als wenn sie das – überhaupt jegliche Art von Störung – nicht duldet, aber diesen (nächstes Foto) Hund mit Herrchen. Ich fand die Fähigkeit des Tiers bewundernswert.

Hamburg - An der Eilbek - Der dreibeinige Hund ...

Hamburg – An der Eilbek – Der dreibeinige Hund …

Sie können es auf dem Foto wahrscheinlich gar nicht erkennen, aber der braune Hund hat nur drei Beine, wobei ihm der linke Vorderlauf fehlt. Sie wissen vermutlich, dass Tiere das Fehlen von Gliedmaßen häufig sehr gut ausgleichen können, doch bei einem Hund lasten 60 % seines Gewichts auf den Vorderbeinen. Es ist wesentlich leichter, das Fehlen eines Hinterbeins zu kompensieren! Dieser hier muss schon die Kraft auf seiner Laufstrecke einteilen und wiederholt Pausen einlegen. Was sein Herrchen auch mit ihm tat!

Hamburg - An der Eilbek - ... Pause mit Hund

Hamburg – An der Eilbek – … Pause mit Hund

Hamburg - Fahrradweg entlang des Eilbekkanals ... traumhaft auch im Herbst!

Hamburg – Fahrradweg entlang des Eilbekkanals … traumhaft auch im Herbst!

Seit 2009 gibt es zehn Liegeplätze für Hausboote in einem speziellen Bereich des Eilbekkanals, die im Zuge des Pilotprojekts Wohnen auf dem Wasser eingerichtet wurden. Sie befinden sich zwischen Wagnerstraße und dem Lerchenfeld. Die Boote dort haben richtige Anschlüsse an die Kanalisation, verfügen über Strom und auch der Müll wird per Müllabfuhr entsorgt! Wenn Sie durch die Straßen wandern, sehen Sie, dass diese Hausboote oben an der Straße sogar eine eigene Hausnummer bekommen haben. Einige dieser Boote werden als Wohnung, andere als Büro genutzt und wie es heißt, lebt oder arbeitet der Bootsherr dort auf jeweils 130 bis 160 qm Wohn-/Bürofläche.

Hamburg - Eilbekkanal mit Hausbooten

Hamburg – Eilbekkanal mit Hausbooten

Hamburg - Die Richard-Wagner-Brücke in Pink. Rechts eines der Hausboote, das als Büro genutzt wird.

Hamburg – Die Richard-Wagner-Brücke in Pink. (Wagner und pink??)  Rechts eines der Hausboote, das als Büro genutzt wird.

Nachdem dieser Bereich mit den Liegeplätzen hinter Ihnen ist, durchfließt der Kanal den Kuhmühlenteich und nennt sich fortan Mundsburger Kanal. An ihm steht überaus fotogen die evang.-lutherische St. Gertrud Kirche (1881-1885). Und wenn Sie sich zwischen Kirchturm und Kuhmühlenteich einen Flecken vorstellen, dann haben Sie den geographischen Mittelpunkt von Hamburg.

Hamburg - Die Einmündung des Eilbekkanals in den Kuhmühlenteich. Rechts die St. Gertrud Kirche.

Hamburg – Die Einmündung des Eilbekkanals in den Kuhmühlenteich. Rechts die St. Gertrud Kirche.

Angler versuchen hier häufig ihr Glück. In dem Gewässer, das max. zwei Meter Tiefe und einen schlammigen Grund hat, fühlen sich Karpfen, Rotaugen und Brassen recht wohl. Einer der Herren erzählte mir, dass er Richtung Schwanenwik (dahin kommen wir gleich) auch schon einmal einen Zander gefischt hätte.

Hamburg - Herbst - Vom Kuhmühlenteich ein Blick zurück in den Eilbekkanal ...

Hamburg – Herbst – Vom Kuhmühlenteich ein Blick zurück in den Eilbekkanal …

Hamburg - Kuhmühlenteich mit St.-Gertrud Kirche - Die Brücke links dient der U-Bahn Überquerungsmöglichkeit. Im Hintergrund ist der Heinrich-Hertz-Turm (Fernsehturm) zu sehen.

Hamburg – Kuhmühlenteich mit St. Gertrud Kirche – Blick Richtung Mundsburger Kanal. Die Brücke links dient der U-Bahn als Überquerungsmöglichkeit. Ganz im Hintergrund ist der Heinrich-Hertz-Turm (Fernsehturm) zu sehen.

Direkt am Ausfluss des Teichs befand sich die Kuhmühle. Dass wir uns richtig verstehen: Es war eine Pulver- und Walkmühle! Sie hat jetzt keine Kühe zerkleinert!
Damals existierte dort allerdings Weideland, und zum Queren des Wassers trieb man seine Kühe über die – ganz klar! – Kuhbrücke. Später wurde ein Damm gebaut und der Stausee, der auf diese Art für den Betrieb einer Mühle entstand, war der Mühlenteich, bzw. eben wegen der vielen Kuhnachbarn – genau! – der Kuhmühlenteich. Die Mühle – immer noch dieser Logik folgend – also die Kuhmühle. Objwohl sie mit Kühen selbst herzlich wenig zu tun hatte.
Kommen Sie noch mit?
Heute ist rein gar nichts mehr davon zu sehen, doch früher standen sogar insgesamt acht Wassermühlen auf der Strecke entlang der Wandse bis zur Stadt! Sie dienten beispielsweise als Lack-, Pulver- oder Ölmühle. Der Kuhmühlenteich, diese Ausbuchtung der Eilbek, war – wie gerade gelernt – extra zum Betrieb der Kuhmühle angelegt worden, nur als man Ende des 19. Jahrhunderts den Eilbekkanal ausbaute und dabei den Wasserstand nivellierte, war das für das Betreiben einer Mühle absolut kontraproduktiv. Sie wurde abgebrochen.

Das hier ist noch einmal aus der Nähe gesehen die Überquerung für die U-Bahn, die via Uhlandstraße in Richtung Mundsburg und Hamburger Straße sowie in Gegenrichtung fährt.

Hamburg - Hochbahnbrücke am Ausfluss des Kuhmühlenteiches in den Mundsburger Kanal - Auch der Brückenpfeiler der gegenüber liegenden Seite zeigt symbolhafte Darstellungen ...

Hamburg – Hochbahnbrücke am Ausfluss des Kuhmühlenteiches in den Mundsburger Kanal – Der Brückenpfeiler zeigt symbolhafte Darstellungen …

Es lohnt sich durchaus, einen genaueren Blick auf die Granitpfeiler zu werfen. Es sind nämlich vier Bildfelder eingearbeitet, die – so heißt es – die Beherrschung der vier Elemente Luft, Erde, Feuer und Wasser darstellen. Teilweise in Szenen mit menschlichen Wesen (auf dem Foto oben raucht hinter den Personen ein Vulkan, was auf Feuer hinweist), aber auch mit vier verschiedenen Tierdarstellungen, die sich wie eine Banderole ein Stück um den Pfeiler wickeln (auf dem Foto weiter unten Vögel, die das Element Luft symbolisieren – es gibt auch noch Pflanzen, Fische, Schlangen und Feuersalamander)

Hamburg - Hochbahnbrücke (Strecke Uhlandstraße Richtung Mundsburg)

Hamburg – Hochbahnbrücke (Strecke Uhlandstraße Richtung Mundsburg)

Hamburg - Hochbahnbrücke am Ausfluss des Kuhmühlenteiches in den Mundsburger Kanal - Die Brückenpfeiler aus Granit haben symbolhafte Bilder ...

Hamburg – Hochbahnbrücke am Ausfluss des Kuhmühlenteiches in den Mundsburger Kanal – Die Brückenpfeiler aus Granit haben symbolhafte Bilder … Hier: Vögel als Symbol für Luft (s. auch Text)

Beim Weiterfahren mit dem Fahrrad fällt ab und zu etwas ins Auge, was dort nicht häufig auftaucht …

Hamburg - Am Mundsburger Kanal/Höhe HAW - Webversuche am Zaun: Guerilla Weaving statt Knitting ...?

Hamburg – Am Mundsburger Kanal/Höhe HAW – Webversuche am Zaun: Guerilla Weaving statt Knitting …?

Hamburg - Alster voraus - Blick vom Mundsburger Kanal Richtung Schwanenwik-Brücke und Außenalster

Hamburg – Alster voraus – Blick vom Mundsburger Kanal Richtung Schwanenwik-Brücke und Außenalster

Langsam kommt die Außenalster in Sicht. Die Schwanenwikbrücke befindet sich als letzte Straßenquerung noch vor Ihnen. An dieser Brücke werden gern Liebesschlösser befestigt und natürlich haufenweise Fotos aufgenommen. Mal mit Menschen, mal ohne Lebewesen im Bild, aber immer das Innenstadtpanorama inklusive der Kirchtürme im Hintergrund.

Hamburg  - Außenalster - Liebesschlösser an der Schwanenwik-Brücke

Hamburg – Außenalster – Liebesschlösser an der Schwanenwik-Brücke

Es ist herrlich dort, besonders, wenn Sie direkt hinunter ans Ufer wandern (oder wie ich Ihr Rad schieben bzw. abstellen). Die Wasservögel machen es sich hier gern bequem, die Menschen genießen die Atmosphäre und legen eine Pause ein. Gelegentlich dreht eines der Alsterfährschiffe seine Runde, von Zeit zu Zeit tuckert sogar der Rauch ausstoßende Dampfer, die St. Georg, vorbei. Erinnern Sie sich an unsere große Alsterrundfahrt mit einem der offenen Boote hier im Blog? Dort hatte ich Ihnen vieles von der Wasserseite aus gezeigt und erzählt. Von James Bond, dem anderen Mann, der im Wasser steht, dem Seehund, der Moschee etc. Falls Sie es nachlesen möchten, finden SIe nachstehend den Link zum Blogpost:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/07/03/sommer-sonne-alster-und-wie-ist-es-mit-ihnen/

Hamburg - Außenalster - Dampfer St. Georg ist auch unterwegs, begleitet von Teichrallen.

Hamburg – Außenalster – Dampfer St. Georg ist auch unterwegs, begleitet von Teichrallen.

Die Vögel relaxen allerdings nur so lange, bis wieder ein Nichtwissender (es ist gar nicht gestattet!) kommt und sie füttert. Dann werden sie unberechenbar! Ein über- und unter- und durcheinander Geflattere, ein Radau, man glaubt es nicht! Und ich schwöre Ihnen, es muss jede Möwe schreien! Jede! Ohne Ausnahme.

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Ruhe und einträchtiges Beisammensein. Alles ist gut, bis jemand kommt, der füttert ...

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Ruhe und einträchtiges Beisammensein. Alles ist gut, bis jemand kommt, der füttert …

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Man verträgt sich, man döst, man steht auf einem Bein, man putzt sich ...

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Man verträgt sich, man döst, man steht auf einem Bein, man putzt sich … Noch!

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Dirigentengänse ...

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Dirigentengänse … Oder haben Sie etwa gerade etwas entdeckt?

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Fasts noch zivilisiert. Nur mal gucken ...

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Fast noch zivilisiert. Wasservögel und Nicht-Wasservögel. Nur mal gucken …

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - .... und Action!

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – …. und Action!

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Versammlung! Und JEDE Möwe schreit!

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Versammlung! Und JEDE Möwe schreit!

Auch hier – wie am Eilbekkanal – entspannen die Menschen auf Bänken und sonnen sich. Darum ging es übrigens auch in der Überschrift! Sie glauben gar nicht, wer es noch alles tat – dieses sich dem Sonnenbad hingeben, dieses Blinzeln, sich Räkeln und Vitamin D tanken.

Hamburg - Außenalster - Schwanenwik - Entspannung am Wasser ... (Mitte: Drei Ruderer von E. Scharff)

Hamburg – Außenalster – Schwanenwik – Entspannung am Wasser … (Mitte: Drei Ruderer von E. Scharff)

Die Bulldogge erwähnte ich schon. Ein Streifenpolizist stand ans Fahrzeug gelehnt, hatte den Kopf in den Nacken gelegt, die Mütze noch ein Stück nach hinten geschoben und genoss die Sonnenstrahlen, während er wohl auf seinen Kollegen wartete, der offensichtlich länger ein Protokoll aufnahm. Die Angler am Kuhmühlenteich vorhin waren Sonnenanbeter, und an vielen Stellen saßen sie gehäuft und drängelten sich fast: Marienkäfer! So viele habe ich so spät im Jahr noch nie gesehen!

Und ich? Ich habe die Sonne auch genossen! Nur mir wurde sehr warm! Wer ahnt denn, dass es sich so entwickelt! Und dazu das Radeln! Die Jacke flog als erstes davon, dann die Strickjacke, das Halstuch … Mehr war nicht möglich. Sie wissen ja, Polizei in der Nähe, Anstand und so …

Hamburg - An der Schwanenwik-Brücke - Gondoliere ohne Gondel ... gewissermaßen.

Hamburg – An der Schwanenwik-Brücke – Gondoliere ohne Gondel … gewissermaßen.

Und irgendwann geht es erhitzt wieder heim. Noch ein letzter Blick über die Alster

Hamburg - Blick über die Außenalster Richtung Innenstadt

Hamburg – Blick über die Außenalster Richtung Innenstadt

Auf der Rückfahrt wurde ich überrascht. Ich wusste nämlich bisher nicht, dass ich offenbar auf einem Berg wohne! Einem unsichtbaren Berg, wie ich vermute. Sehr mysteriös! Ich dachte immer, in Hamburg gäbe es nördlich der Elbe nur in Blankenese nennenswerte Steigungen, dann die Hügel der Boberger Dünen, vielleicht noch den kleinen Rodelberg im Stadtpark und einen leichten Anstieg bei einer Straße in der Nähe, die bereits das verräterische, aber völlig unangebrachte Wort Berg in ihrem Namen trägt.
Doch eine Art schweißtreibende Passstraße zwischen Alster und meinem Wohnsitz in Hamburgs Osten …?
Mir fiel es bisher nie auf, nur Tatsache ist, dass ich auf dem Hinweg ohne großen Krafteinsatz dahinglitt, zurück aber die ganze Zeit rechtschaffen strampeln und mich anstrengen musste. Obwohl es nicht windig war!
Ist das jetzt Einbildung?
Tun Sie mir einen Gefallen und probieren Sie es bei Gelegenheit selbst aus. Ich muss das jetzt wissen! Ich will auch nicht drängeln, aber vielleicht kommen Sie noch in diesem Herbst dazu, wenn das Wetter weiterhin so schöne Tage bereithält. Falls wir wieder einen solch grauen und langen Winter wie 2012/2013 bekommen sollten, sollten Sie sich ohnehin vorher noch reichlich mit Sonne und blauem Himmel eindecken.
Es hat einen weiteren Riesenvorteil, sich der Sonne zuzuwenden und sie anzublinzeln. Walt Whitman formulierte es recht treffend: „Richte dein Gesicht immer zur Sonne, und die Schatten werden hinter dich fallen.“

©Oktober 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - Michèle. Gedanken(sprünge) @wordpress.com

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