Beiträge getaggt mit Schieberegler

Zwischendurch …

Erhoffen Sie heute nichts Weltbewegendes! Ich melde mich spontan zwischendurch. Der Titel hätte ebensogut anders lauten können: Getrennte Wege oder Schleichender Tod. Nur, mal ehrlich, wer will schon etwas dermaßen Trübsinniges – vor allem, wenn die Lage überhaupt nicht so extrem desolat ist!
Urteilen Sie bitte selbst:
Meine Maus starb letzte Woche einen siechenden Tod. Ich meine die felllose Maus, die vom Laptop. Sie muss den Transport zu meinem Workshop am vergangenen Wochenende übel genommen haben. Irgendwann wurde es zu eng für die Lütte. Platzmäßig. In der Tasche. Sie erlitt eine Quetschung.
Immerhin erst am Kursende.

Bei näherer Betrachtung daheim stellte sich heraus, dass sich die Achse verbogen und sich die Stellung des kleinen Rädchens obenauf geändert hatte. Es saß nicht mehr mittig, war nicht nur verschoben, sondern neuerdings in sich schief und ließ sich somit nicht an den ursprünglichen Platz zurückbewegen.
Beim Einsatz zeigte sich das Ausmaß der Sonntagsquetschung:  Scrollen war unmöglich, die rechte Maustaste hakte zudem, und irgendwie entwickelte sie ein für mich höchst erschütterndes Eigenleben.
Ständig wurde eine enorme Vergrößerung des Schriftbilds ausgelöst. Oder ein Wechsel auf eine vorangegangene Seite. Keine Ahnung, wie so etwas funktioniert. Es ließ sich nur nach völliger Deaktivierung der Maus und Einsetzen des Touchpads wieder rückgängig machen. Touchpad-Nutzung als Alternative ist gut und schön, geht auch – doch eine Sache macht mich kirre: damit Fotos zu bearbeiten.

Deshalb gibt es dieses Hallo zwischendurch und nicht den ursprünglich geplanten, bebilderten Beitrag. Für den wäre nämlich haargenau diese Prozedur nötig gewesen. Zig Aufnahmen verkleinern, vergrößern, ausschneiden, Licht nachbessern, Kontrast eventuell nachregulieren etc.
Mein Programm zum Optimieren von Bildern besitzt diese Schieberegler, die Sie mit dem Cursor der Maus anklicken können, um sie nach links oder rechts zu bewegen. Ein Klick, und das Debakel begann. Die Maus verschob eigensinnig nach links.
Ausschließlich dorthin! Was anderes kam nicht in Frage!
Und sie hörte überhaupt nicht damit auf. Immer bis zum Anschlag. Dem Luder war völlig schnuppe, was ich davon hielt! Jeder Stopp-, jeder Änderungsversuch meinerseits – es war alles für die Katz’. Wie von Geisterhand angeschoben wanderte der Schieber ständig zur linken Seite.
Jedes Bild verlor also zunächst unaufhaltsam sämtliche Farbe und wurde im nächsten Schritt komplett finster. Das Endprodukt wirkte so ähnlich wie eine nächtliche Schlammaufnahme.
Um dem Frust keine Chance zu geben, beschloss ich es mit Humor zu nehmen, nannte es künstlerisch wertvoll und taufte die Neukreation „Fango bei Neumond“.
Die Schöpfung ließ sich nur beim besten Willen nicht für den Bretagne-Blogpost, Teil 5 verwenden …

Die Macken wurden immer ausgefallener. Ich wollte die Trennung. Am Donnerstagabend kam die Neue. Sie wurde eingestöpselt und für gut befunden. Ganz folgsam ist sie. Macht, was ich ihr sage. Feine Maus.
Nur ausdenken und schreiben muss ich weiterhin selbst.
Ich werde jetzt sehen, dass ich irgendwo noch ein bisschen Extrazeit zusammenkratze, damit Sie demnächst im Blog auch wieder zusätzlich ein paar Fotos vorfinden.

Linksdrall. So hätte er auch heißen können. Der Blogpost …

©by Michèle Legrand, Februar 2015
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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