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Ente? Oder Huhn …? Auf jeden Fall Kamelien und Ohrringe.

Unterwegs in Eichtalpark und Botanischem Sondergarten Wandsbek.

Die Sonne! Jetzt hält einen nichts mehr drinnen, oder? Mittwoch am späten Nachmittag wurde es schön, nachdem die Sonne es endlich geschafft hatte, den hartnäckigen Hochnebel zu vertreiben. Also schnell die Jacke übergeworfen, das Fahrrad geschnappt, entlang der Wandse geradelt und Kurs eingeschlagen Richtung Eichtalpark sowie Botanischen Sondergarten Wandsbek.

Hamburg - An der Wandse entlang (stadtauswärts Richtung Eichtalpark)

Hamburg – An der Wandse entlang (stadtauswärts Richtung Eichtalpark)

Ist das schön, endlich wieder einmal Wärme auf der Haut zu spüren! An geschützten Plätzen lässt es sich bereits gut aushalten …

Entlang der Wandse - Die "Austreiber" im Eichtalpark ...

Entlang der Wandse – Die „Austreiber“ im Eichtalpark …

Entlang der Wandse - Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Entlang der Wandse – Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Wer radelt, macht auch Pausen. Kurze Unterbrechung am Wasser, um den Grund für das Spektakel bei den Enten zu erkunden.

„Hast du gesehen? Da ist eine! Und da auch …! Die kenne ich!“ Der Steppke auf seinem Minifahrrad, der eben neben mir am Geländer der kleinen Brücke über die Wandse gehalten hat, blubbert aufgeregt drauf los. Er erzählt fröhlich, dass er häufig hier vorbeikommt mit seinem Papa. (Der ist allerdings noch außer Sicht.) Das Endziel sei immer der große Spielplatz im Eichtalpark. Er kenne den Weg …
„Gestern habe ich eine ganz neue Ente gesehen“, erklärt er mir sehr ernst, gerade als sein etwas aus der Puste geratener Vater ihn endlich eingeholt hat. Den letzten Satz des Filius‘ hat er daher vernommen. Er fragt leicht belustigt:
„Was hast du gesehen? Eine ganz neue Ente? Tatsächlich?“
Es verblüfft mich ebenfalls, wie der Junge das Entenvolk hier wohl auseinanderhält und obendrein eine weitere Ente als neu hinzu gekommen erkennt. Ich hätte enorme Schwierigkeiten! Gerade heute! Neun Erpel (ein Original und acht Klone) belästigen eine einzelne Entendame, die empört reagiert und laut protestierend dem Pulk der Männer entflieht.

Hamburg - Eichtalpark - Neun Erpel und dazwischen eine "Sie" ...

Hamburg – Eichtalpark – Neun Erpel und dazwischen eine „Sie“ …

„Wie sah sie denn aus“, fragt sein Papa, „die von gestern?“
„Ganz schwarz und dann ein bisschen weiß und rot“, antwortet er nach kurzem Überlegen.
„War die genauso groß wie die anderen Enten? Oder vielleicht größer?“
„Nee, die war nicht größer, Papa. Ich glaube kleiner …“
„Wahrscheinlich war es ein Teichhuhn.“
„Papa! Nie! Also ein Huhn, das sieht echt total anders aus …!“
„Teichhühner sind keine Hühner, wie …“, beginnt sein Vater, kommt jedoch nicht weiter, denn Sohnemann kontert bereits:
„Ich weiß!“ Er runzelt die Stirn. „Ich sag ja auch, da war ´ne neue Ente, Papa! Kein Teichhuhn, eine Teichente!
Sein Interesse an einer Fortsetzung der Diskussion ist gleich null. Leicht genervt setzt er hinzu:
„Papa, wir wollen jetzt zur Rutsche. Komm endlich …!“

Er hat seine Prioritäten, ich die meinen. Bei mir steht anstelle der Rutsche der Botanische Sondergarten Wandsbek erneut oben auf der Liste. Weit ist es nicht mehr. Sie waren übrigens auch schon dort! Erinnern Sie sich noch an prachtvolle Staudenbeete oder  z. B. auch an den Taschentuchbaum?  Der steht in diesem besonderen Park.

Beim Blick in den eigenen Garten Anfang April könnte man auf die Idee kommen, dass wahrscheinlich noch nicht sonderlich viel zu sehen ist im „Bosowan“. Weit gefehlt! Sicher, die großen Flächen, die üblicherweise von den Stauden belegt sind, wirken noch etwas kahl.  Es sprießt jedoch an vielen Stellen. Die Belaubung der Gehölze startet langsam. Jedoch gibt es auch schon zu dieser frühen Jahreszeit ganz eigene Höhepunkte.
Schauen Sie einmal!
Da wären die Narzissen auf der Wiese und die Frühlingsblüher Lerchensporn (Corydalis cava), Beinwell (Symphytum) sowie Christrosen (Orientalische Nieswurz, Helleborus orientalis)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Narzissenwiese ...

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Narzissenwiese …

Botanischer Sondergarten Wandsbek - rosa  Lerchensporn und gelber Beinwell

Botanischer Sondergarten Wandsbek – rosa Lerchensporn und gelber Beinwell

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Helleborus orientalis (Christrose, Orientalische Nieswurz)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Helleborus orientalis (Christrose, Orientalische Nieswurz)

Die Sonne geht mitten im Beet auf: ein Adonisröschen

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Lerchensporn (Corydalis cava),  rosa und ein Adonisröschen ...

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Lerchensporn (Corydalis cava), rosa und ein Adonisröschen …

… oder hier Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Beales Mahonie (Mahonia bealei) und Blut- oder Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum), Zierquitte (Chaenomeles) sowie Duftender Winterschneeball (Viburnum x botnantense „Dawn“).

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Auch die Scheinhasel blüht ... (Corylopsis pauciflora)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Auch die Scheinhasel blüht … (Corylopsis pauciflora)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Farbenfroh der Blattaustrieb und dazu gelbe Blüten:  die Beales Mahonie (Mahonia bealei)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Farbenfroh der Blattaustrieb und dazu gelbe Blüten: die Beales Mahonie (Mahonia bealei)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Noch bevor die Blätter so richtig da sind, blüht sie bereits_Die Zierquitte (Chaenomeles)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Noch bevor die Blätter so richtig da sind, blüht sie bereits: Die Zierquitte (Chaenomeles)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Der duftende Winterschneeball (Viburnum x botnantense 'Dawn')

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Der duftende Winterschneeball (Viburnum x botnantense ‚Dawn‘)

Meine besonderen Lieblinge in diesen bisher noch so unwirtlichen Monaten März und April sind vom Anblick her einige übermannshohe, dunkelgrün belaubte Pflanzen aus Asien. Ist es nicht erstaunlich, welche Blütenpracht Kamelien (Camellia japonica) bereits ab März auch im Freiland (nicht nur in den Gewächshäusern) zu produzieren vermögen? Die Form der zarten, gefüllten Blüten erinnert an die von Rosen oder auch Päeonien. Ein derartiges Farb- und Blühspektakel zu diesem Zeitpunkt wirkt daher fast unwirklich, da eine für das Auge in vergleichbarer Form vorkommende Blütenpracht sonst erst in den warmen und sonnigen Monaten zwischen Mai und Hochsommer startet.

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Voller Knospen und Blüten:  die Kamelie (Camellia japonica)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Voller Knospen und Blüten: die Kamelie (Camellia japonica)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Anfang April - Blütenhochzeit bei der Camellia japonica (Kamelie)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Anfang April – Blütenhochzeit bei der Camellia japonica (Kamelie)

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Kamelienblüte aus der Nähe (Camellia japonica)

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Kamelienblüte aus der Nähe (Camellia japonica)

Wir sind fast am Ende des kleinen Rundgangs. Nur noch dieser Baum voraus! Liebe Blogbesucher, erkennen Sie ihn im Gegenlicht?

Botanischer Sondergarten Wandsbek - Was sich hier langsam entfaltet, sind die Blüten an einem Prachtexemplar von Magnolie

Botanischer Sondergarten Wandsbek – Was sich hier langsam entfaltet, sind die Blüten an einem Prachtexemplar von Magnolie

Es ist eine Magnolie, an der sich im Moment gerade die ersten von gefühlt tausenden weißen Blüten öffnen. Ein phantastisches Gefühl, genau darunter zu stehen, zu den aufspringenden Knospen heraufzuschauen und diese Leichtigkeit, die von den zarten Blütenblättern ausgeht, plötzlich am eigenen Körper spüren. Spontan blitzt der Gedanke auf, es würden in luftiger Höh’ unzählige weiße Schmetterlinge abheben …

Botanischer Sondergarten Wandsbek - ... ein Stück dichter heran und dann  zu den Magnolienblüten hinaufgeschaut

Botanischer Sondergarten Wandsbek – … ein Stück dichter heran und dann zu den Magnolienblüten hinaufgeschaut

Wir haben das Ausgangstor erreicht. Tja, denn … Oder warten Sie kurz! Ich möchte Ihnen den folgenden Dialog eines jüngeren Pärchens auf einer Parkbank, direkt dort, wo mein Fahrrad angeschlossen ist, nicht vorenthalten!

„Ich habe vorhin schon mal wegen neuer Ohrringe geschaut.“
Ich horche etwas auf, denn dieser Satz kommt nicht von ihr, sondern von ihm. (Meint er jetzt welche für sie oder für sich?) Während ich das Zahlenschloss öffne, spähe ich hinüber. Seine Sitzposition ist günstig, und da seine Haartracht nicht besonders üppig ausfällt, sieht man obendrein bestens die Ohren. Er trägt silberne Ohrstecker in Ankerform.
„Ach ja, du wolltest ja noch andere. Was für welche denn?“, fragt sie interessiert.
(Also für ihn.)
„Ich dachte, ich nehme mal welche mit einem Stein. Da gibt es zwei verschiedene Stecker in dieser Art. Der eine hat was, das sieht aus wie ein Brilli, bei dem anderen ist die Farbe dunkelgrün. Also so wie Glas. Wie Flaschen. Ich fand beide ganz gut. Konnt‘ mich nicht entscheiden. Was findest du denn besser? Welche soll ich nehmen?“
Er sitzt aufrecht. Sie liegt auf der Bank auf dem Rücken, seinen Schoß als Kopfpolster. Sie schweigt einen Moment, grient ihn dann an und sagt:
„Die, mit denen du besser hören kannst ….“
Sie handelt sich damit einen Klaps ein, richtet sich laut protestierend auf und geht über zur Gegenwehr …
Kommen Sie, ehe es in eine wüste Klopperei ausartet, verziehen wir uns lieber! ^^
Wir gehen gelegentlich wieder hin.

Ein schönes Wochenende für Sie mit hoffentlich noch viel Sonnenschein!

© by Michèle Legrand, April 2015
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

 

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Die Walking Acts!

QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Outfit: SIGNUM - charmant präsentiert.

QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Outfit: SIGNUM – charmant präsentiert.

Walking Acts
Der vermutlich härteste Part im Wettbewerb! Körperlich enorm anstrengend!
Walking hört sich fälschlicherweise nach recht gemütlich an. Nach nur ein bisschen hin und her promenieren.
Von wegen!
Wahrscheinlich sind es Kilometer, die zusammenkommen. Nicht in gemütlichen Freizeitschuhen, nicht auf dem Waldweg, nicht mit entspannt-eingefallener Haltung, Musik vom iPod und relaxten Gesichtszügen!
Oh, nein!
Spätestens jetzt kommt es ans Licht:
Das Model-Leben ist kein Ponyhof!
Enthusiasmus, jedoch auch viel harte Arbeit.
Motivation, aber gleichzeitig schmerzhafte Blasen an den Füßen.
Glücksgefühl, doch auch bleierne Müdigkeit.
So sieht das aus!
Und so sollten Sie sich den momentanen Zustand der 72 Nachwuchsmodels vorstellen, die am vergangenen Wochenende eine weitere Herausforderung zu bewältigen hatten:
Happy, aber erschöpft.

Beim Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 stand die nächste Entscheidungsrunde an.
Die Aufgabe:
Präsentation der Modemarken der im EKZ Quarree ansässigen Geschäfte (Kleidung, Taschen, Schuhe sowie Schmuck), Nutzung des gesamten Gebäudekomplexes und des Außenbereiches als Lauffläche, Umsetzen des Erlernten (Choreographien, Drehungen, Wenden), Anwendung der gelernten Posen – sowohl als kurze Unterbrechung beim Lauf als auch anlässlich des ebenfalls angesetzten Ein-Minuten-Fotoshootings – und nicht zu vergessen: lächeln!

Im Anschluss an die großen Modenschauen Ende April, startete für diejenigen Talente, die damals überzeugen konnten und eine Runde weiterkamen, der Workshop II. Seitdem trainierten die jungen Damen und Herren wie sie synchron als Gruppe auftreten, achteten auf die Körperhaltung, lernten, wie sie über längere Zeit ihre Körperspannung halten, übten besagte Choreographien, trainierten daheim vor dem Spiegel Posen für das anstehende Fotoshooting, erschienen bei den Anproben und sahen dem neuen Event nun mit Vorfreude und gewissem Lampenfieber entgegen.

Das EKZ Quarree bot an den beiden Veranstaltungstagen (15. und 16. Juni 2013) generell ein vielfältiges Programm für seine zahlreichen Kunden. Die Gartenausstellung lief weiterhin in der großen Halle, die Sieger des Wettbewerbs „Die 80 schönsten Gärten Wandsbeks“ wurden am Verkaufsoffenen Sonntag gekürt. Mehrere Kinder- und Jugendgruppen führten Hip-Hop- und Breakdance-Einlagen vor, Sonntags-Bummler zog es zum Shoppen und mittendrin zeigten sich motiviert, gut gelaunt und farbenfroh gekleidet, die Nachwuchsmodels.

Hatten sie beim letzten Mal den einen, sehr begrenzten Laufsteg, bunte Strahler auf sich gerichtet sowie Musik, die ihren Auftritt begleitete und die Aufmerksamkeit auf sie zog, so stand dem jetzt das weitläufige und mehrgeschossige Einkaufszentrum sowie dessen Außengelände als im Vergleich dazu riesige Lauffläche gegenüber.
Es bedeutete nicht nur, dass sie sich ihre Touren gut einzuprägen hatten, ihre Start- und Laufzeiten, ihre Treffpunkte und Geschäfte zum Wechsel der Outfits, sie mussten vor allem darauf achten, ohne Musik als Gruppe dennoch harmonisch aufzutreten, den Gleichschritt zu beachten, das Tempo abzustimmen und darauf, interne Zeichen und Absprachen zu verstehen und zu berücksichtigen. Noch mehr Disziplin, noch mehr Teamgeist war gefragt – und eine gute Kondition angesichts der Strecken und der Veranstaltungsdauer.

Zehn Gruppen traten an. Sechs Damen-Teams, drei Herren-Gruppen und ein weiteres Team mit den jungen XL-Damen (ab Gr. 42).

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Outfit: Paparazzi

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Outfit: Paparazzi

Lassen Sie nun alles weitere (Ablauf,  Örtlichkeiten, das Foto-Shooting, die Visagisten, die Fotografen, die Reaktion der Zuschauer etc.) via Bild auf sich zukommen. Ich werde mich darauf beschränken, zu allem teils kürzere, teils längere Kommentare abzugeben, so dass es für Sie kurzweilig bleibt.

Die Trainer – die Jury
In diesem Jahr begleiteten die Trainer selbst die Teams am ersten Tag durch das Quarree und bewerteten dabei deren Aktion.  Alexander Strauß, Priscilla Kuhlmann, David Gonzalez, Anna-Marie und Yasemin ließen die Gruppen am zweiten Tag eigenständig laufen, doch waren sie als Beobachter und Kommando-Geber in unterschiedlichen Zonen anwesend. Anweisungen gaben sich die Teams auch selbst, wenn sie zum Posieren stehenblieben („Pose!“) oder danach weitergingen („Walk!“). Wie sonst soll ein gleichzeitiges, synchrones Agieren funktionieren …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Abmarschbereit für die Präsentation der Marke SIGNUM

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Abmarschbereit für die Präsentation der Marke SIGNUM

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Schuhe von LOVEBOOTS

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Schuhe von LOVEBOOTS

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Brücken-Models ... Die Herren in Sommermode von Anson's

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Brücken-Models … Die Herren in Sommermode von Anson’s

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Schmuck!

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Schmuck!

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Mode von  Ulla Popken

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Mode von Ulla Popken

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Zwischenstopp beim Walk zum Posieren

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Zwischenstopp beim Walk zum Posieren

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  ... mitten durch das Eiscafé

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – … mitten durch das Eiscafé

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Gemeinsamer Walk der Damen und Herren ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Gemeinsamer Walk der Damen und Herren …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Bevor es wieder weitergeht ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Bevor es wieder weitergeht …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Die Herren im Freizeit-Look  (ganz oben Trainer David Gonzalez)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Die Herren im Freizeit-Look (ganz oben auf der Rolltreppe Trainer David Gonzalez)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Präsentation für Fitness First

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Präsentation für Fitness First

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Präsentation der TE-Mode auf der Rolltreppe. Die Dame vorne hat noch nicht mitbekommen, was hinter ihr passiert.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Präsentation der TE-Mode auf der Rolltreppe. Die Dame vorne hat noch gar nicht mitbekommen, was hinter ihr passiert.

Das Ein-Minuten-Foto-Shooting
Im Gegensatz zum Fünf-Sekunden-Shooting im April, bei dem in der Praxis nicht mehr als drei Posen möglich waren, blieben Model und auch Fotograf diesmal genau 60 Sekunden. Das Model hatte sich idealerweise darauf vorbereitet und bot dem Mann bzw. jetzt auch der Frau hinter der Kamera diverse Posen und – sehr wichtig –  Gesichtsausdrücke an.
Sie können zwar als Model einen besonderen Typ verkörpern oder besonders geeignet sein für eine ganz spezielle Sparte – vielleicht weil Sie besonders zart oder aber auch extrem sportlich wirken, weil Sie sehr helle Haut, ein Tattoo, eine besondere Haarfarbe oder extrem lange Finger/Beine besitzen. Doch oft sind es gar nicht die reinen Äußerlichkeiten (viel kann da noch getrickst werden durch Make Up, Frisur, Kleidung), sondern es ist die wandelbare Ausdrucksfähigkeit, die alles bewirkt. Deshalb wünscht sich im Grunde jeder ein vielseitiges Model, das ein Gespür dafür besitzt, welcher Ausdruck bzw. welche Haltung gebraucht wird – ein Model, welches es auch prompt umsetzen kann!
Um es mit Autos zu vergleichen: es muss passen! Ihnen nützt kein Porsche in der Fußgängerzone. Da kann der Porsche noch so schön sein. Ein Model weiß, wann es Porsche und wann eher Fahrrad mit Motorantrieb zu sein hat. Und um weiter bei diesem Vergleich zu bleiben, es sollte – was Ausdrücke und Posen angeht – eine gut und vielfältig bestückte Garage besitzen.

Eine neue Fotografin ergänzt das Team! Mandy Bartsch ist nun mit dabei  (https://www.facebook.com/mandybartschphoto)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - Neu mit dabei und beim Fotoshooting am 15.06.2013 hinter der Kamera: Fotografin Mandy Bartsch

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Neu mit dabei und beim Fotoshooting am 15.06.2013 hinter der Kamera: Fotografin Mandy Bartsch

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Das Foto-Shooting mit Fotograf Andreas Grav

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Das Foto-Shooting mit Fotograf Andreas Grav

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Aufbau für ein Gruppenfoto draußen. Mit Fotograf Gregor Szielasko. Links im Bild Trainer David Gonzalez

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Aufbau für ein Gruppenfoto draußen. Mit Fotograf Gregor Szielasko. Links im Bild Trainer David Gonzalez

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Das 1-min.-Shooting

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Das 1-min.-Shooting

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - ... und die nächste Gruppe wartet schon aufs Shooting und schaut bei der Kollegin zu

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – … und die nächste Gruppe wartet schon aufs Shooting und schaut bei der Kollegin zu

Schauen Sie doch bitte einmal auf die  Haare dieses schönen Models. Wie sie ein bisschen wehen … wehen? Richtig, es gibt diesmal sogar eine Windmaschine beim Foto-Shooting!

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Links Shooting und rechts wird  jemand schnell noch schöner gemacht.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Links Shooting und rechts wird jemand schnell noch schöner gemacht.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Gruppenfoto außen und der Wind bläst kräftig ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Gruppenfoto außen und der Wind bläst kräftig …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - ... so kräftig, dass hinter fliegenden Tüten hergejagt werden muss.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – … so kräftig, dass hinter fliegenden Tüten hergejagt werden muss.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Man ist bemüht, keinen aufzuhalten, aber manchmal muss ein Auto auch warten beim Shooting ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Man ist bemüht, keinen aufzuhalten, aber manchmal muss ein Auto auch warten beim Shooting …

Die Make Up Artists (Visagisten)
Das Wettbewerbsteam rund um Alexander Strauß hatte wieder das Glück, auf die angehenden Make Up Artists der Face Art Academy (Hamburg) zurückgreifen zu können.  Bei der Academy wird ein Jahr in Vollzeit ausgebildet. Manche Studenten haben bereits vorab eine Ausbildung als Friseur/Friseuse, Kosmetikerin o. ä., doch es ist keine Voraussetzung für die Aufnahme. Die am Wochenende anwesenden jungen Damen, die mir auch meine Fragen netterweise beantworteten, werden im September ihre Abschlussprüfung ablegen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - Die Make Up Artists von der Face Art Academy. Links Samaneh, rechts Babette, die einen Moment das Shooting verfolgt.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Die Make Up Artists von der Face Art Academy. Links Samaneh, rechts Babette, die einen Moment das Shooting verfolgt.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - Julia-Maria (links) und Lisa (rechts), ebenfalls von der Face Art Academy und bereits seit 9.30 h hier im Einsatz

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Julia-Maria (links) und Lisa (rechts), ebenfalls von der Face Art Academy und bereits seit 9.30 h hier im Einsatz

Die Spezialistinnen sind schon seit 9.30 Uhr da. Sie wissen bereits, was getragen wird. Sie schminken Teams, die gleich „gebranded“ (in Outfits der gleichen Marke und farblich harmonierend gekleidet sind)  einheitlich und passend zum Style. Sie haben alles dabei, was nötig werden könnte.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - Neu ...Nachbessern ... Auffrischen ... Ändern ... Sie macht alles: Lisa von der Face Art Academy.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Neu …Nachbessern … Auffrischen … Ändern … Sie macht alles: Lisa von der Face Art Academy.

Diese Pinselauswahl erinnert mich an die Pinsel, die ich vor einiger Zeit für die Ölmalerei verwendete. Fast die gleiche Auswahl und Menge. Nur hatte ich eine größere, dafür aber recht platte Leinwand zur Verfügung …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - Nur eine kleine Pinselauswahl der Visagisten ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Nur eine kleine Pinselauswahl der Visagisten …

Babette erklärt mir, wofür welche Pinsel vorgesehen sind. Mich interessiert natürlich, ob man tatsächlich für das Schminken eines einzigen Gesichts immer alle benötigt. Sie und auch Samaneh räumen ein, dass häufig weniger ausreichen. Es sind letztendlich auch persönliche Präferenzen, mit welchem Pinsel und mit welcher Pinselstärke der einzelne Visagist am besten arbeiten kann und das vorteilhafteste Ergebnis erzielt.
Also alles wieder wie bei mir und der Ölmalerei. Da konnte ich auch mit dem Fächerpinsel besser als mit dem Katzenzungenpinsel …

Achtung, Kamera!
Es wird gefilmt! Das Team von AVP aus Berlin ist vor Ort!

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Das Filmteam ist heute mit dabei ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Das Filmteam (AVP, Berlin) ist heute mit dabei …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -   ... und während gefilmt wird, interviewt  Coach und Stylist Alexander Strauß die Mädchen im Steffi-Moden Outfit

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – … und während gefilmt wird, interviewt Coach und Stylist Alexander Strauß die Mädchen im Steffi-Moden Outfit

Die Zuschauer
Die Reaktion der Besucher des Einkaufszentrums war zum weitaus größten Teil überaus positiv. Mit vielen kam ich ins Gespräch, ohne dass ich sie direkt anreden und „belästigen“ musste. Wenn Sie wie ich stundenlang vor Ort sind, werden Sie manchmal von der Seite angestupst.
„Sie …!  Sie gehören auch dazu, habe ich recht?“
Und schon kann ich zurückfragen.
„Sie müssen aber auch schon länger zuschauen, wenn ich Ihnen auffalle.“
Dann kommt es heraus. So finden Sie die Damen und Herren, die auch wenn sie ihr Eis schon lange aufgegessen haben, immer noch auf dem langen Kunstledersofa des Eiscafés sitzen und warten, dass ein weiteres Model-Team ihren Weg kreuzt.
Das ist der Logenplatz im Quarree!
Von dort aus können Sie die Gänge auf und ab sehen, haben die Brücken im Blick und wenn Sie sich umdrehen, präsentiert sich Ihnen das Geschehen auf den Rolltreppen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Mitten hindurch ... vorbei an den begehrten Plätzen (Sofa mit Ausblick am Eiscafé Giovanni L)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Mitten hindurch … vorbei an den begehrten Plätzen (Sofa mit Ausblick am Eiscafé Giovanni L)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 16.06.2013  –  … in der ersten Reihe sitzen.

Einen anderen Vorzugsplatz fanden vier befreundete junge Herren, die eine freie Stunde hatten und letztendlich beschlossen, die gesamte Zeit auf den Außenplätzen des italienischen Restaurants Da Franco mit einem Cafè verbringen. Sie hatten von dort aus den Eingang des Fotoshooting-Raums unmittelbar im Blick und erlebten  besonders die Außenaufnahmen (Gruppenfotos) direkt vor ihrer Nase.

Model Contest QUARREEGESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Der Versuch, aus Spaß eine äußerst wackelige Pose für das Gruppenfoto zu kreieren ... Dieser Wind!

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Der Versuch, aus Spaß eine äußerst wackelige Pose für das Gruppenfoto zu kreieren … Dieser Wind!

Der Wind wehte am Sonntag recht frisch und manch bewusst lustig gestaltete Pose der Models erwies sich als instabil, so dass das Gelächter oft groß war. Bei den Models, aber eben auch bei den Herren. Sie behaupteten jedoch felsenfest, sie hätten gerade über etwas ganz anderes geredet und schworen treuherzig, sie würden sich doch niemals, nie nie nie  im Leben über die Mädchen lustig machen.
Glauben wir Ihnen nun oder sind sie allesamt höchst charmante Schwindler?

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 -  Da wären noch diese vier befreundeten, gutgelaunten QUARREE-Besucher, die einen Logenplatz mit Blick auf das Fotogeschehen haben ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Da wären noch diese vier befreundeten, gutgelaunten QUARREE-Besucher, die einen Logenplatz mit Blick auf das Fotogeschehen haben …

Auf jeden Fall durfte ich von ihnen ein Foto machen.
(Ein Dankeschön noch einmal an die Herren! ^^)

Mütter mit Kindern und ältere Menschen sparen nicht mit Lob. Mütter finden es prima, dass sie so nicht in jeden einzelnen Laden müssen (Ladenbesitzer bitte weghören) und trotzdem die Modetrends zu sehen bekommen. Zudem liefern die Models Unterhaltung für ihren Nachwuchs. Der Nachwuchs ist schon irritiert und stellt Fragen, wenn Schuhe auf einem Tablett präsentiert werden …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Schuhe werden natürlich auf dem Tablett serviert ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Schuhe werden natürlich auf dem Tablett serviert …

Die „waschechten“ Bayern werden viel beachtet, weil sie als besonders große Gruppe und mit im Norden ungewöhnlichem Outfit natürlich gleich ins Auge fallen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - ... und das können sie auch: als waschechte Bayern durchgehen. Die Herren-Models im Outfit von C&A.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – … und das können sie auch: als waschechte Bayern durchgehen. Die Herren-Models im Outfit von C&A.

Viele lassen sich inspirieren, schauen auf die Tüten, die von den Models getragen werden, um darauf den Schriftzug des Geschäfts zu entziffern. Das bedeutet, sie wollen dort noch vorbeischauen (Ladenbesitzer bitte wieder hinhören).
Junge Leute, die die präsentierenden Teams beobachten, stellen häufig Vergleiche an. Kann der/die was, was ich auch könnte? Würde mir stehen, was ihr/ihm steht?

Das Posing sorgt generell für Amüsement und ist einen weiteren Hingucker wert …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Brücken-Models ... Action! Neue Pose!  Amüsierte Zuschauer.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Brücken-Models … Action! Neue Pose! Amüsierte Zuschauer …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Im Outfit von AUST. Achten Sie einmal darauf: Noch ist mittlere Aufmerkamkeit bei den Pasanten ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Im Outfit von AUST. Achten Sie einmal darauf: Noch ist mittlere Aufmerkamkeit bei den Pasanten …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Pose! Und schon bleibt man stehen und schaut genauer ... - Outfit:  AUST

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Pose! Und schon bleibt man stehen und schaut genauer … – Outfit: AUST

Es gibt nur eins, was manche Kunden an diesem Wochenende etwas stört: Das ist das Zusammentreffen von mehreren Veranstaltungen. Es wird an einigen Stellen im Zentrum sehr warm und wühlig. Wer wirklich gezielt für Erledigungen gekommen ist, fühlt sich von Zeit zu Zeit gestoppt und reagiert durchaus leicht genervt. Sie kennen den Drang und auch die Freiheit, auf Rolltreppen zu überholen. Das geht an diesem Tag nicht so ohne Weiteres. Denn posiert vor Ihnen eine Gruppe Models, wird sich beherrscht, das Verlangen nach Vorbeiziehen unterdrückt. Ähnlich wie auf der Landstraße. Haben Sie nur einen Trecker vor sich, werden Sie überholen. Ist viel Verkehr und die ganze Bundeswehr-Kolonne dort, bleiben Sie dahinter.
Und die Zuschauer im Quarree?
Die einen lassen sich davon ablenken, nehmen sich die Zeit und schauen auf ansehnliche junge Damen und Herren, bei den Eiligeren geht der Blick halt zur Armbanduhr …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 -  Im Outfit von Crew Clothing Co.  ... und Sie sehen, manchmal möchten Zuschauer auch nur schnell unerkannt vorbei ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Im Outfit von Crew Clothing Co. … und Sie sehen, manchmal möchten Zuschauer auch nur schnell unerkannt vorbei …

Kommt selten vor, aber wenn jemand an der Rolltreppe ein bisschen vordrängelt, steht er halt auf einmal mittendrin:

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts  16.06.2013 - Auch das kommt vor: Jemand gerät unverhofft dazwischen ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Auch das kommt vor: Jemand gerät unverhofft dazwischen …

Die Models selbst erhalten mehrheitlich Lob, doch – wie bereits im letzten Jahr – kommt durchaus auch die ein oder andere dumme Bemerkung. Besonders die Gruppe der PlusSize-Damen ist betroffen. Nur wenn ich mitbekomme, dass Kommentare – beispielsweise bezüglich des Gewichts – von einem Menschen kommen, der offenbar schon länger nicht mehr in den Spiegel geschaut hat, dann kann ich den jungen, sehr hübschen XL-Damen nur sagen:
Da backen wir uns doch ein Ei drauf!

Model Contest QUARREE  GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Gruppenfoto draußen

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Gruppenfoto draußen

 

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 15.06.2013 - Die Ladies präsentieren die Mode von  Ulla Popken

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 15.06.2013 – Die Ladies präsentieren die Mode von Ulla Popken

Weitere Bilder vom Sonntag (16. Juni 2013):

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Präsentation und Posing für Medimax ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Präsentation und Posing für Medimax …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Zwischen Fisch und Oliven hindurch.  Die Neu-Bayern in Mode von C&A

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Zwischen Fisch und Oliven hindurch. Die Neu-Bayern in Mode von C&A

Model Contest QUARREE GESICHTER  2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Mode von C&A

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Mode von C&A

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Crew Clothing Co.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Outfit: Crew Clothing Co.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Präsentation der Kollektion von adidas (Karstadts sports)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Präsentation der Kollektion von adidas (Karstadts sports)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Models mit Schmuckstücken von CHRIST (Brücke vorne und auch hinten)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Models mit Schmuckstücken von CHRIST (Brücke vorne und auch hinten)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Die Fahrt auf den Rolltreppen eignet sich hervorragend fürs Posen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Die Fahrt auf den Rolltreppen eignet sich hervorragend fürs Posen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Im oberen Geschoss unterwegs für Steffi-Moden

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Im oberen Geschoss unterwegs für Steffi-Moden

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Man erkennt schon, auf welcher Rolltreppe Models unterwegs sind ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Man erkennt schon, auf welcher Rolltreppe Models unterwegs sind …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts  16.06.2013 -  Outfit Camp David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Outfit Camp David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts 16.06.2013 - Mode: Hard Rock Café (Couture)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts 16.06.2013 – Mode: Hard Rock Café (Couture)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Die Herren präsentieren Tom Tailor

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Die Herren präsentieren Tom Tailor

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts - 16.06.2013 - Diesmal im Outfit von TE ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – 16.06.2013 – Diesmal im Outfit von TE …


Fazit und Ausblick:
Es war insgesamt wieder eine schön gestaltete,  gut besuchte und unterhaltsame Veranstaltung. Die Wettbewerbsteilnehmer haben sich wacker geschlagen, am zweiten Tag in der Leistung trotz wunder Füße und nachlassender Kräfte sogar noch zugelegt. Sowohl für die Models als auch für das Veranstaltungsteam hatte die Medaille nur eben auch eine Kehrseite. Die Veranstaltung war gelungen, jedoch überaus anstrengend! Daher haben sie sich die nun startende Sommerpause alle redlich verdient.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Walking Acts -Zwischen zwei offiziellen Walks huschen sie durch die Gänge, um Kleidung zu wechseln und Fußkranke werden manchmal liebevoll ein Stück getragen ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Walking Acts – Von oben erspäht: Zwischen zwei offiziellen Walks huschen sie durch die Gänge, um Kleidung zu wechseln und Fußkranke werden manchmal liebevoll ein Stück getragen …

Es findet zwar zusätzlich ein Sommer-Workshop statt, doch ist dieser nicht Teil des Contests. Regulär startet Workshop III im August und bereitet die dann noch im Wettbewerb befindlichen Teilnehmer auf ein Ereignis am 23. und 24.08.2013 vor. An diesen Tagen steht die nächste Entscheidungsrunde an. Für die Besucher des Quarrees bedeutet dies:
Die Living Dolls kommen!
Die Devise lautet: Acht geben! Denn für Sie stellt sich dann die Frage, wer im Schaufenster ist echt und wer nur ein Kunststoffwesen.  Die Erfahrung vom letzten Jahr zeigt, dass die Beantwortung gar nicht so einfach ist!

Schauen Sie als Wettbewerbs-Verfolger gern zu gegebener Zeit wieder hier vorbei.
Oder falls Sie diesjährige Wettbewerbsrunden mit denen vom Vorjahr vergleichen möchten, so finden Sie alle vorangegangenen Artikel hier im Blog über die Kategorie MODE auf der Startseite rechts.

Bis zum August erscheint hier in der Zwischenzeit naürlich trotzdem Neues. Diverse andere Themen stehen Ihnen bis dahin zur freien Wahl!

Ich bitte noch die Unschärfe der Fotos (speziell der vom Sonnabend) zu entschuldigen! Das Kunstlicht ist nicht ideal , die gleichzeitige Bewegung des Fotomotivs macht es nicht einfacher. Sie kennen sicher selbst das Problem. Für einen Eindruck vom Geschehen musste es heute einfach reichen.

©Juni 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand  ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Die Anproben!

Anproben?
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob eine Anprobe, wie Sie bei Ihnen abläuft, wenn Sie im Fachgeschäft Kleidung an sich testen, ob solch ein Anprobieren wohl sehr verschieden ist von der Anprobe, dem sogenannten Fitting, zu dem sich ein Model vor einer Modenschau einfindet?
Wie ist der Ablauf? Wie das Verhalten?
Bei Ihnen – beim Model?
Was erwartet Sie? Was das Model?
Wir sprechen gleich darüber …

Doch zunächst:
Am kommenden Freitag und Sonnabend (26. und 27.04.2013) ist es soweit: im EKZ Quarree Wandsbek finden Modenschauen statt. Nicht irgendwelche, nicht nur eine und nicht nur eine Handvoll Mannequins und Dressmen, die Mode von ein oder zwei Marken präsentieren!
Nein!
Die aktuelle Frühjahrs- und Sommermode (Motto:„Farbe, Farbe, Farbe!“), wird in insgesamt acht Shows präsentiert. Es sind noch ca. 150 Kandidaten des Model-Wettbewerbs QUARREE GESICHTER 2014 im Rennen, die erfolgreich ihr Laufstegtraining im mehrwöchigen Workshop absolviert haben, und die Ihnen jetzt als Nachwuchsmodels – jeweils viermal an beiden Tagen – Mode und Accessoires von mehr als 40 Labels (alle aus den im Einkaufszentrum ansässigen Shops) zeigen werden.

Dies als kleine Terminerinnerung für Sie (Achtung: Shows!) und um Sie über den aktuellen Stand beim diesjährigen Wettbewerb auf dem Laufenden zu halten.
(Für alle, die jetzt erst dazukommen: im Blog rechts auf der Startseite in der Kategorie MODE sind die vorherigen Berichte zu diesem Thema auch jetzt noch alle aufrufbar).
Weiterhin ist dies eine gute Gelegenheit, zusätzlich das Thema Anproben etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Anproben!
In den vergangenen Tagen fanden die sogenannten Fittings statt. Sie haben heute die Möglichkeit, sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen und sind via Bildmaterial ein bisschen mit dabei.
Natürlich wird nicht alles vorher verraten!
Sie bekommen einen kleinen Vorgeschmack, vielleicht erkennen Sie ein Label,  doch das Styling ist natürlich noch nicht komplett! Das gibt es nur bei den Shows zu sehen, und die jungen Damen und Herren auf den Fotos unten sind nur einige von vielen, die am Freitag und Sonnabend auf dem Catwalk zu sehen sein werden.

Drei Laufgruppen waren am Montag mit Alexander Strauß zu Anproben im Quarree unterwegs:
Eine Gruppe Mädchen, die ihre Outfits bei Paparazzi und bei Colosseum anprobierte und um Accessoires bei Bijou Brigitte ergänzte.
Ein Mädchenteam, das Paparazzi sowie Hunkemöller auf seinem Terminplan hatte.
Ein Team der Herren, das bei SIGNUM zur Anprobe der Hemden eingeteilt war und später noch C&A und Anson’s aufsuchte.

Modespezialist und Verfolger der aktuellen Trends (vielleicht zusätzlich auch ein Trendauslöser) Alexander Strauß ist der Stylist. Er hat in den letzten Wochen speziell die Mode im Quarree sehr genau inspiziert und nun für die Shows bis auf sehr wenige Ausnahmen sämtliche Styles selbst und nach seinem ganz eigenen Konzept zusammengestellt.
Alle Outfits vorbereitet heißt, die Anproben können beginnen.

Nun sind wir wieder bei der Frage angelangt, die ich eingangs stellte:
Kann man diese Anproben mit denen, die Sie und ich aus eigener Erfahrung kennen, vergleichen?
Wie läuft das ab?
Fangen wir doch bei Ihnen an:
Wenn Sie losgehen, um Kleidung auszusuchen, dann wissen Sie in den allerseltensten Fällen schon vorher ganz genau, was Sie anprobieren und nehmen werden. Sie wissen nur, sie brauchen eine Jacke, eine Hose oder ein Paar Schuhe. Sie haben vermutlich Geschäfte, die Sie vorrangig aufsuchen, es gibt mit Sicherheit bevorzugte Farben und Sie haben generell eine bestimmte optische Vorstellung. Vielleicht muss es zu etwas anderem passen, was bereits in ihrem Schrank hängt.
Sie haben sich unter Umständen ein Preislimit gesetzt, und Sie kalkulieren meist reichlich Zeit ein, weil Sie aus Erfahrung wissen, dass es gar nicht einfach ist, das Passende zu finden. Passend, was die Kleidungsgröße angeht, aber auch in der Hinsicht, dass es zu Ihnen passt und Ihnen gefällt.
Wenn Sie Accessoires auf Ihrer Wunschliste haben, z. B. Modeschmuck als Ergänzung zu einem Kleid, dann schweben Ihnen ein, wenn es hoch kommt zwei Teile vor. Aus Kostengründen, aber auch, weil Sie mehr gar nicht zu diesem Kleidungsteil tragen würden.

Sie ziehen los, suchen und suchen und bis Sie fündig geworden sind und sich enthusiastisch für ein neues Teil entschieden haben, nehmen Sie zwischendurch garantiert an einigen Ständern Kleidungsstücke in die Hand, bei denen Sie Ihre Augenbraue hochziehen und Ihnen die ein oder andere kritische, wenn nicht gar abfällige Bemerkung entfleucht:
Was ist denn das für ein Sack?
Die Farbe ist ja auch irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch …!
Wo ist jetzt vorne und wo hinten?
Das soll Gr. 36 sein? Womit haben die denn gemessen?
Mit einer engeren Auswahl, geht das Murren in der engen Kabine weiter:
Das kann auch nur der Bügel gut tragen …!
So eine Beule im Kreuz ist recht gewöhnungsbedürftig!
Das wäre jetzt auch was für Schwangere …
Die Nähte darfst du aber auch nicht kritisch angucken.
Es wäre gut, wenn man die Knöpfe auch aufbekäme …
So …, und wie soll ich jetzt damit sitzen?
Sie kennen das …
Doch was auch immer Ihnen da unterkommt – Sie können sich zumindest per Selbstgespräch Luft machen und sich notfalls alles Lästige gleich wieder vom Leib reißen.

Doch nun das Model:
Die Anprobe bei einem Model verläuft etwas anders.
Ein Model sucht nicht. Ein Model hat einen Termin, kommt pünktlich, um dann ggf. doch länger zu warten und sich danach zu beeilen. Es findet  an einer Rollstange vorbereitet aufgehängte Kleidung vor. Das persönliche Outfit wird ihr/ihm zugeteilt.
Ein Model sollte am besten gar keine persönlichen Vorstellungen oder Vorlieben haben, denn es ist völlig unerheblich, ob es das Teil mag, ob der Schnitt vorteilhaft ist, die Farbe ihr oder ihm steht und gefällt, die Länge wie gewünscht ausfällt.
Am besten, das Model ist uneitel und eitel in einem. Besitzt ganz generell genügend Eitelkeit bezüglich des guten/gepflegten Aussehens, jedoch völlige Uneitelkeit bei der Präsentation jeglicher Mode. Egal, was es trägt, es trägt jede wie auch immer geartete Kreation mit Grandezza und doch gleichzeitig mit einer nicht zu überbietenden Selbstverständlichkeit.
Wenn das Model Glück hat, designte ein Modegott mit Geschmack und  ein talentierter Stylist kreierte daraus ein tolles Ensemble, wobei er sie (oder ihn) dabei quasi in dieser Kleidung vor dem inneren Auge hatte und das Outfit  den Typ wirkungsvoll unterstreicht.
Nur darauf liegt nicht immer das Hauptaugenmerk.
Es geht hauptsächlich um das Produkt, das präsentiert wird!
Das Model ist theoretisch nur der wandelnde Kleiderständer, mehrere Models die personifizierte Rollstange, die die Ware präsentiert.
Das hört sich hart an, und ganz so darf man es auch nicht stehenlassen. Es beschreibt lediglich klipp und klar die Funktion des Models, den Auftrag – nicht aber die Art und Weise, wie er ausgeführt wird!
Der Unterschied zwischen einem schnöden Kleiderständer und einem Model ist der, dass das Model eben Ausstrahlung, Lebendigkeit, Persönlichkeit, Können, Präsenz und vieles mehr mitbringt und die Kunst beherrscht, auch den Produkten, die es präsentiert, Leben einzuhauchen. Ein Kleiderständer kann nicht aktiv Aufmerksamkeit auf sich und die Kleidung ziehen, doch ein Model kann die Vorteile der Kleidung/des Produkts sichtbar machen. Es kann neugierig machen und die Lust des Zuschauers wecken, die Dinge selbst tragen (und haben) zu wollen.
Ein Kleiderständer löst eher selten Emotionen aus …

Ein Model kauft nichts. Ein Model wird gekauft.
Ein Model darf somit nie so wirken, als würde es sein Outfit am liebsten gleich wieder ausziehen. Auch wenn es selbst niemals diese Sachen wählen würde!
Ein Model zeigt kein Missfallen. Ein Model hat – ganz grundsätzlich – keinerlei Mitspracherecht.
Ein Model hat einen Job und einen Arbeitgeber. Und so, wie Sie nicht die Produkte Ihrer Firma miesmachen dürfen („Unsere Produkte waren früher echt besser, ich rate Ihnen, kaufen Sie lieber woanders …“), so darf ein Model auch keine Kritik üben („Die Hose kratzt!“)

Sie sehen, Anprobe ist nicht gleich Anprobe.
Sie dürfen nämlich auch alles so hinziehen, wie Sie möchten. Es geradeziehen, zurechtrücken, den Knopf schließen, das Hemd hineinstecken … alles, wie es Ihnen beliebt.
Bei einem Model wird es vorgegeben. Da wird der Stoff über die Schulter nach unten gezogen, so dass er wie zufällig verrutscht aussieht. Da hängt eine Seite des Hemds aus dem Bund, der Rest verbleibt ordentlich in der Hose. Es wird wild gekrempelt, es herrscht gewollte Asymmetrie. Um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, der Optik wegen, um eine Figur positiv zu unterstreichen, um darunter getragene Teile (vielleicht beim Lagenlook) sichtbar zu machen.
An einem Model wird daher auch gern herumgezupft.
Bei Ihnen zupfen wahrscheinlich nur Sie. Und wenn Sie keinen Zwiebellook mögen und sich weigern, drei Schichten versetzt übereinander zu ziehen, dann ist das okay.
Sie können alles freiwillig so machen, doch Sie müssen nicht. Sie haben die Wahl.
Ein Model nicht.
Aber Sie bezahlt auch keiner.
(Die Wettbewerbsteilnehmer bezahlt auch keiner, aber sie lernen gratis und müssen wissen, was auf sie zukommt und von ihnen erwartet wird).

Für ein Model ändert sich manches wohl erst dann ein wenig, wenn es sich einen gewissen Namen gemacht hat, gefragt ist, unter den angebotenen Jobs wählen kann und somit vielleicht auf ein Label stößt, dass generell mehr den Stil verkörpert, den es auch selbst bevorzugt.
Oder die Situation ändert sich, wenn es als Model soviel Erfahrung hat, dass es vieles selbst machen kann, weil es nun weiß, wie der fertige Look aussehen soll. Ansonsten gibt es gerade dafür eine ganze Gruppe von Menschen, die für alles zuständig ist. Hair Stylisten, Make Up Artists etc.

Heute geht es jedoch nur um die Anprobe. Haare und Make Up sind vorerst unwichtig. Auch ist es noch nicht überall das endgültige, komplette Outfit inkl. der richtigen Schuhe. Bei einer Anprobe braucht nicht alles zueinander zu passen.
Heute geht es um die Passform und das Aussehen der vom Stylisten ausgewählten Mode am Model selbst und um das Gesamtbild, das eine Laufgruppe darstellt.

Bei den Mädchen und Jungen des Model-Contests QUARREE GESICHTER 2014 warteten die Outfits also auf ihre Träger.
Doch nicht von vornherein stand unumstößlich fest, wer im Endeffekt welches Outfit trägt. Stellte sich während der Anprobe heraus, dass Schnitt/Form/Farbe eines Teils einem anderen der Gruppe besser stand (bedingt durch Haarfarbe, Hautton, drei cm mehr Körpergröße, andere Proportionen etc), so wurde kurzerhand umdisponiert und ausgetauscht.
Bei den Herren waren die Hemden einheitlich im Schnitt, lediglich das Stoffmotiv wich farblich etwas ab. Hier wurde schnell entschieden und wenn es nötig war, lediglich noch einmal die Größe getauscht.
Wer terminlich absolut keine Möglichkeit hatte, an diesem gesonderten Anprobetermin am Nachmittag anwesend zu sein, wurde von einem Teammitglied vertreten. Es wurden ggf. zwei Outfits getestet, danach gekennzeichnet (per Namensschild am Bügel), und sämtliche Kleidung für alle Teilnehmer dieser Gruppe verweilt nun separat auf einem Rollständer bis zu den Modenschauen.

Fotos
Nun zu den Fotos. Heute handelt es sich um einige spontan entstandene Bilder, bei denen auf ein großes Posing verzichtet wurde.
Hier das erste Team der Mädchen während des Fittings bei Paparazzi:

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Paparazzi - 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Paparazzi – 22.04.2013

Die zweite Gruppe – ebenfalls bei Paparazzi:

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Paparazzi - 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Paparazzi – 22.04.2013

 

Inzwischen ist die erste Gruppe umgezogen und bricht auf zu Bijou Brigitte, um dort Schmuck/Accessoires auszuwählen. Eine für die Nachwuchsmodels ungewohnte Situation, mit den Modenschau-Kleidern inkl. Sicherheitsetikett draußen zwischen all den anderen Fußgängern zu laufen …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Ortswechsel während der Anprobe zwecks Ergänzung von Accessoires

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Ortswechsel während der Anprobe zwecks Ergänzung von Accessoires

Auf dem Weg von Quarree II zu Quarree I, können Sie außen übrigens im Moment die aktuellen QUARREE GESICHTER 2013 (2012 gekürt) sehen:

QUARREE GESICHTER 2013 = Die Gewinner aus dem Jahr 2012 - U. a. Rafael und Yasemin - Außenwerbung am EKZ QUARREE

QUARREE GESICHTER 2013 = Die Gewinner aus dem Jahr 2012 – U. a. Rafael und Yasemin – Außenwerbung am EKZ QUARREE

Noch ist die Halle (Veranstaltungsfläche, Quarree I) leer, doch am Ende der Woche sind dort wieder Bühne und Laufsteg aufgebaut ..

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Auf dem Weg zu Bijou Brigitte (Schmuck ergänzen) - 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Auf dem Weg zu Bijou Brigitte (Schmuck ergänzen) – 22.04.2013

Hier noch ein Unterschied zwischen der – jetzt auf Schmuck bezogenen – Ausstattung eines Models und Ihner eigenen:
Sie würden sich wahrscheinlich eine Kette  genehmigen, vielleicht noch einen dezenten Ring. Ich verrate nur soviel: für die Models hieß es eher, aus dem Vollen zu schöpfen – jedoch sehr speziellen Regeln folgend.
Und das mehr ist auch damit begründet, dass es nicht allein um Accessoires zum Kleid geht, sondern natürlich auch um die Vorstellung des Schmucks von Bijou Brigitte.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Bijou Brigitte - Aufgabenstellung hinsichtlich der Schmuckauswahl - 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Bijou Brigitte – Aufgabenstellung hinsichtlich der Schmuckauswahl – 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Bijou Brigitte - 22.04.2013

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Bijou Brigitte – 22.04.2013

Und schließlich das Herrenteam bei SIGNUM:
Man(n) erscheint in ziviler Kleidung …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Signum- 22.04.2013 ... vorher

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Signum- 22.04.2013 … vorher

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Signum - 22.04.2013 - ... etwas gegenseitige Unterstützung bei den Manschetten und Knöpfen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Signum – 22.04.2013 – … etwas gegenseitige Unterstützung bei den Manschetten und den Knöpfen.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Signum - 22.04.2013 ... ein etwas anderes Hemdenstoffdesign. Auch hier werden Kragen, Ärmel bzw. Manschetten gerichtet.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – Signum – 22.04.2013 … ein etwas anderes Hemdenstoffdesign. Auch hier werden Kragen, Ärmel bzw. Manschetten gerichtet.

Die Mitarbeiter/innen sowohl bei SIGNUM als auch bei Paparazzi und Bijou Brigitte waren übrigens überaus freundlich und hilfsbereit!

So ähnlich sieht es – zumindest oben herum – bei diesem Team während der Show aus. Denken Sie sich noch passende und aufeinander abgestimmte Hosen, entsprechende Schuhe und noch etwas Gezupfe an den richtigen Stellen (für einen harmonischen Look) vor.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Anproben - Signum- 22.04.2013 ... fertig! Fast.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Anproben – SIGNUM – 22.04.2013 … fertig! Fast. (Die Hosen von C&A fehlen noch …)

Lust bekommen, mehr zu sehen? Die versprochenen Farben, die Vielfältigkeit, neue Modetrends, Nachwuchsmodels …

Kommen Sie doch an einem der Show-Tage vorbei!

Die Teilnehmer des Wettbewerbs freuen sich schon auf ihren Auftritt und auf zahlreiche Besucher!

Wo? Wann?
EKZ Quarree am Wandsbeker Markt,
Freitag 26.4. und Sonnabend, 27.4., jeweils um 13.30 h , 15.00 h, 16.30 h und 18.00 h

©April 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand, WordPress.com - Michèle. Gedanken(sprünge)

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Laufstegtraining beim Workshop I

Heute erscheint an dieser Stelle ein Update für alle am Fortgang des Model-Wettbewerbs QUARREE GESICHTER 2014 Interessierten.
Sie erinnern sich:
Zwei wichtige Veranstaltungen fanden im Februar bereits statt. Zum einen das Casting zur dritten Staffel des Wettbewerbs und weiterhin der Recall, bei dem sich letztendlich 205 Kandidaten aus den Kategorien Damen (bis Gr. 38) (137), Herren (54) und XL-(Oversize)-Models (ab Gr. 42) (14), mit dem Weiterkommen einen Platz im Workshop I ersiegen konnten.

Aufgeteilt in mehrere Kurse, die jeweils wöchentlich am Sonnabend oder Sonntag ihre Übungen in den Räumen von Fitness First absolvieren, starteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Workshop I  am 03. bzw. 04. März 2013.
Sieben Trainingseinheiten sind eingeplant als Vorbereitung auf die ersten Modenschauen im Einkaufszentrum QUARREE Wandsbek, vier davon wurden bereits vor Ostern absolviert, die letzten drei starteten mit dem vergangenen Wochenende.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I -  Das erste Mal Training als Laufgruppe und neu auch das Erlernen einer Laufchoreographie

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Das erste Mal Training als Laufgruppe und neu ist auch das Erlernen einer Laufchoreographie

Heute können Sie sich einen Eindruck davon verschaffen, wie das Training vorangeht, was bereits erarbeitet wurde und worauf momentan der Fokus liegt. Als Beispiel für alle dienen diesmal die beiden Sonntagskurse der Mädchen (bis 1,70 m und ab 1,71 m Körpergröße). Die Teilnehmer der anderen Unterrichtsgruppen sind beim nächsten Mal dabei  bzw. sie tauchen mit Sicherheit im Bericht über die Modenschauen Ende April auf.

Während der allerersten Trainingseinheiten ging es darum Körperbewusstsein auszubilden, auf Körperhaltung zu achten, Körperspannung aufzubauen!
Wenn Sie Einzelheiten hierzu und auch zu dem noch folgenden Part wissen möchten, lesen Sie gerne dazu die Berichte im Blog vom Wettbewerb des Vorjahrs, denn  bei den QUARREE GESICHTERN 2013  wurde sehr ausführlich darauf eingegangen.
(Hier rechts auf der Startseite des Blogs über die KATEGORIE MODE/Model Contest sind die Artikel leicht wiederzufinden).
Es wurden Aufwärmübungen trainiert gefolgt von den Grundstellungen einiger Posen, Vorwärts- und Rückwärtswenden am Anfang und Ende des Laufstegs und natürlich immer wieder und vor allem: das Laufen! Ein bewusstes Gehen!
Neben der absolut unerlässlichen Körperspannung, der richtigen Haltung (Körper  insgesamt sowie ganz speziell bezogen auf Hände, Kinn, Schultern, Knie, Füße  etc.) und der Lauftechnik, geht es auch darum zu wissen, wohin ich eigentlich schaue.
Und wie ich schaue!
Ein verbindlich-freundlicher Gesichtsausdruck, ein Lächeln,  sollte schon drin sein.
Nichts wirkt auf ein Publikum befremdlicher und vor allem langweiliger als ein Model, dass angestrengt, verbissen, unsicher und obendrein extrem unpersönlich seinen Lauf absolviert.  Unpersönlich ist nicht zu verwechseln mit einem bewusst und  betont kühlen Auftritt. Unpersönlich ist nichtssagend und hat auch nichts mit Coolness zu tun. Die ist definitiv anders.
Also lächeln … Alles klar.
Von wegen!
Denn selbst wenn ich es grundsätzlich weiß, heißt es noch lange nicht, dass ich es beim Laufen spontan mache, mich überhaupt daran entsinne oder es wie aus dem Nichts hervorzaubern kann!

Bis all das sitzt, bis diverse Abläufe wirklich fest verankert sind und sich Automatismen bilden, so dass ein angehendes Model nicht mehr darüber nachdenken muss, was alles zeitgleich auszuführen ist, braucht es seine Zeit. Es dauert ebenfalls eine Weile, bis der Punkt erreicht ist, dass der Lauf (Auftritt) zudem für den Zuschauer natürlich aussieht und eine gewisse Leichtigkeit vermittelt. Erreichen lässt sich das alles nur durch ständige Praxis, durch wiederholen des Erlernten.
Diese erforderliche Weile lässt sich durch kontinuierliches Üben – auch daheim, nicht nur während der Kurse – beträchtlich verkürzen … Wer sich jedoch das Trainieren erspart, wird feststellen, dass die Weile nie endet.

Vor der kleinen durch Ostern bedingten Trainingspause  gab es eine Feedback-Runde. Es wurde vorgelaufen, und es bedeutete, dass sowohl positive als auch negative Kritik geübt wurde.
Damit soll beileibe keine Schmach zugefügt werden!
Dieses Feedback dient als Hilfe, denn es ist eine Rückmeldung, die einem zeigt, wo man steht. Was ist gut, wo muss ich mich noch unbedingt verbessern.

So wie es aussieht, hat sich die Teilnehmerrunde inzwischen verkleinert. Einige Kandidaten beendeten die Teilnahme von sich aus aus persönlichen Gründen.
Da war die Anreise auf Dauer doch zu weit, umständlich und zu teuer, die Vorstellung war eine andere gewesen, es tauchten plötzlich Schwierigkeiten auf, bestehende Termine und Verpflichtungen miteinander zu vereinbaren, eine Verletzung (nicht beim Kurs) zwang zum Ausstieg aus dem Wettbewerb etc.
Es gab jedoch auch Teilnehmer, bei denen sich herausstellte, dass aus manchmal mehreren Gründen ein Verbleiben im Wettbewerb nicht sinnvoll erscheint.
Solch ein Grund kann z. B. sein, dass keinerlei Fortschritt beim Erlernen oder beim Versuch des Umsetzens des Gezeigten erkennbar ist. Woran es auch immer liegt, ob es tatsächlich die berühmten zwei linken Füße und weitergehende Koordinationsprobleme oder eher Konzentrations- und Merkschwierigkeiten sind oder aber schlichtweg Desinteresse und Faulheit beim Üben – letztendlich bedeutet es in vielen Fällen konsequenterweise das Aus.
Schon vor der ersten Modenschau.

Die Termine der Frühjahrs-Modenschauen rücken näher und näher. Daher ging es bei der gestrigen Trainingseinheit nun um die Einrichtung von Laufgruppen für die Shows und um das Erlernen leichter Laufstegchoreographien. Das Pfeilsystem (leicht spitz zulaufende, pfeilförmige Aufstellung der Laufgruppe) wurde beispielsweise eingeübt. (Siehe auch Fotos unten)

Diese neu zusammengestellten Laufgruppen bestehen aus fünf bis sechs, max. sieben weiblichen bzw. männlichen Models etwa gleicher Körpergröße. Eine einheitliche Größe ist wünschenswert, da die Gruppe sehr viel harmonischer wirkt und – auch sehr wichtig –  die Schrittlängen zueinander passen! Ansonsten wird es schwer, miteinander auf gleicher Höhe zu laufen, im Gleichschritt zu bleiben oder der Zuschauer würde optisch aufgrund der Größenunterschiede doch sehr an Orgelpfeifen erinnert.

Diese Neuentwicklung (Gruppenbildung) bringt den Teilnehmern gleichzeitig eine neue Erfahrung.
Obwohl am Ende jeweils nur einer Sieger seiner Kategorie werden kann, ist dieser Wettbewerb doch in einem ganz erheblichen Maß ein Teamwettbewerb.
Positiv auffallen, herausragen und Publikum sowie Jury überzeugen, wird nur jemand erfolgreich können, dessen Team „funktioniert“.
Was heißt funktionieren?
Ich gehe jetzt von meinem Empfinden aus. Funktionieren ist so zu verstehen, dass das persönliche Miteinander grundsätzlich stimmt, jedem an der Teambildung liegt und er bereit ist, seinen Beitrag dazu zu leisten.
Ich spreche gar nicht von plötzlicher, inniger Freundschaft!
Doch es gehören definitiv dazu ein aufeinander Zugehen, die bestmögliche Abstimmung und Kommunikation untereinander, die Wahrnehmung der anderen, Zuhören sowie die Fähigkeit zu konstruktiver Kritik bzw. zum Umgang mit derselben.
Es braucht Lernbereitschaft, Disziplin und den Willen, sein Bestes zu geben genauso wie die Gelassenheit zu erkennen, dass jeder anders lernt.
Unterschiedlich in der Art und unterschiedlich schnell!

Wenn das bei allem Ehrgeiz  (nebst einem gesunden,  ganz natürlichen Egoismus, der nun einmal da ist) bedacht wird und an den anderen Punkten gearbeitet wird, wird die Gruppe vorankommen und neben Technik-Können ein harmonisches Auftreten und eine positive Ausstrahlung vorweisen können. Ihr Auftreten als Einheit kann etwas bewirken, was der Auftritt einer bunt gewürfelten Truppe aus für sich agierenden Einzelgängern nicht schafft:
Als Team schaffen sie ein Gesamtbild, das besticht – nicht einzelne Farbspritzer, die untergehen.

Fällt die Gruppe als Gesamtheit durch eine besonders beeindruckende Leistung auf, zieht damit die gespannte Aufmerksamkeit auf sich und wird somit wirklich bewusst wahrgenommen, so setzt das wiederum etwas in Gang, was viele Einzelkämpfer und Teammuffel unterschätzen. Das Interesse steigt nämlich daraufhin an jedem einzelnen Teammitglied!
Und erst dann kommt meist zum Vorschein, was am Ende den Sieger ausmacht. Das Können des Einzelnen, das Quäntchen mehr Charisma, der Funken mehr an Souveränität, der Hauch mehr an Vielseitigkeit …

An der Teambildung und der Feinabstimmung zu arbeiten, das ist die momentan nicht ganz so einfache Aufgabe der Teilnehmer und indirekt auch die des Trainers. Noch gibt es unruhige Momente, weil vieles neu ist,  die Lern- und Leistungsunterschiede  der einzelnen Teilnehmer spürbar – aber nicht unüberbrückbar –  sind,  die Shows jedoch schon ihre Schatten vorauswerfen.
Auch für Stylist und Coach Alexander Strauß läuft die Zeit. Für ihn kommt jetzt bereits der Zeitpunkt Styles auszusuchen und die Outfits für die einzelnen Teams zusammenzustellen. Mitte des Monats werden die Anproben starten, die Generalprobe im EKZ QUARREE Wandsbek folgt am Abend des 25.04.2013  – kurz vor dem eigentlichen Event, den Laufshows, welche  am 26. und 27. April 2013 jeweils viermal täglich stattfinden werden.
Es gibt viel zu tun …

Deshalb lassen wir sie nun weitertrainieren und drücken allen die Daumen! Lassen wir uns überraschen,  wer von Ihnen sich bis dahin qualifiziert hat und bei den Modenschauen eingesetzt wird. Seien wir neugierig darauf, was sie uns präsentieren werden,  welche Teams uns überzeugen und welche Teilnehmer ganz besonders positiv auffallen.

Für Sie nachstehend noch einige Fotos vom Sonntag. Die Bildunterschriften geben zusätzlich Auskunft über Details.
Die Fotografen Gregor Szielasko und Sebastian Labudabi waren ebenfalls anwesend, genauso wie (einen Teil der Zeit) Tanztrainer Ferik Matic und als Gast-(Tanz-)trainer David Gonzalez, der mit den Mädchen Aufwärmübungen absolvierte und sie  ebenfalls bei den neuen Laufstegchoreographien anleitete.
Coach Alexander Strauß können Sie auf den Fotos anhand der Mütze leicht erkennen (wenn Sie ihn nicht sowieso schon kennen ^^).

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Aufwärmübungen mit Gast-(Tanz-)trainer David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Aufwärmübungen mit Gast-(Tanz-)trainer David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I -  Demonstration und Einübung von Details mit Alexander Strauß vor dem großen Spiegel ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Demonstration und Einübung von Details mit Alexander Strauß vor dem großen Spiegel …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Laufgruppenbildung für die ersten Modenschauen  Ende April

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Laufgruppenbildung für die ersten Modenschauen Ende April

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Laufgruppenbildung und das Ausfüllen der Gruppenbögen

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Laufgruppenbildung und das Ausfüllen der Gruppenbögen

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - erste Fotos der neu zusammengestellten Gruppen  ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – erste Fotos der neu zusammengestellten Gruppen …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Die nächste Gruppe ist bereit fürs Foto, hinten wird noch der Bogen ausgefüllt.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Die nächste Gruppe ist bereit fürs Foto, hinten wird noch der Bogen ausgefüllt.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Mädchen bis 1,70 m Körpergröße - Gruppenfoto

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Mädchen bis 1,70 m Körpergröße – Gruppenfoto

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - ... auch diese Gruppe ist bereit.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – … auch diese Gruppe ist bereit.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Fotograf Gregor Szielasko mittendrin ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Fotograf Gregor Szielasko mittendrin …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Es geht los. Aufstellung gruppenweise am Anfang des Laufstegs ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Es geht los. Aufstellung gruppenweise am Anfang des Laufstegs …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Trainieren als Gruppe (Pfeil- bzw. Blocksystem), rechts Fotograf Sebastian Labudabi und Tanztrainer Ferik Matic

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Trainieren als Laufgruppe (Pfeil- bzw. Blocksystem), rechts Fotograf Sebastian Labudabi und Tanztrainer Ferik Matic

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Auf den Matten wird nicht geturnt. Sie markieren Anfang und Ende  imaginärer Laufstege ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Auf den Matten wird nicht geturnt. Sie markieren Anfang und Ende imaginärer Laufstege …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Lauftraining in der Gruppe

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Lauftraining in der Gruppe – Hier ist die Anordnung gut zu erkennen. Die Mädchen links im Bild sind in verschiedenen Richtungen gelaufen, kreuzen gerade und zeigen, wie man richtig passiert (wer an welcher Seite vorbeigeht)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Der nächste Kurs (ab 1,71 m Körpergröße) ist eingetroffen und startet mit dem Aufwärmtraining

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Der nächste Kurs (ab 1,71 m Körpergröße) ist eingetroffen und startet mit dem Aufwärmtraining

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Aufwärmübungen mit Gast(Tanz-)trainer David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Aufwärmübungen mit Gast(Tanz-)trainer David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Übungen mit Alexander Strauß vor dem großen Spiegel ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Übungen mit Alexander Strauß vor dem großen Spiegel …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - .... auch hier fand die Gruppeneinteilung statt (ab 1,71 m Größe)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – …. auch hier fand die neue Gruppeneinteilung statt (ab 1,71 m Größe)

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Die größten der Mädchen unter sich ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Die größten der Mädchen unter sich …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Gruppenfoto ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Gruppenfoto …

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Eine Laufgruppe nähert sich dem heutigen Mittrainer David und Fotograf Sebastian Labudabi, links Alexander Strauß mit einer weiteren Gruppe, vorne rechts Fotograf Gregor Szielasko

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Eine Laufgruppe nähert sich dem heutigen Mittrainer David Gonzalez und Fotograf Sebastian Labudabi, links Alexander Strauß mit einer weiteren Gruppe, vorne rechts Fotograf Gregor Szielasko

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Laufchoreographien einüben - Vorne links David

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Laufchoreographien einüben – Vorne links im Bild David Gonzalez

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 - Workshop I - Laufchoreographien einüben  ...

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Workshop I – Laufchoreographien einüben …

Wer beim Ansehen der Fotos sehr genau auf alles achtet (Synchronität, Gleichschritt, Haltung, Lächeln, Körperspannung u.v.m.), wird hier und da erkennen, worin die Herausforderung  bei diesen neu zu erlernenden Bewegungen und Abläufen liegt, wo Verbesserungen möglich sind, was deshalb verstärkt trainiert und woran momentan besonders gefeilt wird, damit bis zu den Shows alles optimal sitzt und Sie sich auf eine wirklich gute Vorstellung der verbliebenen Wettbewerbskandidaten freuen dürfen.
Auf die Leistung und selbstverständlich auch auf neue Modetrends und Inspirationen!

Sollten Sie nun Lust bekommen haben und nicht zu weit entfernt wohnen, schauen Sie gern selbst bei den kommenden Modenschauen vorbei. In den vergangenen beiden Jahren haben sich die Veranstaltungen rund um den Model Contest zu einem wirklichen Publikumsmagneten entwickelt. So etwas kommt nicht von ungefähr …
Ort:
EKZ QUARREE Wandsbek, Quarree I, große Halle (Veranstaltungsfläche)
Termine:
Freitag 26. und Sonnabend 27. April 2013
Shows:
jeweils um 13.30 h, 15.00 h, 16.30 h sowie 18.00 h

Ansonsten werden Sie hier natürlich einen entsprechenden Blogpost finden – diesmal mit leichter Verzögerung, und ich konzentriere mich ausschließlich auf die Modenschauen am Freitag, da ich am Wochenende selbst außerhalb Hamburgs terminlich verpflichtet bin.

Bis demnächst! Schauen Sie doch gern wieder vorbei!

©April 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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3 Kommentare

Einfach runterkommen. (Nix Sexismus. Nix Grimme-Preis-Nominierung)

Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)Eine ereignisreiche Woche ist vorüber. Artikel standen an. Geballt.
Und doch ist hier nichts erschienen, wie Sie vielleicht bemerkt haben.
So geht es, wenn auf Wunsch produziert wird. Auf fremden Wunsch. In dem Fall gehen Sie leider kurzzeitig leer aus, denn meine Arbeit bleibt im Verborgenen. Oder Sie lesen sie irgendwann und ahnen nicht, dass sie ursprünglich hier entstand.
An meinem Laptop.
Das kann auch sein.

Ich bin etwas ausgepowert. Und so, wie es hier bei mir im Blog mit Ihnen läuft, bedeutet dies, dass heute leider kein langer Spaziergang drin ist, keine Architekturfortbildung, kein Ausflug in die heimische Flora, kein unter die Lupe nehmen der Neophyten.
Nicht einmal ein Grundthema gibt es!
Warum Sie dennoch bleiben sollten?
Zum Abschalten. Ich lade Sie heute einfach zu einem Kaffee ein, wir klönen ein wenig und läuten auf diese Art und Weise entspannt das Wochenende ein. Fast wie in alten Zeiten, als hier immer am Freitag der Freitags-Boo erschien. Ein kurzer Hörbeitrag, bei dem ein wenig die Woche aufgearbeitet wurde. Nichts Vorgefertigtes. Erzählen ohne Manuskript. Manchmal kamen auch sprachliche Feinheiten vor, Kurioses …

Wie war Ihre Woche? Stress …? Ging so …?
Als ich eben ganz kurz über ein aktuelles Thema nachdachte, über das es Wert wäre zu bloggen, stolperte ich sekundenlang über diese unsägliche Sexismus-Diskussion. Unsäglich nicht grundsätzlich, aber in Anbetracht der Ausgangssituation und in der Art wie und vor allem wie lange jetzt daran herumgewrungen wird. Damit lässt sich Quote machen.
Ich spreche gar nicht von den Einschaltquoten beim Fernsehen. Ich spreche von Klicks auf den Seiten der Blogger. So wie scheinbar endlos im TV palavert – Verzeihung, berichtet – wird, sich ein Sender nach dem anderen einschaltet, so springen zahllose Blogger auf diesen Zug auf, in der Hoffnung auf ein bisschen Ruhm und Glanz, Traumzahlen bei den Seitenklicks und, und, und …
Da wird aus wirklich guten, sachlichen Texten geklaut und wiederholt, verändert, gemutmaßt, gesteigert, polemisiert, sich echauffiert, der Proll herausgelassen, provoziert, gekeift, moralisiert, auf die Tränendrüse gedrückt … Das ganze Programm. Dazu natürlich ein ketzerischer, aufrüttelnder – auf jeden Fall auffallender Titel. Und nicht zu vergessen, das richtige Schlagwort! Das perfekte Keyword muss massenhaft und an den richtigen Stellen untergebracht, der richtige Hashtag eingesetzt werden (#Aufschrei).
So Ruhm, jetzt komm zu mir …
Ich habe dazu keine Lust. Punkt.
Ich mag die Degenspitze, die einmal zielgenau zusticht. Ohne große Verletzung der Umgebung. Nicht das wilde, blutreiche Gemetzel mit Säbeln.

Auch der Aufschrei bzgl. der Nominierung des Dschungelcamps für den Grimme-Preis lässt mich kalt und kommt mir als Heul- und Weinthema nicht in den Blog.
Und ansonsten?
Hier in Hamburg ist gerade wieder einmal der Ruf nach der Herabsetzung des Wahlberechtigtenalters laut geworden.
Werden Sie auch gerade so müde …?
Übrigens, wussten Sie, dass ich damals schon mit 16 Jahren wählen durfte?
Ich entschied mich dann für Kaffee statt Kakao.

Politikthema also nicht. Wie wäre es mit Kultur oder Sport?
Nein, liebe Leser nichts dergleichen, d. h. vielleicht können wir es doch beim Kaffeetrinken unauffällig einbinden.
Sagen Sie, haben Sie Ihren eigentlich schon bekommen?
Das dauert heute irgendwie ein bisschen lange …
Ach, jetzt weiß ich warum! Sie bekommen heute Latte Art serviert!

1_Latte Art - allein durch die Gießtechnik ...

Latte Art – allein durch die Gießtechnik …

Latte Art - gießen und malen ...

Latte Art – gießen und malen … (hier wurde vermutlich auch ein Schablone verwendet und Pulver gestreut)

Latte Art - Hasenkunst im Wiener Kaffeehaus ...

Latte Art – Hasenkunst im Wiener Caféhaus …

Ich vermute, Sie haben selbst schon einmal so etwas gesehen und den Begriff gehört. Ansonsten eine kleine Erklärung am Rande:
Manche Baristas in Kaffeehäusern, Restaurants oder auch guten Coffee Shops, haben die Fähigkeit, auf Espresso-Getränken wie Cappuccino, Latte Macchiato oder zum Teil auch auf Cafè Latte, richtige Kunst (= art) zu gestalten. Auf heißt in dem Fall auf der Milchschaumfläche (ital. latte = Milch).
Das Zusammenspiel zwischen Konsistenz und Dichte des Schaums und der Crema ist wichtig und insbesondere die Weise des Eingießens! Manche Künstler schaffen Motive allein durch ihre Gießtechnik (Blattformen, Schwan, etc.)
Andere beginnen damit. Bei ihnen sind es quasi die Vorarbeiten, die beim Einschenken durch die Strömungskraft des Milchschaums geleistet werden. Hinzu kommt die Fertigkeit, mit Stiften, Schokoladensoßen oder auch mit Schablonen – manchmal auch einem Mix aus allem – ein Bildnis zu schaffen. Schaum wird geteilt, gezogen, verbunden, hell und dunkel vermischt …
Wenn Sie einmal Künstler in Aktion erleben möchten, schauen Sie sich Videos auf YouTube an. Es ist erstaunlich und macht Spaß, den Akteuren und Könnern zuzusehen.
Dies hier (Gießtechnik) habe ich bei Jamie Oliver in Oxford bekommen:

Latte Art - gegossen - bei Jamie Oliver in Oxford bekommen ...

Latte Art – gegossen – bei Jamie Oliver in Oxford bekommen …

Und eines aus dem Wiener Caféhaus in Hamburg:

Latte Art - Gekonnt gegossen, danach mit dem Stift den Schaum bearbeitet (gezogen) und mit hell und dunkel gespielt (Augen gemalt)

Latte Art – Gekonnt gegossen, danach mit dem Stift den Schaum bearbeitet (gezogen) und mit hell und dunkel gespielt (Augen gemalt)

Geht es Ihnen auch so, dass Sie so ein Kunstwerk dann gar nicht zerstören mögen? Ich habe es mir immerhin fotografisch erhalten und erst danach angefangen, es vorsichtig mit dem Löffel abzutragen …

Die Zeit vergeht wieder so schnell. Es ist Freitagnachmittag, das Wochenende greifbar nah. Stehen Ihre Pläne schon? Oder müssen Sie etwa gerade am Wochenende arbeiten? Ich hoffe nicht …
Mein Wochenende wird ruhig. So habe ich es mir jedenfalls vorgenommen. Ausspannen und zwischendurch Stepschritte üben. Blogstammgäste wissen, ich bin ein Steptanzanhänger. Eine Tap Dance Abhängige.
Möchten Sie wissen, womit ich mich gerade beschäftige? Mit dem Teil einer Choreographie aus dem Film „The Artist“. Ich lasse Ihnen den Link zu einer Tanzszene auf YouTube hier, dann haben Sie eine Vorstellung, was mir übungsmäßig noch bevorsteht.

(Hinweis/Nachtrag April 2018: Das Video wurde leider zwischenzeitlich von der Videoplattform entfernt.)
Die haben ein ziemliches Tempo, die Herrschaften, nicht wahr? Ich las,  die Stepszenen für diesen Film seien ein halbes Jahr lang geprobt worden. Die Akteure waren vorher keine Steptänzer, hatten jedoch ihre übliche umfangreiche Schauspielausbildung, nach der man tänzerisch vorgebildet ist und auch einige Step-Grundschritte vermittelt bekommen hat. Alles andere jedoch erarbeiteten sie sich durch fortwährendes, intensives Training.

Wie sieht es aus? Haben Sie es bemerkt?
Wir haben Kultur und Sport mühelos mit untergebracht …
Ist Ihre Tasse leer?
Gut, meine auch. Dann lassen Sie uns auseinandergehen.
Wir treffen uns demnächst wieder. In alter Frische.

Bis dahin machen Sie es gut!

©Februar 2013 by Michèle Legrand

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Stilvolle Treppenhäuser, schöne Fassaden, eigenwilliges Interieur – der Charme Hamburger Kontorhäuser / Teil V – Das Haus Pinçon am Neuen Wall

Der mittlerweile fünfte Part dieser Blogserie erscheint heute und mit ihm lernen Sie ein neues „altes“ Kontorhaus kennen:
Das Haus Pinçon.

Hamburg - Kontorhäuser -  Das Haus Pinçon im Neuen Wall 26-28, Fassade mit Keramikfliesen verziert

Hamburg – Kontorhäuser – Das Haus Pinçon im Neuen Wall 26-28, Fassade (ab 1. OG) mit Keramikfliesen verziert. Unten rechts das Tradtionsunternehmen Waßmann (Drei Goldschmiede in der Familie! Sie erinnern sich vielleicht an Thorsten Waßmann, den ich Ihnen in einem Bericht mit seinen besonderen Silberschmuckkreationen vorstellte). Links vom Eingang seit Anbeginn 1904 die Fa. Weitz (Porzellan)

Es ist in Hamburgs Innenstadt unter der Adresse Neuer Wall 26-28 zu finden, und der Name geht zurück auf den bekannten Hutmacher P. M. Pinçon & Co., der dort – als der Neubau fertiggestellt war – seine Geschäftsräume bezog.

„Alt“ in Anführungsstrichen gesetzt, denn obgleich sein Baujahr mit 1904/1905 angegeben wird (Architekten: Leon Frejtag & Hermann Wurzbach), erscheint es Ihnen heute beim Betrachten wahrscheinlich sehr frisch und irgendwie jung – nur ohne dabei modern zu sein.

Sie ahnen ganz richtig: das Haus wurde aufwendig restauriert!
Wir kommen gleich dazu und widmen uns der besonderen Fassade.

Vorweg eine Frage an Sie bzw. die Bitte, folgende Überlegung anzustellen:
Angenommen Sie wohnten in einer Wohnung oder einem Haus, das schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Kleine optische Verbesserungen und Möbelveränderungen gab es, der bauliche Zustand – beispielsweise der sanitären Einrichtungen – blieb jedoch unverändert.
Neulich hat es einen Wasserschaden im Bad durch ein Leck im Wasserzulaufrohr gegeben. Die Wand wurde aufgeklopft, die undichte Stelle freigelegt, das eigentliche Leck gefunden.
Nun, das Gröbste ist wieder gerichtet. Das neue Rohr wurde installiert, die Mauer trocknete, die Löcher wurden verschlossen – nur es sieht grauslig aus! Ein Bereich der Fliesen musste  leider herausgestemmt werden, und die jetzt vorerst verputzten Stellen sind absolut keine Schönheit.
Jetzt sind Sie an der Reihe!
Was ist Ihr Plan?
Aha, ausbessern. Schöner Plan.
Haben Sie noch Fliesen nach all den Jahren?
Nicht? Schon stirbt der Plan.
Bitte?
Im Keller? Wie viele denn? Werden sie reichen?
Ach – nicht?
Fliesen dazu kaufen?
Die gibt es nicht mehr!
Ähnliche meinen Sie?
Stil und Farbe sind komplett out. Keine Chance.

Es bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie reißen alles raus und kacheln komplett neu (anders) oder – wenn Sie sehr an dem alten Kacheldesign gehangen haben, weil es etwas ganz Einmaliges war (Ihre Fliesen trugen handgemalte indianische Stammeszeichen o. ä.) – nehmen Sie Ihre Musterfliese aus dem Keller, marschieren damit zu einem Fachbetrieb und lassen sich neue Kacheln dieser Art anfertigen. Auch diese werden nicht haargenau zu den restlichen Unversehrten passen, die sich noch neben dem arg geschundenen Stück Ihrer Badwand befinden.
Sie lassen sich daher seufzend eine Charge in der Größenordnung anfertigen, dass sie zur Runderneuerung reicht …
Sie kennen jetzt das Problem.
Wann immer Sie etwas Existierendes wieder herrichten wollen, mit erheblicher zeitlicher Verzögerung etwas „nur“ausbessern möchten, irgendwie Vorgaben haben, an die Sie sich halten möchten oder müssen – immer dann wird es schwierig. Und teuer!

Nun kommen wir zum Haus Pinçon.
Hier geht es nicht um einen kleinen Wasserrohrbruch, sondern dieses im sogenannten  konstruktiven Jugendstil errichtete Bauwerk hat leider – wie viele andere Häuser auch – während des Zweiten Weltkriegs ziemlichen Schaden genommen.
Hamburg (und insbesondere auch die Innenstadt) wurde – wie Sie wissen – ausgiebig bombardiert. Gerade zentrale Lagen, wirtschaftlich empfindliche Punkte, verkehrstechnisch wichtige Orte (Hauptbahnhof, etc.) wurden bevorzugt anvisiert.

Manche Gebäude waren danach nur noch Schutt und Asche. Bei den Kontorhäusern gab es welche, die ihre oberen Geschosse verloren. Nicht alle wurden nach dem Krieg in der alten Form wieder aufgestockt.
Viele erlitten erhebliche Brandschäden, manchmal auch beides.
Nachdem in Hamburg im 19. Jahrhundert (1842) der Große Brand gewütet hatte, wurden als Konsequenz daraus die ersten Bauregelungen eingeführt, und aus der noch tief sitzenden Furcht vor Bränden eine gewisse Sensibilität hinsichtlich des Brandschutzes entwickelt.
Es erfolgten Änderungen der Bauweise, und der Blick richtete sich ebenfalls auf die Ausstattung.
Für die Kontorhäuser speziell hieß dies, dass sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Stahlbetonbauten in Kombination mit Sandstein, Backstein oder Klinkern durchzusetzen begannen. Die Gebäude erhielten großzügige Treppenhäuser mit Kachelwänden und gefliestem Boden. Eine Vielzahl der Geländer war nun aus Metall/Schmiedeeisen, ein Teil weiterhin aus Holz, jedoch in einer eher massiven Form. Es wurde auf leicht entzündbare Gegenstände in den Foyers und Hallen gänzlich verzichtet. Die Fluchtwege blieben frei.

Die Gefahren für den Ausbruch eines Brandes wurden somit reduziert, die Ausbreitung erschwert – nur gegen (Brand-)bomben waren kein Haus immun.
Das Haus Pinçon trug im Krieg erhebliche Brandschäden davon, und in der folgenden Zeit reichten die knappen Mittel vorerst nur für eine Neuverblendung der Fassade mit hellen, grauen Klinkern. Abgesehen von dem anfangs nicht tragbaren finanziellen Aufwand, gab es natürlich einen weiteren Grund: das nötige Material war lange gar nicht vorhanden!
Wer in den Jahren bis etwa Beginn 2006 den Neuen Wall in Höhe des Hauses 26-28 entlangspazierte, passierte das Gebäude höchstwahrscheinlich schnelles Schrittes und ohne große Beachtung oder steuerte es lediglich an, um ein dort ansässiges Geschäft zu betreten.

Die damalige Eigentümerin, Frau Lotte Zscherpe, hingegen, hatte immer den Traum gehabt, es wieder so herzurichten, wie es am Anfang ausgesehen hatte. Ihr, die einst eine Zeit als Verkäuferin im Hutgeschäft P. M. Pinçon & Co. tätig war, schwebte der Urzustand vor:
Ein markantes Haus, rot verklinkert, mit einer sehr klar unterteilten Fassade im oben erwähnten konstruktiven Jugendstil.

Hamburg - Kontorhäuser -  Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 - Gemäß altem Vorbild_Kacheln mit blauer Glasur nach Machart "craquelée"

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Gemäß altem Vorbild: Kacheln mit blauer Glasur nach Machart „craquelée“

Als zusätzlichen Anziehungspunkt für das Auge und zur besonders gearteten Querunterteilung ab dem ersten Obergeschoss, herrliche, intensiv blaue Kacheln, dazu Kupfer. In luftiger Höhe – quasi als Abschluss vor dem Dachbeginn – vier besondere Keramik- Reliefs, die jeweils einen Frauenkopf zeigen – jeder mit einem anderen Gesichtsausdruck.

Hamburg - Kontorhäuser - Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 -   Fassade - nachgearbeitete Köpfe

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Fassade – nachgearbeitete Köpfe

Irgendwann war der Traum von Frau Zscherpe nicht mehr nur eine vage Wunschvorstellung, sondern das Unternehmen „Restaurierung“ nahm Formen an. Das Büro Pflügelbauer wurde beauftragt und deren Architektin Nathalie Göttling leitete die zwei Jahre dauernden Arbeiten. Als Vorbilder dienten alte Fotografien und Originalfliesen, die sich auf dem Dachboden des Hauses fanden.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie man mit einer Fliese aus dem Jahr 1904 heute weiterkommt. Der Baumarktleiter wird sicher nur traurig dreinschauen und bedauernd den Kopf schütteln, wenn Sie ihm hoffnungsfroh ein Musterexemplar vor die Füße legen und dabei vorsichtig mit Ihrem Plan herausrücken. Auch der oben erwähnte Fachbetrieb dürfte überfordert sein, denn sein heutiges Produktionsverfahren weicht doch erheblich von dem von vor über 100 Jahren ab.

Doch es gibt Spezialisten. Es gibt einen Herrn, der auch schon Fliesen für den Alten Elbtunnel in Hamburg, für das Holthusenbad oder für diverse Bahnhöfe der Hamburger U-Bahn (St. Pauli, Hallerstraße, Uhlandstraße etc.) herstellte. Sein neuestes Werk, die siebte Station mittlerweile, war 2012 die Mitgestaltung der U-Bahn-Station Sierichstraße.

Sein Name ist Hans Kuretzky. Herr Kuretzky ist Baukeramiker (Dipl.-Ing. nach einem Keramikdesign-Studium in Krefeld) und hat einen Werkstatthof in Borstorf – zwischen Trittau und Mölln gelegen. Er betreibt seine Werkstatt seit 1985. Anhand des Musters hat der Baukeramiker aus insgesamt sieben Tonnen (!) Ton die benötigten Fliesen und Ornamente nachgearbeitet.
Jede einzelne Fliese Handarbeit – insgesamt eine Fläche von 62 Quadratmetern!
Handkunstwerke – so nennt Herr Kuretzky sie selbst.
Die Fliesen wirken geflammt, an manchen Stellen in der Literatur stößt man auf den Begriff Majolika-Verkleidung, liest an anderer Stelle aber von „carreau flammé“ und von der Machart „façon craquelée“. Das wiederum leitet sich ab vom Verb craqueler = etwas rissig machen.
Bezogen auf die Glasur bedeutet es, dass bei dieser Machart beim Brennen feine Risse auftauchen. Und letztendlich war es genau diese Herstellungsweise, die hier angewandt wurde.
Außer der Anfertigung der blauen Kacheln, fielen Arbeiten am Rotstein für die Fassade an und natürlich mussten außerdem die 60-70 kg schweren, menschlichen Köpfe modelliert werden.
Diesen Auftrag führte der Restaurator und Kunstmaler Peter Lund aus. Obwohl er sie als eher androgyn beschreibt, wirken sie mehr weiblich – was auch einen gewissen Sinn ergibt, denn das Kontorhaus wurde (zumindest bis zu diesem Zeitpunkt) immer nur an Frauen vererbt!

Hamburg - Kontorhäuser - Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 -   Frauenköpfe mit - wenn man genau hinschaut -  unterschiedlichem Gesichtsausdruck

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Frauenköpfe mit – wenn man genau hinschaut – unterschiedlichem Gesichtsausdruck

Was Sie auf dem nächsten Foto vielleicht erkennen können, ist ein Schriftzug, der in etwa 15 Metern Höhe eingearbeitet ist. Er wurde von Frau Zscherpe persönlich – als christliches Element – ausgewählt und von Heidrun Kuretzky gestaltet. Es handelt sich um den Konfirmationsspruch der Eigentümerin nach Jesaja, 43,1: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“

Hamburg - Kontorhäuser - Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 - Eingearbeitet der Konfirmationsspruch ...

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Eingearbeitet der Konfirmationsspruch …(hier ist ein Teil zu sehen)

Für die Montage der neu modellierten und gebrannten Elemente, wurden die alten Behelfsklinker nicht entfernt. Auf die vorhandene Fassade kam eine Edelstahlmatte (wurde einfach vorgeschraubt), auf welcher sowohl Fliesen als auch Rotsteine aufgesetzt und verankert wurden.

Ein ziemlich beeindruckendes Ergebnis nach der Fertigstellung! Frau Zscherpe hat das Haus wunderschön wieder herrichten lassen, und zum Glück hat sie das Haus Pinçon in seiner neuen Pracht im Jahr Herbst 2007 auch noch miterlebt. Sie starb 2008 im Alter von 88 Jahren.

Nachdem Sie durch obige Bilder bereits die neue Fassade kennen, können Sie sich nun zusätzlich einen kleinen Eindruck davon verschaffen, wie der Eingangsbereich und der Zugang zum Treppenhaus gestaltet wurden.

Hamburg - Kontorhäuser - Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 - Eingangsbereich

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Eingangsbereich

Hamburg - Kontorhäuser -  Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 -  Ein Blick in das Treppenhaus ...

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – Ein Blick in das Treppenhaus …

Hamburg - Kontorhäuser -  Haus Pinçon - Neuer Wall 26-28 -  ... die Wanduhr

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – … die Wanduhr

Hamburg - Kontorhäuser -  Haus Pinçon - Neuer Wall  26-28 -   ... klare Formen

Hamburg – Kontorhäuser – Haus Pinçon – Neuer Wall 26-28 – … klare Formen

Keine Mosaiken wie im Fall des Hübner– oder Hildebrandt-Hauses, zurückhaltender insgesamt, doch überaus stilvoll – besonders die Treppenaufgänge/Geländer. Völlig anders auch als beispielsweise die Geländer im Laeiszhof (verspielte, eher floral wirkende Formen/Ranken).

Wie gefällt es Ihnen?

Beim nächsten Kontorhaus-Gang (Teil VI), werde ich Ihnen  – so sieht die derzeitige Planung aus – einige Gebäude in der Poststraße bzw. der Gerhofstraße in Bildform näherbringen. Vielleicht mögen Sie sich wieder anschließen ….

Quellen:
Einige der Informationen über die Arbeiten am Haus  stammen  aus folgenden Artikeln des Hamburger Abendblatts:
–  Ein Haus wie anno 1904 (Matthias Rebaschus) – 20.10.2007
Der Meister der glänzenden Fassaden (Karin Lubowski) – 01.07.2006

Vorhergehende Folgen der Kontorhaus-Serie sind über nachstehende Links für Sie aufrufbar:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/17/demnachst-im-blog-hamburgs-kontorhauser-eine-kleine-einfuhrung-fur-sie/

Teil I:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/20/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-i-darf-es-etwas-basiswissen-sein/
Teil II:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/25/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-ii-der-laeiszhof-samt-paternoster-und-watt/
Teil III:
http://wp.me/p1zeK1-1iW / Das Hildebrand-Haus
Teil IV:
https://michelelegrand.wordpress.com/2013/01/11/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-iv-das-hubner-haus-und-eine-kleine-zeitreise/

©Januar 2013 by Michèle Legrand

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Stilvolle Treppenhäuser, schöne Fassaden, eigenwilliges Interieur – der Charme Hamburger Kontorhäuser / Teil IV – Das Hübner-Haus und eine kleine Zeitreise

Bei unserem letzten Blogspaziergang vor wenigen Tagen, hatten wir uns (gedanklich) in der Mellin-Passage (Alsterarkaden/Neuer Wall, großes Foto im letzten Blogpost!) verabredet, um  weitere Kontorhäuser in Hamburgs Innenstadt  näher  zu betrachten. Ich sehe, Sie haben sich daran erinnert und hingefunden  …^^

Vorweg:
Ich hatte Ihnen dabei Teil IV der Serie unter Nennung dreier Gebäudenamen im und am Neuen Wall angekündigt. Hier erfolgt nun eine kleine Änderung, da ich gern etwas mehr unterteilen und Ihnen die Häuser in separaten Blogposts vorstellen möchte. Was ich Ihnen ursprünglich zusammen präsentieren wollte, ist jedes für sich auf eine andere Art interessant und hat Anspruch auf eigenen Platz (auch für Fotos) und eigene Annäherung.
Unterschiede? Ja? Welche denn?
Manche Gebäude, wie der in Teil II vorgestellte Laieszhof, warten mit Besonderheiten auf, die es anderswo gar nicht oder kaum noch gibt. Dort ist es neben dem prachtvollen Treppenhaus der Paternoster, der immer noch in Betrieb ist. Sie haben ihn erlebt.
Das Hildebrand-Haus aus Teil III hat ein vom Stil her höchst interessantes, weil eigenwilliges und einmaliges Foyer sowie einen wirklich nachträglich gekonnt integrierten Fahrstuhl.
Im Teil I lag mir daran, Ihnen ein Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Ich erklärte  Ihnen zudem ein bisschen den Hintergrund, warum Kontorhäuser entstanden und verriet mehr über ihre Bauweise. Auch dort werden Sie Unterschiede (standortbezogen) entdeckt haben.

In den kommenden zwei Fortsetzungen wird es zusätzliche Schwerpunkte geben:
Das Hübner-Haus heute, Teil IV, besticht durch seinen schon beeindruckend gestalteten Eingangsbereich, aber es verleitet zusätzlich zu einer kleinen Zeitreise, denn wir werden uns gedanklich mit einem dort früher existierenden Café beschäftigen.
Im danach folgenden Teil V wiederum wird es um das Haus Pinçon und die Art und Weise gehen, wie es vor einigen Jahren aufwändig und detailgetreu nach altem Vorbild restauriert wurde.
Das eine Haus (Hübner) fasziniert vielleicht mehr durch Einzelheiten zu seiner Geschichte, seiner Nutzung, dem Leben im Gebäude.
Das andere (Pinçon) hat wechselvolle Zeiten und (Bau-)Zustände hinter sich, und hier liegt der Fokus auf der Wiederherstellung/Restaurierung.
Das Gutruf-Haus, dessen Bild ich zuletzt als „Appetizer“ mitgegeben hatte, wird zu gegeber Zeit ebenfalls noch vorgestellt.

Doch nun lassen Sie uns starten!

Hamburg - Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Hamburg – Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Aus der Mellin-Passage in den Neuen Wall tretend, wenden Sie sich nach links bis Sie auf die nächste Kreuzung treffen. Das Eckgebäude Neuer Wall 22/Poststraße 2-4 ist das Hübner-Haus, ein 1907/1908 vom Architekten Henry Grell errichtetes Gebäude.
Heute hat genau an der Ecke im Erdgeschoss ein Cartier-Geschäft seinen Sitz, angrenzend in der Poststraße ist die Parfümerie Sahling, deren fantasievoll gestaltete Weihnachtsdekoration Sie vielleicht erinnern. Ich zeigte Ihnen Ende November Fotos der liebevoll gestalteten, teils beweglichen Winter-Dioramen.

Die Hübners besaßen bereits vorher (ab ca. 1884) das Haus am Neuen Wall, welches mit einer recht scharfen Ecke zur Poststraße endete. Georg Hübner kaufte jedoch um die Jahrhundertwende das nebenan liegende Areal Poststraße 2 dazu und plante um 1908 den ersten Stahlbetonbau (Geschäftshaus) in Hamburg.
Das Haus erregte seinerzeit große Aufmerksamkeit!

Hübner-Haus

Hübner-Haus

Die Fassadenstützen sind sehr dicht aneinander gereiht. Für die Vorderfront wurde Sandstein verwendet, die Rückfront ist aus Backstein erbaut.
Wissen Sie noch?

Vorne war es wichtig, Eindruck zu machen und zu zeigen, dass man nicht arm war. Hinten konnte es billiger ausfallen. Da kam der Besucher/Geschäftspartner nicht hin.
Es wirkt von außen auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so anziehend und auffällig, was auch daran liegen mag, dass nach der Umgestaltung durch Schaufenstereinbauten Ausdruckskraft verloren ging.
Dafür ist es im Innern umso schöner!

Schauen Sie sich das einmal an!
Die Eingangshalle hat Mosaiken, die einen wirklich zum Staunen bringen. Gold ist eingearbeitet und neben den Mosaikstreifen befinden sich Marmorinkrustationen.

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall -  Foyer mit Goldmosaik und Marmorinkrustationen

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Foyer mit Goldmosaik und Marmorinkrustationen

Das Foyer hat eine richtige Concierge-Loge, die immer noch so aussieht wie damals, als sie eingerichtet wurde, und es scheint, als würde dort jemand arbeiten. In diesem kleinen weißen Häuschen in der Halle brennt die Schreibtischlampe von Zeit zu Zeit.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübner-Haus, Poststraße 2-4/Neuer Wall 22 - Die Loge des Portiers

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus, Poststraße 2-4/Neuer Wall 22 – Die Loge des Portiers

Stellen Sie sich vor: In der
Weihnachtszeit wird dort auch dekoriert!

Dann liegen bunte Pakete auf dem Dach der kleinen Kabine.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Die Loge weihnachtlich dekoriert. Der Concierge hat frei. Das Licht ist aus ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Die Loge weihnachtlich dekoriert. Der Concierge hat frei. Das Licht ist aus …

Nur mir wurde glaubhaft versichert, dass es überhaupt keinen Pförtner/Portier gibt!
Dabei sehe ich ihn förmlich vor mir, wie er über den Arbeitstisch gebeugt Kassenbücher ausfüllt, Vermerke macht, vielleicht in späteren Zeiten Telefonate entgegennahm. Ein distinguierter Herr. Nicht zu jung.
Oder?
Stellen Sie sich nicht auch die Frage, wer dort in früherer Zeit saß, wie er hieß, was seine Aufgaben waren?
Ob man von ihm respektvoll als z. B. Herr Buddenbohm sprach? Den Mann mit der Übersicht.
Oder riefen die Hübners von oben laut und unkompliziert den Vornamen durchs Treppenhaus nach unten?
„Heinrich, die Tür quietscht …!“
„Paul, das Fenster geht nicht zu …!“
Was musste er tun?
Ein Concierge. Das Wort leitet sich ab aus dem Lateinischen.  Conservius bzw.  servus und bedeutet in der Umgangssprache soviel wie Diener oder Sklave.
War er das?
Mit dem heutigen Begriff Concierge, der in einem noblen Hotel Gäste betreut und begehrte Musicalkarten herbeizaubern kann, ein geheimes Notizbuch mit den Eigenarten der Kunden führt, deren Vorlieben kennt – damit hat es sicher nichts zu tun gehabt.
Was dann?
Gab er Auskünfte? Bediente er den Paternoster, wenn es in diesem Haus anfangs einen – wie in vielen anderen Kontorhäusern – gab?
Wies er weiteres Personal an z. B. für die Treppenhausreinigung?
Hatte er aufzuschließen bzw. zu verriegeln und für Licht zu sorgen? Ließ er Besucher hinein, brachte Damen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Regenschirm zur zuvor herbeigerufenen Droschke?
Regelte er den Lieferantenverkehr?
Denn Lieferanten und auch illustre Kunden hatte die Konditorei und Marzipanfabrik Georg Hübner eine Menge!
Was für ein Bild, wenn die ausgesandten Diener aus hochherrschaftlichen Häusern in Livree eintrafen, um kunstvoll verzierte Torten und edles Marzipangebäck für eine Festivität abzuholen. Vielleicht eine große Party beim Fürsten von Bismarck, vielleicht eine Hochzeit in den feinen Elbvororten. Einige Jahre  immer wieder geschäftiges Hufegetrappel und dampfende Pferdeäpfel vor dem Haus, später die ersten Automobile am Randstreifen.
Was muss dort an manchen Tagen für ein Betrieb gewesen sein!
Vielleicht kannte man auch damals schon Parkplatzsorgen …

Doch wir leben in der heutigen Zeit.
So schauen Sie sich erst gern um und bestaunen das, was heute noch alles außer der Loge des Portiers zu sehen ist.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall - Holzverzierungen, Mosaikeinfassung, selbst auf dem Marmor weitere Verzierungen ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall – Holzverzierungen, Mosaikeinfassung, selbst auf dem Marmor weitere Verzierungen …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Eingangsbereich

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Eingangsbereich

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Eingangsbereich

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Eingangsbereich

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Interessante Muster im Treppenhaus ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Interessante Muster im Treppenhaus …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Ein Blick hinauf im Treppenhaus.  Geländer anschauen ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Ein Blick hinauf im Treppenhaus. Geländer anschauen …

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Marmor, Mosaik, Gold ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Marmor, Mosaik, Gold …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall -  ... selbst das Fußboden-Mosaik

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – … selbst das Fußboden-Mosaik

Ich war schon mehrmals dort.
Eines Tages, als ich mir wieder einmal alles ansah, kam ein wirklich schon ziemlich betagter Herr durch die Eingangstür, der, wie sich herausstellte, die Praxis eines Orthopäden aufsuchen wollte. Ich hatte gerade im Foyer in einer Ecke eine Glasvitrine mit Porzellan entdeckt und weitere Dinge, die an die Zeit erinnern, in der hier im Haus die „Conditorei und Marzipanfabrik Georg Hübner“ ansässig war und ein Café betrieb.
Wir kamen ins Gespräch, und er erzählte mir, dass er das Café noch kannte. Er wäre früher dort gelegentlich eingekehrt, und seinen Orthopäden hätte er letztendlich danach ausgewählt hat, wo er die Praxis hat. Drei hätten für ihn zur Wahl gestanden, er entschied sich für den Arzt im ihm bekannten Hübner-Haus.
Ich fragte ihn, wie lange es denn das Café noch gegeben hätte. Er war sich nicht sicher, aber der Ansicht, dass es schon Anfang der 1960er Jahre nicht mehr existierte. Er hatte recht, später las ich, dass die Vorfahren die Konditorei 1884 gründeten und dass das Café Silvester 1961 schloss.
Erstaunlich, dass es gut 50 Jahre danach immer noch in den Köpfen so vieler Menschen ist!
Es gibt einige wenige Orte, die dieses Phänomen hervorrufen. Der Alsterpavillon in seiner Urform. Das Hansa Variete Theater. Traditionsreiche Einzelhandelsgeschäfte (Feinkost, Buchhandel, Juweliere).
Was machte das Café Hübner so besonders?
Es ging dort seinerzeit hochherrschaftlich zu. Bestellungen für illustre Gäste wurden ausgeführt. Hübner stand für Qualität. Man kam, genoss, führte Gespräche.
Kaffeehausatmosphäre.
Man(n) las seine Zeitung, traf sich unter Seinesgleichen und Damen der feinen Gesellschaft kehrten ein, weil sie hier (erstmals) einen Ort hatten, an dem sie ohne männliche Begleitung ganz ehrenhaft sitzen und Kaffee trinken konnten.
Die Einrichtung und Ausstattung muss zeitweilig umwerfend gewesen sein! Offenbar gab es einen Salon im Stil eines Raumes, wie ihn japanische Fürsten ihr Eigen nannten. Dort befanden sich (nicht ganz bruchsichere) Porzellan-Etagèren sowie aufgetürmte Dekorationen, so dass kaum einer der Café-Besucher es wagte, heftiger auszuatmen, geschweige denn zu husten oder zu niesen.
Ein Bild, das in der Vitrine im Foyer ausgestellt ist, zeigt bereits einen etwas anderen Stil. Hohe Sitzhocker, alles etwas graziler (selbst die Damen).
Haben Sie schon einmal den Herrn mit der Zeitung näher betrachtet?
Er scheint seine Augen nicht so wirklich auf den Zeilen seines Lesestoffs ruhen zu haben. Auf mich wirkt es eher, als hätte er die weiblichen Gäste im Blick …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübner-Haus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Schlichtes Design beim Service, die prunkvolle Zeit ist vorbei. Und wohin schaut der Herr ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Schlichtes Design beim Service, die prunkvolle Zeit ist vorbei. Und wohin schaut der Herr …?

Die Zeiten änderten sich, wurden auch härter, was sich durchaus in der Art des Geschirrs zeigt. Wir finden nicht mehr den japanischen Stil mit eher verspielten, zarten, hauchfeinen Tässchen, sondern sehen hier ein recht schlichtes und robustes Service, das es ebenso gut in einem Bahnhofscafé hätte geben können. Günstiger, haltbarer, dennoch typisch. Es war immer noch das Café Hübner, und ich vermute, irgendwann war es einfach zur Tradition geworden.
Man traf sich bei Hübner!
Doch alles Geschichte.
Es kam der Moment, da der Anschluss an die Entwicklung verpasst wurde. Das Leben änderte sich, die Gewohnheiten und Ansprüche der Menschen ebenfalls – nur Hübner zog wohl nicht in dem Maße mit.
Immer nur von den Lorbeeren vergangener Zeit leben, ist nicht möglich. Hübner konnte nicht mehr genügend Kundschaft für sich gewinnen, die Gäste blieben aus.
Der alte Herr im Foyer erzählte mir, dass er sich an recht verschlissene Möbelbezugsstoffe erinnerte … Woher sollen auch Investitionen kommen, wenn zu wenig Einnahmen da sind?
Ein Teufelkreis. Hübner musste schließen.
Alles hat seine Zeit.

Heute geht man dort zum Orthopäden, Zahnarzt oder zu einer im Haus ansässigen Grundstücksverwaltungsgesellschaft.
Nichts mit stilvollem Café …
Was denken Sie, was wohl Herr Hübner zu abwischbaren Plastiktischen, eingeschweißten Donuts und Coffee to go im Pappbecher gesagt hätte?

Auch wenn es das Café nicht mehr gibt –  das Haus steht, und die Gestaltung hier im Foyer ist schon fantastisch.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall (ehemals Café Hübner)

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall (ehemals Sitz des Café Hübner)

Haben Sie zu Ende entdeckt?
Wie können uns gern wiedertreffen. In ein oder zwei Wochen wird Teil V hier erscheinen. Dann erzähle ich Ihnen, wofür Herr Kuretzky sieben Tonnen Ton benötigte …

Ich hoffe, Ihnen hat das Hübner-Haus ein bisschen gefallen und wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Hinweis:
Falls Sie vorangegangene Artikel suchen, finden Sie nachfolgend die entsprechenden Links:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/17/demnachst-im-blog-hamburgs-kontorhauser-eine-kleine-einfuhrung-fur-sie/
Teil I:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/20/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-i-darf-es-etwas-basiswissen-sein/
Teil II:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/25/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-ii-der-laeiszhof-samt-paternoster-und-watt/
Teil III:
http://wp.me/p1zeK1-1iW / Das Hildebrand-Haus

©Januar 2013 by Michèle Legrand

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Wenn es in Hamburg regnet: Rathausplatz, zwei Türme und ein Unterschlupf mit bunter Decke

Heute würde ich gern mit Ihnen in den Regen hinaus. Nicht lange!
Ich möchte Ihnen in Hamburgs City etwas zeigen, bevor in diesem Monat eine weitere Folge der Serie
Stilvolle Treppenhäuser, schöne Fassaden, eigenwilliges Interieur –
der Charme Hamburger Kontorhäuser
hier im Blog erscheint.
Entsinnen Sie sich an das beeindruckende Hildebrand-Haus aus dem dritten Teil und die Feststellung, dass es in der Straße Neuer Wall noch mehr zu entdecken gibt? Folgerichtig heißt es demnächst:
Teil IV – Hübner, Gutruf, Pinçon … ein Blick auf die Häuser im Bereich Neuer Wall

Heute sind wir ganz in der Nähe, nur vernachlässigen wir vorerst die Kontorhäuser, da es auf dem Weg dorthin bereits etwas gibt, was es sich anzuschauen lohnt. Wir kommen gleich dazu …
Wissen Sie, was mich manchmal stört?
Mich stört, dass auf Ansichtskarten fast immer Sonnenschein und blauer Himmel zu sehen sind. Meist sogar noch kräftig retuschiert! So unverschämt blau ist der Himmel selbst im Sommer höchst selten …
Es ist genauso unnatürlich, wie die Eigenart, in Rosamunde-Pilcher-Filmen Schottland oder Cornwall ebenfalls immer nur mit strahlender Sonne zu zeigen.
Es ist nicht so!
Und es ist auch nicht so, dass bestimmte Gegenden und Orte nur bei Sonne Charme hätten. Manches ist gerade bei Regen reizvoll. Die Größenverhältnisse scheinen anders, die Farben sind dunkler und kräftiger. Nasses Pflaster wirkt grundverschieden, Metall spiegelt, Granit glänzt. Geräusche verändern sich. Außerdem sind weniger Menschen da, auf einmal ist alles ganz weit. Mitten in der Stadt.
Diese Schönwetter-Postkarten führen leicht zu einer gewissen Erwartungshaltung und haben gelegentlich zur Folge,  dass schlechteres Wetter gleich fürchterlich krumm genommen wird. Manch einer geht dann gar nicht vor die Tür.
Genau das ist heute unser Glück!
Schnappen Sie sich eine Jacke und den Schirm. Es sieht weiter hinten bereits wieder heller aus, vielleicht wird es schon in ein paar Minuten besser.
Ach, einen kleinen Moment bitte noch!
Wir treffen uns heute auf dem Rathausplatz in Hamburg. Sie können Ihn gar nicht verfehlen …

Die City im Regen - Hamburg, Rathausplatz, Blick Richtung Petrikirche

Die City im Regen – Hamburg, Rathausplatz, Blick Richtung Petrikirche

Ist das nicht ein höchst ungewohnter Anblick? Wie oft habe ich Ihnen Bilder präsentiert, auf denen zumindest Teile des Platzes zu sehen waren. Mal waren chinesische Wochen, ein anderes Mal fand der Triathlon statt und die Fläche des Rathausmarktes war für den Einlauf der Läufer präpariert. Bahnen, Tribünen, künstlicher Bodenbelag.
Oder vor ein paar Wochen! Wissen Sie noch? Der Weihnachtsmarkt hatte gerade begonnen, alles war gefüllt mit Holzbuden, Ständen, Lichterdekoration, Tannenbäumen, Pyramiden.

Aber heute – heute haben wir alles fast alleine für uns! Zumindest momentan …

Die City im Regen - Hamburg, Rathausplatz, Blick zu den Alsterarkaden

Die City im Regen – Hamburg, Rathausplatz, Blick zu den Alsterarkaden

 

Jetzt erst lässt sich erkennen, welche Ausmaße der Platz eigentlich hat! Und wenn Sie sich umschauen, sehen auch die von Alexis de Chateauneuf erbauten Alsterarkaden im Regen schön aus. (Haben Sie bemerkt, der Regen wird weniger – schon strömen alle wieder nach draußen …)

Die City im Regen - Hamburg - Blick Richtung Alte Post (Poststraße)

Die City im Regen – Hamburg – Blick Richtung Alte Post (Poststraße)

Lassen Sie Ihren Blick weitergleiten Richtung Schleuse und hinein in die Poststraße. Sehen Sie das rote Gebäude links mit dem hohen Turm? Es ist die Alte Post.
Sie wurde von 1845 bis 1847 erbaut, und wer sich über gewisse Ähnlichkeiten im Stil wundert, etwas, das ihn an die gerade gesehenen Alsterarkaden erinnert, dem sei gesagt, dass Architekt Alexis de Chateauneuf auch hier zuständig war. Auch bei diesem Gebäude ist wieder italienische Renaissance im Spiel, das venezianische Vorbild, die Palazzo-Bauten – wenn auch hier und dort zusätzlich Ergänzungen durch gotisch anmutende Rundbögen aus Sandstein anzutreffen sind.

Hamburg -  Die Alte Post, Poststraße - Einer der  Seiteneingänge - Im EG befindet sich eine Einkaufspassage

Hamburg – Die Alte Post, Poststraße – Einer der Seiteneingänge – Im EG befindet sich eine Einkaufspassage

Hamburg -  Die Alte Post, Poststraße, diesmal vom Hanseviertel Richtung Rathaus schauend ...

Hamburg – Die Alte Post, Poststraße, diesmal vom Hanseviertel Richtung Rathaus schauend …

Hamburg -  Die Alte Post,  Poststraße - Uhrturm

Hamburg – Die Alte Post, Poststraße – Uhrturm

Sie haben den Turm gesehen? Natürlich!
Es ist der Uhrturm, an dessen Spitze sich ab ca. 1838 ein optischer Telegraf befand, der den Endpunkt der Nachrichtenverbindung bis zur Elbmündung, dem zu Hamburg gehörenden Cuxhaven, bildete. Er bekam später einen oktogonförmigen Baukörper zusätzlich obenauf gestülpt, weil man gemerkt hatte, dass der Turm für seine Zwecke zu niedrig war. In dieser Form sehen wir ihn heute hier, und mit diesem neuen Endpunkt wurde 1848 eine optische Telegrafenlinie Richtung Bremen in Betrieb genommen.

Bemerkenswert, dass es endlich ein erstes öffentlich zugängliches Kommunikationsmedium gab, das von Kaufleuten begründet und genutzt wurde. Andere Systeme zuvor hatten immer nur der Verwaltung gedient oder dem Militär!
Diese Erfindung war natürlich noch nicht das Gelbe vom Ei. Wenn Sie sich vorstellen, dass optische Telegrafen nur kurze Reichweiten hatten und es sich beispielsweise um einfache Blinkspiegel handelte. Oder auch komplexere Spiegeltelegrafen. Dann gab es noch Winkzeichen und Flaggensignale.
Alles ein bisschen unsicher, wetterabhängig, kompliziert, und es wurde schwierig bei ungünstigen Sichtverhältnissen.

Kein Wunder, dass kluge Köpfe weiter forschten, und sehr schnell vollzog sich der Wandel zum elektrischen Telegrafen/zur Morsetelegrafie. Die nötige technische Einrichtung hierfür war billiger, einfacher und letztendlich auch günstiger im Unterhalt. Jahrzehntelang gab es weiterhin beides. Das eine schlich sich dazu, das andere verabschiedete sich in kleinen Schritten.
Im Grunde haben wir sogar heute bei der Eisenbahn (Signale) immer noch einen gewissen Teil an optischen Telegrafen
Und bis heute sind trotz aller neuzeitlichen Erfindungen mancherorts auch weiterhin in der Schifffahrt Morselampen für kurze Entfernungen gebräuchlich.
Es reicht an Information, oder?

So, und was sehen Sie direkt in Verlängerung des Turms?
Einen weiteren Turm!

Die City im Regen - Hamburg -  Blick Richtung Alte Post ... und dahinter ... der Fernsehturm (Heinrich-Hertz-Turm)

Hamburg – Der Regen hat nachgelassen – Blick Richtung Alte Post … und dahinter … der Fernsehturm (Heinrich-Hertz-Turm)

Den Heinrich-Hertz-Turm, auch Telemichel (Fernsehtum) genannt oder ganz offiziell: die Funkübertragungsstelle 22 Hamburg. Er wurde in den Jahren 1966-1968 erbaut und ist quasi die moderne Variante des Alten Postturms – ein Neuer Postturm, ca. 120 Jahre jünger.  Hier im trauten Beisammensein …

Es regnet schon wieder …
Ach, Sie haben doch keinen Schirm dabei?
Jetzt schauen Sie nicht so unglücklich! Seien Sie froh, dass es momentan nicht so aussieht:

Hamburg - Alsterarkaden, Kleine Alster und Rathausschleuse im Nebel

Hamburg – Alsterarkaden, Kleine Alster und Rathausschleuse im Nebel

Kommen Sie!
Huschen wir einfach in den Arkadengang der Alsterarkaden,  und ich zeige Ihnen einen Durchgang, eine prachtvolle Abkürzung zum Neuen Wall (den wir uns demnächst vornehmen (s. o.)).
In den Alsterarkaden befindet sich die älteste und kleinste Einkaufspassage Hamburgs: die Mellin-Passage. Dort hat u. a. die Hamburger Bücherstube Felix Jud & Co. ihren Sitz.
Die Decken und höhergelegene Teile der Seitenwände des Durchgangs sind mit wunderschönen, farblich sehr stimmigen Malereien verziert. An vielen Stellen werden die Arkadenformen wieder aufgenommen. Ansonsten finden sich im oder am Mauerwerk zahlreiche Verzierungen, dekorative Vorsprünge oder auch weiter oben eingelassene Bogenfenster (geschlossen).

Hamburg - Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Hamburg – Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Hamburg -  Ein Blick an die Decke der Mellin-Passage (Alsterarkaden/Neuer Wall)

Hamburg – Ein Blick an die Decke der Mellin-Passage (Alsterarkaden/Neuer Wall)

Wussten Sie, dass diese Decken- und Wandbemalung mehr durch Zufall wieder zum Vorschein kam?
Nachdem es Silvester 1989 einen Brand in einem der Geschäfte gegeben hatte, musste ein Teil des Hauses abgerissen und wieder neu errichtet werden. Hauptsächlich fanden bauliche Veränderungen an der Westseite, also am Neuen Wall statt, und bei dieser Renovierung entdeckten Handwerker staunend die Malereien im Stil von Alphonse Mucha …

Hier werden wir uns beim nächsten Mal treffen. Ist Ihnen das recht?
Sagen wir in der Mitte der Passage, wo der Lichthof ist.
Und dann gehen wir hierhin (Appetizer)^^:

Hamburg - Kontorhäuser - Das Gutruf-Haus - Stilvoll und elegant - auch die Farbwahl

Hamburg – Kontorhäuser – Das Gutruf-Haus – Stilvoll und elegant – auch die Farbwahl

Ich freue mich, wenn Sie wieder dabei sind!

Quelle:
Wikipedia half mir mit Wissen über die optischen Telegrafen.

Anmerkung/Hinweis:
Wenn Sie generell gern mit durch Hamburg spazieren möchten, rufen Sie doch hier im Blog einfach die KATEGORIE Hamburg! auf.
Dort werden Sie fündig.

©Januar 2013 by Michèle Legrand

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Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 – Die dritte Staffel läuft demnächst an!

Für alle Interessierten die gute Nachricht, dass es auch in diesem Jahr wieder eine weitere Ausgabe des beliebten Model Contests gibt.

In Kürze beginnt erneut das große Casting im EKZ QUARREE Wandsbek
Ein kleines Jubiläum, denn bereits zum dritten Mal nach 2011 und 2012, können sich junge Menschen vorstellen und bei Talent, Ausstrahlung, Ehrgeiz, Einsatz  und natürlich auch mit etwas Glück, das Gesicht 2014 – nämlich für die Werbekampagnen des kommenden Jahres – werden.
Wie zuvor dürfen Damen und Herren ab 18 Jahren (16-18jährige mit einer Einverständniserklärung der Eltern) daran teilnehmen.
Es werden Models für die Kategorien Männer, Frauen und XL (ab Gr. 42) gesucht.

Model Contest QUARREE GESICHTER 2014 startet im Februar 2013

Wie in den Vorjahren, wird sich der Wettbewerb über mehrere Monate erstrecken. Im Laufe dieser Zeit, werden im Wechsel Trainingseinheiten (Profi-Workshops) und Veranstaltungen stattfinden, bei denen das Erlernte gezeigt wird,  Erfahrung gesammelt werden kann, bei denen aber gleichzeitig auch entschieden wird, wer weiterhin dabei ist und wer es letztendlich bis zum Finale im Oktober schafft.

Die Sieger der ersten Staffe des Model Contest im Jahre 2011: QUARREE GESICHTER 2012 - Kevin, Anna-Marie und Kiml

Die Sieger der ersten Staffel des Model Contest im Jahre 2011: QUARREE GESICHTER 2012 – Kevin, Anna-Marie und Kim – Foto EKZ QUARREE – Fotograf: Andreas Grav

Bei Interesse an dem bisherigen Verlauf, schauen Sie gern in die ausführlichen Blogberichte, die Sie hier alle in der KATEGORIE MODE finden.
Oder geben Sie im Suchfeld oben rechts Model Contest ein und scrollen dann zu den Berichten über Casting, Recall, Workshops, Modenschauen, Living Doll Event und dem reich bebilderten Finale.

Sieger Model Contest QUARREE GESICHTER 2013 - offizielles Foto (Fotograf: Andreas Grav)l

Sieger Model Contest QUARREE GESICHTER 2013 – Rafael, Denise (2.), Mariam (1.), Alina (3.) und Yasemin (Siegerin XL-Models) – offizielles Foto (Fotograf: Andreas Grav)

Wenn Sie die Lust packt oder Sie jemanden kennen, dessen Wunsch es schon immer war, an einem derartigen Wettbewerb teilzunehmen, jemanden, der seine Chance nutzen möchte, dann melden Sie sich entweder selbst in der Castingwoche vor Ort  oder geben diese Information netterweise an Interessenten weiter.

Das Casting findet statt in der Woche vom 04. bis zum 09. Februar 2013.
Ort der Veranstaltung: EKZ QUARREE Wandsbek
Genaue Zeiten folgen bzw. Sie werden sie demnächst auch auf der Homepage des Quarrees entdecken oder können sie auf der entsprechenden Facebook-Seite nachlesen.
Die Links dorthin finden Sie nachstehend.

Die Homepage: http://www.quarree.de/
Das Quarree bei Facebook: https://www.facebook.com/QUARREE

Kommen Sie doch vorbei! Bis bald!

Vielen Dank an Andreas Grav für die erneute Genehmigung, Ihnen hier im Blog seine Fotos  zu zeigen!

©January 2013 by Michèle Legrand

Nachtrag am 11.01.2013:

Das Casting  findet an allen Tagen in der Zeit von 14.00 – 18.30 Uhr statt  (Mo – Sa, Halle Quarree I,   große Aktionsfläche).
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Teilnehmer, die hier weiterkommen, finden sich bitte zum Recall am 15.-16.02.2013 wieder im Quarree ein.

Und ein weiterer Nachtrag am 19. 01.2013:

Wollen Sie vielleicht einmal schauen? ^^
Auf YouTube gibt es jetzt ein Video mit Eindrücken vom Finale der QUARREE GESICHTER 2013 (enthält auch Szenen von QUARREE GESICHTER 2012)

http://www.youtube dot com/watch?v=jezdBNpi6qg&feature=youtu dot be

Die beiden dots bitte jeweils durch einen Punkt (ohne Abstand) ersetzen. Zum Schutz Ihrer Daten und Privatsphäre ist hier keine aktiver, direkter Link zu You Tube eingefügt.

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Frohes Neues … Maulwurf und Dino?

Michèle Legrand_WordPress_Neujahr 2013Ein mittlerweile waches Hallo an Sie alle!

Hallo?

So viel kommt heute von Ihnen ja noch nicht zurück.
Bitte? Was meinten Sie? Wegen Neujahr?
Ich glaube nicht, dass der Tag an sich Sie abhält, doch ich habe verstanden. Sie fühlen sich noch nicht wieder richtig fit.
Gut, es sei Ihnen erlaubt, sich noch im Bett zu lümmeln und fehlenden Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.
Oder Ihren Rausch auszuschlafen. Ja, pflegen Sie Ihren Kater. Den einen und den gegebenenfalls zweiten echten …

Ich war ein wenig draußen, und was meinen Sie, was ich für Sie aufgegabelt habe?
Etwas Einfaches – angesichts Ihres Zustandes.
Ich habe zwei Fotomotive, die mich allerdings wieder zu Gedankensprüngen (langsam wissen Sie auch, warum dieser Blog so heißt) verleiteten.

Ich kam an einem Vorgarten mit großer Rasenfläche vorbei. Das Grundstück wirkt immer unbelebt und unbenutzt. Der einzige, der die Grünfläche mit Vorliebe zu besuchen scheint, ist ein Maulwurf. Wenn er sich an die Arbeit macht, dann richtig. Hügel an Hügel – es ist eine Freude.
In dem Moment erkennt der Spaziergänger allerdings, dass in dem dazugehörenden Haus doch jemand wohnen muss, denn es erfolgt immer eine Reaktion. Irgendwer stürmt relativ prompt hinaus und stampft wütend die Berge platt. Alle!
Stört das unseren schwarzen Freund?
Nein, natürlich nicht!
Im Gegenteil, es verleitet ihn dazu, zur Höchstform aufzulaufen.
Das muss der Punkt gewesen sein, an dem sich der Herr oder die Dame des Hauses einen Plan zurechtlegte.
Sie wissen selbstverständlich, dass man den samtigen Gesellen nichts antun darf. Sie sind geschützt. Fallen aufstellen, Gift legen oder Spaten-Massaker anrichten, fällt für den entrüsteten und eher rabiaten Garteneigentümer somit komplett weg.
Was tun?
Unser Mensch in der Nachbarschaft hat sich überlegt, künstliche Tiere hinauszustellen. Anfangs genau an die Stellen, an denen zuvor die lockere Erde plattgewalzt wurde, später auch daneben – irgendwo mitten auf dem Rasen.

Maulwurfshügel und seltsame Gesellen ...

Maulwurfshügel und seltsame Gesellen …

Jetzt frage ich mich natürlich, was das soll.
Soll das Kunststofftier durch sein Eigengewicht verhindern, dass der Maulwurf an dieser Stelle wieder einen Hügel wirft?
Oder soll er sich beim Hochkommen den Kopf stoßen?
Oder – ganz anders – soll er sich erschrecken, wenn er an anderer Stelle auftaucht und gleich neben sich einen solchen Plastikkumpan hat?

Maulwurfshügel ... und das künstliche Eichhörnchen ...

Maulwurfshügel … und das künstliche Eichhörnchen …

Erschrecken sich Maulwürfe eigentlich generell z. B. vor Eichhörnchen?
Und sind Maulwürfe nicht ziemlich blind? Würde er überhaupt etwas merken? Etwas erkennen?
Soll das ganze Ensemble dort auf dem Rasen einfach nur nett aussehen? Ist das Kunst?
Ist das Ablenkung für das Auge – von den schwarzen Stellen auf der ansonsten immer sehr gepflegten Rasenfläche?

Sie sehen, man kann dort stehen und sich geraume Zeit seine Gedanken machen.
Was meinen Sie denn? Welche Intention steckt dahinter?

Und wenn Sie schon – obwohl Sie, wie wir wissen, noch angeschlagen sind – gerade überlegen, vielleicht können Sie mir auch verraten, warum man einen Dinosaurier auf der Tiefgarage braucht?
Ist das Liebe zum Dino, dient es der Abschreckung von Dieben, braucht man dringend eine Dekoration für diese Kahlfläche?

Dinosaurier auf der Tiefgarage ....

Dinosaurier auf der Tiefgarage ….

Jetzt sind Sie dran!
Ihre Ideen sind gefragt.

Ich bin übrigens inzwischen wieder ein bisschen müde nach der kurzen Nacht.
Während Sie jetzt grübeln, genehmige ich mir ein kleines Päuschen …

Lesen wir uns wieder?^^

©Januar 2013 by Michèle Legrand

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