Beiträge getaggt mit Oktoberfest

Kurze Betrachtung: Der Norden hat sich angesteckt …

Erwischt. Er hat sich tatsächlich angesteckt!
Vor Jahren bereits wurde der Norden von hartnäckigen Valentinstagsbazillen attackiert. Hanseaten und sonstige Nordlichter, ansonsten eher auf der Hut und resistent wirkend, verspürten nach Infizierung mit einem Mal einen unbezwingbaren Kaufdrang. Häufig lechzten die Befallenen im Februar nach überaus kitschigen Gegenständen,  solchen, die sie den Rest des Jahres nicht eines Blickes würdigen würden.
Mit einigem zeitlichen Abstand folgte der Überfall der Halloweenbazillen samt Gruselschminkzwang. Bei leichtem Verlauf fiel dieser gemäßigt aus, steigerte sich mit zunehmender Schwere der Infektion jedoch hin zu blutrünstigem Enthusiasmus und wahrer Euphorie bei der Erstellung von täuschend echten Narben und Wunden.
Ganz zum Schluss strecken uns nun ganz offensichtlich auch noch diese Erreger nieder: die Oktoberfestbazillen. Im ernsten Stadium dieser Krankheit kommt es unweigerlich zum Auftreten des DirndlLederhosentragzwangs.

Es ist zwei, drei Jahre her, als ich hier im Blog ein wenig über das nordisch aufbereitete Oktoberfest in meinem Stadtteil schrieb. Eine blau-weiße Kopie des Bayernoriginals. Kopie en miniature. Die Wandsbeker Wiesn hat man sie getauft. Die Veranstaltung hat sich erfolgreich etabliert, findet seither alljährlich statt. Ab 19. September 2014 sind die Pforten respektive der Zelteingang wieder geöffnet. Wir haben noch gut drei Wochen Zeit bis dahin.

Oktoberfestexport in den Norden. Klappt so etwas, oder ist es von vornherein zum Scheitern verurteilt?
In den Anfängen, der experimentellen Versuchsphase, ließ sich ein Norddeutscher zwar dort sehen, tauchte jedoch mehr aus Versehen oder spontan aufgrund von Durst auf. Oder er wurde abgeschleppt! Mit Freunden gemeinsam war das lustig. Er fand allmählich Gefallen an der Sache, doch nichts, aber auch gar nichts, hätte ihn dazu bewegen können, sich sozusagen zum Affen zu machen und seine Kleidung zu ändern. Sie dem Bayerischen anzupassen! Kurze Lederhosen, Hosenträger, Strickkniestrümpfe mit Herzchen …
Niemals!
Die Damen zeigten sich geringfügig williger und offener, was eher daran liegen mag, das anlassbezogenes Ankleiden ein femininer Grundwesenszug zu sein scheint. Jedenfalls sind neue Kleidungsstücke und ein typveränderndes Styling nie wirklich unwillkommen.
Zurück zu den Herren. Irgendwann entdeckte ein Häuflein wiederkehrender Gäste – vermutlich eine Mischung aus Zugereisten und einigen Individuen des Schlags Hamburger, der etwas extrovertierter, mutiger, modeaffiner und verrückter ist als der Rest – dass man mit einem passenden Wiesn-Outfit à la Bavaria einerseits wunderbar auffällt und Eindruck macht – aber offenkundig auch mehr Spaß hat.

Anfangs wurden sie natürlich bestaunt, diese Exoten. Der Umschwung im Denken der restlichen Besucher vollzog sich jedoch verblüffend schnell. Lichtzeitschnell! Plötzlich war es in, regelrecht ein Muss, stilecht gekleidet zu erscheinen! Mit einem Male werden nun die beguckt, die immer noch wie üblich erscheinen.
Schau nur, im Alltagslook! Wie langweilig!
Und die Reaktion der Langweiler?
„Mensch, du, ich brauche dringend was zum Anziehen!“
„Wo willst du denn hin? Oper?“
„Nein, Oktoberfest!“
Zack! Wieder welche infiziert!
Man kann sich heute immer noch in Zivilkleidung und unvorbereitet hinsichtlich des Aussehens dazwischenmischen, doch wer sich nicht nur tagsüber und spontan auf ein Bier dort trifft, sondern abends (womöglich als Teil einer  Gruppe),  der macht daraus ein stilechtes Event.

Den Handel hat es irgendwie verblüfft. Er blieb in den ersten Jahren zurückhaltend. Selbst 2012 versuchten nur vereinzelt Läden – meist unmittelbar vor dem Fassanstich – auf diesen Zug namens „Oktoberfest“ aufzuspringen. Etwas passender Schmuck (Brezn-Motiv) bei Bijou Brigitte, ein wenig Trachtenlook bei C&A. Ein Friseur, der Flechtfrisuren anpries … Karstadt warf sich auf das kulinarische Programm mit Weißwürsten, Löwensenf, Brezeln und Bier.
Und im Jahre 2014? Wochen bevor es richtig losgeht?
Der Handel ist heute gewappnet, die großen Ketten reagieren. Plakate, Auslagen, Ankündigungen. Die Botschaft lautet:
Pass auf, das Oktoberfest naht! Vergiss das nicht wieder! Du willst doch nicht als einziger blöd dastehen. So unvorbereitet. Ignorant, langweilig … Hast du dich schon darum gekümmert, hm?
Alles so ein bisschen wie damals in der Lenor-Werbung diese Stimme von hinten. Das schlechte Gewissen. Und – wie praktisch – danach kommen die rettenden Angebote. Dekorationsartikel, Rezepte, Schmuck, Bekleidung, Essen, Bettwäsche, Tischtücher, Servietten, Stimmungsmusik. Alles oktoberfestorientiert und –tauglich.
Tchibo offeriert zünftige Lederhosen und Karohemden für den feierwilligen Herrn, ein charmantesTrachtenkleid für die oktoberfestfreudige Dame. Alles gut sichtbar in der Ladenmitte ausgestellt.
Die Modekette S. Oliver, die sonst sorgsam alles vermeidet, was sie trutschig und bieder wirken lassen könnte, verkauft ebenfalls zwei verschiedene Dirndl-Modelle! Sie hängen auf dem Ständer gleich neben den (korrekt) löcherigen Jeans. In weiteren Bekleidungsgeschäften dieser Art wird man ebenso fündig. Es könnte ein Zeichen dafür sein, dass ein Imagewandel stattfand.
Nicht bei den Geschäften!
Dort wird verkauft, wofür Kaufaussichten bestehen. Dort wird aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus viel eher die bereits existierende Nachfrage befriedigt (oft mit Verspätung), als dass ein Angebot auf Verdacht produziert wird, welches im Endeffekt Verlust einfährt, weil sich kein Aas dafür interessiert.
Nein, der Imagewandel betrifft das Oktoberfest selbst. Seine nordischen Besucher sehen es nach der leicht misstrauisch beäugten Eingewöhnungsphase (und auch anfänglicher Ablehnung) heute aus anderer Sicht.
Mittlerweile kleidet man sich nicht nur aus reinem Pflichtgefühl heraus anders, dem Feiergrund angemessen, sondern Besucher sehen im Oktoberfest mittlerweile ein „cooles“ Event, einen angesagten Treffpunkt, für den bzw. das es hipp und unerlässlich ist, möglichst stilecht im Trachtenlook zu erscheinen und vielleicht auch noch ein paar Brocken im bayerischen Dialekt von sich geben zu können.
Um Spaß zu haben, um anzugeben, um dem Ganzen noch mehr (vermeintliche) Authentizität zu verleihen, um ganz einzutauchen.
Je echter, je schöner. Je trächtiger, je genüssiger. (Wehe, Sie schlagen das jetzt im Duden nach!)

So ändern sich Einstellungen. Nur weil Bazillen zuschlagen. Alles hartnäckige, erfolgreiche Erreger, gegen die unser Immunsystem offenbar machtlos ist.
Es gibt für Norddeutsche nur einen Bazillus, der es bisher nicht geschafft hat, sich durchzusetzen. Er nennt sich Karnevalsbazillus und versucht sich mittlerweile als Trittbrettfahrer, der aufgrund ähnlicher Symptome trickreich eine Kooperation mit dem Halloweenerreger eingeht und so die notwendige Gehirnwäsche in die Wege leiten möchte. Verkleiden und Schminken heißt der gemeinsame Nenner, Zeitpunkt und Anlass variieren ein wenig.

Irgendwann erwischt er uns schließlich auch hier im Norden: dieser Helauzwang – oder Alaafdrang.
Wie heißt es so schön? Steter Tropfen …

©August 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - Michèle. Gedanken(sprünge) @wordpress.com

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Wandsbeker Wiesn – Es hoaßt widda: O’zapft is …

Montag, 24. September 2012. Ganz allmählich lässt der Dauerregen nach. Sie können froh sein, dass sie ein Zelt haben.
Nein! Nicht Sie!
Wie war Ihr Wochenende? Haben Sie an den Nachmittagen ein wenig die sich doch noch durchkämpfende Sonne genutzt und frische, appetitliche Herbstluft geschnuppert? Ja?
Ich? Mein Wochenende?
Oh, danke der Nachfrage! Es waren superschöne Stunden dabei! Doch wir schweifen wieder völlig ab!
Kleines Spiel?
Ich nenne Ihnen Begriffe, Sie antworten spontan, was Ihnen dazu einfällt.
Blätter, Spinnweben, Pilze, Frühtau, Nachtfrost, Beeren.
Jetzt Sie!
Gut! Richtig! Herbst ist die Antwort.
Weiter.
Wiese. Fass. Dirndl. Brezn. Haxn. Maß.
Sie wieder!
Gut! Oktoberfest!
Ich merke schon, das ist viel zu einfach für Sie. Sie haben also das „Was“ erraten. Was ist das Thema?
Antwort: das Oktoberfest. Bitte merken! Jetzt folgen nur noch Fragepronomen.
Wann?
Falsch! Nicht im Oktober. Oktoberfest ist schon im September. Jedenfalls hauptsächlich.
Wo?
Nix da! Nicht Bayern. Zu ungenau.
Nein, auch nicht München!
Ich sehe schon, Sie geraten ins Stocken.
Ich verrate es Ihnen: Es geht heute um einen der östlich gelegenen Bezirke Hamburgs und das dort stattfindende Oktoberfest. Die Wiesn in Wandsbek! (Ich hoffe, Sie haben gerade den kleinen Tusch vorweg vernommen)

Hamburg - Oktoberfest" Wandsbeker Wiesn 2012" - Hinweis auf die Veranstaltung an jeder Gehweglampe - 23.09.2012

Hamburg – Oktoberfest“ Wandsbeker Wiesn 2012″ – Der Hinweis auf die Veranstaltung an jeder Gehweglampe …

Jaha, die Hamburger müssen auch das durchziehen!
Bayerisches Oktoberfest! Es gibt wirklich kaum etwas, vor dem sie Halt machen würden.
Was sagte ich zu Beginn? Gut, dass sie ein Zelt haben!
Und ich möchte noch etwas sagen, möchte – nein, muss! – Sie vorwarnen! Ich bin heute ein wenig in Lästerlaune. Tatsache! Es kommt nicht sehr häufig vor, also haben Sie bitte Nachsicht und nehmen Sie folglich  nicht alles zu ernst! Lassen Sie sich durch mein Gefrotzel vor allem nicht davon abhalten, es dennoch zu tun! Hinzugehen.

Es gab eine große Ankündigung: Bayerisches Oktoberfest. Die „Wandsbeker Wiesn“ Party mit Original bayerischer Musik im Festzelt.
Warten Sie …
Eigentlich stimmt nichts davon so richtig.
Dös Fest is ned bayerisch.
Die Wiesn is koa Wiesn, die Wiesn is oa oafach, eckert Platz. G’pflastert.
Dös Zelt is koa echtes Zelt!
Also, wennst mi frogst, is dös scho oa bisserl Beschiss, sogi…

Das Zelt ist tatsächlich nicht aus Planen und Gestänge – mittels Heringen gesichert – sondern ein riesiges, hallenähnliches Ungetüm aus weißen Kunststoffteilen, welches jetzt im September mit grünen Girlanden geschmückt wird.
Ganz flüchtig taucht der Gedanke an Tannenzweige und Weihnachten auf …

Hamburg - Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 - ... außen diese Herren, im Festzelt die Band Donaweda

Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn 2012“ – … außen diese sechs Herren, im Festzelt die fünfköpfige Partyband Donaweda

Es hat aber einen wirklich großen Vorteil: Es ist richtig wind- und wetterfest, es ist stabil und stoßfest, und es passen viele Leute hinein. Angesichts des Regens und meist kühlen Wetters ein nicht hoch genug zu schätzender Garant für dennoch kräftigen Besucherzustrom und kontinuierlichen Maß- und Haxnabsatz.
Denn erinnern wir uns:
Es gab Ende Juni/Anfang Juli die Sommeraktion „Like Ice and Sunshine“ mit einem eigens dafür hergerichteten Beachclub an gleicher Stelle. Das Wetter zeigte sich seinerzeit wenig sommerlich, eine schützende Unterkunft vor Regengüssen war nicht eingeplant – dafür aber eine Kunsteisbahn. Im Sommer. Sie verstehen. Der Gag … ! (Uuaah, Entschuldigung, ich musste kurz gähnen).
Ich hatte mich dazu schon im Blog geäußert.

Es soll sich allerdings nicht so anhören, als wollte ich die Veranstaltungen grundsätzlich kritisieren oder gar schlecht machen! Im Gegenteil. Mir wird warm ums Herz, wenn ich Initiative spüre und sehe, dass sich Gedanken gemacht werden. Nur mein Herz wird halt ein wenig wärmer, wenn sich vorab ein paar mehr Gedanken gemacht werden und abstruse Ideen vielleicht eher wieder verworfen werden.

Widmen wir uns erneut dem Oktoberfest.
Doch, dieses Event hat mittlerweile auch im hohen Norden seine Freunde gefunden. Jedes Jahr scheint es mehr Zulauf zu haben, das Festzelt ist oft proppevoll, die „original bayerische Musik“ (Ma-ma-ma—mamamamia-he … gefolgt von einem italienischem Schmachtfetzen) dröhnt über große Distanz. Der Bass wummert rabiat. Er wummert so, dass ich beim Vorbeigehen am Festzelt jedesmal wieder verblüfft bin, dass nicht die Seitenwände wackeln oder komplett weggesprengt werden!
Alles selbstverständlich „original bayerisch“. Sie glauben ja nicht, was offenbar alles bayerisch ist! Dinge, die Sie für spanisch hielten! Wie können Sie bloß so ungebildet sein!
Nun, die fünfköpfige Partyband heißt zumindest „Donnaweda“, spielt jedoch wirklich alle Genres und ist gut darin –  keine Frage.
Woher ich das weiß?
Weil ich mich gestern in die Höhle des Löwen gewagt habe (Eingangsbereich mit Fluchtmöglichkeit). Für einen Blick, eine Minute des Atmosphäre Aufsaugens. Ich habe das Stimmungsbarometer kontrolliert, mir einen persönlichen Eindruck verschafft. Auch, wenn ich selbst nicht bleiben wollte, muss ich dennoch ganz klar feststellen: die Menschen, die da waren, hatten wirklich ihren Spaß und amüsierten sich!

Das Angebot an Speis und Trank ist umfangreich.
Kassler und Leberkäs mit Krautsalat, Bayerischer Wurstsalat, Weißwürstl, Grillschinken, Schweinshaxn im Preisbereich von 4,50 Euro bis 7,50 Euro (auch abhängig von der Beilage – Krautsalat oder Bratkartoffeln)
Die Maß (1 Liter) Oktoberfestbier kostet 8,20 Euro, der halbe Liter für 4,50 Euro. In München liegt der Preis für die Maß in diesem Jahr immerhin zwischen 9,10 und 9,50 Euro. Es gibt weitere Biersorten sowie Alsterwasser. Prosecco und alkoholfreie Getränke sind ebenfalls vorrätig.
Bitte?
Was mich abhält? Warum ich nicht bleiben möchte?
Ich glaube, dass Besuche solcher Feste in einer Gruppe Spaß machen. Wenn der Geräuschpegel insgesamt lauter ist. Der Albernheitsgrad höher ist. Man ein Bierfreund ist. Das Essen bevorzugt. Bayer mit Heimweh ist.
Oder man muss grundsätzlich ein Freund von Gewühl und Lärm sein und einer Imitation bayerischer Gepflogenheiten in völlig anderen Gefilden viel abgewinnen können. Pseudo-bayerisch akzeptieren.
Einem darf es auch nichts ausmachen, dass Betrunkene in einen hineinschwanken, als herrsche auf dem Wandsbeker Marktplatz Wellengang bei Windstärke 12.
Man sollte die überall umherziehenden verräucherten Schwaden des auf dem Platz vor dem Zelt  befindlichen Schwenkgrills lieben. Vielleicht ist es auch vorteilhaft, Raucher zu sein.
Oder – andere Idee – man sollte sich (die eigenen)  Kinder schnappen,  ganz an den Rand des Platzes Richtung ZOB gehen und ihnen beim Fahren im Kinderkarussell zusehen.
Oder sich beim PLAZA auf einen der Außenplätze setzen und einfach nur friedlich beobachten.
Oder sich ein Dirndl kaufen, Haare flechten, ein Klammer gegen Gerüche auf die Nase setzen und sich gnadenlos mitten ins Getümmel stürzen.
Nein! Einen Crashkurs „Bayerisch“ besuchen und dann hier so tun, als sei man aus Garmisch.
Woas hast g’sagt? Hallo? Bei uns sogt ma Grias God, wennma reikimt!!
Oane Gaudi wär’s scho! Und koa misrablige.

Wissen Sie eigentlich, was im Zelt zwischen Trinken, Essen, Schunkeln, Singen, gelegentlichem Grölen und den Darbietungen der Partyband noch abgeht?
Eine Dame aus dem Publikum taucht auf, redet mit einem Bandmitglied und darf daraufhin an eines der Mikros. Es folgt eine alkoholgeschwängerte Live-Liebeserklärung an ihren Teuersten. Sie werden im Dezember heiraten.
Gut, dass Wandsbek es nun weiß.
Die Reaktion im Publikum ist gemischt. Applaus, gerührte Oooohs, Pfiffe und Buhs ergeben ein Medley. Als ich nach dieser krönenden Darbietung definitiv gehen möchte, verstellt mir jemand samt Glasmaßkrug den Weg.
„Hey du …, du koanst doch jetzt noch ned hoam …“
Doch, verehrter norddeutscher Bajuwar, das kann ich und das mache ich!
Nun feiere schön weiter, du findest schon noch jemanden, der sich genauso wohl dabei fühlt.

Und auch an Sie noch einmal das Wort gerichtet:
Gehen Sie hin, wenn Ihnen danach ist!
Jeder empfindet es anders – und das ist völlig richtig so. Die einen werden sich mit Händen und Füßen sträuben, die anderen werden fiebern dabei zu sein. Aus den unterschiedlichsten Gründen.
Wenn Sie gehen, wünsche ich Ihnen viel Spaß und erzählen Sie doch bitte, was für Sie persönlich das Besondere war! Es würde mich interessieren! Das Fest findet noch bis zum 2. Oktober statt und ist täglich von 11.00 bis 24.00 Uhr geöffnet.

Für Sie habe ich zum Abschluss einige Fotos. Es gibt nicht nur das Festzelt, sondern auf dem Wandsbeker Markplatz stehen einige weitere Buden, es gibt einen kleinen Biergarten mit Plätzen unter Sonnenschirmen (sie halten zur Not auch Regen ab), und direkt am ZOB befindet sich das besagte Kinderkarussell.

Hamburg - Oktoberfest "Wandsbeker Wiesn 2012" - ... für die jüngeren Besucher das Kinderkarussell

Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn 2012“ – … für die jüngeren Besucher das Kinderkarussell

Hamburg - Oktoberfest "Wandsbeker Wiesn 2012" - Auch draußen kann der Wiesn-Besucher sitzen ...

Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn 2012“ – Auch draußen kann der Wiesn-Besucher sitzen …

Hamburg - Oktoberfest "Wandsbeker Wiesn 2012" - ... uuii, VIP-Reservierung!

Hamburg – Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn 2012“ – … uuii, VIP-Reservierung!

Hamburg - Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 - ... neben Schwenkgrill draußen, sowie Haxn, Brezn und Paulaner im Zelt, gibt es auch Zuckerwaren für alle, die der Hunger auf Süßes überkommt.

Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn 2012“ – … neben Schwenkgrill draußen, sowie Haxn, Brezn und Paulaner im Zelt, gibt es auch Zuckerwaren für alle, die der Hunger auf Süßes überkommt.

Hamburg - Oktoberfest "Wandsbeker Wiesn " - ... und ein einziges von mehreren Plakaten zeigt Spiegelschrift ;-)

Hamburg – Oktoberfest „Wandsbeker Wiesn “ – … und ein einziges von mehreren Plakaten zeigt Spiegelschrift. Können Sie es lesen? ;-)

Hamburg - Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 - ... ein Blick ins das Festzelt auf dem Wandsbeker Marktplatz

Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 – … ein Blick ins das Festzelt auf dem Wandsbeker Marktplatz

Hamburg - Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 - ... bis zum nächsten Mal - noch  möglich bis zum 02. Oktober 2012

Oktoberfest Wandsbeker Wiesn 2012 – Bis zum nächsten Mal – noch möglich bis zum 2. Oktober 2012!

Im letzten Jahr machte ich mir bereits grundsätzliche Gedanken zum Oktoberfest, beobachtete den Einfluss auf das Warenangebot in den Läden, verglich mit Karneval und Halloween, und ich traf auf diesem Platz während der Aufbautage Richard II.
Einen sehr interessanten Mann!
Unser Gespräch habe ich hier im Blog im vergangenem September hinterlassen. Warum er Richard II. heißt, worüber wir uns unterhielten, und was er mit dem Oktoberfest verbindet, das können Sie nachlesen. Der unten stehende Link führt Sie direkt dort hin.

Kleines Staatswappen - Bayern - Richard II. (Blog: Richard II - Auf die Wiesn warten ...

Richard II. – Auf die Wiesn warten …

https://michelelegrand.wordpress.com/2011/09/21/richard-ii-auf-die-wiesn-warten%E2%80%A6/

©September 2012 by Michèle Legrand

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Richard II. – Auf die Wiesn warten…

Es ist Ende September. In Bayern begann schon am 17. dieses Monats das legendäre Oktoberfest.  Es zu feiern, ist ein Brauch, den es mittlerweile auch in den Norden verschlagen hat, bzw. der dahin geschlagen wurde. Wie auch schon Halloween, Karneval und Valentinstag. Wir bleiben vorerst jedoch beim Oktoberfest.
„In wenga Toagn hoaßts auf dem Wandsbeker Markt widda ‘O´zapft is!“
Dieser Satz gefällt Richard II.
Ich sah ihn heute auf einer Bank sitzen und den Aufbau eines großen weißen Zeltes verfolgen. Vielleicht heißt er anders, aber für mich ist er Richard II. Der ältere Mann sieht ein wenig aus wie unser früherer Bundespräsident,  Herr von Weizsäcker. Er könnte als dessen Double durchgehen – bis zum Moment des Aufstehens. Dann fiele er durch – aufgrund mangelnder Höhe.
Nicht Größe!
O nein, Format hat er schon, dieser Richard II. In der entsprechenden Kleidung könnte er von Wies’n-Zelt-Aufbau-Beaufsichtiger über Schachprofi und Juwelier bis Bundespräsident-Ersatz-Richard alles sein.
Wir kamen in dem Moment in Kontakt, als ich vergeblich versuchte, den üblichen Weg über den Wandsbeker Marktplatz nach Hause zu nehmen. Er war größtenteils versperrt für die Vorbereitungen zum Oktoberfest. Hier nimmt alles zurzeit wahnsinnig schnell Formen an.
Die normalerweise große, mit Steinplatten gepflasterte Freifläche, ist schon von einem riesigen, recht hässlichen, jedoch stabilen weißen Zelt belegt. Hässlich von außen, drinnen ist es am Ende sicher sehr zünftig.
Am Freitag ist es soweit. Am 23.09.2011 heißt es auch hier in Hamburgs Osten wieder:
Was die in München können, können wir auch!
Fahnen flattern im Wind. Sie verraten dem Vorbeikommenden schon jetzt, dass er hier Paulaner ausgeschenkt bekommen wird. Das Originalbier, welches es auch beim Oktoberfest auf der ‚Theresienwiesn’ gibt. Höchstwahrscheinlich sponsert die Firma auch das Fest sowie das Zelt, denn dort ist ebenfalls der Namenszug unübersehbar, direkt über dem Eingang. Nicht zu vergessen, die kleinen, herzigen Wimpel links und rechts an den Straßenlaternen. Alles einladend im fröhlichen Blau-Weiß.
Es scheint, in diesem Jahr wird das Fest noch größer, schöner, greller und so bald es losgeht, vermutlich auch noch lauter.
Und an diesem Punkt komme ich zurück auf Richard II.
Weil ich nicht durchkam und eine schwere Tüte trug, die ich einen Augenblick absetzen wollte, hielt ich an der Bank, auf der er alleine saß. Junge Männer brachten gerade auf einem rollenden Podest einen Brunnen zum Zelteingang. So sah es zumindest aus. Es wirkte, als sei er hundsgemein schwer, aus purem Granit geschlagen. Nur, als sie ihn über eine schräge Ebene auf den kleinen Rollen nicht ohne kritisches Gekippel bewegen konnten, entschlossen sie sich kurzerhand, ihn etwas anzuheben.
Alles Lug und Trug, wie sich zeigte!
Dieser Brunnen ist eindeutig aus Kunststoff.
Richard II. bemerkte trocken:
„Entweder sind das ganze Kerle, oder Stein ist nicht Stein.“
Er hatte es also auch bemerkt.  „Hoffentlich ist der Rest nachher echt…“, kam es noch im Nachsatz hinterher.
„Wollen Sie ab Freitag mitfeiern?“ frage ich ihn.
„Auf jeden Fall mal ansehen. Mache ich jedes Jahr!“
Aha. Nun habe ich endlich einmal jemanden an der Hand, den ich ein paar Dinge fragen kann. Da er die Unterhaltung startete, habe ich auch keine Bedenken, dies zu tun.
„Wie hat es Ihnen denn bisher gefallen? Waren Sie auch schon zu den Zeiten dabei, als es noch bei Karstadt stattfand?“
Es interessiert mich brennend. Als Wandsbek vor ewigen Jahren beschloss, es sei nun die Zeit für das Zelebrieren eines Oktoberfestes gekommen, gab es keine sonderlich gut geeignete Örtlichkeit dafür. Die Fläche, auf der ich stehe und die heutzutage genutzt wird, gibt es erst seit April 2005. Trotzdem entschied damals irgendein durchsetzungsfähiger Kopf:
Egal wo, wir feiern jetzt Oktoberfest. Basta! Nehmen wir eben das Parkdeck von Karstadt. Oberste Etage!

Als zur Zeit des Festes einmal die Rolltreppen des Kaufhauses  außer Betrieb waren und ich unwissend den Fahrstuhl mit 20 anderen Menschen benutzte, die komischerweise alle zum Parkhaus wollten, machte ich große Augen, als sich die Fahrstuhltüren öffneten. Es zog wie Hechtsuppe und zwischen faden, grauen Betonplatten tauchten Zeltplanen auf. Man sah hier und dort Tische,  Bierfässer und angetüdelte Besucher. Hätte man an diesem Tag am Parkhausausgang eine Alkoholkontrolle durchgeführt, wäre viel Geld ins Staatssäckl gekommen…
Ich vermisste damals jegliche Atmosphäre und mir fällt ein Satz ein, den ich neulich, bei Eröffnung der Feier in München, von einem Betrunkenen im Fernsehen hörte:
„Liawa bsuffa und lusdig, ois niachdan und bläd.“
Mich hätte man dafür bezahlen können, ich wäre nicht hingegangen.
Richard II. kennt die Wiesn auf dem Parkdeck und fährt schaudernd zusammen. Ich muss grinsen.
„Da war ich auch. Das Beste waren die Brezeln. Jedes Jahr bin ich wieder hin, weil ich dachte: Leute, ihr werdet doch was daran geändert haben. Ihr habt einen Dekorateur geholt, nicht wahr, habt ihr…! Doch nein, wieder Beton, Abgas und Zugluft – im Wechsel oder zugleich. Gut, dass es das dort nicht mehr gibt.“
„Ist es denn hier schön? Ich war noch nie im Festzelt drin, aber ich sehe, dass es Jahr für Jahr wieder aufgebaut wird, und mit jedem Jahr scheint es sich auszuweiten. Nicht von den Tagen her, der Umfang insgesamt wird gewaltiger.“
„Ja, das stimmt. Ich habe das Zelt auch wesentlich kleiner in Erinnerung. Doch, es ist ganz gut gemacht. Die kopieren wie die Wilden. Oder packen was hierher, von dem sie denken, dass es bayerisch ist.“
„Denken? Erzählen Sie mal, was haben Sie an pseudo-bayerischen Dingen entlarvt!“
„Im ersten oder zweiten Jahr hatten sie eine Live-Band, die angeblich aus Bayern kam. Nie im Leben sag ich, nie im Leben!“ Er schaut ziemlich entrüstet. „Dann haben sie das Bier nicht sonderlich gut gezapft, und die armen, ungeübten Mädels schafften kaum, ein paar Maß auf einmal zu tragen. Die Brezn und Weisswurst gab’s auf Tellern!  Die gehören auf ein Brotzeitbrettl.“
Uff, da bin ich ja an einen Spezialisten geraten. Man hört es ihm nicht an, deshalb frage ich lieber mal direkt nach:
„Kommen Sie aus Bayern, oder haben Sie dort länger gelebt?“
„Mischling“, lautet die Antwort. Mutter aus Füssen, Vater aus Norddeutschland. In seinem siebenten Lebensjahr hatte es die Familie in den Norden verschlagen, doch Besuche im Süden fanden natürlich regelmäßig statt.
„Ich war öfter auch in München, wenn das Oktoberfest stattfand. Bin immer zumindest einmal hingegangen. Doch auch wenn es das Original ist und ich deshalb nicht meckern kann: es wurde mir einfach zu wühlig! Zu voll, zu unübersichtlich, zu laut und zu teuer.“
„Und daraufhin fanden sie diesen vollwertigen Wandsbeker Ersatz?“
Er hat es richtig verstanden und grinst.
„Genau. Ich dibbere jedes Jahr, dass es wieder los geht! Sitz’ hier auf der Bank und warte auf die Eröffnung.“
„Wurde es bei Ihnen zu Hause eigentlich gefeiert? Sie sagten, Ihre Mutter stammte aus Bayern.“
„Oh ja, wir machten immer einen Riesenspaß daraus. Wenn wir in der Zeit nicht in München Familientreff hatten, kamen oft Verwandte zu uns. Wir dekorierten – schon zu einer Zeit, als hier kein Mensch auf die Idee gekommen wäre – ein paar Wände und den Tisch mit blauweißem Papier, machten Brotzeit, Fingerhakeln, Bierdeckelweitwurf und Breznschnappen…“
Ich muss lachen. „Breznschnappen? Mit der Hand oder mit dem Mund?“
„Mit dem Mund! Die wurden an einer Schnur ganz hoch aufgehängt. Da mussten wir springen wie ein Gamsbock, um etwas abzubeißen. Ohne Hände!!“
Richard II. schwelgt jetzt in Erinnerungen. Man sieht förmlich, wie er Anlauf nimmt, springt und zubeißt. Richard, dem keine Brezn entkommt…  Seine Zungenspitze ist im linken Mundwinkel, und er bereitet sich mental sicher gerade auf den Deckelweitwurf vor. Ich reiße ihn vorsichtig aus seinen Gedanken.
„Hatten Sie denn auch die richtige Kleidung an?“
„Sie meinen, ob ich meine Krachlederne anhatte? Aber sicher doch! Meine Mutter und meine Kusinen trugen immer fesche Dirndl. Mein Vater hat nur Hosenträger an seine Alltagshose geklippt. Mehr war nicht drin. Preuße halt, doch er war dafür Meister im Armdrücken.“
Trotz dieser harten Verurteilung als Preuße, klingt die Stimme voller Hochachtung.
Richtig rote Bäckchen hat Richard II. beim Erzählen bekommen. Solche hat unser ehemaliger Bundespräsident nie. Jedenfalls habe ich nie ein derartiges Foto von ihm gesehen. Rote Wangen beim Interview. Vielleicht hat ihm auch nur keiner „vernünftige“ Fragen gestellt … ;)
Wir beobachten noch einen Moment die weitere Anlieferung von Tischen. Es gibt auch Bänke, doch diese Tische….
Der Kommentar von Richard II.:
„Sehen Sie jetzt, was ich meine? In Bayern würde man nie diese runden Stehtische aufbauen. Das ist viel zu etepetete. Das mauscheln sie den Norddeutschen hier wieder unter.“
Ja, so sieht es aus. Hier geht es vor allem ums Geschäft.
Ich verabschiede mich und umgehe die Absperrungen weiträumig.

Überall, auch im benachbarten Quarrée (EKZ), sind Aushänge mit einem Hinweis auf das beginnende Fest. Das Bild ziert eine junge, blonde Frau mit üppiger Oberweite, die in ein offenherziges Dirndl gepackt wurde. Die Oberweite vor allem, die Frau auch. Das zieht schon mal die Männerblicke an. In Kombination mit dem formidablen Bierangebot ist das Thema „männliche Kundschaft heranlocken“ abgehakt.
Wie kriegt man nun noch die Frauen dazu? Es kommt sehr entgegen, dass mittlerweile mehr und mehr Frauen Bier mögen. Die Gewöhnung daran hat die Bierindustrie gut hinbekommen. Völlig ohne Hintergedanken wurden schnell ein paar Misch-Pansch-Bier-Softies ins Programm genommen, die dem weiblichen Geschmack mehr entgegenkommen sollten.
Hat geklappt. Jetzt sind sie abhängig ;)
Biertoleranz bzw. –akzeptanz allein reicht bei einem weiblichen Wesen nur nicht. Hier muss einfach mehr Geschütz aufgefahren werden. Karstadt bietet das richtige Outfit an. Passende Trachtenmode, neue Schuhe.
Bei einem Friseur klebt der Hinweis, dass man momentan gern auch passende Flechtfrisuren (Zöpfe) fabriziert, und bei Bijou Brigitte steht ein Extraständer mit themengerechtem Modeschmuck. Broschen, Ketten für den XXL-Dirndlblusen-Ausschnitt, Anstecknadeln, Schleifen zum Anheften.
Der Supermarkt hat Weißwürste und süßen Senf im Oktoberfest-Design.
Interessiert aber nur peripher.
Die Frau allerdings,  die sich extra ein Dirndl und Accessoires kauft, möchte sie auch präsentieren und ausführen. Auf zum Oktoberfest in Wandsbek! Damit hat man sich auch diese Gruppe gekrallt.
Der Rest geht über Mundpropaganda, Preis (1 l Maß = 7,40 €, München verlangt 9,20 €), Herdentrieb und das Implizieren einer Gaudi-Garantie bei Teilnahme. Es gibt ja schließlich anständige Musik dort.
Ja, von der habe ich auch regelmäßig etwas, obwohl ich fast einen Kilometer entfernt wohne. Live-Musik wird weit getragen, und in der Zeit leiden die unmittelbaren Anwohner ziemlich. Andererseits, wer sich aus der Not heraus entscheidet, dann lieber auch gleich ins Festzelt zu gehen…
Schwupps, die Venusfalle greift sich gierig weitere Opfer!
Bayerische Musik allein ginge vielleicht noch. Es bleibt nur nicht dabei. Letztes Jahr bekam ich wochenlang Heino nicht mehr aus dem Kopf mit: Komm in meinen Wigwam!
Während mein Informant Richard II. in froher Erwartung ist, werde ich wieder nur aus der Ferne ein Oktoberfest miterleben. Sollen alle, die dort hingehen, recht viel Spaß haben! Ich gönne es Ihnen wirklich! Ist nur nichts für mich. Ich mag einfach kein Bier und keine Alkoholleichen. Sehr unschöne Erinnerungen an Personen aus der Jugend – und das meine ich bierernst.

Wir sehen, Bräuche werden hinausgetragen in alle Welt. Oktoberfest feiert man mittlerweile auch in Amerika und Australien und Nikolaus (begrenzt) in Irland (dank meiner Tochter).
Bräuche kommen zu uns. Aus dem Rheinland immer wieder der hartnäckige Versuch, uns vom Karneval zu überzeugen, aus dem angelsächsisch-keltischen Raum das vor der Nase herumwedeln mit Halloween. Dabei hat Halloween hier wirklich die Nase vorn! Sich zu verunstalten scheint eher typisch norddeutsch zu sein…
Ist es nicht phantastisch?
Beim Oktoberfest haben wir im Grunde alles vereint:
Den Valentinstag, denn auch beim Oktoberfest hängen sich viele ein Lebkuchenherz um den Hals.
Den Karneval, denn – mal ehrlich – verkleidet sind sie schon, oder ..?
Halloween, denn manch einer, der nächtens wankend – mit roten Augen und schwarzen Schatten darunter – aus dem Zelt schleicht, wäre der absolute Renner auf jeder Halloween-Party.
Vielleicht sollte ich doch …?
Nein!
Aber falls irgendwo jemand Bierdeckelweitwurf und Breznschnappen veranstaltet – da bin ich dabei!

©September 2011 by Michèle Legrand

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