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Ostfriesland und die Ostfriesen – heel wat besünners! Heute: Leerer gibt es nicht, der heimliche Hausbaum und ein ostfriesisches Känguru (2)

„Moin!“ Genau! Das sichere Erkennungszeichen! Ostfriesland ist erneut das Thema hier im Blog. Im heutigen zweiten Teil steht Leer auf dem Plan, die drittgrößte Stadt, das Tor Ostfrieslands. Er wird jedoch auch um die Umgebung gehen, um Mensch, Tier … ach, Sie werden es schon merken!
Wissen Sie noch?
Wir wollten bezüglich Ostfriesland mit den Klischees aufräumen bzw. zumindest prüfen, was an ihnen dran ist. Deshalb vorweg: Wenn Sie nur Fakten über die Region wollen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Herrn Gugl oder seinen Sohn Wicky. Hier hingegen ist kein reines Lexikon, hier machen wir uns zusätzlich Gedanken, und es gibt einiges zu schauen.

Leer, Häuptlinge, Schlösser, Burgen
Mit Leer ist es im Grunde wie mit Essen. Der Stadt. Also rein vom Namen her – sonst eher nicht!
Die eine Stadt kann genauso gut voll sein, in der anderen gibt es nicht zwangläufig etwas zu futtern. Namen sind eindeutig irreführend, genauso wie Klischees. Die Bedeutung von Namen und Begriffen ist – prüft man die Ableitung – nicht selten komplett anders, als Sie und ich annehmen.
Also Vorsicht!
Leer ist nicht gleichbedeutend mit unbewohnt, nichts los etc. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Name Leer von dem urgermanischen Wort „hlér“ ableitet, vom „Weideplatz“ – wobei wir doch irgendwie wieder bei futtern und Essen wären …
Und bitte auch aufpassen, wenn Sie von den Anwohnern dieses Städtchens sprechen. Fallen Sie nicht gleich am ersten Tag durch Ahnungslosigkeit auf, indem Sie die Bürger voller Überzeugung als Leerer bezeichnen.
Es sind Leeraner!
Verwegen, oder? Ob solch eine Schöpfung auch den Trierern einfiele? Trieraner? Es wäre wirklich klangvoller und brächte etwas mehr Farbe ins Sprachmuster, wenn alle in dieser Hinsicht kreativer wären. Sich andere Endungen zulegten. Korsikaner, Genferisten, Frankfurteriner, Kölnasten, Plönaden, Jenagisten, Bremeronis, Aachenenser, Emdendanden, Chemnitzeratzis …
Sollte Ihnen das Wort Leeraner aus irgendeinem Grund nicht flüssig über die Lippen kommen, schwenken Sie um zu Leerders, dem niederdeutschen Begriff. Ihr Insiderwissen wird mit Sicherheit wohlwollend honoriert. Warten Sie nur ab! Vielleicht werden Sie danach sogar zur Teezeremonie eingeladen (siehe Teil 1).
Was sagt uns nun die Art der Namenskreation über die Ostfriesen?
Sie sind längst nicht so einfallslos wie behauptet!
Ich könnte mir vorstellen (reine Vermutung, nageln Sie mich nicht darauf fest!), dass die Konstruktion Leeraner schon aus der Zeit der Häuptlinge stammt.
Doch, doch! Es gab sie in dieser Region!
Das war lange nach Germanen, Römern, Sachsen, Franken, der Zeit als friesisches Herrkönigtum usw.  und nachdem ab Mitte des 12. Jahrhunderts autonome Landesteile entstanden waren. Die ostfriesischen Häuptlinge gab es etwa ab Mitte des 14. Jahrhundert.
Sind Sie eigentlich immer noch klischeegeschädigt?
Das würde sich jetzt zeigen, wenn bei Ihnen das Stichwort Häuptling das Bild eines kantigen Kauzes im Ostfriesennerz,  mit Flechtzopf und einer Feder hervorriefe.
Kschsch! Weg damit!
Diese norddeutschen Häuptlinge (hovedlinge) waren die Oberhäupter einflussreicher Familien, die als solche Macht über nicht unbeträchtliche Gebiete gewannen. Sie waren es, die auf einmal für den Schutz und auch das Gericht zuständig waren, die natürlich untereinander obendrein ständig im Konkurrenzkampf standen.  Erst gab es die Lokal-, dann die Regionalhäuptlinge, und von dort war der Weg nicht weit zum Reichsgrafen. Diese Ära endete spätestens, als 1744 ein Fürstentum entstand und den Preußen das Sagen bescherte.
Glauben Sie so ein mit Sicherheit intelligenter, geschäftstüchtiger Ostfriesen-Clanchef, eine souveräne Häuptlingsherrlichkeit, wollte als  ein Leerer Häuptling bezeichnet werden? Missverständnisse sind da doch vorprogrammiert!   „Leeraner hovedling“ gibt wesentlich mehr her …

Wenn Sie heute über Land fahren oder die Städte besuchen, finden Sie über ganz Ostfriesland verteilt noch viele Wehr- und Prachtbauten, auch Gutshöfe der damaligen Häuptlings- und Adelsfamilien. In Leer allein vier dieser – je nach Art und Nutzungszweck – als Burgen respektive Schlösser bezeichneten Anwesen, ein Teil von ihnen in Privatbesitz, ein Teil in öffentlicher Hand. Die älteste ist die kurz nach 1450 entstandene Harderwykenburg.

Schloss Evenburg zu Loga (Leer) - Seit kurzem auch von innen zu besichtigen ...

Schloss Evenburg zu Loga (Leer) – Seit kurzem auch von innen zu besichtigen …

Schloss Evenburg zu Loga (Leer .... idyllisch von Wasser umgeben.

Schloss Evenburg zu Loga (Leer …. idyllisch von Wasser umgeben.

Parkanlage an der Evenburg zu Loga (zu Leer gehörend) - Wird seit 1998 vom Landkreis Leer in Stand gesetzt und das sog. Ensemble  Evenburg  restauriert

Parkanlage an der Evenburg zu Loga (zu Leer gehörend) – Wird seit 1998 vom Landkreis Leer in Stand gesetzt und das sog. Ensemble Evenburg restauriert

Ostfriesland - Baumalleen (hier nahe der Evenburg zu Loga) ... und es ist nicht die einzige!

Ostfriesland – Baumalleen (hier nahe der Evenburg zu Loga) … und es ist nicht die einzige!

Parkanlage an der Evenburg zu Loga (zu Leer gehörend)

Parkanlage an der Evenburg zu Loga (zu Leer gehörend)

 

Leer, Ostfriesland - Harderwykenburg (um 1450 entstanden)

Leer, Ostfriesland – Harderwykenburg (um 1450 entstanden)

Altstadt, Leer (Ostfriesland) - Die Haneburg, ein zweiflügeliges Wohnschloss aus rotem Backstein. Die Volkshochschule nutzt dort Räume für Seminare.

Altstadt, Leer (Ostfriesland) – Die Haneburg, ein zweiflügeliges Wohnschloss aus rotem Backstein. Die Volkshochschule nutzt dort Räume für Seminare.

Prägend für Ostfriesland und in meinen Augen positiv ist, dass der gesamte Landstrich keine schnell hochgezogenen, unpersönlichen Großstädte besitzt, sondern natürlich gewachsene Klein- und Mittelstädte. Von letzteren lediglich fünf Stück (Emden, Aurich, Leer, Norden und Wittmund). Viele Dörfer ergänzen das Bild und bestimmen so die Struktur dieser Region.

Gärten, Bäume, Rasen …
Bei Ostfrieslands Bewohnern fallen mir u. a. deren unheimlich gepflegte Gärten auf. Nicht nur der Ziergarten, auch der Nutzgarten ist picobello in Ordnung, könnte bei der nächsten Gartenausstellung als Vorzeigeobjekt dienen. Es wirkt überaus gepflegt, aber nicht steril! Es scheint mit einer gewissen Hingabe geschaffen und nun mit Herz betreut! Man ist mit Recht stolz darauf!
Wissen Sie, was für mich ganz erstaunlich ist?
Dass der recht breite öffentliche Randstreifen an der Straße vor dem Haus von jedem Grundstücksinhaber ohne zu überlegen wie der Garten selbst betreut wird. Dort ist Rasen gesät, der selbstverständlich immer komplett mitgemäht wird. So regelmäßig und ordentlich gestutzt, dass Sie Kricket spielen könnten! (Für Golf reicht der Platz nicht – und Sie werden dort auch vergeblich nach Löchern suchen.)
Da die Grundstücke mehrheitlich recht groß ausfallen – nicht nur in die Tiefe gehend, sondern auch in die Breite – (man hat ja viel Platz, die Region zählt als eher dünn besiedelt), ist die Grundstücksgrenze entlang der Straße entsprechend lang. Daher haben viele Ostfriesen für ihren bis dorthin reichenden grünen Teppich beträchtlichen Ausmaßes nicht nur einen schnöden Handrasenmäher, einen Elektromäher oder die brummende Variante mit dem Benzintank. Nein, in Ostfriesland dürfte der Anteil der Einwohner, die mit einem Aufsitzrasenmäher über ihr Anwesen kurven, überdurchschnittlich hoch ausfallen. Selbst etwas größere Kinder werden schon mit dem Mähen beauftragt und fahren bereits damit! Wahrscheinlich gehört es zu einer ordentlichen ostfriesischen Erziehung dazu.

(Ich hoffe, es entsteht jetzt kein neues Klischee! Achtung! Ostfriesenkinder müssen nicht alle Rasen mähen. Es gibt nicht nur Aufsitzrasenmäher … )

In sehr vielen Gärten gibt es allerdings relativ wenig Bäume. Außer man wohnt an einem Waldstück oder einer Wallhecke mit Baumbestand. Dann ist es Schicksal, dem man sich ergibt.
Vielleicht haben Ostfriesen tatsächlich etwas dagegen, dass so ein Monstrum mit herabfallenden Blättern, Blüten und womöglich Ästen ihr geharktes, sorgsam gehütetes Reich verschandelt. Man findet neben Rosen und einer ganz enormen Staudenblütenpracht sowie kleineren Ziersträuchern eher die weniger Dreck veranstaltenden Immergrüne, Thujahecken, Eiben – und verblüffenderweise die vermehrte Existenz eines besonderen, etwas bizarr anmutenden Baumes, dessen Anblick mich in dieser Region wirklich überrascht hat!

Leer, Ostfriesland - Ein in Ostfriesland erstaunlich häufig entdeckter Baum ... sieht aus wie eine Araucaria araucana (Chilenische Schmucktanne)

Leer, Ostfriesland – Ein in Ostfriesland erstaunlich häufig entdeckter Baum … sieht aus wie eine Araucaria araucana (Chilenische Schmucktanne)

Wenn ich es richtig erkenne, handelt es sich bei diesem Solitärgewächs um die Chilenische Schmucktanne (Araucaria araucana, Andentanne).
Aus den Bergregionen Südamerikas!
Da liegt die Baumgrenze bei etwa 3.000 Meter! Hier in Ostfriesland ist der höchste Punkt eine Düne auf Norderney (stolze 24,4 Meter über dem Meeresspiegel) bzw. auf dem Festland gibt es eine Wanderdüne in der Gemeinde Uplengen, die es auf sagenhafte ca. 18,5 Meter Höhe bringt. Nichtsdestotrotz ist der südamerikanische Einwanderer inzwischen wahrscheinlich der heimliche Hausbaumfavorit vieler Ostfriesen, ihre Chilaner Friesenschmucktanne.
Wieder ein Indiz dafür, dass der Ostfriese nicht nach dem Motto handelt Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich und Neues komplett ablehnt.
Nein, hier gibt es beides!
Wie schon anhand des Beispiels mit dem Handrasenmäher bzw. Turboaufsitzmäher ersichtlich, kann man es übertragen auch so sehen, dass hier unbekümmert und gleichberechtigt Altes und Modernes nebeneinander besteht bzw. zum Einsatz kommt.
Man findet  liebevoll restaurierte alte Windmühlen (in einem späteren Teil der Serie dazu mehr), betagte, jedoch sehr gepflegte und gut erhaltene Kirchen und Gemäuer, nach Originalplänen rekonstruierte Schlösser und Parkanlagen, eine sehenswerte Leeraner Altstadt, herkömmliche Landwirtschaft mit oftmals noch einem gehörigen Teil Handarbeit, Viehzucht, Fischfang und traditionelles Handwerk. Doch direkt daneben sind die modernen Dienstleistungsbetriebe, einige ebensolche Fabriken und neu errichtete Gebäude (anstelle alter Speicher) am Hafen mit weiteren Firmen oder aber begehrten Wohnungen (Penthouses mit Blick aufs Wasser).
Leer zählt übrigens zu den größten Reederei-Standorten in Deutschland und ist wichtigste Einkaufsstadt einer großen Region. Und natürlich spielt der Tourismus eine nicht unerhebliche Rolle!

Altstadt, Hafen, Kirchen und eine Uhr …

Leer, Ostfriesland - Dort wo früher alte Speicher standen, entstanden neue Firmengebäude, die  so klangvolle Städtenamen tragen wie Tallinn, Auckland oder New York

Leer, Ostfriesland – Dort wo früher alte Speicher standen, entstanden neue Firmengebäude, die so klangvolle Städtenamen tragen wie Tallinn, Auckland oder New York

Leer, Ostfriesland - Restaurant zur Waage am Hafen, rechts im Bild der Rathausturm

Leer, Ostfriesland – Restaurant zur Waage am Hafen, rechts im Bild der Rathausturm

Leer, Ostfriesland - Moderne Wohnungen in begehrter Lage am Hafen, Anleger gleich vor der Tür ...

Leer, Ostfriesland – Moderne Wohnungen in begehrter Lage am Hafen, Anleger gleich vor der Tür …

Altstadt Leer, Ostfriesland - Im Hintergrund der Turm der Großen Kirche zu Leer

Altstadt Leer, Ostfriesland – Im Hintergrund der Turm der Großen Kirche zu Leer

Leer, Ostfriesland - Giebelvielfalt ... und die Nähe zu den Niederlanden ist eindeutig erkennbar

Leer, Ostfriesland – Giebelvielfalt … und die Nähe zu den Niederlanden ist eindeutig erkennbar

Leer, Ostfriesland

Leer, Ostfriesland

Vielfalt hinsichtlich der Geschäfte in der Fußgängerzone von Leer, eine skatende Kuh und Käse, der Teufelskerl heißt.

Vielfalt hinsichtlich der Geschäfte in der Fußgängerzone von Leer, eine „skatende“ Kuh und Käse, der „Teufelskerl“ heißt.

Amtsgericht Leer, Ostfriesland

Amtsgericht Leer, Ostfriesland

Leer (City), Ostfriesland  - Fassadenkunst am Bauzaun

Leer (City), Ostfriesland – Fassadenkunst am Bauzaun

Altstadt Leer, Ostfriesland

Altstadt Leer, Ostfriesland

Leer, Ostfriesland - Lutherkirche

Leer, Ostfriesland – Lutherkirche

Was hier wie eine große Fläche aussieht, befindet sich am Seiteneingang der Lutherischen Kirche in Leer und ist in Wirklichkeit ein Lavendellabyrinth aus einzelnen Gängen ...

Was hier wie eine einzige große bepflanzte Fläche aussieht, befindet sich am Seiteneingang der Lutherischen Kirche in Leer und ist in Wirklichkeit ein Lavendellabyrinth aus einzelnen Gängen …

Leer, Ostfriesland ... das Lavendellabyrinth etwas näher betrachtet.

Leer, Ostfriesland … das Lavendellabyrinth etwas näher betrachtet.

In den zum Landkreis Leer gehörenden Gemeinden entstanden weitere Siedlungen. Es gibt Gewerbe- und Industrieflächen, und vereinzelt trifft man auf bekannte Großunternehmen, die hier in der Region vermehrt für Arbeitsplätze sorgen. Überall sonst: Wiesen, Felder … Natur!
Der Fachbereich Seefahrt/Windkraftanlagen der Hochschule Emden/Leer fühlte sich von Leer angezogen! Und – ganz klar – allerorten sind natürlich zeitgemäße Kommunikationsmittel im Einsatz.
Ein weiteres Klischee, das ausgeräumt werden muss, denn in Ostfriesland ist man nicht zurück in solchen Dingen. Im Gegenteil! Gerade dadurch, dass die Wege weiter sind, die persönliche Kommunikation hin und wieder erschwert oder die Beschaffung von Gütern direkt vor Ort nicht immer gegeben ist, wird der Einsatz moderner technischer Hilfsmittel im Alltag und bei der Arbeit begrüßt!
Häufig ist jedoch dieser Punkt  bei Städtern, die aufs Land reisen, aus Unwissenheit ein Grund für Horrorszenarien.
Himmel, hoffentlich haben die Internet! Lass sie bloß WLAN haben!
Undenkbar, dass nicht!

Die Netzabdeckung im ländlichen Bereich ist naturgemäß (bisher) nie komplett und flächendeckend so gut, wie dies in der Stadt der Fall ist, doch kein Mensch muss deshalb in Ostfriesland seine ständigen Begleiter Smartphone und Tablet in die Tonne werfen. Internet ist kein Fremdwort und WLAN vorhanden. Mancherorts ist es halt etwas langsamer.
Bedingt dadurch und durch generell mehr – wie soll man es bezeichnen – Überschaubarkeit, geht es für mein Empfinden überhaupt insgesamt ruhiger und gelassener zu.
Ist es das, was zu der Annahme verleitet, Ostfriesen wären generell nicht die Schnellsten? In jeder Hinsicht?
Welch Fehleinschätzung!
Es ist entspannter, aber nicht zwangsläufig weniger effektiv. Man erlebt in Ostfriesland kaum diese in Großstädten extrem verbreitete (unproduktive) Hektik, Rastlosigkeit, dieses dauernde Multitasking, das einem besonders bewusst wird, wenn es auf einmal wegfällt oder sich drastisch reduziert. Sie merken, Sie kommunizieren verstärkt persönlich, schauen besser hin, hören besser zu, sind verblüfft, wie gesprächig und vor allem hilfsbereit und entgegenkommend Ihr Gegenüber ist. Der angeblich doch so sonderliche, vermeintlich sprachfaule Ostfriese mit dem häufigen Hang zum Einsiedlertum.
Wortkarg, verschroben?
Vorurteil! Blödsinn! Auch dieses Klischee versenken wir im Moor oder der Nordsee, denn ein gutes Gegenbeispiel lieferte ein Leeraner.
Beim Spaziergang vorbei an der Großen Kirche, sah man deren Holztür zwar noch offen stehend, eine Hinweistafel am Zugangsweg verriet jedoch, dass die offizielle Öffnungszeit für diesen Tag fünf Minuten zuvor geendet hatte. Erster Gedanke: Schade! Ein Blick hinein wäre schön gewesen.

Große Kirche von Leer, Ostfriesland

Große Kirche von Leer, Ostfriesland

Ein älterer Herr verließ die Kirche, nahm den späten Besuch wahr. Man kam sofort zwanglos ins Gespräch, er hängte seinen Leinenbeutel ohne Zögern an die Klinke – und bat herein. In Hamburg hätte es geheißen: „Wir haben jetzt zu!“ Rummms!

Er gab freundlich Erklärungen zur Kirche ab. Erzählte über Stil, Funktion, wer, wann, wo und wieso … Er verkündete stolz, dass es ein Barockbau sei und die Ausstattung der reformierten Tradition entspricht, bei der auf Altar und Kreuz verzichtet wird. Es handele sich um eine reine – wie er es nennt – Predigtkirche, deren ältestes Teil das romanische Taufbecken in der Mitte des Raumes sei. Die Zugänge zu den Holzbänken sind alle mit Holztüren verschließbar, die Orgel solle in den kommenden Jahren restauriert werden.

Leer, Ostfriesland - Große Kirche - Türen vor dem Zugang zur Bank  (und das leider abgedeckte romanische Taufbecken)

Leer, Ostfriesland – Große Kirche – Türen vor dem Zugang zur Bank (und das leider abgedeckte romanische Taufbecken)

Mein Blick ging hinauf zu den Orgelpfeifen und blieb bereits vorher an etwas anderem haften.
An der Balustrade befindet sich eine Uhr!
Keine kleine, unscheinbare, sondern etwas, das es größenmäßig durchaus mit einer Bahnhofsuhr aufnehmen könnte. Uhren draußen am Kirchturm kennt jeder. Aber drinnen?
Der nette Ostfriese wusste auch hier Bescheid.
Es gab eine Regel, dass Pastoren nicht ewig reden und ihre Predigt nicht länger als eine Stunde halten sollten. Offenbar klappte das in der Praxis nicht so besonders. Es wurde dauernd überzogen, was wiederum zur Folge hatte, dass man den Predigern kurzerhand diese Uhr vor die Nase setzte.

Leer, Ostfriesland - Große Kirche - Orgel und die Uhr als Mahnung für den Pastor ...

Leer, Ostfriesland – Große Kirche – Orgel und die Uhr als Mahnung für den Pastor …

Ist es zu fassen?
Nun konnte ich die Kirche doch noch von innen betrachten – weil ein Ostfriese „untypisch“ war! Und – völlig unmöglich, so etwas! – mir begegneten noch weitere Exemplare, die sich einfach nicht klischeekonform verhalten wollten …!
Was sagt uns das?
Im Grunde ist er immer sinnlos, dieser Zuordnungsdrang. Dieses Menschen kategorisieren und in Schubladen packen wollen. Dieses Festlegen. Das ist nicht gut.  Ist schlecht. Grottenschlecht!
Es gibt doch nie DEN Franzosen, DEN Engländer, DEN Hamburger, DEN Ostfriesen … Zum Glück! Die Grundmentalität einer Völkergruppe, eines Volks oder eines Teil dieser Nation, mag eventuell durch den Einfluss von Kultur, Geschichte, Religion, Erziehung, Klima, Landschaft  u. v. m. von der einer anderen Gruppe etwas abweichen. Aber ansonsten sind in der Realität eher eindeutige, eklatante Unterschiede innerhalb einer Menschenengruppe wahrscheinlich, ist vielmehr der Unterschied von Mensch zu Mensch hervorzuheben, als dass es Sinn machte, alle die, die zufällig geballt irgendwo leben, über einen Kamm zu scheren.
Vorurteile schaffen Barrieren, selbst positive Vorurteile sind nicht automatisch harmlos!
Und Klischees? Sie sind unnütz wie ein Kropf!

Ich brauche auch eine Uhr in Sichtweite. Meine Zeit für die heutige „Predigt“ hier im Blog ist sicher schon längst um …

Sie haben diesmal ein wenig von Leer entdeckt, ein bisschen Geschichte erfahren, Sie wissen etwas über ostfriesische Gärten, wir nahmen uns der Klischees an. Sie ahnen mittlerweile, dass Ostfriesland und Ostfriesen vielleicht anders sind als bisher angenommen. Offener. Hilfsbereit. Vielseitig. Die Menschen und das Land!
Es ist kein eintöniges Gebiet! Es ist auch keine Region, in der absolut nichts passiert! Es tut sich einiges! Besonders in den Städten locken umfangreiche Angebote für jeden Geschmack.

Leer kulturell und überhaupt …
In Leer existieren z. B. der Kulturspeicher und ein spezieller Ort, ein Treffpunkt für Buchfreunde, der sich Tatort Taraxacum nennt. Dahinter verbergen sich (Krimi-)Buchhandlung und (Kultur-)Café inkl.  Restaurant in einem. Sie können fesselnde Bücher lesen, während sie z. B. hausgebackenen Kuchen und Kaffee aus Bioanbau serviert bekommen. Sie können aber auch an Bord der ‚Koralle‚ eine kriminelle Hafenrundfahrt erleben! Es finden überall zahlreiche Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art statt. Das Teemuseum (aus Teil 1) wäre ein Ziel. Oder Sie schauen, wo Sie boßeln könnten …
Ostfriesland ist die Hochburg dieses Sports!

Taraxacum in Leer, Ostfriesland

Taraxacum in Leer, Ostfriesland

Leer, Ostfriesland - Stilecht auch die Tischdeko im Taraxacum  ....

Leer, Ostfriesland – Stilecht auch die Tischdeko im Taraxacum ….

Leer, Ostfriesland - Tatort Taraxacum  -  Die Örtchen sind selbstverständlich Tatörtchen!

Leer, Ostfriesland – Tatort Taraxacum – Die Örtchen sind selbstverständlich Tatörtchen!

Altstadt Leer, Ostfriesland, Haus Samson / Weinhandlung Wollf mit Privatmuseum! Zeigt die Wohnkultur in Ostfriesland im 18. und 19. Jahrhundert! Sehr sehenswert!

Altstadt Leer, Ostfriesland, Haus Samson / Weinhandlung Wolff mit Privatmuseum! Zeigt die Wohnkultur in Ostfriesland im 18. und 19. Jahrhundert. Sehr sehenswert!

Weitere Skulpturen des Künstlers Karl-Ludwig Böke (Sie erinnern die Teelke aus Teil 1_) befinden sich am Hafen (wie auch das Böke-Museum). Hier seine Meerwiefke ...

Weitere Skulpturen des Künstlers Karl-Ludwig Böke (Sie erinnern die Teelke aus Teil 1?) befinden sich am Hafen (wie auch das Böke-Museum). Hier seine „Meerwiefke“ …

Als Radtourist ist die Region Ihr El Dorado, denn Sie haben Anschluss an gleich mehrere Radfernwege (Dortmund-Ems-Kanal-Route, Deutsche Fehnroute, EmsRadweg).
Wer sich für Malerei, Kunsthandwerk, Lesungen etc. interessiert, kommt auch hier auf seine Kosten. Gastspiele von Theatern wären auch noch zu erwähnen.
Und ich spreche jetzt nur von Leer und Umgebung!
Wenn Sie Ihren Radius erweitern, haben Sie schier unbegrenzte Möglichkeiten. Ich selbst habe lediglich festgestellt, es gibt lokal bereits so viel Interessantes, dass ich längere Touren in andere Städte vorerst gar nicht unternommen habe. Die Gegend um Leer herum hatte für einen Neuankömmling unheimlich viel parat.
Bei der Fahrt durch die Natur, über die Dörfer, über Land finden sich so einiges. Überraschendes! Wissen Sie, es gab eine Ampel mitten in der Einsamkeit …

Aber davon werde ich Ihnen das nächste Mal erzählen. Und es stehen immer noch die Windmühlen aus! Ein Thema für sich, auf das ich mich sehr freue.

Zum Schluss …
Nur eines schnell noch: Es gibt in Ostfriesland Kängurus! Jedenfalls nach der ersten Eingebung einer Dame, die auch in meinem Hotel wohnte. Beim Essen hüpfte es an der großen Fensterfront vorbei. Lange Hinterbeine, hohe, weite Sprünge, graubraunes Fell, sehr quirlig und außergewöhnlich lange Ohren. Für ein Känguru. Eine ostfriesische Unterart?
Wir einigten uns schließlich darauf, dass der ostfriesische Springer beutellos war und es sich um einen besonders großen Feldhasen gehandelt hatte. Er kam ein weiteres Mal am nächsten Abend.
Bei Regen!
Und hier räumen wir mit einem weiteren Klischee auf (das hat jetzt mit dem Hasen nichts mehr zu tun):
Ich habe während meines Aufenthalts keinen einzigen Ostfriesen gesehen, der einen Ostfriesennerz oder einen Südwester getragen hätte!
Man munkelt, dass solche Kleidung vermehrt an der Küste üblich sei.
Bei Touristen.

(Fortsetzung Teil 3 – wenn Sie mögen … )

©Juni 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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Von wegen nur platt und nichts los! Ostfriesland – heel wat besünners! Heute: Typisch, Tee und Teelke (1)

Ich war im Süden. Vor mir aus gesehen zumindest. Für Sie ist das südliche Ostfriesland vielleicht der ganz hohe Norden, aber das ändert nichts am Ergebnis, das ich Ihnen vorweg verraten möchte: es ist obercool dort!
Ein paar (im Grunde zu wenige) Tage auf dem Land sind vorüber, und wem ich vorher verriet, wohin ich fahre, der zog leicht amüsiert eine Augenbraue hoch. Was mir völlig unverständlich ist! ^^ Doch ich ahne, woher der Anflug von Spott im Blick kommt.
Klischees, Herrschaften!
Die Inseln (Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog und Spiekeroog) werden ja noch akzeptiert. Die sind mittlerweile ein Synonym für feinen Sandstrand, Nordsee, Watt und gesunde Luft. Ein Urlaubsparadies.
Doch was taucht im Kopf auf, wenn Sie spontan Begriffe nennen sollten, die Sie mit Ostfriesland verbinden?
Ostfriesenwitze! Schafe! Plattes Land. Man sieht bereits am Donnerstag, wer am Sonntag zu Besuch kommt.
Haha!
Der Spruch ist so ausgenaddelt, den können Sie getrost in den Ordner „Todbringende Gähnanfälle“ abheften und diesen am besten danach gleich ganz entsorgen.
Welches Bild wird uns von dieser Region und seinen Menschen gern durch die Medien transportiert?
Ostfriesland. Unendliche Weiten. Ein gewisser Baummangel nebst Hügelnot, bewohnt von einem etwas anderen Menschenschlag. Ostfriesen sind danach kauzige Gesellen, die immer und überall entweder im Friesennerz oder im Fischerhemd erscheinen. Dauergummistiefelträger, die damit sogar zu Bett gehen. Sie sind tendenziell eher langsam – beim Bewegungsablauf, beim Denken, beim Antworten. Extrem skurrile Typen, die wortkarg am Tag hin und wieder immerhin ein „Moin!“ herausbekommen. In verschiedenen Stimmlagen, um es abwechslungsreicher zu gestalten.
Apropos „Moin!“.
Sie wissen schon, dass man das nur einmal sagt? Also durchaus mehrmals am Tag, aber immer nur ein einzelnes „Moin!“ pro Anwendung! Nicht „Moin, moin!“ Das ist doppelt gemoppelt. Da zieht der Ostfriese nicht nur eine Augenbraue hoch, sondern beide! Wie Gewitterwolken verdunkeln sie sein ostfriesisches Antlitz! Notieren Sie sich also bitte die Moin-Regel, und schreiben Sie gleich dazu, dass jeder jeden grüßt, auch ihm Fremde!

Was noch? Kennen wir Ostfriesen? So als Paradebeispiel?
Da wären der Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen (Das Boot, Troja etc.) oder Heiko Engelkes, der Journalist und ARD-Korrespondent. H. P. Baxxter, der Frontmann von Scooter ist gebürtiger Ostfriese. Karl Dall, Otto Waalkes
Otto Waalkes! Der Ostfriesenjung ist mir vor Jahren in Hamburg am U-Bahnausgang Jungfernstieg/Ballindamm förmlich in die Arme gehüpft. In seiner Freizeit bewegt er sich gelegentlich genauso wie auf der Bühne.
Ist das ein Ostfriesenmerkmal?
Wenn alle Ostfriesen so hibbelig herumhüpfen würden, hätte ich es mir noch einmal überlegt, ob ich nach Leer und Umgebung fahre, aber andererseits war der quirlige Elefantenrüsselzeichner damals ausgesprochen freundlich und harmlos, was wiederum für einen Besuch Ostfrieslands und seiner Menschen spricht.

Und sonst … ? Tee! Die Teegeschichten, die verbreitet werden, stimmen tatsächlich! Der echte Ostfriese ist ein Teetrinker vor dem Herrn! Er verkonsumiert im Jahr ca. 2,5 kg seines „Echten Ostfriesentees“. Man sagt, damit verbraucht er ungefähr das Zehnfache dessen, was ein Durchschnittsdeutscher an Tee zu sich nimmt. Wenn ich allerdings von meinem Teeverbrauch ausgehe, bin ich eine verkappte Ostfriesin, die lediglich die falsche Sorte Tee im Schrank lagert.
Ein bekannter ostfriesischer Teehersteller ist die Firma Bünting, die in Leer auch nebenher ein Teemuseum (mit angegliedertem großen Geschäft) betreibt.

Das Coloniale-Haus der Teehandelsgesellschaft Bünting in Leer (Ostfriesland)

Das Coloniale-Haus der Teehandelsgesellschaft Bünting in Leer (Ostfriesland)

Das Stammhaus der Firma Bünting mit Teemuseum - angrenzend an das Coloniale-Haus in der Brunnenstraße in Leer

Das Stammhaus der Firma Bünting mit Teemuseum – angrenzend an das Coloniale-Haus in der Brunnenstraße in Leer

Wenn Sie in Ostfriesland Tee bestellen – dort im Museum, im Café, Hotel etc. – bekommen Sie diesen sehr häufig in dem ganz speziellen Geschirr „Ostfriesenrose“ serviert. Ich muss gestehen, dass ich die Rose gar nicht auf Anhieb als solche erkannt habe. Es scheint irgendwie eine Mischung aus Blume und Hagebutte darzustellen. Oder was erkennen Sie daraus?

Das spezielle Teeporzellan mit dem Namen Ostfriesenrose ...

Das spezielle Teeporzellan mit dem Namen Ostfriesenrose …

Sie sehen, zur Teekanne auf dem Stövchen gibt es ein kleines Kännchen mit ganz besonderer Teesahne inkl. kleinem Schöpflöffel sowie ein Schälchen mit unregelmäßig geformten Kandisstücken, die man hier als Kluntjes bezeichnet. Tee trinken in Ostfriesland bedeutet nicht, achtlos Flüssigkeit herunterzustürzen, sondern zum Tee trinken gehört eine Zeremonie.
Sie beginnen mit dem Einfüllen der Kluntjes. Dann erst kommt der Tee.
Aber nicht zu voll gießen! Das tut man nicht!

Ostfriesland - Die Kluntjes (Kandis) zum Ostfriesentee ...

Ostfriesland – Die Kluntjes (Kandis) zum Ostfriesentee …

Achten Sie einmal darauf, der Kandis macht Geräusche, knistert, sobald die heiße Flüssigkeit mit ihm in Berührung kommt! Nun nehmen Sie mit der Miniaturkelle eine kleine Menge Sahne auf und geben sie in den Tee. Die meisten gießen sie vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn hinein.
Warum?
Um die Zeit anzuhalten … So sind die Ostfriesen eben.
Die Sahne sinkt erst hinab, steigt dann langsam wieder auf und verteilt bzw. entfaltet sich zu sagenhaften Mustern! Zu Bildern. Kunstwerken! Die Sahnewölkchen, auch Wulkjes genannt, werden zu Seepferdchen, Häusern, Tintenklecksen, Quadraten mit Riffelmuster, Strahlen … Ihrer Phantasie sind bei der Deutung keine Grenzen gesetzt.

Kunstwerk Ostfriesentee ....

Kunstwerk Ostfriesentee ….

Sie trinken den Tee letztendlich auch schichtweise. Erst oben die Sahne, dann den kräftigen Tee und zum Schluss den Teil, der vom Kluntje ganz süß wurde.
Achten Sie stets darauf, wie Sie ihren Löffel platzieren! Daneben gelegt bedeutet es, Sie möchten noch mehr, in die Tasse gestellt signalisiert er, dass Sie nichts mehr nachgeschenkt haben möchten. Drei Tassen oder auch drei Koppkes Tee stehen Ihnen nach „Ostfriesenrecht“ zu …

Teelke mit der Tasse Tee ... Eine Skulptur von Karl-Ludwig Böke für das Teehandelshaus Bünting. Teelke befindet sich direkt gegenüber dem Coloniale-Hause in Leer

Teelke mit der Tasse Tee … Eine Skulptur von Karl-Ludwig Böke für das Teehandelshaus Bünting. Teelke, die Teebotschafterin, befindet sich direkt gegenüber dem Coloniale-Hause in Leer

Sie sehen, es geht stilvoll zu. Und es gibt sehr viel Überraschendes, Spannendes, Unerwartetes in Ostfriesland. Schöne Ortschaften, Städte wie z. B. Leer mit einem überaus sehenswerten alten Viertel und seinem Hafen.  Ostfriesland hat viel Wasser, viel Grün, viele Tiere – mit anderen Worten: viel Natur!

In den nächsten beiden Teilen der kleinen Ostfriesland-Blogserie wird es weiter um die Stadt Leer, die Umgebung mit Burgen, Wallhecken, Schafen etc., vor allem aber um Windmühlen gehen! Sie sind faszinierend, und es gibt viele hier! Wir werden auch in das Innere schauen und vielleicht bei dieser Gelegenheit gleich mehr über das Wesen der Ostfriesen erfahren. Die Klischeevorstellungen überprüfen.
Kommen Sie doch mit!
Sagen Sie nicht, Leer – pffft! Das Städtchen ist begehrt als Ziel! Nicht nur Fahrradtouristen machen hier halt. Nein, an dem Tag, als ich eintraf, statteten ihm keine Geringeren als König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande einen Besuch ab! Bei meiner Ankunft brachen sie allerdings gerade wieder auf, sodass ich bestenfalls noch die königlichen Limousinenrücklichter gesehen hätte – hätte ich mich wild entschlossen im Blitztempo durch den Ort zum Maritimen Kompetenzzentrum bewegt.
Ich wollte damit eigentlich auch nur sagen, wenn sogar die beiden vorbeischauen, dann müssen Sie schon eine sehr gute Ausrede haben, um sich hier auszuklinken. ^^

Ich lasse Ihnen auch Zeit bis zum Teil (2).  Das liegt allerdings mehr daran, dass ich leider ein weiteres Mal unterwegs bin und keine Gelegenheit zum früheren Schreiben haben werde.

Lesen wir uns? Ich wünsche Ihnen bis dahin eine angenehme Woche und werde Sie demnächst – so Sie denn erscheinen – mit einem „Moin!“ zur Fortsetzung begrüßen.

©Juni 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - WordPress.com -  Foto: Andreas Grav

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