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Am Bodensee: Die Mainau – und warum ein Touristenmagnet zu sein auch Nachteile mit sich bringt (4)

Heute geht es zur Mainau. Erinnern Sie sich an Lummerland, Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer? Haben Sie das berühmte Insellied noch im Ohr?
Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen, weiten Meer,
mit vier Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr …

Sobald Sie am Bodensee, an dem Teil im Nordwesten, den man als den Überlinger See bezeichnet, die tropfenförmige „Blumeninsel“ der gräflichen Familie Bernadotte entdecken, idyllisch und durchaus südländisch anmutend, grün bewachsen, leicht ansteigend, von Wellen umplätschert … kann es Ihnen ergehen wie mir:
Sie summen das Lummerlandlied, und möglicherweise texten Sie dabei ebenfalls um:
Eine Insel mit viel Blumen und dem großen Bodensee
Mit Terrassen, Bäumen, Tieren und dem Schloss in luft’ger Höh’
Nun, wie mag die Insel heißen, ringsherum ist’s grün und blau.
Jeder sollte einmal reisen auf die herrliche Mainau …

Insel Mainau - Schöne Aussicht auf den See ...

Insel Mainau – Schöne Aussicht auf den See …

 

45 Hektar misst die Blumeninsel, die ihrem Namen wirklich alle Ehre macht. Eine Größe, die in etwa der Fläche von 63 Fußballfeldern entspricht, und nahezu das gesamte Areal ist gärtnerisch gestaltet. Im Süden ist die Insel über eine Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden, im Norden, im tieferen Seewasser, befinden sich die Schiffsanlegeplätze. Fähren erreichen die Mainau z. B. von Überlingen, Konstanz und Meersburg. Wer per Auto, Bus oder Rad anreist, für den ist vor dem Verbindungssteg Schluss. Für die, die nicht so weit laufen möchten bzw. können, pendelt jedoch regelmäßig der Inselbus zwischen Festland (Parkplätzen) und Blumeninsel.

Blumeninsel Mainau - Über eine Fußgängerbrücke geht es auf die Insel (oder Sie legen mit dem Schiff an).

Blumeninsel Mainau – Über eine Fußgängerbrücke geht es auf die Insel (oder Sie legen mit dem Schiff an).

Mainau - Der Weg auf die Blumeninsel - Urban knitting bzw. crocheting hier (umhäkelte Bäume)

Mainau – Der Weg auf die Blumeninsel – Urban knitting bzw. crocheting hier (umhäkelte Bäume)

Ich werde mich heute darauf beschränken Ihnen Garteneindrücke zu zeigen, Stellen, die mir gut gefallen haben und Ihnen gleichzeitig jedoch verraten, warum ich bei Touristenattraktionen – wie es auch die Insel eine ist – häufig etwas zwiespältige Gefühle habe. Egal, wie kritisch es sich anhört, ich mag das Eiland! Mir dient es heute lediglich als Beispiel für eine ganz bestimmte Entwicklung.
Wenn Sie an der Insel Mainau, jedoch eher an ihrer Geschichte, Entwicklung oder den geologischen Einzelheiten interessiert sind, bitte ich Sie daher, hinüber zu Herrn Wiki oder der Homepage der Mainau zu wandern.

Blumeninsel Mainau - Der Pfau

Blumeninsel Mainau – Der Pfau

Es muss ungefähr zwanzig Jahre her sein, dass ich – zwei kleinere Kinder dabei – das erste Mal die Blumeninsel besucht habe. Zu sehr kühler Jahreszeit, denn ich entsinne mich, dass wir damals sehr froh über die Orchideen waren, die im warmen Gewächshaus standen. Auf diese Art bot sich eine Gelegenheit, sich zwischendurch aufzuwärmen. Da diese Sonderausstellung immer im Zeitraum von März bis Anfang Mai stattfindet, wird es wohl ziemlich zum Ende des Winters, noch im März, gewesen sein.
Das, was haften blieb vom Besuch der Mainau, war ein Gefühl von Weite auf der eigentlich kleinen Insel, war die Erinnerung an den Anblick von großen Flächen auf denen schon Zwiebelblüher ihre Blütenpracht entfaltet hatten. Ein Meer von Krokussen, die ersten Narzissen und andere Frühblüher. Es war das Bild von mächtigen, alten, ehrwürdigen Bäumen. Es war die Erinnerung an das Schloss, die feuchtwarme Glashausatmosphäre bei den vielen Orchideen – und vor allem im Gedächtnis blieb das abenteuerliche Erkunden der Schatzinsel, wie meine Kinder sie genannt hatten.

Blumeninsel Mainau - Das Deutschordensschloss der Gräflichen Familie Bernadotte mit der Schlosskirche nebenan ...

Blumeninsel Mainau – Das Deutschordensschloss der Gräflichen Familie Bernadotte mit der Schlosskirche nebenan …

Blumeninsel Mainau - Links der Gärtnerturm (Wehrturm), rechts noch Teile des Torbogengebäudes ...

Blumeninsel Mainau – Links der Gärtnerturm (Wehrturm), rechts noch Teile des Torbogengebäudes …

Es gab Platz, viel Platz. Es gab sehr natürlich wirkende Ecken. Es gab räumlichen Abstand zwischen den Menschen, die auf der Insel unterwegs waren. Die Insel war lebendig, was sie jedoch keinesfalls automatisch zu einer lauten Insel machte.

Der Besucherandrang, der Konsum, das Programmangebot, die Vermarktung etc. hielten sich in Grenzen. Für die Kinder war zwar schon ein extra Spielbereich da, zog sie aber nicht sonderlich an. Es störte nicht. Es zählten das bergauf und bergab Insel erkunden, die neugierigen und beinahe zutraulichen Wasservögel, der Turm am Schloss, der Ausblick aufs weite Wasser und das Gefühl von noch viel vorhandener Natur.
Letztendlich hatten wir nicht übermäßig viel Zeit zur Verfügung, weil wir zum Familienbesuch im Süden waren und uns nur kurz weggeschlichen hatten.
Damals hatte ich mir immer gewünscht, irgendwann einmal wiederzukommen. Möglichst in einem der Sommermonate, wenn die Stauden ihre Hochzeit hatten  (mit langem „o“ –  sie haben nicht geheiratet) und all die wärmeliebenden Pflanzen im milden Klima am See so richtig losgelegten …

Blumeninsel Mainau - Staudenbeete

Blumeninsel Mainau – Staudenbeete

Blumeninsel Mainau - Staudenbeete

Blumeninsel Mainau – Staudenbeete

Es mag damals an der Jahreszeit gelegen haben, daran, dass nicht Hochsaison herrschte. Es mag aber auch noch vor der Phase gewesen sein, in der man Umstrukturierungen einführen musste, weil langsam aber sicher nicht mehr kostendeckend gewirtschaftet werden konnte und durch Besucherrückgang Verluste entstanden. Im Vergleich zu den 90er Jahren, halbierten sich die Gästezahlen bis etwa zum Jahre 2005.
Heute nun ist die Insel ganzjährig ein Touristenmagnet. Perfekt vermarktet. Eine eigene GmbH kümmert sich um das gesamte Management, die Stiftung ist höchst aktiv.

Blumeninsel Mainau - Der Paradiesvogel-Brunnen

Blumeninsel Mainau – Der Paradiesvogel-Brunnen

Die Mainau von heute bietet wechselnde Bepflanzung, Blütenhöhepunkte, Aktionswochen, Sonderausstellungen, Kunstprojekte, Märkte, Wahl zur Rosenkönigin, Schulungen, Seminare, Feste und noch mehr.
Die Räumlichkeiten des Schlosses können für Veranstaltungen, Feiern oder Tagungen gemietet werden. Hochzeiten (jetzt wirklich das Heiraten) finden im Schloss bzw. der daneben befindlichen Kirche statt. Die Gärten sind makellos. In der Hochsaison werden die Anlagen von ca. 300 Kräften gehegt und gepflegt, außerhalb der Saison ist immerhin noch die Hälfte (ca. 150 Mann) im Einsatz.

Blumeninsel Mainau - Staudenbeete

Blumeninsel Mainau – Staudenbeete

Blumeninsel Mainau - Oberhalb der Staudenbeete grasen Ziegen. Und irgendetwas hat die Katz' vorn gerade entdeckt ...

Blumeninsel Mainau – Oberhalb der Staudenbeete grasen Ziegen. Und irgendetwas hat die Katz‘ vorn gerade entdeckt …

Und hier ist der Punkt, an dem jedes Unternehmen, vor allem aber jeder, der anstrebt, ein Touristenmagnet zu sein oder zu bleiben, ganz fürchterlich in die Zwickmühle gerät. Ein merkwürdiger Kreislauf startet, Kettenreaktionen werden in Gang gesetzt.
Um etwas am laufen zu halten, den Unterhalt zu finanzieren, müssen weiterhin viele kommen, besser sogar, es zieht noch mehr an als bisher, denn:
Mehr Gäste, mehr Einnahmen.
Mehr Gäste aber auch nur, wenn mehr geboten wird, denn:
Mehr Leistung, höhere Attraktivität, steigende Besucherzahl.

Blumeninsel Mainau - Die berühmte Wassertreppe von 1982, die 2007 im Rahmen eines Kunstprojekts noch einmal verlängert wurde.

Blumeninsel Mainau – Die berühmte Wassertreppe von 1982, die 2007 im Rahmen eines Kunstprojekts noch einmal verlängert wurde.

Mehr leisten steigert jedoch ebenfalls die Kosten – mehr Gäste bringen allerdings das Plus auf der Einnahmenseite.
Wer mehr bietet, kann zudem eher den Eintrittspreis anheben. Durchsetzen! Wenn es gerechtfertigt erscheint!

Blumeninsel Mainau -  ... hier noch einmal nur der obere Teil der Wassertreppe.

Blumeninsel Mainau – … hier noch einmal nur der obere Teil der Wassertreppe.

Was rechtfertigt denn höhere Eintrittspreise? Und wann und wie kommen mehr Menschen als vorher?

Nehmen wir wieder die Mainau als Beispiel:
Man verbessert die Infrastruktur. Erneuert und vergrößert Parkplätze in beträchtlichem Ausmaß (plus Parkleitsystem, inkl. neuer, großzügiger Busbereiche). Man optimiert das Wegesystem auf der Insel. Breiter, besser begehbar, Rundgang, Querverbindungen, weiter führend als bisher oder sogar großteils barrierefrei. Man entkommt der Saisonfalle und bietet ganzjährig Programm. Kreiert im Jahresverlauf wechselnde Attraktionen, um Besucher zum Wiederkommen zu animieren. Zeigt ausgefallene Pflanzen. Pflanzt üppig und ungewöhnlich. Hebt auch den besonderen Baumbestand mehr hervor (Arboretum)
Man kümmert sich um das Wohl der jüngsten Gäste, stellt einen interessanteren, neuen, zusätzlich mit Wasser gestalteten Spielbereich zur Verfügung. Denkt sogar an das Vermieten von Handtüchern. Man sorgt für das leibliche Wohl. Baut nicht nur ein Restaurant, sondern bietet an verschiedenen Punkten quer über die Insel verteilt ein gastronomisches Angebot. Informationen zu Veranstaltungen, Pflanzen, Rundgängen, Geschichte etc. werden leichter zugänglich gemacht.
Man erhöht die Zahl der Anlegeplätze (inzwischen mind. fünf!), welche von den Fährschiffen genutzt werden, die die (begehrten) Touristen befördern. Mehr Schiffe, mehr Gäste … Gerade erst wurde im Bereich der Schiffsanlegestelle ein weiterer, sehr großer, modern erscheinender Gastronomiebereich erstellt.

Blumeninsel Mainau - Die Zahl der Anlegestellen hat im Laufe der Jahre mächtig zugenommen ...

Blumeninsel Mainau – Die Zahl der Anlegestellen hat im Laufe der Jahre mächtig zugenommen …

Was zusätzlich ein sehr einträgliches Geschäft ist und Geld in die Kassen schwemmt, ist der Souvenirverkauf. Folglich wird der Bau von Läden intensiviert. Die Shops werden strategisch geschickt platziert, nämlich so,  dass keiner so einfach daran vorbeikommt.
Was schließlich auch immer hervorragend läuft, sind Tiere. Bauernhoftiere machen sich gut und ziehen an.
Waren kalte Jahreszeit, Vegetationspause oder einfach schlechtes Wetter bisher das Problem und ließen Besucher fortbleiben, werden nun Attraktionen entwickelt, die vom Wetter unabhängig machen. Ein riesiges Schmetterlingshaus unter Glas lädt ein, mit je nach Saison bis zu 1000 Schmetterlingen!

Blumeninsel Mainau - Schmetterlingshaus - Tropische Tagfalter

Blumeninsel Mainau – Schmetterlingshaus – Tropische Tagfalter

Blumeninsel Mainau - Im Schmetterlingshaus ...

Blumeninsel Mainau – Im Schmetterlingshaus …

Blumeninsel Mainau - Schmetterlingshaus

Blumeninsel Mainau – Schmetterlingshaus

Blumeninsel Mainau - Schmetterlingshaus - ... an der Tränke

Blumeninsel Mainau – Schmetterlingshaus – … an der Tränke

Ich betone, die Mainau dient nur als Beispiel für etwas, was in dieser Form überall auftritt, wo geballt vermarktet wird, wo etwas Attraktivität erlangen bzw. behalten soll und es darum geht Besucher anzulocken, weil das Projekt – was immer es auch sei – sonst nicht tragbar wäre.
Die Ideen sind gut, die einzelnen Angebote gelungen, das Ziel scheint somit erreicht – doch alles zusammen erzeugt gleichzeitig leider auch etwas Unerwünschtes:
Massenandrang und Massenabfertigung mit all seinen negativen Nebenerscheinungen, und zusätzlich entfernt man sich mit der Zeit immer mehr vom ursprünglich Existierenden!
Manchmal auch von dem, was es einst ausmachte …
Ganz hart ausgedrückt, setzt die Entwicklung zudem eine Spirale der Eskalation in Gang mit Folgen, die so keiner möchte. Je mehr Leute tatsächlich wie gewünscht reagieren, d. h. anbeißen und hinströmen, umso mehr wird notgedrungen wieder angepasst respektive verändert. Um so in der Position zu sein, noch mehr Menschen aufzunehmen, sie abzufertigen und durchzuschleusen. Um erneut zusätzliche Eintrittsgelder zur Deckung der ein weiteres Mal gestiegenen Aufwendungen einzustreichen …

Blumeninsel Mainau - Brunnenarena

Blumeninsel Mainau – Brunnenarena

Blumeninsel Mainau - An der Brunnenarena - Dahlien, Hochstammrosen, ergänzt durch Stauden und Sommerblumen ...

Blumeninsel Mainau – An der Brunnenarena – Dahlien, Hochstammrosen, ergänzt durch Stauden und Sommerblumen …

Blumeninsel Mainau - Üppige Blütenpracht - Engelstrompete (Brugmansia)

Blumeninsel Mainau – Üppige Blütenpracht – Engelstrompete (Brugmansia)

Weitere Fähranlandungen oder Busladungen von Besuchern erfordern natürlich weitere Gastronomie, sanitäre Anlagen, zusätzliche Souvenirstände, noch mehr und immer buntere Beete, weitere Pflanzenarten, noch häufiger wechselndes Angebot, ständig neue Pläne und Ideen. Auf Seiten der Gäste steigt nämlich mittlerweile die Erwartungshaltung.
Und immer noch mehr … mehr … mehr.
Weiterer Kostenanstieg – denn der Erhalt und Unterhalt alles Neuen kommt hinzu. Die logische Konsequenz: Der Eintritt wird weiter erhöht. Gelegentlich werden in dem Zuge auch gleich bisher beibehaltene Vergünstigungen abgeschafft. Die Stimmung kann jetzt leicht kippen. Die Insel wird nicht größer, nur voller. Die Gärten werden nicht schöner, nur gefühlt bombastischer, erschlagender.
Gut so? – Okay? – Oder keine schöne Entwicklung?
Nur was wäre jetzt die Alternative?

Blumeninsel Mainau - Bitterorange  (Poncirus trifoliata)

Blumeninsel Mainau – Bitterorange (Poncirus trifoliata)

Zurückdrehen geht nicht mehr. Ein simpler Garten allein ist heute zu altbacken und uninteressant, bzw. wäre lediglich einer unter vielen. Kein Touristenmagnet. Er würde tatsächlich nur die reinen Gartenfreunde, die Pflanzenliebhaber und -kenner entzücken. Damit ließen sich nicht die Massen anlocken, und selbst die Liebhaber würden nicht fortwährend Wiederholungsbesuche einplanen, wenn sich tatsächlich nie etwas veränderte oder für Überraschungen sorgte.
Man kann also weder zurück, noch lässt sich einfach Stillstand bewahren. Nichts zu unternehmen bedeutete, keine Neugier mehr zu wecken, den (selbst anerzogenen) Besuchererwartungen nicht mehr zu genügen und in vermutlich kürzester Zeit an Anziehungskraft zu verlieren.
Dem Nichtstun folgte das Einfahren von Verlusten,  der Garten in der bestehenden Form könnte nicht erhalten werden. Er würde allmählich verkommen. Die Blumeninsel langsam aber sicher in Vergessenheit geraten …

Die Mainau hat sich verändert. Teilweise wohl zu ihrem Vorteil (vielseitiger, profitabler), teilweise eindeutig auch zum Nachteil. Die Begleitumstände sind es, die zu denken geben.
Es finden sich immer noch viele wunderschöne Stellen auf der Insel. Das sind für mich die weniger grellen, die ungekünstelten, an denen gar nicht versucht wurde, auf kleinstem Raum unheimlich viel Verschiedenes zusammenzupferchen.  Das ist dort, wo einen die Masse nicht erschlägt. Es gibt reizvolle Ideen wie die saisonalen Gärten, wo sich der Andrang in Grenzen hält. Anziehend ist mit Sicherheit das Schmetterlingshaus – würde man sich dort nur nicht wie eine Sardine in der Büchse fühlen.

Tropischer Tagfalter - Insel Mainau - Schmetterlingshaus

Tropischer Tagfalter – Insel Mainau – Schmetterlingshaus

Blumeninsel Mainau - Saisonale Gärten: "Welten"

Blumeninsel Mainau – Saisonale Gärten: „Welten“

Blumeninsel Mainau - Schön ist's, wenn die Wege am Wasser verlaufen und dazu noch südländisches Flair aufkommt ...

Blumeninsel Mainau – Schön ist’s, wenn die Wege am Wasser verlaufen und dazu noch südländisches Flair aufkommt …

Blumeninsel Mainau - Rankpflanzen mit tollen Blüten von Juli bis Herbst_ Die Sternwinde (Ipomea quamoclit)

Blumeninsel Mainau – Rankpflanzen mit tollen Blüten von Juli bis Herbst:  Die Sternwinde (Ipomea quamoclit)

Blumeninsel Mainau - Fleischfresser ...

Blumeninsel Mainau – Fleischfresser …

Ich wäre insgesamt mit wesentlich weniger zufrieden. Für mich müsste es tatsächlich nicht immer mehr, immer bunter, immer aufwändiger, immer anders, ständig neu sein.
Mich faszinieren Farbharmonien, Natürlichkeit und z. B. auch wesentlich mehr der Moment, in dem ich eine kleine Eidechse auf einem Stein entdecke …

Blumeninsel Mainau - Ein ganz kleiner ...

Blumeninsel Mainau – Ein ganz kleiner …

Blumeninsel Mainau -  ... wendet gerade

Blumeninsel Mainau – … wendet gerade

… oder Enten am Ufer bei ihren Dehnübungen beobachten kann. (Und mir überlege, ob ich das mit dem Bein wegstrecken auch hinbekommen würde.)

Blumeninsel Mainau -  ... hier betreiben auch die Enten ihre Dehnungsübungen

Blumeninsel Mainau – … hier betreiben auch die Enten ihre Dehnübungen

Trotz gemischter Gefühle würde ich gern wieder dorthin. Dem ganzen noch einmal eine Chance geben. Denn mit einem kann die Mainau immer punkten –  daran wird sich glücklicherweise nichts ändern: Sie hat diese traumhafte Lage im milden, so pflanzenfreundlichen Seeklima und den wirklich atemberaubenden Ausblick von der Anhöhe oben in Schlossnähe hinunter auf den Bodensee und Richtung Alpen.

Blumeninsel Mainau - Zimmer mit Aussicht ...

Blumeninsel Mainau – Zimmer mit Aussicht …

Blumeninsel Mainau - Staudenbeete

Blumeninsel Mainau – höher gelegene Staudenbeete an den Treppen nahe des Schlosses

Als ich die Mainau am frühen Nachmittag verließ – mit dem Gefühl, es sei bereits mehr als gut gefüllt!  – strömten gerade neue Menschenmassen aus Bussen und PKW über die Fußgängerbrücke zur Insel.
Wirkliche Massen! Die Tageshauptbesuchszeit hatte eingesetzt.
Summend entfernte ich mich …

Eine Insel mit viel Blumen und mit Menschen dicht an dicht
Mit Gedränge und Anstehen und nicht immer freier Sicht
Nun wie mag die Insel heißen, hin und wieder herrscht Radau
trotzdem sollte jeder reisen auf die herrliche Mainau …

Vielleicht sind Andrang und Lärm Anfang Mai oder im Spätherbst nicht ganz so groß … Einen Versuch wäre es wert.

©Oktober 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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