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Nun endlich auch draußen: Wärme und anderes tanken …

Kaum sind wir offiziell am sommerzeiten, frühlingt es mit Macht. Unter uns, ich würde darauf wetten, wir hätten diesen netten Zwischenwärmeschub auch ohne vorherige Umstellung der Uhren abbekommen. Glauben Sie mir, Petrus hat das nicht erfunden, und er läuft da oben äußerst selten mit einer Rolex am Handgelenk von Wolke zu Wolke! Die braucht er höchstens alle Jubeljahre zum Protzen. Nein, Jahreszeiten hat er im Gefühl, das Wetter bastelt er nach Stimmung. Und weil er eben auch nur ein Petrus ist, kommt er mit allem gelegentlich ein wenig durcheinander, stellt die Schalter nicht um oder befindet sich im MPM, im missglückten Probiermodus.

Die Sonnentage sind ihm allerdings prima gelungen, finden Sie nicht auch? Wie ist es schön, endlich einmal die Winterjacke unbekümmert in die Ecke pfeffern zu können! Selbst wenn es lediglich für wenige Tage ist. Ein strahlend blauer Himmel motiviert. Zu allem möglichen! Alles sprießt, steckt voll Energie, zeigt Leben.

Bei mir im Garten komme ich bei den frühlingshaften Temperaturen endlich flott und guter Dinge voran! Ohne Frostfüße, die einen zum Abbrechen der Arbeit zwingen – und sogar mit einem herrlich angewärmten Rücken, da die Sonnenstrahlen beim Buddeln und Ordnung schaffen genau dort hinzielen. Eine Kraft haben die mittlerweile!
Es vermittelt so ein kleines Gefühl von Infrarotlicht-Bestrahlung im Grünen.

Quittenblüte (Chaenomeles japonica), lachsfarben mit gelben Forsythienblüten im Hintergrund

Quittenblüte (Chaenomeles japonica)

Hat es Sie auch hinausgelockt? Zum Spaziergang, zum Sonne genießen, Rad fahren, im Garten werkeln?
Man braucht wieder eine Sonnenbrille! Ich dachte schon, die käme in meiner Gegend gar nicht mehr zum Einsatz.
Untersuchungen haben ergeben, dass bei den meisten Menschen – speziell nach diesem grauen Winter – der Vitamin-D-Speicher gähnende Leere aufweist. Der Körper konnte lange Monate mangels Licht und Sonne kaum Nachschub produzieren. Nun frage ich mich gerade, wie viel Vitamin D (ich nehme gern gleich richtige Kilos als vernünftige persönliche Vorstellungs- und Recheneinheit) ein Mensch wohl im Laufe der vielen Schönwetter-stunden zwischen Freitag und Montag neu getankt hat. Nach meiner Rechnung 47,3 kg. Mindestens. (Sagen Sie es aber besser so nicht weiter, es wirkt auf andere verwirrend.) Wie auch immer – der  Speicher dürfte sich auf jeden Fall gefreut haben, und der aktuelle Wert sollte schon ein wenig gesitteter aussehen.

Hornveilchen, blau-violett blühend

Hornveilchen

Man konnte in den letzten Tagen einen mächtigen Entwicklungsschub in der Natur feststellen und förmlich dabei zuschauen, wie Blattknospen an Sträuchern und Hecken innerhalb von Stunden geradezu dramatisch an Umfang zulegten und sich einige vorwitzige Blättchen oder sogar Blüten bereits verschämt zu entkrumpeln begannen.
Sieht es nicht immer phantastisch aus, wenn eine gar nicht mal sonderlich große Knospe aufreißt, ein leuchtender Farbtupfer erscheint und etwas in der Form noch Undefinierbares Stück für Stück hervorquillt, sich entfaltet und am Ende ein unerwartet großes, bildschönes und überhaupt nicht mehr zerknicktes Blatt ergibt? Oder eine sagenhafte Blüte?

Marienkäfer auf gerade ausgetriebenen roten Haselnussblättern

Er mag die gerade ausgetriebenen roten Haselnussblätter als Sonnenplatz …

Ich bin immer völlig begeistert, wenn im Mai die großen Türkenmohnblüten (später auch Island- und Klatschmohn) diesen Prozess durchmachen und ihren kugeligen Knospen entfleuchen. Die riesigen roten Blütenblätter sind darin winzig klein zusammengefaltet … Sagenhaft. Das ist hohe Kunst!
Ich möchte schon gern wissen, wer die so genial eingepackt bekommt …

Scilla in Blüte (Blausternchen)

Scilla in Blüte (Blausternchen)

Himmel blau, Sonne anwesend, Temperatur frühsommerlich, was lösen diese Umstände gern aus?
Richtig, es fördert die Entstehung einigen Lärms. Menschenlärms, weil jeder plötzlich draußen lebt, über drei Zäune hinweg lautstark mit umliegenden Anwohnern palavert, motorbetriebene Geräte anwirft oder seine Harley reaktiviert und tierischen Lärms, dessen Ausdrucksform auf mich stets um einiges natürlicher wirkt. Doch die Viecher sind ja allesamt auch kleiner als der Mensch und kommen ohne technische Effektverstärkung aus.

Bei Frühlingstemperaturen erklingt mit einem Mal in der Luft das Sirren von Insekten, meist noch bevor man sie zwischen Zweigen überhaupt optisch wahrnimmt. Sie vernehmen kaum zu stoppendes Gezwitscher aus der Vogelwelt und Rabatz vom Eichhörnchen. Ein Taubenpaar hier bei mir gurrt dermaßen, dass es anstrengt. Mich mit! Ich spreche nicht so sehr von der Lautstärke, es ist mehr die Art, wie die Gurrer diese Töne fabrizieren! Es hört sich so ungesund kurzatmig, asthmatisch an.
Mir geht die Puste bereits nach kurzer Zeit aus Solidarität mit aus!

Bergprimel, Blüte pink-rosa mit gelber Mitte - (Primula pruhoniciana)

Bergprimel (Primula pruhoniciana)

Was ich vom Empfinden und der Dezibelzahl her fast mit der Lautstärke eines Rasenmähers vergleichen würde – zumindest, wenn es direkt neben einem stattfindet – ist Hummelgebrummel!
Ich sage nur: Resonanzkörper und Flugtechnik! Ein beachtlich tiefer Ton, der durch die niedrige Frequenz bei Hummels Flügelschlaggeschwindigkeit (nur 80 Hertz!) zustande kommt.
Weil diese kleinen Schwergewichte grundsätzlich nicht aggressiv sind und auch vom weichen, rundlichen Aussehen her sympathisch wirken, haben ihre Anwesenheit und selbst dieses gleichmäßige, intensive Motorengeräusch zunächst eher einen beruhigenden als alarmierenden oder störenden Einfluss.
Das Empfinden ändert sich, wenn die Hummel beschließt, als Langzeitgartenhelfer direkt neben Ihnen zu bleiben. Mir geht ihr ruppeliger Brummton nicht nur ins Ohr, sondern irgendwann so durch und durch, dass es mir vorkommt, als würden zusätzlich Schwingungen entstehen und alles zusammen meine Knochen zum Vibrieren und Mitsummen bringen.
In so einem Fall verziehe mich für eine Weile aus der bevorzugten Hummelregion. Die war vor kurzem noch im Krokusbereich, doch da es nahezu während der gesamten Blütezeit zu kalt für Insektenausflüge blieb, haben die Hummeln davon nicht ganz so viel mitbekommen. Momentan zieht es sie in die Ecke, wo sogar jetzt im April noch meine Schneeheide (Erica carnea) blüht. Sie ist sehr beliebt bei den pelzigen Riesenbrummern und ebenfalls bei jahreszeitlich besonders früh aktiven Bienen. Ebenso bei Marienkäfern!

Hummel auf der weiß blühenden Schneeheide (Erica carnea)

Hummel auf der Schneeheide (Erica carnea)

Bei den Vögeln ist eine neue Phase zu beobachten. Vor einigen Wochen waren das Suchen nach und Werben um den Partner dran, es folgte die aufwendige und äußerst kritische Nistplatzsuche mit anschließender Platzverteidigung, daran an schloss sich die Nestbauphase. Wenn während solcher Wochen ausgeflogen wird, geschieht es vergleichsweise lässig. Wirkt nicht gescheucht. Überall ist Zeit für eine Pause samt akustischem Intermezzo. Zur Reviermarkierung, zum Werben. Die Melodien für das Anlocken der Herzensdame sind besonders melodiös und variantenreich, sie sollen schließlich überzeugen.
Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie intensiv sich bei einigen Vogelarten dabei hin und her geantwortet wird? Man bleibt dazu selbstverständlich nicht immer auf demselben Zweig hocken! Das wäre ein sehr langweiliger Flirt. Nein, er fliegt unternehmungslustig weiter zu einem anderen Busch, ruft und antichambriert von dort erneut. Sie missachtet ihn kurzzeitig, das ist aber alles Kalkül und Taktik. Zappeln lassen oder so etwas in der Art. Sie hält es nur nicht durch, sondern macht sein Spiel einen Moment später doch mit. Madame zieht nun ebenfalls um – jedoch zur Tanne, nicht zu ihm – und trillert verführerisch zurück. Was ihn wiederum fast vom Ast fegt. So geht das weiter, bis man sich einig geworden ist.

In der Nestbauphase ab etwa Mitte März wurde es plötzlich extrem leise. Aber zwitschern Sie mal, wenn Sie ständig den Schnabel voller Moos und Halme haben …
Jetzt bei den warmen Temperaturen reagieren die gefiederten Gesellen prinzipiell euphorisch und trällern ihre Lebensfreude lautstark heraus, allerdings muss bei einigen Pärchen mittlerweile schon die Brut geschlüpft sein. Dort ist keine Zeit für ewige Ständchen, während man sich entspannt auf dem höchsten Zweig der Weide, der im Wind leicht hin- und herschwingt und seinen musikalischen Gast dabei sanft schaukelt, sonnt.
Bei manchen muss die Kraft gut eingeteilt werden. Freizeit ist bei all denen ein Fremdwort, die Sie momentan nur noch noch atemlos hin- und herzischen sehen. Ununterbrochen! Ein sicheres Zeichen dafür, dass sie bereits Elternpflichten nachkommen müssen und irgendwo der nimmersatte Mininachwuchs mit den aufgerissenen Riesenschnäbeln permanent um Nahrung bettelt.

Vinca minor (Kleines Immergrün) in Blüte ... (blau-violett)

Vinca minor (Kleines Immergrün) in Blüte …

Haben Sie in dieser Saison schon Sommervögel entdeckt?
Lassen Sie sich jetzt nicht durch den Begriff ins Bockshorn jagen. Wer nicht gerade Schweizer oder Däne ist oder den Blog von mannigfaltiges  liest (sein Sommervogel heißt Manni), überlegt vielleicht, welche besondere Vogelart sich dahinter verbirgt. Lebt da eine etwa nur im Sommer? Und wenn … gibt es womöglich auch den Wintervogel? Moment! Wintervögel, klar, schon gehört …!
Stopp! Grübeln Sie nicht weiter. Sie driften ab. Sommervögel zwitschern nicht, sie flattern still. Sommervögel sind nichts anderes als Schmetterlinge. Mein sommerfugl (wie es im Dänischen tatsächlich für Schmetterling heißt) am Sonntag im Garten war ein Zitronenfalter, der durch seine gelb leuchtenden Flügel sofort auffiel. Bunt und farbintensiv war ja monatelang eine Seltenheit draußen. Sein Flugstil wirkte übermütig, die Richtungswechsel kamen unvermittelt und ohne wiederkehrendes Muster, was es unmöglich machte, ihn zu fotografieren. Wahrscheinlich war auch er schwer begeistert vom Wetter und dem lauen Lüftchen.

Es geht also los. Der Frühling hat es geschafft! Und selbst wenn noch einmal die Kälte zurückkommt (was sie gerade wieder versucht), man weiß jetzt, unser Freund Lenz kann noch immer den Winter austreiben, Sonne anschleppen und Thermometer pushen.
Sehr beruhigend …

Vergissmeinnicht (Myosotis) in Blüte

Vergissmeinnicht (Myosotis)

Ich müsste nun langsam wieder hinaus in den Garten … Obwohl, eines noch!

Man soll sich auf seiner Seite oder seinem Blog gemäß ernstgemeinten Empfehlungen von Oberbloggurus und Social-Dingsda-Leuten stets nur versiert, intelligent und fähig präsentieren. Unbesiegbar, unfehlbar, unüber-trefflich, allwissend, so, dass Bewunderung gewiss ist und im Idealfall jeden zumindest im Ansatz der Neid packt. Auf diese schillernde Persönlichkeit, diese Unfehlbarkeit und Kompetenz in allen Lebenslagen (will auch!). Mit anderen Worten, man soll zum Sein noch eine ordentliche Portion Schein drauftürmen und ordentlich auf die Kacke hauen.
Ich behaupte nun allerdings seit Anbeginn hartnäckig, es verursacht eine sehr unschöne Blase, die irgendwann platzt. Und im heutigen Falle wäre es sehr schade, würde ich mich an diese Regeln halten, denn dann dürfte ich Ihnen das, was gleich zum Abschluss kommt, überhaupt nicht erzählen!
Nichts gegen Kompetenz, Intelligenz und Brillanz, doch man ist nun einmal ein störanfälliger, reflexbehafteter,  gefühlsbetonter, oft eben unlogisch und etwas unberechenbar agierender Mensch. Keine Maschine, kein Roboter. Es wird einem nicht das Genick brechen, wenn man erwähnt oder zugibt, dass eine Reaktion nicht die allerhellste war oder eine Handlung ziemlich stümperhaft ausfiel. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergeht, nur ich habe wesenlich lieber eine authentische Person als eine Kunstfigur.
Imageschaden erleidet ja nur der, der ein künstliches Bild aufbaut, das nicht mit ihm und der Realität konform ist.

Wie kam ich gleich darauf? Richtig, es ging zuletzt um Gartenarbeiten, die ich flugs nach dem Blogpost fortsetzen wollte. Ich muss mich sputen. Drücken Sie mir also ruhig die Daumen, dass ich nicht wieder solchen Blödsinn verzapfe wie am vergangenen Sonnabend …

An diesem Tag habe ich zunächst Massen von Maulwurfshaufen abgetragen und die verwertbare feuchte Erde, von Steinen befreit, in einer Schubkarre zwischengelagert. Man kann sie nämlich nicht lange irgendwo auf dem Boden deponieren, dann wächst Grünzeugs von unten in den Erdhaufen hinein und durchwuchert ihn langsam aber sicher. Kriechendes Unkraut, Efeuranken etc. kennen in dieser Hinsicht kein Vertun.
Nachdem die Maulwurfshinterlassenschaften vom Rasen entfernt waren, stand Rasen mähen an – was vorher aufgrund der gut 40 Erdhaufen zu einem Slalomlauf mutiert und insgesamt gesehen auch nichts gebracht hätte.
Während des Mähens blockierte mir irgendwann die Schubkarre den Weg. Proppevoll und schwer wie Blei. Anheben funktionierte gerade noch so, doch der Versuch, sie zu verschieben, ging in die Hose. Da der Rasen großflächig untergraben wurde und einer Buckelpiste gleicht, blieb das Rad in der nächsten leichten Kuhle hängen. Die Karre geriet ins Schwanken und bekam prompt Schlagseite. Ich versuchte, das Ding zu halten, doch es war aussichtslos. Das Gefährt kippte, ein Großteil der Erde aus der Wanne landete mit Schwung im Beet. Zarte Blumen verschwanden darunter. Ich hatte ein Hügelgrab für sie geschaffen.
Ich kippte übrigens ebenfalls, weil ich die Griffe der Schubkarre natürlich nicht losließ! Der Mensch kann ganz schön hartnäckig sein. Als ob es noch etwas helfen oder retten würde!
Also landete auch ich im Beet – und meine Schulter im rabiaten Feuerdorn. Sie wissen, das Ding heißt nicht ohne Grund so! Die Dornen sind extrem angriffslustig und stabil. Der Pflanzensaft, der in Hautkratzer und -verletzungen hineingerät, ist obermies! Brennt lang, hinterlässt rote Striemen und recht ausgedehnt entzündete Areale. Ehe die Haut danach wieder richtig hell aussieht bzw.  einheitlich gefärbt scheint, vergehen Wochen.
Mein Feuerdorn steht nach unserem intimen Zusammentreffen natürlich wie eine Eins, meine Schulter hingegen … Die Blessur könnte locker als Kampfwunde durchgehen.

Was mich nicht davon abhält, weiter in der Erde zu wühlen. Sie kennen ja das Problem: Von nichts kommt nichts. Und kompetent wühlen kann ich immerhin. ^^

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© by Michèle Legrand, April 2016
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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Eine neue Seite bei den „Gedanken(sprüngen)“ – Und: Gegen die Regeln – Ein Post in eigener Sache

Michèle. Gedanken(sprünge) .. Manchmal müssen Gedanken so herausquellen dürfen. Bunt durcheinander ... ©Michèle Legrand

Michèle. Gedanken(sprünge):  Manchmal müssen Gedanken so herausquellen dürfen. Bunt durcheinander …

Liebe Blogbesucher,

es passiert von Zeit zu Zeit, dass ich mit Fragen bezüglich des Blogs konfrontiert werde. Fragen, die ich früher, sobald sie aufkamen, gleich in den wöchentlichen Freitags-Boos, den Hörbeiträgen, beantwortet habe.
Das war damals eine gute Lösung, doch allen, die heute dieselben Dinge wissen möchten, nützt es herzlich wenig.
Die auftauchenden Fragen beziehen sich auf die verschiedensten Bereiche.
Seien es Blogaufbau und angebotene Themen, Fragen zur Häufigkeit des Erscheinens, Erkundigungen zu Veröffentlichungsterminen im Fall von Blogserien, Fragen zum Suchen und Finden im Blog. Des Weiteren gibt es Einschätzungen, in welche Schublade mein Blog passen könnte, Mutmaßungen und Nachfragen zu meiner Person und hin und wieder auch (sicher gut gemeinte) Tipps von dynamischen Fachleuten, die aus meinem Blog eine Goldquelle oder sich dort breit machen wollen.

Ich möchte mich gleich dazu äußern und ansonsten gern auf eine weitere, neu angelegte Seite (zu finden über den zusätzlichen Reiter auf der Startseite am unteren Rand des Titelbilds) hinweisen. Sie hat den Namen: Blog-Info und Tipps und beschäftigt sich sowohl mit dem Blog samt seiner Struktur als auch mit dem Suchen und Finden von Artikeln.

Zu den anderen Fragen nehme ich nachstehend gesammelt Stellung:

Ja, ich handhabe vieles anders als geraten!
Bewusst! Wenn Sie so wollen aus Überzeugung – weniger aus Rebellentum.

Ich spezialisiere mich – entgegen allen Empfehlungen der Blog-Gurus – nicht auf ein Thema, weil ich als Mensch auch nicht nur ein einziges Interesse habe. Ich würde verdursten, bekäme ich nicht für alle meine Sinne etwas! (Mehr auf der neuen Bloginfo-Seite)

Ich veröffentliche nicht immer am gleichen Wochentag oder überhaupt im immer gleichen Abstand – aus dem ganz einfachen Grund, weil sich mein neuer Blogpost genau in dem Moment zu Ihnen auf den Weg macht, in dem ich das Gefühl habe, er ist fertig, rund!
Ich ziehe nichts vor, ich hebe nichts künstlich auf, nur um einen speziellen Tag zu treffen, ihn krampfhaft einzuhalten!
Wer hier Stammgast ist oder Spezialthemen sucht, findet die Posts sowieso. In der Hinsicht arbeite ich ziemlich gewissenhaft – nur wieder nicht vorrangig aus dem Grund, den Blog zu pushen (ich bin mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden!)  sondern eher deshalb, um beispielsweise meinen zahlreichen blinden Blogbesuchern den Zugang zu erleichtern (aussagekräftige Beschriftungen und Bildtitel etc.)

Mir widerstrebt es weiterhin, aus rein taktischen Gründen, zu einer ganz bestimmten Uhrzeit zu veröffentlichen.
Wenn Sie danach gehen und sich auf solche Beschränkungen einlassen, können Sie bald gar nicht mehr posten! Entweder ist es zu früh oder zu spät, die Leute essen Mittag, es ist Urlaubszeit, DSDS läuft, ein Fußballspiel bzw. Formel 1 Rennen findet statt oder – auch ganz schlecht – der Papst wird gewählt. Dieses ganze Heiopei nur, weil es Ihnen angeblich ein paar Seitenklicks mehr bringt.
Bringen könnte …
Vergessen Sie es!
Mit zu viel Kalkül können Sie einen lebendigen Blog killen und ihn und sich demnächst begraben. Denn es killt auch Ihre Lust am schaffen!

Was Sie bei mir ebenfalls vergeblich suchen werden, sind tage- und seitenlang wiederholt abgesetzte Tweets (der Zwei-Stunden-Takt bei Twitter wird empfohlen) oder FB-Statusmeldung-Bombardements, die einen Post bewerben, ihn enthusiastisch lobpreisen und dabei in die Nähe einer Grimme-Preis-Nominierung drängen.
Ich kündige eigene neue Blogeinträge je einmal bei Facebook und via Twitter an. Wenn es nach zwei Jahren aus irgendeinem besonderen Grund den Anlass gibt, einen speziellen Artikel zu wiederholen, dann kommt es vereinzelt vor. Es ist allerdings die absolute Ausnahme.
Der Grund für die Zurückhaltung ist, dass ich es wirklich nicht leiden kann, wenn ich – jetzt aus anderer Sicht gesehen – immer wieder mit den gleichen Links zu ein und demselben Blogpost zugemüllt werde. Bei mir weckt das eine Aversion, und es entsteht nachhaltig Ablehnung. Ich fühle mich belästigt. Weil das so ist, handle ich konsequenterweise anders.

Da ich der Ansicht bin, dass es auf Dauer sehr auf Qualität, Kontinuität, Glaubwürdigkeit und eben den Menschen dahinter ankommt, fällt es mir überhaupt nicht schwer, die kursierenden Regeln sehr locker zu sehen.
Ich vernetze mich gern, halte aber von dem Eine-Hand-wäscht-die-andere-Prinzip nicht grundsätzlich etwas. Wenn etwas gut ist, braucht es keine Gegenleistung, um von mir angepriesen oder mit einem Gefällt mir versehen zu werden. Ist etwas nicht empfehlenswert, werden mich auch mehrere im Gegenzug erhaltene Likes oder Retweets leider nicht dazu bringen können.
Ich lese sehr viele Blogartikel (weltweit), finde oft interessante Einträge und wurde einmal sehr erstaunt gefragt, warum ich ein Like gegeben hätte, wo sonst keiner eins gab.
Das ist ganz einfach: Ich fand es gut.

Ich glaube, einen Großteil der Fragen beantwortet zu haben. Der Blog lässt sich in keine Schublade packen, ich übrigens auch nicht. Die Beantwortung verrät Ihnen gleichzeitig mehr über mich – wie auch die Blogposts selbst.
Wenn Sie dennoch eine konkrete Aussage möchten, dann verrate ich Ihnen, dass ich es authentisch mag.
Taktik kann Vorteile bringen. Taktik hat aber auch Nachteile. Erhebliche! Denn Taktik ist berechnend und fordert ein überaus unnatürliches Verhalten.
Taktik sollte man kennen, um zu wissen, was man nicht möchte.

Wenn Sie immer noch nicht genug haben, liebe Leser, besuchen Sie gern die neue Seite …
https://michelelegrand.wordpress.com/blog-info-und-tipps/ 

©März 2013 by Michèle Legrand

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