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Leipziger Allerlei: Teil 7 – Leipzig ist … wenn man Grün sieht

Mitten in Leipzig - den Zoo überfliegend Richtung Rosental - ein Reiher

Mitten in Leipzig – ein Reiher!

Heute der vorerst letzte Part dieser kleinen Blogserie, bei dem ich Sie/euch wieder mitnehme auf meinen Spaziergängen durch das sächsische Leipzig.

Leipzig, Hamburg, London, Stockholm … Was haben diese (und weitere) Städte gemeinsam? Was macht sie zu besonders liebens- und lebenswerten Städten?
Sie haben etwas gemeinsam?
Vielleicht taucht diese erstaunte Frage eigenmächtig auf.
Diese grundverschiedenen Städte?
Sie unterscheiden sich doch erheblich hinsichtlich Größe und Einwohnerzahl. Die Zeit der Entstehung und der geschichtliche Hintergrund weichen voneinander ab, ihre Entwicklung verlief folglich nicht konform. Wenn nun sogar Kultur, Regierung, Sprache, Sozialsystem, Währung, Fahrgebote (rechts/links) etc. differieren, was ist ihnen bloß gemein?
Diese Städte sind trotz unterschiedlicher Gründungsdaten und Lage historische, gewachsene Städte. Sie besitzen Bauten aus verschiedenen Epochen, weiteten sich mit zunehmender Bevölkerungszahl Stück für Stück auf umliegendes Gebiet aus und haben eines geschafft: die Stadtväter sind früher oder später darauf gekommen, sich um ihren vorhandenen Schatz (insbesondere den Gebäudebestand) zu kümmern. Ihn zu sanieren, zu pflegen, zu schützen, hervorzuheben und zu versuchen – durchaus mit unterschiedlich glücklichem Händchen – Neues gut zu integrieren. Jede der Städte mag andere Schwerpunkte haben, auch unterschiedlich geartete „Altlasten“, denen man sich widmen muss. Doch jede geht es auf ihre Weise an und bleibt am Ball. Die Resultate können sich durchaus sehen lassen!
Es gibt jedoch noch ein weiteres Merkmal, das ihnen gemein ist: es sind ausgesprochen grüne Städte!
Grün wirklich auf die Umwelt und den Zustand sowie den Anteil Natur bezogen, nicht als Information zur politischen Prägung oder als Garantie für extrem und ständig vorhandenen Ökosinn. Der entwickelt sich leider immer noch (wie allerorten) recht zögerlich, manchmal halbherzig oder unzuverlässig. Immer dann, wenn Wirtschaftsinteressen und ökologische Anliegen aufeinandertreffen und sich nicht optimal verbinden lassen. Wenn es um die Beurteilung von Preis, jedoch auch Wert bzw. Auswirkung einer Maßnahme geht und die Ansichten auseinanderklaffen …
Grüne Stadt Leipzig. Wer im März mitten auf dem Augustusplatz ausgesetzt wird, fragt unter Umständen skeptisch:
Grün? Und wo jetzt?
Das Gleiche fragt ein Tourist in London am Trafalgar Square oder in Hamburg auf den Magellan Terrassen der neu gestalteten Hafencity. Die wenigen noch unbelaubten Bäume fallen nicht besonders auf, doch nur ein paar Schritte weiter, um die nächste Ecke gebogen, sieht es häufig ganz anders aus. Wendet sich besagter Ausgesetzter vom Augustusplatz z. B. der Oper zu, spaziert an ihr vorbei, so entdeckt er nach wenigen Metern den dahinter im Grünen liegenden Schwanenteich, ein kleines Idyll mitten in der Stadt.
Wie läuft demnach der Hase, wenn man eine Stadt wirklich kennenlernen möchte?
Man schaut sich um. Überall. Möglichst zu Fuß.
Ich streife beim Besuch in einer fremden, aber auch in meiner eigenen Heimatstadt Hamburg, gern weiträumig umher. Immer der Nase nach – was den Stadtplan nicht überflüssig macht, ihn aber vorrangig beim Finden des Rückwegs zum Zuge kommen lässt. Ich schaue mir Häuser, Straßen, Museen, Passagen, Bahnhöfe, Hallen, Kirchen, Skulpturen etc. an. Ich nehme bewusst die Menschen einer Stadt wahr, achte auf Geräusche, Gerüche, Licht.
Nach meinem gerade in der Halle verbrachten Buchmessen- und einem weiteren City-Erkundungstag stellte ich fest, was ich eigentlich überall nach mehr oder weniger kurzer Zeit konstatiere: ich brauche Ausgleich!
Erholung vom Aufenthalt in Kunstlicht-Räumen, Erholung vom Laufen auf den Steinplatten der City, Erholung vom Gewühl, Erholung vom Verkehrslärm. Ich benötige frische Luft – und neben den vielen Mitmenschen, die sich als Touristen diese Stadt ansehen – bitte auch ein paar Menschen, die hier leben. Einheimische. Sie – und die grünen Oasen einer Stadt – sind die besonderen Punkte ganz  weit oben auf meiner imaginären Kennenlernliste. Ich sehne mich sehr schnell nach „normalen“ Orten, solchen, an denen sich Menschen aufhalten, die einfach auch nur draußen sein, sich entspannen und Freude an der Natur haben möchten.

Wie grün Leipzig wirklich ist, sah ich das erste Mal zu Herbstbeginn, als ich im Regen und windzerzaust auf der Aussichtsplattform des Panorama-Towers stand. Das zweite Mal in einem späten Frühjahr und von der Sonne beschienen beim Blick vom Völkerschlachtdenkmal in die Ferne. Ich empfehle jedem, sich auf diese oder ähnliche Art einen Überblick über die Ausmaße, den Aufbau und die Struktur einer Stadt zu verschaffen.

Es scheint sich ein grüner Streifen durch Leipzig zu ziehen, der im Norden beginnt und sich bis in den Süden streckt, dorthin, wo mittlerweile die neuen (gefluteten) Seen entstanden sind. Es heißt, beinahe ein Drittel der Stadtfläche Leipzigs sei grün. Diese Angabe erscheint realistisch. Allein der zur Naherholung in und um die Stadt befindliche Auenwald (den ich bereits im Teil 3 des Leipziger Allerleis erwähnte), ist einer der größten seiner Art. Der Baumbestand nimmt etwa eine Fläche von 1.800 ha ein. Hier gelten strenge Naturschutzauflagen.

Typisch für Leipzig - Spatzen (hier beim Zooschaufenster)

Typisch für Leipzig – Spatzen (hier beim Zooschaufenster)

Wie auch in den anfangs erwähnten anderen Städten, gibt es in Leipzig zahlreiche Parks, die die Bebauung unterbrechen, Straßenlärm verbannen und für Luftverbesserung sorgen. Man findet zudem überall kleinere grüne Inseln, die Wohngebäude voneinander trennen, kleine Heckenreihen und Strauchgruppen – fast wie Knicks – aus denen Vogelgezwitscher, besonders das Tschilpen der Spatzen, ertönt. Sie sind typisch für Leipzig, und inzwischen warte ich bei jedem erneuten Besuch nach dem  Eintreffen sehnsüchtig auf die ersten Spatzenlaute. Erst dann ist alles komplett.
All diese Naturecken, diese kleinen und großen Bereiche sind erholsam. Sie sind es für Auge, Ohr, Nase und Gemüt. Sie verbessern innerorts bzw. innerstädtisch das Kleinklima, fördern und begünstigen das Ansiedeln diverser Tier- und Pflanzenarten. Sie sind für das Wohlbefinden der Bewohner und auch der Gäste unbezahlbar, und in Kombination mit dem vorhandenen Wasser sind sie ein unschlagbares Duo.
Doch, es gibt Wasser!
Im Stadtgebiet bilden die Weiße Elster, Parthe und Pleiße gemeinsam ein Netz von ca. 84 km Länge. Hinzu kommen die Verzweigungen, Bäche und Gräben, die noch einmal ca. 90 km ausmachen. Das Flutbecken der Elster  ist ein sehr beliebter Wassersportplatz. Leipziger Wassersportler nutzen es speziell für Kanu, Kajak und fürs Rudern. Ganz in der Nähe des Teilungswehres befindet sich sogar eine Slalom-Übungsstrecke.

Leipzig - Wassersportler nutzen das Elsterflutbecken ...

Wassersportler nutzen das Elsterflutbecken …

Meinen letzten Tag verbrachte ich ab zeitigem Mittag ausschließlich im Grünen. Es war der Dienstag, dessen Vormittag mit meiner Demo-Vermutung (im Endeffekt war es der 800-Jahre-Thomaner Festakt) begann. Von der Thomaskirche führte mich mein Weg in Richtung Rosental, einem der weit ausgedehnten Parks, dessen eine Seite direkt an den Leipziger Zoo angrenzt.
Ein Phänomen: Egal, wie ich auch meinen Weg beginne, ich komme irgendwann immer dorthin!
Was ist so anziehend?
Ich glaube, es ist der Kontrast. Diese Ausmaße der Wiesen! Einerseits sind sie eingerahmt durch dichtes Waldgebiet, andererseits wird ein unbeschreibliches Gefühl von Weite vermittelt, da die Grasfläche nur ganz selten von einzelnen Baumriesen  unterbrochen wird. Jetzt im März – noch ohne Belaubung – fällt besonders auf, dass im Park bei der ursprünglichen Anlage auf die Einrichtung von Sichtachsen geachtet wurde. Eigentlich wollte sich August der Starke hier ein Lustschloss bauen, doch die Leipziger fanden die Idee nicht so umwerfend und konnten es abbiegen. Obwohl sich die Anlage seitdem vom Barockstil entfernt und zu einem Landschaftsgarten entwickelt hat, sind die für den Bau eingeplanten sechs Sichtschneisen heute noch zu finden.
Ich wanderte daher eine ganze Weile quer über die Wiesen, um es von vielen Stellen aus zu testen.

Der zweite Magnet, der einen (und speziell mich) unweigerlich Richtung Rosental zieht, ist das Zooschaufenster, ein Punkt am Spazierweg, an dem die Möglichkeit gegeben ist, in den Zoo Einblick zu nehmen und ein Stück der weitläufigen Kiwara-Savanne zu sehen. Dort leben die Giraffen, Zebras, Antilopen, Strauße und weitere andere afrikanische Tiere. Zum Weg hin abgetrennt ist das Terrain auf eine sehr natürliche Art und Weise, nämlich durch Wasser, Schilf und Sträucher.
Als Besucher Leipzigs, der schon zu verschiedenen Jahreszeiten am Zooschaufenster stand, habe ich im letzten September bedauert, dass es fast zugewachsen war. Das Schilf hoch aufgerichtet, die Sträucher am Weg ebenso. Im Vergleich zum Frühjahr und dem Vorjahr, fiel der Blick auf die Tiere nun sehr schwer. Nur ein paar Giraffenhälse überragten noch die wippenden Enden des Schilfrohrs. Ich erfuhr damals von Leipzigern, dass sich eine Initiative gegründet hatte, die mit dem Zoo Kontakt aufnahm und Unterschriftenlisten präsentierte, um zu erreichen, dass vom Schaufenster mehr bleibt als dieses arg kleine Mauseloch. Der Erfolg war anfangs nur mäßig. Zwar demonstrierte man ein gewisses Verständnis, hielt aber auch hin durch Vertrösten und Hinauszögern u. a. mit der Begründung, die Tiere müssten vor den Menschen geschützt werden. Es wären flüchtende Tiere, die, wenn sie erschreckt würden, leicht panisch reagierten.
Nur frage ich mich, warum diese Tiere die Mengen von offiziellen Besuchern jeden Tag auf der einen Seite verknusen können und als gefahrlos empfinden, derweil die nicht zahlenden, viel weiter ab stehenden paar Gäste auf der anderen Seite ihnen Unbehagen bereiten …?
Meine Überraschung war dementsprechend groß, als ich dieses Mal dort eintraf.
Mir präsentierte sich ein Zooschaufenster im Breitbildformat!
Sämtliches Schilf am Wassergraben wurde bis zum Boden zurückgeschnitten, die angrenzenden Sträucher gekappt bzw. ausgelichtet.

Das Schilf am Ufer wurde großflächig zurückgeschnitten - Das Zooschaufenster hat dadurch momentan Breitwandformat

Blick vom Rosental hinüber in den Leipziger Zoo. Das Schilf am Ufer wurde großflächig zurückgeschnitten – Das Zooschaufenster hat dadurch momentan Breitwandformat

Vom Wanderweg im Rosental aus der Blick in den Leipziger Zoo (Zooschaufenster)

… weitere Bewohner des Leipziger Zoos.

Leipzig: Zooschaufenster - Blick auch auf die Giraffen

Zooschaufenster – Blick auch auf die Giraffen

Nach einem Spaziergang im Wald (dort blühten bereits Sternmiere und Lungenkraut) und später Richtung Gohlis und dem Gohliser Schlösschen, führte der Weg am Haupteingang des Zoos und der Gondwana-Halle vorbei wieder in Richtung Stadt.

Leipzig: Auf dem Weg vom Rosental zum Gohliser Schlösschen

Leipzig: Auf dem Weg vom Rosental zum Gohliser Schlösschen

Während sich Zoo und Rosental im Zentrum Nord-West befinden, ist die andere und größte Leipziger Parkanlage im Zentrum-Süd (südwestlich vom Stadtzentrum). Dort befindet sich der Clara-Zetkin-Park, dessen Fläche ca. 125 Hektar beträgt und den nördlichen und südlichen Teil des Auenwaldes verbindet.

Eichhörnchen - Sie sind hier im Park sehr zutraulich ...(Leipzig, Clara-Zetkin-Park)

Eichhörnchen – Sie sind hier im Park sehr zutraulich …

Der Clara-Zetkin-Park entstand Mitte der 50er Jahre durch einen Zusammenschluss von Scheibenholzpark, Johannapark, Albertpark und Palmengarten. Seitdem hat sich einiges getan, denn nach und nach wurden dort Kultur- und Sportanlagen integriert. Es vollzog sich bereits zu einer Zeit, in der so etwas noch nicht überall selbstverständlich war, und daher hatte diese Parkgestaltung durchaus Vorbildcharakter für andere Großanlagen. Die Rennbahn im Scheibenholzteil des Parks, die schon seit 1867 existiert, gibt es weiterhin, dazu entstanden Bauten wie Freilichtbühne und Parkcafé, es erfolgte die Anlage der Dahlienterrasse und die des großen Spielplatzes mit Imbisspavillon. Des Weiteren gibt es das Schachzentrum, einen Musikpavillon, das Glashaus im Clarapark (Biergarten) und eine Inliner-Strecke, die rege genutzt wird. Oben erwähnte ich bereits das Elsterflutbecken, dessen Wasser mitten durch diesen Park fließt und seine Nutzung für den Wassersport.

Mein Weg zum Clara-Zetkin-Park führte diesmal über einen kleinen Umweg Richtung Bundesverwaltungsgericht. Vor diesem beeindruckenden Bauwerk bog ich in die Wächterstraße ab und passierte das schwer bewachte amerikanische Generalkonsulat. Die Straße trifft am Ende in einem Bogen mit der Beethovenstraße zusammen und stößt auf den Kreisel an der Karl-Tauchnitz-Straße. Dort gibt es mit der Anton-Bruckner-Allee einen großzügigen Zugang zu dem Bereich, der sich früher König-Albert-Park nannte und die größte Teilfläche im Clara-Zetkin-Park einnimmt (ca. 30 ha).

In Leipzigs Parks: Das Teichhuhn (Ralle)

In Leipzigs Parks: Das Teichhuhn (Ralle)

Man stößt gleich zu Beginn auf eine ovale Teichanlage, an der sich zahlreiche Wasservögel aufhalten. Auch die irgendwann eingewanderten (ursprünglich aus Ostasien stammenden) Mandarinenten fand ich hier, als sie sich am Ufer ausruhten und von der Sonne ihr Gefieder trocknen ließen.

Leipzig: Einwanderer im Clara-Zetkin-Park - Die Mandarinente aus Ostasien

Einwanderer, die sich im Clara-Zetkin-Park wohl fühlen – Die Mandarinente aus Ostasien

Es gibt offenbar eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen im Raum Leipzig, die  ganz grob den Neozoen und Neophyten zugeordnet werden könnten.  Das sind per Definition Tier- bzw. Pflanzenarten, die nach dem Jahr 1492 unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen in ein bestimmtes Gebiet gelangt sind, in dem sie vorher nicht heimisch waren und die jetzt dort wild leben. Mit einem älteren Herrn, der zusah, als ich die Enten fotografierte, kam ich darüber ins Gespräch. Er war zwar kein Fachmann, doch erzählte sofort, dass es Waschbären in Leipzig gäbe. So etwas hatte ich auch gelesen. Genauso wie es Vorkommen von Marderhund, Mink und Nutria geben soll. Der Mensch bekommt nur relativ selten etwas zu Gesicht. Sei es, weil es sich um scheue oder nachtaktive Tiere, ungewöhnliche Insektenarten oder kleine,  unscheinbare Teichbewohner handelt. Vielleicht stoßen wir eher auf Pflanzen (wie z. B. das Springkraut, den Riesenbärenklau oder sogar Ambrosia), die schon durch ihre Immobilität, zum Teil auch Größe, leichter ins Auge fallen.
Bei einigen Lebewesen stellt sich hin und wieder wirklich die Frage: Was ist letztendlich (noch) fremd, was (schon) heimisch? Was ist noch harmlos (da höchstens invasiv) für die ursprünglich beheimatete Flora und Fauna, was schon bedrohlich (invasorisch)?
Etwas beeindruckt mich: Tierarten, die einmal heimisch waren, aber aus ihrem Lebensgebiet verschwanden, kehren langsam zurück! Hier in Leipzig beispielsweise, lebt der Eisvogel heute wieder in Teilen des Auenwaldes: Ein schöne Entwicklung.

Ich treffe unterwegs auf viele Spaziergänger. Der Sonnenschein hat sie nach draußen gelockt und obwohl die Temperatur sich nur um 12°C bewegt, liegen, sitzen oder picknicken sie bereits auf dem Rasen des Parks.

Leipzig - Clara-Zetkin-Park - ca. 12°C.  Die Leipziger erobern ihre Grünanlagen ...

Leipzig – Clara-Zetkin-Park – März, ca. 12°C. Die Leipziger erobern ihre Grünanlagen …

Leipzig - Clara-Zetkin-Park - Erstes Weidengrün zu erahnen, doch auch ohne Laub wunderschön, ruhig und entspannend

Leipzig – Clara-Zetkin-Park – Erstes Weidengrün zu erahnen, doch auch ohne Laub wunderschön, ruhig und entspannend

Die Inline-Skater sind auf der superglatt asphaltierten (in diesem Bereich fahrzeugfreien) Anton-Bruckner-Allee unterwegs. Hier schnappe ich einige Gesprächsfetzen auf, die überhaupt nicht sächsisch klingen. Zugereiste – vielleicht Studenten, denn Leipzig ist als Universitätsstadt beliebt und hat viele Lernende, die aus anderen Bundesländern kommen.
Radfahrer sind stark vertreten. Jogger. Mütter oder ganze Familien mit Kinderwagen, Dreirad und Roller. Und wo treffen sie sich alle wieder?
Beim Eiswagen an der Sachsenbrücke, der dort seinen Stammplatz hat!
Das Eis ist heiß begehrt, selbst im März.
Auch ich habe mich angestellt. Vor mir ist ein junger Mann an der Reihe. Seine Bestellung lautet:
„Isch möscht zwee Gugeln. Aba im Bäscher, bidde …!“
Der Eisverkäufer wirkt nicht sächsisch sondern südländisch. Er sagt nichts, nickt lediglich, um seinen Kunden danach wieder fragend anzuschauen. Schließlich bleibt noch zu klären, welche Sorten er gern hätte.
„Och, isch nähm Schtrazziatella. Beede.“
Er bekommt das Gewünschte. Nun bin ich dran. Auch mich erhascht ein fragender Blick.
„Ich möchte gerne eine Kugel Vanille.“
„Ooch in eine Bäscher?“
Ich bin völlig perplex, dass er sächselt – mit italienischem Einschlag!
„Nein, für mich bitte in der Waffel.“
„Nu gloar …!“ Er reicht mir das Eis hinüber: „Prego!“
Das Eis schmeckt himmlisch.
Ich schaue mich um. Was nun? Ein interessantes Bild: Offenbar wird mit der kalten Trophäe danach – wie heimlich untereinander abgesprochen – auf der Sachsenbrücke pausiert. Die Nase Richtung Sonne, ein Schwätzchen mit dem Nachbarn, die Zungen wandern mit Hingabe an der Eiscreme entlang. Und während dieser Pause lehnen und liegen massenhaft Fahrräder auf oder an der Brücke, und höchst zufriedene Menschen sitzen auf dem Bordstein.
Auch ich geselle mich dazu.
„Mach’ mal Blatz, Lu-ga, damit die Lädi sisch ooch hinhoggen kann!“, ermahnt ein Vater seinen Sohn. Der rutscht sofort, ich „hogg“ mich daneben und strecke genüsslich die Beine aus.

Leipzig - Die Sachsenbrücke, die über das Elsterflutbett führt. Stammplatz des Eiswagens und Treffpunkt der Radler, Skater sowie Spaziergänger

Die Sachsenbrücke, die über das Elsterflutbett führt. Stammplatz des Eiswagens und Treffpunkt der Radler, Skater sowie Spaziergänger

An meiner Seite taucht eine fluchende Brünette auf, die sich offenbar kurz zuvor mit ihren Inline Skates hingelegt hat. Wortschatz und Tonfall lassen mich auf Herkunft Franken tippen. Das Knie ist etwas aufgeschlagen, blutet, aber nicht dramatisch. Sie war anscheinend ohne Schützer unterwegs und scheint nichts weiter dabei zu haben, was zur Verarztung taugt.
„Taschentuch?“, frage ich sie und halte die Tempos hin.
„Oh ja, gerne“, ist die Antwort. Sie heißt Sylvia und hat sich schnell wieder beruhigt. Sie stammt aus Nürnberg und lebt seit Herbst 2010 in Leipzig. Studentin. Sie ist von der Stadt und allem begeistert.
„Nee, es läuft prima. War eine gute Entscheidung. Man kann alles machen hier – auch erstklassig Inline Skates fahren. Also rein theoretisch, wenn man nicht hinfällt“, grinst sie und hat den Sturz schon fast wieder abgehakt.
Da ich nach drei Tagen Sachsen bereits gehäuft schwer infiziert in die lokale Mundart verfalle, frage ich sie, wie es bei ihr ist. Hat sie inzwischen den sächsischen Dialekt angenommen? Auf mich nur zufällig hochdeutsch reagiert?
„Ich unterscheide. Mit den Sachsen komme ich schon ins Sächseln, mit den anderen auswärtigen Studenten laufen die Gespräche eher hochdeutsch. Hochdeutsch ist wahrscheinlich unser gemeinsamer Nenner und am sichersten für alle zu verstehen. Aber wenn ich heimfahre zu Freunden, dann muss ich einfach frängisch babbeln.
„Und das mit der Trennung klappt anstandslos?“
„Klar, das funktioniert. Zumindest, wenn ich nach Nürnberg unterwegs bin. Dann switche ich während der Zugfahrt zuverlässig um.“
Wenn sie es sagt …
Ich stelle nur belustigt fest, wie zuverlässig und vollkommen automatisch die eigene Mundart durchkommt, sobald jemand aus einer starken Gefühlsregung heraus etwas von sich gibt. Wie sie vorhin. Geflucht wird halt doch in der „Muttersprache“…
Mein Eis ist verputzt und Sylvia zieht weiter ihre Bahnen. Für mich geht es am Elsterflussbett entlang zur nächsten Brücke, der Klingerbrücke.

Aus der Gründerzeit - Gerhardscher Pavillon (klassizistisch) Er wurde im vergangenen Jahr restauriert

Aus der Gründerzeit – Gerhardscher Pavillon (klassizistisch) Er wurde im vergangenen Jahr restauriert und besitzt ein neues Kupferdach, sowie einen sehr schönen blauen Himmel

Auch der Wassersport wird im März schon wieder betrieben ...

Auch der Wassersport wird im März schon wieder betrieben … Elsterflutbett zwischen Sachsen- und Klingerbrücke.

Denkmal für C. Heine, im Hintergrund der Gerhardsche Pavillon

Denkmal für C. Heine, im Hintergrund der Gerhardsche Pavillon. Dr. C. Heine (Karl) war Rechtsanwalt, Unternehmer und Industriepionier (1819-1899)

Von der Klingerbrücke aus schauend, befindet sich weiter nördlich als nächstes die Zeppelinbrücke. Zwischen diesen beiden Brücken liegt linkerhand der alte Palmengarten, der gar keine Palmen mehr hat.

Leipzig: Blick von der Klingerbrücke Richtung Zeppelinbrücke

Leipzig: Blick von der Klingerbrücke Richtung Zeppelinbrücke

Der Rückweg führt mich durch den schönen Johannapark mit seinem Teich und den idyllisch gelegenen, dunklen Holzbrücken Richtung Neues Rathaus (Pleißenburg).

Leipzig: Eine der idyllisch gelegenen Holzbrücken im Johanna-Park

Eine der idyllisch gelegenen Holzbrücken im Johanna-Park

Leipzig - Johanna-Park - Blick zur City mit Panorama-Tower und Neuem Rathaus (Pleißenburg)

Beim Blick zur zweiten Brücke dieser Art, zeigt sich auch, dass wir uns in Leipzig befinden (im Hintergrund der Panorama-Tower und der Turm des Neuen Rathauses (Pleißenburg)

Auch hier herrscht an diesem sonnigen Nachmittag reger Betrieb. Insbesondere der Spielplatz ist stark besucht. Das fröhliche Kinderlachen begleitet mich eine Weile.

Leipzig: Die Lutherkirche am Johanna-Park

Leipzig: Die Lutherkirche am Johanna-Park

Nachdem ich die Lutherkirche passiert habe und fast schon wieder die Hauptstraße erreiche, entdecke ich auf der rechten Seite ein Stück vom Weg entfernt einen nackten Knaben, der auf etwas zeigt. Mich interessiert, mehr zu sehen oder zu erfahren, doch dazu muss ich ein knutschendes, auf der Wiese liegendes Pärchen umrunden und beide leider bei ihrer Tätigkeit etwas stören.
Es war völlig umsonst – aber das erfahren sie nicht.  Leider gibt es keine Tafel mit Erläuterungen bei dieser Bronzestatue.
Vielleicht weiß es jemand von den Leipzigern: Auf was zeigt die Figur,  oder was stellt die Szene dar? Welcher Künstler hat diese Bronze angefertigt?

Leipzig: Kunst im Johanna-Park. Wenn ich nur herausbekäme, warum der Knabe auf diese Art Stab, der im Stein eingelassen ist, zeigt ...

Kunst im Johanna-Park. Wenn ich nur herausbekäme, warum der Knabe auf dieseArt Stab, der im Stein eingelassen ist, zeigt …

Übrigens: Ich finde, dass er einen sehr niedlichen Allerwertesten hat …

... und von hinten. (Skulptur im Johannapark in Leipzig)

… und von hinten.

Meine große Runde ist fast beendet, die Stadt hat mich zurück. Es waren rundherum schöne Stunden im Freien, und die Füße sind sogar noch fit! Es macht doch etwas aus, nicht nur auf Beton zu laufen. Der Unterschied wird mir gleich wieder auf dem letzten Stück des Weges, der Strecke zum Hotel deutlich.

Beim Packen des Koffers frage ich mich, wann und ob ich wohl wiederkehre. Im Moment scheint es, als hätte ich nun wirklich genug entdeckt. Andere Ziele wollen schließlich auch erkundet werden.
Morgen geht es heim.
Nur dann kommt plötzlich die Erkenntnis, dass ich die weiter außerhalb gelegenen Seen noch nicht sah, dass vielleicht eines Tages wieder die Zeit für ein persönliches Treffen reif ist, dass eventuell eine interessante Lesung, eine Veranstaltung stattfindet … dass plötzlich irgendein Grund besteht wiederzukommen!
Vielleicht zählt auch der Grund, hin und wieder Aktuelles über Leipzig berichten zu können. Denn was ich sehr häufig als Reaktion auf meinen Blog, auf die Erzählungen, Beschreibungen und Fotos von dieser Stadt erlebe, ist pures Erstaunen.
Das hätte ich nicht gedacht! So ist Leipzig? So schön ist das dort?
Ja, ist es.
Es existiert offenbar in vielen Köpfen ein nicht zutreffendes oder völlig veraltetes Bild, das unbedingt korrigiert werden sollte.

Leipzig ist schön, Leipzig ist lebendig, Leipzig ist grün.
Leipzig ist eine Entdeckung wert!

Und wann fahren Sie? ;)

PS Wer mehr „grüne“ Bilder sehen möchte, den bitte ich, die Teile 1-3 des Leipziger Allerleis (2011)  aufzurufen, die zu einer Zeit entstanden, als die Vegetation ein bisschen weiter war.

... und im Sommer böte sich dann dieser Anblick (Teich im Johannapark, Leipzig)

… und im Sommer böte sich dann dieser Anblick (Teich im Johannapark)

©April 2012 by Michèle Legrand

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Leipziger Allerlei – Teil 3: Wildnis und Regenwald sind viel näher als gedacht…

Leipzig hat enorm viel  zu bieten. Teil 1 und 2 der kleinen Blogserie beschäftigten sich mit dem Wesen der Stadt, ihren vielen Vorzügen und Besonderheiten. Nun sind wir im Grünen. Im letzten Teil vom Leipziger Allerlei führt der Weg zuerst in den Wildpark und danach ins Gondwanaland. Viel Vergnügen!

Die Wildnis ruft…

Nun schau sich einer diese junge Dame an! Man kommt gar nicht umhin zu gucken. Mit einem breiten Schmunzeln. Während Manfred und Klaus am Eingang lediglich ruhig herumgestanden hatten, eher bedächtig wirkten und beim Herumlungern nur mit unbeweglichem Blick sparsam kauende Bewegungen machten, ist Erika ein ganz anderes Kaliber. Sie streift umher, sucht Unterhaltung und hat sich eben leicht erschossen hingesetzt. Eigentlich ist sie mehr in sich eingesackt und scheint nun zudem aus dem Gleichgewicht zu kommen. Ihr Körper driftet nach links. Ganz offensichtlich ist es aber gewollt und nur die Einleitung, denn jetzt wird Schwung geholt und… sich auf die Seite geschmissen. Es staubt ein wenig. Ihre schlanken Beine klappen leicht nach oben. Eine attraktive linke Bauchseite bietet sich der Sonne zum Bescheinen dar. Zum Bräunen eher nicht, Erika hat starken Haarwuchs… Es ist eine friedliche Szene und die einzigen, die wohl unmutig aufstöhnen, sind der Klee, der unter der Wucht des Aufpralls aufs Heftigste plattgedrückt wird und die unter Garantie darunter lebenden Ameisen, die nun ein Erdbeben meistern müssen. Erika schubbert sich genüsslich.
Ich mag Trampeltiere. Sie kommen gar nicht so selten vor. Nicht immer ist es sofort eindeutig, dass sie zu dieser Gattung gehören. Es wird beispielsweise auf menschlicher Seite gern kaschiert, bis es nicht mehr zu verbergen ist. Erika ist jedoch ein echtes, tierisches Trampeltier. Mit zwei Höckern. Ein junges Tier, das in seinem Tierpass – neben Erika als Namen – den Wohnort Leipzig stehen hat. Manfred und Klaus ebenso, nur sind sie ausgewachsene Kamele…
Im Süden der Stadt gibt es ein großes Waldgebiet (Leipziger Ratsholz, Auenwald), ein wunderschön gelegenes Naherholungsgebiet und innerhalb dieses Gebiets einen weitläufigen und für die Öffentlichkeit frei und kostenlos zugänglichen Wildpark. Des Weiteren findet man dort unweit des Eingangs seit Weihnachten 1997 eine Haustierfarm. Auf 13.000 Quadratmetern leben mittlerweile 21 Tierarten, 44 Rassen und insgesamt 150 Tiere. Erika ist eines von ihnen. Warum sie als Haustier zählt? So etwas fragt man nicht! In Leipzig ist das halt so! Außerdem steht auch nirgends dran, dass es deutsche oder in Deutschland übliche und wohlbekannte Haustierarten sein müssen.

Einträchtig beim gemeinsamen Mahl…

Die Haustierfarm besteht aus einer Mischung von Stallungen, Volieren, Wiesen und Weiden, Kleintier-Freianlagen und einem Platz, auf dem pferdebegeisterte Kinder (meist Mädchen) auf den Ponys ihre Runden drehen können. Was leider – abgesehen von dem Eintritt, den die Farm ohnehin verlangt – noch einmal 2 € für zwei Runden kostet. Und die Runden haben einen sehr, sehr kleinen Durchmesser…
Erika kann es egal sein. Sie hat Auslauf auf einer großen Wiese, als Nachbarn am Wegesrand hausen Kaninchen (eine Rasse hat unglaublich lange Ohren!),  und direkt auf der Weide mit ihr, lebt als Kumpel und Spielgefährte ein Pony. Beide haben ungefähr die gleiche Größe, denn Erika ist noch relativ jung. Betrachtet man sie von der Seite, wenn sie nebeneinander stehen, verdeckt das Pony das Trampeltier. Bis auf die Höcker. Die ragen dahinter wie kleine Türme hervor.
Es ist eine Wonne, Erika zu beobachten, auch wenn sie den Besucher völlig ignoriert. Nichts mit herankommen oder Kontakt aufnehmen. Für sie sind andere Dinge viel, viel wichtiger – z. B. sich erneut hinzusetzen, Schwung zu holen, und das alles, um sich nun auf die andere Seite zu schmeißen…
Gut, ich habe mich also in ein Trampeltier verguckt. Warum denn auch nicht! Am Eingangsschild hatte zuvor etwas von Dromedaren gestanden, doch scheint dies nicht zu stimmen, denn die Bewohner hier haben zwei, nicht einen Höcker. Vielleicht gab es vor den Kamelen (Trampeltieren) einmal welche, und das Schild stammt aus der Zeit.
Heute bin ich mit Christian unterwegs, meinem in Leipzig wohnhaften, guten Twitterfreund (@ChScheinhardt). Er hat sich anderweitig auch ein wenig verguckt. In einen lustigen kleinen, schokobraunen Kerl mit Ponyfrisur. Einen Esel mit Ponyfransen! Genau das Richtige für meinen Begleiter, den Wortfigaro, den Wortspielakrobaten und Buchstabenjongleur. Der knuffige Kerl schien ihn auch zu mögen, jedenfalls kam er neugierig bis ans Gatter.

Esel mit Pony(frisur)

Wir verabschieden uns nach einer Weile von der Farm und durchstreifen den Wildpark. Ein großes Gebiet mit breiten Wegen und vielen Abzweigungen, die zu zahlreichen Gehegen führen. Es ist Wochenende, viele sind unterwegs. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, allein, als Familie oder in Gruppen. Ein Spielplatz mit Seilbahn ist gut besucht. Ich bin immer noch ganz erstaunt, dass hier kein Eintritt zu zahlen ist. Ein vergleichbarer Park in Hamburgs Süden, der Wildpark Schwarze Berge, verlangt ihn und finanziert damit die Hege und Pflege. Wie macht man das hier? Leipzig muss es selbst fördern und zu einem großen Teil unterhalten. Es fällt nur auf, dass es zudem offensichtlich unheimlich viele private Sponsoren gibt. In Form von Tierpatenschaften übernehmen Einzelpersonen und auch Firmen hier einen wichtigen Part. Hin und wieder sieht man aufgestellte Tafeln mit den Namen der Spender. Eine feine Sache, dass sich Ortansässige mit ihrem Wildpark verbunden fühlen und ihn auf diese Art unterstützen.
Wir sind zufällig in dem Moment an einer Voliere mit zwei großen Krähenvögeln, als eine Tierpflegerin mit einem kleinen Wagen auftaucht. Große Aufregung im Käfig. Es gibt wohl Futter. Wildes Hin- und Hergeflattere, wobei nie beide Krähen auf dem gleichen Ast landen. Ein ständiger Wechsel des Sitzplatzes, während die Parkangestellte vorerst den Boden im Krähenheim fegt. Die Vorfreude der Vögel scheint zu steigen, mit ihr die Ungeduld. Ihren Kehlen entringen merkwürdige und fremde Laute, solche, die ich diesen Vögeln nie zugeordnet hätte. Manchmal klingt es wie künstlich am Synthesizer hergestellt, manchmal ist es ein Schnalzen oder auch ein Geräusch, das entfernt an einen sich lösenden Sektkorken erinnert. Irgendwann ist es soweit: Futter! Ich, in meiner Einfalt, hatte gedacht, in der kleinen, orangefarbenen Plastikschüssel befänden sich Körner. Weit gefehlt. Es sind zwei tote Mäuse… Wir gehen.
Die Lauferei macht etwas müde, auf jeden Fall aber durstig und so ein kleines Hungergelüst wäre da auch… Erst ein Halt beim Russenblockhaus, doch die Kellnerin dort scheint schon unser Hereingucken als Zumutung zu empfinden. Wir stehen ihr offensichtlich im Weg. Die Tische sind nicht abgeräumt, es riecht nicht besonders und an dem Platz, wo wir kurzzeitig stoppten, zieht es unangenehm kühl. Wir gehen wieder. Es erweist sich als gut, denn wir erinnern uns, auf unserem Weg ein Hinweisschild zu einem Lokal am See gesehen zu haben. Wiedergefunden, hinspaziert und sehr genossen. Das Lokal heißt Waldgaststätte, liegt sehr schön mit Blick aufs Wasser, hat eine gemütlichen Sonnenterrasse, eine nette Bedienung und richtig gutes Essen. Erst wollten wir nur etwas trinken. Eine Tafel wies jedoch auf Kürbiscremesuppe hin. Auch nicht schlecht… Im Grunde könnte man zumindest einmal einen Blick auf die Karte werfen. Aha, ab 14.00 Uhr gibt es diverse Toasts. Zeitlich kommt es hin. Widerstehen fällt schwer und letztendlich ist das Schwachwerden die richtige Entscheidung. Für 7,50 € gibt es ein vollwertiges, warmes Mahl! Während Christian sich für Rührei mit Pfifferlingen auf Toast erwärmt, habe ich Graubrot mit Hirschbraten und Pilzrahmsoße. Superlecker!! Wirklich empfehlenswert!
Frisch gestärkt kommt der Rückmarsch einem gleich viel kürzer vor. Mit der Straßenbahn geht es in nicht einmal 20 min. zurück Richtung Zentrum, und ich bin wieder einmal begeistert, wie viele schöne Ecken Leipzig doch hat. Heute war es ein wenig die Wildnis. Was mir jetzt noch fehlt ist der Regenwald…

… dem nächsten Ruf gefolgt: Gondwana!

Gondwana: Blick auf die Insel der Totenkopfäffchen

Mein Aufenthalt vor einem Jahr in dieser Stadt fand bei Dauerregen statt. Wäre ich damals zum Leipziger Ratsholz gefahren, hätte ich auf eine Art auch Regenwald gehabt. So einen wollte ich nur nicht. Auf den anderen musste ich allerdings noch ein wenig warten, denn erst seit Juli 2011 hat Leipzig seinen richtigen Urwald, hat Gondwana. Diese Nachempfindung des Urkontinents, bei dem davon ausgegangen wird, das Südamerika, Afrika und das südlichen Asien einmal miteinander verbunden waren.

Gondwana (von der Straße aus gesehen)

Die große, gläsern wirkende Halle auf dem Gebiet des Leipziger Zoos ist beeindruckend. Wer sich zum Bau, zur Technik, den Kosten etc. Einzelheiten beschaffen möchte, den verweise ich auf den umfangreichen Wikipedia Eintrag, die Homepage des Zoos und die Seite des MDR, der viel darüber berichtete. Ich erwähne hier nur einige Daten, die ich beachtlich finde, die bei mir hängenblieben oder schräge Gedanken auslösten.
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Irgendwo neues zu entdecken ist auf mehrere Arten möglich. Man kann völlig unbeleckt und unvorbereitet losziehen und sich einfach überraschen lassen. Oder das krasse Gegenteil: super präpariert, vorher im Detail alles geplant, Zeitplan in der Hosentasche und Stoppuhr parat.
Ich bin für die Möglichkeit dazwischen. Ich finde es schön, bereits etwas darüber gelesen oder erzählt bekommen zu haben. Ich mag Fotos davon vor dem Besuch ansehen, auf das ein oder andere hingewiesen werden. Für mich sind es neugierig machende Appetizer, Appetitanreger. Es geht mir auch bei mir noch unbekannten Filmen so. Während viele es als Spiel- und Spaßverderben betrachten, wenn ihnen jemand Szenen vorab beschreibt oder Details verrät, macht es mir Freude, später genau darauf zu achten. Ich kann es ruhiger genießen. Die Menschen sind eben verschieden.
Ich möchte kein 300seitiges Lehrbuch studieren oder wissen, wie viele Fensterscheiben (bzw. Folienpolster) die Halle hat, deshalb ist die Vorbereitung gemäßigt. Andererseits habe ich begierig gelesen und angeschaut, was mir ein netter Follower (@blattella) auf Twitter zukommen ließ. Er nannte mir Links zu Filmen, die der MDR in der Bauphase gedreht hatte. Er war bereits relativ kurz nach der Eröffnung dort und kehrte begeistert und mit einer Menge Fotos zurück. Hängebrücken konnte ich sehen, exotische Pflanzen, über deren mögliche Namen wir dann debattierten. Es bestärkte mich in meinen Entschluss, bald selbst Gondwana zu besuchen.
Was ich empfand, möchte ich als einen Eindruck für Sie hier hinterlassen und Sie können gewiss sein, dass Sie es trotzdem als ganz eigene Erfahrung und völlig neu erleben werden, wenn Sie dort selbst hinreisen sollten. Man kann viel erzählen, doch die Wirkung eines Erlebnisses auf jeden ist immer einzigartig.
Ich wusste, die Halle ist groß. Doch groß ist relativ. Ich hatte gelesen, ihre Grundfläche beträgt 16.500 qm. Darunter kann ich mir ungefähr etwas vorstellen. Jedenfalls mehr als unter der Angabe Bruttoregistertonnen bei Schiffen. 16,5 ha sind in etwa so viel wie zwei Fußballfelder. Als Halle! Meine Herren!  Sie ist von der Form her wie ein abgerundetes Dreieck gebaut, mit zur Mitte hin ansteigender Höhe. An den Seiten/Ecken nur 10,1 m hoch, damit sie sich an die Umgebung noch anpasst. In der Mitte der Halle ist die Firsthöhe allerdings 36 m (lichte Höhe ca. 34 m), d. h. man könnte etwa 19 Menschen durchschnittlicher Größe aufeinanderstapeln, bis sich der oberste den Kopf stieße. Diese Zahlen sind bestimmt wieder etwas für die Statistiker. Wahrscheinlich wird jetzt gleich umgerechnet in Fläche pro Person oder Lebewesen. Klappt aber nicht. Wir können es zur Demonstration des Unmöglichen trotzdem tun.
16.500 qm Grundfläche für maximal 3.000 Besucher, die gleichzeitig hereingelassen werden. Für 300 Tiere (aus 40 Arten).  Für 17.000 Pflanzen (aus 500 Arten). Alles, was als Lebewesen zählt wird addiert und die Summe durch die Grundfläche dividiert. Macht etwa 0,8 qm pro Nase (und Pflanzenstiel). Theoretisch richtig, praktisch grundfalsch. Denn die Halle bietet mehr als die bloße Grundfläche. Es führt ein auf- und absteigender Rundgang hindurch, es gibt einen Vulkanstollen, der unterirdischen Charakter hat. Es gibt zur Sicht von oben auf den Regenwald den sogenannten Baumwipfelpfad. Zwei Hängebrücken verbinden Teile des Rundwegs mit riesigen künstlichen Bäumen in der Mitte der Halle. Wir haben also zusätzliche Fläche, müssen aber unterteilen in Fläche für die Tiere und Fläche für den Menschen. Wie berechnen wir zudem die Fläche des Flusslaufs? Wem schlagen wir die zu? Hm? Liebe Statistiker, es wird nichts. Es lässt sich kein Allgemeinwert errechnen. Stattdessen konzentrieren wir uns lieber auf das Regenwalderlebnis.
Wer Gondwana betritt, durchquert einen Stollen dessen Boden ein wenig wabbert und feurig aufleuchtet. Nicht die Gesamtfläche. Für Menschen, denen es nicht geheuer ist, besteht immer die Möglichkeit, außen herum zu gehen. Ich stand unerwartet auf dem brodelnden Bereich, und plötzlich wackelte es unter meinen Füßen. Schreck! Brodelnder Pudding! Teufelsmoor! Treibsand! …Auch wenn es sonst nicht meine Art ist, Männer zu begrabschen, in diesem Fall musste Christian, der sich auch heute beim Zoobesuch anschloss, dran glauben. Ich packte seinen Arm, es war zu überraschend gekommen. Wenn er sich auch erschrocken hat, so ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken, sondern griente nur über meine Reaktion. Ja, Männer sind eben die Helden! ;)

Wasserschildkröte

Die Augen können sich in dem, wie in den Fels geklopften, Stollen allmählich an die Dunkelheit gewöhnen, und wir befinden uns nun in dem Bereich der nachtaktiven Tiere, die hier meist hinter Glas leben. Für die Besucher wurde der Tag- und Nachtrhythmus der Bewohner quasi um 12 Stunden verschoben, damit sie nun wach sind und ein bisschen aus ihren Höhlen hervorkommen. An manchen Gehegen wollen sie sich definitiv nicht zeigen, oder unsere Menschenaugen sind zu schwach, um ein unbewegliches Tier auszumachen.  Im Opossum-Bereich scheint etwas herumzuwuseln, doch bei genauem Hingucken kann es nicht Heidi sein. An einem der nächsten Tage erfährt man aus der Presse, dass es ihr sehr schlecht ging und sie eingeschläfert wurde.
Wir schauen uns noch Becken mit Fischen und schwimmenden Schildkröten an, und ich wundere mich über die Tatsache, dass Piranhas so harmlos aussehen.

Sehen harmlos aus, doch Vorsicht! PIRANHAS!

Es wird heller. Der Ausgang direkt in die gläserne Halle liegt vor uns. Gleich zu Beginn wird für das leibliche Wohl gesorgt, gibt es einen Shop, und der Weg leitet den Besucher sowohl zu den Booten, die hier den Gamanil-Fluß befahren, als auch zum eigentlichen Rundgang. Den Gamanil gab es nie wirklich. Sein Name ist erdacht und eine Zusammensetzung aus den Namen der Flüsse Ganges, Amazonas und Nil. Das Bootsvergnügen  kostet extra, erfolgt bei der schwindelerregenden Geschwindigkeit von 5 km/h und ist… fahrerlos! Ein seltsamer Anblick und natürlich interessiert es mich, woher das Boot denn weiß, wohin es zu fahren hat. Es laufen Ketten oder Stahlseile im Wasser, man sieht beim Blick von oben, dass sich im Wasser auch Winden befinden, um die die Ketten geführt werden. Einzelne Holzbalken markieren Punkte, an denen das Boot in den Kurven entlang geleitet wird. Scheint zu funktionieren, zumindest gibt es keine Zusammenstöße, Strandungen oder Auffahrunfälle während meines Aufenthaltes.

Bootsfahrt auf dem Gamanil / Gondwana

Wir beginnen den Rundgang zuerst falsch. Das erste Hinweisschild war nicht so eindeutig. Wir erwischen den Weg zum Notausgang und bemerken es nach einigen Metern, denn auf einmal geht keiner mehr mit uns. Komisch, die Halle war doch eben noch voll… Wir sind schnell zurück auf dem richtigen Pfad und tauchen ein in die Welt des Regenwaldes. Temperaturen von 24-26° C bei einer Luftfeuchtigkeit von 65-100% reichen aus, schnell auch die letzte dünne Stoffjacke von sich zu werfen. Ich lege meine über die Umhängetasche und achte hin und wieder darauf, ob sie noch an ihrem Platz ist. Je weiter man dem Rundgang folgt, desto interessanter wird es. Die Pflanzen kesseln einen ein, ragen mit ihren Blättern bis in den Weg hinein. Aus versteckten Lautsprechern ertönen Geräusche. Ein Mix aus Vogelgezwitscher, Regengeprassel, Lauten anderer Tiere. An einigen Stellen sind im Hintergrund Luftbefeuchter platziert, die zwischendurch immer wieder eine Wolke feinsten Regenstaubs herauspusten. Exotische Blüten und großblättrige Pflanzen wechseln sich ab mit speziell gestalteten Zonen, in denen Regenwaldtiere ihr Reich haben. Sehr schön, artgerecht und vielseitig angelegt. Wir entdecken Riesenotter, Fischkatzen, Ozelot und Serval, Schabrackentapire, Zwergotter, einen

Noch tut sich nichts…

Komodowaran, Leguane, Schildkröten, Hornvögel mit bunten Schnäbeln und mehr. Manchmal wippen wie verrückt  Äste der Bäume, die sich auf der Insel mitten im Fluss befindet. Dort haben die Totenkopfäffchen ihr Areal und scheinen kontinuierlich Sport zu betreiben. Possierlich, agil und, wie man mir vorher erzählte, manchmal auch etwas aufdringlich. Da sie die Geländer dort als ihr Terrain betrachten,  auf dem sie hin- und herflitzen wollen, behagt es ihnen absolut nicht, dass Besucher ihre Hände dort ablegen. Es kam anfangs sogar zu kleinen Beißattacken. Daraufhin überlegten die Zoomitarbeiter sich als Lösung des Problems, weiter oben eine Art zusätzlichen Geländerlauf zu ziehen – ausschließlich für die Affen. Seitdem sie diese Affenrennpiste haben, soll sich die Lage entspannt haben.
Mich beeindruckt jedoch auch die Flora sehr. Darüber hatte ich vorab mehr gelesen. Wie schon kurz erwähnt, sind 17.000 Pflanzen in unzähligen LKW-Ladungen herbeigeschafft worden. Bäume wurden importiert und über Rotterdam verschifft, wo sie zuerst an europäische Lichtverhältnisse gewöhnt wurden. Die Pflanzen mussten eine Quarantäne durchlaufen, um zu vermeiden, dass Schädlinge eingeschleppt wurden. Diese Pflanzen stammen aus ca. 500 unterschiedlichen Arten. 120 Gewächse sind zwischen sechs und 12 Metern groß, 415 Bäume und Pflanzen mittelgroß, d. h. zwischen drei und fünf Metern. Vielleicht kann man sich anhand dieser Höhenangaben vorstellen, wie vielfältig es dort aussieht. Die riesigen Kunstbaumstämme, die in der Mitte der Halle die Anlaufstelle für die Hängebrücken darstellen, haben noch eine ganz andere Funktion. Sie beherbergen ‚hässliche’ Technik. Der Zoo ist recht stolz darauf, dass er, wo immer es geht, natürliche Ressourcen wie die Sonneneinstrahlung, Regenwasser, Wärmerückgewinnung und Wärmespeicher nutzt.

Technik im Baum

Die Lüftungsanlagen beispielsweise verfügen über eine Wärmerückgewinnung, und dazu  werden diese als Baumriesen getarnten Säulen genutzt. Sie saugen die heiße Luft unter der Hallendecke ab und speisen sie über eine Wärmepumpe in einen 100 Kubikmeter großen Erdwärmespeicher. Meine Bewunderung steigt. Für das Konzept, die Umsetzung und letztendlich für das Regenwaldfeeling, dass tatsächlich (zumindest an vielen Stellen des Rundgangs) erzeugt wird. Besonders schön gelungen ist der Wasserfall. Schon zu Beginn des Rundgangs entdeckt man ihn am anderen Ende des Regenwaldes, wo er in großer Höhe über eine Felskante stürzt und einen Regenvorhang bildet. Hinter diesem Vorhang – mehr erahnt, als wirklich gesehen, verbirgt sich ein Loch in der Felswand, welches später seinen großen Auftritt hat. Auf dem weiteren Weg wird der Besucher in den Felsen, hinter den Wasservorhang geführt und kann ihn nun von innen heraus betrachten. Wunderschön! Das Prasseln des Wassers, Vogelstimmen, Lichtreflexe. Auch ein kleiner Knirps, der dort mit seinen Eltern entlang kam, fand es faszinierend. Er wurde vom Wasser magisch angezogen, zuckte aber bei jedem Spritzer, der ihn erhaschte, zusammen –  um drei Sekunden später zu lachen.

Wasserfall – Das Guckloch

Gondwanaland.  Es ist wirklich mit Liebe gemacht. Selbst die Toiletten sind stilgerecht! Die Türen der einzelnen Kabinen sehen aus, als wären sie aus Bambusrohr.
Es funktioniert alles ohne Stau und Dramen, aufgrund des limitierten Einlasses und weil sich jeder an den Rundgang zu halten hat. Es gibt keinen Gegenverkehr, kein Umdrehen. Es fällt kaum auf, dass sich Gondwana-Mitarbeiter um alles kümmern, nur im Fall der Fälle sind sie sofort da. Ich hatte bemerkt, dass meine Jacke verschwunden war, konnte sie aber wirklich gerade erst verloren haben. Demnach auf dem Weg über die Hängebrücken. Während Christian wartete und ggf. Personal ansprechen wollte, lief ich erneut über die Hängebrücke. Ich stand in der Mitte der zum Baumriesen hinführenden Brücke, als ich auf der gegenüberliegenden, wegführenden, eine junge Frau entdeckte, die meine rote T-Shirt-Jacke in der Hand hielt. Erster Reflex: umdrehen, um sie beim Verlassen der Brücke abzupassen. Nix da! Eine junge Dame von Gondwana hielt mich sofort davon ab, irgendwelchen Heckmeck auf dem schwankenden Weg zu veranstalten. Ich huschte also eilig hinter der Finderin her, die aber die Brücke bereits verlassen hatte, als ich dort ankam. Christian hatte sie wohl gesehen, war aber nicht sicher gewesen, dass sie nicht ihre eigene Jacke in der Hand hatte. Weiter hinterher. Sie konnte ja nur in eine Richtung gelaufen sein. Da vorne stand sie! Erwischt, bedankt, Jacke ans Herz gedrückt. Glück gehabt und ja, die Organisation in Gondwana ist tipptopp.
Die Zeit vergeht schnell dort. Zwei oder drei Stunden sind gar nichts. Es war den Besuch allemal wert, nur wir wollen den Restzoo ja auch noch ansehen…. Also hinaus!

Wasserfall – Der Vorhang

….Zoo Leipzig

Da der dritte Teil des Leipziger Allerleis schon sehr umfangreich ist, soll es hier nur um ein paar Fotoimpressionen gehen. Jedem allerdings die Empfehlung, sich diesen Tierpark  (inkl. Gondwana)  unbedingt einmal anzusehen. Eine schöne Mischung aus alt und neu. Tolle, großzügige Gehege und Landschaften (Themenwelten, z. B. das Pongoland der Affen).  Insgesamt auch hier eine große Vielfalt und sehr interessant  das Aquarium in der Nähe des Eingangs. Es hat im oberen Geschoss ein durchgehendes Rund- oder Ringbecken. Der Besucher steht in der Mitte, und wird von z. B. Haien kontinuierlich umrundet. Wer viel  Action erleben und mehr Information beim Rundgang möchte, sollte sich vorher nach den Zeiten erkundigen, in denen Tierpfleger kommentieren oder Fütterungen bei den Tieren abhalten.
Und nun nichts wie hin!

Für mich war es der vorerst letzte Tag meines Aufenthalts in Leipzig. Leider. Inzwischen habe ich vieles gesehen. Es gibt jedoch mittlerweile Orte, die ich wiedersehen möchte. Es gibt Jahreszeiten, zu denen ich noch nicht dort war, Veranstaltungen, die ich noch nicht besucht habe und immer auch – ganz wichtig – Menschen, die ich wiedersehen möchte! Es wird demnach auch dieses Mal nicht das letzte Mal gewesen sein. Leipziger, macht euch darauf gefasst, dass ich wiederkomme! ;)

Ich danke Ihnen herzlich für die bisher so zahlreichen Besuche im Blog, das Retweeten auf Twitter, Verbreiten via Facebook, Abonnieren des Blogs und – nicht zu vergessen – die Kommentare!

Zoo Leipzig – Impressionen

Flamingotruppe

Graue Eminenzen

Der Elefant schien lieber rein zu wollen…

Die Giraffe braucht keinen langen Hals zu machen und könnte locker über Zebrastreifen gehen….

Die Waldmenschen – Orang-Utans

Gedankenversunkener Gorilla

Schimpanse sehr menschlich: Siesta mit Kratzstängel…

Er ist heute der Wachposten bei den Erdmännchen…

…kein Blinzeln, keine Bewegung!

Tiger am Herumtigern

Ende – Fin – The End
…. vorerst ;-)

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