Auflösungserscheinungen …

Wissen Sie, was die Entstehung des eigentlich angedachten Blogposts sabotierte? Indirekt das Wetter mit Schneetreiben, doch im Grunde war es das Treiben meiner Schuhe. Ich sage Ihnen, so hatte ich mir das
heute Morgen beim Losgehen wirklich nicht vorgestellt! Mein eigenartiges Erlebnis des Tages wollte
ich Ihnen nicht vorenthalten …

Sie und ich sind jetzt hier nicht so eng miteinander, dass Sie meinen bevorzugten Kleidungsstil oder gar Details dazu wüssten. Ich sage nur soviel, ich brauche Schuhe mit Absätzen. Keine dünnen, ultrahohen Pfennigab-
sätze. Das nicht. Aber wenn ich nicht wenigstens ein bisschen Absatz habe, beschleicht mich das eigenartige Gefühl, meine Ferse sacke nach hinten weg. Ich fühle mich auf Absätzen genauso wohl wie andere in ihren Hausschuhen und dort, wo manch andere bereits absatzbedingt kippeln und mit dem Untergrund hadern würde, laufe ich frohgemut sicher und wackelfrei – wenn es sein muss spurte ich sogar.
Schnee und Absätze? Überhaupt kein Problem. Ehe ich mir sogenannte „richtige“ Winterstiefel schnappe, muss Sibirien schon näher rücken. Ausrutschen, hinfallen? Seit 31 Jahren nicht mehr. Ich habe notfalls noch Spikes zum Unterschnallen.
Das einzige Mal, dass ich stürzte und mir etwas brach, war tatsächlich, als ich ausnahmsweise zur Sicherheit flache Schuhe inklusive Profilsohle trug. Zur Sicherheit! (Entschuldigen Sie, wenn ich kurz lache …)
Allein diese Tatsache hätte mir schon im Voraus klarmachen müssen, dass mein heutiger Plan nach hinten losgehen würde.

Sie können sicher nachvollziehen, dass jemand, der so gut wie nie die ungeliebten, flachen Treter anzieht,
keine große Lust verspürt, sich genau solche Schuhe zu kaufen – und das für Gelegenheiten, die man in Norddeutschland im Jahr an einer Hand abzählen kann! Wer legt sich gern etwas zu und gibt sein Geld für Dinge aus, die er von vornherein nicht sonderlich mag.
Mir kam in meiner Situation glücklicherweise bisher zugute, dass im Keller noch ein paar Winterstiefel meiner Tochter aus Teenagerzeiten standen, die sie zwischenzeitlich selbst nicht mehr sehen mochte und die später bei ihrem Auszug hiergelassen wurden. Stiefel, der mir ungeliebten Sorte: flach, dicke Profilsohle, Klettverschlüsse. Aber passend und warm! Damit habe ich bisher daheim das Schnee schippen erledigt. Dafür waren sie gut.

Gestern hatten wir Schneefall. In der Nacht erneut, gefolgt von weiterem Gestöber am Morgen. Mit Macht war
es winterlich geworden. Ich hatte früh gleich mehrmals hintereinander zu tun mit dem Freiräumen der Wege. Musste sogar streuen! An einigen Stellen war es unangenehm glatt …
Ein Stück hinauf an einer Straßeneinmündung hatte schon ein Rettungswageneinsatz stattgefunden. Kein Autounfall. Irgendeinen Passanten hatte es zu Fuß erwischt. Da meldete sich – ähnlich nervig wie früher das Gewissen bei der Lenor-Werbung – die Stimme der Vernunft:
Mädchen, deine Absätze! Jetzt pack wenigstens heute die hohen Dinger weg! Nimm stattdessen die Schneeräumstiefel, die sicheren. Du brichst dir sonst noch die Haxen …

Ich habe also auf mich selbst gehört und bin brav mit den klobigen Schuhen los. Während in den Neben-
straßen auf gefrorenem Boden noch trockener, pulveriger Schnee lag, gab es auf den Gehwegen entlang der Hauptstraßen hauptsächlich Matsch.
Nach 300 Metern hatte ich das Gefühl, der linke Schuh sei vorne nicht ganz dicht. Es wurde etwas feucht an den Zehen.
Etwa 200 Meter darauf veränderte sich beim Laufen das Abrollgefühl des Fußes. Zuerst nahm ich unbedarft an, Schneebrocken hätten sich in den Ritzen der Profilsohle festgesetzt …
Nach weiteren 100 Metern hatte sich die Sohle gelöst, vorne links, wo es sich bereits vorher kalt und feucht angefühlt hatte.
Als ich lediglich nachschauen wollte, wie weit die Klebung aufgegeben hatte, hielt ich auch schon ein Sohlen-
stück in der Hand. Einen großen, schwarzen Brocken. Abgebrochen. Mit dem Fußballen stand ich unvermittelt im Matsch. Mehr oder weniger. Der noch vorhandene hauchdünne Textilboden bot so gut wie keinen Schutz. Überhaupt sah es – kritisch betrachtet – beidseitig nicht sonderlich vertrauenerweckend aus … Da ich so schlecht weiter konnte, beschloss ich umzudrehen und daheim andere Schuhe anzuziehen.

Es war eine sehr weise Entscheidung gewesen. Sie können sich das nicht vorstellen! Das Material der dicken Profillaufsohlen – irgendein Hartgummi oder -plastik – brach mit jedem Schritt mehr und löste sich dabei kontinuierlich vom jeweiligen Restschuh. Ich hinterließ auf dem Rückweg eine Spur aus schwarzen Gummi-
brocken. Hier ein halbes Hinterteil, dann wieder ein längliches Stück von der Seite, nach der linken irgendwann auch ein großer Teil der vorderen Kappe des rechten Schuhs. Die letzten Fitzel, die noch dran hielten, machten das Gehen eher schwierig. Und ansonsten war es kalt. Verdammt kalt. Es war wie barfuß oder nur mit klatsch-
nassen Socken bekleidet über längere Zeit im Schnee herumzuspazieren …
Solange Sie sich dabei bewegen, geht es noch einigermaßen, doch als der Schrankenwärter beschloss, mich auszubremsen, indem er die Bahnschranke ewig zu ließ, wurde es etwas ungemütlich, und ich fror langsam am Untergrund fest.
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Schwarze Winterstiefel, an denen sich die dicke Profillaufsohle komplett auflöst und in Brocken abfällt
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Die Stiefel haben offiziell ausgedient. Ersatzweise zog ich vorhin meine alten Lederstiefel mit moderatem Ab-
satz und leider relativ wenig Profil, aber zusätzlich festgezurrten Spikes, an. Mit dieser Kombination kam ich wunderbar zurecht!

Sollen ich Ihnen etwas verraten? Ganz flache Schuhe können mir echt gestohlen bleiben. Die und ich, das harmoniert einfach nicht miteinander. Sobald wir uns näherkommen, geht es doch los mit den Schwierigkeiten! Mal ist der Schuh hin, mal habe ich das Nachsehen. Ich werde auf weitere Versuche verzichten und habe wieder etwas gelernt: Vernunft ist auch nicht alles und bringt nicht immer das Gewünschte.
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Hätte mir dieses Malheur heute nicht enormen Zeitverlust beschert, hätte ich ein Ziel erreicht, dort sicher fotografiert und Ihnen statt kaputter Stiefel mehr ansehnliche Aufnahmen dieser Sorte gezeigt:
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Zugefrorene Teichfläche mit vielen Eisbrocken und Eisschollen auf der Eisfläche, Inmitten der Eisfläche eingefroren ein Teichgras mit umgeknickten Halmen.
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So bleibt es bei dem einen und einem Gruß zum Abend. Sie sehen, ich habe Ihnen schon mal das Eis für die Cocktails kleingehackt …

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©by Michèle Legrand
Michèle Legrand

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  1. #1 von siebeninseln am 26/02/2018 - 21:36

    Zum Glück hast du das Eis für die Cocktails bei Dir in Hamburg .-). Liebe Michèle, habe mich sehr an deinem Bericht erfreut. Ich wünsche dir, dass sich bald der Frühling in Hamburg blicken lässt. Ganz liebe Grüße von den zurzeit recht stürmischen Inseln, Dagmar

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    • #2 von ladyfromhamburg am 26/02/2018 - 22:27

      Hallo Dagmar, danke für deine Zeilen und natürlich auch fürs Daumendrücken bezüglich Frühling! Ich glaube, wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Aber das wird … ^^
      Ich hoffe, der Sturm richtet bei euch keine Schäden an! Es geht schon ein bisschen drunter und drüber mit dem Wetter. Alles Gute!

      LG Michèle

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  2. #3 von Cordula Kerlikowski am 26/02/2018 - 21:37

    Herzerfrischend! Ich sehe dich förmlich durch HH schwanken … Danke für den schönen Erlebnisbericht !!

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    • #4 von ladyfromhamburg am 26/02/2018 - 22:30

      Hallo Cordula, ich vermute, mein Gang muss wirklich ein wenig merkwürdig ausgesehen haben. Eiernd, tappsend, wegrutschend, daraufhin gleitend … Aber, wie man sieht, habe ich es gut nach Hause geschafft! :-) Danke für deine Zeilen!
      Liebe Grüße Richtung Berlin!
      Michèle

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  3. #5 von Werner am 26/02/2018 - 22:05

    Alles in allem für dich eine äußerst unglückliche Situation .Die du aber in einem Beitrag verfasst hast, der mir beim Lesen ein Schmunzeln ins Gesicht gebracht hat . LG Wernet

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    • #6 von ladyfromhamburg am 26/02/2018 - 22:25

      Hallo Werner, guten Abend! Es war im Moment frisch, aber im Nachhinein schmunzle ich ja selbst. ^^ Freut mich, wenn es auch so bei dir ankam.

      LG Michèle

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  4. #7 von House of Heart am 27/02/2018 - 01:57

    Michèle, you are a good sport! I would be in such a bad humor in this circumstance! I am glad you recovered from this unfortunate ( horrible is more like it) situation. It looks so very cold there, I can remember my winter’s in Bitburg and Trier. My experience driving in the snow was quite comical. A bit like bumper cars! I do like the boots, it is a shame they let you down! Take care dear
    Michèle. LG, Holly

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    • #8 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 15:03

      Holly, suddenly winter arrived rather quickly. We often have to wait till February or March to get a white winter wonderland – at least in the Northern part of Germany. As soon as the wind is changing from (north)west to east and the ridge of a Russian anticyclone spreads, we have to cope with snowfalls, frost and ice. But it looks wunderful!
      I had to smile about you describing yourself driving in the snow! Bumper cars. ^^ You may be sure, that many Germans will have similar problems as for quite a lot snow is a rather rare incident. They are not used to it or used to driving on slippery ground.

      Holly, thank you very much for visiting the blog again, for reading in German and for leaving your lovely comment!
      Have a nice week!
      Michèle

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  5. #10 von Katrin am 27/02/2018 - 05:20

    Guten Morgen Michèle,
    Du hast mir gerade mein Frühstück versüßt. Wie immer toll erzählt. Ich bin die Fraktion der flachen Schuhe, kann mir aber sehr gut vorstellen, wie du dich gefühlt hast. Wenn ich Schuhe mit Absatz trage, fühle ich mich immer sehr unwohl. Ich habe ein Paar und ziehe es höchst selten an. Es war nur gut, dass es gleich passiert ist. Stell dir vor, du wärst km weit weg gewesen. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Gruß aus dem verschneiten Thüringen. Katrin

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    • #11 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:02

      Hallo Katrin, genau dein Gedanke schwebte mir auch im Kopf herum: Glück gehabt, dass ich noch nicht so weit von zu Hause entfernt war. Ich glaube, sonst wäre mir nichts anderes übrig geblieben, als mir irgendwelche Notschuhe unterwegs zu kaufen. Aber das ist auch blöd, mit nassen Füßen in ein Geschäft zu kommen und Schuhe anprobieren zu wollen … Ging ja noch mal gut. ^^
      Was ich als Alternative gut tragen kann, habe es teilweise auch im Garten so, das sind Schuhe mit durchgehender Sohle, wenn sie hinten aber etwas erhöht sind. Sieht nicht so bombastisch aus, aber dieser Keil hat genau den richtigen Effekt. Ich komme besser klar, sacke aber nicht im Boden ein. Und wenn richtig Schmuddelwetter ist, habe ich natürlich auch die Gummistiefel beim Arbeiten an. Nur dann laufe ich damit ja auch nicht Strecken.

      Danke fürs Hereinschauen! Ich schicke dir einen lieben Gruß zurück aus dem weißen Hamburg!
      Michèle

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  6. #12 von Linsenfutter am 27/02/2018 - 06:27

    Sei froh, dass Du die „Treter“ losgeworden bist. Aber mit Stöckelschuhen bei Schnee und Eis ist schon ungewöhnlich. Damit könntest Du ja schon fast im Zirkus auftreten. Ich kann mir aber, auch als Mann, schon ganz gut vorstellen, wenn man immer „hinten erhöht“ geht, plötzlich das Gefühl hat abzusacken, wenn die hohe Hacke fehlt. Bevor also mehr passiert … rein in die Schuhe mit Absatz.
    LG Jürgen

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    • #13 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:09

      Jürgen, ich muss gerade lachen, wenn ich Stöckelschuhe lese. Es ist glücklicherweise nicht das Extrem, was ich zelebriere. Du wirst mich jetzt nicht mit dünnen Pumps und Stilettoabsätzen in der Schneewehe finden, generell nicht auf dieses staksigen, schwindelerregend hohen Fußruinierern. Ich bevorzuge ein mittelhohen Absatz mit noch einiger Auftrittfläche. Kein klobiger Blockabsatz, kein Pfennigdurchmesser. Irgendwas dazwischen. Ich fand’s aber sehr schön, dass du dir vorstellen kannst, was die Gewohnheit macht und wie der Fuß auf abrupte Absatzlosigkeit reagiert.
      Danke für deinen Kommentar!
      LG Michèle

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  7. #14 von finbarsgift am 27/02/2018 - 07:16

    Du wirst es mir nicht glauben, Michèle, aber genau das gleiche ist mir vor circa einer Woche auch mit ein paar alten Winterschuhen passiert!
    Die Klebung gab sich unterwegs auf und ich verlor während des Gehens ein Profilstück nach dem anderen…
    Die Füße wurden immer nasser und kälter, schnell wieder hoim!!
    Dankeschön für’s Erzählen…
    Liebe Morgengrüße vom Lu

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    • #15 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:19

      Dann habe ich dich also quasi in alten Erinnerungen schwelgen lassen? ^^ Hallo Lu! Das ist ja ein Ding, dass dir das mit Männerschuhen auch schon so ergangen ist! Ich hatte zuerst die Vermutung, dass es möglicherweise mal wieder – in der irrigen Annahme, dass Frauen sich zarter bewegen als Männer – an der nicht so robusten Damenschuhausgabe liegt. So wie ich das bei Gartenhandschuhen immer erlebe. Die Männer bekommen die praktischen, schlichten, wirklich schützenden Dinger, die ich liebe und für meine Tätigkeiten im Garten bräuchte. Doch für Frauen finden sich hauptsächlich die dünnen, bunt geblümten Handschühchen. Für leichte „Frauenarbeiten“, so etwas wie „apart dornenfreie Blumenstängel durchtrennen“. ^^
      Ich bin ja froh, dass auch du offenbar seinerzeit gut wieder hoim gekommen bist. Gruß von der Sohlenverlassenen an den Leidensgenossen!
      Michèle

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      • #16 von finbarsgift am 27/02/2018 - 16:38

        Na ja *lächel* nicht wirklich „alt“,
        passiert vor einer Woche halt! 😭

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      • #17 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 17:08

        Ach, so „frisch“ ist das? Sag, das hängt jetzt aber nicht mit deiner heiklen Lage im aktuellen Blogpost zusammen? Dort war hauptsächlich der Nebel das Problem, oder?

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      • #18 von finbarsgift am 27/02/2018 - 21:58

        Nein nein *lach* genau *hehe*

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  8. #19 von Sartenada am 27/02/2018 - 08:51

    Interesting post Michèle. Thank You.

    In Finland, winter boots are important part of living. We have to think that they can be used during many winters (quality, material), pleasant to walk, they are warm in cold weather and that their coefficient of friction is good. This means that they are not slippery on ice or on snow. Our winter boots (made in Mikkeli, Finland) are warm and we could walk without socks in – 20 Celsius in them.

    Many foreign companies do not think about slippery, but here in my country it is must to be noticed when selecting boots.

    Have a good day. Matti

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    • #20 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 15:32

      Hello Matti, you are absolutely right regarding an appropriate winter equipment. Particularly in Finland, a country which grants an absolute snow and frost guarantee during winter, clothes (not only the boots) must be suitable. In your case (Finland) it means, people often will find real winter circumstances for weeks or even months. We don’t have such a situation where I live. It’s always a short episode. Long snowy winters with even snow storms are rare and so unusual, that we still talk of the „snow catatrophe“ in winter 1978/1979 – nearly 40 years ago …
      But – we do know slippery ground and treacherous icy conditions! And therefore extra spikes to buckle on the boots are most helpful.

      Thanks for visiting the blog and for leaving your kind comment! Have a nice week!
      My best regards to you and to Anja!
      Michèle

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  9. #21 von Ruhrköpfe am 27/02/2018 - 09:25

    oha, die Weichmacher sind verduftet. Das passiert auch gerne mal bei Wanderschuhen, toll so unterwegs mitten bei einer Wanderung 😉 Liebe Michèle, schön, dass du dir dabei nichts verdreht, gezerrt oder schlimmer verletzt hast! Herzliche Grüße aus Do, Annette

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    • #22 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:24

      Hallo Annette! Ach, daran liegt das? Schau an, danke für die Information! Weichmacherdefizit. Das stelle ich mir auf Wanderungen auch nicht gerade lustig vor. Dafür würde ich dann aber auch wirklich in gute Schuhe Geld investieren, um speziell vor solchen Sachen möglichst gefeit zu sein.
      Nein, ich habe mir nichts getan. Es war zum Glück nicht so sehr weit zurück, und irgendwann schlurft man einfach bodennah über die den Schnee. Wie auf Gleitschuhen. Kälter als kalt kann es dann ja auch nicht mehr werden. Wie gesagt, nur stehenbleiben sollte man tunlichst nicht dabei.

      Ich danke dir für Hereinschauen und deine Anmerkung hinsichtlich Ursache! Das war interessant!
      Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

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  10. #23 von kowkla123 am 27/02/2018 - 11:58

    nicht verzagen, der Frühling kommt bestimmt, Klaus

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    • #24 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:27

      Davon gehe ich doch schwer aus. Nur eben nicht von heute auf morgen. ^^ Bei euch ist mittlerweile auch alles weiß, Klaus, oder?
      Danke fürs Hereinschauen! Liebe Grüße!
      Michèle

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      • #25 von kowkla123 am 28/02/2018 - 11:59

        ja, es ist kalt in Deutschland, wird Zeit für Frühling, Klaus

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  11. #26 von notiznagel am 27/02/2018 - 12:55

    Spikes sind perfekt! Siehe Müllers Winterwanderung: „Wer Lust hat ….“

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    • #27 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:37

      Na, Herr Müller, das war ja eine tolle Wanderung! Hab’s mir gerade angesehen und gelesen. (Melde mich noch direkt zurück!) Ja, genau die Fersenspikes habe ich zuerst gehabt. Der kleine Haken daran ist nur, dass sie von der Form her größer ausfallen, als der Durchmesser meiner Absätze. Also schlackert das etwas. So habe ich mir vor zwei oder drei Jahren noch eine andere Variante angeschafft. Das sind welche, die man unter den Ballen bzw. generell unter das Schuhvorderteil schnallt. Ein Gurt mit variablem Klettverschluss, unten sind jeweils vier große runde Krampen (Spikes) vorhanden. Das klappt recht gut mit dem Gehen.
      So variiere ich das jetzt je nach Schuh. Mal vorne, mal hinten. In Hamburg werde ich regelmäßig von anderen Passanten auf die Spikes angesprochen. Die wollen immer wissen, woher ich sie habe … ^^
      Danke für deinen Kommentar! Liebe Grüße aus dem winterlichen Hamburg!
      Michèle

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  12. #28 von mannisfotobude am 27/02/2018 - 13:06

    mir ist was ähnliches mal bei einer Bergtour passiert ( im Sommer ) oben am Gipfel ok und auf dem Rückweg hat sich die komplette Sohle gelöst. Da hieß es gut 2 Std. abwärtes mit einem Schuh ohne Sohle. OK das Temperaturproblem hatte ich nicht , aber es war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Das ganze noch im Bergurlaub und glaub es war am 2. Urlaubstag. Keine Problem im Urlaubsort neue Bergschuhe gekauft und die habe ich heute noch !!! Was dir passiert ist, ist natürlich sehr ärgerlich und bei dem Wetter ganz besonders. Aber tröste dich, besser als hinfallen und sich die Knochen brechen !!! LG Manni

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    • #29 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 14:51

      Hallo Manni, oha, dein Erlebnis mit dem Sohlenschwund war aber gravierender als meines. Vielleicht war es nicht so kalt, aber über steinigen Boden abwärts und über die lange Zeit wie auf dünnen Socken zu laufen, muss höchst unangenehm sein. Hast du dir keine wunden Füße geholt?
      Ich muss noch einmal nachfragen, weil es mich gerade sehr interessiert: Heißt das, bei dir fiel „nur“ der eine Schuh aus? Der andere hat länger überlebt? Wie ist denn da das Laufgefühl, wenn die Füße ein so völlig ungleiches Auftrittsempfinden erleben? Humpelt man dann automatisch durch den Versuch, den ungeschützten Fuß irgendwie zu schonen?

      Es war ja ideal, dass du am Urlaubsort gleich ordentlichen Ersatz bekommen konntest. Das ist sowieso nicht verkehrt, sich dort einzudecken! Ich habe als gut Zwanzigjährige robuste Schuhe in der Schweiz im Winterurlaub erstanden. Damals glaubte ich nämlich noch etwas ausgeprägter, dass auch Berge und Tiefschnee mit Absätzen zu bewältigen sind. Davon war ich dann sehr schnell ab … :).

      Danke fürs Hereinschauen! Und klar, die Hauptsache war und ist, dass man sich keine Knochen bricht. Das wäre übel.

      LG Michèle

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      • #30 von mannisfotobude am 27/02/2018 - 19:05

        Hallo Michele ! Es war ein richtiger Bergschuh und auf den Gipfel war alles OK. Beim runtergehen hat sich dann die Profilsohle ca. 50 % gelöst. Es ging schon und der Fels war auch schon hinter mir. Es war dann nur noch ein Weg aber fast 2 Std. . Und ja man humpelt dahin und hinkt. Hatte aber auch Stöcke dabei und irgendwie ging das schon. Also auf den Socken musste ich nicht laufen. Wenn mir das aber auf dem Berg passiert wäre, weiß auch nicht wie das gegangen wäre. Am nächsten Tag ins nächste Sportgeschäft und neue gekauft !
        Ich hoffen sonst alles OK bei dir ! LG Manni

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      • #31 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 21:34

        Jetzt kann ich mir das schon besser vorstellen. Danke für deine Beschreibung!
        (Es schwankt, geht (ihm) aber besser momentan, um darauf noch zurückzukommen. Danke der Nachfrage, Manni.)
        LG Michèle

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      • #32 von mannisfotobude am 27/02/2018 - 21:53

        Danke und dann noch alles gute (ihm)!!!

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  13. #33 von Ewald Sindt am 27/02/2018 - 17:49

    Eine herrliche Geschichte, musste doch häufig schmunzeln. Stark erzählt. Wünsche dir weiterhin Unfallfreies Gehen auf Schuhen mit Absätzen.
    Kann man nicht vergleichen, aber ich hatte mal ein Werkzeug, welches lange nicht benutzt wurde, nun, als ich es in die Hand nahm fiel die gesamte Gummierung ab!
    Lieben Gruß, Ewald
    😊😊😊

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    • #34 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 18:38

      Hallo Ewald, oh, ich glaube schon, dass man es, was das Material angeht, miteinander vergleichen kann! Die Gummierung bei deinem Werkzeug hatte sicher ähnliche Grundbestandteile wie jenes Hartgummi oder Zellkautschuk, das in den Schuhprofilsohlen landet. Wenn man überlegt, wo das alles Anwendung findet! Dunlop (die Firma, mit der wir hauptsächlich Reifen verbinden) stellt auch Stiefel und Sohlen her. Ähnliches Grundmaterial.
      Es entstehen zig Formteile für die Industrie oder irgendwelche Dichtungen. Jedes Produkt natürlich mit ganz spezifischer „Mixtur“ und den idealen Eigenschaften für den gewünschten Anwendungszweck, doch die Basis ist sicher gemein. Offenbar ist nur auch allen gemein, dass ihre Lebensdauer begrenzt ist. Je nach Lagerung oder Einwirkung von außen (Kraft, Stoß, UV-Licht, Frost etc.) wird das Material irgendwann brüchig oder rissig, so dass früher oder später Gebrösel angesagt ist. Bei deinem Werkzeug, bei meinen Sohlen … Man hätte ganz gerne eine kleine Vorwarnung, oder …? ^^

      Freut mich, dass dich die Sache beim Lesen erheitern konnte! Ich sende ein Dankeschön fürs Hereinschauen hinüber!
      LG Michèle

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  14. #36 von gsharald am 27/02/2018 - 18:27

    Hallo Michele,

    ich habe gerade vor mich hingegrinst als ich Deine Geschichte gelesen habe. Natürlich ist das nicht zum Lachen (deswegen habe ich auch nur gegrinst :-) ). Herrlich wie Du die Geschichte erzählt hast. Zum Glück ist nichts weiter passiert und Du hast auch noch was für Dein Immunsystem getan. Mit fast nackten Füßen im Schnee das regt doch den Kreislauf an.

    Mir ist etwas ähnliches schon mal beim Wandern passiert. Aus irgendeinem Grund hat sich ohne Vorwarnung der vordere Teil der Sohle gelöst, so dass ich meine Gangart abrupt umstellen musste. Ich habe dann einen alten Schuhbändel genommen und die Sohle über den Schuh festgebunden und habe es dann gut nach Hause geschafft. Für die Zukunft müsste man eigentlich immer ein paar Ersatzschuhe dabei haben. :-)

    Ich wünsche Dir eine gute Woche.

    Liebe Grüße
    Harald

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    • #37 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 22:07

      Hallo Harald, so habe ich das noch gar nicht betrachtet! Stimmt, die reinste Kneippkur. Mein Kreislauf hat mit Sicherheit profitiert und das Immunsystem wurde ordentlich trainiert! Ist ja sehr takt- und rücksichtsvoll, dass du einen Gang zurückgeschaltet und dir das Lachen verkniffen hast. Mit Nur-Grinsen kann ich selbstverständlich sehr viel besser leben. :))

      Die Idee für deine sich damals lösende Sohle war natürlich die Rettung der Situation! Sehr gut! Ersatzbändel sind also von Vorteil. Ich kann mich weniger mit dem Gedanken anfreunden, immer auch noch einen Beutel mit Ersatzschuhen herumzutragen. Als Frau habe ich sowieso schon allen möglichen Klimbim dabei, wenn ich unterwegs bin. In der Hinsicht stimmt endlich einmal das Klischee (volle Handtasche mit halbem Hausrat bzw. Überlebens-Kit ^^).
      Ich wünsche auch dir eine schöne Woche und schicke Grüße aus dem verschneiten Hamburg Richtung Karlsruhe.
      Michèle

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  15. #38 von marliesgierls am 27/02/2018 - 18:42

    Hoffentlich hast Du Dich dabei nicht erkältet! Aber das Problem mit sich auflösenden Schuhen, bzw. Sohlen kenne ich, bei mir waren es die Langlaufschuhe, die nach längerem Stehen genauso auseinander fielen wie Deine ungeliebten Treter. Mir geht es allerdings anders als Dir mit der Absatzhöhe, während ich im jugendlichen Alter jede Absatzhöhe versuchte, hauptsächlich um meine Größe etwas zu erhöhen, kann ich das überhaupt nicht mehr, durch die jahrelange Arbeit auf dem Hof, wo ich fast nur Gummistiefel tragen konnte, habe ich mich so ans flache Laufen gewöhnt, dass jetzt gar nichts anderes mehr geht. Aber ich bewundere immer alle, die wirklich gekonnt bei jedem Wetter und jedem Boden mit Absatz elegant gehen können.
    Ein paar Tage müssen wir wohl noch durchhalten, obwohl ich es eigentlich sehr schön finde. Der heutige Schneefall zauberte eine wunderbare Stimmung in die Heide und den Wald, aber in der Stadt bricht ja immer gleich das Chaos aus.
    Lieben winterlichen Gruß,
    Marlies

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    • #39 von ladyfromhamburg am 27/02/2018 - 21:54

      Marlies, hallo! Ich kann es mir mit Schnee in der Heidelandschaft bzw. im Waldgebiet sehr gut vorstellen! Wie schön der Eindruck, und es strahlt sicher dabei auch enorme Ruhe aus!
      Hier war es gestern und auch noch heute (mit dem Sonnenschein von Zeit zu Zeit) wunderschön mit der weißen Pracht und der Helligkeit. Im Garten blieb es mit dicken Hauben auf den Büschen und Hecken, auf Pfosten und Töpfen liegen. Auf dem Boden sowieso. Es dämmt angenehm die Geräusche und glitzert verführerisch. Nur je näher man an die vielbefahrenen Straßen kommt, um so mehr ist von all dem verschwunden, bzw. es liegt nur noch dunkler Matsch herum.

      Du kennst es auch mit den Bröselsohlen? Ich stelle fest, es muss wohl das generelle Schicksal von Dingen aus diesem Material sein; irgendwann ist das Verfallsdatum erreicht.
      Ich habe es irgendwo in einem vorherigen Kommentar schon geschrieben, im Garten habe ich auch andere Schuhe an. Doch da kommen naturgemäß nicht solche Laufstrecken zusammen. Wenn ich irgendwo im Gebüsch herumkrabble, Leitern hochklettere oder hockend etwas pflanze, fällt es mir – speziell auf weichem Boden – gar nicht auf, wenn der Schuh nahezu absatzlos ist. Hingegen beim Gehen, da ist mir ein wenigstens kleiner Höhenunterschied lieb. So zwei Zentimeter Absatzhöhe haben selbst meine Gummistiefel. Man würde meinen, das ist gar nichts, doch ich empfinde diesen Unterschied zum Rest tatsächlich schon als positiv.
      Tja, das Chaos in der Stadt hielt sich bisher erstaunlicherweise in Grenzen. Selbst die Züge fahren noch! Aber es war diesmal auch nicht zeitgleich noch Sturm mit umgestürzten Bäumen, die Strecken und Oberleitungen beschädigen.

      Ich wünsch dir noch eine schöne Woche in eurer Winterlandschaft!
      LG Michèle

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  16. #40 von kowkla123 am 01/03/2018 - 12:29

    ich glaub es nicht, der Winter meint es echt ernst, Klaus

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  17. #42 von Stefanie am 01/03/2018 - 21:44

    Also, liebe Michéle, diesen Beitrag habe ich jetzt wirklich genossen. Es passt so zu Deinem Schreibstil, dass Du immer hohe Schuhe trägst. Das hat beides eine bestimmte Haltung. Finde ich wunderbar stimmig. (Ich war früher selbst ambiotioniert, was hohe Schuhe betrifft, kann das aber leider nicht mehr wegen Morton-Neuromen. Das Leben auf flachen Schuhe ist ein anderes; probiere es bloß nicht weiter aus, so lange Du nicht musst). Liebe Grüße, Stefanie

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    • #43 von ladyfromhamburg am 02/03/2018 - 22:42

      Hallo Stefanie, das hört sich ja gar nicht gut an mit dem Morton-Neurom! Ich hoffe, dass es dich nicht zu sehr beeinträchtigt und zu viele Beschwerden mit sich bringt. Dann ist natürlich klar, dass damit ein Absatz nicht sehr förderlich wäre … Alles Gute in dieser Hinsicht!

      Danke für deine nette RÜckmeldung! Interessant, wie du Schreibstil und Absatz zusammenbringst! Das ist für mich eine verblüffende und zugleich spannende Aussage. Lustig ist, dass im Einzelfall tatsächlich die Art der Kleidung den „Ton“ (ernst, locker etc.) im folgenden Text beeinflusst. Ich vermute jedoch eher deshalb, weil bereits zuvor die aktuelle Stimmung ausschlaggebend eben für die Wahl der Kleidung an diesem Tag war …

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Michèle

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  18. #44 von ernstblumenstein am 02/03/2018 - 11:30

    Hohe Schuhe passen halt zu dir, liebe Michèle. Ich musste ab deiner perfekt erzählten Geschichte und den Fotos schmunzeln. Das schöne Sujet über die Eiszeit hast du zum Glück noch gefunden.
    Übrigen trage ich altersbedingt nur flache Absätze und bin ohne Spikes vorsichtig unterwegs. 😉 Liebe Grüsse, Ernst.

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    • #45 von ladyfromhamburg am 02/03/2018 - 22:52

      Hallo Ernst, du kommst bei dir in der Schweiz sogar ohne Spikes unter den Schuhen zurecht? Dann hast du sicher auch gut geeignete Winterschuhe mit vernünftigem Profil. Komm weiterhin heil durch die „Eiszeit“!

      Ja, ich hatte eine andere Gelegenheit genutzt, ein bisschen herumzuspazieren und habe das Eisbild aus dem Post von dort mitgebracht. Gerade heute habe ich es sogar an die Elbe geschafft. Trotz einiger Minusgrade selbst am Tag und leichtem Wind unten am Wasser, war es bei Sonnenschein herrlich. Es war nur ähnlich, wie bereits neulich im Botanischen Garten: Es hat einige Zeit gedauert, bis danach die Hände wieder beweglich waren. Beim Fotografieren werden die ungeschützten Finger eben doch regelmäßig steif vor Kälte.
      Mal schauen, vielleicht kann ich von der heutigen Ausbeute noch ein bisschen was hier einstreuen im Blog.

      Ich wünsche ein schönes Wochenende und dir auch weitere frostfreie Tage, damit du mit deinen Hochbeeten weitermachen kannst!
      LG Michèle

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      • #46 von ernstblumenstein am 06/03/2018 - 18:06

        Hoi Michèle, weisst du ich habe noch Probleme mit der 100% Beherrschung des neuen Programms Windows 10 und dem neuen PC.
        Eben erst habe ich deinen Kommentar an einem neuen Ort neben anderen entdeckt. Hab also bitte etwas Geduld mit mir, lächeln…
        Die Eiszeit ist bei uns seit Sonntag vorbei, wir haben seither zwischen 10 und 15 Grad am Nachmittag und schönes Wetter. Draussen ums Haus u. im Garten blühen neben Schneeglöckchen Krokusse und Geissenblümchen. Die Narzissen stehen schon recht hoch.
        Wir haben am Sonntagnachmittag 2 Stunden Pétanque gespielt, nachdem wir den wenigen Schnee vom Spielplatz geräumt hatten. Es war ein prächtiger Sonnentag.
        Ich wünsche dir frohe Tage, schönes Wetter und viel Freude am Leben.
        Liebe Grüsse Ernst

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      • #47 von ladyfromhamburg am 07/03/2018 - 23:11

        Hallo Ernst, die Gewöhnung an Windows 10 und ein neues Gerät hat mich vor einigen Monaten auch längere Zeit beschäftigt. Und weißt du was? ALs ich so leidlich damit klar kam, bekam mein Sohn meinen alten Laptop wieder hin. Nun arbeite ich immer zweigleisig und finde das alte Windows 7 doch schöner. Auch die Möglichkeiten, die dort gegeben waren. So einiges fehlt bei Windows 10, dafür gibt es haufenweise unnötigen Tüdelkram.

        Die Tatsache, dass Kommentare bei dir jetzt woanders untergebracht sind, kann unter Umständen zusätzlich auch durch Änderungen bei WordPress beedingt sein. Es gibt (bei mir zumindest) keine Mailbenachrichtigungen mehr, dafür die Möglichkeit, direkt via WP im Menü den Posts und ihren Konversationen (sprich: Kommentaren) zu folgen. Ich finde das sehr unübersichtlich, aber vielleicht ist es einfach gewöhnungsbedürftig.

        Bei euch klettert das Thermometer schon auf bis zu 15 Grad? Wow! Wir hatten Montag auf einmal einen rapiden Temperaturanstieg, aber es ging danach auch schnell wieder runter. Ich freue mich aber, dass bei euch jetzt der Frühling loslegt und auch deine Hochbeete dann eisfrei sind.
        Viel Spaß im Garten und auch bei eventuell weiteren Pétanque-Spielen! Lieber Gruß!
        Michèle

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  19. #48 von Silberdistel am 03/03/2018 - 19:01

    Ich gestehe, liebe Michèle, ich musste bei Deiner Erzählung immer wieder schmunzeln. Aber ich habe auch mit Dir gelitten. Du hast Dein Erlebnis so anschaulich beschrieben, dass man quasi in Deine Stiefel gestiegen ist und sich Schritt für Schritt durch Kälte und Nässe gequält hat.
    Ich bin auch mehr ein Absatzfan, aber dadurch, dass wir viel und gern wandern, steige ich eben doch hin und wieder auch in Schuhe, die zum Wandern doch sicherer sind, denn da kämen Absatzschuhe von der Art, wie ich sie bevorzuge, sehr schnell an ihre Grenzen und ich glaube, die Trägerin ebenso 😀 😉
    Aber genau beim Wandern sind mir auch mal meine allerliebsten Wanderschuhe quasi von den Füßen getreten worden. Ich kann also Deine Versuche, aus der Not noch ein Tugend machen zu wollen, durchaus nachvollziehen. Meine Schuhe damals müssen aber auch schon leichte Schwächeerscheinungen gehabt haben, sonst hätte das so sicher nicht passieren können.

    Mein Herr Silberdistel ist wandernd gewöhnlich immer einen Schritt schneller unterwegs als ich. So geht er halt meistens neben oder vor mir. Irgendwann ging er dann aber doch hinter mir. Ich muss ihm wohl nicht schnell genug gewesen sein, sodass er mir schneller näher kam, als er wohl selbst erwartet hatte. Jedenfalls trat er mir plötzlich heftig in die Hacken und zwar so gekonnt, ich war gerade in der Vorwärtsbewegung, dass er mir die Sohle zur Hälfte von dem einen Schuh abriss. Mit schlappendem Schuh musste ich dann noch etliche Kilometer laufen. Am Ende der Wanderung war ich total verkrampft und die Sohle war so gut wie ganz ab. Zum Glück hatte ich noch ein zweites Paar Schuhe mit, die sich zum Wandern aber nur bedingt eigneten. So hatten wir die nächsten Tage erst einmal mit der Suche nach neuen Wanderschuhen für mich zu tun. Und gerade bei solchen Schuhen bin ich fast noch wählerischer als bei den Absatzschuhen.

    Seit diesem Vorfall habe ich fast immer Panik, wenn mein Herr Silberdistel irgendwo einmal direkt hinter mir geht. Das weiß ich dann gewöhnlich rasant schnell zu ändern 😀 😉

    Aber ganz unfallfrei bin ich mit Absatzschuhen auch nicht durchs Leben gekommen. Ich bin einmal in eine Ritze von zwei Gehwegplatten getreten und habe mir dabei gekonnt den Absatz abgerissen 😉 Also, ich brauche nicht immer meinen Herrn Silberdistel für solche Kunststücke 🙂 😀

    Liebe Grüße von der Silberdistel

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    • #49 von ladyfromhamburg am 04/03/2018 - 18:06

      Na, du, das ist ja schon filmreif! :-) Liebe Silberdistel, ich kann mir gut vorstellen, wie unangenehm die Tour mit der losgetretenen Schlabbersohle gewesen sein muss. Zum Glück hat sie noch halbwegs gehalten bis zum Ziel. Dass du dadurch einen komplett anderen Bewegungsablauf hattest, um das Ding zu schützen und möglichst flach hinter dir herzuschliefen, ist verständlich. Ich hoffe, die danach erstandenen Wanderschuhe saßen gut, waren ein optisch und sitztechnisch akzeptabler Ersatz und es ließ sich mit denen gut vorankommen.
      Ich würde ja dem sympathischen Gemahl weiterhin auch alles gestatten – bis auf das bewusste Hinterhergehen. ^^ Man weiß ja nie …

      Wo du die Geschichte mit der Ritze zwischen den Platten erzählst … Ich bin vor zig Jahren mit höheren Sandalen in einem Lüftungsgitter hängengeblieben. Schuh und Absatz, mal als Ganzes betrachtet, blieben heil, lediglich das kleine Absatzplättchen unten war etwas verschoben. Im Grunde alles gut, nur dummerweise kam ich erstmal nicht wieder raus! Ich wollte es nicht komplett abreißen, sondern den Schuh ausziehen und dann weiter wurschteln. Das Ausziehen ging aber nicht, weil die Sandale um die Fessel gewickelte Lederbänder mit einer Art kleinen Stoppstäbchen am Ende hatte und das wiederum hatte es geschafft, mit durch ein Loch im Gitter zu rutschen. Bei dem Versuch, das Lederband herauszuziehen, um es vom Fuß abzuwickeln und so letztendlich den Schuh loszuwerden, stellte sich dieses Stäbchen quer. Das war wie mit dem Streichholzstück am Aufhängeband bei ausgepusteten Eiern. Ich habe dann eine Weile etwas verbogen über dem Gitter verbracht und gefummelt. Irgendwann war ich wieder erlöst. Alles heil, Sandale wieder angetüdelt und weiter ging’s. ^^
      Danke für deine Geschichte zum Thema Schuhe, Absätze und Sohlen! Es hat mich prächtig unterhalten! :-)
      LG Michèle

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      • #50 von Silberdistel am 04/03/2018 - 19:10

        Naja, so ganz zufrieden war ich mit den Ersatzschuhen am Ende doch nicht. Rein optisch gefielen sie mir sehr gut und der erste Probelauf im Kaufhaus war auch gar nicht mal so übel. Doch ein Kaufhausboden ist ein schlechter Ersatz für Berg und Tal. Kurz und gut – sie scheuerten immer wieder an einer Stelle. Aber irgendwann habe ich schon vor der jeweiligen Wanderung gepflastert und dann ging es immer ganz gut. Inzwischen haben wir uns einigermaßen miteinander angefreundet – es gibt sie also immer noch ;-) Aber zu ihrem Leidwesen habe ich mir unlängst wegen der Scheuerei ein zweites Paar gekauft. Das saß auf Anhieb, verursachte nie irgendwo Blasen. Hätten sie auch noch Ansätze, würde ich diese Schuhe unendlich lieben ;-) :-D Tja, aber wer ist schon vollkommen? ;-) :-D
        Liebe Grüße zurück und einen schönen Rest vom Sonntag wünscht die Silberdistel

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  20. #51 von juergen61 am 04/03/2018 - 07:41

    Hallo Michele,
    eine tolle Geschichte mit einem schönen Beweisfoto 🙂 Und Männern er…geht…es durchaus genauso : Nein, vielleicht weniger wegen der Absatzhöhe aber auch ohne diese aufgeschummelten cm …(nicht weitersagen, ich suche bereits heimlich nach Männerschuhen mit Absatz denn mein Sohn wächst mir langsam über den Kopf und wo bleibt dann meine väterliche Autorität ? …..) aber eigentlich wollte ich was anderes erzählen : Ich kaufte mir letztes Jahr ein paar sehr teurer sehr stabil aussehender Schuhe und nach 6 Monaten im November auf einem Gang durch das regnerische Hamburg machte es Cracks und die Sohle des einen Schuh brach in der Mitte durch….ich durfte dann einen Tag mit nassem Fuss herumlaufen und auf meine wütende Frage anderntags beim Händler was für ein Schrottschuh mir da angedreht wurde hiess es lapidar : Oh, sie gehen wirklich zu Fuss damit…eigentlich sind die heutigen Schuhe nur noch für den Gang vom Auto ins Gebäude gedacht….. soviel zur Qualität heutiger Schuhe…. !
    Lieber Gruss, Jürgen

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    • #52 von ladyfromhamburg am 04/03/2018 - 18:44

      Das war ja bitter! Hallo Jürgen, diese ultrakurzstreckentauglichen Herrenschuhe hätten mich aber auch verärgert! Da kosten die Halbjahreskandidaten eine Stange Geld, sehen fälschlicherweise funktionstüchtig aus und geben doch gleich bei Kontakt mit ein bisschen Hamburger Regen auf oder sobald in ihnen gelaufen wird. Gibt’s denn sowas …
      Ich habe vor drei oder vier Jahren beim Besuch einer Modeveranstaltung, auf der angehende Designer ihre Abschlussarbeiten zeigten, besondere Rockmodelle gesehen. Schick auf den ersten Blick. Ungewöhnlich. Ein paar so ausgestellt, an Schneiderpuppen, den größten Teil jedoch während einer Modenschau am Körper getragen präsentiert. Diese Röcke wurden den Models vorher extrem vorsichtig angezogen und noch mal extra auf Figur „festgetackert“. Bei manchen Entwürfen und Kreationen wusstest du sofort, bloß nicht scharf anschauen, nicht länger als fünf Minuten anhaben und vor allem nicht damit setzen! Dann ist es aus. Entweder lösen sich Form und Material auf, oder es ist schier ein Ding der Unmöglichkeit, eine andere Position als Stehen damit einzunehmen. Fazit: ansehnlich, orginell. Unikat! Aber nicht haltbar oder alltagsuntauglich.
      Deine Schuhe erinnern mich gerade daran. Es sind im Prinzip ähnliche Kandidaten. Sie geben optisch was her, mit ihnen kannst du eine Runde im Trockenen drehen und danach im Sessel sitzend elegant das Bein überschlagen, damit der Vorzeigeschuh für dein Gegenüber noch ein bisschen besser zur Geltung kommt (= Modenschau und Präsentation). ^^
      Ich hoffe sehr, dein Besuch beim Händler hat seinerzeit noch ein bisschen mehr erbracht als nur erstauntes Raunen über deine offenbar ungwöhnlich riskante Tätigkeit in besagten Schuhen.

      Apropos Absatz und Sohnemanns Größe: Jürgen, du hättest ja auch noch die Möglichkeit, dir Stelzen zuzulegen…

      LG Michèle

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  21. #53 von alesiablogs am 06/03/2018 - 08:13

    HI Michele,

    I just got back from a wonderful trip to Hawaii. I go there to enjoy some warm weather and I definitely like not having to wear boots!!!! Spring is in the air just a little here in Seattle. I see my flowers starting to come out of the garden soil! Happy Spring to you!

    Alesia

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    • #54 von ladyfromhamburg am 07/03/2018 - 23:04

      Hi Alesia! That’s nice to see you here! Hawaii … sounds very good! I hope you enjoyed your stay and if spring is coming closer now to Seattle, you please could tell him to continue the journey. We would be very pleased if spring arrived in Germany, too. We had such a cold frost period. Perhaps you heard about the „Beast from the East“ like the British neighbours called the Russian anticyclone which brought double-digit freezing temperatures, snow fall and black ice. We don’t like this any longer … ^^
      Thanks for commenting! Have a nice rest of the week!
      Michèle

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  22. #55 von restless-roots am 27/03/2018 - 22:44

    Habe eben erst den Bericht gesehen…….wenn man nicht in “Deinen Schuhen steckt”, kann man schon fast darueber lachen;-) Zum Glueck hast Du Dich aber nicht kleinkriegen lassen! Das letzte Foto ist super !! Sieht aus, als ob die Graeser das Eis gesprengt haetten!!
    Freue mich schon auf Deine naechsten Berichte und falls wir nicht vorher voneinander hoeren….Frohe Ostern !!!
    Liebe Gruesse aus dem noch immer verschneiten Nova Scotia
    ela

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    • #56 von ladyfromhamburg am 29/03/2018 - 21:22

      Liebe Ela, danke für deine Zeilen! Natürlich auch dir und Frank ein recht frohes Osterfest! Stell dir vor, auch hier hat es gestern über Nacht noch einmal eine Schneedecke hingelegt! Am Tag bei leichten Plusgraden wurde es schnell schwerer Matsch. Mich haben beim Schnee schnippen doch glatt die Bäume damit von oben beworfen! ^^

      LG und bis bald!
      Michèle

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