„Büschen Wind“

Haben Sie das Weihnachtsfest gut verlebt? Ich hoffe, Sie hatten schöne Feiertage, solche entspannter Natur, so dass Ihnen Stress oder andere Unannehmlichkeiten weitestgehend erspart blieben.

Nachdem der Trubel vorbei und das Essen etwas gesackt ist, spräche doch nichts dagegen, sich hier erneut zusammenzufinden. Ich hätte Sie nach der vermehrten Sitzerei natürlich gern wieder zu einem Spaziergang abgeholt, doch glauben Sie mir, das Hamburger Wetter war bisher alles andere als empfehlenswert für einen Aufenthalt im Freien. Sturm, Regen und Hochwasser wurden uns um Weihnachten herum kredenzt.
Obwohl Hamburger – mit ihrem leichten Faible fürs Understatement – eher von einem büschen (bisschen) Wind und erhöhter Feuchtigkeit sprechen. Ich sage, es hat ordentlich gebrist, dazu gab es ausgiebig Sprühregen, am zweiten Feiertag abends örtlich obendrein Hagel, der Blitzeis auslöste. Nicht so fein. Genauso wenig wie umge-
stürzte Bäume und herumfliegende Gegenstände. Und dann die Elbe!
Dazu fällt mir gerade etwas ein …

Ein ehemaliger Kollege war Leiter der Speditionsabteilung meiner damaligen Firma. Er war einer dieser wetterfesten Althamburger. Jobbedingt musste er recht häufig vom Büro an der Außenalster hinüber in den Hafen zu Speditionen und anderen Betrieben, zu Lagerhallen und Schuppen oder, wenn wir Ware erwarteten bzw. verluden, auch direkt bis an die Pier zu den Containerschiffen. Ein alter Fuchs wie er war natürlich mit den Gezeiten vertraut und wusste, was Sturm an der Elbe, einem mit der rauen Nordsee verbundenen Fluss, bedeutet. So einem war klar, dass man bei Hochwasser fix aufpassen musste, wo im Hafenareal noch ein Durchkommen war und vor allem, wo man bei angesetzten Terminen vor Ort zwischenzeitlich sein Auto ab-
stellen konnte und wo tunlichst nicht.
Wer nicht gerade ein Amphibienfahrzeug besitzt, hat nämlich sonst ganz schnell das Nachsehen.

Es ging auch alles gut bis zu dem Tag, an dem er nach einem Vertragsabschluss zum Feiern mit Geschäfts-
partnern am Hafenrand, unten in Altona an der Fischauktionshalle, unterwegs war und seinen ziemlich neuen BMW dort parkte. Völlig sorglos, da sich kaum ein Lüftchen regte, geschweige denn eine Sturmflutwarnung verbreitet worden wäre.
Man feierte bei einem Essen auf Partnerseite die zu erwartenden großen Ladungsmengen bzw. auf unserer Seite vorteilhafte Sonderkonditionen für alle Frachtraten, zog spätabends zu Fuß weiter, versackte in einer Kneipe auf St. Pauli und becherte ganz erheblich – wie das seinerzeit branchenüblich war. Der Morgen dämmerte bereits, als der Kollege sich von einem Taxi nach Hause chauffieren ließ. Vernünftig nach all dem Alkoholkonsum, und das eigene Auto lässt sich schließlich auch im Tagesverlauf noch einsammeln.

Nicht so reaktionsschnell wie sonst, fiel ihm im angeduselten Zustand überhaupt nicht auf, dass über Nacht ein frisches Windchen aufgekommen war. Eines, das der Sturmflutwarndienst des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie so nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Später hieß es, man hätte es schwächer und wesentlich weiter nordöstlich vorbeiziehend erwartet. Dieses „büschen Wind“ erreichte jedoch selbst in Stadtnähe in Böen Orkanstärke, was wiederum zur Folge hatte, dass das auflaufende Hochwasser mit Macht hereingedrückt wurde und in Altona an der Fischauktionshalle Land unter herrschte. Die Elbe trat im Schwall über die Kaimauer, noch bevor überhaupt der Höchststand der Flut erreicht worden war.

Es ist jedes Mal aufs Neue erstaunlich, wie sich Wasser seinen Weg sucht, wie schnell es sich durchfrisst, ausbreitet und dabei der Wasserspiegel innerhalb weniger Minuten massiv steigt …
Für die Fischauktionshalle selbst ist das Hochwasser kein Drama. Dort ist es bereits eingeplant. Man öffnet sogar die Tore, damit das Wasser gut wieder ablaufen kann. Aber für alles drum herum bedeutet es heute genauso wie früher: Was nicht niet- und nagelfest ist, wird getunkt, getränkt und mitgeschleift, und nicht rechtzeitig entfernte Autos in Kainähe gehen nach kurzer Zeit auf leichte Tauchstation. Heute wie damals.

Wie es mit dem Kollegen weiterging? Am nächsten Morgen vermissten die Mitarbeiter der Speditionsabteilung zunächst ihren Chef, nahmen angesichts des Vertragsabschlusses und des intensiven „Anstoßens“ jedoch an, er wäre verkatert und käme deshalb etwas später. Mittags hielt ein weißer R4 vor der Firma. Sein Sohn lieferte ihn am Büro ab.
Es stellte sich heraus, dass der Nachtschwärmer daheim im Halbschlaf das Heulen des Windes und das Rütteln an den Fenstern mitbekommen und kurz darauf im Radio von der Sturmflut bzw. der Situation im Hafen gehört hatte. In böser Vorahnung war er mit seinem Sohn als Chauffeur zur Fischauktionshalle geeilt. Wasser stand dort nicht. Nicht mehr. So schnell wie es aufläuft, läuft es häufig auch wieder ab. Allerdings stand dort auch kein Auto mehr. Kostenpflichtig abtransportiert, wie er kurz darauf von der Polizei erfuhr. Es hatte nachts eigenmächtig seine Position verändert und gefährdete den Verkehr. Die Spuren am Auto zeigten, dass das Wasser bis mindestens Oberkante Radkasten gestanden hatte und teilweise hineingelaufen war – an Stellen, die besser kein Wasser abbekommen hätten.
Inzwischen befand sich der BMW erneut auf einem Abschleppwagen und auf dem Weg zu einer Werkstatt. Die Laune seines Besitzers fiel eine ganze Weile entsprechend grottig aus. Die Stimmung besserte sich erst, als das Auto aus der Reparatur zurückkam, wieder einsatzfähig war und langsam Gras über die Sache wuchs.
Nur von Zeit zu Zeit, wenn der Abteilungschef wieder zu Terminen Richtung Hafen aufbrach, konnte es sich mancher nicht verkneifen, mit unschuldigem Blick und den Worten „Büschen windig, oder?“ alte Wunden wieder aufzureißen.

Sturmflut in Hamburg. Überflutete Bereiche im Hafengebiet. Verschwundene Straßen, einsam aus dem Wasser ragende Laternenpfähle oder die Oberkanten von Sitzbanklehnen als einzige noch herausragende Teile und sichtbare Beweise ihrer Existenz. Umgekippte Mülltonnen, herumfliegende Gegenstände, im Wasser treibende Teile. Sprühregen, den der Wind waagerecht heranpeitschen lässt. Sie haben vielleicht entsprechende Aufnahmen gesehen. Alles büschen feucht …

Im Moment wird gerade wieder diskutiert, ob zu spät vor dem Hochwasser am zweiten Feiertag gewarnt wurde, denn die Sturmflutwarnung kam erst in der Nacht, als die meisten bereits schliefen, also nichts mehr hätten in Sicherheit bringen oder eventuell zusätzlich hätten schützen können. Auf der anderen Seite kam es selbst für Spätheimkehrer nicht mehr rechtzeitig genug; sie wurden von der Heftigkeit der Sturmflut und den überfluteten Straßen größtenteils überrascht.
Zum Zeitpunkt der Nachricht und Warnung war der Höchststand jedenfalls schon fast erreicht, und der Fischmarkt optisch bereits ein Swimmingpool.

Es ist offenbar gar nicht so leicht, den richtigen Zeitpunkt für die Verbreitung einer Warnmeldung zu finden. Vor einiger Zeit wurde massiv und mit überreichlichem Vorlauf vor einer erwarteten, schweren Sturmflut gewarnt, nur trat sie später in dieser Form nicht ein. Die angekündigten Pegelstände wurden bei weitem nicht erreicht. Schon wurde gemeckert. Was die Aufregung und unnütze Panikmacherei solle.
Zu Weihnachten hingegen hatte man stürmische Winde an der Küste erwähnt und auf dadurch etwas höher ausfallendes Hochwasser hingewiesen. Nun entpuppte sich das „büschen Wind“ als mächtiger als vermutet. Sie werden es ahnen – nun wird gemosert, dass „nie“ jemand was sagt.
Und die Fachleute selbst äußern dazu, sie wollten vermeiden, zu oft und zu früh zu warnen, weil sie dadurch im Fall der Fälle keiner mehr ernst nehmen würde …
Stimmt alles, doch lieber einmal zu oft oder letztendlich unnötig gewarnt, als gar nicht und es passiert durch Unwissenheit ein Unglück. Oder wie sehen Sie die Sache?

Bei Sturm und Regen war mir nicht so sehr danach ins Hochwassergebiet zu marschieren, nur um Fotos mitzubringen. Ich habe in meinem Archiv gekramt und zeige Ihnen stattdessen, wie es an der Fischauktionshalle aussieht, wenn es trocken und sturmfrei ist. Die 120 Jahre alte Halle ist nämlich ein sehr schöner Bau, der nach der Restaurierung 1984 zu Recht unter Denkmalschutz gestellt wurde.
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Hamburg - Altona - Fischauktionshalle in der Abenddämmerung

Hamburg – Altona – Fischauktionshalle in der Abenddämmerung

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Haben Sie gesehen? Draußen vor der Halle macht gerade eine Gruppe von weißbemützten Köchen Pause, bevor die Verköstigung der Gäste drinnen weitergeht …
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Hamburg - Altona - Fischauktionshalle mit Stil an der Großen Elbstraße (Details Ziegelwand und Wandlampen)

Hamburg – Altona – Fischauktionshalle mit Stil an der Großen Elbstraße

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Hamburg - Altona - Fischauktionshalle (Detail Fenster Eingang)

Hamburg – Altona – Fischauktionshalle

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Hamburg - Altona - Fischauktionshalle - Auch von innen interessant anzusehen ...

Hamburg – Altona – Fischauktionshalle – Auch von innen interessant anzusehen …

Sie können auf den nächsten Aufnahmen erkennen, wo Autos üblicherweise geparkt werden. Hinter der Fischauktionshalle verläuft die Große Elbstraße …
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Hamburg - Altona - Große Elbstraße (Im Hintergrund die Fischauktionshalle)

Hamburg – Altona – Große Elbstraße (Im Hintergrund die Fischauktionshalle)

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… und etwas weiter rechts (Foto unten), von der Halle aus gesehen, findet am Sonntag in der Früh stets der traditionelle Altonaer Fischmarkt statt.
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Hamburg - Elbe - Anleger Altona (Fischmarkt) mit Fischauktionshalle

Hamburg – Elbe – Anleger Altona (Fischmarkt) mit Fischauktionshalle

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All diese Bereiche stehen bei Sturmflut komplett unter Wasser …

Der erwähnte Kollege hat natürlich nie wieder dort unten geparkt. Einmal Überflutung, nasser BMW und Reparaturkosten haben ihm gereicht. Geben auch Sie acht, wo Sie ihre Habseligkeiten abstellen, falls Sie einmal in Hamburg an der Elbe unterwegs sind und so ein büschen Wind weht. Auch am Elbstrand!
So wie die Flut an der Nordsee nach der Ebbe enorm schnell große und eben noch trockene Wattbereiche wieder für sich einnimmt, so macht sich hier der Fluss notfalls breit und erobert sich das Land dazu. Wasser
ist unberechenbar …

Ich schaue gerade aus dem Fenster … Ich möchte nicht euphorisch wirken, schon gar nicht zu früh, doch es scheint tatsächlich so, als würde sich das Wetter endlich bessern. Ein Spaziergang rückt somit in greifbare Nähe. Sie werden schon sehen, das wird hier alles penibel nachgeholt …

Haben Sie jedoch erst einmal eine schöne Zeit zwischen den Jahren und kommen Sie gut in das neue Jahr hinein. Wäre es nicht traumhaft, wenn 2017 positiver und friedlicher ausfallen würde als 2016?
Ach, kommen Sie, träumen und hoffen darf man doch …

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© by Michèle Legrand, Dezember 2016
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

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  1. #1 von wolfgangpowerpoint.wordpress.com/ am 28/12/2016 - 22:03

    Danke, gut gemacht. L.G. Wolfgang

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  2. #3 von Thomas Nowak am 29/12/2016 - 07:18

    Danke Michèle, es war wieder ein Lesegenuss.

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  3. #5 von Dagmar am 29/12/2016 - 08:57

    Danke Michèle für die interessanten Informationen zum Hamburger Hochwasser. Geboren in der Nähe von Bremen wurden mir schon recht früh schreckliche Geschichten über die große Hamburger Sturmflut erzählt. Wasser kann so friedlich dahinplätschern und plötzlich unerwartete oder heute auch zumeist erwartete Gewalt entwickeln. Viele liebe Grüße an die heute hoffentlich friedliche Waterkant, Dagmar

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    • #6 von ladyfromhamburg am 29/12/2016 - 11:56

      Hallo Dagmar, ja die Sturmfluten haben einen prägenden Einfluss auf die Stadt, auch wenn sie gar nicht so häufig vorkommen. Jedenfalls nicht mit den wirklich oberkritischen Pegelständen oder Deichbruchgefahr und flächendeckenden Überflutungen, die Leben in Gefahr bringen und Helfern den Weg abschneiden. Man hat zum Glück aus vorherigen Situationen gelernt und den Schutz verstärkt.
      Heute ist es wirklich friedlich und stell dir vor, in Hamburg gibt es tatsächlich noch die Sonne. Endlich mal wieder! Blauester Himmel (noch). ^^

      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße nach Teneriffa!
      Michèle

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  4. #8 von kowkla123 am 29/12/2016 - 13:24

    danke für den schönen Beitrag und Sturmflut, das seid ihr ja auch gewohnt, beste Grüße, Klaus

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    • #9 von ladyfromhamburg am 29/12/2016 - 18:49

      Hallo Klaus, ja, in Hamburg ist der Umgang mit Sturmfluten natürlich schon ein bisschen „geübt“. Dennoch ist die geballte Ladung aus Orkanböen, Regen und den Überflutungen immer eine unangenehme Sache, und die Feuerwehr hat massenhaft Einsätze zu fahren. Es laufen ja regelmäßig Keller voll (jetzt auch eine Tiefgarage in der neuen HafenCity), es stürzen Bäume, es gibt Schäden an Baustellen, wo sich manches selbstständig macht oder Kräne gesichert werden müssen … etc. Immer eine Erleichterung, wenn es vorbei ist und kein Menschenleben in Gefahr geriet.

      LG Michèle

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  5. #10 von gsharald am 29/12/2016 - 15:43

    Hallo Michele,

    Ich denke Hochwasser seid ihr ja gewöhnt. Was es für Folgen haben kann hast Du ja schön beschrieben. So lange es noch so angeht ist es ja noch zu verkraften. Schlimmer wäre eine Sturmflut wie 1962. Wohnst Du auch in einem gefährdeten Bereich?? Gegen die Natur sind wir ja oft machtlos. Solange niemand ums Leben kommt sind die Folgen ja immer noch verkraftbar.

    Liebe Grüße und Sonne für die nächsten Tage.
    Harald

    Gefällt 1 Person

    • #11 von ladyfromhamburg am 29/12/2016 - 18:55

      Hallo Harald, glücklicherweise war es nach 1962 nie wieder so extrem, d. h. die Überflutungen richteten danach zwar auch große Schäden an und hielten Einsatzkräfte auf Trab, jedoch waren nie wieder so viele Menschen von allem abgeschnitten und in Lebensgefahr.
      Nein, ich wohne nicht im gefährdeten Bereich. Zum Hafen sind es etliche Kilometer und auch sonst gibt es keine reißenden Flüsse, die mir bei Sturm und Dauerregen aufgrund enorm steigender Wasserpegel gleich auf die Pelle rücken würden. Hier muss man nur aufpassen, dass das Grundwasser nicht hochgedrückt wird und auf dem Weg irgendwie den Weg in Gebäude findet.

      Danke für den Sonnenwunsch! Hat schon gewirkt! Heute war es sehr schön. ^^
      Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

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  6. #12 von Heartafire am 29/12/2016 - 16:09

    Dear Michèle, thank you for the wonderful photographs! This is definitely not the way to end the year, the river overflowing it’s banks and doing such damage, a life threatening situation as well.
    Living in Florida, particularly in Miami we are at the mercy of hurricanes and one cannot predict the exact outcome so as to your reference to warnings, I would prefer to be alerted in time to take precautions! A lovely post, beautiful and a most interesting look at the beauty and possible hazard of living in the grand port city. I am wishing you the sunniest of New Years!

    Gefällt 1 Person

    • #13 von ladyfromhamburg am 29/12/2016 - 19:21

      Dear Holly, thank you so much for your kind comment as well as for your interesting remark regarding the situation in Florida in case of danger (and the corresponding warnings sent out when a hurricane is approaching to the coast). These terrible storms are unpredictable forces of nature, I can imagine that it’s extremely difficult to predict the outcome (or the exact way and time of arrival).
      Once again I admire your knowledge of the German language, your perfect understanding of the contents of this new blogpost. Wonderful! Congratulations!
      Holly, I wish you a very Happy New Year. Hope you have a great time ahead!
      -Michèle-

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      • #14 von Heartafire am 30/12/2016 - 00:26

        Thank you Michele, I am wishing the same for you In the new year and looking forward to your fabulous posts and lovely photography .

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  7. #15 von juergen61 am 29/12/2016 - 18:17

    Hallo Michele,
    Barbara ist weggezogen…Ruhe eingekehrt…(da fällt mir ein: immer die Frauen die für Wirbel sorgen :-) und passend dazu : meine Kusine ist in Hamburg zuständig für den Deichschutz und plant deren Neu-Hochbau…und ich wohne in Winterhude im 4. Stock…da sollte ich trotz Erderwärmung noch relativ sicher sein :-) Die Sonne tat richtig gut heute…und ich wünsche dir einen gelungenen Start ins neue Jahr und bin schon auf neue tolle Berichte von dir gespannt !
    Lieber Gruss, Jürgen

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    • #16 von ladyfromhamburg am 29/12/2016 - 19:01

      Hallo Jürgen, du bist also sicher im Elfenbeinturm? ^^ Ich denke auch, wenn Goldbek, Osterbek oder sonstige Wasserwege in deiner Umgebung anschwillen, sollte das spätestens Unterkante Fensterbrett zum Stillstand kommen. Du sprichst ein wahres Wort (nein, nicht das, dass Frauen immer für Wirbel sorgen :-D), wenn du schreibst, dass die Sonne heute richtig guttat. Ich habe es auch sehr stark so empfunden. Mensch, was hat die mir gefehlt! So viel Grau vorher …
      Dir nun auch ein gutes Hinübergleiten in das Jahr 2o17, bis bald und vielen Dank für die netten Zeilen!
      Lieber Gruß zurück!
      Michèle

      Gefällt 2 Personen

  8. #17 von donna213 am 29/12/2016 - 23:12

    My goodness, the flooding and the storms must have been terrible. It is hard for me to picture this since when I visited the Elbe was very low and the boats could not pass through. Flooding really comes on fast. Your photos are beautiful though. I like the perspective of the shots, with inside and outside of the Fischauktionshalle. Looking down the streets in Hamburg are also stellar photographs. Getting held up by a storm is no fun. The wind and flooding was very damaging.

    Gefällt 1 Person

    • #18 von ladyfromhamburg am 31/12/2016 - 16:58

      Hi Donna, this time the storm tide still was rather moderate. We only had a more localized flood-affected area but it happened a bit surprisingly. They didn’t announce such a high waterline.
      On this occasion I remembered a story that happened to a collegue in former days who left his car at a point rather close to the river Elbe and didn’t recognize the weather changes during the next hours. Storm and rain for hours produced a rather high flood.The water inundated the quay wall and reached the parking zone. So his car was damaged by the Elbe water. First the police and later on the car service station had to tow off the BMW.
      Glad that you liked the photographs of the „Fischauktionshalle“. It’s a rather interesting and beautiful old (restored) building, indeed!

      Donna, my very best wishes for the coming New Year and thanks a lot for your visit and comment!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

      • #19 von donna213 am 31/12/2016 - 17:22

        Thank you for more information. I wish you to have a most prosperous and joyful New Year.

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  9. #20 von entdeckeengland am 30/12/2016 - 05:45

    Ja, ja, entweder zu früh gewarnt oder zu spät. Wetterfrosch möchte man in diesen Zeiten auch nicht sein.
    Ganz liebe Grüße aus der Wüste und ein neues Jahr voller Hoffnung und unterhaltsamer Geschichten, Peggy

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    • #21 von ladyfromhamburg am 31/12/2016 - 16:42

      Danke schön, Peggy. Euch noch eine gute (positiv-produktive) Zeit in Dubai. Kommt gut zurück! Besonders dir und deinen Lieben wünsche ich für das kommende Jahr und die damit verbundenen Umstellungen und Veränderungen alles erdenklich Gute!
      LG Michèle

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  10. #22 von kowkla123 am 30/12/2016 - 13:05

    LIebe Michelle, war schön unsere Freundschaft, wünsche mir, sie bleibt bestehen, ich wünsche schon jetzt ein friedliches, gesundes, glückliches und fröhliches Jahr 2017

    Gefällt mir

    • #23 von ladyfromhamburg am 31/12/2016 - 16:37

      Auf weiteren so netten Austausch via Netz/Blog, Klaus! Wünsche auch dir und deinen Lieben ein gesundes und positives Neues Jahr! Alles Gute!

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  11. #24 von mannisfotobude am 31/12/2016 - 17:10

    Danke für den Beitrag ! Ich wünsche dir auf jeden Fall einen guten Rutsch und ein erfolgreiches gutes 2017 !!! Manni

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  12. #26 von mannisfotobude am 31/12/2016 - 17:12

    ps : du bist oder warst in der Speditionsbranche beschäftigt ? Da sind wir ja zwei gleichgesinnte ! Ich übrigens auch seit vielen Jahren !!!!

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    • #27 von ladyfromhamburg am 01/01/2017 - 17:40

      Nicht direkt in der Branche. Unsere Firma war ein internationales Handelshaus, wir haben weltweit importiert und exportiert. Irgendwann schien es ratsam, dass nicht in jeder Abteilung einer die Verschiffung für einen bestimmten Länderbereich unter sich hatte, sondern dass es eine interne, eine hauseigene Speditionsabteilung für alle Destinationen gab. Dort arbeitete der Kollege mit dem abgetauchten Wagen.
      Ich war als Sprachen- und Wirtschaftsmensch beim Export. Dort hatten wir zwar immer noch genug mit Reedereien, Containern, Routen und auch Frachten zu tun, aber mehr mit deren Kalkulation bei der Angebotserstellung. Die Auftragsabwicklung mit den Dokumenten erfolgte letztendlich durch die Kollegen der anderen Abteilung.

      LG Michèle

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      • #28 von mannisfotobude am 01/01/2017 - 17:50

        Ach ich verstehe ! Nun mit Übersee habe ich nichts zu tun ! Bin im LKW Bereich Europa tätig und zuständig für Österreich,Schweiz, Portugal, Italien und Tschechien. Bin hauptsächlich im Kalkulations-Angebotsbereich tätig. Bin bei dem größten Speditionsunternehmen Österreichs tätig in einer Niederlassung im Stuttgarter Raum. Wir wurden als Familienunternehmen vor 4 Jahren von der Österreichischen Firma übernommen. LG Manni

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  13. #29 von Silberdistel am 31/12/2016 - 18:52

    Dann komme doch auch ich noch schnell mit ein büschen Wind im Rücken hier zu Dir reingeweht. Gelesen hatte ich Deinen Beitrag bereits im Laufe der Woche. Aber da fehlte mir das richtige Gerät zum Tippen eines Kommentars. Da musste erst einmal ein Like reichen.
    Wie schon etliche Deiner Posts hat auch dieser wieder Erinnerungen bei mir hervorgerufen und die wollte ich Dir dann doch noch gern mitteilen. Ich kenne nämlich solche überfluteten Hafenbereiche auch vom Wismarer Hafen. Es ist schon ein imposantes Bild, wenn plötzlich alles unter Wasser steht, aber auch interessant, wie die Menschen gelernt haben, mit solchen Begebenheiten klarzukommen und wie sie fast mit stoischer Ruhe ertragen werden. Man hat sich halt darauf eingerichtet.
    Deine Bilder von der Fischauktionshalle haben mir übrigens sehr gefallen. Die Halle ist schon ein schmuckes und echt sehenswertes Gebäude. Aber auch dort ist es ja so, wie Du schreibst, wenn alles vorbei ist, werden die Türen geöffnet, das Wasser fließt ab und bald geht alles wieder seinen gewohnten Gang.
    Aber nun auch Dir, liebe Michèle, und Deiner Familie einen guten Rutsch nach 2017. Ich träume gern mit. Denn wer wünscht sich nicht ein tolles, gesundes und natürlich ganz besonders auch ein friedliches neues Jahr? Mitunter sollen ja Träume noch wahr werden können :-)

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    • #30 von ladyfromhamburg am 01/01/2017 - 18:06

      Liebe Silberdistel, die Hafenstädte, sei es am Meer direkt oder an einem Fluss(arm), sie haben im Laufe der Jahrhunderte wirklich gelernt, sich – so ganz grundsätzlich gesehen – mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Gefahren werden versucht, in den Griff zu bekommen (erhöhter Deichschutz, Warnanlagen, Überwachung, eine Art Stufenplan) und stets wiederkehrende hohe Schäden (Reparaturen) ist man natürlich bemüht zu vermeiden. Doch ansonsten sind es eindeutig Naturgewalten, die sich nicht komplett bändigen lassen. Ich glaube, relativ machtlos steht man dem Ganzen immer dann gegenüber, wenn sich mehrere dieser Naturgewalten bündeln. Dann sind die herkömmlichen Schritte und Vorkehrungen nicht mehr ausreichend und Sturm und Flut regieren nach eigenem Plan.

      Freut mich, dass dir die Fischauktionshalle gefällt! Sie erinnert ein wenig an alte römische Markthallen. ^^ Heute wird sie kommerziell für Veranstaltungen genutzt, aber der Boden kann Überflutungen ab. Es gab mal eine Veranstaltung, die nicht abgesagt werden sollte, obwohl eine Sturmflutwarnung herausgegeben war. Man kaufte vorsorglich für alle Gäste 800 Paar Gummistiefel und zog ein paar Laufstege in der Halle. Das Wasser der Elbe schwappte über die Kaimauer und flutete das Gebäude. Nicht kritisch, aber eindeutig „büschen feucht“, doch aufgrund der zuvor getroffenen Vorkehrungen ein recht ungewöhnliches Erlebnis für die teilnehmenden Gäste. ^^

      Vielen Dank für deine guten Wünsche! Auch dir und deinem Mann sowie den drei Katzen im Haus ein gutes und gesundes Jahr 2017!
      LG Michèle

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  14. #31 von ernstblumenstein am 31/12/2016 - 22:55

    Hallo Michèle, ich komme auch noch wie ein ‚Spätberufener‘ zum Kommentar über die „büschen“ Wasserfluten resp. Sturmfluten bei euch. Habe eure seltenen Feuchtwetterkapriolen am TV mitbekommen, an dich gedacht und mich gefragt, warum Regen, Sturm oder Kälte immer wieder Hamburg trifft, sei. Gottseidank lugt auch bei euch immer wieder die Sonne hervor.

    Nun ich wünsche dir und deiner Familie ein gesundes und friedliches neues Jahr.
    Ein herzlicher Gruss. Ernst

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    • #32 von ladyfromhamburg am 01/01/2017 - 18:16

      Hallo Ernst, es trifft ja durchaus auch andere Regionen (Flussstädte) in Deutschland – oder bei dir in der Schweiz! Wenn der Rhein mal wieder ordentlich Hochwasser führt und der Bodensee sich noch ein bisschen weiter als üblich ausbreitet, dann herrscht drüben in Steckborn, Mammern oder Stein am Rhein ja auch ordentlich Land unter.
      Aber du hast mit Sturm, Regen etc. schon irgendwie recht. Momentan sind es hauptsächlich reichlich graue Tage, die nur Mitte letzter Woche einmal von der Sonne besiegt wurden. Nun ist schon wieder alles verhangen. Ich hoffe, ihr habt es etwas freundlicher. Meine Tochter ist gerade unten in Garmisch-Patenkirchen beim Skispringen, dort ist strahlender Sonnenschein. Den wünsch ich euch auch – und ein frohes Neue Jahr!!

      LG Michèle

      Gefällt 2 Personen

  15. #33 von ernstblumenstein am 01/01/2017 - 21:14

    Ja Michéle, es gibt natürlich auch im Süden bei uns, in Baden Würtemberg oder Bayern Probleme mit Hochwasser, da hast Du Recht. Ich meinte eigentlich nur, dass der Norden öfters mit schlechtem Wetter aufwartet. Bei uns herrscht im Moment über dem Hochnebel noch Traumwetter, das wir aber erst in 900 bis 1000 Meter Höhe finden…

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  16. #34 von Stefanie am 04/01/2017 - 08:26

    Liebe Michéle, ich staune immer über Deine ausführlichen und toll recherchierten Beiträge. Vielen Dank dafür. Und für 2017 alles Gute, Stefanie

    PS.: Ich (St. Paulianerin) erfahre vom Hochwasser eigentlich immer nur über meine Schwiegermutter (die lebt in einem kleinen Tal im Schwarzwald).

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    • #35 von ladyfromhamburg am 04/01/2017 - 16:52

      Stefanie, herzlihen Dank für die nette Rückmeldung! Auch für dich alles Gute für 2017!
      Es ist lustig, dass du deine gut informierte Schwiegermama im Schwarzwald erwähnst. Meine lebte auch an der Schweizer Grenze, schaute immer NDR Fernsehen und wusste manchmal eher als wir, wenn der Fischmarkt unter Wasser stand. ^^

      Liebe Grüße!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  17. #36 von Sartenada am 04/01/2017 - 08:46

    Hello Michèle.

    I could not imagine that in Hamburg there are floods and storms. Very enjoyable reading again. Thank You.

    Happy New Year 2017 to You and Yours!

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    • #37 von ladyfromhamburg am 04/01/2017 - 16:59

      Thank you, Matti. Actually there are quite a lot of floods. We just had another storm tide this morning. And what’s presently going on in Finland? It’s quite cold, isn’t? I read about day temperatures of about -20 ° Celsius in your Helsinki area. This polar air is approaching now. *brrrr* ^^

      Thanks for visiting and commenting and a very happy and healthy New Year to you, Anja and your whole family.
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  18. #38 von kowkla123 am 11/01/2017 - 14:35

    alles Gute für Heute trotz Sturm und Schnee über Deutschland und bei euch?

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    • #39 von ladyfromhamburg am 11/01/2017 - 19:18

      Es fängt wieder ordentlich an zu winden und regnen tut’s heute auch reichlich. Es soll wohl auch Graupel und Schnee möglich sein, Klaus, doch davon ist noch nichts in Sicht. Wie sieht es momentan bei euch aus?

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ideas, thoughts, innovations, visions, fears ....

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