Wahlmöglichkeiten und was daraus wird …

Ein Mensch der Großstadt hat – rein theoretisch – ständig die Möglichkeit, aus einem vielfältigen Angebot an kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen sein Programm nach eigenem Gusto zu wählen und könnte somit ohne Unterlass unterwegs sein. Ständig etwas erleben und permanent von Termin zu Termin flitzen.
Hallo übrigens! Ich grüße Sie und wollte heute zumindest kurz hereinschauen. Ein kleines Lebenszeichen hier hinterlassen …
Sie wissen, ich bin in Hamburg daheim, demnach eindeutig Stadtbewohner mit immenser Angebotsauswahl und dennoch – mir liegt das Flitzen von Event zu Event nicht so. Was wird also aus den ganzen Wahlalternativen?
Je mehr Auswahl da ist, umso schwerer wird es, sich für etwas zu entscheiden und das Wissen, dass alle Nase lang wieder etwas präsentiert wird, verleitet unheimlich leicht dazu, Dinge immer wieder zu verschieben. Geht ja später auch noch. Gibt’s (fast) alles wieder …
Hinzu kommt, dass Sie bei solchen Veranstaltungen als Teilnehmer verhältnismäßig anonym bleiben. Es fällt also überhaupt nicht auf, wenn Sie schwänzen. Keiner vermisst Sie dort. Machen Sie das mal auf dem Dorf! Maifest. Wo ist denn schon wieder die Legrand? Kann ja wohl nicht sein, dass die zu Hause bleibt … Du, schau doch mal nach, ob die noch lebt. Und bring sie mit!  (Sie wissen, was ich meine.)

Rote Schafgarbe (Achillea)

Rote Schafgarbe (Achillea)

In ländlichen Gebieten gibt es weniger Programm, also ist man sich einer selteneren Chance sehr bewusst und lässt sie nicht aus. Man wartet auf eine Gelegenheit, die sich bietet, hält alte Traditionen in Ehren und Bräuche am Leben, denn sie liefern Gründe und Anlässe.
Vor allem kennt sich das Landvolk untereinander! Es werden keine bloßen Zusammenkünfte, es sind soziale Treffs. Fast alle erscheinen – ohne besondere Absprache vorab. Dort wird sich ausgetauscht. Nichts mit anonym. Wenn Sie hingegen hier in der Stadt ein Fest oder ein Konzert besuchen, erfahren Sie meist erst hinterher davon, dass jemand, den Sie kennen, auch dort war. Dass Sie sich begegnen ist eher unwahr-
scheinlich. Zu unübersichtlich, zu wühlig. Sie müssen sich definitiv vorher fest verabreden.
Dennoch passiert es mir komischerweise recht häufig, dass ich unvermutet – also ohne jeglichen Veranstaltungshintergrund – in einer Millionenstadt Bekannten über den Weg laufe. Jemanden in der U-Bahn treffe. Ihr oder ihm im größten Menschenauflauf oder aber in einer kleinen Nebenstraße begegne. Irgendwo. Einfach so. Es verblüfft mich immer wieder! Wie groß ist die Chance? 1:1,8 Millionen? Oder wahrscheinlicher? Keine Ahnung …

Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) und Frauenmantel (Alchemilla mollis)

Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) und Frauenmantel (Alchemilla mollis)

Wo waren wir? Wahlmöglichkeiten! Am Wochenende vor einer Woche stand hier eine schier endlose Liste von Vorschlägen für Unternehmungen zur Verfügung. An allem möglichen hätte ich auf Hamburger Stadtgebiet teilnehmen können. Glänzende Motorräder anschauen bei den Harley Days, eine Ausstellung in den Deichtorhallen besuchen, Sportler anfeuern beim Halbmarathon, nettes Zeugs für den Garten unter die Lupe nehmen bei der Ausstellung Home & Garden, gemütlich herumspazieren auf dem Gelände des Botanischen Sondergartens Wandsbek anlässlich des Tags der Offenen Tür, Musik hören bei einem abendlichen Konzert
Jetzt dürfen Sie einmal raten, was es letztendlich wurde. Falsch! Und noch einmal falsch.
Weder noch. Nichts von alledem.
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HeckenschnittEs lief (ich sage das klaglos und ohne Bedauern) auf eine umfangreiche Wochenend-Fensterputzaktion hinaus (Fenster gibt es reichlich) und zeitgleich auf eine Verhinderung des drohenden Dornröschendaseins à la eingewachsenes Heim und umrankter Körper. Vorrang hatte es, das allmähliche Verschwinden der Behausung durch Überwucherung sowie vor allem komplett eingewachsene Fenster zu verhindern. Wie? Die Briten würden es aktuell vielleicht einen Ivyexit nennen. Wobei hier nicht mein schier explodierender Efeu den Austritt beantragt, sondern ich ihm maßvoll den Garaus mache. Den Durchblick nach draußen wieder garantiere. Also eher ein Ivycutback. Ein Ivystillthere. Ivyacceptance. Partly.

Endlich fertig, zufrieden mit dem Schaffen (zumal Fensterputzen ziemlich weit hinten auf der Liste der beliebten Tätigkeiten liegt), kurz verpustet, und schon ging es weiter mit dem Heckenschnitt am Grundstücksrand. Ich sag’s Ihnen, ein Dschungel könnte sich nicht vitaler entwickeln. Ach was, der zeigte sicherlich einen vergleichsweise kümmerlichen Wuchs!
Die Hecken sind noch lange nicht alle fertig, doch so ein bisschen Licht und Luft kommen zumindest an zweieinhalb Grundstückseiten schon wieder durch.
Ich bin absolut nicht allein am schwingen der Machete. Schweißgebadet. Nein, mein Nachbarvolk ackert ebenfalls. Bis auf einen Kneifer.
Briten haben dafür glaube ich zurzeit den Ausdruck Boris Johnson. Diese Art von Kneifer meckert gegen die Zustände, fühlt sich aber nicht dazu berufen, draußen tatsächlich eigenhändig etwas in Angriff zu nehmen.

 

 

Alles wächst und sprießt ... (Cornus kousa in Blüte)

Alles wächst und sprießt …

Doch der Rest hier ist aktiv – und lustigerweise stöhnen sämtliche Nachbarn jeweils über ihren sagenhaften Dschungel, von dem jeder meint, seiner falle am heftigsten aus und man hätte die wachstumsmäßig übelsten Pflanzen zu bändigen. Mein einer Nachbar flucht über seine triebhafte Buchenhecke und himmelhoch wachsende serbische Fichten, der andere über die schnellwüchsigen Kirschlorbeersträucher.

Rotkehlchen in Nachbars Konifere ...

Rotkehlchen in Nachbars Konifere …

Schräg hinter mir der Gartenbesitzer kann keinen Rasen mehr sehen, weil er das Gefühl hat, er sei zwischen Regenschauern nur noch am mähen. Und ich selbst empfinde es ganz generell als erstaunlich, wie sich der Ausbreitungsdrang und gegenseitige Verdrängungswunsch der Büsche, Kletterrosen oder auch des Blauregens, Efeus und Weins so darstellt. Einfach nicht zu bremsen und stets motiviert, diese Natur …

Die Massen an Bioabfall sind eine weitere Herausforderung. Der Herr von der Müllabfuhr meinte am Freitag beim Anblick einer netten Ansammlung von zusätzlich zur Abfuhr bereitgestellten Müllsäcken grinsend: „Was treiben Sie eigentlich immer?“ (Ich war gerade dabei, ihm noch einen weiteren Sack anzuschleppen.) „Hatten wir nicht gerade letzte Woche erst so einen Schub mitgenommen …?“

Feuchtwarme Zeiten sind des Gärtners Schreck. Manchmal auch ein Gemisch aus Freud und Leid. Nur was wäre ein Garten ohne üppigen Bewuchs und ohne Getier, das sich dort wohlfühlt und einzieht …

Helfer beim Heckenschnitt ... (Jungvogel am Boden)

Helfer beim Heckenschnitt …

Vielleicht geben Sie mir recht, wenn ich sage, dass der Mensch Grün um sich braucht. Inklusive Hecken. Besonders in einer Stadt. Als kleine Abschottung nach außen gegen Unruhe. Nicht nur im Sinne von Lärm. Auch gegen Unruhe fürs Auge oder unerwünschtes Hereinstieren. Aus diesem Grund sind die grünen Raumteiler auch zum ein oder anderen Nachbarmenschen so segensreich. Wie sagen in dem Fall die Briten doch gleich so treffend:
A hedge between keeps friendship green. (Die Hecke dazwischen erhält die Freundschaft.)

Indianernessel (Monarda didyma)

Indianernessel (Monarda didyma)

Liebe Blogleser, es wäre natürlich famos, wenn auch wir uns weiterhin grün blieben. Selbst wenn mir gerade Zeit zu Entdeckungen anderenorts und Muße zu neuen Erkundungsgängen fehlt und damit letztendlich sehr spezieller Nachschublesestoff für Sie noch etwas ausbleibt. Nun ja … Immerhin pflanze ich keine Hecke zum Abschotten. ^^ Im Gegenteil, für Sie habe ich mich extra kurz aus meinen Lianen befreit und wünsche Ihnen nun sehr herzlich ein schönes und entspanntes Wochenende.

Drei Hummeln an einer einzigen Kugeldistel (Echinops bannaticus)

Drei Hummeln an einer einzigen Kugeldistel … (Echinops bannaticus)

 

Ich muss wieder hinaus. Weiter ein wenig die Wildnis bändigen …

Bis demnächst!

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© by Michèle Legrand, Juli 2016
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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  1. #1 von mannigfaltiges am 02/07/2016 - 06:13

    De Gärtners Freud, des Gärtners Leid…
    (zu mehr habe ich momentan keine Zeit – die Grüngutsammelstelle macht gleich auf.
    Ich muss den Anhänger ausleeren. Der wird heute bestimmt wieder voll)
    Weisstjabescheid…. ;-)
    Beste Grüße,
    Erich

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    • #2 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:04

      Ich will dich nicht lang stören bei deinen Anhängertouren Richtung Grüngutsammelstelle, nur ein amüsiertes Dankeschön sollte dich unbedingt zwischendurch schnell erreichen. Ansonsten weissichbescheid, Erich. Gartenbesitzerdasein. Grünzeugeindämmung. Alles klar. :-))
      Schönen Sonntag und danke fürs Hereinschauen trotz aller Action daheim!

      LG Michèle

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  2. #3 von Ulrike am 02/07/2016 - 06:55

    Ein wahrer Lesegenuss! Und das Foto von dem Rotkehlchen ist einfach wunderschön! Mir fliegen die süßen Vögelchen immer weg, bevor ich auch nur die Kamera gezückt habe.
    Viel Erfolg weiterhin im Dschungelkampf!
    Beste Grüße
    Ulrike

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    • #4 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:13

      Vielen Dank, Ulrike! Rotkehlchen gewöhnen sich irgendwie mit der Zeit an die Menschen im Garten. Und da sie viel am Boden und im bodennahen Heckengestrüpp aktiv sind, pirschen sie sich gern heran, wenn ich bei der Gartenarbeit bin. Bei „Erdarbeiten“ fällt wohl allerhand Pickenswertes für sie ab. Da habe ich sie einen Meter von mir entfernt als Helfer dabei. Den Kollegen ganz oben in der Konifere hingegen habe ich nur entdeckt, weil er von dort oben recht laut und ausdauernd „erzählte“.
      Ulrike, das Dschungelgefühl lässt langsam etwas nach. Man muss einfach ran, weil sonst die im Vergleich zum Licht- und Nahrungskonkurrenten zurückhaltenderen oder langsam wachsenderen Pflanze (Busch, Staude, Kletterrose oder was auch immer) innerhalb einer Saison komplett untergebuttert werden würden. Die gehen sehr schnell ein, wenn nur noch Schatten herrscht oder überhaupt kein Wasser mehr bis zu den Wurzeln vordringt.

      Ich sende beste Grüße zurück! Danke für deine Zeilen und noch ein schönes Wochenende!
      Michèle

      Gefällt mir

  3. #5 von gartenkuss am 02/07/2016 - 07:09

    Ein wunderbarer Beitrag. Dieses Gefühl des Überangebotes kenne ich noch gut aus meinen Zeiten in Berlin, und irgendwie habe ich auch immer irgendwo irgendetwas verpasst. Meine Wahl fiel ebenfalls häufig auf meinen Garten 💚💙💜. Dort warten bis heute die aufregendsten, lustigsten und emotionalsten Events auf mich. Garten erdet 🌸🍃🌼🌱🍀. LG zum Wochenende von gartenkuss 🙋🐝

    Gefällt 1 Person

    • #6 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:20

      Danke schön für die positive Reaktion! Ich gebe dem Garten auch sehr oft den Vorrang. Gelegentlich kommt das, was dort ansteht, zwar ein wenig arg geballt, aber es befriedigt schon sehr, wenn man mit den Arbeiten vorwärtskommt, körperlich aktiv war und das Resultat der Anstrengung sieht.
      Ich danke sehr herzlich für den Blogbesuch und den Kommentar und freue mich, einen weiteren Gartenliebhaber hier als Leser zu haben, der der Aktion im Grünen auch so viel Positives abgewinnen kann.
      Schönen Sonntag!

      LG Michèle

      Gefällt 2 Personen

  4. #7 von leonieloewin am 02/07/2016 - 07:18

    Schöne Bilder aus der Wildness, liebe Michèle. Ich denke, dass auch ich mich bei der großen Auswahl an Veranstaltungen, die Ihr sicherlich in Hamburg habt, häufig für den eigenen Garten entscheiden würde. Da gibt es Arbeit und Natur. Was braucht es mehr .-) ? Und wenn Du doch einmal Lust zum Rausgehen hast, wird es sicher auch morgen oder übermorgen noch eine Veranstaltung geben….Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Dir Leonie

    Gefällt mir

    • #8 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:24

      Diese Kombination aus Aktivität und Natur ist tatsächlich besonders. Ich sage bewusst Aktivität, denn oft ist das Tun wirklich weit entfernt vom Gefühl zu arbeiten. Es entspannt grundsätzlich und artet nur etwas aus, wenn solche konzentrierten Aktionen anfallen. Wenn viel in sehr kurzer Zeit passieren muss und das Wetter einen auch noch unter der Fuchtel hat. Meist ist aber das Ergebnis dann so ermunternd, dass der Kraftakt zuvor gedanklich bald abgehakt ist.
      Danke fürs Hereinschauen, Leonie! Dir auch noch einen netten (Fußball-)Abend und morgen einen entspannten Sonntag!

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  5. #9 von Patrick H. am 02/07/2016 - 11:10

    Liebe Michéle,
    die Ruhe und Entspannung nach vollbrachter Gartenrekultivierung ist für mich mehr Wert, als Ohrensausen und überteuerte Currywurt beispielsweise auf de Harley Days.
    Ist es nicht schön, wenn man die Wahl hat? Welch ein Luxus. Anderswo gibt es lediglich das alljährliche Schützenfest. Aber auch da kann man natürlich Spaß haben und trifft mit Sicherheit alle „Eingeborenen“.
    Ich wohne ja mittlerweile vor den Toren Hamburgs und bin auch ein Eingeborener, daher darf ich das so ausdrücken.
    Anonymität kann aber auch mal ganz schön sein :-) Dann geht es ab nach good old Hamburg (35min entfernt)
    Mich wünsche Dir ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße
    Patrick
    🍀
    https:/issoundnichtanders.wordpress.com

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    • #10 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:41

      Patrick, aus heutiger Sicht und mit zunehmendem Lebensalter, reizt mich diese Mischung aus Stadt und Land immer mehr. Beides hat seine Vor- und Nachteile, eine Kombination bietet einige Möglichkeiten und Chancen. Weiter Wahlmöglichkeiten, aber bei Bedarf auch reduzierte Hektik, mehr Raum, mehr greifbare Natur, vor allem weniger Lärm. Vielleicht steigt die Empfindlichkeit gegenüber Lärm und Abgase, vielleicht ist auch alles wirklich voller, lauter und anstrengender geworden.
      Ich kenne auch noch das Leben außerhalb der Stadt, empfand es damals als Schulkind und Jugendliche aber eher als eine Form von extrem abgeschnitten sein. Es kommt darauf an, wie die Umstände sind, wie die Umgebung sich zeigt. Wer nicht irgendwo völlig abgeschieden in einem einzelnen Haus auf weiter Strecke oder einem ausgestorbene Vier-Häuser-Dorf lebt, sondern vielleicht am Rande einer Kleinstadt, hat es manchmal beneidenswert gut. Dann kommen die Nachteile des Großstadtverzichts nur gebremst zum Tragen (Arzt und Krankenhaus gibt es auch dort, Infrastruktur ist akzeptabel, Dinge des täglichen Bedarfs und vieles darüber hinaus ist erhältlich, Veranstaltungen finden auch vor Ort statt etc.)

      Ich danke dir für deine Anmerkungen und deine Einschätzung als „Eingeborener“! ^^ Ich find’s schön, möglichst vielseitige Reaktionen (je nach persönlichen Gegebenheiten) zu erhalten! Danke!

      LG Michèle

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      • #11 von Patrick H. am 02/07/2016 - 19:46

        Wir wohnen im Wald jenseits eines Dorfes, aber nur 4km von gängigen Supermärkten entfernt. Das kombiniert mit der relativ kurzen Fahrzeit nach Hamburg macht dieses eingeborenending für mich perfekt. Tagsüber überall Monitore, Telefon, Handy, Chat, Kundengespräche und nach Feierabend Rehe und Kitze im Garten, Blindschleichen, kleine Füchse.
        Das ist mein Yin und Yang. Du hast es natürlich noch etwas städtischer bei Dir (Gehweg und befestigte Straßen), aber Hauptsache grün :-)

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  6. #12 von kowkla123 am 02/07/2016 - 13:52

    ich liebe Hamburg, aber mein ruhigeres Waren noch mehr, schönes Wochenende wünsche ich

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    • #13 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:46

      Das kann ich mir gut vorstellen! Aber Hamburg ist ja auch nicht an allen Stellen gleich und hat nicht überall nur den Großstadtcharakter, sondern ist teilweise noch Städtchen innerhalb der Großstadt mit viel Grün und weiterhin einigen Rückzugsmöglichkeiten. Nur wir bauen uns auf Grund von Wohnraumbedarf so langsam ziemlich dicht, stocken auf und manche Grünfläche muss dabei dran glauben …
      Danke für deinen Kommentar, Klaus! Dir auch noch einen netten Abend und angenehmen Sonntag!

      LG Michèle

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  7. #14 von Silberdistel am 02/07/2016 - 15:07

    Jetzt hast Du mich mit Deinen schönen Bildern daran erinnert, dass ich nach einer roten Schafgarbe für meinen Garten Ausschau halten wollte und nach einer Indianernessel ebenso. Ansonsten hält sich hier der Dschungel zum Glück noch in Grenzen. Der Regen hat seit Wochen um uns einen Bogen gemacht. Heute allerdings schlägt er voll zu. Vielleicht berichte ich demnächst dann auch aus dem Dschungel ;-) Ich hoffe natürlich auch auf solche hübschen kleinen Helferchen, wie sie Dir beim Bändigen des Dschungels zur Seite standen. Dann fällt die viele Arbeit doch gleich nicht mehr ganz so schlimm aus, oder?
    Liebe Grüße zum Wochenende schickt Dir die Silberdistel
    P.S.: Die Warnemünder Woche beginnt und somit auch die dazu gehörende Regenzeit ;-) – das nur mal am Rande und als Ergänzung zu einem meiner Kommentare in einem Deiner früheren Beiträge zu Hamburger Festivitäten :-D

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    • #15 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 19:54

      Hallo, liebe Silberdistel. Ja, die Warnemünder Woche und das typische Wetter! :-) Ich erinnere mich an deine Worte. Meine Mutter und mein Stiefpapa sind in der kommenden Woche wieder drei Tage dort und können auch ein Lied davon singen – obwohl sie einmal auch eine extreme Hitzewelle erwischt haben!

      Die Schafgarben sind wirklich sehr ausdauernde und dankbare Gewächse. Die gelben Sorten halten ewig durch, die eine rote Variante ist mir nach zwei Jahren „verschwunden“. Hat im Winter offenbar zu viel Feuchtigkeit gehabt, denn ich glaube der Wurzelstock ist verfault. Die andere Pflanze hat es allerdings gut geschafft.
      Was die Indianernessel angeht, so muss ich dir nur eines sagen, was ich im Nachhinein als etwas störend empfunden habe. Sie hat einen unangenehmen Geruch. Man sollte sie nicht direkt am Wegesrand und am Sitzplatz haben und möglich nicht an den Blättern entlangstreifen. Sonst ist sie sehr hübsch, wirkt dekorativ mit anderen Stauden, gerade weil ihre Blüte ungewöhnlich ist, und auch die Insekten finden sie attraktiv. Sie tendiert aber dazu, den kompakten Wuchs zu boykottieren und startet recht bald, sich seitlich auszubreiten und in der Mitte etwas zu verkahlen. Ich setze sie immer mal wieder neu zusammen.

      Ich habe mich über dein Vorbeischauen gefreut, hoffe, ihr habt nun doch keinen Dauerregen und wünsche allen Silberdistels noch ein nettes Wochenende!
      LG Michèle

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      • #16 von Silberdistel am 02/07/2016 - 20:03

        Dankeschön, liebe Michèle, für die zusätzlichen Infos zu Schafgarbe und Indianernessel. Ich denke, für die Indianernessel finde ich auch etwas abseits von unseren Sitzplätzen einen schönen Platz. Gut, dass Du mich vorgewarnt hast wegen des Geruchs.
        Dann drücke ich Deinen beiden Warnemündebesuchern und natürlich auch uns hier die Daumen, dass die kommende Woche keine reine Regenwoche wird. Im Moment hat gerade wieder die Sonne die Oberhand gewonnen.
        Dir liebe Grüße und einen hoffentlich sonnigen Wochenbeginn wünscht die Silberdistel

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  8. #17 von marliesgierls am 02/07/2016 - 16:23

    Liebe Michèle,
    zu den geselligen Treiben auf dem Land sage ich lieber nichts, so gerne ich hier lebe aber….
    Es grünt so grün…. auf jeden Fall, dieses Jahr ist außergewöhnlich, das bestätigen sogar meine Bauern, es wächst und wächst und hört nicht auf. Eben haben wir versucht eine Weide zu mulchen,d.h. mit einem Mulchmäher, das gibt gleich Dünger, aber die Keilriemen sind gerissen, zu schwer, zu nass! Dann der Versuch mit dem Rasenmäher unsere Ränder zu bewältigen, ich mähe mit Aufsitzer jede Woche, mein Mann kam ins Hintertreffen 3 Wochen nicht, und nun haben wir den Salat bzw. das Gras. Mäher verstopft, alles fliegt daneben. Nun Gewitter mit Hagel, prima so können wir ruhigen Gewissens aufhören und alles wächst munter weiter. Am Heckeschneiden bin ich auch dabei, meine Hände sind schon etwas lahm.
    Liebe Grüße vom Land an die Stadt,
    herzlichst Marlies

    Gefällt mir

    • #18 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 20:01

      Marlies, ihr erlebt ja ganz schöne Abenteuer! Wenn man nicht gleich hinterherkommt, wird es oft wirklich extrem schwierig, dem ganzen mit den Geräten noch Herr zu werden. Die Nässe macht es nicht einfacher. Ich drücke euch sehr die Daumen, dass ihr Rasen, Weide, Hecken etc. bald wieder so habt, wie ihr es euch vorstellt. Manchmal braucht man aber auch Pausen, das Ganze strengt schon ziemlich an. Du schreibst von lahmen Händen, ich merke es an der Oberseite der Unterarme. Muskel- und Sehnenstränge mucken so ein bisschen herum …
      Ich habe mich allerdings sehr gefreut „drüben“ zu lesen, dass sich Chaplin recht gut macht und Banjo richtig auflebt! Wie schön! Ich hoffe, es geht weiter so positiv voran! Alles Gute auch für sein Bein!

      Liebe Grüße zurück aus der Großstadt aufs Land! ^^
      Michèle

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      • #19 von marliesgierls am 02/07/2016 - 20:13

        Ja es geht super voran mit Chaplin, eine wahre Freude, ich bin sehr glücklich, dass alles so einfach ist, kann auch anders laufen.
        Mit dem Wetter kann man nur noch abwarten, bis es richtig trocken wird, dann muss es klappen, aber jetzt regnet es sich ja gerade wieder mal ein.
        Einen schönen Abend noch,
        lieben Gruß Marlies

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  9. #20 von Hinnerk und Henrikje am 02/07/2016 - 16:45

    Ach wie herrlich😊…da finde ich mich doch wieder, bei uns heißt es nächstes Wochenende: Heckenschnitt😉. Fenster sind zum Glück schon geputzt. Ich hoffe, du findest trotzdem du findest ein wenig Ruhe außerhalb des Dschungels😉. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Andrea

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    • #21 von ladyfromhamburg am 02/07/2016 - 20:05

      Hallo Andrea, danke für deine Zeilen! Na, dann wünsche ich euch doch für das nächste Wochenende alles Gute für euren Heckenschnitt und drücke die Daumen, dass euch das Wetter an den Tagen hold ist!
      Ich finde immer ein bisschen Ruhe, gerade weil ich dann eben sonstiges Programm Programm sein lasse und mich hier einfach auf das einlasse was ist und ab und zu Pausen einschiebe. Garten wirkt auf mich trotz aller Arbeit beruhigend und entspannend. Zumindest dann im Nachhinein, wenn die Genussphase wieder mehr durchkommt. ^^
      Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  10. #23 von gsharald am 03/07/2016 - 10:20

    Liebe Michele,

    Ich lebe in einem Dorf mit rd. 7.000 Einwohnern. Da finden zwar auch Veranstaltungen statt die aber meistens dörflichen Charakter haben. Ich lebe gerne hier. Ein Nachteil ist das tägliche hin und herpendeln in die große Stadt zur Arbeit. Wenn man etwas erleben will, muss man in die Stadt. Das fängt schon beim Kino gehen an. Mit den Öffis ist da nicht viel anzufangen, denn sie fahren nur einmal pro Stunde.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Harald

    Gefällt mir

    • #24 von ladyfromhamburg am 03/07/2016 - 14:01

      So ähnlich habe ich das in Erinnerung aus meiner Jugend. Da überwogen die Nachteile, denn man war wirklich isoliert. Stündliche Busabfahrten wären damals schon der Traum gewesen. Die fuhren nur morgens und zum Feierabend regelmäßiger, ansonsten höchstens alle drei Stunden. Abends war zudem ab 19 Uhr nichts mehr zu wollen. Keine Öffis, nichts. Ich kam im Teenageralter vielleicht noch mit viel Planung irgendwo hin, doch am Abend nicht wieder zurück. Also ging nicht einmal ein Volkshochschulkurs, denn danach fuhr bereits kein Bus mehr. Mit dem Fahrrad durfte ich im Dunkeln nicht durch die „Walachei“ (es war tatsächlich eine einsame Gegend) und abgeholt wurde ich leider nicht per Auto. Das war das eine Extrem von Landleben, zumal auch die Schulfreunde woanders wohnten und der Kontakt genauso schwierig war.
      Dein Einwand mit der langen Pendelei zur Arbeit ist der nächste Faktor, den man gut abwägen muss, bevor man sich dauerhaft Richtung Wald und Wiese absetzt.
      Doch heutzutage ist hier und anderswo in den Städten und Ballungsgebieten vieles gar nicht mehr bezahlbar oder für junge Leute Hauseigentum kaum noch zu realisieren. Wäre ich in der Position, ich würde mir so ein Randgebiet ausspähen und hoffen, dort noch etwas zu finden. In dem Fall wäre vieles in einem erreicht. Etwas Rückzug von der Stadt, keine vollkommene Abgeschnitten- oder Abgeschiedenheit, mehr Natur im unmittelbaren Umfeld und vielleicht auch mehr Platz und Abstand zum Nachbarn, der einem in der Stadt doch arg auf der Pelle sitzt und oft viel Mitspracherecht bei der (ureigensten) Gartengestaltung geltend zu machen versucht.

      Danke für deinen Besuch und deine Anmerkung! Schönen Sonntag, Harald!
      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  11. #25 von Sartenada am 05/07/2016 - 12:11

    Summer time is busy time. So much to see in a short time. Your photos, in this interesting post, are very beautiful; I enjoyed them very much. Thank You Michèle.

    Gefällt mir

  12. #26 von kowkla123 am 05/07/2016 - 13:52

    Netzwerk war 4 Tage weg, liebe MIchelle, einen guten Tag wünsche ich dir

    Gefällt mir

  13. #27 von ernstblumenstein am 06/07/2016 - 21:00

    Du hast mir mit deinem fantastischen Gartenbericht aus dem Herzen gesprochen, auch bei uns gilt Hecken bändigen, Wiesen mähen, Arbeit im Gemüsegarten. Der Blumenbereich muss gehegt-, die Pflanzen in der Steinmauer gepflegt werden. Felsen-Birnfrüchte, Himbeeren, Stachel-und Johannisbeeren wollen geerntet und eingefroren sein.
    Herzlichen Dank für den wie immer gekonnt geschriebenen „Wahlmöglichkeiten und was daraus geworden ist“. Klasse
    Einen lieben Gruss Ernst

    Gefällt mir

    • #28 von ladyfromhamburg am 06/07/2016 - 22:18

      Hallo Ernst, danke für deine nette Rückmeldung! Dann bist du also auch im Dauereinsatz und passt auf, dass alles zur rechten Zeit ein wenig im Zaum gehalten oder rechtzeitig abgeerntet wird. Trotz der ganzen anfallenden Aktionen wünsche ich dir auch viel Freude dabei im Garten – das eine (körperliche Anstrengung) kommt ja glücklicherweise nicht ohne das andere (Genuss, Ruhe, Entspannung und Befriedigung über das Geschaffte) daher. Ich schicke ebenso liebe Grüße zurück und wünsche dir noch eine gute Zeit!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

      • #29 von ernstblumenstein am 07/07/2016 - 16:44

        Ich kann bei der Gartenarbeit wie Du schreibst auch meinen ‚Kopf‘ bzw. meine Gedanken lüften und entspannen. Ernst

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  14. #30 von Garden Walk Garden Talk am 07/07/2016 - 00:00

    I do not like the job of window cleaning, especially if ivy invades the window space. I think in Hamburg I could vacation at home and find much to do. You take us so many interesting places.

    Gefällt mir

    • #31 von ladyfromhamburg am 07/07/2016 - 17:19

      Hello Donna, I fully understand the … well,slight ^^ aversion for window cleaning. But sometimes I at least feel rather delighted about having braced myself up for this rather unloved job. And it really looks very much better afterwards … :-))
      You’re absolutely right that Hamburg offers a lot to discover and I plan to continue with new excursions as soon as my time allows such additional activities.
      Thanks for your blog visit and your comment! Have a nice week!
      Michèle

      Gefällt mir

  15. #32 von kowkla123 am 08/07/2016 - 13:06

    LIebe MIchelle, alles Gute, ansonsten bin ich noch am Verarbeiten unserer Niederlage, trotzdem wünsche ich ein schönes Wochenende

    Gefällt mir

    • #33 von ladyfromhamburg am 11/07/2016 - 18:52

      Nun ist die EM ja geschafft, und ich hoffe, du hast das deutsche Ausscheiden inzwischen ein wenig verwunden, Klaus. Hab eine gute Woche!

      LG Michèle

      Gefällt mir

      • #34 von kowkla123 am 12/07/2016 - 11:38

        bin wieder im Normalzustand, möge es ein guter Tag werden

        Gefällt mir

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