Hafenmuseum Hamburg: Saisonstart 2016 und Lange Nacht der Museen

Kennen Sie schon das Hafenmuseum Hamburg? Bitte im ersten Moment nicht mit dem Maritimen Museum (Schifffahrtsmuseum, International Maritime Museum) in der HafenCity verwechseln!
Ich spreche von dem Museum, welches sich im ehemaligen Freihafen befindet und bei dem nicht nur das eigentliche Gebäude und die dort untergebrachten Exponate sehr speziell sind, sondern auch das Areal, auf dem es sich nebst seinen Außenattraktionen befindet. Es spielt eine ganz entscheidende Rolle.

Hamburg - Kaianlagen am Hafenmuseum

Hamburg – Kaianlagen am Hafenmuseum

Das Hafenmuseum Hamburg ist in einem über 100 Jahre alten Kaischuppen untergebracht, dem Schuppen 50A, der wiederum Teil einer historischen Strecke ist, zu denen ursprünglich die Schuppen 50 bis 53 gehörten.
Wo das ist? Sie haben gerade gar keine Vorstellung vom Hafen und seiner Aufteilung? Der Lage der Schuppen?
Sehen Sie die Elbe vor sich? Denken Sie sich von den Landungsbrücken flussaufwärts. Sie kommen an der Elphilharmonie vorbei und ungefähr in Höhe der neuen HafenCity hat die Norderelbe gegenüber einen Abzweiger. Genau an der Insel, die sich Kleiner Grasbrook nennt. Folgen Sie gedanklich diesem abzweigenden Elbteil ein Stück.

Hamburg - Hansahafen - Richtung Norderelbe und HafenCity mit Elbphilharmonie gesehen (2015)

Hamburg – Hansahafen – Richtung Norderelbe und HafenCity mit Elbphilharmonie gesehen (2015)

Stellen Sie sich nun eine Landzunge mit Kais zu beiden Seiten vor. Der Elbarm umschließt besagte Landzunge und bildet auf der einen Seite den Hansahafen mit dem Bremerkai. Dort wurden die Schuppen 50 und 51 erbaut. Etwa zur selben Zeit (zwischen 1908 und 1912) entstanden auf der anderen Seite, am zum Indiahafen hin gelegenen Australiakai, die Schuppen 52 und 53.
Den Schuppen 53 hat man im Frühjahr 2002 abgerissen, Nr. 50-52 sowie ein Wohnhaus für Kaibeamte an der Stirnseite hingegen stehen seit dieser Zeit unter Denkmalschutz  – und ansonsten betrachten Sie diese Anlage als das letzte geschlossene Kaiensemble aus der Kaiserzeit.

Hamburg - Elbe - Hansahafen mit Kaispeicher 52A

Hamburg – Elbe – Hansahafen mit Kaispeicher 52A

Wenn exakt in dieser geschichtsträchtigen Umgebung, direkt am Kai und umgeben von vielen früher genutzten (schwimmenden) Fahrzeugen und Gerätschaften, ein Hafenmuseum seinen Sitz hat, dann hat das Flair. Manchmal ein etwas rostiges, doch die Atmosphäre trägt entschieden dazu bei, dass man als Besucher und Betrachter Geschichte und Entwicklung des Hafens, des Seegüterumschlags und des Schiffbaus sehr lebendig erlebt und leicht nachvollziehen kann.

Hamburg - Am Hafenmuseum - VanCarrier/Portalhubwagen - (7/2015)

Hamburg – Am Hafenmuseum – VanCarrier/Portalhubwagen – (7/2015)

Draußen finden Sie VanCarrier oder Portalhubwagen, wie sie im Deutschen heißen. Weiterhin Fahrzeuge, die in der Anfangszeit des Containerumschlags für den Betrieb des Terminals eingesetzt wurden. Am Ponton liegt u. a. die Kastenschute H 11327 und es gibt z. B. auch den fast 100 Jahre alten Schwimmkran Saatsee sowie den ebenso alten Schutendampfsauger Sauger IV.

Hamburg - Der alte Schutendampfsauger (Sauger IV) im Hansahafen ...

Hamburg – Der alte Schutendampfsauger (Sauger IV) im Hansahafen …

Da jetzt am Sonnabend (9. April 2016) in Hamburg die Lange Nacht der Museen stattfindet, an der sich auch das Hafenmuseum beteiligt, haben Sie die Gelegenheit, die betagten, aber nichtsdestotrotz einsatzfähigen Fahrzeuge, einmal direkt in Aktion erleben. Die eindrucksvollen Dampfanlagen werden dafür extra in Betrieb genommen!
Und es wird Tauchgänge in die Elbe mit dem Kupferhelmtauchgerät geben!

All die Gegenstände, die nicht ans Wasser gebunden oder generell besser drinnen aufgehoben sind, sind auf insgesamt 2.500 qm in Schuppen 50A untergebracht. Dort hat das Hafenmuseum seinen Sitz.
Eigner der gesamten 50er Strecke ist die Stiftung Hamburg Maritim, die sich auch darum kümmert, dass alles an den Gebäuden denkmalkonform restauriert und der am Bremerkai liegende Frachter MS Bleichen instand gesetzt wird. Man sorgt sich um die historische Hafenbahn genauso wie um die dort befindlichen Kräne.

Hamburg - Kaianlagen am Hafenmuseum - Kräne gucken ....

Hamburg – Kaianlagen am Hafenmuseum – Kräne gucken ….

Das Hafenmuseum ist übrigens eine Außenstelle des Museums für Arbeit (Hamburg-Barmbek).
Auch eine recht interessante Entwicklung! Bereits seit 1986 hat man dort die maritimen Sammlungsstücke aus den letzten 100 Jahren zusammengetragen, begann ab 1999 alles Zusammengestellte aus Güterumschlag, Schiffbau und Schifffahrt sowie Meerestechnik am zukünftigen Museumsstandort im Hafen zu konzentrieren, und offizielle Geburtsstunde für das heutige Hafenmuseum Hamburg war schließlich der 1. Januar 2008.

Hamburg - Hansahafen - Die alte MS "Bleichen" liegt nach Verschönerung auch wieder am Bremerkai ...

Hamburg – Hansahafen – Die alte MS „Bleichen“ liegt nach Verschönerung auch wieder am Bremerkai …

Die neunte Saison wurde gerade am vergangenen Sonntag (3. April) eröffnet. Mit dem Shanty-Chor der HHLA, mit frischem Kuchen aus der Kaffeeklappe, mit Ansprachen, Sekt, einer Fahrt auf dem alten Feuerlöschboot Repsold im Hansahafen u. v. m.  Saisoneröffnung deshalb, weil das Museum jeweils in den Wintermonaten von Anfang November bis Ende März schließt. Der Kaischuppen ist ein Gebäude, das in leichter Holzbauweise errichtet wurde und unbeheizt ist. Daher sind die Räumlichkeiten im Winter einfach zu kalt für Publikumsverkehr und längeren Aufenthalt.

Dennoch wird weitergearbeitet. Von der fest angestellten Belegschaft, die im Kopfgebäude (gemauert und beheizt) weiter aus den Büros agiert, und von den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich auch von Kälte nicht unbedingt abhalten lassen.
Sie glauben gar nicht, wie viele sich dort engagieren und langfristig mitmischen, auf diese Art den Betrieb des Museums überhaupt erst möglich machen! Beim Räumen, Archivieren, Führen der Besucher, beim Übernehmen der Aufsicht, beim Instandsetzen, Pflegen, Herrichten, Auftreiben, Reparieren … Es werden beispielsweise viele Exponate zunächst restauriert und dadurch erst ausstellungsreif gemacht!
Ein anderes Langzeitprojekt ist der Bau einer Jolle nach alten (kaiserlichen) Plänen. Sie entsteht in Spantenbauweise als Gemeinschaftsarbeit von Schülern einer Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg und ihren Mentoren des Hafenmuseums bzw. ihrem Lehrer.

Hamburg - Hansahafen - Kranparade mit Rost ....

Hamburg – Hansahafen – Kranparade mit Rost ….

Ein Großteil der freiwilligen Mitarbeiter hat eine besondere Verbindung zum Hafen. Diese Menschen haben ursprünglich dort gearbeitet (die sogenannten Hafensenioren) oder sind immer noch im Hafen tätig. Viele sind also Teil der Geschichte und Entwicklung, kennen Techniken und Fertigkeiten, die es heute so gar nicht mehr gibt, weil sie überholt sind. Sie haben zahlreiche Veränderungen hautnah miterlebt und können daher einiges aus früheren Zeiten erzählen.
Das werden sie übrigens auch anlässlich der Langen Nacht der Museen! Sollten Sie keine Gelegenheit haben an diesem Abend, treffen Sie sie sonst beim regulären Besuch des Museums und haben die Möglichkeit, ihnen Ihre bereits unter den Fingernägeln brennenden Fragen zu stellen. Wenn es Sie packt, können Sie sogar eine komplette Führung buchen!

Hamburg - Hansahafen - Am Bremerkai / Ponton (alte Boote)

Hamburg – Hansahafen – Am Bremerkai / Ponton

Was momentan alle dort beschäftigt, ist die Frage, wie die Zukunft des Museums aussehen wird. Es ist nicht von Schließung bedroht, es geht um etwas anderes.
Vielleicht haben Sie dazu im letzten November eine Nachricht aus den Medien vernommen. Seinerzeit hat der Bund in Berlin den Hamburgern erhebliche finanzielle Mittel zugesagt. Es erfolgte die Zusicherung eines Betrags von insgesamt 120 Mio. Euro, der einerseits für die Schaffung eines großen Deutschen Hafenmuseums gedacht ist und gleichzeitig die Überführung (Rückführung aus New York) und Restaurierung der „Peking“ sowie die Einrichtung eines Liegeplatzes für den historischen Viermaster mit einschließt. Der Flying-P-Liner soll anschließend als Ausstellungsstück Teil des Museums werden.

Hamburg - Hansahafen mit alten Kränen - Kabelrolle ...

Hamburg – Kaianlagen am Hafenmuseum

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob für ein großes Deutsches Hafenmuseum der alte Standort beibehalten und der zur Verfügung stehende Raum in irgendeiner Form erweitert wird (angrenzender Schuppen?) oder ob an ganz anderer Stelle ein Neubau entsteht.
Anderer Standort? Womöglich gar nicht an der Elbe?
Wäre ein Hafenmuseum ohne Hafen und ohne Kaianlagen ein richtiges, ein echtes Hafenmuseum? Was wäre mit  den schwimmenden Objekten, die doch dazugehören und alles erst komplett machen?

Und was sicher auch gut im Auge behalten werden muss, ist die Tatsache, dass die „Peking“, die kurz vor der Verschrottung stand, sich in einem mehr als desolaten Zustand befindet. Ihre Restaurierung ist folglich umfangreich. Ein Umstand, der schnell dazu führen könnte, dass sich da das berühmte Fass ohne Boden entwickelt. Nicht unvorstellbar, dass sie klammheimlich einen Großteil des genehmigten Geldes schluckt und am Ende nur noch ein Bruchteil des Ursprungsbudgets für das dann immer noch zu schaffende Deutsche Hafenmuseum zur Verfügung steht.
Im November 2015 war kurzzeitig einmal von einer Aufsplittung der Gesamtsumme die Rede. 94 Mio. Euro für das Museum, 26 Mio. Euro für die „Peking“. Ob es dabei bleibt? Zwei separate Geldtöpfe von Anfang an scheinen ratsam …

Auf jeden Fall wäre es dem Hafenmuseum Hamburg und seinem engagierten Team sehr zu wünschen, dass sie für ihre Sammlung weiteren Platz und für ihre Arbeit zusätzliche Mittel erhalten. So viel wurde und wird bisher durch die Stiftung, durch nicht unbeträchtliche private Spenden und den enormen und unermüdlichen Arbeitseinsatz Freiwilliger realisiert. Was diese Arbeitszeit allein umgerechnet schon für einen Riesenbetrag darstellt!
Dies wird auch weiterhin notwendig sein, denn die angekündigten Berlin-Mittel gelten nicht für hinterher, für die laufenden Betriebskosten nach Eröffnung. Deren Finanzierung wäre ein Fall für den Hamburger Kulturetat – oder mit anderen Worten: Man ist weiter auf Unterstützung von privater Seite und durch die Stiftung angewiesen.

Hamburg - Hafenmuseum - Am Kai (Sauger IV und Kräne im Hintergrund)

Hamburg – Hafenmuseum – Am Kai – Dampfschutensauger „Sauger IV“

Ein Deutsches Hafenmuseum. Das klingt nicht schlecht. Eine Stadt wie Hamburg, mit dem größten deutschen Hafen und der Wichtigkeit, die dieser für sie hat, sie sollte doch idealer Standort für ein zukünftig zusätzlich überregional aktives und mehr als nur Hamburgs Hafengeschichte präsentierendes Hafenmuseum sein. Obendrein ein Museum, welches nationale und weltweite Bezüge und „Verstrickungen“ verdeutlicht.

Die Planung ist gestartet. Eine Fertigstellung ist für das Jahr 2021 anvisiert. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Doch bis es soweit ist, gibt es auf jeden Fall das bestehende Hafenmuseum Hamburg mit seinen vielen Aktivitäten und vielseitigem Programm.
Schnuppern Sie ruhig anlässlich der Langen Nacht der Museen einmal herein.

Wie Sie zum Museum hinkommen, zusätzliche Programmdetails etc. finden Sie hier.

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© by Michèle Legrand, April 2016
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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  1. #1 von leonieloewin am 08/04/2016 - 06:45

    Danke fürs Mitnehmen in das Hafenmuseum, das ich noch nicht kenne. Die lange Nacht der Museen wäre eine gute Möglichkeit. Schade, vielleicht später einmal. Viele liebe Grüße nach Hamburg, Leonie

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    • #2 von ladyfromhamburg am 08/04/2016 - 15:28

      Leonie, die Lange Nacht der Museen ist ja zum Glück ein jährlich wiederkehrende Aktion. Das steht dir weiterhin offen. Und das Museum hat im Laufe der Saison stets zusätzliche Veranstaltungen – abgesehen von der normalen Öffnung von April bis Ende Oktober. Die Website gibt eigentlich immer rechtzeitig Informationen heraus. Auch bei Facebook existiert eine Seite des Hafenmuseums.

      Liebe Grüße nach Teneriffa (solange du noch da bist ^^).
      Michèle

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  2. #3 von Pesen am 08/04/2016 - 13:41

    Da muss ich auch unbedingt einmal hin, Michele! Umso mehr nach dem Lesen Deines Beitrags. Als ich das 2. Bild sah, stutzte ich kurz, dann kam ich aber drauf. http://www.directupload.net/file/d/4318/nnrmuuhh_jpg.htm :-) LG Benjamin

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    • #4 von ladyfromhamburg am 08/04/2016 - 15:45

      Danke schön für dein Foto! Ja, das Ro/Ro Cargo Ship „Grande Lagos“ der Grimaldi Lines lag letzten Juli gerade gegenüber im Hansahafen am Unikai. Das hast du aber gut erkannt!
      Dann schau dir das Museum gern selbst einmal an, Benjamin. Mir gefällt, dass es sowohl drinnen als auch draußen etwas zu entdecken gibt. An einem der Hafenkräne veranstaltet übrigens Jochen Schweizer Bungee Jumping. Manchmal kann man auch das noch dazu miterleben – als Zuschauer oder sogar als Teilnehmer. ^^

      Vielen Dank fürs Hereinschauen und schönes Wochenende!
      LG Michèle

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  3. #5 von kowkla123 am 08/04/2016 - 14:26

    das hat mir auch gut gefallen, alles Gute und einen schönen Tag für dich

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  4. #9 von Plietsche Jung am 08/04/2016 - 19:56

    Jo, so issas !
    Und Schuppen 53 ist heute eine oft genutzte Eventlocation.

    Vor dem 11. September konnte man sich im Freihafen gut frei bewegen. Heute achtet der Zoll darauf, wer um die Container schleicht ;) Alles ist abgeriegelt. Die Amis wissen warum.

    Gefällt mir

    • #10 von ladyfromhamburg am 08/04/2016 - 20:06

      Du meinst sicher den Schuppen 52. Das ist der, der für Veranstaltungen nutzbar ist. Beziehungsweise gibt es inzwischen natürlich auch einige Events direkt im Hafenmuseum (Schuppen 50A). Der Schuppen 53 ist hingegen abgerissen.
      Die ganzen Umstellungen sind generell beachtlich. Sei es durch andere/zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, durch die Auswirkungen nach Abschaffung des „Freihafens“ oder auch durch sagenhaft viele Umleitungen und Sperrungen aufgrund von Baustellen im Hafengebiet. Jedesmal sieht es anders aus oder wird wieder woanders hindirigiert.

      LG Michèle

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      • #11 von Plietsche Jung am 08/04/2016 - 20:09

        Ah, dann hab ich mich vertan. Danke für den Hinweis.

        Ich kenne ein paar Leute beim Zoll, die sind schwer begeistert von der Politik…..

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  5. #12 von Stefan am 08/04/2016 - 22:21

    Liebe Michèle,
    wenn ich richtig informiert bin, so muss mit der „Peking“ schleunigst eine Klärung herbei geführt werden, da Eigentümer vermutlich noch immer die Amerikaner sind. Und bis Ende Mai muss der Liegeplatz in den USA geräumt werden. Angeblich soll es ein neues Gutachten geben oder in Auftrag gebracht werden um die Kosten von zur Zeit geschätzten 26 Millionen Euro neu zu prüfen. Wir haben ja hier unsere eigenen Erfahrungen mit Kostenvoranschlägen ;)
    Eigentlich sollte es gar keine Diskussionen über den Standort eines Deutschen Hafenmuseumns geben. Der einzige Nachteil am jetzigen Standort ist nach wie vor die nicht einfache Erreichbarkeit mittels Bahn, Bus und/oder Barkassen.
    Deine bildhafte Erklärung des Standortes ist auf den Punkt wie auch dieser Spaziergang neben der Information wieder höchst vergnüglich war und mich erinnert auch wieder einen Ausflug dorthin zu machen.
    Liebe Grüße,
    Stefan

    Gefällt mir

    • #13 von ladyfromhamburg am 09/04/2016 - 00:04

      Danke für deine Informationen bezüglich des Fortgangs in Sachen „Peking“, Stefan! Eben sah ich, dass tatsächlich auch heute gerade das Abendblatt das Thema in einem Artikel behandelt.
      Ich vermute, der genannte Betrag wird nicht ausreichen. Aber da nun das Schiff hierher geholt und wieder instand gesetzt werden soll, muss letztendlich auch eine Lösung in dem Fall gefunden werden, wenn zusätzliche Kosten anfallen. Es wäre nur schade, sollte dies dazu führen, dass es dem Museum selbst nicht mehr zur Verfügung stände …
      Heute sah ich eine Fotomontage bei der der Fotograf den Viermaster im bereits restaurierten Zustand an den Kai beim Hafenmuseum gelegt hat So wie es einmal ausschauen könnte. Sah schon attraktiv aus! (Obwohl die Größenverhältnisse eventuell nicht 100 %ig stimmten.)
      Ach, seien wir einfach optimistisch, dass alle Pläne gut umgesetzt werden können. ^^

      Falls du dem Hafenmuseum Hamburg demnächst einmal einen Besuch abstatten solltest, wünsche ich dir viel Vergnügen, Stefan.
      Vorerst ein schönes Wochenende und liebe Grüße!
      Michèle

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      • #14 von Stefan am 09/04/2016 - 12:48

        Warten wir ab und bleiben positiv gestimmt. Es wäre wirklich schade wenn die Pläne in nicht enden wollenden Diskussionen über Kosten u.a. dahin gehen. Viel Zeit ist nicht mehr.
        Heute meint es das Wetter gut mit uns. Dir bitte auch ein schönes und entspanntes Wochenende, Michèle.
        Liebe Grüße,
        Stefan

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  6. #15 von regenbogenlichter am 09/04/2016 - 00:18

    Danke für den interessanten Rundgang durch das Hafenmuseum liebe Michèle. Also ich finde den jetzigen Platz genial und vielleicht könnte man ja noch eine Touri-freundliche Busverbindung oder so schaffen.
    Liebe Grüße
    Ute

    Gefällt mir

    • #16 von ladyfromhamburg am 09/04/2016 - 20:48

      Das ist wirklich der Punkt, Ute. Die Erreichbarkeit. Der Standort ist momentan recht „ab vom Schuss“ und umständlich zu erreichen. Der Standort ist aber gut, nur eben die Anbindung nicht.
      Die normalen Barkassen haben das Hafenmuseum nicht als Ziel dabei, weil es dort keinen geeigneten Ponton zum Anlanden gibt. Im Sommer gibt es die sogenannte „Maritime Circle Line“, eine Barkassenroute, die touristisch interessante Punkte ansteuert. Aber nur dreimal am Tag und hauptsächlich die Leute, die das Auswanderermuseum (BallinStadt) im Hafen besuchen möchten, wählen diese Variante. Das Ziel wird auch vor dem Hafenmuseum angesteuert. Danach wird’s kompliziert, es mit den Anschlusszeiten hinzubekommen. Die nächste S-Bahn-Staion ist etwas weiter weg, zu Fuß für viele ältere Menschen oder bei schlechtem Wetter nicht das Wahre. Der Linienbus, der von dort fährt, hat auch nicht gerade häufige Abfahrten.
      Man müsste sich da echt was ausdenken. Eine bessere Anlandemöglichkeit, das mit die Linien-Barkassen das Hafenmuseum als Haltepunkt aufnehmen …

      Schönes Wochenende und liebe Grüße, Ute!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

      • #17 von regenbogenlichter am 09/04/2016 - 21:26

        Vielleicht kriegen sie es irgendwann hin…. aus Schweden habe ich jetzt Fotos von einem Amphibienbus gesehen. 😉
        Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße zurück
        Ute

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      • #18 von ladyfromhamburg am 09/04/2016 - 21:51

        So einer fährt ja nun demnächst auch bei uns. Testfahrten liefen bereits, und am nächsten Wochenende starten offiziell die Touren. ^^

        Gefällt 1 Person

      • #19 von regenbogenlichter am 09/04/2016 - 23:30

        Ah bei euch also… als ich das meinem Mann zeigte, sagte er, dass sie hier jetzt auch solche Busse fahren würden. Hatte es im TV gesehen. Er war sich nur nicht sicher wo. 😉 Cool…

        Gefällt 1 Person

  7. #20 von Reinhold Staden am 10/04/2016 - 10:29

    Wie immer eine tolle Reise durch Hamburg. Da ich mich letzte Woche für die Erweiterung Norden von Deutschland, Ammerland und Hamburg entschieden habe (es gibt nicht wirklich viel Architektur in Wiefelstede und im Wangerland :-) ) werde ich wohl öfter in Deinem Blog nach Fotolokationen suchen, die ich nicht kenne. Und davon gibt es wohl offensichtlich viele. Liebe Grüße. Reinhold

    Gefällt mir

    • #21 von ladyfromhamburg am 10/04/2016 - 22:47

      Wenn dir bei mir im Hamburg-Bereich etwas förmlich in die Augen springt … Immerzu, Reinhold, lass dich inspirieren! ^^ Ich freue mich bereits darauf, mir Motive bei dir zu betrachten, die ich prinzipiell vielleicht kenne, aber so eingefangen noch nicht gesehen habe. Und nicht in der Qualität, die du immer lieferst!
      Tja, wenn Wiefelstede und Wangerland bereits von dir leerfotografiert wurden, bleibt dir ja auch gar nichts anderes übrig, als die Fühler weiter auszustrecken. :-).

      Danke fürs Vorbeischauen und deinen Kommentar!
      Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

      Gefällt mir

  8. #22 von marliesgierls am 10/04/2016 - 20:29

    Schön, was Du mir mal wieder so frei Haus am Sonntag-Abend nahe gebracht hast, liebe Michèle. Natürlich kenne ich das Hafenmuseum, aber so ausführlich, wie ich es jetzt von Dir präsentiert bekam, ist es nicht mehr in meiner Erinnerung, also ein guter Grund, dies auch vor Ort aufzufrischen. Die lange Nacht habe ich leider verpasst, bzw. hatte auch keine Zeit. Aber das Museum läuft ja nicht weg, das hoffe ich wenigstens mal, denn der Standort sollte meiner Meinung nach schon bleiben.
    Nochmals Dankeschön für diesen informativen Museumsbesuch und liebe Grüße,
    Marlies

    Gefällt mir

    • #23 von ladyfromhamburg am 10/04/2016 - 22:51

      Gern geschehen, Marlies. Und dir ein Dankeschön für deine Zeilen dazu. Das Museum wird dir nicht davonlaufen. Bis 2021 ist das neue Deutsche Hafenmuseum sowieso nicht fertig und solange verrichtet das alte Hafenmuseum Hamburg auf jeden Fall seinen Dienst. Mal schauen, was dann wirklich und vor allem wie es umgesetzt wird.

      Liebe Grüße auch von mir zurück!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  9. #24 von Patrick H. am 10/04/2016 - 20:40

    Ich danke Dir für Deine tollen Beiträge! Alles gut recherchiert und interessant geschrieben!
    Das musste ich mal loswerden…

    Gefällt mir

    • #25 von ladyfromhamburg am 10/04/2016 - 22:53

      Das ist aber ein nettes Lob! Ich danke dir, Patrick! Freut mich sehr, ein so positives Feedback von dir zu bekommen!

      Liebe Grüße!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  10. #26 von Fred Lang am 11/04/2016 - 10:21

    Herzlichen Dank, liebe Michèle, für den ausführlichen und sehr informativen Bericht, den zu lesen mir als ehemaligem Hamburger großes Vergnügen gemacht hat. Die schönen Fotos sind das Tüpfelchen auf dem i! Ein Besuch des Museums ist vorgemerkt.

    Herzliche Grüße
    Fred

    Gefällt mir

    • #27 von ladyfromhamburg am 11/04/2016 - 22:13

      Hallo Fred, ich freue mich über deinen Besuch! Fein, wenn du es dir vormerkst. Gerade heute las ich, dass das Hafenmuseum bei der diesjährigen Langen Nacht der Museen enormen Zulauf hatte. Es kamen doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr – nämlich 5.900.
      Wenn man weiter sieht, dass als Teilnehmerzahl anlässlich dieser Nacht der Museen knapp 30.000 Menschen verteilt auf gut 60 Lokalitäten angegeben wird, dann finde ich das umso beachtlicher.

      Danke schön für deine Zeilen und liebe Grüße ins Alte Land!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  11. #28 von ernstblumenstein am 11/04/2016 - 11:47

    Ich habe wieder sehr viel Neues und Schönes über den Hamburger Hafen mitbekommen. Vielen Dank Michèle für diesen informativen Text, untermalt mit tollen Bildern. Hab eine frohe Zeit. Ernst

    Gefällt mir

  12. #30 von juergen61 am 12/04/2016 - 18:15

    Hallo Michele,
    ein sehr schöner Bericht über das Hafenmuseum …der Nacht der Museen stehe ich ein wenig skeptisch gegenüber…zuviel Menschen und zu wenig Ruhe um etwas wirklich anzuschauen…aber das gilt nicht für das Hafenmuseum…es hat eine grosse Aussenanlage mit Bahngleisen, historischen Schiffen und Eisenbahnwaggons …und innen im Schuppen tolle Exponate aus der (nicht wirklichgutenalten Zeit) mein Sohn der nur Container kennt konnte nicht fassen das früher ganze Schiffsladungen mit Muskelkraft,Dampfkran und Sackkarre auf Bahnwaggons umgeschlagen wurden…und da wo heute automatische Kräne zwischen Containerbergen herumkurven sich früher tausende von Hilfsarbeitern ihr Geld mit harter Arbeit verdienen mussten…
    Lieber Gruss, Jürgen

    Gefällt mir

    • #31 von ladyfromhamburg am 12/04/2016 - 20:43

      Oh, ich kann mir lebhaft vorstellen, dass für deinen Sohn alles wie aus einer anderen Welt gewirkt haben muss, Jürgen! Dein aufgeweckter Jung ist ja sonst durch seine Lego-Aktivitäten obendrein wahrscheinlich eher Richtung Zukunft als Richtung Vergangenheit orientiert. ^^

      Gut, dass es solche Sammlungen (Schaudepots) genause wie zwar alte, aber gepflegte, instand gesetzte und somit betriebsfähige Fahrzeuge bzw. Geräte gibt. Woher sonst sollten nachfolgende Generationen einen Eindruck von früheren Verfahrensweisen oder überhaupt den genutzten Materialien, den technischen Möglichkeiten und Prozessen erhalten. Abgesehen davon freuen sich aber auch ältere Menschen, die so bzw. damit gearbeitet haben, ihnen bekannte Dinge nun im Hafenmuseum wiederzusehen oder ihren jüngeren Familienmitgliedern zu erklären.
      Es geht wahrhaftig nicht darum, alles Frühere zu verklären, als besser darzustellen. Es soll eine Entwicklung besser vorstellbar machen, durchaus auch zeigen, wie schwierig einiges war und was – vielfach im Gegensatz zu heute und fast unglaublich – noch durch Menschenhand alles erledigt wurde!
      Du kennst ja auch das Außengelände. Ich nehme an, auch das war für deinen Junior interessant (sehr dubios!^^). Falls ihr noch nicht an einem speziellen Aktionstag da gewesen seid, merkt euch das Museum einmal vor, wenn besonders viel (Dampf-)Betrieb angesagt ist oder vielleicht auch noch gezeigt wird, wie früher genietet wurde.

      Ich danke dir für deine Anmerkungen hier! Schön, zu lesen, wie die Reaktion eines Kindes ausfällt!
      Liebe Grüße (unbekannterweise auch an deinen Sohn!)
      Michèle

      Gefällt mir

  13. #32 von Sartenada am 14/04/2016 - 07:56

    What a nice surprise to visit the harbor museum! I did not have an idea that this kind of museum exists. Thank You for these great photos and information about this museum. I am glad that I had possibility to visit it thru You beautiful photos.

    Gefällt mir

    • #33 von ladyfromhamburg am 14/04/2016 - 18:52

      Thanks for your kind reaction on this new blog post, Matti! Glad that you liked the topic as well as the photos I added.

      Have a nice evening and till next time!
      Michèle

      Gefällt mir

  14. #34 von Seenorway am 18/04/2016 - 11:39

    We invite you to visit Norway! Digitally, that is! ;-)
    On our blog: www. SeeNorway. wordpress.com
    you may find more than 5000 ‘full-screen-pictures’
    from Norway, and best of all: It’s all free! Of course, you
    can’t freely use our pictures, but it won’t cost you a penny
    enjoy them all. They are posted for your pleasure!
    Be advised to follow the links to our INDEX once you
    find it (at the end of any post you may choose).
    It will make it way easier to find what you are looking
    for! Welcome to Norway! ;-)

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  15. #36 von kowkla123 am 18/04/2016 - 14:05

    eine gute Woche wünsche ich dir
    , liebe Michelle

    Gefällt mir

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