Unterwegs in Hamburg: „Was finden Sie denn an dem Parkhaus so toll?“

Willkommen zurück! Ein gutes 2016 für Sie!
Die Zeit, sie fliegt bereits wieder, und das neue Jahr ist schon gar nicht mehr so extrem jung.

War bei Ihnen in der letzten Zeit auch wettertechnisch Obertrübnis angesagt? Ein ewig grauer Himmel?
Soweit ich mich entsinne, schien in Hamburg vor dem gestrigen 9. Januar zuletzt am ersten Weihnachtsfeiertag richtig die Sonne. Ich erinnere mich deshalb, da ich nämlich just an diesem Tag in der Küche am brutzeln des großen Familienweihnachtsmahls war und dabei etwas sehnsüchtig nach draußen blickte.
Frühlingshaft, blauer Himmel … Man kommt an solch einem Tag leider erst nicht weg vom Herd und bleibt später mit seinen Gästen in der Regel drinnen. Im Nu wird es auch dunkel. Sonne verpasst …
Vertagen klappte genauso wenig, denn danach zog mit der Kälte besagtes „Grauen“ ein und hielt sich hartnäckig. Mir ging das nach zwei Wochen richtig aufs Gemüt! Lichtmangel, Vitamin-D-Defizit, irgendetwas in der Art wird der Auslöser gewesen sein.
Gestern nun traute sich endlich wieder die Sonne hervor! Schon war ich eingemummt und zog Richtung Stadt.

Startete an der Binnenalster

Hamburg - Binnenalster - Anleger Jungfernstieg mit den Alsterbooten Bredenbek, Goldbek und Eilbek

Hamburg – Binnenalster – Anleger Jungfernstieg

 

Hamburg - Binnenalster - Möwenpickeis ... (Eisschollen auf der Alster, auf ihnen Möwen)

Hamburg – Binnenalster – Möwenpickeis …

 

Hamburg - Binnenalster - ... und es fahren doch Boote, trotz Eis.

Hamburg – Binnenalster – … und es fahren doch Boote, trotz Eis.

 

Hamburg - Binnenalster mit Lombardsbrücke im Winter mit Eisschollen

Hamburg – Binnenalster mit Lombardsbrücke

 

Zog weiter Richtung Planten und Blomen

Hamburg - Planten un Blomen - Winterlich an einigen Ecken ... (Blütenstände von Stauden im Schnee)

Hamburg – Planten un Blomen – Winterlich an einigen Ecken …

 

Hamburg - Planten un Blomen - ... an geschützter Stelle blüht die Zaubernuss (Hamamelis). Hamamelisblüte in orange/rot

Hamburg – Planten un Blomen – … an geschützter Stelle blüht die Zaubernuss (Hamamelis).

 

Ging zu Fuß zurück Richtung Hauptbahnhof – und da fiel mir wieder ein, was ich schon länger vorhatte:
Ich würde Ihnen gern wieder einmal etwas aus meiner Heimatstadt Hamburg zeigen bzw. verraten!
Natürlich hatten Sie auch schon die Fotos gerade eben, aber es gibt obendrein Spezielles, das selbst die Hamburger nicht automatisch kennen oder wenn sie es im Vorbeilaufen gesehen haben, nicht unbedingt ahnen, welche Bewandtnis es damit hat.

Wenn Sie mit der U-Bahn zur Steinstraße (U1) fahren und sich dort dem nördlichen Bahnhofsausgang zuwenden, mit der Rolltreppe oben auf Straßenniveau ankommen, so stoßen Sie direkt auf ein buntes Wandmosaik. Wissen Sie, was es darstellt? Ist es einfach nur nett anzusehen oder steckt mehr dahinter?

Stopp! Warten Sie! Ich erzähle doch „von hinten“. Es passt gerade besser. Dann muss ich nichts doppelt auf Sie loslassen.

Ich habe gestern ein Mosaikbild dort für Sie gesichert und brauchte als Ergänzung die Aufnahme eines bestimmten Parkhauses. Um das Gebäude wirklich ganz aufs Foto zu bekommen, war Abstand zum Objekt vonnöten. Ich überquerte daher die Kreuzung an der Steinstraße. Als günstigster Punkt entpuppte sich der Platz an einer Fußgängerampel schräg gegenüber. So stand ich plötzlich inmitten einiger Wartender und fotografierte über die Straße hinweg.

Hamburg - Das Saturn-Parkhaus nahe des Hauptbahnhofs

Hamburg – Das Saturn-Parkhaus nahe des Hauptbahnhofs

 

„Also da gibt’s doch wirklich schönere Sachen zu knipsen!“, meinte eine Frau zu ihrem Begleiter.
Sie sprach laut und deutlich, so dass ich es beim besten Willen nicht überhören konnte. Ihm war das etwas peinlich und da ich auch noch ungeniert zu ihnen hinschaute, fragte er mit etwas schiefen Lächeln:
„Was finden Sie denn an dem Parkhaus so toll?“
„Ich finde es überhaupt nicht toll.“
„Ja, aber wieso …?“
Die Fußgängerampel sprang auf Grün. Sie warteten weiter. Höflichkeit?
„Möchten Sie weitergehen, solange Grün ist, oder hätten Sie gern die Antwort?“, fragte ich.
Beide blieben stehen …

„Genau dort stand früher die „Wasch- und Badeanstalt Schweinemarkt“. Die war genauso rund
angelegt wie dieses Parkhaus von Saturn.
„Eine Badeanstalt? Dort? Haben wir noch nie gehört!“, meinten sie einstimmig. Obwohl sie hier leben würden.
Das ist nicht verwunderlich. Einerseits sind sie jünger als ich, und selbst ich habe es erst irgendwann durch einen Artikel erfahren, nicht durch Erinnerung an frühere Zeiten. Zu lang ist das alles schon her. Den Bericht dazu hatte ich mir allerdings gerade kurz vor meiner gestrigen Tour wieder einmal geschnappt.
Sie wirkten weiterhin interessiert. Also fuhr ich fort:

„Die Badeanstalt wurde 1855 eröffnet. Sie ist noch unter einem weiteren Namen bekannt; es fällt in diesem Zusammenhang häufig der Begriff „Tempel der Reinlichkeit“.
In den Jahren zwischen 1838 und 1860 arbeitete hier in der Stadt ein englischer Ingenieur namens William Lindley, der ganz erheblich an der Modernisierung Hamburgs beteiligt war. Ein Hauptaugenmerk lag dabei seinerzeit auf der Wasserversorgung und dabei ebenfalls darauf, gerade für die ärmere Bevölkerung durch öffentliche Badehäuser die Bedingungen zu verbessern. Man konnte in diesen Häusern nicht nur baden, sondern auch an über 30 Wäscheständen seine Wäsche waschen und alles verrichten, was in diesem Zusammenhang mit anfiel. Plätten, mangeln …“
„Nicht schlecht …“
„Nein, nicht wahr? Sie müssen sich das mit dem Bad ziemlich gut durchdacht vorstellen. Praktisch angeordnet. Ein eingeschossiger Bau, also längst nicht so hoch wie das Parkhaus heute. Ein runder Grundriss, in der Mitte ein Schornstein, der allerdings hoch und weit sichtbar aufragte. Er maß immerhin 40 Meter!
Ein Innenrund, darum ein Rundgang, von dem durch Holzwände abgetrennte Kabinen abgingen. Massenhaft Badenwannen! Die Angaben über die genaue Zahl sind nicht so ganz einheitlich. Sie schwanken zwischen 50 und 65 Stück, jeweils in Einzelkabinen aufgestellt. Selbstverständlich wurden Frauen und Männer getrennt! Sogar die Eingänge lagen an verschiedenen Straßen! Für die Damen hier an der Steinstraße, für die Herren am Steintor. Die Männer hatten zusätzlich zu den Wannen noch ein „Regenbad“. So nannte man die Duschen damals.
„Regenbad?“ Die Frau grinste amüsiert. „Wie lange gab es denn das Bad überhaupt?
„Bis Anfang 1963 immerhin. Es hatte im Krieg schon arg gelitten, wurde jedoch wieder aufgebaut. Irgendwann Anfang der 50er Jahre verschwand der Schornstein. Der wurde nicht mehr gebraucht. Und schließlich plante man Neues. Die Verkehrsplanung gewann an Gewicht, ein neues Kaufhaus sollte her. Erinnern Sie sich vielleicht noch an Horten? Bevor Saturn hier um die Jahrtausendwende einzog? So fiel letztendlich der Beschluss für die Aufgabe des Bades. Man wollte diese Fläche anders nutzen.“
„Man gibt ja generell in Hamburg gern Bäder auf …“, merkte der Herr an.
Womit er gar nicht so Unrecht hat.

„Waren Sie denn schon unten am Mosaik?“, fragte ich, „beim Abgang zur U-Bahn Steinstraße?“
„Nein, wir kommen direkt vom Hauptbahnhof. Was ist denn dort zu sehen?“
Ich zeigte Ihnen das von der Kamera gespeicherte Foto, das ich gerade zuvor aufgenommen hatte.

Hamburg - U-Bahnhof Steinstraße (U1) - Motiv "Wasch- und Badeanstalt Schweinemarkt" bzw. "Tempel der Reinlichkeit" (Mosaik von Walter Siebelist, 1904-1978)

Hamburg – U-Bahnhof Steinstraße (U1) – Motiv „Wasch- und Badeanstalt Schweinemarkt“ bzw. „Tempel der Reinlichkeit“ (Mosaik von Walter Siebelist, 1904-1978)

„Hier, können Sie etwas erkennen auf dem kleinen Display? So sah das Bad damals in etwa aus. Das Mosaik dazu stammt von dem Künstler Walter Siebelist. Es soll auch heute noch an den Tempel der Reinlichkeit erinnern.“
„Oh, das ist aber echt wesentlich hübscher als das dunkle Parkhaus“, fand sie. „Lass uns doch noch mal eben runter gehen, das ist ja nur ein paar Meter entfernt“, fügte sie, ihrem Begleiter zugewandt, hinzu. „Ich möchte das gern mal groß sehen.“
Wir verabschiedeten uns.
„Viel Spaß!“, wünschte ich den beiden. „Das Saturn-Parkhaus am Steintorwall hat man übrigens extra deshalb rund angelegt. Wegen des ehemaligen, ebenfalls runden Bades. Mein Parkhaus-Fotowunsch diente quasi der Komplettierung meiner Fotoaktion. Nur um noch Ihre Frage von vorhin ganz zu beantworten …“

Und so marschierten die beiden Richtung Mosaik, ich hatte mein Foto des hässlichen Parkhauses, ebenso das des Wandbilds und sogar noch eine Unterhaltung, die Ihnen gleich alles mit erklärt. Zwei bis fünf Fliegen mit einer Klappe erwischt, würde ich das nennen.

Für heute verabschiede ich mich. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag!
Vielleicht ist zufällig bei Ihnen Badetag. Dann gedenken Sie kurz früherer Zeiten, erfreuen sich dann an Ihrem modernen Regenbad oder der komfortablen Wanne und daran, dass Sie selbst den Hahn auf- und zudrehen dürfen. Das war im Bad nämlich alleinige Sache der Angestellten!
Bei Ihnen daheim gibt es sicherlich auch keine Klassengesellschaft. Damals im Tempel der Reinlichkeit existierte hingegen eine Erste und eine Zweite Klasse! Mit entsprechenden Wannenunterschieden! Die bessere war aus Stein mit schöner, weißer Innenlasur. Badehandtücher, Bürste und Kamm inklusive. Die einfachere Version hieß Zinkwanne. Dazu nur ein Tuch. Etwas härter …

.

Quelle:
Ich habe einen alten Artikel von Dierk Strothmann aus dem Jahr 2007 aus dem Abendblatt-Journal zurate gezogen. Einige Details sind seinem Bericht entnommen. Weitere Informationen entdeckte ich in folgendem Buch, das ich Ihnen empfehle, wenn Sie die Stadt und seine Geschichte generell interessiert: Es trägt den Titel „Hamburger Geheimnisse“ und wurde vor nicht allzu langer Zeit vom Hamburger Abendblatt herausgebracht. Man ist darin insgesamt 50 Besonderheiten auf der Spur.

.

© by Michèle Legrand, Januar 2016
Michèle Legrand - freie Autorin - ©Fotograf Andreas Grav

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  1. #1 von ostseedelphin am 10/01/2016 - 09:59

    Vielen Dank für die Interessante Geschichte am Morgen. Hat mir sehr gefallen.

    Gefällt 2 Personen

    • #2 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 14:40

      Das freut mich natürlich sehr zu lesen! Vielen Dank für das positive Feedback.
      Ich wünsche noch einen entspannten Sonntag weiterhin!

      LG Michèle

      Gefällt mir

  2. #3 von Ulrike am 10/01/2016 - 10:58

    Was für ein toller Beitrag! Ich komme häufig an der U-Bahn-Station Steinstraße vorbei und werde nun mit ganz anderen Augen drauf gucken. Und Badetag ist auch gleich bei mir!
    Ich wünsche einen schönen Sonntag
    Ulrike

    Gefällt mir

    • #4 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 14:57

      Hallo Ulrike! Wie schön, dass du dich als in Hamburg Lebende an diese kleinen Besonderheiten und Geheimnissen erfreuen kannst und nun sogar irgendwann bei passender Gelegenheit wahrscheinlich sogar selbst einmal das Mosaik in Augenschein nehmen wirst! Viel Spaß dabei!
      Ich danke dir für deine Zeilen! Schönen Sonn- und Badetag! ^^

      LG Michèle

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  3. #5 von Hinnerk und Henrikje am 10/01/2016 - 11:12

    Oh wie spannend, das habe ich auch noch nicht gewusst. Vielen Dank für diese Infos und einen schönen Sonntag für dich. Liebe Grüße Andrea

    Gefällt mir

    • #6 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 15:01

      Das geht doch ganz vielen Ortsansässigen so, dass sie die vielen kleinen Besonderheiten gar nicht alle kennen können, Andrea. Um so schöner finde ich es immer, wenn es mir gelingt, zu einem entdeckten Detail Hintergrundinformation zu bekommen und – oft nur für mich – solche Sachen zu klären. Man hat einfach mehr davon, wenn man die Geschichte zu etwas (Mensch, Ding, Pflanze – was auch immer) kennt. Schön in deinem Kommentar zu lesen, dass auch du es spannend findest!

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  4. #8 von Hamburg und Mee(h)r am 10/01/2016 - 11:17

    Schöner Beitrag. Danke !

    Gefällt mir

  5. #10 von gsharald am 10/01/2016 - 11:47

    Was sich alles so aus einem Mosaik ergibt. Die Zeit mit den zentralen Badeanstalten kenne ich auch noch. Damals gab es in der Regel noch keine Badewanne oder Dusche in den Wohnungen. Gewaschen hat man sich am Wasserstein.

    Zu Deinem Bericht über das Parkhaus und Horten. Alles gließt, alles verändert sich. Wenn wir in 20 Jahren noch einmal schauen, kennen wir unsere Stadt nicht mehr.

    Einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Harald

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    • #11 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 15:16

      Die Veränderungen sind schon beachtlich, doch wenn ich die Stadt (ich spreche jetzt nur von Hamburg) betrachte, so ist viel Prägendes da, was noch längere Zeitspannen überdauern wird. Nichtdestotrotz hast du durchaus recht, dass sich alles im stetigen Wandel befindet. Vermutlich ist es auch für jemanden vor Ort nicht so deutlich spürbar wie z. B. für einen Menschen, der nach zehn oder zwanzig Jahren Abwesenheit das erste Mal wieder „seine“ Stadt besucht. Dann fallen die Veränderungen deutlicher auf. Dann wirken ganze Straßenzüge anders, die Verkehrsführung hat sich geändert, eine neues Viertel entstand …

      Du kennst also noch die Zeiten der Badeanstalten? Ich denke, sie waren angesichts der Umstände eine gute Lösung. Und wenn ich mir überlege, wie es hier nach dem Krieg in HH aussah, kann man sehr froh sein, dass auch der „Tempel der Reinlichkeit“ wieder hergerichtet wurde. Denn als alles zerbombt war, wer hatte denn da schon regelmäßig Wasser, geschweige denn in seiner eigenen Wohnung – inkl. einer Badewanne!

      Ich danke dir für deine Zeilen, Harald, und wünsche auch dir einen schönen Sonntag!
      LG Michèle

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  6. #12 von Plietsche Jung am 10/01/2016 - 13:06

    Ich bin sehr beeindruckt.

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  7. #15 von Zeitreisender am 10/01/2016 - 14:12

    Wie immer ein sehr interessanter Bericht zum Jahresbeginn, auch für Nicht-Hamburger :-) Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr mit viel Sonnenschein und weiterhin spannenden Blog-Ideen!
    Liebe Grüße!
    Volker

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    • #16 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 15:26

      Danke, Volker, den wünsche ich dir auch – genauso wie die Ideen für Neues auf deiner Seite!
      Schön, dass du als Nicht-Hamburger den Geheimnissen meiner Stadt dennoch etwas abgewinnen kannst! Ein Dankeschön fürs Hereinschauen und Kommentieren!

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  8. #17 von Dirk Daniel am 10/01/2016 - 15:15

    Spätestens als ich „U-Bahn“ las, war ich gefangen. Ich bin eher selten in Hamburg, stand aber das letzte Mal genau in diesem Parkhaus. Schön etwas über die Historie dort zu erfahren.

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    • #18 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 15:29

      Hallo Dirk, das ist aber eine nette Überraschung, hier von dir zu lesen! – Du kennst das Parkhaus? :-) Na, wenn du mal wieder hier bist, kannst du dir ja auch das Mosaik dazu ansehen, nachdem du dein Auto wieder dort abgestellt hast.^^
      Ich danke dir für deine Zeilen und hoffe, dein Weg führt dich mal wieder hierher!

      LG Michèle

      Gefällt mir

  9. #19 von kowkla123 am 10/01/2016 - 15:47

    LIebe MIchelle, wie du das immer so toll in Worte packst, echt toll, das letzte Mal in Hamburg war ich in einer Garage in einem Hotel direckt am Hauptbahnhof, wünsche dir einen guten Sonntag und guten Start in die neue Woche

    Gefällt mir

    • #20 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 16:12

      Danke schön für deinen Kommentar, Klaus! Fein, wenn es dir wieder gefiel! Dann warst du ja bei deinem letzten Besuch im Grunde sehr nah der erwähnten Stelle – vielleicht ein wenig mehr auf der Nordwestseite des Hauptbahnhofes als auf der Südostseite. Ich entsinne mich, dass es dort mehrere Hotels gibt. (Außer du warst im Park Hyatt Hotel, das sich nun wirklich nur ein paar Schritte entfernt befindet.^^)
      Ich wünsche auch dir noch einen schönen Sonntag!

      LG Michèle

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  10. #21 von alesiablogs am 10/01/2016 - 15:58

    Thx for sharing. Wish I could read it better!!

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    • #22 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 16:44

      Thanks for your visit and for trying, Alesia! I know, it’s difficult and it’s much!
      I talked about a place in the city centre of Hamburg where you can see a large, grey parking garage nowadays. But in former times – till 1963 – you could find there a public bath instead. The building had a round groundplan shape and apart from „bathhouse“ it was called the „temple of cleanliness“, too. It was built already between 1852 and 1855 by an English engineer, William Lindley, who worked here in Hamburg and focussed on the modernisation of the city, which included but was not limited to the improvement of the water supply. At that time only very few people had water in their houses (regularly) – not to mention a bath room or an own bathtub!

      The public bath was rather popular and even after it had been partly destroyed caused by bomb attacks during WW II, it was reconstructed respectively repaired and reopened shortly thereafter. People needed it urgently, as hardly anybody had water or a bath after the war …
      The end approached when the situation changed and when new plans were announced. New ideas for the traffic and the streets, the desire to build a department store, the need for exactly this area where the bathhouse still survived.
      In January 1963 they closed the temple of cleanliness, erected the large parking garage destined for the new huge department store at its place and in remembrance of the former round bathhouse they copied the shape and built a round garage.

      When you turn to the underground station Steinstraße – just beside this garage – you will find downstairs a mosaic at the wall which gives an idea of the former bath. You can see it on my last photo, Alesia.
      I hope it’s now a bit easier to follow the German text. ^^

      Have a nice Sunday and best regards!
      Michèle

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  11. #30 von juckplotz am 10/01/2016 - 16:12

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich bin nicht aus Hamburg und lebe auch nicht dort. Aber solche Geschichten interessieren mich. Und ich bin in der letzten Zeit dazu übergegangen, auch „hässliche“ Bauwerke zu fotografieren. Irgendwann fragt sich jemand, wie es anno 2016 da ausgesehen hat. Und dann gibt es Bilder – und hoffentlich auch Geschichten dazu

    Gefällt mir

    • #31 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 16:52

      Ich finde die Idee, umfassend per Foto zu dokumentieren auch sehr gut! Denn auch das Hässliche gehört dazu! Für meine eigene „Erbauung“ ziehe ich natürlich schon zunächst für das Auge schöne Motive und Ansichten vor, doch um ein Gesamtbild wiederzugeben, braucht es halt auch den Rest.
      Heb nur deinen Fotoschatz gut auf, es wird sicher jemand irgendwann danach fragen, denn es ist die Minderheit, die ein Archiv besitzt, das umfassend und nicht ausschließlich hübsch ist. Ganz sicher gibt es auch und gerade zu den umstrittenen oder hässlichen Bauwerken ganz eigene Geschichten und Entwicklungen zu berichten. Das machen dann Blogger (oder das, was nach ihnen kommt ^^) in ein paar Jahrzehnten.

      Ich danke dir für deine Reaktion und den Besuch im Blog!
      Liebe Grüße
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  12. #32 von marliesgierls am 10/01/2016 - 18:36

    Liebe Michèle,das war mal wieder eine ganz runde Geschichte, und dann noch mit „echtem“ Leben, also doppelt gut! Zum Mosaik muss ich noch, aber in der Gegend bin ich öfters. Das Parkhaus verbinde ich mit einer anderen Geschichte: mein Sohn hat frisch den Führerschein und ein eigenes kleines Auto, wir fahren nach HH, wollen ins Saturn Parkhaus, warst Du schon mal?
    Nach der Schrank geht es gleich bergauf, Anfahren mit Handbremse war angesagt, das klappte natürlich nicht, Diverse male abgewürgt, bis wir beide Schweiß gebadet die Plätze wechselten, Mutter musste dann ran. Fällt mir jedes Mal ein, wenn ich da um die Ecke fahre, meist nehme ich jetzt das Parkhaus City Hof, was ich aber auch auf keinem Fall einen Anfänger empfehlen würde, ich habe da so meine Erfahrungen.
    Also wir hatten hier einige sehr schöne Tage, zwar kalt, aber ich habe die Sonne öfters gesehen, heute kam sie ja auch noch raus und es wurde ein schöner Nachmittag, fast Frühling, auch wenn noch einiger Schnee und Eis rumliegt.
    Dir noch einen schönen Rest-Sonntag, liebe Grüße Marlies

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    • #33 von ladyfromhamburg am 10/01/2016 - 22:17

      Liebe Marlies, das klingt echt abenteuerlich! Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass einem Neuling in dem Fall ganz schnell der Schweiß tropft!
      Parkhäuser sind generell nicht so prickelnd, oder? Nützlich, aber nichts, was man besonders gern ansteuert. Schon gar nicht die mit zig Decks, wo einem schon vorher übel wird, ehe man überhaupt oben ankommt (wo natürlich nur noch etwas frei ist).
      Dazu kommt, dass die älteren noch für kleinere Fahrzeuge gebaut wurden, dort sind Fahrspurbreiten, Wendekreise, Abstände etc. noch ganz anders kalkuliert. Genauso wie die einzelnen Plätze selbst. Das ist manchmal eine Zirkelei! Es braucht nur noch jemand ungeschickt und platzintensiv neben dir einparken – schon kommst du kaum wieder raus.
      Da ich ja in Hamburg wohne und zur City keinen so großen Anfahrtsweg habe, nehme ich grundsätzlich die Bahn. Das ist mir zu nervig per Auto und mit den Gebühren, die anfallen, wird das Parken ein relativ teures Vergnügen. Das rentiert sich nur, wenn es große Sachen zu transportieren gibt, man vorfährt, einlädt und die Stadt danach wieder verlässt.
      Marlies, freut mich, dass dieser Blogpost wieder etwas nach deinem Geschmack war! Danke schön für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  13. #35 von wholelottarosie am 11/01/2016 - 18:55

    Eine schöne Geschichte der Geschichte Hamburgs!
    Im Oktober war ich für eine Woche in Hamburg und habe mich natürlich fast nur an den touristisch interessanten, bzw. angesagten Orten umgesehen. Wenn ich wieder mal in Hamburg bin, werde ich mir einige Dinge aus deinem Blog aufschreiben und diese Gegenden und Tipps besuchen. So auch diese „Badeanstalt der Reinlichkeit“….
    LG von Rosie

    Gefällt mir

    • #36 von ladyfromhamburg am 12/01/2016 - 17:21

      Ich danke dir für den Besuch hier und für deinen Kommentar! Keine schlechte Idee, sich ein paar der Besonderheiten dieser Stadt mit zu notieren und bei Gelegenheit vorbeizuschauen! Wobei es aber gar nichts daran auszusetzen gibt, wenn du während deines kürzlichen Aufenthalts zunächst die bekannteren Stätten angesteuert hast. Sie sind ja auch schön! Nicht umsonst sind sie beliebt, auch bei den Hamburgern selbst! Man kann eben nur so dann und wann herrlich ergänzen. Gerade, wenn die erste Neugier nach den typischen Highlights gestillt ist. ^^

      Liebe Grüße auch von mir zurück, Rosie!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  14. #37 von leonieloewin am 12/01/2016 - 19:53

    Vielen Dank für die erneute Mitnahme durch Hamburg. Ab und zu haben auch Parkhäuser historische Geheimnisse :-). Ganz liebe Grüße Leonie

    Gefällt mir

    • #38 von ladyfromhamburg am 17/01/2016 - 13:46

      Gern geschehen, Leonie. ^^ Und ja, man ahnt oft nicht, was früher so alles genau dort oder etwas drum herum existierte. Und welcher Bezug bis in die heutige Zeit besteht.

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  15. #39 von kowkla123 am 14/01/2016 - 12:49

    das Hotel hieß irgendwie anders, aber über die Straße war der Bahnhof, möge es ein guter Tag werden

    Gefällt 1 Person

  16. #40 von ernstblumenstein am 15/01/2016 - 23:11

    Herzlichen Dank Michèle für die kompetente und interessante Stadtbesichtigung. Herrlich die Bilder, die deinen Text wunderbar begleiten. Ich wünsche dir von Herzen ein gesundes und gefreutes 2016, das Dir hoffentlich viel Zeit für deine Steckenpferde lässt. Das NEUE ist ja schon da und beginnt, uns wieder mit Alltags-Müll zu umgarnen und einzudecken. Ja, die Zeit…

    Sie eilt uns davon – wir laufen ihr nach. Lässt uns kaum Zeit, in Gedanken zu verweilen,
    zu träumen. Zeit nur mal einfach so vertrödeln, den Gedanken nachhängen, die Seele baumeln lassen. Es sind diese raren und kostbaren Augenblicke, die es zu erhaschen gilt – die unserem Gemüt gut tun. In diesem Sinne grüße ich dich herzlich. Ernst

    Gefällt mir

    • #41 von ladyfromhamburg am 17/01/2016 - 13:51

      Hallo Ernst, vielen Dank für deinen Besuch im Blog, die Reaktion auf den Beitrag und auch deine nachdenklichen Anmerkungen zu unserer Zeit. Es ist wirklich manchmal unerlässlich, sie ein bisschen auszubremsen. Um eben die von dir erwähnte Zeit zum Nachdenken, zum Vertrödeln, zum sich etwas Gutes tun … zu haben. Zu erwischen! Sonst ist sie wieder futsch.

      Ich grüße herzlich zurück und wünsche noch einen schönen Sonntag. Wahrscheinlich habt ihr mittlerweile ordentlich Schnee, oder?

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  17. #42 von flowerywallpaper am 19/01/2016 - 15:50

    Liebe Michèle. sollte mich das Schicksal doch noch einmal nach Hamburg führen, so werde ich mir von der Geschichte- und Stadtführerin Michèle verborgene Reliefs und sonstige Kunstschätze zeigen lassen. Da ich in Raume Wien aufgewachsen bin sende ich dir den Link, wie man dort zu solchen Volksbädern gesagt hat. Liebe Grüße aus dem Gebirge.
    https://www.wien.gv.at/bezirke/dezentralisierung/entscheidungsrecht/troepferlbaeder.html

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    • #43 von ladyfromhamburg am 19/01/2016 - 18:09

      Das ist doch ein hervorragende Idee! So ein paar Dinge aus der Geschichte würden dich mit Sicherheit interessieren, Ernestus. (Abgesehen von den aktuellen Ausstellungen etc., die vielleicht zunächst ein Grund für einen Besuch in Hamburg werden könnten.)
      Ich danke dir sehr für den Link zu den Wiener Volksbädern, den Tröpferlbädern. Auch ein sehr netter Name! ^^ Ich sehe, dass es dort in etwa dem gleichen Zeitraum zur Modernisierung der Abwasservorrichtungen, der Wasserversorgung und zur Verbesserung der Hygiene – somit auch zu diesen Einrichtungen – kam.

      LG Michèle

      Gefällt mir

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