… und schon ist’s eine ABM uexA!

Heute möchte ich Sie warnen. Passen Sie bloß auf, worauf Sie sich einlassen!
Schon im Fall von Kompromissen, die geschlossen werden, ist gesunde Vorsicht angebracht, doch bei denen
teilen Sie im Normalfall wenigstens gerecht damit eventuell verbundenen Aufwand, Ärger, entstehende
Kosten etc.
Nein, ich warne heute eindringlich vor den Folgen, die bei einseitigen Sachen, den Zugeständnissen, auf einmal über Sie hereinbrechen!
Geben Sie acht, wenn jemand penetrant quengelt! Bezüglich der Durchsetzung höchst eigener Vorstellungen anhaltend nervtötend insistiert. Sie finden dieses Verhalten und derart geäußerte Wünsche und Forderungen zwar völlig unangemessen, nur irgendwann steht es Ihnen bis Unterkante Oberlippe. Trotz anderer Auffassung knicken Sie ein und geben nach. Weil Sie die Dauerstreitfrage aufregt, weil Sie friedliebend sind.
Ein ganz kurzer Moment, ein unbedachter Entschluss, der mit einem laut geäußerten Satz aus nur acht Wörtern öffentlich wird. Der Sie festnagelt! Das war’s; von da an sind Sie plötzlich Wochen beschäftigt!

Eine Kettenreaktion startet, die Ihnen ungefragt eine ABM uexA beschert. Ich spreche aus Erfahrung!
Der Gemahl und ich hatten sie selbst gerade am Wickel. Gerade? Seit Wochen! Nein, Monaten!
Nur für den Fall, dass Sie mit der Entschlüsselung des Kürzels kurz hadern:
Bei der ABM uexA handelt es sich um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ungeahnt extremen Ausmaßes!

Die Chronik der Ereignisse

Zur Sache

Erinnern Sie sich noch an die Erwähnung des heiklen Themas „Efeu an der Grenze“? Nun, das war der Anfang, der Auslöser. Heute zeige ich Ihnen, wie daraus eine intensive und auch nicht ganz billige ABM wird. Diese oder eine UBT (unerwünschte Beschäftigungstherapie) der übelsten Sorte.

Die Ausgangslage

Der hintere Grundstücksbereich schließt zum Nachbarn mit einem hohen Holzsichtschutzzaun ab. Die Elemente sind teils blickdicht mit eng gesetzten Diagonallatten, teils sind es zur optischen Auflockerung offene, schmalere Rankgitter mit Sprossen.
Der Zaun steht ca. 20 Jahre, ist seit einigen Jahren komplett mit Efeu bedeckt, der regelmäßig gestutzt wird. Eine grüne Wand, die wir lieben. Die Tiere vergöttern sie auch. Der Nachbar liebt sie in dieser Form nicht. Leider schummelt sich der Efeu auch auf seine Seite, Richtung Licht.

Efeutapete an der Sichtschutzwand ... (efeuberankte Holzwand)

Efeutapete an der Sichtschutzwand …

Nachbars und unsere Vorstellungen von Natur und Garten weichen grundsätzlich ein wenig voneinander ab. Bei ihm lautet die Devise generell: Alles, was höher als 30 cm wächst, kommt raus bzw. wird abgeholzt.

Die Entwicklung

Der Efeu ist inzwischen zum mehr als leidigen Thema geworden. Können Sie nachempfinden, dass man irgendwann der Diskussion dermaßen überdrüssig ist? Soll das ständig wiedergekäut werden?

Der entscheidende Moment

Ende März. Der Nachbar fühlt wieder einmal auf den Zahn, nörgelt. Er hat bei mir einen schwachen Tag erwischt. Ich bin es leid. Es fällt der verhängnisvolle Seufzersatz:
„In Ordnung, ich werde den Efeu komplett entfernen.“

Die auf dem eigenen Grundstück unmittelbar vor der Holzwand gesetzten Büsche sind glücklicherweise mittlerweile so hoch, dass die optische Auswirkung durch ein Entfernen des Efeus nicht ganz so fürchterlich ausfallen wird. Die anschließende Kahlheit der Wand wird durch die Sträucher weitgehend verdeckt.

Als der Zaun im Hintergrund noch efeubewachsen und grün war ...

Als der Zaun im Hintergrund noch unauffällig, efeubewachsen und grün war …

Das Roden unterschätzt!

Amseln nisten noch im Efeu, der Beginn der Aktion verschiebt sich in den April. Es ist ungemütlich draußen, und es ist eine Mordsarbeit. Das Kappen geht zunächst, die Abfallmengen sind allerdings schon dabei enorm. Zusätzliche gebührenpflichtige Müllsäcke (damit die Müllabfuhr sie abfährt) fallen in großer Stückzahl an.

Efeu wächst überall hindurch ...

Efeu wächst überall hindurch …

Die Stunden vergehen. Jetzt tritt zu Tage, dass der Efeu im Laufe der Jahre richtige Stämme ausgebildet hat, die nicht allein an der Wand haften, sondern sich klammheimlich durch Ritzen der Wand geschlängelt haben. Anfangs zart und dünn, mit zunehmendem Alter und größerem Durchmesser haben sie die Latten förmlich gesprengt.

Solange der Efeu dort wuchs, alles hielt und bedeckte, herrschte beste Ordnung. Er schützte das Holz sogar vor Nässe und vor Fäunis. Nun kommen mir beim Zurückschneiden jedoch die Latten einzeln entgegen, denn das ganze Holzelement ist verzogen, der Rahmen auseinandergedrückt, die Diagonallatten auf einmal zu kurz und losgelöst.

Ich versuche, möglichst von meiner Seite aus alle Pflanzenreste zu entfernen. Auf der Leiter stehend und weit über die Holzwand nach drüben gebeugt, erwische ich die Enden, die zum Nachbarn herüberhwachsen und kann sie vor dem Abschneiden zu mir heranziehen. So fällt nichts auf seine Pflanzen … und ich muss nicht hinüber. Das würde ich ihm vorerst gern ersparen – und mir auch!

Sichtschutzzaun - Der Efeu hat sich seinen Weg gebahnt ...(Efeu durchwächst Sichtschutzzaun)

Sichtschutzzaun – Der Efeu hat sich seinen Weg gebahnt …

Schadensaufnahme

Das Wetter spielt nicht immer mit. Mal hindern pralle Sonne und Schattentemperaturen, die bereits bei 35 °C liegen, mal komplett verregnete Tage am Vorankommen, und ab und zu verlangt – zumindest nach langen Stunden draußen – auch der Rücken eine Unterbrechung. Doch irgendwann, nach insgesamt mehrtägigen Aktionen, sind die Pflanzenreste entfernt. Jedenfalls fast. Einiges ist in den Dichtzaun-Elementen dermaßen verwachsen, dass es nicht zu lösen ist. Diese Zaunteile sind wahrscheinlich gar nicht zu retten.
Die offenen Rankgitter haben offenbar nicht so gelitten, sie können weiter verwendet werden. Oder?

Begutachtung

Der Gemahl betritt nun ebenfalls die Szene und begutachtet mit fachkundigem Auge.

Der Entschluss

Wir entscheiden uns, neue breite, blickdichte Elemente gleicher Größe und Machart zu erstehen, die zu dem Rest – den Rankgittern, die nicht ersetzt werden sollen – passen.

Sichtschutzzaun - Nicht zu fassen, mit welcher Kraft Efeu unterwegs ist und Latten sprengt ...

Sichtschutzzaun – Nicht zu fassen, mit welcher Kraft Efeu unterwegs ist und Latten sprengt …

Sisyphusarbeit

Es ist mühsam und dauert, ehe eine Quelle aufgetan ist, die sämtliche Voraussetzungen erfüllt. Es soll lang haltbares, gutes Holz sein, nicht Fichte, Kiefer etc. Es soll außerdem mit den restlichen offenen Teilen harmonieren. Das vorherige Holz ist auch ein qualitativ gutes gewesen.
In dem Zusammenhang wird bald klar, dass es nur in diesen Holzqualitäten überhaupt ein Modell ähnlichen Stils (diagonal verarbeitete Latten) und vor allem derselben Maße gibt. Das ist wichtig, damit die vorhandenen, einfundamentierten Pfosten weiter genutzt werden können und nicht auch noch versetzt werden müssen.

Der gefundene Hersteller sitzt in Niedersachsen, dessen Vertragshändler im Norden Hamburgs.
Telefonisch bestellen lässt sich das Gewünschte dort nicht. Wir müssen selbst hinfahren.
Kurz danach ist auch das erledigt. Die Bestellung läuft, die Lieferzeit beträgt leider sechs Wochen. Wieder eine längere Unterbrechung. Die Frist verlängert sich später sogar auf acht Wochen. Doch immerhin werden die neuen Teile bereits in einem passenden Farbton vorlasiert. Eine Arbeitserleichterung. Wirklich?
Es wäre zu schön, denn die Aktion entpuppt sich mittlerweile bereits als ein recht arbeitsintensives und auch nicht ganz billiges Vergnügen.
Der Rechnungswert liegt jedoch praktischerweise knapp über dem Betrag, ab dem die Anlieferkosten entfallen. Und es gibt Skonto bei früher Zahlung! Wenigstens etwas.

Nebenerscheinungen

Während der Arbeiten am Efeu bin ich von einer Zecke erwischt worden. Vorsichtshalber zeige ich die Stelle dem Arzt. Ich habe bisher keine eigene Erfahrung mit diesen Viechern, und der Biss sieht nicht gerade harmlos aus. Nach einer Borreliose steht mir nicht der Sinn.
Ich habe außerdem wieder einmal Kratzer und Schrammen wie nach dem Kampf mit einer Wildkatze, da mich die am Zaun wachsenden Büsche attackieren. Auch der Feuerdorn, der nicht umsonst so heißt! Seine Dornen und die Absonderungen aus frischen Schnittstellen sind sehr aggressiv, Hautverletzungen heilen nur langsam.
Als Krönung folgt eine allergische Reaktion auf irgendeine Substanz, die eine dicke Beule, eine 2-Euro-Stück-große, brandblasenähnliche Reaktion am Arm hervorruft. Doch in den Wochen bis zur Lieferung hat ja alles genügend Zeit abzuklingen …

Feuerdorn (Pyracantha coccinea)

Feuerdorn (Pyracantha coccinea)

Diesmal stutze ich kurz bevor die Wartezeit vergangen ist vor dem Restzaun zusätzlich einen breiten Arbeitsbereich zur besseren Montage der neuen Teile. Immerhin sind wir dann mindestens zu zweit dort auf engem Raum tätig.
Wieder bedeutet es Stunden im Garten zu verbringen, wieder türmen sich Abfallberge und der Kauf einer Unmenge weiterer Müllsäcke der Stadtreinigung steht an. Dazu gesellen sich neue Striemen und andere Verwundungen. Sie lassen sich auch durch lange Ärmel und Handschuhe nicht verhindern.
Hat man irgendwo eingekürzt und insgesamt zurückgenommen, sieht der Anschlussbusch von der Größe her völlig unpassend aus und muss angeglichen werden. Eine unendliche Geschichte …

Vögel, Eichhörnchen und Co.

Die Fauna ist beleidigt. Zu viel Unruhe im Garten, zu viel Geliebtes, was plötzlich nicht mehr da ist. Einige bleiben vorerst demonstrativ weg …

Die Rechnung

Obwohl die Ware schon bezahlt ist, trifft kurz vor dem Liefertermin eine Rechnung mit einem höheren Endbetrag ein. Eine Differenz ist demnach noch offen. Wie das? Der Clou: Dadurch, dass Skonto abgezogen wurde, sinkt die Endsumme unter den Betrag, der für das Entfallen einer Liefergebühr relevant ist.
Das kann doch nicht wahr sein!
Man überredet uns erst zu vorzeitiger Zahlung mit dem Lockmittel Skonto, und danach kommt als Belohnung eine Liefergebühr, so dass wir mehr bezahlen als ohne Skontoabzug?
Nachfrage per Telefon. Es löst sich alles in Wohlgefallen auf. Man ist „kulant“.

Überraschungen

Die neuen Zaunelemente treffen ein und sorgen für einige Überraschungen.

Überraschung 1
Sie wiegen doppelt so viel wie die alten. Wir brauchen einen zusätzlichen Helfer bei der Montage. Der Sohn (kräftig) lässt sich zum Glück freiwillig rekrutieren.

Die neuen Sichtschutzzaunelemente - sehr kompakt, sehr schwer ...

Die neuen Sichtschutzzaunelemente – kompakt, aber massiv und sehr schwer …

Überraschung 2
Wir dürfen netterweise auf das Grundstück des Nachbarn, um auch von dort arbeiten zu können. Jetzt stellt sich heraus, dass der Zaun von dieser Seite leider viel miserabler aussieht als von unserer! Besonders im unteren Bereich. Bei den Rankgittern ist von Nachbars Seite aus unten Erde in die U-förmigen (offenen) Rahmen geraten. Das Holz ist in diesem Bereich gemodert und bricht weg.

Überraschung 3
Die Farbe der alten und der neuen Elemente passt schlechter zusammen, als angenommen. Das Farbmuster aus dem Bestellkatalog des Zaunherstellers trifft nicht wirklich zu.

Ein neuer Plan …

Angesichts der neuen Lage werden wir in den sauren Apfel beißen und jetzt nachträglich Rankgitter aus derselben Zaunserie bestellen. Ebenfalls vorlasiert, dann ist die Farbe identisch.
Der Plan ist gut, die Durchführung nicht möglich. Das Werk stellt generell überhaupt keine Rankgitter in den gesuchten Abmessungen her. Wir können aufgrund der gesetzten Pfosten jedoch keine andere Größe verwenden.
Die Idee ist, auf einen anderen Fabrikanten auszuweichen. Eine akribische Suche liefert das Ergebnis, dass dieses Maß mittlerweile in ganz Deutschland und bei sämtlichen Herstellern unüblich ist. Früher einmal, ja …
Ein einziger Produzent bietet ein passendes, aber wesentlich engmaschigeres Gitter an. Was uns nicht gefällt, weil es dadurch eher wie ein geschlossenes Element wirkt und die gewünschte Auflockerung nicht gegeben ist.

… und seine Abänderung

Der Gemahl inspiziert erneut die demontierten, maroden Rankgitter. Er untersucht ebenfalls die für den Sperrmüll gedachten ausrangierten und jetzt ersetzten Dichtzaunelemente. Die Entscheidung fällt mit einem vernehmlichen Seufzer: Es geht an die Rekonstruktion und Restaurierung der alten Rankgitter. Dazu demontiert er Teilrahmenstücke der ausrangierten Teile, um damit die unteren verrotteten Rahmenteile der zu erhaltenden Rankgitter zu ersetzen. Die Rahmenbreite ist immerhin identisch.
Er passt an, verbindet, schraubt, bohrt, leimt …

Auf zum Nachbarn

Der Nachbar hat sich während der Aktion Zaunabbau und Teilneuaufstellung bisher angenehm zurückhaltend gezeigt, was wir schon ganz anders kennen und daher zu schätzen wissen. Dafür, sowie für die Erlaubnis, sein Grundstück zu betreten, besuche ich ihn mit einem Dankeschön-Blumenstrauß und erkläre bei der Gelegenheit, warum weiterhin Lücken sind und sein werden. Man scheidet in Frieden und Harmonie.
Weiter geht es am Zaun. Was jetzt noch fehlt, ist eine Behandlung mit Tiefengrund und Lasur.

Lasur – aber welche?

Die Vorbehandlung der Holzsprossen ist abgeschlossen, der Tiefengrund aufgetragen. Aber welche Lasur passt? Eine kleine Herausforderung.
Die Lasur, die für die neuen Zaunteile werkseitig verwendet wird, hat die Farbbezeichnung „mahagony“. Unter Mahagoni stellt man sich farblich eigentlich etwas anderes vor. Einen dunkleren, brauneren Ton. Richtung Kastanie. Die neuen Zaunteile sind hingegen relativ hell mit rötlichem Stich.
Ein Test mit einer entsprechenden Lasur zeigt, dass der herbeigeschaffte Mahagoni-Farbton aus dem Baumarkt überhaupt nicht hinkommt.

Ich rufe hoffnungsfroh beim Zaunfabrikanten an. Frage, Lasur welcher Firma sie selbst verwenden. Erkundige mich, ob ich diese direkt beziehen kann.
Mir wird das Fabrikat genannt. Ja, man hat es im sogar Programm. Die kleinste Einheit ist eine Dose mit 2,5 Litern Inhalt, der Preis dafür liegt bei knapp 70,00 Euro! Beziehen kann man es bei ihnen allerdings nicht direkt, sondern lediglich über den Vertragshändler, bei dem wir bereits die Zaunteile orderten.
Ein Anruf in diesem Baumarkt ergibt, dass die Lasur nicht Teil des Standardprogramms ist. Man kann sie natürlich beim Zaunhersteller bestellen – aber nur als Sammelbestellung. Und das dauert dann ein paar Wochen, ehe genug dafür zusammengekommen ist …
Der Produzent der Lasur, der wiederum in Mannheim seinen Sitz hat, verkauft nur an die Industrie und das Handwerk, nicht an Privatkunden. Tja.

Ein erneuter Besuch in den Farbabteilungen umliegender Baumärkte steht an. Laut Prospekt sieht „Rotzeder“ als Farbton recht vernünftig aus. (Bitte lesen Sie jetzt nichts mit Rotz daraus!) Das Farbmuster auf der Blechbüchse ist allerdings wieder komplett anders als beispielsweise die Farbansicht im Prospekt. Danach scheint „Palisander“ eher zu harmonieren. Wenn das nicht rotstichig genug sein sollte, haben wir ja theoretisch noch den Mahagoni-Fehlkauf zum Mischen. Versuchen wir es.

Sperrmüllabfuhr

Unterdessen möchten wir die alten, großen Holzelemente endlich aus dem Garten loswerden. Ich rufe bei der Stadtreinigung wegen eines Sperrmülltermins an. Es lohnt sich, es sind nämlich noch einige weitere Sachen da, die gleich mit abgeholt werden können. Die anderen Sachen sind nicht das Ding – doch Holz aus dem Außenbereich wird nicht akzeptiert. Das ist vorbelastetes Holz. „Das können wir nicht mitnehmen.“ Und nun? „Sie können es hier im Recyclinghof direkt abgeben.“
Es passt aber nicht ins Auto!
Stichsäge heraus, Elemente vierteilen. Ich staue es in meinen Kleinwagen (Ein Wunderauto, was den Platz angeht, sobald die Rücksitze umgeklappt sind) und fahre zur Abgabestelle. Dort finde ich bereits auf der Straße einen Riesenstau vor. Andere Leute in ihren Fahrzeugen, die ebenfalls warten. Die Sonne scheint unbarmherzig und macht die Blechkisten zur Sauna. Es geht nicht weiter. Es tut sich absolut gar nichts, denn auf dem Recyclinghof werden Container und Pressen geleert bzw. gewechselt.
Anderthalb Stunden später befinde ich mich auf dem Rückweg. Das Holz bin ich los.

Geständnis
So langsam schwindet die Lust. Am liebsten hätte ich auch mein Efeu zurück. Und wäre nicht immer so ein dösiges Tamtam, könnte man sich das hier alles ersparen …

Anstrich

Allmählich ist das Ende in Sicht. Die restaurierten Gitter sehen beinahe besser aus als die fertigen Teile, die vorher geliefert wurden. Der Anstrich macht’s. Man arbeitet mit der Lasur irgendwie sorgfältiger und akkurater. Ganz zusammen passen Alt und Neu immer noch nicht, doch da die Rankgitter eine andere Struktur als flache Diagonallatten haben, wirkt es nicht übel. Lasur aufgetragen auf verwittertem Holz fällt dazu nun einmal anders aus als auf unbehandeltem, frischem Holz.

Endmontage

Es regnet. Das Anbringen der letzten Rankgitter muss noch etwas warten. Am 2. September ist es soweit. Endmontage. Obendrein gibt es neue Abdeckhauben für die Pfosten. Die Wand ist endlich wieder komplett!

Es muss sich noch alles wieder etwas zurechtwachsen, aber der Zaun steht ...

Es muss sich noch alles wieder etwas zurechtwachsen, aber der Zaun steht …

Die Lehre

Zugeständnisse sind (Entschuldigung) sauriskant! Man selbst rotiert, das Gegenüber hat den Nutzen. Und vor allem: Man ahnt vorab nie so recht, was für ein Rattenschwanz dranhängt!
Hätte ich damals im zeitigen Frühjahr schon gewusst, was durch mein Okay alles ins Rollen kommt, wie viele Arbeitsstunden, Kosten und Mühen es mit sich bringt, hätte ich mir diesen Satz verkniffen. Definitiv!

Der Alltag kehrt zurück

Sie erinnern sich an Scotty, das Eichhörnchen? Seine heißgeliebte Rennstrecke oben auf dem meterlangen Abschlussrand des Sichtschutzzauns war einige Wochen unterbrochen. Prompt blieb er weg. Er schmollte ernstlich, als auch sein Napf auf der Terrasse umstellt war von gerade lasierten Rankgittern, die dort unter dem Balkonüberstand vor Nässe geschützt waren. So mutig er bei Irma, der renitenten Taube, gewesen war – diesmal traute er sich nicht nah heran. Der Sturkopf wollte seinen Napf aber auch nicht an einem völlig anderen Platz. So blieben ihm die Nüsse verwehrt.
Sie glauben gar nicht, wie happy er ist, seitdem der Zaun wieder durchgängig ist und er freien Zugang zum Napf hat! Momentan erscheint er gleich mehrmals täglich, flitzt auf der Zaunoberkante, vertilgt auf der Terrasse schmatzend eine Unmenge an Nüssen und scheint Versäumtes so nachholen zu wollen.
Die Vögel zeigen sich ebenfalls wieder in größerer Zahl. Offenbar normalisiert sich die Lage. Efeu gibt es weiterhin wenigstens noch an der Hauswand. Vielleicht sucht sich das fliegende Volk für künftige Nistvorhaben dort ein Ausweichquartier.

Stresszeit vorbei ... Der Napf steht wieder am alten Platz und Scotty (Eichhörnchen) schwelgt in Nüssen.

Stresszeit vorbei … Der Napf steht wieder am alten Platz und Scotty schwelgt in Nüssen.

Und nun?

Entspannte Lage. Trotz allem – neue Zugeständnisse?
Erwähnen Sie bitte dieses Wort eine Weile nicht in meiner Gegenwart. Ich bin vorerst kuriert! Oh, es werden mit Sicherheit neue „Wünsche“ auftauchen, doch ich werde mich taub stellen.
Zumindest die nächsten drei bis fünf Jahre …

Und Sie passen bitte ebenfalls auf, ja? Für Ihre Mitmenschen, die ungern Kompromisse eingehen, lieber ohne Gegenleistung fordern und deren Erwartungen demzufolge möglichst große Zugeständnisse Ihrerseits sind, für solche Kontrahenten wird genau dieses freundliche Entgegenkommen sehr leicht zur willkommenen Normalität und zum gefühlten Gewohnheitsrecht.
Obacht also! Bleiben Sie dennoch gelassen und bedenken Sie:

Wer weiß, wie der Hase läuft, kann ebenfalls Haken schlagen …

 

© by Michèle Legrand, September 2015
Michèle Legrand - freie Autorin - Michèle. Gedanken(sprünge) @wordpress.com

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  1. #1 von mannigfaltiges am 06/09/2015 - 07:38

    Oioioi…Very BIG Drama…
    Das lese ich erst fertig, wenn ich die Hecke geschnitten habe.
    LG Erich

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    • #2 von ladyfromhamburg am 06/09/2015 - 17:14

      Mittleres Drama, Erich. ^^ Mit letztendlich gutem Ausgang. Die Arbeitsstunden und Kosten sollte man schnell vergessen.
      Ich hoffe, du bist gut mit deiner Hecke vorangekommen (falls das für den Sonntag überhaupt schon geplant war).

      LG auch zurück!
      Michèle

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  2. #4 von leonieloewin am 06/09/2015 - 08:22

    Ende gut alles gut? Ich wünsche Euch viel Freude am hart eroberten Gartenparadies :-). Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Leonie

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    • #5 von ladyfromhamburg am 06/09/2015 - 17:17

      Danke, Leonie! So langsam kommt das Stadiums des Genießens. Die Lücken, die durch die Arbeiten (Raum dafür schaffen) entstanden sind, stören noch ein wenig. Doch bis zur Gartensaison im nächsten Jahr hat sich das wieder etwas entwickelt und verbunden.
      Auch dir noch einen schönen Restsonntag!

      LG Michele

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  3. #6 von Plietsche Jung am 06/09/2015 - 10:47

    Schade um das Efeu und die mühevolle Arbeit.

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    • #7 von ladyfromhamburg am 06/09/2015 - 17:21

      Ja – doch nun hoffe ich, dass für mich für eine gewisse Zeit Ruhe an der Grenze herrscht. ^^ Es ist ja nicht das erste Anliegen und wird auch nicht das letzte sein. Doch diese umfangreiche Aktion müsste eigentlich zumindest ein Päuschen garantieren.

      Danke fürs Vorbeischauen und den Kommentar!
      LG Michèle

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  4. #9 von kowkla123 am 06/09/2015 - 14:13

    also, na, klar, wie immer toll beschrieben und kann man sagen Ende gut, alles gut?
    schönen Sonntag wünsche ich

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  5. #12 von wederwill am 06/09/2015 - 16:05

    Efeu ist auch bei mir ein Reitthema – hatten wir doch eine ganze fassadde an unserem haus zu bereinigen. Aber auch das ist geschafft und euch viel Freude mit neuem Zaun und für Scotty weiterhin guten Appetit :-)
    Herzliche Sonntagsgrüße von
    Marlis

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    • #13 von ladyfromhamburg am 06/09/2015 - 17:25

      Das war auch viel Arbeit und viel Bioabfall, vermute ich. Habt ihr denn die Haftwurzeln alle entfernt bekommen, Marlis?
      Danke für die Wünsche und ich werd’s dem Scotty ebenfalls ausrichten! ^^

      Liebe Grüße
      Michèle

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  6. #15 von marliesgierls am 07/09/2015 - 18:20

    Oh Michèle, ich habe mit Dir gelitten! Und ich kann mir gut die Mühe vorstellen, die Ihr da auf Euch genommen habt, ob das der verehrte Nachbar zu schätzen weiß? Ich glaube eher nicht.
    ich war diese letzte Woche auch wieder am Efeu, mir brennen heute noch die Augen. Unser halbes Haus ist ja mit Efeu bewachsen und im Herbst, wenn endlich alle Vögel fertig mit nisten sind , kappen wir alles zum Dach, jetzt habe ich drei Fenster freigelegt, es war schon ganz dunkel im Zimmer, aber wir benutzen es eh sehr selten. Es ist schon enorm, wie der Efeu, sich überall hindurch arbeitet und wie fest! Mit Schraubenzieher habe ich versucht, Teile zu lösen. Zwei Fenster muss ich noch, dann ist wieder mein Mann mit dem Dach dran. Entsorgungsprobleme haben wir nicht, da unser Grundstück groß genug ist und wir überall Ecken mit Grünabfällen haben.
    Aber schön, dass das Eichhörnchen wieder gekommen ist. Die Ausdauer mit Eurer Sichtschutzwand hätte ich wohl nicht gehabt! Aber nun ist es ja geschafft, und hoffentlich für längere Zeit.
    Liebe Grüße Marlies

    Gefällt 1 Person

    • #16 von ladyfromhamburg am 08/09/2015 - 16:55

      Das hört sich bei euch auch nach viel Arbeit an. Marlies, ich habe ja ebenfalls am Haus welchen, und manchmal bin ich etwas hin- und hergerissen. Es gefällt mir gut (Anblick, Klimaregulierung im Haus etc.), die Vögel und Insekten finden dort viel Nahrung und ihre Plätze, aber er wächst enorm! Irgendwo stand früher einmal, dass Efeu 8-10 m an Höhe erreichen soll. Maximal. Da kann man auch nur ungläubig die Augenbraue hochziehen, oder? Bis zum Dachfirst an der Giebelwand sind es hier mehr Meter, doch der Efeu kommt überhaupt nicht aus der Puste! Der schafft locker bis zu 15 m. Und wie du es auch beschreibst, sind natürlich im Nu die Fenster wieder einwachsen. Sieht auch sehr hübsch aus, muss jedoch in Schach gehalten werden – und zwar häufig!
      Es gibt leider diese Kehrseite der Medaille, doch momentan überwiegen einfach die positiven Punkte für mich. Gerade jetzt, wo so viel Efeufläche (Holzzaun) weggefallen ist, bin ich froh um die anderen Wände.
      Ich denke, mein Nachbar weiß die Sache – für sich gesehen – schon zu schätzen. Nur ihm fällt unabhängig davon mit Sicherheit bald wieder etwas auf, was ihm nicht so behagt. Das kommt einfach durch die komplett unterschiedlichen Ansichten über Gartengestaltung.

      Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

      Gefällt 2 Personen

      • #17 von marliesgierls am 08/09/2015 - 19:38

        Du hast Recht, 15 m schafft der Efeu bequem, aber ich freue mich so über die große Anzahl Spatzen, die sich dort tummeln und finde auch, dass die schönen Seiten überwiegen, trotz der vielen und auch harten Arbeit damit. Und Nachbarn kann man sich leider nicht aussuchen, da muss man einfach Kompromisse machen, wenn es geht, denn ständigen Streit finde ich auch sehr zermürbend. Ich finde, Ihr habt Euch viel Mühe gegeben, um Euren zu besänftigen.
        Liebe Grüße Marlies

        Gefällt 1 Person

  7. #18 von ernstblumenstein am 08/09/2015 - 11:29

    Diese wie immer gekonnt erzählte Geschichte hat dir deinem Mann aber auch viel Arbeit u. Aerger abverlangt Michèle, was darauf schliessen lässt, dass Du sie so mit deinem Beitrag auch innerlich verarbeitet hast. Zum Glück hast Du eine naturnahe grüne Oase auf deinem Grundstück. Ich bin sicher, dass deine Sträucher, Pflanzen und Bäume den Eingriff in kurzer Zeit in deinem Sinne wieder „zuwachsen“ werden.

    Es ist schade, dass viele Menschen keinen Zugang zur Natur mehr haben, auch weil sie NICHTS darüber wissen, keinen „Blassen“ haben. Ich finde Efeu einen sehr wichtigen Lebensraum für die Fauna, der als Immergrün auch meine Augen erfreut

    Zecken habe ich viele Male in meinem Leben neben Pilzen im Korb auch nach Hause getragen, war aber nie beim Arzt. Ich nehme sie einfach weg und desinfiziere die Bissstelle. Allerdings sind die jüngeren Leute bei uns auch sehr bedacht auf Sicherheit. Normalerweise wird jedoch in der Presse ausführlich informiert, wenn in einem Gebiet Borreliose vorkommt. Auch gibt es keinen 100%-igen Schutz.
    Wir haben von März bis Oktober eine kostenlose wöchentliche Grünabfuhr. Ich habe zwei fahrbare Container, um die Biomasse mindestens jede 2. Woche sinnvoll zu entsorgen. Die Masse wird regional kompostiert. Eine andere Entsorgung wäre bei unserem grossen Garten gar nicht denkbar. So oder so fällt noch genug für das Kompostgitter an.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit und sende einen lieben Gruss nach Hamburg. Ernst

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    • #19 von ladyfromhamburg am 08/09/2015 - 17:13

      Lieber Ernst,
      danke schön für deinen so ausführlichen Kommentar! Ein interessanter Gedankengang, dass ich mit diesem Bericht (evtl. unbewusst) so etwas wie eine Verarbeitung der Sache im Visier gehabt haben könnte. Das will ich, wenn ich darüber so nachdenke, gar nicht ausschließen. Es hat tatsächlich über einen langen Zeitraum beschäftigt und zeitweise enorm genervt. Wie viele Male habe ich zwischendurch gedacht: Das hätte man sich alles ersparen können … Wirklich hatte ich, nachdem ich diesen Zaunbeitrag abgeschlossen hatte, das Gefühl, nun wäre die Angelegenheit auch „richtig“ erledigt. Du liegst gar nicht so falsch mit deiner Vermutung …
      Was die Zecke angeht, sehe ich es mittlerweile auch etwas gelassener. Ich hatte nur einige Zeit davor einen Fall in der Bekanntschaft, wo es nicht so toll lief (Infektion zu spät erkannt, lange Wochen Antibiotika-Einnahme etc.). Da bei mir Insektenstiche stets heftige, ziemlich katastrophal aussehende (allergische) Hautreaktionen hervorrufen, war mir angesichts mangelnder Erfahrung mit dem üblichen oder nicht üblichen Aussehen von Zeckenattacken, irgendwie höchst unwohl.
      Wie praktisch, dass bei euch die Grünabfuhr in der Gartensaison wöchentlich stattfindet! Hier in Hamburg gibt es auch die Biotonnen, meist mit 80 ltr Fassungsvermögen. In meinem Fall findet die Abfuhr zweiwöchentlich statt. Die Tonne ist immer im Nu voll, mein Kompostbehälter auch. Ich komme ohne die zusätzlichen Säcke oder ohne Extrafahrten zum Recyclinghof gar nicht aus. Das, was die Biomüllabfuhr hier abholt, wird auch an großen Plätzen kompostiert.

      Dir noch eine gute Woche und schöne Herbsttage!
      LG Michèle

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  8. #21 von Ulrike Sokul am 15/09/2015 - 19:15

    Liebe Michèle,
    gut, daß Du diesen Kraftakt nun hinter Dir hast.
    Ich habe auch Efeu im Garten, aber ich halte ihn wohlweislich in Schach. Ich benutze die Efeublätter und die zarteren Ranken sehr gerne als Tischdekoration, da sie nicht so schnell welken.
    Meine heftigste Rodungsaktion betraf BAMBUS – das war die HÖLLE!
    So schön Bambus auch ausschaut, so fein auch die Halme und Blätter im Winde singen – ich pflanze NIE wieder Bambus.
    Immerhin verfüge ich nun über einen üppigen Fundus an getrockneteten Bambusstangen, die ich gut als Staudenstütze und Rankhilfe für harmlosere Pflanzenwesen einsetzen kann.
    Gründaumige Grüße von Ulrike

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    • #22 von ladyfromhamburg am 15/09/2015 - 21:47

      Oje, Ulrike, das muss ein Kraftakt gewesen sein! Von Bambus habe ich auch schon allerhand gehört. Obwohl es wirklich sehr darauf ankommt, welche Sorte bzw. Art man wirklich im Garten hat. Manche sind recht sittsam und bilden zwar große Horste, doch nicht unaufhörlich diese wuchernden, schon aggressiven Rhizome, die auch keine Rhizomsperre bändigen kann.
      Ich erinnere mich noch an das viele Jahre zurückliegende massive Auftreten der Bambusblüte an Bambussorten, die dann danach abstarben (was ja offensichtlich auch nicht alle grundsätzlich machen). Ich hatte auch so einen betroffenen Bambus, der gerade erst drei Jahre zuvor gesetzt war. Insofern war meine Pflanze im Durchmesser noch gar nicht so groß, doch selbst von diesem einzelnen Gewächs habe ich schon unzählige Bambusstangen, so wie du es beschreibst. Ich habe daraus u. a. zwei größere Rankgitter gebastelt und damit eine Ecke für den Kompost abgetrennt. Sämlinge des Bambus‘ landeten im Terracottatopf – und dieser gut im Zaum zu haltende Nachwuchs ist jetzt das einzige, was aus Bambuszeiten übriggeblieben ist.

      Liebe Grüße!
      Michèle

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      • #23 von Ulrike Sokul am 15/09/2015 - 22:17

        Liebe Michèle,
        danke für Dein Mitgefühl.
        Ich habe damals schließlich – mit dem männlicheren Teil ;-) der Arbeit – einen Gärtner betraut. Obwohl nur 6 m2 Fläche verrhizomt waren, kamen mehr als eine Tonne Wurzelgeflecht mit Erdaushub zusammen …
        Danach war ich von Bambus kuriert.
        Im Topf, sofern er stabil ist, läßt sich Bambus zähmen und es streut auch nicht jede Sorte so extrem aus.
        Ich „knüpfe“ auch gerne Rankgitter aus meinen alten Bambusstangen.

        Nachtschwärmerische Grüße
        Ulrike

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  9. #24 von Silberdistel am 22/10/2015 - 18:52

    Also da seid Ihr wirklich nicht zu beneiden gewesen. Das war ja ein Anfang fast ohne Ende. Nachbars Efeu kommt auch hier gern durch das, was wir Kundentrenner nennen. Bisher habe ich das Grün an besonders aufmüpfigen Stellen immer gleich zurückgeschnitten. Ansonsten darf er gern wachsen, weil ich die grüne Wand mehr mag als den Kundentrenner. Ich finde es auch bemerkenswert, wieviel Kraft in den Efeuarmen steckt. Das ist schon beeindruckend. Ich kenne das aus meiner ehemaligen Firma. Da wuchs der Efeu durch Fensterrahmen ins Haus hinein.

    Eigentlich sollte Dein Nachbar bei Dir mit einem Blumenstrauß, wenn nicht sogar mehr, erscheinen und nicht umgekehrt. Der Nachbar hat ja wohl die Arbeiten herausgefordert, von den enormen Kosten dafür gar nicht zu reden.

    Aber schön, dass nun endlich alles geschafft ist und auch die Tierwelt wenigstens wieder Einzug bei Euch gehalten hat. Ihr hättet sie ganz sicher schmerzlich vermisst.

    Liebe Grüße von der Silberdistel, die sich hier bei Dir nun langsam wieder nach oben durcharbeitet, damit sie auch ja nichts versäumt ;-) und die ihrem Nachbarn ganz sicher nicht einen solchen Unsinn aufhalsen würde wie es Deiner mit Euch tat

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    • #25 von ladyfromhamburg am 23/10/2015 - 16:49

      Liebe Silberdistel, ich freue mich, dich zu lesen! Es wäre natürlich sehr ideal, wenn wir einfach Nachbarn wären. :-) Das wäre vermutlich sehr viel entspannter. Ich danke dir für deinen Kommentar und sehe an deiner Reaktion, dass es eben auch anders laufen könnte an der Grenze.

      Nennt ihr die Barriere zwischen dem Nachbarn und euch aus Spaß Kundentrenner oder ist dieser Begriff tatsächlich in eurer Region auch dafür gebräuchlich? Ich muss so dumm fragen, es interessiert mich einfach – und ich möchte doch gern dazulernen! ^^ Bis jetzt kannte ich das Wort nur als Bezeichnung für diese kleinen Balken, die man beim Einkaufen an der Kasse auf das Laufband legt, um seine Ware eindeutig von der des Vorder- oder Hintermannes abzutrennen.

      Liebe Grüße aus Hamburg und ein schönes Wochenende! Ich hoffe, allen Silberdistels (auch dem Neuankömmling) geht es gut.
      Michèle

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      • #26 von Silberdistel am 23/10/2015 - 17:29

        Liebe Michèle, ja, diese Barriere zwischen dem Nachbarn und uns nennen wir nur aus Spaß Kundentrenner. Irgendwann fehlte einem von uns einmal der richtige Begriff für dieses Teil und so kam es halt zum „Kundentrenner“ :-D
        Liebe Grüße zurück und auch Dir ein schönes und entspannendes Wochenende

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