Zecke. Baby. Im Hafen. Und Parken spezial. Kurzum: die Woche

36° C im Schatten. In Hamburg! Bei eher kälteerprobten, frosttauglichen Norddeutschen! Und es gab tagelang ähnliche Werte! (Ich weiß, anderenorts war es noch heftiger!)
Bei solchen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit fehlt es mir etwas an Elan. Ich habe dann relativ wenig Durchhaltevermögen. Sie wissen, wie lange der Tropfen eines leckenden Küchenwasserhahnes braucht, um im Spülbecken zu landen? Geht fix, oder? Sehen Sie, ich bin bereits groggy, bevor er landet! Auch die Konzentrationsfähigkeit sah schon erheblich besser aus.
Selbst mein Laptop zeigt erste Schwächen! Er ist halt auch Norddeutscher.

Ich dachte mir, vielleicht bin ich nicht die einzige, die hitzebedingt ab und zu fast schlurft und anstrengende Sachen meidet. Vielleicht laufen auch Sie nur noch auf Sparflamme und schwere Kost zum Lesen ist momentan überhaupt nicht Ihr Ding.
Mein Vorschlag wäre daher, ich erzähle Ihnen einfach von ein paar Besonderheiten der letzten Tage. Unkompliziert für Sie, entspannend für beide. Sie und mich. Falls ich abschweife, schweifen Sie mit. Das fällt momentan überhaupt nicht auf.

Premieren. Sie sind meist eine feine Sache. Ich war jedoch Part einer Premiere, auf die ich sehr gut hätte verzichten können. Mich biss, stach, biss … ach, wie auch immer es korrekt lautet, mich piesakte eine Zecke. Eine Hamburger Zecke – oder ein Quiddje, ein zugewandertes Exemplar. So etwas hat in Hamburg noch Seltenheitswert, daher versetzten mich sowohl Anwesenheit als auch Verhalten in Erstaunen.
Ich hatte mich nicht außerhalb in ländlicher Umgebung aufgehalten, war in der Stadt auf keiner Wiese, in keinem Park, im Garten nicht im Gebüsch gewesen. Ich trug am Tag des Überfalls zudem robuste Kleidung, war nicht etwa halb nackt! All das hat nichts genützt.
Man wird mitten in Hamburg von einer dreisten Zecke erklettert, die sich unter der langen Jeans zunächst am Kniestrumpf empor und später im Hosenbein hinauf bis zum Oberschenkel vorkämpft, um sich dort letztendlich festzusaugen. Ich habe sie nach Entdeckung eliminiert.
Nun hoffe ich, dass sie keine Borreliose-Erreger hinterlassen hat … Ein Bluttest ist leider erst nach acht Wochen möglich, und letztendlich bringt auch der nicht allzu viel. Er zeigt lediglich, ob sich Antikörper entwickelt haben. Wie jegliche Insektenangriffe, sehen auch die Nebenerscheinungen der Zeckenverköstigung bei mir nach Gemetzel und mindestens einer Monsterattacke aus. Doch nach jetzt sieben Tagen zieht es merklich ab. Zumindest das ist ein gutes Zeichen.

Am Montag ergab sich eine weitere Premiere der etwas anderen Art, als ich auf meinem Rückweg einen Moment auf einer Bank im Schatten pausierte. Neben mir den Platz belegte eine junge Mutter. Sie hatte ein Baby dabei, ein kleines Mädchen von vier Monaten, und ihren Sohn, etwa zweieinhalb Jahre alt. Das Gespann war ohne Kinderwagen unterwegs (der wartete im Kofferraum des anderswo geparkten Autos); so trug sie die Kleine auf dem Arm.
Der Knirps saß Eis schleckend zwischen uns. Als er meine Einkaufstasche mit der schwarz-weißen Zeichnung des Hamburger Hafens unten an den Landungsbrücken und am Alten Elbtunnel interessant fand und mir dazu mittelgroße Löcher in den Bauch fragte, kamen die junge Frau und ich ebenfalls ins Gespräch.
Gleich darauf gab es diesen kleinen Unfall mit seinem Eis. Es war im Pappbecher und bei der Hitze im Nu komplett flüssig geworden. Der Lütte hatte unvermittelt die Idee gehabt nachzuschauen, was wohl auf der Unterseite des Bechers stand, da landete die Soße komplett auf seinem T-Shirt. Auf seiner Brust. Er brüllte, denn die Tunke war offenbar immer noch recht kalt. Obendrein war sein schönes Eis futsch. Außerdem schien er mir einer zu sein, der generell enorme Vorbehalte gegen das Tragen eingedrecktes Kleidungsteile hegt.
Und er musste auf einmal. Ganz dringend!
Seine Mutter geriet langsam ins Schwitzen. Sie hatte – wie die meisten Mamas, die mit Nachwuchs unterwegs sind – eine Umhängetasche beachtlicher Größe dabei, die den halben Hausstand beherbergte. Woran es dennoch haperte? An einer ausreichenden Anzahl vor allem freier Hände. Das Baby begann bereits mitzuheulen. Aus Solidarität. Das ist wahre Geschwisterliebe.
Die Mutter der beiden schien in Windeseile nach einer Lösung zu suchen, wie sie den Großen schnellstmöglich zu einer Toilette bekam. Sie entschied sich kurzerhand für das „Bar Celona“ ein Stückchen weiter. Sie würde einfach durchstürmen Richtung WC. Es gab nur eines, was die flotte Aktion und das anschließende Umkleiden des Knaben sehr erschwerte: das gleichzeitige Tragen des Babys.

„Können Sie bitte kurz mein Baby halten?“, fragte sie mich. „Ich bin gleich wieder da …“
Schwupps, da hatte ich die kleine Madame im Arm, während sie sich ihren Sohn schnappte und mit ihm davonhastete.
Irgendwie muss ich verdammt vertrauenswürdig gewirkt haben, denn wer gibt schon sein Kind in die Obhut einer fast Fremden und begibt sich außer Sicht! Sein Baby! Ich glaube nicht, dass ich es an ihrer Stelle fertiggebracht hätte.
Die Kleine war derart verblüfft gewesen, dass sie vorerst das Heulen vergaß. Das musste man nutzen und diesen trockenen Zustand möglichst lang erhalten. Große Augen schauten mich sehr prüfend an.
Die sieht anders aus als Mama. Die kenne ich nicht. Wer ist das? Kann man der trauen? Was will die?
Die will dich unterhalten, kleines Fräulein. Mit einem netten Plausch, einem griffigen Armreif, der klappernden TicTac-Box, mit kitzelnden Haarspitzen und Fingermalereien auf dem Arm und der kleinen Handinnenfläche.
Wo blieb denn die Mama? Minuten können ganz schön lang werden …
Ich überlegte, ob ich den Weg Richtung „Bar Celona“ einschlagen sollte, den beiden ein Stück entgegengehen. Doch womöglich verpassten wir uns dabei. Wenn sie auf anderem Weg zurückkehrte, ihr Töchterlein und mich nicht vorfand, würde sie vor Schreck einen Herzanfall bekommen. Nicht auszudenken. Baby und ich blieben also auf der Bank. Gerade, als die Laune der Lütten merklich sank, kamen sie zurück.
Großes Hallo, Lob von allen für die junge Dame, die so brav gewesen war. Die Jüngste deutete daraufhin ein zauberhaftes Lächeln an. Sie hätte es jetzt womöglich noch länger bei mir ausgehalten …
Der große Bruder meinte indes: „Mama, holen wir jetzt ein neues Eis?“

Apropos Hafenmotiv und Landungsbrücken!
Am letzten Wochenende fuhr ich in den Abendstunden mit einer Barkasse von der Überseebrücke zum Hansahafen und später zurück. Es war keine reguläre Tour, sondern ein Sonderzubringerdienst zu einer Theatervorstellung im Hafenmuseum. Der junge Barkassenführer steuert aber wohl sonst die üblichen Hafenrundfahrten und bot auf der Rückfahrt an, für das kurze Stück entlang der Hafencity bis zum Anleger ein bisschen den Tourführer zu spielen und nebenher zu erzählen.
Sie wissen, wie man diese „Hafenführer“ hier bezeichnet? Als „He lücht!“ („Er lügt!“) Sie machen sich einen Spaß daraus, neben ansonsten korrekten und nüchternen Fakten haarsträubende Behauptungen einzubauen. Es lässt sich aber in 98 % der Fälle sofort erkennen, wann es Flunkerei ist. Manchmal geht es um ziemlich gefährliche Riesenfische, die hier angeblich in der Elbe leben, gern wird auch der Bau der Elbphilharmonie durch den Kakao gezogen. Oder es kommt etwas ganz anderes, wie bei meinem Steuermann an diesem Abend, der sehr vertraulich mitteilte:
„Mein Großvater war Kapitän auf der Titanic!“
(Ein Raunen unter den Fahrgästen der Barkasse.)
„Und mein Vater, der war Kapitän der Gorch Fock.“
(Wow! … Echt? … Moment! …).
„Ich bin ja nur Barkassenführer in Hamburg, aber es ist nett, dass Sie trotzdem mit mir mitfahren …“
(Dem He lücht! auf die Schliche gekommen. Gelächter.)

Hafen Hamburg am Abend - Blick Richtung Unilever-Haus (dahinter Marco-Polo-Tower) und Elbphilharmonie (links)

Hafen Hamburg am Abend – Blick Richtung Unilever-Haus (rechts, dahinter Marco-Polo-Tower) und Elbphilharmonie (links)

Hafen Hamburg - Abenddämmerung und Regen ...

Hafen Hamburg – Abenddämmerung und Regen …

Hafen Hamburg - An den Landungsbrücken - In dem erleuchteten Kuppelbau rechts befindet sich der Eingang zum Alten Elbtunnel

Hafen Hamburg – An den Landungsbrücken – In dem erleuchteten Kuppelbau rechts befindet sich der Eingang zum Alten Elbtunnel

War’s das?
Oh, einen Moment! Einen merkwürdigen Vorfall hätte ich noch!

Der trug sich zu, als ich bei Edeka etwas besorgen wollte. Der Parkplatz des Marktes war bis auf einen schmalen Platz direkt an der Zufahrt voll belegt. Zum Glück passte mein kleiner Hüpfer jedoch gut in diese Lücke hinein. Ich besorgte schnell das Gewünschte, und während ich an der Kasse stand, betrat vom Parkplatz her ein Mann den Laden, der die Kassiererin ansprach:
„Ich möchte nur Bescheid sagen. Vielleicht können Sie mal was durchsagen. Da hat …“
Weiter kam er nicht, denn die Kassiererin reagierte etwas unwirsch.
„Könnten Sie nicht einen Moment warten? Ich kassiere gerade!“
Der Herr geduldete sich zunächst. Offenbar dauerte es ihm zu lang, denn plötzlich drehte er auf dem Absatz und ging wieder hinaus. Kaum hatte sich jedoch die Tür hinter ihm geschlossen, öffnete sie sich wieder und verärgert marschierte er erneut zur Kasse.
„Also wissen Sie! Sie werden mir noch dankbar sein! Ich kann hier allerdings nicht ewig warten, also hören Sie mir jetzt bitte mal zu!“
„Ich bin gleich soweit.“ Die Verkäuferin blieb hartnäckig. Schließlich richtete sie ihre Augen auf ihn. „Was gibt es denn?“, fragte sie.
„Draußen hat jemand die Handbremse nicht angezogen, und nun ist der Wagen rückwärts aus der Parklücke gerollt und blockiert den ganzen Parkplatz. Die Parker im hinteren Bereich kommen nicht mehr raus. Können Sie den mal ausrufen? Das Kennzeichen ist HH-SK-XXX.“
Die Kassiererin tat wie ihr aufgetragen und brachte in ihren Text gleich eine gewisse Dramatik:
„Achtung, Achtung, verehrte Kunden! Eine wichtige Durchsage! Der Halter des Fahrezeugs mit dem Kennzeichen HH-SK-XXX wird sofort zu seinem Auto gebeten! Der Wagen rollt herrenlos und völlig unkontrolliert auf dem Parkplatz!“
Bereits der Klang ihrer Stimme vermittelte den Eindruck, das Auto liefe Amok. Sie fuhr fort:
„Sie haben vergessen, die Handbremse zu ziehen! Sie behindern andere Kunden und riskieren, dass Fahrzeuge beschädigt werden!“

Während ich bezahlte, meldete sich kein Kunde. Jedenfalls kam niemand mit hochrotem Kopf herbeigeeilt. Wahrscheinlich war derjenige gar nicht bei Edeka einkaufen, sondern hatte noch eine Besorgung anderswo erledigt. Ich war spontan recht froh, dass ich den Parkplatz vorne ergattert hatte.
So sah die Lage draußen aus:

Edeka - Parken ohne Handbremse ... (Wagen rollt führerlos zurück)

Edeka – Parken ohne Handbremse ….

(Sie sehen, es gibt ein gewisses Gefälle für den Wasserablauf. Das Ansteigen zur anderen Seite verhindert ein Weiterrollen und Zusammenstoßen mit dem Heck des Parkers gegenüber.)

Während ich meinen Einkauf im Kofferraum verstaute, erschienen die ersten Kunden, die nicht wegfahren konnten. Es wurde erregt diskutiert, geschimpft und verkündet, was man nun alles nicht rechtzeitig schaffen würde, weil man nicht wegkäme.
Wegen dem da …!

Ich habe mich nicht eingemischt, wunderte mich aber ein wenig. Was meinen Sie dazu? Wenn die Handbremse nicht gezogen ist und der Wagen so leicht rollt – warum kann man ihn nicht einfach zu zweit oder zu dritt zurück in die Parklücke schieben und einen Stein hinter das Hinterrad legen. Oder sonst etwas, was stoppt? Das müsste doch ganz leicht erledigt sein …

So. Stopp! Aus! Man schwatzt sich hier immer so fest! Ewig! Mittlerweile ist sogar die Witterung kühler geworden! Vielleicht liegt es ja daran, dass die Lebensgeister mit Macht zurückgekehrt sind! Selbst der Laptop arbeitet wieder ohne Zwischenschnaufer.
Trotzdem. Keine Verlängerung. Feierabend.

Schöne Tage! Schnell tief Luft holen, bevor die nächste Hitze da ist!
Bis demnächst!

© by Michèle Legrand, Juli 2015
Michèle Legrand ©Foto Andreas Grav (Ausschnitt)

Advertisements

, , , , , , , , , , ,

  1. #1 von leonieloewin am 09/07/2015 - 06:05

    Das war ja in jeder Hinsicht eine „heiße Woche“ – schöne Geschichten und Fotos von der Waterkant :-). Viele liebe Grüße in den mittlerweile wieder abgekühlten? Norden, Leonie

    Gefällt mir

    • #2 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 15:49

      Es ist in der Tat abgekühlt, Leonie. Wir haben stürmisches Wetter mit heftigen Regenschauern und heute morgen waren gerade einmal 13 °C. Es rappelt sich am Tag ein wenig, aber der Umschwung ist doch gewaltig! Angeblich soll das Thermometer am Sonnabend wieder Sommertemperaturen zeigen. Ich bin gespannt.
      Danke schön für dein Hereinschauen und den Kommentar! Liebe Grüße auch zurück!
      Michèle

      Gefällt 2 Personen

      • #3 von leonieloewin am 09/07/2015 - 16:35

        In 14 Tagen werde ich auch unterwegs in den Norden Richtung Dänemark sein und hoffe auf nicht zu kühles Wetter. Liebe Grüße und einen schönen Abend

        Gefällt 1 Person

      • #4 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 17:00

        Ich drücke dir sehr die Daumen, dass es in dieser Zeit sommerlich bleibt. Zumindest milde und trocken, man braucht ja gar nicht ausgesprochene Hitze … Dann hat Lasko ja wieder einen großen Teich zum Plantschen. ^^

        Gefällt 1 Person

  2. #5 von Ulrike am 09/07/2015 - 06:48

    Das hört sich ja anstrengend an! Bin ganz erschöpft alleine vom lesen und ich amüsieren… Mein Laptop mag die Hitze auch nicht, die Lüftung funktioniert anscheinend nicht mehr so richtig. Ich kühle jetzt zusätzlich mit einem CoolPack mini, das eigentlich für eventuelle Migräne-Anfälle im Tiefkühlfach liegt. Ich bilde mir ein, dass das ein wenig hilft, dem Laptop.
    Libe Grüße
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

    • #6 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 16:03

      Liebe Ulrike, danke schön für deine Zeilen. Das ging ja in deinem Fall mit meinen Entspannungs-Blogpost fast ein wenig nach hinten los! Ich wollte doch etwas zum Relaxen hinterlassen, nicht etwas, was kolossal anstrengt! :-D Das sollte sich gar nicht so anhören.
      Es freut mich, dass dein Laptop quasi auf Migränemittel reagiert und drücke die Daumen, dass sein Schwächeln bei kühleren Temperaturen auch wieder nachlässt. Ist der Lüftungsbereich generell frei, so dass auch ein Austausch stattfinden kann?

      Liebe Grüße
      Michèle

      Gefällt 1 Person

  3. #7 von Silberdistel am 09/07/2015 - 12:37

    Die Zecken scheinen in diesem Jahr besonders aktiv zu sein. Unsere Katzen haben schon mehrmals welche angeschleppt. Zum Glück konnte ich sie, bevor sichdie Viecher vielleicht auch statt über Katzenblut über Menschenblut hermachen wollten, einsammeln und in die ewigen Jagdgründe befördern. Auch wenn ich sehr naturverbunden bin, bei Zecken hört die Freundschaft auf. Ich habe mir vor einigen Jahren so einen bösartigen Blutsauger während eines Urlaubs in der Pfalz eingefangen. An meinem Oberschenkel bildete sich nach knapp 10 Tagen ein hübscher roter Kreis. Meine Hausärztin zögerte nicht lange und verpasste mir eine ordentliche Dosis Antibiotika. Wir sich acht Wochen später bei einem Bluttest herausstellte, hatte mein Aufpasser Antikörper gebildet. Borreliose ist eine sehr eklige Sache, wie ich aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis weiß.

    Du musst wirklich sehr vertrauenswürdig aussehen, dass Dir jemand sein Baby einfach so, offensichtlich ganz bedenkenlos, anvertraut. Man hört und liest doch immer, dass gerade die Bösen besonders harmlos aussehen ;-) Man sollte als junge Mutti vielleicht doch ein wenig vorsichtiger sein. Aber es spricht andererseits auch für Dich, dass Du als Hilfsbabysitter für gut befunden wurdest :-D und Du hast Deine Aufgabe ja auch gut gemeistert :-D

    Liebe Grüße von der Silberdistel

    Gefällt 1 Person

    • #8 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 16:17

      Liebe Silberdistel,
      von Katzen, die die Zecken gern mit ins Haus tragen, ist mir auch schon zu Ohren gekommen. Es ist bestimmt gar nicht so einfach, bei deinen langhaarigen Hausgenossen überhaupt mitzubekommen, ob und wo eine Zecke sich niedergelassen hat.
      Wie du auch erwähnst, habe auch ich schon von sehr unschönen und spät entdeckten Borreliose-Erkrankungen gehört. Mir wurde vom Arzt gesagt, dass die Zecken in Norddeutschland weitaus weniger häufig die Erreger in sich tragen, als die Kollegen aus Süddeutschland. Man beobachtet daher vorerst lediglich die Stelle und schaut, ob alles abzieht. Wenn es kritisch wirkt, nicht heilt oder – wie bei dir – nach einer Weile auf einmal erneut eine Rötung auftaucht, ist dann Behandlung angesagt. Prophylaktisch gibt man das Antibiotikum nicht. Viele Menschen haben Antikörper gebildet, weil sie mit Erregern Kontakt hatten – die Borreliose jedoch offenbar nie ausbrach. Ich warte halt ab und werde in einigen Wochen wohl noch abschließend diesen Bluttest vornehmen lassen. Einfach um zu wissen, was anliegt.

      Ja, die Sache mit dem spontanen Fremdbaby sitten kam wirklich recht überraschend! „Die Bösen sehen besonders harmlos aus …“ Ich muss jetzt noch über deine Bemerkung herzlich lachen! Oh ja, ich bin der Wolf im Schafspelz :-D.
      Es war für mich ganz lustig mit der Kleinen auf dem Arm, weil ich im Herbst Oma werde. Da konnte ich gleich mal wieder üben …

      Danke schön für deinen ausführlichen Kommentar und liebe Grüße auch zurück von mir!
      Michèle

      Gefällt 2 Personen

  4. #9 von donna213 am 09/07/2015 - 13:25

    It is rather warm in Hamburg. I too would not feel like doing anything in that heat. So you got bit by a tick? If you go immediately to the doctor, you can get an antibiotic which is supposed to ward off illness. I got bit two years ago and did not know this. Now I will go right to the doctor’s office. Ticks have been numerous this year too.

    Gefällt mir

    • #10 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 16:53

      Hi Donna, yes, I got bit by a tick. For the very first time I had one in my garden that reached my thigh although I was dressed with long trousers, stockings, sturdy shoes etc. As a friend had problems after she got bit it turned out that she suffered from borreliosis. And the borreliosis pathogen is tick-borne. So I went to the doctor but he told me that in many cases ticks here in the Northern part of Germany don’t have these pathogens whereas the majority of ticks living in the Southern part do so. The usual way (here) is to wait after such a bite. The affected spot (wound, skin) is under visual control and should it get worse instead of better you most probably will get an antibiotic immediately. Otherwise you can dispense with it. Up to now it seems that I don’t have to take it.
      You mentioned that in your area there are more ticks than usual?
      Seems to be the year of the tick … Take care of yourself!

      Thanks for visiting and commenting!
      Best wishes
      Michèle

      Gefällt mir

  5. #11 von kowkla123 am 09/07/2015 - 14:18

    tolle BIlder und „lustiger“ Beitrag, so ist das Leben, manchmal geht es eben schief, schönen Tag wünsche ich, Klaus

    Gefällt mir

    • #12 von ladyfromhamburg am 09/07/2015 - 16:04

      Den wünsche ich dir auch, Klaus! Und vielen Dank für deinen Besuch bzw. Kommentar hier im Blog!

      LG Michèle

      Gefällt mir

  6. #13 von marliesgierls am 09/07/2015 - 19:58

    Ja die Zecken sind dies Jahr besonders schlimm, bei den Hunden hilft kein Mittel richtig gegen den Befall. Hoffentlich ist es bei Dir harmlos. Das man das Auto auch schieben kann, ging mir auch gleich durch den Kopf, aber meist ist ja meckern einfacher als handeln, oder? Mir rollen immer die Einkaufswagen auf unseren Rewe-Parkplatz durch die Gegend, was ich sehr ärgerlich finde, da hat jemand mit dem Gefälle ganz schön übertrieben. Mein Auto ist auch einmal bei Glatteis alleine auf einem Parkplatz losgerollt, ist aber nichts passiert.
    Ich hoffe, Du hast Dich nun von der Hitze erholt, ich mag das recht gerne und vertrage Hitze auch sehr gut.
    Liebe Grüße Marlies

    Gefällt mir

    • #14 von ladyfromhamburg am 10/07/2015 - 18:07

      Mich strengt Hitze bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit ziemlich an. Aber da es jetzt erst einmal etwas abgekühlt ist und die Innentemperatur in den Räumen wieder zurückging, steht neuen Sommertagen nichts im Wege. ^^

      LG Michèle

      Gefällt 1 Person

  7. #15 von finbarsgift am 10/07/2015 - 07:55

    Gottlob gibt es jedes Jahr nur eine überschaubare Anzahl an Hundstagen, liebe Michèle, ansonsten müsste ich mein Leben nach Skandinavien verlagern oder nach Alaska *lach*

    Über den „norddeutschen Laptop“ musste ich prustend laut loslachen wie ein Kind, toller Humor, den du immer wieder offen kundtust…

    …liebe Morgengrüße
    vom Lu

    Gefällt mir

    • #16 von ladyfromhamburg am 10/07/2015 - 18:11

      Sehr schön, wenn es dich erheitert hat, lieber Lu! ^^ – Bei dir ist es ja oft noch wesentlich heißer als hier in Norddeutschland. Dass ihr das im Süden immer so durchhaltet bewundere ich. Wenn das schon an die 40 °C geht und länger anhält, wäre ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Alaska müsste nicht gleich sein, aber Küste mit frischer Luft wäre dann höchst willkommen!

      Liebe Grüße auch von mir!
      Michèle

      Gefällt 1 Person

      • #17 von finbarsgift am 15/07/2015 - 09:05

        Wie oft schon hätte ich nur zu gerne mit euch dort oben getauscht!! Ich bin absolut kein Fan dieser innerdeutschen Hitze im SW der Republik…
        und ab morgen soll’s schooon wieder Hundstage geben!
        Ich troll mich…
        und tschüss :-)
        Liebe Morgengrüße
        vom Lu

        Gefällt mir

  8. #18 von kowkla123 am 10/07/2015 - 13:42

    Liebe Grüße nach Hamburg, schönes Wochenende, Klaus

    Gefällt mir

  9. #21 von gsharald am 10/07/2015 - 14:53

    Hallo Michele,

    da hattest Du ja interessante Erlebnisse.

    Mit dem heißen Wetter seid ihr im Norden ja wirklich nur am Rande tangiert. Bei uns in der Rheinebebene sind solche Temperaturen öfters der Fall. In diesem Jahr hat es zum Temperaturrekord (noch) nicht gereicht aber über 40° waren hier in den vorhergehenden Jahren schon zu verzeichnen. Zu den hohen Temperaturen kommt bei uns immer auch eine starke Schwüle, die die Hitze unerträglich macht und dem Körper einiges abfordert.

    Auch Zecken gibt es bei uns sehr viele. Baden-Württemberg, und hier insbesondere der Schwarzwald, sind FSME Risikogebiet. Ich hatte bisher Glück und wurde von den lieben Tierchen verschont, obwohl wir oft im Freien unterwegs sind.

    Wozu so ein kleines Eis doch gut sein kann. So kommt die werdende Oma ganz schnell zu einem Kurs „Wie betreue ich ein Kleinkind“.

    Ich wünsche Dir ein ebensom ereignisreiches Wochenende.

    Liebe Grüße in den Norden.
    Harald

    Gefällt mir

    • #22 von ladyfromhamburg am 10/07/2015 - 18:22

      Hallo Harald,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich kenne das Klima dort unten, denn ein Teil der Familie war Richtung Schweizer Grenze ansässig bzw. auch in Freiburg zu Hause und ist heute noch in Baden-Württemberg beheimatet (Rheinebene). Oben im Schwarzwald wird es vielleicht mal nicht ganz so heiß, aber ich weiß die Zeckengefahr dort nicht zu unterschätzen. Gut, dass es dich bisher nicht erwischt hat!
      Schwüle ist es auch, was mir am meisten zu schaffen macht. Trockene Hitze ist recht erträglich. Nur nach einer Weile heizt sich ja auch jeder Innenraum so stark auf, dass nachts gar keine Kühlung spürbar ist und das Schlafen immer schwerer gelingt. Wahrscheinlich ist es dieser Nebeneffekt, der hauptsächlich den Elan nimmt.
      Momentan geht es allerdings. Wind und Regen haben für gesunkene Temperaturen gesorgt. Bei euch ist es aber wohl schon wieder heiß (?).

      Ich sende liebe Grüße und wünsche ein schönes Wochenende!
      Michèle

      Gefällt mir

  10. #23 von Photo-Art by ThomasWoischnig am 11/07/2015 - 10:49

    Wo ist Zecke gehen aus dem Weg Blut die saugen wollen

    Gefällt mir

  11. #24 von ernstblumenstein am 14/07/2015 - 17:08

    toll, dass du in etwa die gleichen Symptome aufweist wie ich im Süden. Irgendwie ist bei mir die Luft draussen, keine Ideen, Unlust, arbeiten am frühen Morgen im Garten und abends unter dem Baum grillieren geht noch,
    ein kühles Bier trinken, den Garten wässern und dabei nass werden auch noch – aber vor dem Rechner sitzen, nee, das geht einfach nicht – muss auch nicht, wüsste nicht warum!

    Man soll sein Leben dem Sommer anpassen. Ich finde diese Leben schön, geniessen wir es, Bedenke, die kalte Jahreszeit kommt früh genug zurück. Es lebe der Sommer mit all seinen Tücken.
    Liebe Grüsse nach Hamburg Ernst

    Uebrigens, wie immer ein toller Text… Chapeau

    Gefällt mir

    • #25 von ladyfromhamburg am 19/07/2015 - 21:50

      Schön, dass du bei diesem Blogpost auch wieder mit von der Partie warst – und Ähnlichkeiten beim Hitzeempfinden entdeckst!
      Wir im Norden haben ja immer noch gemäßigte Temperaturen, wenn man hört wie es südlicher zugeht und doch ist es der gleiche Effekt, denn wir sind halt auch generell weniger gewöhnt. Wir bewegen uns meist zwischen 13 °C und 34 ^C ( max. war 36 °C), der Süden startet in den Sommermonaten selten unter 19 oder 20 °C und kommt dann auf Höchstwerte von fast 40 °C. Die jeweilige Temperaturdifferenz zwischen Normalzustand und Hitze klafft im Norden und Süden also gar nicht so weit auseinander. Vielleicht stöhnen und empfinden wir deshalb identisch. ^^
      Und irgendwo hast du natürlich auch recht, man sollte nicht jammern, sondern froh sein, dass es nicht schon wieder kalt und dunkel ist.

      LG Michèle

      Gefällt mir

  12. #26 von khecke am 14/07/2015 - 19:59

    Schoen Deine kleinen Erlebnisse in der grossen Stadt – also nie langweilig.
    LG aus dem auch hier reichlich warmen Nordwest Arkansas,
    Karl-Heinz
    und Zecken gibt auch bei uns zur Genuege. :)

    Gefällt mir

    • #27 von ladyfromhamburg am 19/07/2015 - 20:56

      Danke schön! Ich hoffe, dass die Zecken dort aber dich und deine Familie wenigstens in Ruhe lassen …

      Liebe Grüße auch zurück aus der Stadt an der Elbe!
      Michèle

      Gefällt mir

  13. #28 von kowkla123 am 17/07/2015 - 13:20

    pass auf, es wird heute heiß, Klaus

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Gesellschaft, Politik, Schule, Reisen und mehr

ideas, thoughts, innovations, visions, fears ....

törichtes Weib --- das Leben geht weiter

PRIVATES Tagebuch /// Geschriebenes & Geknipseltes & mehr... so ein 365 Tage Dings von Follygirl

Joesrestandfood

Der Restaurant-Test und mehr. Hier werden Restaurants, Events und außergewöhliche Lokationen vorgestellt und bewertet.

Linsenfutter

Naturbeobachtungen aus Hamm und dem Rest der Welt ~~~~~~~~~~ mit über 1000 Beiträgen und unzähligen Fotos.

%d Bloggern gefällt das: