Lärm im Städtchen: Verdens Radaubrüder von der Krähenkolonie

Mich führte kürzlich mein Weg nach Verden an der Aller, einem Städtchen mit knapp 27.000 Einwohnern, südöstlich von Bremen gelegen, dort wo die Aller schon fast in die Weser mündet (ganz grob zur Orientierung). Ein beschauliches Plätzchen, gepflegt, dessen Stadtkern recht ruhig ist, wozu sicher auch die breit angelegte Fußgängerzone einen Teil beiträgt. Links und rechts des Flanierbereichs hübsche, eher kleine, zumeist aufwändig restaurierte ältere Bauten in unterschiedlichen Farben, aus unterschiedlichen Materialien und mit Giebeln in von einander abweichenden Formen und Größen.

Verden an der Aller - März 2014 - Fußgängerzone (Große Straße)

Verden an der Aller – März 2014 – Fußgängerzone (Große Straße)

Die Nebengassen schmal, auch dort stehen sie, die betagten Häuser – manchmal vor- oder zur Seite geneigt.

Verden an der Aller - März 2014 - Seitengasse - Manch altes Fachwerkhaus lehnt sicht schon ein wenig nach vorne ...

Verden an der Aller – März 2014 – Seitengasse – Manch altes Fachwerkhaus lehnt sicht schon ein wenig nach vorne …

Bevor Sie, mit dem Auto kommend, den Altstadtbereich erreichen, ist zurzeit ein bisschen Baustelle zu meistern. Ein neuer Kreisel ist noch nicht ganz vollendet und auch der Verkehr über die Aller wird provisorisch und mittels Baustellenampel einspurig im Wechsel über eine Brücke geleitet.
Vertrauen Sie Ihrem Navigationsassistenten?
Meine vermeintlich allwissende und häufig viel zu viel plappernde Ansagelady ist immer ziemlich irritiert angesichts plötzlich neu entstandener Kreisel, die man ihr hinterhältig verheimlicht hat. Ihre Unwissenheit gibt sie aber nicht zu! Statt dass sie lieber gar nichts sagt, behauptet sie steif und fest: „Hier rechts abbiegen!“. Weiß ich, dass ich grundsätzlich demnächst nach rechts muss, komme ich – nun ebenfalls leicht verunsichert – Ihrer Aufforderung natürlich pflichtschuldigst nach. Die nächste Ausfahrt des Kreisels ist meine.
Und sie?
Sie hüstelt kurz danach, fordert schroff: „Bitte wenden!“ Oder alternativ ertönt: „Neuberechnung.“ Was mir sagt, dass wir nicht so recht harmonieren.
Und wissen Sie was?
Das stört mich auch bei Menschen. Wenn sie absolut keine Ahnung haben, jedoch wissend tun und dadurch den größten Mist verzapfen. Aber man gibt sich ja nicht gern die Blöße …

Verden an der Aller - St. Johanniskirche (um 1150 erbaut)

Verden an der Aller – St. Johanniskirche (um 1150 erbaut)

Doch zurück zu Verden, der Reiterstadt. Wer sich immer noch fragt, ob Verden nun wegen der Rösser so heißt und ob es jemanden gab, der bei der Stadtbenennung eine neue Rechtschreibung einführte – nein, es hat mit dem Wort Pferd nichts zu tun. Es leitet sich eher von Furt oder Fähre ab.
Es gibt einiges, was bei einem Erkundungsspaziergang daran erinnert, dass Pferde hier eine große Rolle spielen. Beispielsweise sind in einem bestimmten Straßenbereich im Boden ganz geballt Hufeisen eingelassen („500 Hufeisen“ mit eingravierten Namen berühmter Pferdesportler). Man sieht hier und dort Pferdemotive (an Fahrradständern), Pferdesilhouetten und -skulpturen. Verden hat sein eigenes Pferdemuseum, und natürlich finden während des Jahres immer wieder Pferdeauktionen, Turniere, Rennen oder ein Festival zu diesem Thema statt.

Verden an der Aller - März 2014 - Das Thema Pferd ist präsent. Auch schön: Vor Rossmann die Rösser ...

Verden an der Aller – März 2014 – Das Thema Pferd ist präsent. Auch schön: Vor Rossmann die Rösser …

Solange diese oder auch Feste wie die Verdener Domweih, die Domfestspiele, die Jazz- und Bluestage o. ä. nicht gerade stattfinden, ist Verden allerdings ruhig.

Verden an der Aller - März 2014 - Ein Stückchen vom Dom St. Maria und Cäcilia (1490 fertiggestellt, aber bereits 1290 begonnen. Ein Päuschen von 150 Jahren erklärt die Dauer.)

Verden an der Aller – März 2014 – Ein Stückchen vom Dom St. Maria und Cäcilia (1490 fertiggestellt, aber bereits 1290 begonnen. Ein Päuschen von 150 Jahren erklärt die Dauer.)

Verden an der Aller - März 2014 - Einblick in den Dom St. Maria und Cäcilia

Verden an der Aller – März 2014 – Einblick in den Dom St. Maria und Cäcilia

Verden an der Aller - März 2014 -  Dom St. Maria und Cäcilia - Das Fenster im Altarraum

Verden an der Aller – März 2014 – Dom St. Maria und Cäcilia – Das Fenster im Altarraum

Verden an der Aller - März 2014 -  Dom St. Maria und Cäcilia - Es heißt der Seeräuber Claus Störtebeker habe zur Abbüßung seiner sieben Todsünden sieben Fenster für den Dom gestiftet ... (Den Kopf musste er trotzdem lassen).

Verden an der Aller – März 2014 – Dom St. Maria und Cäcilia – Es heißt der Seeräuber Claus Störtebeker habe zur Abbüßung seiner sieben Todsünden sieben Fenster für den Dom gestiftet … (Den Kopf musste er trotzdem lassen).

Auf dem Domvorplatz herrscht Stille …

Verden an der Aller - März 2014 - Gegenlicht beim Halt auf dem Domvorplatz - Verden per Pferdefuhrwerk erkunden ...

Verden an der Aller – März 2014 – Gegenlicht beim Halt auf dem Domvorplatz – Verden per Pferdefuhrwerk erkunden …

… wie auch am Rathaus

Verden an der Aller - März 2014 - Das Rathaus - Links dahinter ist die St. Johanniskirche noch zu erkennen

Verden an der Aller – März 2014 – Das Rathaus – Links dahinter ist die St. Johanniskirche noch zu erkennen

… und in den Seitengassen ebenso.

Verden an der Aller - März 2014 - Wenn Sie direkt von vorn auf den Giebel schauen, neigt er sich enorm nach rechts und die Fenster in der Efeuummantelung sind kaum erkennbar.

Verden an der Aller – März 2014 – Wenn Sie direkt von vorn auf den Giebel schauen, neigt er sich enorm nach rechts und die Fenster in der Efeuummantelung sind kaum erkennbar.

Nur wenn Sie weiter zum Flussufer spazieren und sich Richtung Mündung bewegen, dann geht der Radau los!
Sobald Sie den Uferparkplatz nahe der Straße Blumenwisch erreicht haben, sehen Sie auch, wer für die Lärmerei verantwortlich ist. In einer hochgewachsenen Platane hat sich eine Krähenkolonie gebildet. Eine große Anzahl von Nestern mit mehreren brutwilligen Pärchen findet sich unter dieser Adresse, und ständig sind Bewohner des Baumes am motzen und palavern. Das Krächzen ist durchdringend und es scheint, jede Saatkrähe hat den Ehrgeiz, die andere zu übertönen.
Unter dem Baum entlang zu gehen wäre wesentlich sicherer bzw. trockener, wenn Sie einen aufgespannten Regenschirm mit sich führten. Die Gehwegplatten sind dicht an dicht bekleckert mit den Hinterlassenschaften der schwarzen Baumbesetzer. Offenbar tropft es mehr oder weniger ständig von oben.

Verden an der Aller - März 2014 - Platane mit Krähenkolonie an der Straße Blumenwisch

Verden an der Aller – März 2014 – Platane mit Krähenkolonie an der Straße Blumenwisch

Wir haben März. Mitte Februar ziehen die Krähen üblicherweise ein. Bauen die Nester, gründen die Kolonie und kehren dabei mit Vorliebe an die Orte des Vorjahres zurück. Mit jedem neuen Jahr werden es gern mehr Nester. Die WG spricht sich in Krähenkreisen herum und lockt Nachzügler an. Es wird gebrütet, und nach dem Schlüpfen schreien zusätzlich zu den gefühlt ständig erregten Eltern zahlreiche hungrige Jungvögel lauthals nach Futter.
Rechnen Sie doch bitte einmal mit: Zurzeit sind etwa acht Nester zu erkennen. Mit jeweils einem Paar belegt, ergibt das bereits 16 Krächzer. Ab etwa Mitte Mai bis Anfang Juni verlassen die Jungvögel das Nest, was aber nicht heißt, dass zu diesem Zeitpunkt immer Schluss mit der Aufzucht oder Ruhe ist. Oft gibt es noch bis in den Juli hinein Bruten. Rechnen wir pro Gelege nur drei Jungvögel dazu, sind wir bei insgesamt bei 40 lärmenden Gesellen!
In einem einzigen Baum!
Sobald die Jungvögel soweit gereift sind, dass sie die ersten Flugversuche unternehmen, wird es hin und wieder heikel. Die Kleinen hüpfen zwischendurch durchaus auch auf dem Boden oder pausieren bodennah, währenddessen die Vogeleltern argwöhnisch die Umgebung beäugen. Sie sind erbost über nahende menschliche Wesen, welche sie als Gefahr für ihre Nachkommenschaft ansehen. So gab es vielerorts schon etwas unliebsame Zusammenstöße, Spaziergänger fühlten sich ernsthaft bedroht oder wurden sogar aus heiterem Himmel von Krähen angegriffen. Völlig verblüfft, denn sie selbst hatten gar nicht bemerkt, dass irgendwo ein Jungvogel in ihrer Nähe im Gebüsch hockte.

Verden an der Aller - ... nicht viel Abstand zwischen den Nestern der Saatkrähen.

Verden an der Aller – … nicht viel Abstand zwischen den Nestern der Saatkrähen.

Gut nachvollziehbar, dass eine solche Krähenkolonie im Wohngebiet mit Attacken wie im Hitchcock-Film den Anwohnern nicht behagt und ihnen sowie jeglichen Passanten obendrein geräuschmäßig ziemlich auf den Geist geht. Vogelgesang ist etwas anderes.
Die Tiere sind allerdings geschützt. An ihre Gelege darf man auch nicht, umsiedeln kommt so ohne Weiteres ebenfalls nicht in Frage. So wird häufig versucht, von vornherein zu verhindern, dass sich das Vogelvieh im Februar wieder im selben Baum niederlässt. Man sägt die Äste aus, auf oder in denen sich Nester befanden, was die schwarzen Heinis allerdings nicht wirklich stört – nisten sie halt auf dem Nachbarast! Auf diese Weise entstehen mancherorts durch wiederholte, recht radikale Verzweiflungsaussägearbeiten ziemlich verstümmelte Bäume.
Potthässlich!
Das Schlimmste oder Ärgerlichste ist, die Krone ist völlig verunstaltet, doch aus luftiger Höhe krächzt weiter höhnisch die schwarze Meute.
Manche geplagten Anrainer kommen auf die Idee zu schießen. Mit Platzpatronen. Es geht nur um den Lärm und die Abschreckung. Das wiederum nervt nicht nur – wie angepeilt – die Krähen, sondern insbesondere auch die Nachbarn. Der Nachbar bockt und das Verhältnis leidet langfristig, die Krähe hingegen gewöhnt sich bald an das neue Geräusch, plustert sich kurz, krächzt entrüstet gegenan und – zack! – baut schon wieder ein Nest in ihrem Lieblingsbaum! Genauso wie Krähe zwei und drei. Immer nach dem Kolonienmotto: Zusammen sind wir stark!

Verden an der Aller - Die Radaubrüder der Krähenkolonie

Verden an der Aller – Die Radaubrüder der Krähenkolonie

Radaubrüder. Brüder und Schwestern natürlich. Ein Naturschützer sagte einmal, die Krähen hätten gar keine andere Möglichkeit, als sich in den dörflich-städtischen Bereich zurückzuziehen. Man hätte so viele Bäume in der Feldmark entfernt, dort seien kaum noch Nistgelegenheiten.
Also neue Bäume pflanzen … Auf Bauers Feld?
Das liefert – wenn überhaupt – allenfalls langfristig gesehen wieder einen Ersatz für die Verdener Krähen.
Nur was macht man auf die Schnelle?
Falls Sie eine humane, möglicherweise auch originelle Idee haben, wie die Kolonie überzeugt werden kann, sich zu verkrümeln, melden Sie sich gern in Verden. Man ist Ihnen sicher dankbar für jeden erfolgversprechenden Tipp.

Ansonsten lohnt es sich, dem Städtchen einen Besuch abzustatten und wenn Sie beim Nachmittagsrundgang Appetit (Gelüste!) verspüren, dann kehren Sie unbedingt im Café Erasmie ein, das sich etwa in der Mitte der Fußgängerzone (Große Straße 102) befindet. Dort gibt es sehr ungewöhnliche Torten und Kuchen. Wirklich außergewöhnliche Rezepturen und Kompositionen. Und die schmecken sagenhaft! Man hat schon Preise dafür abgestaubt – verdientermaßen!

Verden an der Aller -  Hübsche Fachwerkbauten auch in der Ritterstraße ...

Verden an der Aller – Hübsche Fachwerkbauten auch in der Ritterstraße …

Verden an der Aller - März 2014 - Angezogener Felsen am Domvorplatz. Kein Urban Knitting, aber Urban Crochet (gehäkelt statt gestrickt)

Verden an der Aller – März 2014 – Angezogener Felsen am Domvorplatz. Kein Urban Knitting, aber Urban Crochet (gehäkelt statt gestrickt)

Ich möchte Sie auch gern ermuntern, von Ihrem eventuell erfolgten oder auch erst zukünftigen Besuch in Verden zu erzählen. Hier in den Kommentaren!
Tortenempfehlungen, Krähenvergrämungsvorschläge, Ausflugstipps u. v. m. nehme ich sehr gern entgegen.

©März 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand - WordPress.com - ©Foto Andreas Grav

 

 

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  1. #1 von luentje am 28/03/2014 - 20:37

    Vielen Dank für deinen schönen Reisebericht aus Verden, Michèle. Das Missgeschick mit dem Navigationssystem hat dich zum Glück nicht davon abgehalten ein nettes Cafe zu finden!

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    • #2 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 22:32

      Weißt du, warum das so gut geklappt hat? Weil der Weg zum Café zu Fuß und ohne Navi erfolgt! :-) Und der Kuchen in der Auslage ist schon vom Anblick ein Traum. Da wird zudem nicht nur im Café einiges verputzt, sondern es werden auch zahlreiche Pakete außer Haus geschleppt. Die Tortenbestände nehmen rasant ab.^^

      Liebe Grüße
      Michèle

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  2. #3 von regenbogenlichter am 28/03/2014 - 21:32

    Ein beschauliches Städtchen. Danke für den schönen Spaziergang.
    Hier gibt es auch viele Krähen. Allerdings nicht mit solchen Auswirkungen. Und für meine Begriffe sägen sie auch zuviel. Überall. Erstens weil der Holzpreis so gestiegen ist und Büsche, weil es überall Holzheizkraftwerke gibt.

    Liebe Grüße
    Ute

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    • #4 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 22:38

      Wie schade, wenn ganz massiv abgeholzt wird! Das hat letztendlich nicht nur optische Nachteile, sondern vernichtet auch wieder Lebensraum von Insekten, anderem Kleingetier und Vögeln. Abgesehen davon, dass es Einfluss auf Luft und Mikroklima hat. Schade … Solche „Störfaktoren“ wie Krähenkolonien sind ja im Grunde äußerst selten. Was du als Grund fürs Abholzen oder Aussägen erwähnst, klingt plausibel, macht die Sache aber auch nicht besser, oder?
      Danke für deinen Besuch im Blog, liebe Ute, ich wünsche ein besonders schönes Wochenende! (Ich las bei dir, dass es für euch einen besonderen Anlass zum Feiern gibt. Glückwunsch!)

      LG Michèle

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      • #5 von regenbogenlichter am 30/03/2014 - 14:45

        Ja leider ist das so liebe Michėle und besser macht es das auf keinen Fall. Das ist auch dem Wegfall der Baumfällverordnung im Zuge der EU zu verdanken. Seitdem kann jeder sägen wie er möchte. Ohne jegliche Genehmigung und ohne dass er, wie früher, einen neuen Baum pflanzen muss. (Ausnahme waren Obstbäume).
        Liebe Grüße
        Ute

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  3. #6 von Josef am 28/03/2014 - 23:20

    Liebe Michèle, ich war noch niemals in New York bzw. in Verden an der Aller und werde wahrscheinlich auch niemals dorthin kommen. Es gefällt mir aber, dass Du mit schönen Fotos und interessanten Texten darüber berichtest. Vielen Dank und herzliche Grüße von München nach Hamburg, Josef

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    • #7 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 23:19

      Es freut mich, dass du auch dir fremden Orten, die hier im Blog auftauchen, etwas abgewinnen kannst, lieber Josef. Es ist klar, dass nicht jeder der erwähnten Plätze selbst bereist wird – doch einen kleinen Eindruck kann man so erhaschen. Und eben gelegentlich Dinge sehen, die vielleicht gar nicht so für diesen Ort spezifisch sind, sondern generell eine Besonderheit sind.

      Liebe Grüße nach München!
      Michèle

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  4. #8 von s7hummel am 29/03/2014 - 08:05

    Diese Rooks sehr schön und scheinbar sehr clever! Pozdrawiam! stan

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    • #9 von s7hummel am 29/03/2014 - 10:21

      kleine erklärung. in Polen, wir definieren diesen Vogel als Gawron. Ähnlich wie die Krähen, aber die Krähe (in Poland) ist ein wenig anders. anders verziert, kleiner.

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      • #10 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 22:20

        Das ist interessant! Übersetzt sollen sowohl Rooks als auch Gawrons beides Saatkrähen sein. Das wäre die gleiche Art wie in den Nestern in Verden.
        Falls deine Krähen kleiner sind und ein farblich etwas anderes Gefieder haben, könnten es vielleicht Dohlen sein (jackdaws (engl.) oder Kawka (poln.). Danke, dass du dir so viel Mühe machst, extra auf Deutsch zu schreiben!

        Liebe Grüße nach Polen!
        Michèle

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  5. #11 von kowkla123 am 29/03/2014 - 12:22

    das war wieder echt schön, mit dir zu verreisen, wünsche alles Gute, KLaus

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    • #12 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 23:21

      Wie nett zu lesen, dass es dir wieder gefiel! Liebe Grüße zurück und ein schönes Wochenende, lieber Klaus!

      Michèle

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  6. #13 von marliesgierls am 29/03/2014 - 17:58

    Obwohl von mir nicht ganz weit weg, war ich noch nie in Verden, aber jetzt habe ich schon mal einen Eindruck. Das Problem mit den Krähen kenne ich, wir hatten einige Jahre auch ziemlich viele, und die wurden dann auch recht respektlos, jetzt ist es aber wieder ruhiger geworden. Warum, weiß ich nicht. Allerdings hatte ich ein gruseliges Erlebnis, eine Jungkrähe kam nicht mehr aus der Pferdetränke (eine alte Badewanne), natürlich rettete ich sie,war aber dabei von der Verwandtschaft beobachtet worden, die mich nun angriffen, da musste ich schnell sein, Krähe retten, absetzten, und laufen, die wollten meinen Kopf!lg Marlies

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    • #14 von ladyfromhamburg am 29/03/2014 - 23:27

      Das war ja eine aufregende und gar nicht so ungefährliche Aktion für dich, liebe Marlies! Klar, dass man das Kleine vor dem Ertrinken retten will, doch leider erkennen die Kräheneltern das offensichtlich nicht gleich eindeutig. Den Rabenvögeln wird zwar insgesamt eine ziemlich hohe Intelligenz sowie erstaunliche Merkfähigkeit nachgesagt, und man liest über Experimente, bei denen sie sich sehr geschickt anstellen (Nüsse mittels Steinen öffnen oder auf die Straße werfen, damit darüberfahrende Autoreifen sie knacken, Nahrung aus einem mit Wasser gefüllten hohen Glas bekommen, indem sie nach und nach den Wasserstand durch den Einwurf von Steinen erhöhen etc.), doch diese simple Folgerung, dass der Mensch uneigennützig zur Rettung eilt und keine Bedrohung darstellt, scheint ihnen fremd oder abwegig zu sein.
      Schön, dass du heil davongekommen bist und schneller warst als der Verfolgungstrupp!

      LG Michèle

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      • #15 von marliesgierls am 30/03/2014 - 17:01

        Da habe ich mich doch ganz schön erschrocken, damit hatte ich nicht gerechnet. Das hätten diese intelligenten Vögel wirklich wissen müssen! Aber wir Menschen erkennen ja auch manchmal nicht, wenn andere uns was Gutes tun wollen. Einen schönen Sonntagabend, liebe Michèle, lg Marlies

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  7. #16 von finbarsgift am 31/03/2014 - 07:22

    hm… liebe Michèle, da in diesem Verden war ich noch nie,
    aber das kann ja noch werden *g*

    Wieder ein absolut gekonnter Ausnahmebericht aus deiner Feder
    und deiner Kamera, Chapeau!

    Liebe Morgengrüße
    vom Lu

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  8. #18 von s7hummel am 31/03/2014 - 08:45

    Ja, ich weiß, ich sollte versuchen härter: lesen, schreiben, sprechen… Übung macht den Meister! Leider nach den jüngsten wissenschaftlichen Studien, diese sehr kluge Aussage ist nicht ganz richtig (not entirely true) Und ich, leider, nicht allzu bemühe ich mich stark, nicht auf die angeborene Fähigkeit zu lernen, zu erwähnen. (not very hard to try, not to mention the innate ability to learn) Also lieber bleiben dunkel und langweilig. Die einzige freudige Ereignis in meinem elenden leben ist, dass ich so eine wunderbare Persönlichkeit erfüllt… (in my miserable life met such a great personality) Natürlich meine ich Michèle. Also vielleicht gibt es noch hoffnung für mich!

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  9. #19 von Zeitreisender am 01/04/2014 - 10:44

    Die ungewöhnliche Torten und Kuchen wären für mich schon eine Reise wert :-)
    Mal wieder ein sehr schöner Reisebericht mit tollen Fotos. Welche Kamera verwendest du für deine Blogposts? Ich habe eine Panasonic Lumix G 3 und bin damit sehr zufrieden. Mache aber auch immer wieder mal Aufnahmen mit meinem Samsung Galaxy S 4, ebenfalls sehr gute Auflösung.
    Falls du mal nach Brühl/Rheinland kommen solltest: hier gibt es auch sehr viele Krähen, vor allem im benachbarten Schlosspark.
    Kennst du eigentlich noch die TV-Serie: Das Gold am Krähenberg? War immer sehr geheimnisvoll…Die Serie werde ich mir dieses Jahr vor Weihnachten nochmal kaufen und anschauen. Hier der Link:
    http://www.amazon.de/Das-Gold-Kr%C3%A4henberg-komplette-Serie/dp/B001HV2694/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1396345017&sr=8-1&keywords=das+gold+am+kr%C3%A4henberg

    Wie immer liebe Grüße vom Zeitreisenden!

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    • #20 von ladyfromhamburg am 01/04/2014 - 19:19

      Hallo Volker, nett dich hier wieder zu sehen. Das kann ich mir gut vorstellen, dass du mit deiner Lumix G3 zufrieden bist. Ich höre von dieser Systemkamera, aber auch von den Lumix Kompaktkameras stets Gutes. Ich selbst habe unterwegs meine Fuji Finepix F770EXR dabei, die auch ganz vernünftige Fotos liefert. Besonders wenn es schnell gehen muss (Motiv sonst verschwunden) oder stetige Bewegung herrscht. Da hatte meine alte Sony Kamera ihre Schwierigkeiten. Dort waren aber die Farben leuchtender. Bei der jetzigen hält dafür der Akku super durch, und ich muss halt im Nachhinein ein bisschen mit dem Licht arbeiten oder Kontrast verstärken.

      Ihr habt also bei dir in Brühl auch die Krähen. Ich hörte gestern gerade als Reaktion von einem Leser, dass in Emden zurzeit mehrere Bäume nebeneinander von den schwarzen Vögel eingenommen wurden. Das muss ein horrender Lärm sein …

      Diese Serie, die du erwähnst, kenne ich nicht. Ich habe mal bei Amazon nachgesehen, hört sich ja spannend an. Wenn du sie irgendwann wieder gesehen hast, musst du mir bitte mal verraten, ob sie für dich auch heute noch sehr geheimnisvoll wirkt. ;)

      Liebe Grüße zurück!
      Michèle

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  10. #22 von absengeralois am 04/04/2014 - 17:09

    klasse!

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  11. #24 von Sartenada am 06/04/2014 - 11:19

    Wonderful travel report. I love this kind of posts which present blogger’s country. Horse art and church photos are among others my favorite. Thank You.

    Gefällt mir

    • #25 von ladyfromhamburg am 06/04/2014 - 22:14

      I have to thank you, Matti, for visiting again and leaving your friendly commentary. Nice to hear that you like this kind of posts. I feel the same way when I discover your country through your eyes and your blog posts!
      Best wishes to you and Anja!

      Michèle

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  12. #26 von ernstblumenstein am 16/04/2014 - 11:31

    Ein herrlicher und gekonnter Reisebericht über Verden an der Aller. Wow, deine Bilder sind wie immer von hoher Güte und die Sujets sehr gut und stimmungsvoll gewählt. Die Krähen, die Fachwerkhäuser und der bemützte Felsen haben mir besonders gut gefallen. Chapeau, Michèle!
    Ja, die Welt ist klein! Nach meinem Lehrabschluss zum Kaufmann 1962 war ich zum ersten Male in Zermatt in den Skiferien und lernte dabei ein Mädchen aus Verden kennen. Dieser kurzen Episode trauerte ich lange nach, weil das Mädchen bildhübsch war und ich sehr verliebt war.
    Ich wünsche dir ein frohes und schönes Osterfest im Kreise deiner Lieben. Mach’s guet und geniesse deine Zeit. Ernst

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    • #27 von ladyfromhamburg am 17/04/2014 - 20:31

      Das junge Mädchen kam damals aus Verden, Ernst? Die Welt ist wirklich ein Dorf! :-) Danke schön für dein Lob! Es freut mich natürlich, dass es dir wieder gefiel. Auch dir und deiner Familie eine schöne Osterzeit und bis bald!

      LG Michèle

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