Wenn Betontristesse anödet … ist es Zeit für Kunst an Säulen und Trägern!

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Kunst auf Beton (Im Hintergrund eine Szene aus der Antike)

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Kunst auf Beton (Im Hintergrund eine Szene aus der Antike)

Wie sah denn das Schulgebäude aus, in dem Sie Ihre Schulzeit verbracht haben? War es ein stilvoller und altehrwürdiger Bau? Aus gebrannten roten Ziegeln, mit weißen, hölzernen Sprossenfenstern? Ein ansprechendes Haus mit geschwungenem Giebel und kleinen Erkern?
Ach, nicht?
Eher schlicht, in einem blassen, leicht faden Farbton verklinkert oder verputzt, mit Tür- und Fensterrahmen aus Kunststoff und einen mehr nüchternen und kantigen Gesamteindruck hinterlassend?
Auch nicht?
Sagen Sie nicht, Sie hockten täglich in einem grauen, unpersönlich-lieblosen Betonklops!

Meine Grundschule lag idyllisch. Drei ältere, einstöckige, in U-Form und aus rotem Backstein erbaute Hausflügel, ein dadurch entstandener geschützter Innenhof und das Gelände selbst an einem Waldstück gelegen und von hohen Bäumen umsäumt. Nur die viel später errichtete Turnhalle passte im Stil überhaupt nicht dazu.
Das Gymnasium meiner Schulzeit hingegen wurde in den 70er Jahren neu errichtet. Die geburtenreichen Jahrgänge der 60er Jahre mit stark ansteigenden Schülerzahlen erforderten zusätzliche große Schulzentren, die häufig irgendwo am Ortsrand mitten aufs Feld gestellt wurden. Der Bebauungsplan wandelte dazu erstaunlich flott früheres Ackerland in Bauland um. Von allgemeinem Interesse hieß das Zauberwort, welches den Weg so rasant ebnete. In einer nächtlichen Kreisratssitzung wurden noch die leichte Streckenänderung der bestehenden Buslinie sowie die Errichtung einer zusätzlichen Haltestelle beschlossen. Fertig war die Chose.
Der Einfachheit halber und weil es seinerzeit gerade en vogue war, entschied man sich für einen Betonkasten, baute ihn nicht zu hoch, variierte das Ganze mit einem Bodenbelag aus Waschbetonplatten (außen) und dunklem Schiefergestein (innen) und versuchte, durch leicht getöntes Fensterglas ein bisschen Farbe ins Spiel zu bringen. Ansonsten vertrat man die Meinung:
Leute, ganz ruhig, das wächst sich schon ein! Außerdem hängen ja die Hälfte des Jahres irgendwelche saisonalen Schülerbasteleien zur Aufheiterung an den Fenstern.
Wunschdenken, Beruhigungstaktik – und eben eine andere Zeit!
Im Innern sah es im Vergleich dazu wirklich gut aus. Helle und freundliche Klassenzimmer, modern ausgestattete Fachräume für die verschiedenen Naturkundefächer etc.

So weit, so gut. Nur, Sie kennen das: Am Anfang kommt Beton noch in einem recht freundlichen hellen Grau daher, doch bereits nach relativ kurzer Zeit wirkt alles schmutzig, trist und schäbig, sofern dem Gebäude nicht bald ein Farbanstrich gegönnt wird. Und auch danach immer einmal wieder …

Ich fühlte mich ein wenig daran erinnert, als ich einen Teil der Weihnachtsfeiertage in der Nähe von Karlsruhe, in Rheinstetten-Mörsch, weilte. Auch dort befindet sich ein großes, größtenteils aus Beton erstelltes und mittlerweile 40 Jahre altes Schulzentrum. Heute hat man bei der Planung ganz andere Vorstellungen, doch in seiner Entstehungszeit galt es wohl als ziemlich modern, vielleicht sogar als vorbildlich.
Es vereint Realschule und Gymnasium. Obendrein entstanden nebenan die „Keltenhalle“ als Sporthalle und gleichzeitig als Veranstaltungsort sowie ein Spielplatz.
Man sieht heute beim Herumstreifen, dass versucht wurde, das Schulgelände an zahlreichen Stellen freundlich und abwechslungsreich zu gestalten und liegt bestimmt nicht falsch in der Annahme, dass Schüler viel bei der Planung und Gestaltung des Außengeländes einbezogen wurden, bzw. bei vielen Dingen direkt beteiligt waren und selbst Hand anlegen durften. Dadurch wandelte sich der Charakter merklich von völlig unpersönlich zu speziell, unverkennbar.
Die offenbar im Zuge von Projekten durchgeführten Verschönerungsaktionen sorgen dafür, dass bei genauerer Betrachtung der Besonderheiten die Betontristesse mehr und mehr in den Hintergrund rückt.

Auf einem längeren Stück des Gehwegs entstand durch aufgemalte weiße Sterne eine Art  Walk of Fame, man sieht im Eingangsbereich zur Straße hin am Boden großformatige, weiß aufgezeichnete Strukturformeln aus der Chemie und ein, zwei bunt gestaltete kleine Pyramiden stechen hervor, die sicher bei einem Umweltprojekt (Störche, Natur) entstanden sind. Auch ein gemeinsam angelegter Arzneimittelgarten („Hortulus“) nach dem Vorbild des Heilkräutergartens des Namensgebers des Gymnasiums, Walahfrid Strabo, ist zu finden. Walahfrid ist schon länger nicht mehr unter uns. Er lebte im 9. Jahrhundert und sein Beiname Strabo (lat.) bedeutet übrigens „der Schielende“.
An einer Fassade des Schulgebäudes wurden diverse Nistmöglichkeiten für unterschiedliche Vogelarten befestigt.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Wohnungen für diverse fliegende Gäste ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Wohnungen für diverse fliegende Gäste …

Zwischen zwei Gebäudetrakten befindet sich ein teilweise glasüberdachter Raum. Eine Art Aufenthaltsfläche im Innenhof mit  Verbindungsgängen, die von A nach B Eilende durch ihre Glasüberdachung vor widrigen Wettereinflüssen schützen. Die vorhandenen, bogenförmigen Glasaufsätze sind mancherorts blind, die Dachkonstruktion wird von zahlreichen Trägern gehalten, bzw. Betonsäulen gestützt.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Überdachung als geschützte Verbindung zwischen zwei Gebäudetrakten. Beton, Beton, nochmal Beton - allerdings ... Moment!

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Überdachung als geschützte Verbindung zwischen zwei Gebäudetrakten. Beton, Beton, nochmal Beton – allerdings … Moment!

Was wäre es trist und langweilig, hätte hier ausschließlich der Beton das Sagen!
Stattdessen sind alle Träger und Pfosten sowohl von vorne als auch von hinten mit Motiven der unterschiedlichsten Art kunstvoll verziert.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Ein Blick aus der anderen Richtung zeigt, die Trägersäulen sind beiseitig  gestaltet

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Ein Blick aus der anderen Richtung zeigt, die Trägersäulen sind beiseitig gestaltet

Es spiegeln sich verschiedene Epochen, Themen und Begebenheiten wider. Es geht um Geschichte, um Religion, um Forschung, Umwelt bzw. Umweltverschmutzung, Krieg und Kriegsgefahr, Bevölkerungsdichte, Unterdrückung und vieles mehr. Trotz der mehrheitlich ernsten Themen ist es den jungen Künstlern gelungen, gleichzeitig eine kritische, aber auch sehr farbenprächtige Darstellung ihrer Aussagen zu schaffen und ihr Anliegen sehr kreativ umzusetzen.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Es lohnt sich, die Säulen ein wenig näher zu betrachten ... Rakete SATURN

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Es lohnt sich, die Säulen ein wenig näher zu betrachten … Rakete SATURN

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Die Bevölkerungsentwicklung auf der Welt ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Die Bevölkerungsentwicklung auf der Welt …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Physiker, Wissenschaftler, Forscher ... auch Einstein ist dabei.

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Physiker, Wissenschaftler, Forscher … auch Einstein ist dabei.

Es waren Weihnachtsferien, so konnte ich niemanden fragen, welche Absichten und Ideen sich exakt hinter jedem einzelnen Kunstwerk verbergen, was sie alles aussagen sollen, doch auf diese Art konnte ich sie mir unbefangen anschauen und mir meine eigenen Gedanken machen. Eigentlich hatte ich mich nur für ein paar Minuten zum Beine vertreten und Luft schnappen absetzen wollen. Es wurde dann doch etwas länger, und lediglich der kritische Blick zur Uhr und ein terminlich feststehendes Familienvorhaben beendeten den Besuch. Man hätte noch länger schauen können …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Moderne Zeiten:  große Städte, Atom-/Kernkraft, Ölplattformen, Pipelines ... und Umweltverschmutzung!

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Moderne Zeiten: große Städte, Atom-/Kernkraft, Ölplattformen, Pipelines … und Umweltverschmutzung!

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Es geht in Wüstengegenden ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Es geht in Wüstengegenden …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Waffen, Sprengstoff, Raketen ... ein dritter Weltkrieg?

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Waffen, Sprengstoff, Raketen … ein dritter Weltkrieg?

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Symbole  und Begriffe aus dem Maya-Kalender ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Symbole und Begriffe aus dem Maya-Kalender …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Unterdrückung, Ausbeutung, Ausnutzung. Es geht um Sklaven, Eingeborene, Ureinwohner, die für den Profit ausgequetscht werden ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Unterdrückung, Ausbeutung, Ausnutzung. Es geht um Sklaven, Eingeborene, Ureinwohner, die für den Profit ausgequetscht werden …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Schlechte Aussichten für unsere Welt ...?

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Schlechte Aussichten für unsere Welt …?

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Auch religiöse Motive wurden ausgewählt ... Ego sum lux mundi - Die Verkündigung Jesus Christus' "Ich bin das Licht der Welt..."

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Auch religiöse Motive wurden ausgewählt … Ego sum lux mundi – Die Verkündigung Jesus Christus‘ „Ich bin das Licht der Welt …“

Auch an mancher Wand entstanden bunte Betontristesse-Beseitiger. Ein Graffiti gibt es …

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch mit Keltenhalle - Graffiti

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch mit Keltenhalle – Graffiti

… und schauen Sie hier, der Abiturjahrgang 2009 hat sich mit 13 Jahren Rotstiftmilieu verewigt.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - So wird die Wand auch bunt:  Abitur 2009 - Das Ende von 13 Jahren Rotstiftmilieu ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – So wird die Wand auch bunt: Abitur 2009 – Das Ende von 13 Jahren Rotstiftmilieu …

Bei Dämmerung sieht alles wieder ganz anders und gar nicht grau aus …

Rheinstetten bei Karlsruhe - Auch der Abendhimmel und Straßenleuchten "verschönern" den Anblick des sonst so grauen Betons ... ...

Rheinstetten bei Karlsruhe – Auch der Abendhimmel und Straßenleuchten „verschönern“ den Anblick des sonst so grauen Betons … …

Es hat sich vor etwa drei Jahren herausgestellt, dass das gesamte Gebäude, besonders aber die Außenwände, sehr marode sind. Sicher hat man in den Jahrzehnten hier und da immer wieder ausgebessert, teilsaniert und obendrein Solarzellen auf das Dach montiert! Das sparte Energie ein, half aber nicht gegen diverse Schäden anderer Art.
Die Debatte um die Zukunft des Schulzentrums wurde eine Zeit lang recht erhitzt geführt, denn es gab Befürworter eines kompletten Abrisses und ebenso Anhänger einer Totalsanierung. Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten der Sanierung, die in absehbarer Zeit beginnen wird.
Ich frage mich nun, ob die anstehende Arbeiten das Aus für diese Säulen und das Ende der Kunstwerke bedeutet. Kann man sie erhalten? Rost dringt an einigen Stellen aus den Eisenträgern durch den Beton …

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Achten Sie auf die Träger hinten ... schwer rostig das Ganze.

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Achten Sie auf die Träger hinten … schwer rostig das Ganze.

Dezember 2013 - Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Sobald der Blick sich nicht allein auf die Säulen richtet, entdeckt man den mitgenommenen Zustand des Gebäudes ...

Dezember 2013 – Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Sobald der Blick sich nicht allein auf die Säulen richtet, entdeckt man den mitgenommenen Zustand des Gebäudes …

Es wäre ziemlich schade, diese ideenreichen und gelungenen Hinterlassenschaften von Schülern, evtl. ganzen Schülergenerationen, zu verlieren. Immerhin bleiben sie in Bildform erhalten – und ich werde mir bei einem meiner nächsten Besuche anschauen, was aus ihnen geworden ist.

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch - Pyramide - Diese eine Foto ist bereits im Winter 2011 entstanden und man erkennt auch dort bereits im Hintergrund den etwas desolaten Zustand des Gemäuers.

Schulzentrum Rheinstetten-Mörsch – Pyramide – Diese eine Foto ist bereits im Winter 2011 entstanden und man erkennt auch dort bereits im Hintergrund den etwas desolaten Zustand des Gemäuers.

Wenn Sie trotz der Malereien im Moment das Gefühl haben sollten, Sie hätten dennoch zu viel Restgrau gesehen, dann kommen Sie kurz mit um die Ecke. Ich muss Ihnen noch einmal die mit Misteln bewachsenen Bäume von Rheinstetten zeigen!
Mich fasziniert der Anblick! Gerade in der Dämmerung …

Rheinstetten bei Karlsruhe - Misteln in den Bäumen ...

Rheinstetten bei Karlsruhe – Misteln in den Bäumen …

Ich hätte z. B. gern ein solches Motiv als Fassadenmalerei auf einer der tristen Betonwände, die natürlich auch in Hamburg und in meiner Nähe existieren. Vielleicht bringt ein Vorschlag oder eine entsprechende Eingabe an geeigneter Stelle etwas in diesem Fall? Versuchen könnte man es ja …
An privaten Gebäuden und dort z. B. auch an langweiligen Garagentoren, wird inzwischen schon häufiger der Phantasie freien Lauf gelassen. Originelle, ungewöhnliche und oft wunderschöne Kunstwerke können Sie mit etwas Glück entdecken! Landschaften, Flugzeuge, Meeresszenen, Tiere, Menschen …Optische Täuschungen!
An nicht-privaten Verteilerkästen fallen mir lokal begrenzt ebenfalls vermehrt Malereien auf, teilweise mit konkretem Ortsbezug. Warum nicht mehr dieser Art – gezielt im öffentlichen Raum – bevor lediglich reizlose Tags von Graffiti-Sprayern (ich meine nicht die wirklich künstlerisch Tätigen) die Wände erobern. Gelegentlich sollen solche Werke es sogar verhindern können, dass unansehnliche Sprayerwerke entstehen. Schon Bemaltes ist als Nutzfläche uninteressant.

Schluss für heute! Danke schön fürs Vorbeischauen!
In einigen Tagen geht es im Blog weiter mit den Bahnfahrterkenntnissen (2).
Und wem ich es bisher noch nicht direkt gesagt habe, dem wünsche ich an dieser Stelle ein frohes und gesundes Neues Jahr! Alles Gute für Sie!

©Januar 2014 by Michèle Legrand
Michèle Legrand  - ©Andreas Grav

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  1. #1 von Cordula Kerlikowski am 03/01/2014 - 10:26

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Es ist immer wieder interessant, wie kreative m´Menschen jeden Alters aus tristen Ecken, Gebäuden, Maschinen spannende und geschichtenreiche Kunstwerke zaubern. Leider machen der deutsche Amtsschimmel, verbohrte Kopfe und träge Entscheidungsträger diesen Menschen das Leben schwer. Im schlimmsten Falle erfolgt ein respektloser Abriss.
    Auch um unsere „East Side Gallery“ in Berlin muss immer wieder gekämpft werden. Trotz des historischen Hintergrundes stört sie anscheinend das urbane Werden der Sahnestückchen an der ehemaligen Mauer.

    Viele Grüße
    Cordula

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    • #2 von ladyfromhamburg am 03/01/2014 - 19:21

      Liebe Cordula, ich verfolge immer online das Geschehen um die East Side Gallery in Berlin. Ich hoffe sehr, dass etwas erhalten bleibt!
      Ich habe auch schon gemerkt, wie schwierig es ist, wenn Kunst auf Behörden und Regeln stößt. Es gibt – wie überall – rühmliche Ausnahmen, manchmal kommt auch unerwartet Unterstützung. Je nachdem, wer gerade im Amt ist …
      Nur da Kunst immer ein subjektives Empfinden ist und auch der Begriff Schönheit nicht eindeutig definierbar, traut sich offenbar keiner so recht daran, Genehmigungen für etwas zu geben, was dann einen Teil der Bevölkerung unter Umständen wieder zu Protesten anregt. Da zählen die Begeisterungsrufe der anderen Hälfte wenig. Manchmal erhalten Künstler auch nur die Genehmigung, weil bereits absehbar ist, dass da entsprechende Gebäude sowieso abgerissen wird. Für den Übergang ist es dann gefühlt weniger heikel … Schade drum.

      Liebe Grüße nach Berlin und vielen Dank für deinen Kommentar!
      Michèle

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  2. #3 von Silberdistel am 03/01/2014 - 19:24

    Meine Grundschule war ein ganz normales Schulgebäude, die beiden anderen dann alte und ehrwürdige Gemäuer. Da wäre es eher Frevel gewesen, die edlen Mauern zu bemalen. Die letzte der beiden Schulen war ein ehemaliges Klostergebäude und ein wirklich schöner Bau, den ich nicht hätte bemalt sehen wollen.
    Aber die Betonmalerei, die Du uns hier zeigst, macht aus tristem Beton tatsächlich kleine Kunstwerke, die noch dazu etwas zu erzählen haben. Ich finde es echt gelungen.
    Liebe Grüße von der Silberdistel und einen gutes, interessantes und gesundes neues Jahr für Dich, liebe Michèle

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    • #4 von ladyfromhamburg am 04/01/2014 - 21:37

      Danke schön! Die Wünsche für das gerade gestartete Jahr gebe ich auch gern genauso an dich. Ich las deinen Rückblick 2013 und hoffe sehr, dass nach zwei (du erwähntest auch 2012) Jahren mit doch einigen sehr traurigen und ernsten Ereignissen nun genug davon geschehen sind und mit 2014 ein positives, fröhliches Jahr für dich und deine Familie begonnen hat.
      Danke auch für deinen Kommentar! Schöne Gemäuer sollten auf keinen Fall übermalt oder angemalt werden! Sie haben Aussagekraft und sind lebendig, sie haben es nicht nötig. Es wäre wirklich ein Störfaktor, denn die angedachte (positive) Wirkung könnte sich gar nicht entfalten. Aber diese grauen, tristen Mauern und andere Betonbauelemente, entpuppen sich als ideale Leinwände, bei denen die Veränderung ins Positive wirklich verblüffend ist!

      Herzliche Grüße, liebe Silberdistel, und bis zum nächsten Mal.
      Michèle

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  3. #5 von fromhearttoheel am 04/01/2014 - 18:07

    Hallo Liebes,

    ein frohes Neues Jahr wünsche ich dir.

    Ich werde mit meinem Blog in der nächsten Woche auf einen selbstgehosteten Server umziehen. Dann bin ich nicht mehr über den WordPress-Reader erreichbar und kann auch deine Beiträge nicht mehr so einfach mitverfolgen.

    Ich würde weiterhin gerne deine Beiträge lesen und dir folgen.

    Ich mich riesig freuen wenn wir über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram und/oder über Bloglovin in Kontakt bleiben! Ich folge dir dann natürlich auch zurück, damit nichts schief gehen kann!

    Ist das in Ordnung für dich?

    Alles Liebe und alles Gute für 2014,

    Lara

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    • #6 von ladyfromhamburg am 04/01/2014 - 21:47

      Frohes Neues Jahr, Lara! Alles Gute für dich – auch was deinen Blogumzug auf einen selbstgehosteten Server angeht. Es freut mich natürlich sehr, dass du Interesse daran hast, meine Blogposts weiterhin zu finden! Danke, dass du auf die Veränderungen hingewiesen hast, denn auch ich möchte gern weiterhin bei dir lesen.
      Ich werde über deine „Fromhearttoheel“-Seite bei Facebook an dich herantreten, so findest du auch mein dortiges Profil (ggf. schaue ich zusätzlich noch bei Twitter nach dir).
      Wir bleiben in Kontakt!

      Liebe Grüße
      Michèle

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      • #7 von fromhearttoheel am 04/01/2014 - 22:47

        Hallo Liebe Michele!

        Vielen Lieben Dank für deine Antwort. Ich habe dich auf Twitter geadded. Leider kann ich dich im Facebook nicht finden, aber wenn du mir eine Nachricht schreibst, finde ich mit Sicherheit deine Seite.

        mich findest du über http://www.facebook.com/fromhearttoheel2013

        Alles Liebe und vielen Dank!

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      • #8 von ladyfromhamburg am 05/01/2014 - 00:57

        Lara, ich habe deine FB-Seite vorhin via deinen Blog entdeckt und bereits ein Häkchen bei „Gefällt mir“ gemacht. Nun kann ich deine Status-Updates mit neuen Links zu kommenden Blogposts verfolgen.
        Ich selbst habe dort ein Privatprofil, keine Fan-Page. Schau hier: https://www.facebook.com/ladyfromhamburg
        Auf Twitter werde ich dir noch zurückfolgen. Sicher ist sicher … ^^

        LG Michèle

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  4. #9 von finbarsgift am 04/01/2014 - 20:03

    Toll, was da künstlerisch los ist, alle Achtung!
    Liebe Neujahrsgrüße
    vom Lu

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    • #10 von ladyfromhamburg am 04/01/2014 - 21:39

      Nicht wahr? Die Schüler haben sehr kreativ und talentiert den Pinsel geschwungen. Mich hat es wirklich begeistert!
      Die Neujahrsgrüße gehen auch an dich, lieber Lu. Alles Gute für 2014!

      LG Michèle

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  5. #11 von Kathrin's Photo Pictures am 05/01/2014 - 12:10

    Moin moin liebe Michèle,

    dir auch noch ein gutes Neues Jahr.

    Da bin ich froh, dass du gut in Karlsruhe angekommen bist.

    Ich bin früher immer von Karlsruhe nach Hamburg gefahren, jetzt weniger, leider.

    Ich komme wieder, ich muß mir noch die HH Bilder anschauen.

    Herzliche Grüße

    Kathrin

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    • #12 von ladyfromhamburg am 05/01/2014 - 15:25

      Hallo Kathrin, das hat mich jetzt neugierig gemacht – deine Fahrten nach Hamburg. Bei dir las ich vorhin, es sei deine Heimatstadt. Nun ist mir auch klar, warum hinter dem „weniger“ ein „leider“ folgte. Schau dich gern um im Hamburg-Teil des Blogs. Über die Kategorien auf der Startseite rechts findest du schnell hin, wenn dich die Sehnsucht (zumindest nach Fotos) packt.

      Liebe Grüße zurück!
      Michèle

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  6. #13 von ernstblumenstein am 07/01/2014 - 15:50

    Michèle, ich mache dir ein grosses Kompliment für diesen Beitrag, hervorragend geschrieben und mit entsprechenden Aufnahmen versehen, ganz toll, Chapeau. Ich sehe diese Schulanlage architektonisch und stilistisch als sehr gelungenen Bau an.
    Ich als fremder Fötzel (Fremdling ;-)) finde, dass dieser Schulkomplex mit diesem Baustil, diese Malereien und Verzierungen, die viel Wissen über die Geschichte der Menschheit wiedergeben, als Anschauung für spätere Generationen saniert und unbedingt erhalten werden sollte. Es ist ein Zeuge über den Zeitgeist der 70-iger Jahre und ein Kulturgut. Dir liebe Grüsse. Ernst

    Ach ja, zum noch jungen Jahr wünsch ich dir Gesundheit, Freude und spannende Erlebnisse.

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    • #14 von ladyfromhamburg am 08/01/2014 - 17:21

      Lieber Ernst, danke schön für deinen Kommentar und die guten Wünsche. Auch für dich ein sehr positives, gesundes und frohes Neues Jahr!
      Nachdem man sich jetzt für die Sanierung des Schulzentrums entschieden hat, bleibt der Komplex als solcher nachfolgenden Generationen erhalten, doch ich befürchte, dass die Säulen in dieser Form nicht überleben werden. Gerade diese Bauelemente (Träger, Säulen, Pfosten im Außenbereich) sind stark geschädigt. Der Beton ist marode, der Rost (der Träger) blüht Putz bröselt ab. Es wird momentan nur durch die Kunstwerke relativ gut kaschiert bzw. sie ziehen als erstes die Blicke auf sich.
      Mal schauen, in welchem Umfang und in welcher Form dort erneuert wird. Ich werde es weiter beobachten und dir berichten! ^^

      Liebe Grüße
      Michèle

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  7. #15 von Sartenada am 10/01/2014 - 15:02

    I really loved some of these art.

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