Zwischen Deutschland und der Schweiz: Grenzhüpferei Teil II – Mentalitätsgedanken und Stein am Rhein (CH)

Stein am Rhein (CH) - Altstadt mit Rathaus

Stein am Rhein (CH) – Altstadt mit Rathaus

Man kann keine Nation irgendeiner einzelnen, bestimmten Kategorie Mensch zuordnen, wasserdichte Beweise für immer wiederkehrendes, typisches, identisches Verhalten liefern oder – ganz fürchterlich – ein ganzes Land in eine Schublade packen! Doch heute möchte ich mich außer dem Städtchen Stein am Rhein (CH) nebenher ein wenig der Schweizer und auch unserer, der deutschen Mentalität widmen. So wie ich sie bisher kennengelernt habe, gerade wenn sie aufeinanderprallten!
Ihnen ist klar, dass solche persönlichen Eindrücke immer subjektiv sind – so gern man auch objektiv wäre.
Und Sie werden automatisch auch wieder ein bisschen mehr meiner Mentalität kennenlernen. Der Grund, weshalb ich drei vorherige Fassungen dieses Blogposts in den virtuellen Papierkorb geworfen habe. Ich hatte das dumpfe Gefühl, Sie kennen mich bald ein bisschen zu genau. ^^

Wenn Sie mehr auf die Fotos aus der Altstadt von Stein am Rhein warten, dann scrollen Sie gern nach unten, ansonsten beginnen wir jetzt mit dem Text und – örtlich gesehen bedeutet dies – der Start ist im schweizerischen Diessenhofen, dem am Rhein gelegenen Ort mit der besonderen Holzbrücke, an dem ich das letzte Mal unterbrach.
(Mehr über die Region, aus der ich auch heute berichte, finden Sie im Archiv Juli 2013„Abgetaucht“ und die „Grenzhüpferei Teil I“, alle – auch die noch folgenden Teile – ebenfalls in der Kategorie Auf Entdeckung – unterwegs im In- und Ausland)

Diessenhofen hat nicht die einzige Brückenverbindung über den Rhein, einige Kilometer östlicher queren Autos und Eisenbahn den Fluss bei Hemishofen (CH). Danach erneut in Stein am Rhein. Und genau auf diesem Weg, über die Brücke Richtung Norden, fallen wir in das Städtchen ein.

ie Brücke über den Rhein, die beide Teile von Stein miteinander verbindet. Keine Holzbrücke wie in Diessenhofen ... Es gab schon vorher eine Brücke, doch diese wurde 1972-74 gebaut.

Die Brücke über den Rhein, die beide Teile von Stein miteinander verbindet. Keine Holzbrücke wie in Diessenhofen … Es gab schon vorher eine Brücke, doch diese wurde 1972-74 gebaut.

die Rheinbrücke nach Stein wollen, wird es nach der Überquerung eng. Eine Ampel regelt den Verkehr.  Selbst lange Gelenkbusse fahren hier entlang

Wenn Sie über die Rheinbrücke in die Alstadt von Stein wollen, wird es nach der Überquerung eng. Eine Ampel regelt den Verkehr. Selbst lange Gelenkbusse fahren hier entlang und durch die engen Kurven!

Das nicht kriegerisch gemeinte Wörtchen einfallen wähle ich aus folgendem Grund:

Ich habe bei dieser Kurzreise festgestellt, wie ungewohnt es für mich war, Orte fast nur vom Auto aus zu „erfahren“, immer wieder lediglich kurz herauszuhüpfen, um schnell einen Eindruck von etwas zu erhaschen. Ungewohnt war es vor allem auch deshalb, weil es mir behagt, mich zu Beginn des Kennenlernens eines neuen Terrains einfach irgendwo hinzustellen und nur zu schauen.
Ich bin ein Einsauger! Mit Ohren, Augen und Nase!
Was passiert? Welche Geräusche, Gerüche, Farben gibt es? Welchen Eindruck hinterlassen Gebäude, wie verhalten sich Menschen? Wie ist die augenblickliche Stimmung? Was fällt sofort auf? Lebt ein Ort?! Vor allem: ist etwas komplett anders?

Es folgt das Laufen. Das Erlaufen. Lange. Ohne Stadtplan. Abbiegen, wohin es mich zieht. Ich versuche lediglich, mir zu merken, wie ich wieder zurückfinde.
Dabei kommen die Beobachtungen, das Miterleben kleiner Szenen, das Eigenarten und Bräuche erkennen, das Warmwerden und – wenn man sehr viel Glück hat – plötzlich das Dazugehören. Durch ein Gespräch beispielsweise. Und wenn ich heimkomme, erinnere ich mich vorrangig an Menschen, verbinde sie mit einem Ort – weniger als dies Statuen, Brunnen, Kunstwerke generell und die typischen touristischen Anziehungspunkte vermögen.

Dieses Mal jedoch gab es Vorgaben. Zeitvorgaben. Kleine, bescheidene Zeitfenster.
Also kein Herantasten, dafür gezieltes Einfallen.
Was lässt sich in der kurzen Zeit erfassen?
Ich versuchte, bereits im Auto während der gesamten Wegstrecke ein Gefühl für die Umgebung zu entwickeln. Wenn Sie – besonders als Stadtmensch! – in der Schweiz nicht gerade in den ganz großen Ballungszentren unterwegs sind, merken Sie bald, dass allgemein das Tempo nachlässt, was nicht an den niedriger angesetzten Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen oder Autobahnen liegt.
Es werden oft Witze darüber gemacht, dass Schweizer etwas langsamer seien. Nicht immer die feine Art, denn oft bezieht es sich in äußerst flachen Bemerkungen etwas herablassend auf das Denkvermögen – was absolut blödsinnig ist!
Doch Tatsache ist, in der Schweiz findet eine Verlangsamung statt, die ich – für alltägliche Gegebenheiten, den privaten Teil und selbst für den geschäftlichen Bereich – als äußerst positiv empfinde. Das langsamere Agieren hat nichts mit Intelligenz zu tun. Es ist körperlich spürbar. Es erlaubt Ihnen, einen Gang zurückschalten. Sie fühlen sich nicht gehetzt. Können kurz innehalten.
Was Sie nicht versuchen sollten, ist, ihr bisheriges Tempo, ihre Forschheit beizubehalten oder womöglich krampfhaft durchsetzen zu wollen!
Erstens sind Sie dort Gast, und ein Gast drängelt nicht herum oder schreibt seinem Gastgeber vor, dass er gefälligst auf die Tube drücken soll!
Zweitens würden Sie auf Granit beißen, denn der Schweizer wird sich wegen Ihres Tamtams nicht verbiegen oder ändern – dazu müsste er Ihre wilde Hast einsehen können! Ich würde nicht sagen, dass die Eidgenossen generell ruhiger oder geduldiger sind als Deutsche, doch sie leben wirklich nervenschonender.
Sie scheinen keinen zu mögen, der auf den Putz haut bzw. jemanden, der den schwer beschäftigten Manager, den Wichtigtuer, den Drängler oder die leicht hochnäsige Schlaue mimt.
Aber wer mag das alles schon …
Wir Deutschen lehnen es im Grunde – zumindest bei anderen – ebenso ab, verkennen allerdings, dass wir schnell so wirken können. Ich habe in der Schweiz (mehrfach im Kanton Graubünden, aber auch in Städten wie Luzern,  Zürich etc.) Situationen erlebt, in denen das vermeintlich schnellere Wesen (trügerisches Selbstbild!) und der Handlungseifer des Deutschen zu merkwürdigem Gebaren führten und dabei das Gefühl vermittelt wurde, man sei besser oder plietscher. Wollte alles selbst in die Hand nehmen …
Kommen Sie irgendwo ohne Gruß dazu und führen sich derart auf, dann fällt die Klappe und zwar schnell!
Es herrscht eisiges Schweigen und Sie werden fortan ignoriert. Sie ernten bestenfalls noch einen sehr kritischen Blick und gut möglich, dass Ihr Gegenüber beim nächsten „Hock“ mit Freunden etwas über die stressigen Deutschen herzieht.
Was man verstehen kann!
Was schaffen wir gelegentlich für eine Unruhe, und was haben wir (natürlich neben sehr vielen netten Menschen) von Zeit zu Zeit für selbstherrliche Artgenossen!

Ich habe über die Jahre in Graubünden einige sehr angenehme Schweizer kennengelernt, die lediglich dann erstaunlich fuchsig wurden, wenn etwas präzise Geplantes nicht funktionierte oder wenn der Postbus nicht pünktlich fuhr.
Sie ahnen den Zusammenhang?
Wer einwandfrei laufende Uhren herstellt und dafür weltweit bekannt ist, der kann es halt schlecht verknusen, wenn sich der Bus dann nicht an den Zeitplan hält. Unpräzise ist.
Aber sonst?
Sie mögen nicht nur das Dominante nicht so gern, sie scheinen generell lieber alles eine Nummer kleiner haben zu wollen. Man merkt es einerseits an ihrer Sprache, an der Endung -li, mit der sie vieles in seiner Größe (und auch Wichtigkeit) reduzieren. Wenn Sie wiederum über Land fahren, sehen Sie es real an der Größe der Häuser, Ortschaften, Läden, der Art der neuen Industrie-/Gewerbegebiete etc. Es wird auf moderne Technik geachtet und Wert gelegt, aber immer auch darauf, dass Neues nicht alles erschlägt, sondern sich einpasst und idealerweise der Natur eher unterordnet.
Ordnung. Überschaubarkeit. Die Größenverhältnisse müssen stimmen. Vielleicht wirkt diese Balance so beruhigend.

In vielen Gegenden unseres Landes wird hingegen gerade der Kontrast geliebt. Das Große, Bombastische muss her. Ein auffälliges Prestige-Objekt. Direkt neben das Alte. An der Verbindung hapert es manchmal. Wir stellen meist erst hinterher fest, dass uns das neue (Angeber-)Hochhaus die für die Stadt typische Silhouette wieder ein bisschen mehr zerstört, da es die Sicht auf markante Gebäude versperrt und zudem fortan als häufig seelenloser Kasten die Stadt verhunzt.
Natürlich hat auch die Schweiz Hochhäuser, hat ihre Fabriken mit Geräuschentwicklung und zeitweise qualmenden Schornsteinen, doch sie werden eher etwas abseits konzentriert bzw. dahinverlegt. Der Gedanke an Natur und Umwelt ist präsent. Präsenter als in vielen Gegenden unseres Landes. Mag sein, dass es für ein relativ kleines Land leichter ist, den Überblick zu behalten und relativ einheitlich zu agieren.

Getreidefeld bei Hemishofen (CH)

Getreidefeld bei Hemishofen (CH)

Bevor Sie darüber stolpern, möchte ich anmerken, dass es natürlich auch in der Schweiz besagte unangenehme Zeitgenossen gibt – wie überall auf der Welt, doch insgesamt wirken die Schweizer auf mich einfach entspannter, scheinen mehr eins nach dem anderen zu machen.
Deutsche, insbesondere Städter, werden einerseits mehr gescheucht (die Unruhe existiert eben durch alle Hierarchien und wird nach unten weitergegeben) und verwechseln andererseits dabei oft gesunde Geschäftigkeit mit wirrem, unproduktivem Hin- und Hergehechel. Machen Wirbel und erzeugen Stress, wo er gar nicht nötig ist. Preisen ihre ach so wünschenswerte und angeblich vorhandene Mutitasking-Fähigkeit.
Schaffen wir dadurch wirklich so viel mehr?
Selbst wenn – um welchen Preis!
Oft verzetteln wir uns, und das eine Mal, bei dem wir vielleicht wirklich flotter sind, effektiver arbeiten und die gleiche Entspanntheit dabei empfinden wie ein Großteil der Schweizer generell, dieses lumpige eine Mal ist zu vernachlässigen.

Fragen Sie sich auch gelegentlich, ob wir eigentlich in der Lage wären, bei Bedarf, Wunsch oder Einsicht wieder zurückschalten?
Angenommen, der Druck von außen wäre uns egal, und wir müssten nur etwas finden, womit wir persönlich Verlangsamung üben könnten …
Fahren Sie in die Schweiz! Das beste Trainingsziel!

In der Schweiz wird selbst für kleinere Straßenarbeiten  eine Baustellenampel aufgestellt, die den Verkehr regelt, der abwechselnd einspurig an dem Hindernis vorbeigeführt wird. Die Wartezeit an der Ampel ist wesentlich länger als die in Deutschland!
Ich sah einen Deutschen, den das richtig fertig machte!
Gar nicht der generelle Anfall von extra Wartesekunden, aber die Untätigkeit und das Erkennen, dass die Gegenseite offenbar ebenfalls schon länger Rot hat und es hier immer noch einen großzügigen Sicherheitspuffer gibt, bis tatsächlich auch das letzte Fahrzeug die Baustellenstrecke verlassen hat.
Momente, in denen sich scheinbar überhaupt nichts tut!
Das ist nichts für eilige Multituer! Zeitverlust! Bei unserer Mentalität ist die Reaktion meist: puterrot anlaufen, sich aufregen und renitent werden.

Ich behaupte, eine Schweizer Baustellenampel ist eine exzellente Übung, um zur Ruhe zu kommen, um durchzuatmen. Ein einfaches Mittel Geduld zu üben oder wieder zu erlernen.
Sie werden feststellen, dass es viel entspannter läuft, wenn die innere, oft selbst erschaffene Hetze nachlässt. Wenn alles geregelt ist und sicher wie ein Uhrwerk läuft, wenn sich alle einfach daran halten und wenn sie – weil sie wissen, dass es so oder so dauert – diese Unterbrechung als willkommene (Atem-)Pause nutzen.
Das ist wie mit dem Schlangestehen der Engländer. Was haben wir uns anfangs an den Kopf gefasst! Bis wir gemerkt haben, so läuft es besser. Stressfreier.
Es dauert gar nicht wirklich länger!
So langsam lernen wir es auch, dass manchmal langsamer schneller ist.

Wir haben Stein am Rhein erreicht!

Ich hoffe, Sie haben den langen Text überstanden und es eher als Unterhaltung während der Fahrt betrachtet … Oder wie das Warten an der Baustellenampel. Das könnte Ihr erstes Training gewesen sein!

Das Schweizer Städtchen liegt auf beiden Seiten des Rheins, der gut erhaltene Altstadtkern befindet sich auf der nördlichen Rheinseite. Er zieht viele Besucher an, denn rund um den Rathausplatz (ehemals Marktplatz) gibt es zahlreiche, wunderschöne mittelalterliche Bauten. Viel Fachwerk, sehenswerte Wandmalereien, ansprechende Erker und Giebel und schmale Gassen mit Kopfsteinpflaster lassen alles sehr altertümlich und gleichzeitig enorm gemütlich wirken.
Von Stein am Rhein westwärts gesehen, erstreckt sich bis Mammern (sogar auf beiden Seiten des Rheins) das Wasser- und Zugvogelreservat Untersee und Rhein. Dort können Schell-, Reiher- und Tafelenten überwintern.

Dadurch dass so viele Gäste kommen, um die Altstadt zu erkunden, ist man bereits vor Langem dazu übergegangen, den Verkehr außen herum zu führen. Es gibt eine Transitstrecke und vor dem Stadttor einen Riesenparkplatz, auf dem vorrangig die Busse halten und Reisegruppen ausspucken, die entweder in die Stadt oder aber zum Schiffsanleger möchten, um eine Fahrt auf dem Rhein (Linie Kreuzlingen-Schaffhausen) zu unternehmen. Die Boote verkehren von April bis Oktober und sind – besonders bei schönem Wetter – eine nette Alternative, um die Landschaft und die in Ufernähe gelegenen Ortschaften diesseits und jenseits des Flusses zu erkunden. Auch viele private kleine Boote haben in Stein am Rhein ihren Platz oder legen zeitweise dort an.

Die Rheinschiffe legen auch in  Stein am Rhein an - Hier die "Schaffhausen".

Die Rheinschiffe legen auch in Stein am Rhein an – Hier die „Schaffhausen“.

Stein am Rhein (CH) - Nicht nur die Kursschiffe, auch kleine Privatboote halten hier.  Sie erinnern sich noch an den tauchenden Schwan? ^^

Stein am Rhein (CH) – Nicht nur die Kursschiffe, auch kleine Privatboote halten hier. Sie erinnern sich noch an den tauchenden Schwan? ^^

Stein am Rhein (CH) - Der Rhein führt immer noch reichlich Wasser ...

Stein am Rhein (CH) – Der Rhein führt immer noch reichlich Wasser …

Speziell am Wochenende brummt es in Stein und die Parkplätze sind schnell belegt. Dann kommen außer den Bussen auch die Motorräder (ich habe schöne Harley Davidsons gesehen) und abgesehen von schlichten Autos auch die Fahrzeuge von Menschen, die stilvoll gekleidet im Oldtimer anreisen. Und es gibt viele Fahrradtouristen, die manchmal den langen Rheinradweg erforschen oder als „Velofahrer“ einfach zu einer Tagestour Richtung Stein gestartet sind.

Stein am Rhein (CH) - Zünftig gekleidet im Oldtimer unterwegs ... ein Skoda mit tschechischem Kennzeichen

Stein am Rhein (CH) – Zünftig gekleidet im Oldtimer unterwegs … ein Skoda mit tschechischem Kennzeichen

Bei Sommerwetter zieht es zudem viele Schwimm- und Sonnenbadfreunde – auch Einheimische – in das Strandbad. In seiner unmittelbaren Nähe fährt auch diese kleine Dampfeisenbahn, auf der Passagiere aufsteigen können.

Stein am Rhein (CH) - Miniatur-Dampfzug mit Passagieren fährt in den Bahnhof ein

Stein am Rhein (CH) – Miniatur-Dampfzug mit Passagieren fährt in den Bahnhof ein

Stein am Rhein (CH) -  Dampfeisenbahn - ... ankuppeln!

Stein am Rhein (CH) – Dampfeisenbahn – … ankuppeln!

Es quillt in der Altstadt (Fußgängerzone), denn die Gassen sind eng und selbst der Rathausplatz hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit.

Es wird ununterbrochen heftigst fotografiert, und ich vermute, es gibt Motive, die wohl jeder knipst, die schon millionenfach festgehalten wurden! Manche Besucher haben den Ehrgeiz, eine Fassade, einen Erker oder eine Brunnenfigur ohne einen Pulk von Menschen drum herum zu erwischen. Das kann dauern, und so gibt es gar nicht so selten Fotografierstaus vor einem beliebten Motiv. Busreisende, denen die genehmigte Zeit davonläuft, müssen irgendwann entscheiden, ob sie ein Foto mit Menschen oder gar keines haben wollen.

Stein am Rhein (CH) - Altstadt  mit dem Untertor (Stadttor)

Stein am Rhein (CH) – Altstadt mit dem Untertor (Stadttor)

Stein am Rhein (CH) - Fassadenmalerei an vielen Häusern der Altstadt ...

Stein am Rhein (CH) – Fassadenmalerei an vielen Häusern der Altstadt …

Stein am Rhein (CH) - Die Häuser am Marktplatz ...

Stein am Rhein (CH) – Die Häuser am Marktplatz …

Stein am Rhein (CH) - Altstadt

Stein am Rhein (CH) – Altstadt

Stein am Rhein (CH) - Das Hotel und Restaurant (Weißer) Adler, dessen Wandmalerei aus der Renaissance stammt, rechts daneben das Bürger-Asyl

Stein am Rhein (CH) – Das Hotel und Restaurant (Weißer) Adler, dessen Wandmalerei aus der Renaissance stammt, rechts daneben das Bürger-Asyl

Stein am Rhein (CH) - Die Brunnenfigur zeigt einen alten Krieger der Eidgenossenschaft

Stein am Rhein (CH) – Die Brunnenfigur zeigt einen alten Krieger der Eidgenossenschaft

Stein am Rhein (CH) - Auch hier am Rathaus sind es außer dem Fachwerk und der Wandmalerei wieder die Details, die entzücken ...

Stein am Rhein (CH) – Auch hier am Rathaus sind es außer dem Fachwerk und der Wandmalerei wieder die Details, die entzücken …

In diesem Gebäude befindet sich das Städtische Asyl, das Bürger-Asyl, wie es auf der Fassade steht. Es handelt sich um ein Bauensemble, dass schon im 14. Jh. erwähnt wurde – damals als Klosterspital.

Stein am Rhein (CH) - Teil der Fassade des Bürger-Asyls

Stein am Rhein (CH) – Teil der Fassade des Bürger-Asyls

Im Laufe der Zeit war es Pflegeheim, Armen- und Waisenhaus und während seiner Funktion als städtisches Asyl, wurden Delinquenten dort untergebracht.

Stein am Rhein (CH) - Bürger-Asyl

Stein am Rhein (CH) – Bürger-Asyl

Stein am Rhein (CH) - Pagodenförmiges Türmchen auf dem Dach des Bürger-Asyls

Stein am Rhein (CH) – Pagodenförmiges Türmchen auf dem Dach des Bürger-Asyls

Stein am Rhein (CH) - Blick in das Gebäude des Bürger-Asyls ...

Stein am Rhein (CH) – Blick in das Gebäude des Bürger-Asyls

Im Erdgeschoss gab es ein Gefängnis für die härteren Burschen, die Bettlerstube nahm harmlosere Personen unter Arrest (Landstreicher, Bettler, Handwerksburschen ohne Geld oder Personen, die in die Ausnüchterungszelle kamen).

Stein am Rhein (CH) - Die Bettlerstube im Bürger-Asyl

Stein am Rhein (CH) – Die Bettlerstube im Bürger-Asyl

Von 1999-2002 hat man es umgestaltet und restauriert, und heute wird es als Kultur-, Verwaltungs-, Wohn- und Begegnungszentrum genutzt.

Das Haus Pelikan stammt aus dem 14. Jahrhundert, doch erst 1611 wurde der Fachwerkteil aufgestockt. Das lässt sich in Stein am Rhein bei vielen Bürgerhäusern feststellen. Damals nahmen Wohlstand und mit ihr auch die Bevölkerung stark zu – jedoch nicht die Grundfläche im Zentrum. So wurde zusätzlicher Wohnraum eben nach oben erschaffen.
Die Fassadenmalerei an diesem Haus entstand um 1900 durch den aus Zürich stammenden Künstler Christian Schmidt.

Stein am Rhein (CH) - Altstadt - Metzgerei zum Pelikan

Stein am Rhein (CH) – Altstadt – Metzgerei zum Pelikan

So etwas findet sich ebenfalls in der Altstadt …

Stein am Rhein (CH) - Außerirdische?

Stein am Rhein (CH) – Außerirdische?

Auch Schweizer Spatzen genießen einen bequemen Sitzplatz und Blumen vor dem Schnabel …

Stein am Rhein (CH) - Spatzensitzplatz ...

Stein am Rhein (CH) – Spatzensitzplatz …

Wissen Sie, dass die am Schiffsanleger gelegene Spaghetteria Wasserfels einen Rekord hält? Nun, er ist zwar schon älter – stammt aus dem Jahr 1984 – doch er schaffte es in das Guinness Buch der Rekorde!
Man hat hier 182,42 m lange Spaghetti hergestellt. Oder einen einzigen Spaghetto. Ich bin nicht sicher völlig sicher. Ich wüsste schon gern, wie man es geschafft hat und auch, wohin man ihn oder sie zum Messen legte! Selbst als schmale Brücke über den Rhein gespannt, wären die Rekordnudeln immer noch zu lang gewesen.

Stein am Rhein (CH) - Direkt am Anleger gibt es die Spaghetteria Wasserfels, die Spaghetti-Längen-Rekordhalter ist. Mit Eintrag im Guinness Buch!

Stein am Rhein (CH) – Direkt am Anleger gibt es die Spaghetteria Wasserfels, die Spaghetti-Längen-Rekordhalter ist. Mit Eintrag im Guinness Buch!

Wenn Sie die Gassen nutzen, die sich entlang der Rückfronten der Häuser befinden, stoßen Sie auf abgemagerte Dinos …

in am Rhein (CH) - Abgemagerter Dino in der Undergass ...

Stein am Rhein (CH) – Abgemagerter Dino in der Undergass …

… oder Sie entdecken schöne Holztüren!

Stein am Rhein (CH) - Eingangstür

Stein am Rhein (CH) – Stilvolle Eingangstür

Und wenn Sie am Ende des Erkundungsganges aus der Altstadt zum Berg hinaufschauen, dann haben Sie dieses Bauwerk auf dem Gipfel im Blick.

Stein am Rhein (CH) - Blick hinauf zur Burg Hohenklingen

Stein am Rhein (CH) – Blick hinauf zur Burg Hohenklingen

Dieses Gemäuer können Sie – falls Sie Lust haben – im nächsten Part, dem Teil III der Grenzhüpferei zwischen Deutschland und der Schweiz, kennenlernen. Es ist die Burg Hohenklingen – genau die mit den grünen Stufen …

Und dazu eine Burg, die im Vergleich dazu ein Floh ist, aber eine Besonderheit hat …

Bis demnächst!

©Juli 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand auf WordPress

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  1. #1 von Silberdistel am 16/07/2013 - 20:15

    Stein am Rhein scheint eine sehr hübsche und hochinteressante Stadt zu sein. Ich glaube, da braucht man viel Zeit, um alles zu erkunden. Es hat Spaß gemacht, diesen Ort zusammen mir Dir ein wenig kennenzulernen und auch etwas mehr über die Schweizer an sich zu erfahren. Die wenigen Schweizer, die ich bisher kennengelernt habe, entsprechen durchaus Deiner Beschreibung – angenehm ruhig und überaus gemütlich, und es stimmt, diese Ruhe und Gemütlichkeit ist für viele von uns Deutschen fast ein Fremdwort, wobei es auch bei uns einige solcher Regionen gibt, in denen alles etwas langsamer und getragener abläuft.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

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    • #2 von ladyfromhamburg am 16/07/2013 - 20:55

      Liebe Silberdistel, ich stimme dir bezüglich der ruhigeren Regionen auch in unseren Landen zu. Ich bin vorrangig vom Stadtmenschen ausgegangen oder jemandem aus einem der eher dicht besiedelten Gebiete. Andererseits ist mir aber auch in den Schweizer Städten dieses Gefühl des ruhigeren Angehens vermittelt worden … was hier ganz unterschiedlich ist.
      Ich könnte mir vorstellen, dass es in deiner Umgebung sicher weniger hektisch zugeht und daher werde ich demnächst auch aus diesem Grund ein bisschen die Ostseeküste in deiner Region anschauen. Freue mich drauf!

      LG Michèle

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      • #3 von Silberdistel am 16/07/2013 - 21:44

        Also hier bei uns ist es wohl auch nicht gerade wenig hektisch. Mir fielen da eher einige Gegenden ein, in denen wir schon einmal Urlaub gemacht haben – beispielsweise der Bayerische Wald. Ansonsten muss man sich wohl schon ins tiefste ländliche Mecklenburg vorkämpfen, um eine solche Ruhe und Gelassenheit anzutreffen, wie Du sie beschrieben hast. Wir Norddeutschen sind wahrscheinlich nur etwas reservierter als die Masse unserer anderen Landsleute, ob nun gemütlicher und ruhiger, das ist dann auch wieder die Frage.
        Nichtsdestotrotz die Gegend hier ist schön – keine Frage – und immer einen Besuch wert.
        LG von der Silberdistel

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  2. #4 von finbarsgift am 16/07/2013 - 21:00

    Immer wieder schön, Fotoberichte aus der alten Heimat zu lesen/sehen…
    das machst du ganz fabelhaft!
    LG vom Lu

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  3. #6 von Sartenada am 19/07/2013 - 07:41

    Your photos are wonderful and they inspire people to travel.

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