Mohnblüten allerorten … sogar in der Stadt!

Was spricht Sie eigentlich bei einer Pflanze an?
Oder ganz gezielt gefragt: Wann gefällt Ihnen eine Blume?
Ja, ich gebe es zu, ich bin gerade ein wenig neugierig.  Doch ich rücke im Gegenzug auch mit etwas heraus.

Wenn sich nämlich bei mir ein Faible für eine Pflanze entwickelt, dann deshalb, weil sie mich aufgrund ihrer Blatt-/Wuchsform, durch ihre Blüten oder wahlweise durch ihre Zartheit/Empfindlichkeit bzw. Kraft/Robustheit anspricht. Es kann auch die umwerfende Herbstfärbung den Ausschlag geben, der Fakt, dass sie Horden von Insekten und Vögeln anzieht, oder ich liebe sie für ihre völlige Schlichtheit, die schon wieder anrührend wirkt.

Es ist somit weitaus wahrscheinlicher, dass es einer dieser Punkte ist, als dass ich – wie im heutigen Fall – eine Staude deshalb als außergewöhnlich empfinden könnte, weil sie  als Blume der Träume und des Schlafes bezeichnet wird. Oder deshalb, weil sie (eine ihrer Arten zumindest) ein leckeres Nahrungsmittel ohne weitere psychoaktive Wirkungen darstellt. Oder weil sie als Fruchtbarkeitssymbol betrachtet wird.
So etwas spielt für das Mögen keine Rolle – schadet natürlich aber auch nicht.

Ich rede heute vom Mohn. Von den Arten des Papavers, die speziell in unseren Breitengraden wachsen und die aktuell gerade begonnen haben zu blühen. Nicht nur als hochgezüchtete, großblütige Zierstaude in verschiedenen Sorten, sondern ebenfalls als (fast wilder) Feldmohn (Klatschmohn). Auch dieser wird heutzutage zusätzlich gern gezielt ausgesät. Sein Samen verbreitet sich somit nicht ausschließlich auf natürlichem Weg.

Ich wohne in der Stadt. Für mich ist es gar nicht mehr so selbstverständlich, dass ich Mohn im Frühsommer zur Blütezeit zu Gesicht bekomme. Als Schnittblume in Blumenläden ist Mohn nicht zu finden. Dazu ist seine Blüte zu kurzlebig und damit absolut ungeeignet für das Floristengeschäft.
Die großen Mohnfelder kenne ich fast nur noch aus der Kindheitserinnerung. Ich muss es irgendwann schaffen, wieder eines in natura zu sehen. Die Mischung aus einem roten Meer von Mohnblüten, ein paar leuchtend blauen Kornblumen-Tupfern  und manchmal dem Restgelb des Rapses oder dem Weiß der ersten Wiesen-Margeriten ist nicht zu toppen.
Leider gibt es diese typischen Kornfelder mit dem vielen Klatschmohn kaum noch. Als die Unkrautbekämpfung mit Hilfe der Chemie auf den Feldern einsetzte, ging es dem Mohn an den Kragen. Jetzt sind es die Feldränder, oder Plätze, an denen die Pestizide, Fungizide u. a.  wieder verbannt wurden, die die Ansiedlung des Mohns wieder zulassen.

Mohn!
Wenn ich hier schwelge, dann folglich, weil ich jedes Jahr sehnsüchtig darauf warte, dass irgendeine Art an irgendeiner Stelle austreibt und hoffentlich etwas später auch Blütenknospen ausbildet.  Zum Glück habe ich blühfreudigen Mohn im Garten und kenne zusätzlich Stellen, an denen ich – selbst hier in der Stadt! –  sonst noch meine Papaver-Sehnsucht stillen kann

Mohn ist einfach schön! Mohn hat was!
Nicht, weil man irgendwie Mohnkuchen davon backen kann! Das gibt nicht den Ausschlag, hinter der Pflanze und ihren Mohnsamen her zu sein. Außerdem nimmt man für diese Zwecke (wie auch für Drogen)  ausschließlich die Mohnkörner bzw.  Auszüge aus dem Saft des Schlafmohns (Papaver somniferum) – den habe ich selbst gar nicht.
(Falls die NSA/CIA nicht nur bei FB, sondern auch hier mitliest:  ich baue auch keine Opiumfelder an!  Meine Arten sind dafür ungeeignet. Sie dürfen wegschalten!)
Und ansonsten?
Sicher ist  die medizinische Wirkung des Mohns überaus erwähnenswert,  aber sie erklärt nicht das Gefallen am Aussehen und seiner „Ausstrahlung“.
Vielleicht ist es das Rot?
Die Farbe allein kann es auch nicht sein, denn Mohn ist nicht nur in der typisch leuchtend roten Form ein Hingucker und liebenswert.
Nein, es ist alles zusammen.
Es ist die Beschaffenheit seiner Blüte mit diesen empfindlichen, oft hauchzarten, etwas pergamentartig wirkenden Blütenblättern. Manchmal mit glatter Abschlusskante, manchmal leicht fransig und zipfelig.
Es ist die Form. Auf hohem, sich bei Wind biegendem  Stängel thront eine wankende Schüssel, die tanzt. Es fasziniert einfach,  wenn die Schale kurzeitig durch einen Windhauch völlig verwuschelt wird und sich dann wieder richtet, als wäre nichts gewesen.  Und die Blüte scheint wie eine kleine Satellitenschüssel, die sich Richtung Sonne auf Empfang dreht.
Es ist sein gefiedertes Laub .  Es ist besonders – ganz gleich bei welcher Mohnart. Manchmal unantastbar wirkend, weil lange Haare, die wie Stachel abstehen, eine Annäherung zu verbieten scheinen.
Seine Knospen und Samenstände fallen aus dem Rahmen. (Die getrockneten Fruchtkapseln sind wahre Kunstwerke)
Die Behaarung ist insgesamt auffällig. Die der Blätter und Stängel, jedoch ganz besonders die der Knospen! Manchmal wirken die gebogenen, „haarigen“ Austriebe neuer Stängel mit noch glockenähnlich herabhängenden Knospen wie buckelnde, pieksige Raupen.
Und dann macht Mohn Geräusche! Die Samen rasseln in den Kapseln und …  Doch speziell darüber (mit dem Türkischen Mohn als Beispiel) habe ich schon einmal im Blog geschrieben.
https://michelelegrand.wordpress.com/2011/05/24/papaver-statt-palaver/

Aktuell blühen drei unterschiedliche Arten des Papavers, so sein lat. Name, ganz in meiner Nähe.
Wenn Sie möchten, können Sie Mohngucker sein, und vielleicht haben Sie auch Lust, die Knospen genauer unter die Lupe zu nehmen. Form, „Haarfarbe“ und Entwicklung sind bei den einzelnen Arten des Mohns unterschiedlich

Die Knospen des Türkischen Mohns sind etwas länglich-kugelförmig (manchmal fast eiförmig), dicht behaart und wachsen vom Beginn an aufrecht.

Lang dauert es nicht mehr bis zur Blüte ... Knospe des Türkischen Mohns (Papaver orientale)  Ende Mai

Lang dauert es nicht mehr bis zur Blüte … Knospe des Türkischen Mohns (Papaver orientale) Ende Mai

Bei mir im Garten blüht der Türkische Mohn (Papaver orientale) in einem kräftigen Rot-Orange.

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Er leuchtet am Morgen und Nachmittag und macht am Mittag bei großer Sonneneinstrahlung ein bisschen schlapp. Wie bei vielen blühenden Pflanzen, sieht man auch beim Mohn, dass sich abends die Blüten schützend schließen.

Wie viele andere Blühpflanzen, so schließt auch der Mohn abends seine Blüten ...

Wie viele andere Blühpflanzen, so schließt auch der Mohn abends seine Blüten …

Auch in der großen Parkanlage Planten un Blomen steht der Mohn in den Startlöchern.

Wenn die erst einmal alle blühen: Türkischer Mohn (hier: Papaver orientale bei Planten und Blomen, Hamburg)

Wenn die erst einmal alle blühen: Türkischer Mohn (hier: Papaver orientale bei Planten und Blomen, Hamburg)

Hier blüht er an einigen Stellen orange, an anderen in der Nähe des Gewächshauses im satten Rot.
Nicht nur die Farbe ist anders bei dieser Mohnsorte, sondern Sie sehen, dass die  Blütenblätter  etwas fransiger und knautschiger wirken.

Türkischer Mohn in der roten Variante ...

Türkischer Mohn in der roten Variante …

Fruchtknoten mit dunklen Staubfäden und ebenfalls dunklen Staubbeuteln …

Mohnblüte ... ein Blick näher (Türkischer Mohn (Papaver orientale, ähnlich auch Schlafmohn (Papaver somniferum)

Mohnblüte … ein Blick näher (Türkischer Mohn (Papaver orientale, ähnlich auch Schlafmohn (Papaver somniferum)

Nach der Blüte entstehen die Fruchtkapseln.

(Türkischer Mohn (Papaver orientale) - Die Fruchtkapsel

(Türkischer Mohn (Papaver orientale) – Die Fruchtkapsel

Die zwei bis drei cm langen Porenkapseln haben genialerweise Öffnungen unter dem Deckel, aus denen Samen entweichen können. Das passiert immer dann, wenn die Pflanze bei Luftbewegung schwankt. Das funktioniert fast wie eine Streudose. Die Ausbreitung erfolgt ebenfalls über den Wind.
Wenn man diese Kapsel viel, viel später einmal anschaut (vorausgesetzt,  man hat sie nicht entfernt und weggeschmissen), dann bleiben nach dem Winter nur noch hauchzarte, filigrane Hülsen übrig, die schon phantastisch aussehen (Einige Blogleser kennen ein ähnliches Foto vielleicht aus einem Blogpost, in dem ich bizarre Gartenkunst zeigte).

Samenkapseln des Türkischen Mohns vom Vorjahr ...h

Samenkapseln des Türkischen Mohns vom Vorjahr …

Auf der Terrasse wiederum produziert mein Islandmohn (Papaver nudicaule) im Topf heftig Knospen.

Islandmohn (Papaver nudicaule) - Stiel und Knospen behaart wie Raupen ...

Islandmohn (Papaver nudicaule) – Stiel und Knospen behaart wie Raupen …

Doch Sie sehen, bei dieser Mohnart  treiben die Knospen hängend, wie kleine Glocken. Sie sind in diesem Fall auch dunkel behaart und richten sich erst ganz zum Schluss auf. Kurz bevor die Blüte sich öffnet.

Papaver nudicaule (Islandmohn) kurz vor dem Aufblühen (Knospe steht jetzt aufrecht)

Papaver nudicaule (Islandmohn) kurz vor dem Aufblühen (Knospe steht jetzt aufrecht)

Dieser Mohn wird gern von Insekten (Bienen, Hummeln u. a.) besucht. Und selbst wenn schon viele diese spezielle eine Blüte besucht haben, wird sie immer wieder angeflogen – wohl einfach aus dem Grund, weil ihre Signalfarbe unheimlich anziehend wirkt.

Islandmohn (Papaver nudicaule) -  Begehrt bei den Insekten

Islandmohn (Papaver nudicaule) – Begehrt bei den Insekten

Islandmohn (Papaver nudicaule) - schüsselartig die Form der Blüte, noch ausgeprägter als bei den großblütigen Arten und Sorten

Islandmohn (Papaver nudicaule) – schüsselartig die Form der Blüte, noch ausgeprägter als bei den großblütigen Arten und Sorten

Und am Straßenrand – mitten in der Stadt ist das schon besonders! – bin ich zurzeit ganz verzückt, wenn ich an einem Randstreifen mit Klatsch- oder auch Feldmohn (Papaver rhoeas) vorbeikomme! Der hat sich dort garantiert nicht ganz allein angesiedelt, sondern ein mir sehr sympathischer Zeitgenosse, den ich dafür küssen könnte, hat Samen ausgebracht. Auch im letzten Jahr schon, da fiel es mir zum ersten Mal auf.

Mohn (Papaver rhoeas) als farbenfrohes "Straßenbegleitgrün"...

Mohn (Papaver rhoeas) als farbenfrohes „Straßenbegleitgrün“…

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- traumhaft mitten in der Stadt am Bordstein ...

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- traumhaft mitten in der Stadt am Bordstein …

Auch seine Blütenknospe ist anfangs hängend.

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- Alles beisammen, Verblühtes (Fruchtkapseln), Mohn in Blüte und die länglich-spitzen Knospen , die sich zum Ende hin  (kurz vor dem Aufblühen) aufrichten.

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- Alles beisammen, Verblühtes (Fruchtkapseln), Mohn in Blüte und die länglich-spitzen Knospen , die sich zum Ende hin (kurz vor dem Aufblühen) aufrichten.

Wenn Sie gern Insekten beobachten, dann sollte Sie Ihr Weg bei dieser Art Mohn allerdings morgens an den Blüten vorbeiführen. Denn dann ist für die Bienen die beste Zeit die Pollen zu ernten. Wenn Sie später als zehn Uhr auftauchen, tut sich meist nicht mehr viel, das brummende Volk hat sich getrollt. Mohn gucken können Sie natürlich trotzdem – nur bitte nicht zu lange warten! Dann ist die Blüte bei dieser Sorte oft schon dahin. Sie hält manchmal nur einen, höchstens aber zwei bis drei Tage, doch treibt glücklicherweise noch geraume Zeit große Mengen an Knospen nach.
Auch hier hat die Blüte eine Schüsselform, die gelegentlich mehr zum Kelch wird.  Die Blätter sind hauchzart und dermaßen leicht, dass jeder winzige Windhauch  die Blütenblätter bereits zerzaust, auseinanderdrückt oder umlegt und dadurch im Nu die vorher sehr kompakt wirkende Schale „zerstört“. Ist der Luftzug vorbei, ist alles wieder repariert. Als wäre nichts geschehen.

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- Die Blüte aus so hauchzarten Blütenblättern, dass sie bei jedem Windzug verwuschelt wird.

Feldmohn (Klatschmohn, Papaver rhoeas)- Die Blüte aus so hauchzarten Blütenblättern, dass sie bei jedem Windzug verwuschelt wird.

Wir sprachen bereits vom Reiz der großen Mohnfelder.  Doch damit kann ich hier in der Stadt nicht aufwarten und schaffe es oft nicht, während der relativ kurzen Blütezeit eines außerhalb anzusteuern.
Falls Sie daher auf dem Land zu Hause sind oder in Ihrer näheren Umgebung eine solche Mohnwiese kennen und Sie rein zufällig sowieso die Absicht haben, dort Fotos zu machen, dann bitte ich Sie ganz herzlich:

Zeigen Sie diese Bilder! Es würde mich unheimlich freuen!

©Juni 2013 by Michèle Legrand
Michèle Legrand (WordPress)_

Advertisements

, , , , , , , , , , ,

  1. #1 von janxxgeist am 12/06/2013 - 18:58

    Vielen Dank für den „Mohnolog“ ;-)
    Schöne Bilder.

    Gefällt mir

  2. #3 von regenbogenlichter am 12/06/2013 - 20:59

    Mohn ist einfach zauberhaft, ich glaube, die meisten Menschen lieben ihn, einschließlich mir. Warum genau, kann ich auch nicht sagen. Ich
    wohne zwar auf dem Land, aber blühende Felder gibt es hier nicht, auch keine Getreidefelder. Das letzte Mal, dass ich so eine bunte Mischung gesehen habe, war in der Nähe von Schwerin und einen Hauch davon, auf dem Darß. Wenn du Zeit hättest, dorthin zu düsen. Aber in den Blogs wirst du sicher wieder fündig.
    Danke für den verzaubernden Post liebe Michėle!
    Liebe Grüße
    Ute

    Gefällt mir

    • #4 von ladyfromhamburg am 13/06/2013 - 10:55

      Hallo Ute,
      jetzt merke ich erst, dass es doch viele Menschen gibt, die dem Mohn doch sehr zugeneigt sind. ^^
      Du erwähnst, dass du in Mecklenburg-Vorpommern Mohnfelder gesehen hast und ich habe gerade das Glück gehabt^, dass mir die Silberdistel (siehe Kommentare) einen Link zu ihrem Blogpost aus dem letzten Jahr zukommen lassen hat, der Fotos dieser Traumfelder zeigt. Vielleicht magst du auch hineinschauen.
      Danke für deine Zeilen!

      LG Michèle

      Gefällt mir

      • #5 von regenbogenlichter am 13/06/2013 - 16:44

        Hallo Michėle,
        ja ich allein kenne schon einige die ihn lieben, wenn man das hochrechnet, dürfte eine ganz schöne Menschenmenge zusammen kommen. ;-)
        Oh ja, danke, da komme ich mal schauen. :-)
        Übrigens deine Bemerkung mit dem NSA …. *loooool*
        Bin vor Lachen fast vom Stuhl gefallen.
        Liebe Grüße und einen schönen Sommertag.
        Ute

        Gefällt mir

  3. #6 von Silberdistel am 12/06/2013 - 21:52

    Mohn ist auch für mich etwas ganz Besonderes. Ich komme wie Du nicht an ihm vorbei, ohne ihn ausgiebig zu bewundern. Vor einigen Jahren gab es hier ganz in unserer Nähe einmal eine solche Symphonie in Rot, wie Du sie gern sehen möchtest. Also, Dein Wunsch kann erfüllt werden, Du musst nur hier schauen: http://buecherstaub.wordpress.com/2012/06/29/rot-so-weit-das-auge-reicht/
    Liebe Grüße von der Silberdistel, die Dir damit hoffentlich eine kleine Freude machen kann

    Gefällt mir

    • #7 von ladyfromhamburg am 13/06/2013 - 10:41

      Ich danke dir ganz herzlich!! Ich habe geschwelgt, ach was, ich schwelge immer noch! So schöne Fotos von den „unendlichen Weiten“.
      Liebe Silberdistel, ich merke, ich muss bei dir noch öfter in das Archiv klettern. Dort verbergen sich Schätze, die ich noch gar nicht alle entdeckt habe!
      Ich bin sehr froh, dass du mir für den Mohn schon vorab den Link zu deinem Post hinterlassen hast.

      LG Michèle

      Gefällt mir

      • #8 von Silberdistel am 15/06/2013 - 19:10

        Ich hoffe, Du bist jetzt nicht enttäuscht, wenn ich Dir schreibe, dass das kein Vorab-Link war. Mein Beitrag ist schon ein Jahr alt ;-)
        Übrigens bin ich jedes Jahr erneut neugierig, ob das Feld dort nicht noch einmal zu einem so wundervollen Mohnfeld wird. Meine Hoffnung ist bisher leider nicht erfüllt worden.
        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht die Silberdistel

        Gefällt mir

  4. #9 von Marion am 12/06/2013 - 23:21

    Ein so ausführlicher Beitrag über den Mohn, wow, das hat er verdient! :)

    Ich hab mich grad erinnert, dass ich ihn schon als Kind liebte und die noch geschlossenen Knospen manchmal abzupfte, aufrupfte und die noch gefaltenen Blütenblätter bestaunte, die da drin zu finden waren. Mich haben stets die zarten Blütenblätter am Mohn fasziniert, er sah so verletzlich aus.

    Im Moment hab ich eine bestimmte Mohnart in meinen Blumenkästen am Balkon. Mal sehen, ob das auch irgendwann Blüten gibt. Bis jetzt war es ihm wohl zu kalt und er mag noch nicht so recht.

    Gefällt mir

    • #10 von ladyfromhamburg am 13/06/2013 - 10:51

      Hallo Marion,
      dein Mohn entfaltet sich mit Sicherheit noch. Auch hier haben manche Arten erst mit der Knospenausbildung begonnen und brauchen einfach noch ein paar Tage Sonne und milde Temperaturen.
      Du erwähnst die geschlossenen Knospen, die du quasi „obduziert“ hast. ^^ Es ist interessant, wie klein zusammengefaltet die teilweise doch recht großen Blütenblätter (der Türkische Mohn hat immerhin 10-12 cm Blütendurchmesser) doch eingeklemmt sind.
      Meine eine Knospe des Islandmohns war beschädigt. Irgendein Insekt hat vielleicht daran herumbissen. Man konnte so auf das dahinterliegende Krumpelblütenblatt schauen. Gepresst, gestaucht, verzurrt. Am nächsten Tag öffnete sich die Blüte und Stück für Stück klappte alles nach einem offenbar genau festgelegten Faltplan auseinander. Faszinierend!
      Schön, dass du bzgl. des Mohns hier von dir Erinnerungen hinterlassen hast. Hat mich sehr gefreut!

      LG Michèle

      Gefällt mir

      • #11 von Marion am 13/06/2013 - 15:45

        Hallo Michéle,
        ich will es hoffen, dass die Sonne ihn noch hervor lockt :).
        Faszinierend wie sich diese Blütenblätter entfalten, so wie du es beschreibst, wie nach einem festgelegten Faltplan ;).
        LG
        Marion

        Gefällt mir

  5. #12 von ernstblumenstein am 17/06/2013 - 16:26

    Ich liebe Mohn, liebe die Mohnblüten in blassgelblichen Aehrenfeldern, in denen die Blüte so herrlich zur Geltung kommt. Gut, Mohnbilder hätte ich viele, aber wow, dein Beitrag hat mich umgehauen respektive war so umwerfend gekonnt gemacht, dass ich dich nur loben kann. Ich lass es also sein und schicke Dir Grüsse nach Hamburg. Ernst

    Gefällt mir

    • #13 von ladyfromhamburg am 18/06/2013 - 18:26

      Lieber Ernst,
      danke für deine Zeilen, aber lass dich doch bitte von meinem Blogpost nicht abhalten, selbst etwas über den Mohn zu erzählen! Du weißt, dass jeder eine ganz andere Art hat zu berichten und dass jeder etwas völlig anderes (zusätzlich) sieht und weitergeben kann!
      Es wäre sehr schade, wenn deinen Blick auf diese wunderschöne Pflanze keiner wahrnehmen kann!

      LG Michèle

      Gefällt mir

  1. Papaver – Bild 54/365 | jetag1foto

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

törichtes Weib --- das Leben geht weiter

PRIVATES Tagebuch /// Geschriebenes & Geknipseltes & mehr... so ein 365 Tage Dings von Follygirl

Joesrestandfood

Der Restaurant-Test und mehr. Hier werden Restaurants, Events und außergewöhliche Lokationen vorgestellt und bewertet.

Linsenfutter

Naturbeobachtungen aus Hamm und dem Rest der Welt ~~~~~~~~~~ mit über 1000 Beiträgen und unzähligen Fotos.

Deine Christine!

...mein altes, neues Leben mit MS...

%d Bloggern gefällt das: