Stilvolle Treppenhäuser, schöne Fassaden, eigenwilliges Interieur – der Charme Hamburger Kontorhäuser / Teil IV – Das Hübner-Haus und eine kleine Zeitreise

Bei unserem letzten Blogspaziergang vor wenigen Tagen, hatten wir uns (gedanklich) in der Mellin-Passage (Alsterarkaden/Neuer Wall, großes Foto im letzten Blogpost!) verabredet, um  weitere Kontorhäuser in Hamburgs Innenstadt  näher  zu betrachten. Ich sehe, Sie haben sich daran erinnert und hingefunden  …^^

Vorweg:
Ich hatte Ihnen dabei Teil IV der Serie unter Nennung dreier Gebäudenamen im und am Neuen Wall angekündigt. Hier erfolgt nun eine kleine Änderung, da ich gern etwas mehr unterteilen und Ihnen die Häuser in separaten Blogposts vorstellen möchte. Was ich Ihnen ursprünglich zusammen präsentieren wollte, ist jedes für sich auf eine andere Art interessant und hat Anspruch auf eigenen Platz (auch für Fotos) und eigene Annäherung.
Unterschiede? Ja? Welche denn?
Manche Gebäude, wie der in Teil II vorgestellte Laieszhof, warten mit Besonderheiten auf, die es anderswo gar nicht oder kaum noch gibt. Dort ist es neben dem prachtvollen Treppenhaus der Paternoster, der immer noch in Betrieb ist. Sie haben ihn erlebt.
Das Hildebrand-Haus aus Teil III hat ein vom Stil her höchst interessantes, weil eigenwilliges und einmaliges Foyer sowie einen wirklich nachträglich gekonnt integrierten Fahrstuhl.
Im Teil I lag mir daran, Ihnen ein Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Ich erklärte  Ihnen zudem ein bisschen den Hintergrund, warum Kontorhäuser entstanden und verriet mehr über ihre Bauweise. Auch dort werden Sie Unterschiede (standortbezogen) entdeckt haben.

In den kommenden zwei Fortsetzungen wird es zusätzliche Schwerpunkte geben:
Das Hübner-Haus heute, Teil IV, besticht durch seinen schon beeindruckend gestalteten Eingangsbereich, aber es verleitet zusätzlich zu einer kleinen Zeitreise, denn wir werden uns gedanklich mit einem dort früher existierenden Café beschäftigen.
Im danach folgenden Teil V wiederum wird es um das Haus Pinçon und die Art und Weise gehen, wie es vor einigen Jahren aufwändig und detailgetreu nach altem Vorbild restauriert wurde.
Das eine Haus (Hübner) fasziniert vielleicht mehr durch Einzelheiten zu seiner Geschichte, seiner Nutzung, dem Leben im Gebäude.
Das andere (Pinçon) hat wechselvolle Zeiten und (Bau-)Zustände hinter sich, und hier liegt der Fokus auf der Wiederherstellung/Restaurierung.
Das Gutruf-Haus, dessen Bild ich zuletzt als „Appetizer“ mitgegeben hatte, wird zu gegeber Zeit ebenfalls noch vorgestellt.

Doch nun lassen Sie uns starten!

Hamburg - Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Hamburg – Durchgang Alsterarkaden zum Neuen Wall, Mellin-Passage

Aus der Mellin-Passage in den Neuen Wall tretend, wenden Sie sich nach links bis Sie auf die nächste Kreuzung treffen. Das Eckgebäude Neuer Wall 22/Poststraße 2-4 ist das Hübner-Haus, ein 1907/1908 vom Architekten Henry Grell errichtetes Gebäude.
Heute hat genau an der Ecke im Erdgeschoss ein Cartier-Geschäft seinen Sitz, angrenzend in der Poststraße ist die Parfümerie Sahling, deren fantasievoll gestaltete Weihnachtsdekoration Sie vielleicht erinnern. Ich zeigte Ihnen Ende November Fotos der liebevoll gestalteten, teils beweglichen Winter-Dioramen.

Die Hübners besaßen bereits vorher (ab ca. 1884) das Haus am Neuen Wall, welches mit einer recht scharfen Ecke zur Poststraße endete. Georg Hübner kaufte jedoch um die Jahrhundertwende das nebenan liegende Areal Poststraße 2 dazu und plante um 1908 den ersten Stahlbetonbau (Geschäftshaus) in Hamburg.
Das Haus erregte seinerzeit große Aufmerksamkeit!

Hübner-Haus

Hübner-Haus

Die Fassadenstützen sind sehr dicht aneinander gereiht. Für die Vorderfront wurde Sandstein verwendet, die Rückfront ist aus Backstein erbaut.
Wissen Sie noch?

Vorne war es wichtig, Eindruck zu machen und zu zeigen, dass man nicht arm war. Hinten konnte es billiger ausfallen. Da kam der Besucher/Geschäftspartner nicht hin.
Es wirkt von außen auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so anziehend und auffällig, was auch daran liegen mag, dass nach der Umgestaltung durch Schaufenstereinbauten Ausdruckskraft verloren ging.
Dafür ist es im Innern umso schöner!

Schauen Sie sich das einmal an!
Die Eingangshalle hat Mosaiken, die einen wirklich zum Staunen bringen. Gold ist eingearbeitet und neben den Mosaikstreifen befinden sich Marmorinkrustationen.

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall -  Foyer mit Goldmosaik und Marmorinkrustationen

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Foyer mit Goldmosaik und Marmorinkrustationen

Das Foyer hat eine richtige Concierge-Loge, die immer noch so aussieht wie damals, als sie eingerichtet wurde, und es scheint, als würde dort jemand arbeiten. In diesem kleinen weißen Häuschen in der Halle brennt die Schreibtischlampe von Zeit zu Zeit.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübner-Haus, Poststraße 2-4/Neuer Wall 22 - Die Loge des Portiers

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus, Poststraße 2-4/Neuer Wall 22 – Die Loge des Portiers

Stellen Sie sich vor: In der
Weihnachtszeit wird dort auch dekoriert!

Dann liegen bunte Pakete auf dem Dach der kleinen Kabine.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Die Loge weihnachtlich dekoriert. Der Concierge hat frei. Das Licht ist aus ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Die Loge weihnachtlich dekoriert. Der Concierge hat frei. Das Licht ist aus …

Nur mir wurde glaubhaft versichert, dass es überhaupt keinen Pförtner/Portier gibt!
Dabei sehe ich ihn förmlich vor mir, wie er über den Arbeitstisch gebeugt Kassenbücher ausfüllt, Vermerke macht, vielleicht in späteren Zeiten Telefonate entgegennahm. Ein distinguierter Herr. Nicht zu jung.
Oder?
Stellen Sie sich nicht auch die Frage, wer dort in früherer Zeit saß, wie er hieß, was seine Aufgaben waren?
Ob man von ihm respektvoll als z. B. Herr Buddenbohm sprach? Den Mann mit der Übersicht.
Oder riefen die Hübners von oben laut und unkompliziert den Vornamen durchs Treppenhaus nach unten?
„Heinrich, die Tür quietscht …!“
„Paul, das Fenster geht nicht zu …!“
Was musste er tun?
Ein Concierge. Das Wort leitet sich ab aus dem Lateinischen.  Conservius bzw.  servus und bedeutet in der Umgangssprache soviel wie Diener oder Sklave.
War er das?
Mit dem heutigen Begriff Concierge, der in einem noblen Hotel Gäste betreut und begehrte Musicalkarten herbeizaubern kann, ein geheimes Notizbuch mit den Eigenarten der Kunden führt, deren Vorlieben kennt – damit hat es sicher nichts zu tun gehabt.
Was dann?
Gab er Auskünfte? Bediente er den Paternoster, wenn es in diesem Haus anfangs einen – wie in vielen anderen Kontorhäusern – gab?
Wies er weiteres Personal an z. B. für die Treppenhausreinigung?
Hatte er aufzuschließen bzw. zu verriegeln und für Licht zu sorgen? Ließ er Besucher hinein, brachte Damen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Regenschirm zur zuvor herbeigerufenen Droschke?
Regelte er den Lieferantenverkehr?
Denn Lieferanten und auch illustre Kunden hatte die Konditorei und Marzipanfabrik Georg Hübner eine Menge!
Was für ein Bild, wenn die ausgesandten Diener aus hochherrschaftlichen Häusern in Livree eintrafen, um kunstvoll verzierte Torten und edles Marzipangebäck für eine Festivität abzuholen. Vielleicht eine große Party beim Fürsten von Bismarck, vielleicht eine Hochzeit in den feinen Elbvororten. Einige Jahre  immer wieder geschäftiges Hufegetrappel und dampfende Pferdeäpfel vor dem Haus, später die ersten Automobile am Randstreifen.
Was muss dort an manchen Tagen für ein Betrieb gewesen sein!
Vielleicht kannte man auch damals schon Parkplatzsorgen …

Doch wir leben in der heutigen Zeit.
So schauen Sie sich erst gern um und bestaunen das, was heute noch alles außer der Loge des Portiers zu sehen ist.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall - Holzverzierungen, Mosaikeinfassung, selbst auf dem Marmor weitere Verzierungen ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall – Holzverzierungen, Mosaikeinfassung, selbst auf dem Marmor weitere Verzierungen …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Eingangsbereich

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Eingangsbereich

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Eingangsbereich

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus, Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Eingangsbereich

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Interessante Muster im Treppenhaus ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Interessante Muster im Treppenhaus …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Ein Blick hinauf im Treppenhaus.  Geländer anschauen ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Ein Blick hinauf im Treppenhaus. Geländer anschauen …

Hamburg - Kontorhäuser -  Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Marmor, Mosaik, Gold ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Marmor, Mosaik, Gold …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall -  ... selbst das Fußboden-Mosaik

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – … selbst das Fußboden-Mosaik

Ich war schon mehrmals dort.
Eines Tages, als ich mir wieder einmal alles ansah, kam ein wirklich schon ziemlich betagter Herr durch die Eingangstür, der, wie sich herausstellte, die Praxis eines Orthopäden aufsuchen wollte. Ich hatte gerade im Foyer in einer Ecke eine Glasvitrine mit Porzellan entdeckt und weitere Dinge, die an die Zeit erinnern, in der hier im Haus die „Conditorei und Marzipanfabrik Georg Hübner“ ansässig war und ein Café betrieb.
Wir kamen ins Gespräch, und er erzählte mir, dass er das Café noch kannte. Er wäre früher dort gelegentlich eingekehrt, und seinen Orthopäden hätte er letztendlich danach ausgewählt hat, wo er die Praxis hat. Drei hätten für ihn zur Wahl gestanden, er entschied sich für den Arzt im ihm bekannten Hübner-Haus.
Ich fragte ihn, wie lange es denn das Café noch gegeben hätte. Er war sich nicht sicher, aber der Ansicht, dass es schon Anfang der 1960er Jahre nicht mehr existierte. Er hatte recht, später las ich, dass die Vorfahren die Konditorei 1884 gründeten und dass das Café Silvester 1961 schloss.
Erstaunlich, dass es gut 50 Jahre danach immer noch in den Köpfen so vieler Menschen ist!
Es gibt einige wenige Orte, die dieses Phänomen hervorrufen. Der Alsterpavillon in seiner Urform. Das Hansa Variete Theater. Traditionsreiche Einzelhandelsgeschäfte (Feinkost, Buchhandel, Juweliere).
Was machte das Café Hübner so besonders?
Es ging dort seinerzeit hochherrschaftlich zu. Bestellungen für illustre Gäste wurden ausgeführt. Hübner stand für Qualität. Man kam, genoss, führte Gespräche.
Kaffeehausatmosphäre.
Man(n) las seine Zeitung, traf sich unter Seinesgleichen und Damen der feinen Gesellschaft kehrten ein, weil sie hier (erstmals) einen Ort hatten, an dem sie ohne männliche Begleitung ganz ehrenhaft sitzen und Kaffee trinken konnten.
Die Einrichtung und Ausstattung muss zeitweilig umwerfend gewesen sein! Offenbar gab es einen Salon im Stil eines Raumes, wie ihn japanische Fürsten ihr Eigen nannten. Dort befanden sich (nicht ganz bruchsichere) Porzellan-Etagèren sowie aufgetürmte Dekorationen, so dass kaum einer der Café-Besucher es wagte, heftiger auszuatmen, geschweige denn zu husten oder zu niesen.
Ein Bild, das in der Vitrine im Foyer ausgestellt ist, zeigt bereits einen etwas anderen Stil. Hohe Sitzhocker, alles etwas graziler (selbst die Damen).
Haben Sie schon einmal den Herrn mit der Zeitung näher betrachtet?
Er scheint seine Augen nicht so wirklich auf den Zeilen seines Lesestoffs ruhen zu haben. Auf mich wirkt es eher, als hätte er die weiblichen Gäste im Blick …

Hamburg - Kontorhäuser - Hübner-Haus - Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall - Schlichtes Design beim Service, die prunkvolle Zeit ist vorbei. Und wohin schaut der Herr ...

Hamburg – Kontorhäuser – Hübner-Haus – Poststr. 2-4, Ecke Neuer Wall – Schlichtes Design beim Service, die prunkvolle Zeit ist vorbei. Und wohin schaut der Herr …?

Die Zeiten änderten sich, wurden auch härter, was sich durchaus in der Art des Geschirrs zeigt. Wir finden nicht mehr den japanischen Stil mit eher verspielten, zarten, hauchfeinen Tässchen, sondern sehen hier ein recht schlichtes und robustes Service, das es ebenso gut in einem Bahnhofscafé hätte geben können. Günstiger, haltbarer, dennoch typisch. Es war immer noch das Café Hübner, und ich vermute, irgendwann war es einfach zur Tradition geworden.
Man traf sich bei Hübner!
Doch alles Geschichte.
Es kam der Moment, da der Anschluss an die Entwicklung verpasst wurde. Das Leben änderte sich, die Gewohnheiten und Ansprüche der Menschen ebenfalls – nur Hübner zog wohl nicht in dem Maße mit.
Immer nur von den Lorbeeren vergangener Zeit leben, ist nicht möglich. Hübner konnte nicht mehr genügend Kundschaft für sich gewinnen, die Gäste blieben aus.
Der alte Herr im Foyer erzählte mir, dass er sich an recht verschlissene Möbelbezugsstoffe erinnerte … Woher sollen auch Investitionen kommen, wenn zu wenig Einnahmen da sind?
Ein Teufelkreis. Hübner musste schließen.
Alles hat seine Zeit.

Heute geht man dort zum Orthopäden, Zahnarzt oder zu einer im Haus ansässigen Grundstücksverwaltungsgesellschaft.
Nichts mit stilvollem Café …
Was denken Sie, was wohl Herr Hübner zu abwischbaren Plastiktischen, eingeschweißten Donuts und Coffee to go im Pappbecher gesagt hätte?

Auch wenn es das Café nicht mehr gibt –  das Haus steht, und die Gestaltung hier im Foyer ist schon fantastisch.

Hamburg - Kontorhäuser - Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall (ehemals Café Hübner)

Hamburg – Kontorhäuser – Hübnerhaus Poststraße 2-4, Ecke Neuer Wall (ehemals Sitz des Café Hübner)

Haben Sie zu Ende entdeckt?
Wie können uns gern wiedertreffen. In ein oder zwei Wochen wird Teil V hier erscheinen. Dann erzähle ich Ihnen, wofür Herr Kuretzky sieben Tonnen Ton benötigte …

Ich hoffe, Ihnen hat das Hübner-Haus ein bisschen gefallen und wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Hinweis:
Falls Sie vorangegangene Artikel suchen, finden Sie nachfolgend die entsprechenden Links:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/17/demnachst-im-blog-hamburgs-kontorhauser-eine-kleine-einfuhrung-fur-sie/
Teil I:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/20/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-i-darf-es-etwas-basiswissen-sein/
Teil II:
https://michelelegrand.wordpress.com/2012/08/25/stilvolle-treppenhauser-schone-fassaden-eigenwilliges-interieur-der-charme-hamburger-kontorhauser-teil-ii-der-laeiszhof-samt-paternoster-und-watt/
Teil III:
http://wp.me/p1zeK1-1iW / Das Hildebrand-Haus

©Januar 2013 by Michèle Legrand

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  1. #1 von Josef am 11/01/2013 - 23:06

    Liebe Michèle, Du zeigst stilvolle und schöne Ansichten. Als Münchner überfliege ich den Beitrag, aber ich nehme wahr, dass Du eine Freude damit hast und dass Du Dir sehr viel Arbeit mit dem Artikel machst. Das gefällt mir. Vielen Dank und herzliche Grüße aus München, Josef

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    • #2 von ladyfromhamburg am 11/01/2013 - 23:22

      Lieber Überflieger Josef,
      es freut mich, dich hier anzutreffen. Wenn dir als Münchner Hamburg nicht ganz so nah ist, ist das verständlich. Umso mehr freue ich mich, dass du trotzdem hereinklickst und dir eben das heraussuchst, was dich anspricht.
      Liebe Grüße zurück aus dem Norden!
      Michèle

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  2. #3 von Fotografikum am 11/01/2013 - 23:58

    liebe michéle, ich bin kein überflieger. mir gefallen deine schilderungen der kontorhäuser und ich werde sie bei gelegenheit alle besuchen.
    vielen dank für die ausführlichen schilderungen. ich finde es sehr spannend dir bei deinen rundgängen zu folgen.
    lge

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    • #4 von ladyfromhamburg am 12/01/2013 - 16:52

      Das ist für jemanden, der es schreibt und selbst an der Sache vor Ort so viel Gefallen hat, natürlich ein schönes Kompliment!
      Vielen Dank, Ernst!
      LG Michèle

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  3. #5 von regenbogenlichter am 12/01/2013 - 00:08

    Das war wieder eine wundervolle „Spätlese“ (von der Uhrzeit her betrachtet)… Also ich hätte auch gewettet, dass dort noch ein Portier sitzt. Die Loge sieht so lebendig aus…als ob er sie nur gerade mal verlassen hätte, um eine der von dir beschriebenen Tätigkeiten auszuführen. ;-)
    Und das Haus ist innen wunderschön gebaut. Mit viel Stil, den es heute so nicht mehr gibt. Solche Gebäude haben irgendwie eine Seele, die für mich kein neues Gebäude hat. Die sind vielleicht schick, aber austauschbar…
    Ja und bei der Beschreibung vom Café läuft einem vor Augen, irgendwie ein alter Film mit den Damen und Herren der Gesellschaft ab. Du hast recht, der junge Mann vom Bild ist schon etwas abgelenkt und die Zeitung wohl eher ein Alibi. Der Maler hat sicher die Gäste gut beobachtet.
    Ich mag so etwas… Spitzweg zum Beispiel, hat das auch getan.Seine Bilder mag ich gern… die Menschen in den Bildern sind alle mit Augenzwinkern und ihren menschlichen Schwächen gemalt.
    Du hast auch eine gute Beobachtungsgabe und siehst die Kleinigkeiten.

    Herzliche Grüße ein ganz schönes Wochenende und ich lese gern alles…weil es erstens unterhaltsam geschrieben und die Architektur der Häuser ist einmalig, mit ganz eigenem Stil. :-)
    Ute

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    • #6 von ladyfromhamburg am 12/01/2013 - 17:02

      Danke für deinen Kommentar zu dieser Folge der Kontorhaus-Serie. Es freut mich, wenn du es dir trotz später Stunde noch gern ansehen und lesen mochtest.
      Ich gebe dir recht mit deiner Bemerkung über Spitzweg. Ich habe bisher in dem Zusammenhang gar nicht an ihn gedacht, doch er malt tatsächlich die Menschen in dieser Art und Weise.
      Der Stil der damaligen Häuser hat auf mich in den meisten Fällen auch mehr Ausstrahlung als der, in dem viele heutige Häuser gebaut werden. Nicht alle! Es gibt auch hier solche und solche. Nur die lieblosen eckigen Kästen oder Schachteln habe so gar nichts Anziehendes. Das Innenleben sieht man häufig nicht, so kann es dort natürlich positive Überraschungen geben.
      Ich habe in einer späteren Folge auch zwei Bauten modernerer Zeit, von denen einer ebenfalls reizvoll ist. Vielleicht stößt du bei einem späteren Blogbesuch darüber, Ute. ^^
      Auch dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Michèle

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  4. #7 von ernstblumenstein am 13/02/2013 - 15:52

    Ein schöner Bericht über dieses Hübnerhaus und deine Zeitreise. Das Innenleben dieses Hauses hat für meine Begriffe sogar noch eine Seele, es lebt aus einer vergangenen Zeit und es strahlt Ambiance aus, als wäre die Zeit für all diese Kleinode stehen geblieben.
    Vielen Dank für diesen Bericht, liebe Michèle. Ernst

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    • #8 von ladyfromhamburg am 13/02/2013 - 17:42

      Danke schön für deinen Kommentar, Ernst. Diesen Eindruck von Seele haben und stehengebliebener Zeit gewinne ich auch oft, wenn ich in Häusern (Foyers) dieser Art stehe. Und es ist auch nicht so, dass es ein einmaliges Gefühl wäre. Komme ich beim nächsten Mal vorbei (etwas zieht einen eigenartig an), geht es mir wieder so.

      LG Michèle

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