Alles eine Frage der Gewöhnung: Die neue Haustür (und der Text übrigens auch!)

Michèle Legrand - Der Bloghinweis im November 2012 - "Die Haustür ..."Hallo, schön, dass Sie da sind!
Ich bin gerade noch am überlegen, ob … Anleitungen sind langweilig, oder?
Warum ich das frage?
Eine Anleitung wäre heute die Alternative zu ich lasse Sie so auf den Text los.
Wie bitte? Sie hätten einen Vorschlag?
Eine Vorwarnung möchten Sie stattdessen?
Und wie soll die aussehen?
Nein, nein, lieber Bloggast, nichts vorab. Im Grunde haben Sie ja jetzt Ihre Vorwarnung, denn Ihnen ist mittlerweile klar, dass es heute anders laufen wird.
Also gut, passen Sie auf! Kleiner Tipp:
Lesen Sie einfach flüssig durch! Widerstehen Sie dem Verlangen, Pausen zu machen.
Ja, Satzzeichen sind Mangelware! Wundern Sie sich nicht!
Lesen Sie unverzagt weiter!

Die neue Haustür

Anfang der Woche habe ich eine neue Haustür eingebaut bekommen Sie auch immer Bedenken und fragen sich ob Sie sich an etwas Neues schnell gewöhnen werden Sie nicht auch meist eines Besseren belehrt und begreifen mit Erstaunen hilft Ihnen da aber auch nicht dass Sie meinen ich würde diese Reaktion nicht auch schon gehabt haben wir es schließlich alle schon mal so oder so ist das Leben eben.
Es beginnt im Grunde schon beim Aussuchen Sie sich nicht oft erst fürchterlich einen ab und an hat man natürlich auch Glück und läuft direkt auf etwas zu teuer sind viele Modelle freilich so dass sie von vornherein ausscheiden tut immer weh wenn die alte vertraute Haustür ausgemustert wird nicht gelegentlich den alten Dingen zu wenig Beachtung geschenkt?

Die alte Tür von 1956 war schief und verzogen wir also los eine neue auszusuchen und Finden ist nicht einfach aufgrund der großen Auswahl und der gegebenen Umstände nicht der Altbau schon dort würde man natürlich völlig unbefangen Sie nie an zu grübeln ob der Stil passen tut es sowieso nicht allen kann man es nicht recht machen Sie sich deshalb keinen Kopfschmerzen sind nämlich wirklich nicht das Gelbe vom Eiderdaus wir weichen vom Thema ab!

Die Entscheidung fiel dementsprechend nicht leicht macht man sich das ja nie sollten Sie so eine Tür im letzten Moment bestellen Sie sich vor es hat acht Wochen gedauert bis sie tatsächlich fertig war mir nicht so als hätte der Verkäufer  vier bis sechs Wochen versprochen wird selbstverständlich viel doch im Endeffekt warten sie deutlich länger wäre echt blöd gewesen weil langsam Frost kommt und das Haus während des Aus- und Einbaus lange offen ist das dann aber auch saukalt!

Die Handwerker brauchten zusammen mit dem Anbau eines ebenfalls neuen Vordachs immerhin sechs Stunden über Stunden wurde gebohrt und leise geflucht weil der alte Rahmen windschief gewickelt sind Sie immer dann wenn Sie meinen etwas würde auf Anhieb funktionieren tut es selten einwandfreilich kommt es auf die Handwerker an. Nun irgendwann ist es geschafft Sie das auch so wenn die Instruktionen dann im Schnelltempo erfolgen können sie kaum hat man das eine begriffen folgt schon das nächste Mal soll der mir das doch bitte gemütlicher erklären!

Mit der neuen Spezialtür habe ich jetzt ein wenig das Gefühl in Fort Knox zu wohnen lässt es sich recht nett wäre nur nicht die Umgewöhnung an diesen verzwickten Hochsicherheitstraktmechanismus(s) ich mir das antun oder lassen ist immer die Frage. Schön und gut das Ding ist da haben wir den Salat. Ich werde es lernen kann man nie genug Schlüssel habe ich jedenfalls zum Schließen Sie daraus nur nicht dass das ausreicht. Der Vorsatz daran denken zu wollen bringt überhaupt nichts solange nicht ein Automatismus entsteht die Tür plötzlich offen. Die Klinke brauchen Sie überhaupt nicht mehr herunterzudrücken Sie einfach alles ran dann ist sie zu spät ist es allerdings wenn sie zugezogen haben und merken dass Sie keinen Schlüssel dabeihatten wir erst neulich dass sich jemand selbst aussperrte. Und das bei vier Grad sagte ich noch, ich würde ungern erfrieren ist kein schöner Tod und Teufel fürchten ist da nie verkehrt.

Ich muss jetzt insgesamt viermal den Schlüssel herumdrehen Sie zusätzlich an dem Extraknauf in Augenhöhe legt sich noch ein Riegel vor allem der kann Probleme verursachen gibt’s! Wenn jemand draußen steht und der Sperrriegel ist von drinnen zu gibt es einen Trick wie man ihn von außen öffnet Ihnen das nicht auch ihr gutmütiges Herzrasen entsteht immer dann wenn Sie vergessen haben wie es geht doch irgendwie allen so ein Mist!

Momentan komme ich raus bzw. rein theoretisch ist es das dachte ich jedenfalls Sie auch der Meinung waren sei Ihnen gesagt man muss sich auch noch auf andere Lichtverhältnisse und neue Geräusche umpolen haben da sicher genau die gleichen Schwierigkeiten.
Und diese Tür verfügt nicht mehr über den vertrauten Briefschlitzaugen brauchten Sie früher nie um Ihre Post zu entdecken. Sie lag einfach im Hausflur auf dem Bodenlose Frechheit dass das Gedächtnis sich noch nicht einprägen konnte dass fortan ein Briefkasten neben dem Eingang hängt der Haussegen deshalb schief ist das nervig und überflüssig ist man nach dem Kauf einer solchen Tür-/Vordachkombination auch nicht mehr hätten sie auch nicht verlangen dürfen die das überhaupt? Nun irgendwofür geht das Geld ja immer weg damit also.

Anstelle des Schlitzes habe ich jetzt besagten schnieken Briefkasten den man die ersten Tage gern vergisst und sich wundert dass die Pöstler nichts austragen Sie es mit Fassung. Es wird besser Sie sind sich bewusst dass der Mensch ein Gewohnheitstierisch schwer sich umzustellen Sie sich doch nicht so an!

Am fünften Tag hingegen ist schon fast alles gut dass hier alles zur Sprache kam es Ihnen sehr schwierig vor Begeisterung über Ihr Durchhaltevermögen möchte ich Ihnen gebührend danken Sie mir nicht dafür dass ich Ihnen ihre Zeit gestohlen habe n Sie nichts Besseres vor?

Erholen Sie sich am Wochenende davon geht die Welt nicht unter Umständen kommt so ein vertrackter Text auch nie wieder vor. Ich brauchte nach den Massenfoto-Blogposts (Model Contest) nur etwas Zeit für Spielereien, bevor ich wieder mit Ihnen (bebildert) Kontorhäuser anschaue n Sie nicht so entgeistert …!
Doch, die kommen auch wieder dran!
Sobald ich nicht mehr bildgeschädigt bin. Das ist so ein Gefühl wie früher, wenn Sie den Schuhkarton mit Bildern endlich mühsam sortiert und in stundenlanger Fleißarbeit die Fotos beschriftet und in Alben eingeklebt haben. Danach wollten sie vorerst keine Aufnahmen mehr sehen wir uns trotzdem wieder hier können Sie echt was erleben lasse ich Sie aber alle.
Versprochen!

©November 2012 by Michèle Legrand

PS Das obige Foto habe ich diesmal ausgewählt, weil wir hier heute wirklich einen sehr typischen (und gravierenden)  Fall von Gedanken(sprüngen) haben … ;)

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  1. #1 von regenbogenlichter am 10/11/2012 - 21:53

    So ohne Satzzeichen ist das aber schon arg gewöhnungsbedürftig…an die neue Tür müsste ich mich auch gewöhnen. ;-)
    LG
    Ute

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    • #2 von ladyfromhamburg am 10/11/2012 - 22:26

      Soll ich dir mal etwas verraten, Ute? ^^ Ganz ehrlich, ich habe beim Schreiben die ganze Zeit gedacht, wie segensreich doch die Interpunktion ist. Nur ließ es sich aufgrund des Textes nur so machen. Ganz oder gar nicht. Alles andere wäre unlogisch und höchst uneinheitlich geworden. Ich kehre jedoch schleunigst und überzeugt zu den sehr geschätzten Kommata zurück. ^^

      LG, Michèle

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  2. #3 von Silberdistel am 13/11/2012 - 23:00

    Das war ein anstrengender Ausflug. Da lobe ich mir doch jedes Satzzeichen, dann lieber einmal eines an der falschen Stelle als gar keins. Auch die doppelte Zugehörigkeit einiger Worte zu dem Satz davor oder dahinter, obwohl er eigentlich keiner war, machte irgendwie atemlos. Ich glaube, ich habe mir meinen Nachtschlaf heute verdient. Das war ein Ausflug der etwas anderen Art – trotzdem sehr amüsant :-D , aber auch anstrengend.
    Liebe Grüße – etwas weniger sprunghaft ist mir sympathischer ;-)
    die Silberdistel

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    • #4 von ladyfromhamburg am 14/11/2012 - 00:00

      Es freut mich, dass du es trotzdem mitgemacht hast! Ich stimme dir völlig zu – ganz egal, ob es die Satzzeichensetzung betrifft oder auch die angesprochene Atemlosigkeit und das Gefühl der Anstrengung. Mir war einfach danach und für mich selbst war es verblüffend, dass ein derartiger Text beim Erdenken locker funktioniert, sozusagen flutscht, aber schon beim Schreiben ein massives Widerstreben zu spüren ist, was das Weglassen der Satzzeichen angeht und – ich habe für einen besonderen Bloggast eine Audiofassung verschickt – ich musste wirklich den Atem einteilen! (Hier habe ich es nicht ergänzen können, weil ich längenmäßig leider über die fünf Minuten komme, die mir „Audiboo“ für die Aufnahme nur zugesteht).
      Also noch einmal vielen Dank und die Zusicherung, dass die nächsten Blogposts dir in ihrer Machart sicher wieder sympathischer sein werden.

      Lieben Gruß zurück,
      Michèle

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