Verschärfte Bedingungen für Nachwuchsmodels …

Wer häufiger im Blog mitliest oder am Freitag beim Boo dabei ist, hat sicher noch in Erinnerung, dass in meinem … einmaligen, grandiosen… Einkaufszentrum (ja, das gibt es durchaus, oder bin ich einfach leicht zufriedenzustellen?) schon seit dem Frühjahr ein Wettbewerb ausgetragen wird. Ein Casting, um das „Gesicht 2012“ zu finden. Am Anfang, es war Februar 2011,  hatte ich vermutet, es hätte sich die falsche Jahreszahl eingeschlichen. Tatsächlich fällt die Entscheidung jedoch erst im Oktober dieses Jahres. Demnach hat alles seine Richtigkeit.
Für interessierte Nachkömmlinge nachstehend noch einmal die Links zum April-Boo (  http://wp.me/p1zeK1-A  )
und zum Artikel von Anfang Mai  ( http://wp.me/p1zeK1-5  ) (mit Fotos)
Heute geriet ich unvermutet in den neuesten und vorletzten Part der Ausscheidungen. Die Models hatten ein Training erhalten, um sogenannte Living Dolls darzustellen. Lebendige Schaufensterpuppen, deren Aufgabe in der Bevölkerung der dortigen Geschäfte bestand. Mir fehlte später die Zeit, um auf die Suche nach allen Kandidaten zu gehen, aber ich passierte zufällig und noch unwissend einen „Camp David“ Shop.
Sehr erstaunt registrierte ich direkt am Eingang  zwei mir neue Schaufenstergestalten. Sehr naturgetreu und beinahe etwas im Weg. Es dauerte ein paar Sekunden, ehe mir die Echtheit der beiden jungen Männer dort bewusst wurde und auch die Erinnerung an das Casting einsetzte.
Ich blieb stehen und beobachtete die Szenerie einen Moment. Vor allem die Reaktion der Passanten. Viele huschten unbeirrt vorbei. Zwei junge Männer betraten das Geschäft und streiften fast die ‚Puppen’. Kein Erkennen. Was nicht erwartet wird, wird auch nicht gesehen.
Einer Dame erging es allerdings wie mir. Sie hielt sie kurzzeitig für Puppen, entdeckte ihren Irrtum, und dann konnte sie sich nicht bremsen. Aus ihrem Einkaufsbeutel holte sie eine braune Papierspitztüte vom Obstmann und entnahm ihr Kirschen. Keine einzelnen Früchte sondern Zwillingskirschen, die noch durch ihre Stiele miteinander verbunden waren. Sie näherte sich diebisch grinsend und stülpte diese Zierde einem der Models über seinen ein wenig ausgestreckten Finger.
Als gerade trainierter und ehrgeiziger Casting-Teilnehmer blieb er anfangs regungslos, nur dauerte es nicht lange, bis seine Gesichtszüge entgleisten. Ich musste an die Palastwachen des Buckingham Palace denken oder die Posten im Tower zu London, die unter ihren Bärenfellmützen keine Miene verziehen dürfen, egal was verrückte Touristen aushecken, um sie zu einer Reaktion zu bringen…
So strenge Ansagen gab es hier sicher nicht, und so griente er ungestraft. Mir schien, in seinem Kopf rotierte die Frage: Darf eine Schaufensterpuppe an ihr befestigte Kirschen entfernen oder muss sie fortan heldenhaft damit leben?
Eine Minute später hatte er sich wieder unter Kontrolle und blieb – mit Kirsche (halt ein Profi) – auf seinem Posten stehen.

Ich bin sehr gespannt, welches junge Talent am Ende das Casting gewinnen wird. Sympathisch war mir dieser junge Mann auf jeden Fall…

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