Ihr Charme bringt Eiskugeln zum Schmelzen…

Wettbewerb Beste Servicekraft Hamburgs

Anerkennung. Bekommt natürlich jeder gerne. Wie ist das eigentlich heutzutage? Erhalten wir sie? Wenn ja, wie, auf welche Art? Von wem? Erhalten wir sie oft, gelegentlich oder gar nicht?
Fakt ist, viele erhalten sie definitiv nicht oft genug, obwohl sie es mehr als verdient hätten. Dabei wäre es so einfach, sie auszudrücken. Durch Lächeln, Lob, Zeigen des Stolzes – und durchaus auch obendrein einmal durch Belohnung. Vielleicht durch ein offizielles: Schaut her! Das ist herausragend! Er/sie ist speziell. Diese Person tut etwas in einer Weise, die ins Auge sticht – positiv natürlich und ohne Verletzungen – auf eine Art, die auffällt – und zwar angenehm.

Bei meiner heutigen kleinen Kaffeepause, schaute ich irgendwann leicht irritiert auf, als um mich herum plötzlich leichtes Blitzlichtgewitter herrschte. Mein suchender Blick glitt über die Tische des Eiscafés Giovanni L. im Wandsbeker Quarrée und verharrte dann im Quergang. Meine sehr bevorzugte Bedienung – ich habe den Namen Anna in Erinnerung –  die  mich heute besonders hübsch zurechtgemacht bedient hatte, wurde von einer professionellen Fotografin abgelichtet.
Ein auf einem Ständer aufgespannter kleiner weißer Schirm sollte für das optimale Licht beim Blitzen sorgen. Anna, eine überaus freundliche, patente, junge Dame mit blondem Zopf, bildschönem Gesicht und angenehmen Wesen, hielt vor sich einen großen, sehr appetitlich aussehenden, kunterbunten Früchte-Eisbecher mit Sahne. Obendrein enthielt das Kunstwerk eine überdimensionale Wunderkerze (mehr ein Röhrchen), aus dem die Funken nur so sprühten.
Die Fotografin machte mehrere Aufnahmen, und ich ließ es mir nicht nehmen, ebenfalls ein Foto zu knipsen. Eine andere junge Angestellte näherte sich meinem Tisch, so dass ich zuerst  befürchtete, sie würde mich darauf hinweisen, das Fotografieren zu unterlassen.
Stattdessen erzählte sie mir jedoch, dass ihre Kollegin als Kandidatin bei einem Wettbewerb der Bild-Zeitung vorgeschlagen worden ist, der da (in etwa) heißt:
Wer ist die beste Servicekraft Hamburgs?
Ich reagierte hocherfreut, denn zum einen kann ich diesen Vorschlag nur  kräftig unterstützen, zum anderen finde ich es toll, dass es hier wirklich die Richtige trifft und jemand sich aufgerafft hat – anscheinend völlig uneigennützig – sie bei der Zeitung als adäquate Kandidatin zu melden. Da ich keine Bild-Zeitung lese, gehen diese Wettbewerbe leider an mir vorbei.
Anerkennung. Im Dienstleistungsbereich sehr unterschiedlich verbreitet. Vielleicht mal eine nette Bemerkung eines Kunden, vielleicht ein Trinkgeld. Unter Umständen auch ein Lob des Chefs nach einem Tag mit Hochbetrieb, der gut gelaufen ist.
Hier könnte der jungen Frau auf eine weitere, zusätzliche  Art gezeigt werden, wie wertvoll und hochgeschätzt ihr umsichtiges und verbindliches Auftreten ist. Wie gern gesehen ihre Zurückhaltung bei gleichzeitiger Aufmerksamkeit, wie beliebt ihr unaufdringliche, unaufgeregte Art des Bedienens. Wie angenehm es ist, sich auf ihr gutes Gedächtnis verlassen zu können, wie schön, mit guten Wünschen für den Tag verabschiedet zu werden. Beste Servicekraft Hamburgs. Sie ist absolut würdig, diesen Titel zu tragen, denn sie verkörpert  den Begriff Service sozusagen.
Man verriet mir, dass es nun an den Lesern der Zeitung ist, für die einzeln vorgestellten Kandidaten zu voten. Dem Sieger winkt zudem ein Preisgeld von 1.000 Euro.
Ich habe Anna gefragt, ob ich ein  Foto von ihr  ins Internet stellen darf, um für sie – in Verbindung mit dem Artikel – ein bisschen die Werbetrommel zu rühren.
Sie hatte nichts dagegen und bedankte sich nur im Voraus schon überschwänglich. Es war rührend, und falls ihr nichts anderes vorhabt, die Zeitung gerade vorliegt (vielleicht geht es ja auch online) und jemandem eure Anerkennung zeigen möchtet, dann stimmt für diese junge Dame. Sie hat es verdient!
Wenn ich zu Beginn davon sprach, dass ihr Charme Eiskugeln schmelzen lassen würde, dann ging ich von ihrem täglichen ‚normalen’ Verhalten aus. Sollte sie diesen Titel für sich gewinnen, befürchte ich, dass ihr Strahlen im Quarrée Wandsbek noch viel mehr ‚anrichtet’…

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