Toll hinbekommen! Tag der Arbeit? Ja, durchaus – wenn man es so sieht …

01. Mai, der Tag der Arbeit.
Nun, offensichtlich nicht nur der, sondern bei mir gleichzeitig auch der Tag grandioser, jedoch etwas unnützer Arbeitsbeschaffungsideen. Vielleicht trifft es das noch nicht ganz. Sagen wir es anders: die Ideen selbst gingen ja noch, die Auswirkungen hingegen waren ein zum Teil veritables Kopfschütteln wert.

Den ersten Anfall erlitt ich am Morgen. Irgendetwas impfte mir ein, ich müsste Gardinen waschen! Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Ich empfand plötzlich, sie hätten es jetzt wirklich nötig. Irgendwie macht die meiste Arbeit doch auch die Maschine.
Halt!
Diesen Satz nehme ich gleich zurück, denn schon beim Abhängen stellte ich fest, dass er falsch ist.
Wer hat das eigentlich behauptet?
Nein, mir war der Elan schon wieder abhanden gekommen.
Gefummel über Kopf, lahme Arme, unterdrücktes Stöhnen. Im Keller dann das mühsame Stauen der Stoffmeter in die Trommel … und leider, leider habe ich sie danach in der Maschine für ein etwas längeres Weilchen vergessen.
Es fiel mir eben – ca. sieben Stunden später –  wieder ein, und so kämpfe ich gerade mit einem Bündel Knüllstoff. Ich habe es jetzt feucht aufgehängt.
Stopp, ich  korrigiere: ich habe eben den feuchten Stoff aufgehängt (ich kenn‘ doch meine Pappenheimer hier!), und nun wirkt es tatsächlich fast so, als würde er sich doch von alleine wieder glatthängen.

Nicht ganz so glimpflich endete – zuerst – ein richtiges Glanzstück des heutigen Tages. Beim Saugen hatte ich kurzerhand beschlossen, nebenbei ebenfalls die Tastatur des Laptops auf diese Art von in Spalten hängenden Krümeln und Fitzeln zu befreien. Meiner Erinnerung nach, war dieser Versuch bisher auch schon zweimal von Erfolg gekrönt gewesen. Was ich allerdings nicht bedacht hatte, war, dass ein erst kürzlich neu eingesetzter Staubsaugerbeutel die Saugkraft um ein Vielfaches erhöht hatte.
Folge: Flupps!
Die Alt-Taste war weg. Eingesaugt.
Was tun?
Nun, sich darüber freuen, dass ein relativ neuer Beutel im Staubsauger die Suche doch ziemlich erleichtern dürfte. Die Freude vergeht schnell, als sich dort – so wie es aussieht – keine Taste befindet. Geschüttelt, so wie Frau Holle es mit ihre Kissen zu pflegen tut  und danach fünfmal von außen den noch platten Beutel sorgsam Millimeter für Millimeter abgetastet.
Nichts!
Nächste Idee: das kleine Plättchen könnte sich noch im Schlauch befinden. Also wurde der Schlauch demontiert. Erst vom Staubsauger und danach in seine diversen Einzelbestandteile.
Nichts!
Den Raum, in dem die Tüte eingesetzt wird, einer näheren Kontrolle unterzogen, weitere Motorstaubfilter entfernt.
Nichts!
Die Bodenbürste geschüttelt und mit dem Schraubenzieher jeden kleinen Winkel abgestochert.
Nichts!

Danach habe ich darüber nachgedacht,  ob die Taste vielleicht noch gar nicht so weit gekommen war. Meine  Reaktion „Staubsauger aus plus mittleres Fluchen“ war sehr spontan und kam daher ziemlich flott.
Vielleicht fiel das kleine Plastikstück auf den Boden bzw. auf die Couch. Dort hatte der Laptop gelegen. Ich knie also nieder und rutsche herum. So klein und unscheinbar ist eine quadratische, anthrazitfarbene Taste doch nicht, dass sie auf einem rotem Teppichboden nicht auffallen würde. Leider – nichts.
Ich nehme mir ein weiteres Mal den Staubsaugerbeutel vor. Fühle nochmals. Von außen absolut kein Zeichen.
Es hilft nichts, ich muss auch mit den Fingern reinlangen. Einige weiche Flusen empfangen mich. Wollmäuse. Doch die ersten sind schon da.
Erneut examiniere ich genau, schaue Faser für Faser und siehe da, in einer doppelt gelegten Falte steckt das wertvolle, hochgeschätzte und sehr vermisste Tastenteil. Es ist heil geblieben. Die kleinen Clips sind nicht gebrochen, sie lässt sich also leicht wieder aufsetzen.
Danach erfolgt der Wiederzusammenbau des Staubsaugers.
Geschätzter Zeitaufwand insgesamt: eine dreiviertel Sunde.

Aufgrunddessen beschloss ich, spontane, tolle, aber undurchdachte Ideen für diesen Tag zu begraben und mich etwas gesitteter aufzuführen. Der Rest lief glücklicherweise störungsfrei.
Das Montieren des Gartenschlauch klappte jedenfalls reibungslos. Nichts tropft, keine Verletzungen.
Was lehrt mich das?
1) Rückstände auf dem Laptop sind weniger schwerwiegend als fehlende Tasten.
2) Wenn dir die Gardine dunkler vorkommt – aufziehen!
3) Fang sonntags nie an, die kreative Putzfrau zu spielen. Das Standardprogramm reicht völlig.

Und wie lief es bei Ihnen?
Meine leise Hoffnung ist, ich stehe nicht allein da, sondern habe vielleicht weitere gelegentliche „Glanzlichter“ unter meinen Lesern….

©Mai 2011 by Michèle Legrand

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