Weihnachtskonzert … Alle Jahre wieder

Wer von Ihnen eigene Kinder hat oder zumindest in engem Kontakt mit Schulkindern steht, der hat es sicher schon mitgemacht: das Schulkonzert. Meistens findet es sogar zwei Mal im Jahr statt. Einmal  kurz vor Weihnachten, das zweite Mal zum Abschluss des Schuljahres vor den Sommerferien.
Mir hat es von jeher ein unheimliches Vergnügen bereitet, dorthin zu gehen. Zu schauen, wie – nicht nur die eigenen – Kinder wachsen, wie sie sich weiter entwickeln, wie sie Profis auf ihrem Instrument werden oder wie sich ihre Stimmen entwickeln.

Da meine beiden dem Schulalter entwachsen sind, hatte ich das Thema Schulkonzert schon fast abgehakt, doch meine Tochter begann noch vor dem Abitur in einem Gospelchor mitzusingen, dessen Mitglieder über den Schulabschluss hinaus weiter dort aktiv sein dürfen. Ihretwegen waren wir gestern hauptsächlich zur altbekannten Schule gekommen.

Sie kennen das, wie immer herrschte vorher quirlige Aufbruchstimmung, Aufregung vor dem Auftritt und Lampenfieber befiel mehr oder minder ausgeprägt die heutigen kleinen und großen Stars.
Meine Tochter blieb anfangs relativ cool – genau bis zu dem Augenblick, als sie erfuhr, dass sich etwa die Hälfte des Gospelchors im Laufe des Tages bei der Chorleiterin abgemeldet hatte. Krank geworden! Teilweise auch durch das Wetter daran gehindert worden, rechtzeitig in Hamburg zu sein. Einige Chormitglieder studieren in Lübeck bzw. Hannover, und die Bahnen kamen nicht fahrplanmäßig.
Der Chor singt im Normalfall oft vierstimmig und die Songs enthalten Solo-Einlagen.
Drama!
Hektik!
Umstellung!
Versuch!
Wachsende Panik, gefolgt von einer weiteren 5-Minuten-Probe.
Dann fiel der Entschluss: Wir versuchen es trotzdem! Wie das Wort trotzdem schon sehr deutlich sagt: sie beschlossen allen Widrigkeiten zu trotzen.
Es war wunderbar!
Ich kenne sie als komplettes Ensemble. Gut …
Aber – ganz ehrlich – ich glaube nicht, dass irgendein Mensch dort anwesend war, der an diesem Abend bei ihrem Auftritt die Nase über diese Variante gerümpft hat.
Und ich liebe sie einfach dafür, dass sie es gewagt haben …

Hinweis:
Dieser Blogpost erschien zunächst im Vorgängerblog (Posterous – TheLadyFromHamburg), und dort ist das Video weiterhin abrufbar. Bitte einfach den Link unterhalb des Fotos anklicken. Vielen Dank!

 

MOV02817.MPG
Watch on Posterous

©Dezember 2010 by Michèle Legrand

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